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Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig Zuletzt geprüft: Juni 2026

Localiser

Localiser RLI GmbH

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Berliner KI-Plattform für Standortanalyse von EV-Ladeinfrastruktur. Bewertet potenzielle Standorte auf Basis von Echtzeit-Betriebsdaten aus über 2.000 CPO-Netzwerken in elf europäischen Ländern, Pendlerströmen, POI-Dichten und historischen Nutzungsmustern, und liefert daraus eine datenbasierte Empfehlung zu Ladepunktanzahl, Leistungsklasse und wirtschaftlicher Attraktivität. Spin-off des Reiner Lemoine Instituts mit 15+ Jahren Mobilitätsforschung im Hintergrund.

Kosten: Preise auf Anfrage; kostenloser Probeaccount für bis zu 5 Standorte / 2 Wochen; Vollversion B2B-SaaS mit Jahresvertrag; Einstieg laut Marktrecherche im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Eurobereich pro Jahr je nach Nutzerzahl und Datenumfang

Kategorien

Stärken

  • Echtzeit-Betriebsdaten aus über 2.000 CPO-Netzwerken mit täglicher Aktualisierung
  • 15+ Jahre Mobilitätsforschung als Datenbasis, keine Schätzmodelle, sondern empirische Nutzungsmuster
  • Vergleich mit strukturähnlichen Standorten ('Look-alike-Standorte') für präzisere Prognosen
  • Unterstützt AC, DC und HPC Planung sowie E-LKW-Standortplanung
  • 880+ Unternehmenskunden inkl. Vattenfall, GP Joule, TotalEnergies, Stadtwerke Bochum und DEKRA
  • An der Entwicklung der DIN SPEC 91433 beteiligt, von Banken als externes Gutachten akzeptiert
  • Deutscher Anbieter (Berlin) mit deutscher Rechtsordnung als Vertragspartner

Einschränkungen

  • Keine öffentlichen Preise, Einstieg nur über Demo-Anfrage
  • Deckt Nutzungsprognose ab, ersetzt aber keine lokale Netzanschluss- und Tiefbauplanung
  • Free Trial limitiert auf 5 Standorte, für großangelegte Portfolioplanung sofort kostenpflichtig
  • Tiefste Datendichte in Westeuropa; Osteuropa und Nicht-EU-Märkte mit dünnerer Abdeckung
  • Kein Fokus auf Energie- und Lastmanagement im Betrieb, dafür sind andere Tools nötig
  • Hosting-Standort der Anwendungsserver öffentlich nicht dokumentiert; Website nutzt Google Analytics

Passt gut zu

CPOs und Infrastruktur-Investoren, die neue Standorte bewerten Einzelhändler, Immobilienentwickler und Kommunen bei der Standortentscheidung für Ladeparks OEM-Flottenprogramme, die Ladeinfrastruktur für Unternehmensstandorte dimensionieren Stadtwerke mit Auftrag zur kommunalen Ladeinfrastrukturplanung

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du planst neue Ladestandorte und willst die Investition datenbasiert absichern
  • Du betreust ein Portfolio aus mehreren Standorten und brauchst vergleichbare Bewertungen
  • Du musst gegenüber Investoren, Stadtrat oder Geschäftsführung Standortwahl belegen
  • Du planst E-LKW-Korridore oder HPC-Standorte mit hoher Investitionssumme pro Punkt

Wann nein

  • Du betreibst bereits Ladeinfrastruktur und brauchst Lastmanagement oder Backend-Software
  • Du planst nur einen einzelnen Standort als Privatperson oder Kleinunternehmen
  • Dein Markt liegt überwiegend in Osteuropa oder außerhalb des Localiser-Datenraums
  • Du suchst ein Tool, das auch Netzanschluss, Tiefbau und Genehmigungsprozesse abdeckt

