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Airteam

Airteam GmbH

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Berliner Plattform für drohnengestütztes Dachaufmaß und 3D-Gebäudemodellierung. Wandelt Drohnenbilder per KI automatisch in DIN-konforme 3D-Modelle und Planungsdaten um, exportierbar in über 15 Formate für PV Sol, Eturnity, SketchUp, AutoCAD und alle gängigen Handwerks-Kalkulationsprogramme. Speziell auf deutsche Dachdecker, Zimmerer, Solarinstallateure, Gerüstbauer und die Immobilienwirtschaft ausgerichtet.

Kosten: Fast Fusion ab 146 €/Monat (138 € bei 2-Jahres-Bindung); Pro Fusion 333 €/Monat; Max Fusion 1.000 €/Monat; Starter-Sets mit Drohne und Training 1.350–7.450 €; Einzelprojekte ab 75 €

Kategorien

Stärken

  • Deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin, deutschsprachiger Support, EU-Datenverarbeitung
  • DIN-zertifizierte Genauigkeit von 1–3 cm auf 40 m, 8x präziser als Satellitendaten
  • Automatische Erkennung von Dachelementen (Gauben, Schornsteine, Dachfenster, PV-Flächen) per KI
  • Export in über 15 Formate, kompatibel mit PV Sol, Eturnity, SketchUp, AutoCAD und MF Dach
  • 24-Stunden-Turnaround: Hochladen am Werktag, fertiges 3D-Modell am nächsten Tag
  • Starter-Kits inklusive Drohne, Training und Software-Einstieg, kein Vor-Ort-Know-how nötig
  • Über 5.000 Handwerksbetriebe als Referenz, mehr als 70.000 durchgeführte Projekte

Einschränkungen

  • Schwerpunkt auf Dachaufmaß und PV-Planung, Schadenserkennung weniger umfangreich als bei US-Plattformen wie DroneDeploy
  • Pro-Tarif (333 €/Monat) und Max-Tarif (1.000 €/Monat) für KMU spürbar, Sprung zwischen den Stufen relativ groß
  • Fokus auf Dachhandwerk, Solar und Wohnungsbau, wenig spezialisierte Funktionen für Infrastrukturinspektion oder Industrieanlagen
  • Webseite läuft über Webflow (USA), Datentransfer per Standardvertragsklauseln, die eigentliche Bildverarbeitung erfolgt EU-seitig, aber das ist nicht durchgehend einheitlich
  • Eigene Drohnenflüge erfordern Drohnenführerschein (EU-Kategorie A1/A3 reicht für die meisten Fälle, A2 bei Wohngebieten oft sinnvoll)
  • Kein freier Selbstbedienungs-Pfad ohne Verkaufsgespräch, Demo oder Beratung sind für viele Tarife der Standardweg

Passt gut zu

Dachdecker und Zimmerer mit digitalem Aufmaßbedarf Solarinstallateure für PV-Modulbelegung und Visualisierung Gerüstbauer für Fassadenflächen und Höhenberechnung Immobilienverwalter und Wohnungsbaugesellschaften für Bestandsdokumentation Handwerksbetriebe, die in Drohneninspektionen einsteigen wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du machst regelmäßig Dach- oder Fassadenaufmaße und willst die Vor-Ort-Zeit halbieren
  • Du planst PV-Anlagen und brauchst präzise Modulbelegung mit Kundenvisualisierung
  • Du willst rechtssichere DIN-konforme Aufmaßdokumentation für Versicherungs- oder Streitfälle
  • Du suchst eine deutschsprachige Lösung mit lokalem Support und EU-konformer Datenverarbeitung

Wann nein

  • Du machst nur ein paar Aufmaße im Jahr, dann sind Einzelprojekte (ab 75 €) günstiger als ein Abo
  • Du brauchst tiefe Infrastrukturinspektion (Brücken, Windräder, Industrieanlagen), dafür sind Skydio oder DroneDeploy besser
  • Du willst klassische Thermografie- oder Schadensanalyse ohne Geometrie-Fokus
  • Du bist nicht bereit, ein Verkaufsgespräch zu führen, Self-Service-Onboarding gibt es nur eingeschränkt

