Marel SensorX
Marel (JBT Marel)
Marel SensorX ist das führende Röntgensystem für die automatische Knochensplittererkennung in Geflügel- und Fleischverarbeitung. Das System detektiert Knochenfragmente ab 2 mm mit 99 % Zuverlässigkeit bei einer Falsch-Positiv-Rate unter 3 % — laut Hersteller branchenweit die niedrigste. Adaptive Bildverarbeitungsalgorithmen passen sich automatisch an unterschiedliche Produktdicken an, ohne dass Bediener manuell Programme wechseln müssen.
Kosten: Preise auf Anfrage; Systeme in der Klasse 80.000–200.000 EUR je nach Modell, Förderbreite und Ausstattung. Wartungsverträge und Software-Updates separat.
Stärken
- Branchenweit niedrigste Falsch-Positiv-Rate (<3 %) laut Hersteller — reduziert Linienstopps und Reworkaufwand
- 99 % Erkennungsrate für kalzifizierte Knochenfragmente ab 2 mm Größe
- Adaptive Erkennung passt sich automatisch an Produktdicke an — kein manuelles Programmwechseln
- Hygienic Design IP65/IP69K für Nassreinigung in der Fleischverarbeitung
- Nachrüstbar auf ältere SensorX-Systeme — Software-Update statt Neuanschaffung
- Integriert in Marel-Liniensysteme (Geflügelschlachtung, Entbeining, Portionierung)
Einschränkungen
- Spezialisiert auf Knochenerkennung in Geflügel und Rind — weniger optimiert für Kunststoff- oder Glas-Detektion
- Hochpreisig: Komplettinstallation typisch 100.000–200.000 EUR inkl. Integration
- Erfordert Integration in bestehende Förder- und Liniensteuerung — Systemintegrationsaufwand nicht unterschätzen
- Marel-Ökosystem bevorzugt — beste Ergebnisse in bestehenden Marel-Linien, Retrofit in Fremd-Linien aufwändiger
- Datenauswertung erfordert Schulung des Qualitätspersonals; HACCP-Dokumentationsanbindung manuell konfigurieren
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Kontaktiere den Marel-Vertrieb in Deutschland (Marel Deutschland GmbH) und beschreibe deine Linie: Produkt (Geflügel/Rind), Durchsatz in Tonnen/Stunde, Förderbreite, bestehende Systemumgebung. Marel organisiert typischerweise ein Werksbesuch bei einem Referenzkunden in eurer Region.
Schritt 2: Definiere gemeinsam mit Marel und eurem HACCP-Beauftragten den CCP (Critical Control Point): Welche Mindestgröße von Knochensplittern muss zuverlässig erkannt werden? Das bestimmt das Modell und die Auflösungsstufe.
Schritt 3: Plane den Retrofit-Einbau in einen Wartungsstopp (typisch 2–4 Tage je nach Linienintegration). Danach folgt die HACCP-Validierung: Der CCP muss mit Testkörpern der definierten Mindestgröße nachgewiesen werden, bevor das System produktiv geht.
Ein konkretes Beispiel
Ein deutschen Geflügelverarbeiter mit 12 Tonnen Tagesleistung rüstet drei Entbeinungslinien mit SensorX nach. Vor dem Retrofit: ca. 3–4 % Falsch-Positiv-Rate mit dem Vorgängersystem, was zu 80–120 manuellen Nachkontrollen täglich führte. Nach dem Retrofit mit SensorX: Falsch-Positiv-Rate auf unter 3 % gesunken, manuelle Nachkontrollen auf 20–30 täglich reduziert. Der CCP-Nachweis für Knochen ≥ 2 mm wurde im HACCP-Plan als validiert dokumentiert — Anforderung nach BRC/IFS erfüllt.
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Empfohlen in 1 Use Cases
Lebensmittelindustrie
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