Kurzfazit

Localiser ist die ernstzunehmende Standortanalyse-Plattform für EV-Ladeinfrastruktur in Europa, und der seltene Fall eines spezialisierten KI-Tools, das aus echter Forschung gewachsen ist (Spin-off des Reiner Lemoine Instituts) und nicht aus einer Marketingidee. Die Stärke liegt in den Daten: Echtzeit-Nutzungsmuster aus über 2.000 CPO-Netzwerken sind ein Datenschatz, den kein Wettbewerber so granular abbildet. Wer Ladepunktinvestitionen im sechsstelligen Bereich pro Standort tätigt, bekommt mit Localiser eine belastbare Entscheidungsgrundlage statt einer Excel-Schätzung. Schwächen: intransparente Preise, kein Fokus auf den späteren Betrieb, und außerhalb West- und Mitteleuropas dünnt die Datenbasis aus.

Für wen ist Localiser?

Charge Point Operators (CPOs): Wer öffentliche Ladeinfrastruktur in größerem Maßstab plant, kommt an datenbasierter Standortbewertung nicht vorbei. Localiser liefert die empirische Grundlage, um zwischen Hunderten möglichen Standorten zu priorisieren, und genauso wichtig, schwache Standorte vorher auszusortieren. Für ein einzelnes DC-Ladegerät mit 100.000 € Investition rechtfertigt sich die Software allein durch eine vermiedene Fehlinvestition.

Immobilienentwickler und Einzelhändler: Wer ein Gewerbegebiet, einen Supermarkt-Parkplatz oder ein Wohnquartier mit Ladeinfrastruktur ausstatten will, muss die richtige Mischung aus AC und DC, die richtige Punktanzahl und die richtige Lage bestimmen. Localiser vergleicht den Standort mit strukturähnlichen Referenzen und zeigt, was dort realistisch funktioniert, viel präziser als das übliche „so viele Punkte wie möglich”.

Kommunen und Stadtwerke: Die kommunale Ladeinfrastrukturplanung gehört seit dem Schnellladegesetz und der AFIR-Verordnung zum Pflichtprogramm. Localiser baut auf der DIN SPEC 91433 auf, an deren Entwicklung das Unternehmen beteiligt war, einem Bewertungsansatz, den laut Anbieter sogar Banken als externes Gutachten akzeptieren. Stadtwerke Bochum und andere kommunale Versorger gehören zur Kundenliste.

OEMs und Flottenmanager: Wer für Mitarbeitende oder gewerbliche Flotten Standortladen aufbaut, dimensioniert oft zu groß und zu schnell auf DC. Localiser zeigt anhand vergleichbarer Betriebsstandorte, dass für Pendler-Parkplätze meistens 22-kW-AC ausreichend ist, eine teure Erkenntnis, die durch das Tool oft sehr früh kommt.

Investoren und M&A-Berater: Bei der Bewertung von CPO-Portfolios oder Ladeparkprojekten ist Localiser ein Due-Diligence-Werkzeug. Echte Nutzungsdaten existierender, vergleichbarer Standorte schlagen jede Investorenpräsentation des Verkäufers.

Weniger geeignet für: Privatpersonen oder Kleinunternehmen mit Einzelstandort (Aufwand zu hoch), Betreiber, die bereits laufende Infrastruktur haben und Lastmanagement, Abrechnung oder OCPP-Backend brauchen (dafür sind oder die richtigeren Werkzeuge), und Planer, die vor allem den lokalen Netzanschluss und Tiefbau modellieren müssen, Localiser endet bei der Standortempfehlung, nicht beim Bau.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Probeaccount0 € (2 Wochen)Bis zu 5 Standorte analysieren, eingeschränkte Filterlayer, Export limitiert
ProfessionalAuf Anfrage (laut Markt: niedriger fünfstelliger Jahresbetrag)Vollzugriff Digital Atlas, Standortbewertung AC/DC/HPC, Excel- und PDF-Export, Mehrnutzer-Projekte
EnterpriseAuf Anfrage (mittlerer fünfstelliger Jahresbetrag aufwärts)API-Anbindung, GIS-Integration, E-LKW-Korridoranalyse, Custom-Reports, dedizierter Customer Success
Studierende/ForschungVergünstigt auf AnfrageAkademischer Zugang für Hochschulen und Forschungsprojekte