Kurzfazit

Airteam ist im deutschsprachigen Handwerk die naheliegende Wahl für drohnengestütztes 3D-Aufmaß. Wo Wettbewerber wie DroneDeploy oder Pix4D als generische Photogrammetrie-Plattformen daherkommen, hat Airteam aus Berlin den Workflow konsequent auf deutsche Dachdecker, Zimmerer, Solarinstallateure und Gerüstbauer zugeschnitten, inklusive DIN-zertifizierter Genauigkeit, Export in MF Dach, PV Sol und Eturnity sowie deutschsprachigem Support. Die KI erkennt Dachelemente automatisch, das 3D-Modell liegt nach 24 Stunden vor, und Starter-Kits mit Drohne und Training senken die Einstiegshürde spürbar. Wer mehr braucht als Geometrie, etwa tiefe Schadens- oder Industrieanlageninspektion, ist mit Spezialplattformen besser bedient. Für das Kerngeschäft Dach, Fassade und PV ist Airteam jedoch in DACH die Referenz.

Für wen ist Airteam?

Dachdecker und Zimmerer: Das klassische Aufmaß mit Maßband und Skizze kostet pro Objekt 2–3 Stunden, ist nicht reproduzierbar und birgt Absturzrisiken. Airteam ersetzt diesen Schritt durch einen 10-minütigen Drohnenflug. Die KI erkennt Gauben, Dachfenster und Schornsteine automatisch, das Modell wird in MF Dach oder das jeweilige Branchen-Programm exportiert. Für mittelständische Betriebe mit 5+ Aufmaßprojekten pro Monat amortisiert sich das Abo nach wenigen Wochen.

Solarinstallateure: Hier liegt aktuell der stärkste Wachstumshebel von Airteam. Aus dem 3D-Modell entsteht eine präzise Modulbelegung, die direkt in PV Sol oder Eturnity weiterverarbeitet werden kann, inklusive 3D-Visualisierung für den Kunden im Beratungsgespräch. Referenzen wie 1KOMMA5°, Svea Solar oder Goldbeck Solar zeigen, dass die Plattform auf große PV-Rollouts ausgelegt ist und nicht nur Einzelprojekte abdeckt.

Gerüstbauer: Fassadenflächen und Gebäudehöhen exakt zu kalkulieren ohne Vor-Ort-Termin spart einen kompletten Arbeitstag pro Projekt. Airteam liefert dafür georeferenzierte Daten, die der Gerüstbauer direkt in seine Mengenermittlung übernehmen kann.

Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienverwalter: Für Bestandsdokumentation, Sanierungsplanung und Versicherungsfälle liefert Airteam reproduzierbare, gerichtsverwertbare Aufmaßdaten. Gewobag und Harsch Bau sind bekannte Referenzkunden, typischerweise wird das Tool für die Vorab-Dokumentation größerer Objekte genutzt, bevor Architekten oder Gutachter einsteigen.

Gutachter und Sachverständige: Wer rechtssichere Zustandsdokumentation erstellt, profitiert von der DIN-SPEC-zertifizierten Genauigkeit. Die Daten sind nachvollziehbar, der Erfassungsweg dokumentiert, anders als bei einer freihändigen Skizze lässt sich das Aufmaß im Streitfall vor Gericht belegen.

Weniger geeignet für: Wer nur sporadisch Aufmaße braucht (Einzelprojekte ab 75 € sind dann sinnvoller als ein Abo), wer Industrieanlagen oder Infrastruktur (Brücken, Windräder) inspizieren will (dafür sind Skydio oder DroneDeploy stärker), und Betriebe, die ohne Vertriebsgespräch loslegen wollen, Self-Service ist limitiert.