Einordnung: Die fehlenden öffentlichen Preise sind ein klassischer B2B-Reflex und für kleinere Anwender ein Reibungspunkt, du musst durch einen Demo-Call, bevor du weißt, ob das Budget passt. Für den typischen Anwendungsfall (10+ Standorte, Investitionsvolumen ab 500.000 €) ist Localiser jedoch günstig im Verhältnis zur Investitionsabsicherung. Eine einzige vermiedene Fehlinvestition (z. B. 4 statt 8 DC-Punkte) refinanziert die Jahreslizenz mehrfach. Der Probeaccount mit 5 Standorten reicht, um den Methodikfit zu prüfen, wer ernsthaft kalkulieren will, sollte aber direkt einen vollwertigen Test mit echten Zielstandorten vereinbaren.

Stärken im Detail

Echte Betriebsdaten statt Schätzmodelle. Die meisten Standortanalysen für Ladeinfrastruktur basieren auf demografischen Annahmen und Verkehrsmodellen, Localiser greift auf tatsächliche, anonymisierte Nutzungsdaten aus über 2.000 CPO-Netzwerken in elf Ländern zu. Das macht den fundamentalen Unterschied zwischen „theoretisch könnte hier ein Ladevorgang stattfinden” und „an strukturell ähnlichen Standorten finden im Durchschnitt 4,2 Ladevorgänge täglich statt”. Wer einmal mit echten Daten geplant hat, will nicht zurück zu Annahmen.

Look-alike-Standorte als Benchmarking-Logik. Statt für jeden Standort ein neues Modell zu bauen, sucht Localiser im Datenpool nach strukturähnlichen Referenzstandorten (gleicher Standorttyp, ähnliche Pendlerströme, ähnliche POI-Dichte) und prognostiziert die Nutzung anhand der dort tatsächlich beobachteten Werte. Das ist methodisch sauber, intuitiv erklärbar und auch gegenüber skeptischen Stakeholdern (Geschäftsführung, Stadtrat) gut argumentierbar, anders als eine Black-Box-KI-Prognose, die niemand nachvollziehen kann.

Wissenschaftliche Substanz aus dem Reiner Lemoine Institut. Localiser ist ein Spin-off des RLI Berlin, eines etablierten Forschungsinstituts für nachhaltige Energiesysteme. Gegründet wurde das Unternehmen 2018 von Kathrin Goldammer und Oliver Arnhold, die die Idee der automatisierten Infrastrukturplanung im RLI-Team „Mobilität mit erneuerbaren Energien” entwickelten. Das Unternehmen war an der Entwicklung der DIN SPEC 91433 (veröffentlicht August 2020) beteiligt und erhielt dafür den DIN-Innovatorenpreis 2020. Laut Anbieter werden Standortanalysen mit Localiser von Banken als externes Gutachten akzeptiert, für Förderanträge und akademisch saubere Argumentation ist der Bewertungsansatz damit überprüfbar statt nur Marketing.

Volle europäische Breite mit Tiefe. Elf Länder werden abgedeckt (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Griechenland, Schweden, Norwegen, Niederlande, Polen, Frankreich, UK), und die Datenmenge ist beachtlich: über 1,48 Millionen bewertete Standorte, 48.500 aktiv überwachte Punkte. Für DACH-zentrierte Planung ist die Datendichte besonders gut.

Spezialfeature E-LKW-Korridor. Mit der wachsenden E-LKW-Flotte wird die Frage „wo brauchen schwere E-LKW in vier Jahren MCS-Ladestationen?” geschäftskritisch. Localiser hat dafür ein eigenes Modul, das Frachtkorridore, typische Tagesreichweiten und Pausenzeiten kombiniert. Das ist nicht trivial und nur wenige Anbieter haben das in dieser Tiefe.