Preise im Detail

PlanPreis (monatlich)Was du bekommst
Fast Fusion146 € (138 € bei 2 Jahren)10 Credits/Monat, Gebäude bis 1.000 m², 24-Stunden-Lieferung des 3D-Modells
Pro Fusion333 € (250 € bei 2 Jahren)50 Credits/Monat, Gebäude bis 5.000 m², gleiche Lieferzeit, höhere Volumen
Max Fusion1.000 € (834 € bei 2 Jahren)200+ Credits, Gebäude >5.000 m², Bodenkontrollpunkte für Großprojekte
Ultra FusionAuf AnfrageEnterprise-Skalierung, individuelle Volumen
Starter-Kit1.350–7.450 € einmaligDrohne, Zubehör, Training, Software-Flatrate-Einstieg
Einzelprojekte75–1.500 € pro ProjektOhne Abo, einmaliger Upload, auch für externe Drohnendienstleister geeignet

Einordnung: Fast Fusion für 146 €/Monat ist der Einstieg für Einzelbetriebe und kleine Handwerksunternehmen, bei 5–8 Aufmaßprojekten im Monat trägt sich der Tarif locker. Pro Fusion ist der Sweetspot für mittelständische Betriebe mit 20–40 Projekten und größeren Gebäuden, der Sprung auf 333 € lohnt sich, sobald die Credit-Logik im Fast-Tarif eng wird. Max Fusion für 1.000 €/Monat ist klar Enterprise-Terrain, Wohnungsbaugesellschaften, große Solarinstallateure oder Generalunternehmer. Wer nur gelegentlich Aufmaße braucht, fährt mit Einzelprojekten (ab 75 €) günstiger als mit dem kleinsten Abo. Die Starter-Kits sind eine sinnvolle Investition für Betriebe ohne eigene Drohne, die einmaligen 1.950 € sind nach 3–4 Aufmaßprojekten gegenüber externen Vermessern amortisiert.

Stärken im Detail

Klare Branchenspezialisierung. Anders als generische Photogrammetrie-Plattformen wie Pix4D oder DroneDeploy ist Airteam auf fünf konkrete Gewerke zugeschnitten: Dachdecker, Solar, Zimmerer, Gerüstbau, Wohnungswirtschaft. Das zeigt sich in den Defaults, Dachelementerkennung kommt out-of-the-box, PV-Belegung läuft mit zwei Klicks, Export-Profile sind auf deutsche Branchen-Software vorkonfiguriert. Wer im Handwerk arbeitet, spart sich die Tüftelei mit Generalisten-Tools.

DIN-zertifizierte Genauigkeit. Airteam erreicht laut Herstellerangaben eine Genauigkeit von 1–3 cm bei 40 m Höhe, etwa 8x präziser als Satellitendaten und 3x präziser als Flugzeugaufnahmen. Die DIN-SPEC zum digitalen Dachaufmaß per Drohne (vom Bundesverband Copter Piloten initiiert) ist die Referenz, gegen die sich auch Versicherer und Sachverständige orientieren. Das macht das Aufmaß im Streitfall gerichtsverwertbar, ein echter Vorteil gegenüber freihändigen Skizzen oder ungeprüften Drittanbieter-Vermessungen.

24-Stunden-Turnaround und Klick-Onboarding. Werktags eingestellte Aufnahmen liefern das fertige 3D-Modell innerhalb von 24 Stunden, detailliertere Planungsdaten in 48–96 Stunden. Die Software erfordert kein CAD-Wissen, “mit drei Klicks zur ersten Aufmessung” ist die offizielle Ansage, und Erfahrungsberichte (z. B. von Zimmerei Pawlowski) bestätigen das. Das senkt die Lernkurve drastisch gegenüber Pix4D oder ähnlichen Tools, die im Kern für GIS-Profis gebaut sind.

Über 15 Export-Formate. Aus dem 3D-Modell lassen sich Daten in PV Sol, Eturnity, SketchUp, AutoCAD, MF Dach, GAEB-konforme Mengenlisten und mehr exportieren. Das ist der entscheidende Hebel: Airteam ersetzt nicht die bestehende Werkstattsoftware, sondern speist sie. Wer mit Branchen-Software arbeitet, übernimmt die Daten direkt, ohne CAD-Übersetzungsschritt.

Starter-Kits inklusive Drohne. Für Betriebe ohne eigene Drohne sind Starter-Sets ab 1.350 € (mit Drohne, Training, Software-Einstieg) ein wichtiger Einstieg. Airteam berät zur EU-Drohnenregulierung (Kategorie A1/A2/A3), liefert Flugprotokolle und ein detailliertes Helpcenter. Wer bisher keine Erfahrung mit Drohnen hat, wird so innerhalb weniger Tage einsatzfähig.

Solides deutsches Vertrauensprofil. Airteam GmbH sitzt in Berlin (Telefon +49 30 37580830), Support und Vertragspartnerschaft laufen deutschsprachig. Referenzkunden wie 1KOMMA5°, Gewobag, Wienerberger oder Goldbeck Solar zeigen, dass die Plattform auch von industriellen Anwendern eingesetzt wird, nicht nur von Einzelhandwerkern. Für deutsche Mittelständler ist das ein nennenswerter Faktor gegenüber US-Anbietern mit fehlendem deutschsprachigem Support.

Ergebnis-Visualisierung für Kundengespräche. Die 3D-Modelle lassen sich im Browser drehen, vermessen und mit PV-Modulen oder Sanierungsplänen überlagern. Das ist im Akquise-Gespräch ein deutlicher Differenzierer gegenüber Wettbewerbern mit Excel-Skizzen, Solar-Installateure wie 1KOMMA5° berichten von Abschlussquoten-Plus durch die Visualisierung.

Schwächen ehrlich betrachtet

Schadenserkennung weniger umfangreich als bei US-Plattformen. Airteams Stärke ist Geometrie, nicht Defektanalyse. Wer Hagelschäden, Risse oder Verschleißmuster automatisiert klassifizieren will, bekommt mit DroneDeploy oder spezialisierten Inspektionsplattformen mehr Tiefe. Airteam liefert das 3D-Modell als Grundlage, die Schadensbewertung liegt überwiegend beim Anwender oder Gutachter.

Pricing-Sprünge zwischen den Tarifen sind groß. Von 146 € (Fast Fusion) auf 333 € (Pro Fusion) ist mehr als eine Verdopplung, und dazwischen gibt es nichts. Für Betriebe, die das Fast-Tarif-Volumen knapp überschreiten, ist das eine spürbare Hürde. Auch der Sprung von Pro (333 €) auf Max (1.000 €) ist eine Schwelle, die nicht jeder KMU leichthin nimmt. Ein 200-€-Mittelweg wäre hier sinnvoll.

Webseite läuft über US-Hosting. Die Marketing-Seite airteam.ai ist auf Webflow (San Francisco) gehostet, der Datentransfer erfolgt über Standardvertragsklauseln, AVV ist vorhanden. Die Verarbeitung der Drohnenbilder selbst läuft EU-seitig, aber das ist nicht durchgehend an einer einzigen Stelle dokumentiert. Wer für eine Datenschutz-Folgenabschätzung saubere Aussagen braucht, sollte beim Anbieter explizit nachfragen und eine schriftliche Bestätigung einholen.

Kein vollständiger Self-Service-Pfad. Für Fast Fusion gibt es eine “Try for free”-Option und Demo-Buchungen, aber höhere Tarife laufen praktisch ausschließlich über persönliche Beratungsgespräche. Wer Self-Service-Onboarding wie bei Pix4D Cloud erwartet, wird enttäuscht. Aufseiten von Airteam ist das eine bewusste Vertriebsstrategie, für ungeduldige Anwender aber eine Hürde.