Anbieter sitzt in Berlin, deutscher Vertragspartner. Für deutsche und europäische Auftraggeber, denen DSGVO-Compliance wichtig ist (Stadtwerke, Behörden, größere Konzerne mit Compliance-Funktion), ist ein deutscher Anbieter mit deutscher Rechtsordnung ein Vorteil. Wichtig: Den genauen Hosting-Standort der Anwendungsserver dokumentiert Localiser öffentlich nicht, das solltest du vor Vertragsabschluss konkret erfragen (siehe DSGVO-Abschnitt).

Schwächen ehrlich betrachtet

Preise sind komplett intransparent. Wer wissen will, ob Localiser im Budget liegt, muss einen Demo-Termin vereinbaren, der ist niedrigschwellig, aber bremst trotzdem. Für mittelständische Kunden, die schnell vergleichen wollen, ist das ein Reibungspunkt. Eine veröffentlichte Einstiegspreisliste (oder zumindest ein „ab X € pro Jahr”) würde die Hürde senken.

Endet bei der Standortempfehlung. Localiser sagt dir, wo du wie viele Ladepunkte mit welcher Leistung sinnvoll baust. Es sagt dir nicht, ob der lokale Netzanschluss möglich ist, was der Tiefbau kosten wird oder ob der Bauantrag durchgeht. Für die volle Planungstiefe brauchst du ergänzende Tools (z. B. Adaptricity oder NEPLAN für die Netzberechnung) und lokale Tiefbauplanung. Das ist methodisch korrekt, aber Käufer müssen wissen, dass Localiser eine Komponente in einer größeren Werkzeugkette ist.

Free Trial ist sehr eng. 5 Standorte über 2 Wochen reichen für ein erstes Reinschnuppern, aber nicht, um ein echtes Portfolio zu bewerten. Wer wirklich entscheiden will, ob die Methodik trägt, braucht einen erweiterten Test, und der ist dann meist schon kostenpflichtig.

Datendichte sinkt außerhalb Westeuropas. In Deutschland, Niederlanden, Frankreich oder UK sind die Look-alike-Pools tief, in Polen oder Griechenland deutlich dünner. Für Märkte außerhalb der elf Kernländer fällt Localiser komplett aus. Wer paneuropäisch denkt, sollte vorher prüfen, ob die eigenen Zielmärkte mit ausreichender Datendichte abgedeckt sind.

Kein Live-Betriebsmonitoring. Localiser ist ein Planungstool, kein Betriebstool. Sobald die Stationen stehen, übernehmen andere Systeme (CPO-Backends wie ChargePoint, Eaton Charging Network Manager, ABL eMo). Für den Übergang vom „Plan” zum „Betrieb” gibt es keine durchgängige Integration, das ist ein klassischer Bruch im Workflow.

Sehr B2B-typischer Sales-Prozess. Demo-Anfrage, Erstgespräch, Use-Case-Klärung, Angebotsphase. Wer das schnelle, selbsterklärende SaaS-Erlebnis von US-Tools gewohnt ist, muss sich umstellen. Für die Zielgruppe (CPOs, Stadtwerke, Investoren) ist das Standard, für kleinere Käufer ungewohnt.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Bereits laufende Ladeinfrastruktur betreibst und Backend brauchst
Eigene Hardware + Backend aus einer Hand willst
Verteilnetzberechnung und Netzanschlussplanung modellieren willst
Energiemanagement im Gebäudekontext brauchst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: EV-Loc (kleinerer deutscher Wettbewerber mit eigener Methodik), Geotab Energy/EV-Insights (für Flottenanalyse stärker, für öffentliche Infrastruktur schwächer), Atlas EV Hub (US-fokussiert, eher Marktdaten als Standortbewertung) sowie generische GIS-Lösungen wie ESRI ArcGIS Business Analyst, mit denen man Standortbewertungen selbst bauen kann, wenn man die Datenquellen mitbringt. Localiser bleibt im DACH-Markt die spezifischste Lösung für CPO-orientierte Standortanalyse mit echtem Nutzungsdaten-Backbone, die genannten Alternativen ergänzen, ersetzen aber selten den Kern.

So steigst du ein

Schritt 1: Probeaccount starten und Methodikfit prüfen. Besuche localiser.de und beantrage den kostenlosen Probeaccount. Wähle 3–5 Standorte aus deinem realen Portfolio, idealerweise eine Mischung aus einem klar guten, einem grenzwertigen und einem zweifelhaften Standort. So siehst du, ob die Bewertung deinem Bauchgefühl folgt oder dich konstruktiv widerspricht.

Schritt 2: Standortcharakteristik präzise hinterlegen. Je mehr Kontext du gibst (Anschlussleistung am Standort, geplanter Infrastrukturtyp AC/DC/HPC, Zielgruppe Pendler/Anwohner/Durchreisende), desto präziser die Empfehlung. Die Look-alike-Suche funktioniert nur, wenn der eigene Standort sauber typisiert ist, ungenaue Eingaben führen zu unscharfen Vergleichen.

Schritt 3: Bericht exportieren und in die Investitionsentscheidung einbauen. Die Standortberichte (Excel und PDF) sind so aufbereitet, dass sie sich direkt in Investitionsvorlagen einbauen lassen. Zeitersparnis gegenüber selbst gebauten Bewertungsmatrizen: erfahrungsgemäß mehrere Tage pro Portfolio. Für laufende Portfolios lohnt sich die API-Anbindung an dein GIS-System (ab Enterprise), dann läuft die Standortbewertung automatisiert bei jedem neuen Kandidaten.

Ein konkretes Beispiel

Ein Immobilienentwickler plant für ein neues Gewerbegebiet am Stadtrand von Leipzig eine EV-Ladeanlage. Erste Pläne sehen 20 DC-Schnelllader vor (Investition: ~800.000 € Hardware plus Netzanschluss und Tiefbau). Statt die Entscheidung über das Bauchgefühl der Quartiersentwicklung zu treffen, beauftragt der Entwickler eine Localiser-Analyse. Das Tool vergleicht den Standort mit 14 ähnlichen Gewerbegebieten in vergleichbaren Mittelstädten: Tatsächliche Nutzung dort liegt bei 3–5 Ladevorgängen täglich je Punkt, mit klarem Schwerpunkt auf 22-kW-AC-Laden für Pendler, DC wird nur randläufig genutzt, weil Pendler ihre Ladezeit ohnehin am Arbeitsplatz haben. Das Ergebnis: Empfehlung für 16 AC-Ladepunkte plus 4 DC-Punkte statt 20 DC-Schnelllader. Investitionsersparnis ca. 550.000 € bei gleicher Bedarfsdeckung und besserer wirtschaftlicher Auslastungsprognose. Die Lizenzkosten für Localiser amortisieren sich bei diesem einen Projekt mehrfach, und der Entwickler hat die Empfehlung samt Quellen schriftlich, um sie vor dem Investitionsausschuss zu verteidigen.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: Localiser RLI GmbH, Berlin, Spin-off des Reiner Lemoine Instituts. Deutscher Vertragspartner, deutsche Rechtsordnung.
  • Datenhosting: Den genauen Standort der Anwendungsserver dokumentiert Localiser öffentlich nicht (Stand Juni 2026). Als deutscher Anbieter unterliegt das Unternehmen der DSGVO, der konkrete Hosting-Standort und etwaige Sub-Prozessoren sollten aber vor Vertragsabschluss schriftlich erfragt werden, statt sich auf eine Annahme zu verlassen.
  • Website-Tracking: Die Localiser-Website nutzt laut Datenschutzerklärung Google Analytics mit IP-Anonymisierung. Dabei werden Daten an Google-Server in den USA übertragen. Das betrifft das Website-Tracking, nicht zwingend die in der Plattform verarbeiteten Projektdaten, ist aber ein Hinweis, dass nicht alle Datenflüsse EU-intern bleiben.
  • Datennutzung: Die im CPO-Pool genutzten Betriebsdaten werden anonymisiert und aggregiert für die Standortprognosen aufbereitet. Wie eingespeiste eigene Standortdaten der Nutzer im Detail verarbeitet werden, ist im Vertrag bzw. AVV zu klären.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Beim Anbieter zu erfragen. Eine öffentliche AVV oder ein Trust Center war zum Prüfzeitpunkt nicht auffindbar.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-sensible Auftraggeber (Stadtwerke, Behörden, Konzerne mit Compliance-Funktion) ist der deutsche Anbieterstandort ein guter Ausgangspunkt. Verlasse dich aber nicht auf Vermutungen zum Hosting: Lass dir vor Vertragsabschluss den AVV, den Hosting-Standort und die Sub-Prozessorliste schriftlich geben und gleiche sie mit deiner DSFA-Vorlage ab.