Eigenflüge erfordern Drohnenkenntnisse. Trotz Starter-Kit-Konzept brauchst du für Eigenflüge mindestens den EU-Drohnenführerschein A1/A3, für Flüge in Wohngebieten oft A2. Versicherung, Aufstiegsgenehmigung bei Sondereinsätzen und Pilotenroutine sind zusätzliche Pflichten. Airteam bietet alternativ eigene Piloten, das ist aber je nach Region ein zusätzlicher Logistikfaktor.

Fokus auf DACH-Markt, internationale Skalierung begrenzt. Wer DACH-übergreifend arbeitet, ist gut versorgt; wer mit Tochtergesellschaften außerhalb Europas plant (USA, Asien), stößt schneller an Grenzen, Sprachunterstützung, lokale Drohnenregulierung und Branchenintegration sind dort weniger ausgeprägt. Für rein deutsche Mittelständler kein Thema, für international agierende Generalunternehmer ein Aspekt.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Generische Photogrammetrie für Industrie und GIS brauchstDroneDeploy oder Pix4D (kein eigener Tool-Eintrag)
Reine Solar-Planung ohne Drohnenaufmaß suchstPV Sol oder Sunny Design als Spezialwerkzeug (kein eigener Tool-Eintrag)
Eine generische KI-Plattform für Bauinspektion willst für allgemeine Office-Integration (kein 1:1-Ersatz)
Externe Vermessungsdienstleister statt eigener Lösung willstKlassische Vermessungsbüros oder Drohnen-Dienstleister vor Ort

Erwähnenswert ohne eigenen Tool-Eintrag: DroneDeploy (US-Plattform mit breiter Industrie-Reichweite, aber englisch und ohne DIN-Fokus), Pix4D (Schweizer Photogrammetrie-Profi-Lösung mit deutlich höherer Lernkurve, dafür mehr GIS-Tiefe), Skydio (autonome Inspektionsdrohnen für Infrastruktur, andere Liga im Preis), PIX4Dfields (Agrar-Schwerpunkt). Airteam ist im deutschen Handwerk konkurrenzlos positioniert, keine andere Plattform kombiniert DIN-Konformität, deutsche Branchen-Software-Anbindung und Starter-Kit-Konzept. Wer außerhalb dieses Sweetspots arbeitet (Industrie, GIS, internationale Großprojekte), schaut sich bei DroneDeploy oder Pix4D um.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo buchen und passenden Tarif sondieren. Auf airteam.ai eine Demo anfragen oder das “Try for free”-Angebot nutzen. Im Gespräch klären, ob ein Starter-Kit (für Eigenflüge) oder ein Pilotenservice (Airteam-Drohnenpilot kommt) besser passt. Pro Fast-Fusion-Projekt brauchst du ein Credit, die Credit-Mathematik solltest du vorab durchrechnen.

Schritt 2: Pilotprojekt mit klarer Aufgabe. Wähle ein laufendes Aufmaßprojekt mittlerer Komplexität (z. B. Einfamilienhaus mit Gauben und Dachfenstern) für den ersten Test. Drohnenflug mit dem empfohlenen Protokoll (80 % Frontal-, 70 % Seitenüberlappung, 30–50 m Flughöhe), Bilder hochladen, 24 Stunden warten. Vergleiche das Ergebnis ehrlich mit deinem üblichen Aufmaß, Zeitaufwand, Genauigkeit, Akzeptanz beim Kalkulationsprogramm.

Schritt 3: Workflow im Betrieb verankern. Sobald der Test überzeugt: Verantwortlichen für Drohnenflüge benennen (idealerweise mit A1/A2-Schein), Anbindung an die eigene Kalkulationssoftware (MF Dach, PV Sol etc.) konfigurieren, Standard-Exportprofil festlegen. Erfahrene Anwender berichten, dass nach 3–5 Projekten der Prozess Routine ist. Wichtig: Versicherungsfälle und gerichtsfeste Dokumentation immer mit zweitem Quality Check absichern, die DIN-Konformität ist gegeben, der korrekte Flug aber Voraussetzung.

Ein konkretes Beispiel

Ein Dachdeckerbetrieb aus Hannover (14 Mitarbeitende, Schwerpunkt Sanierung im Bestand) hat Airteam Pro Fusion eingeführt, nachdem ein einzelner Versicherungsfall nach einem Sturm gezeigt hatte, wie aufwendig konventionelle Schadensaufmaße in der Reklamation sind. Konkreter Workflow: Bei jedem Sanierungstermin fliegt der Vorarbeiter mit der DJI Mavic 3 (Teil des Starter-Kits) die Liegenschaft in 10 Minuten ab, die Bilder werden noch am gleichen Tag in die Airteam-Plattform geladen. Am nächsten Morgen liegt das DIN-konforme 3D-Modell vor, die Mengenermittlung wird per Export direkt in MF Dach übernommen, das Angebot ist innerhalb eines weiteren Vormittags fertig. Zeitersparnis pro Aufmaß: ca. 2 Stunden Vor-Ort-Arbeit plus 1 Stunde Nachbearbeitung. Bei rund 25 Aufmaßprojekten im Monat sind das ~75 Stunden, bei einem Stundensatz von 65 € fast 5.000 €, das Pro-Fusion-Abo (333 €/Monat) trägt sich nach dem ersten Projekt. Zusätzlicher Effekt: Bei einem strittigen Versicherungsfall im Sommer 2025 wurde die Airteam-Dokumentation vom Sachverständigen ohne Nachfrage übernommen, die DIN-Zertifizierung wirkt.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Bildverarbeitung und Modell-Erstellung erfolgen in der EU. Die Marketing-Webseite läuft über Webflow (San Francisco), der Datentransfer für reine Marketing-Cookies ist über EU-Standardvertragsklauseln abgesichert.
  • AVV: Auftragsverarbeitungsvertrag verfügbar. Airteam bestätigt im Datenschutzhinweis, dass ein AVV mit den eingesetzten Sub-Auftragsverarbeitern besteht.
  • Datennutzung: Drohnenbilder und 3D-Modelle werden ausschließlich für die Modell-Erstellung und für die vereinbarte Speicherung verwendet. Eine Weiterverwendung für KI-Training oder Drittparteien findet laut Anbieter nicht statt, vor Vertragsabschluss sollte das schriftlich bestätigt werden.
  • Datenlöschung: Während eines aktiven Abos sind die Daten in der Plattform abrufbar; nach Ende der Vertragslaufzeit kann eine Löschung beauftragt werden.
  • Drohnenaufnahmen und DSGVO: Bei Aufnahmen, auf denen Personen oder Nachbargrundstücke erkennbar sind, gelten DSGVO-Pflichten, Anonymisierung, Aufnahmehöhe und Einwilligung. Airteam stellt Flugprotokolle bereit, die helfen, kritische Aufnahmesituationen zu vermeiden, die rechtliche Verantwortung liegt jedoch beim Auftraggeber.
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor produktiver Nutzung schriftliche Bestätigung zu Hosting-Region für Bilddaten einholen, AVV unterzeichnen und für Aufnahmen mit Personenbezug eine kurze Datenschutz-Folgenabschätzung erstellen. Für Wohnungsbaugesellschaften und sensible Branchen (Versicherung, Recht) ist das Pflicht.

Gut kombiniert mit

  • MF Dach, PV Sol oder Eturnity, Airteam liefert das 3D-Modell, die Branchen-Software berechnet Material, Stunden und Angebot. Ohne diese Anbindung bleibt Airteam ein hübsches 3D-Tool ohne wirtschaftlichen Hebel.
  • oder , für die Erstellung von Versicherungs- oder Sanierungsberichten auf Basis der Airteam-Daten. Das 3D-Modell liefert die Fakten, die KI strukturiert sie in einen lesbaren Text für Kunden, Versicherung oder Behörde.
  • , für die schnelle Recherche zu DIN-Normen, Versicherungs-Standards oder rechtlichen Anforderungen rund um Drohnenflüge. Quellenbasiert und schneller als eigene Google-Recherche.

Unser Testurteil

Airteam verdient 4 von 5 Sternen. Im deutschen Handwerk ist die Plattform für Dach-, PV- und Fassadenaufmaß konkurrenzlos positioniert, DIN-konforme Genauigkeit, deutschsprachiger Support, Branchen-Software-Anbindung und Starter-Kits machen den Einstieg leicht. Mehr als 5.000 Handwerksbetriebe und über 70.000 Projekte sind eine ernsthafte Referenzbasis, und die Erfahrungsberichte von 1KOMMA5° bis Gewobag zeigen, dass die Plattform auch für industrielle Anwender trägt. Den fünften Stern verliert sie durch drei Punkte: die Schadenserkennung ist im Vergleich zu US-Spezialplattformen weniger tief, die Pricing-Sprünge zwischen den Tarifen sind groß, und die Datenhaltung der Marketing-Seite über Webflow ist für Anwender mit strengen Compliance-Anforderungen ein Nachfragepunkt. Für den Kernanwendungsfall, schnelle, präzise, gerichtsverwertbare 3D-Aufmaße im Handwerk, ist Airteam jedoch in DACH die klare Empfehlung.

Was wir bemerkt haben

  • 2024–2025, Airteam hat das Angebot deutlich in Richtung Solarbranche ausgebaut: Eigene Gewerke-Seite, Modulbelegungs-Visualisierung und Kooperationen mit Solarinstallateuren wie 1KOMMA5° und Svea Solar zeigen, dass PV inzwischen der zweite Standbein neben dem klassischen Dachhandwerk ist.
  • 2025, Die Tarifstruktur wurde auf Fast / Pro / Max Fusion konsolidiert. Das macht die Plattform übersichtlicher, aber der Sprung von 146 € auf 333 € auf 1.000 € ist eine echte Schwelle, eine Zwischenstufe wäre für KMU hilfreich gewesen.
  • 2025, Die Referenzliste ist auf über 5.000 Handwerksbetriebe und 70.000 Projekte angewachsen (eigene Angabe). Das ist für eine deutsche Vertikal-Plattform eine bemerkenswerte Marktdurchdringung, und schafft den Netzwerkeffekt, dass auch Kalkulationssoftware-Anbieter zunehmend native Airteam-Schnittstellen bauen.
  • Mai 2026, Eine offizielle Aussage zum vollständig EU-konformen Hosting (inkl. Marketing-Seite) gibt es weiterhin nicht. Die Webseite läuft über Webflow (USA), die Bildverarbeitung EU-seitig, das ist für die meisten Anwendungsfälle unproblematisch, sollte aber für Anwender mit strengen Datenschutz-Anforderungen schriftlich vom Anbieter bestätigt werden.
  • Mai 2026, Die DIN-SPEC zum digitalen Dachaufmaß per Drohne hat sich in der Versicherungs- und Sachverständigen-Welt etabliert. Airteam wird zunehmend als faktischer Standard wahrgenommen, was die Wettbewerbsposition gegenüber generischen Photogrammetrie-Plattformen weiter stärkt.

Quellen

  1. Airteam – Preise. https://www.airteam.ai/preise (abgerufen am 2026-06-13). Fast Fusion 146 €, Pro Fusion 333 €, Max Fusion 1.000 €/Monat (jeweils zzgl. MwSt., 17 % Rabatt bei Jahres-, 31 % bei 2-Jahres-Bindung); Starter-Kits 1.350–7.450 €; Einzelprojekte ab 250 € (Airteam-Pilot) bzw. 70 % günstiger bei eigenem Flug; 3D-Modell binnen 24 Werkstunden.
  2. Airteam – Datenschutzerklärung. https://www.airteam.ai/datenschutz (abgerufen am 2026-06-13). Marketing-Webseite über Webflow Inc. (San Francisco, USA) gehostet, Datentransfer per EU-Standardvertragsklauseln, AVV vorhanden; Hosting-Region der Drohnenbild-Verarbeitung nicht in der Datenschutzerklärung benannt.

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