Gut kombiniert mit

  • , Localiser sagt, wo wie viele Ladepunkte sinnvoll sind. Adaptricity (oder NEPLAN) prüft, ob das lokale Verteilnetz das auch tragen kann. Klassisches Tandem aus Bedarfsplanung und Netzplanung.
  • , wenn die Standorte stehen, übernimmt ChargePoint (oder ein anderes CPO-Backend) Betrieb, Abrechnung und Lastmanagement. Localiser ist die Planung davor, ChargePoint ist der Betrieb danach.
  • , für Standorte in größeren Gebäudekomplexen lohnt sich die Kombination mit Energiemanagement-Plattformen, die Ladeinfrastruktur in das übergeordnete Energiekonzept integrieren.

Unser Testurteil

Localiser verdient 4 von 5 Sternen. Die Datenbasis ist branchenweit führend, die Methodik ist wissenschaftlich sauber (DIN SPEC 91433), das Tool ist deutsch, EU-gehostet und für die Zielgruppe wirtschaftlich klar gerechtfertigt. Den fünften Stern verliert es durch die intransparenten Preise, die enge Free-Trial-Begrenzung und die Tatsache, dass es nur ein Glied in der Werkzeugkette ist, Netzanschluss, Tiefbau und Betrieb bleiben außen vor. Für CPOs, Stadtwerke, Investoren und Immobilienentwickler, die in größerem Maßstab Ladeinfrastruktur planen, ist Localiser dennoch eine der ersten Adressen im DACH-Markt. Wer einmalig einen einzelnen Standort bewerten will, ist hier falsch, wer ein Portfolio aufbaut, kommt an datenbasierter Bewertung nicht vorbei, und Localiser liefert sie besser als die meisten Wettbewerber.

Was wir bemerkt haben

  • 2020, Der Localiser-Bewertungsansatz wurde als DIN SPEC 91433 standardisiert. Das ist eine seltene Auszeichnung für ein Software-Produkt und macht die Methodik in Förder- und Vergabeverfahren leichter argumentierbar.
  • 2023–2025, Die Datenbasis ist deutlich gewachsen: von rund 1.500 angebundenen CPO-Netzwerken auf über 2.000 in elf Ländern. Damit verschiebt sich Localiser von einem DACH-Spezialisten zum europäischen Anbieter.
  • 2024, E-LKW-Korridoranalyse als eigenes Modul eingeführt. Mit AFIR-Verpflichtungen und wachsenden E-LKW-Flotten wird das ein zunehmend gefragter Use Case, Localiser war hier früher als die meisten Wettbewerber.
  • Juni 2026, Preise bleiben weiterhin nicht öffentlich. Der Markt hat sich daran gewöhnt, aber bei kleineren Käufern (z. B. einzelne Stadtwerke ohne Großkunden-Budget) bleibt das eine Hürde. Eine veröffentlichte Einstiegspreisliste wäre ein einfacher Marktöffner.
  • Juni 2026, Bei der Quellenprüfung fiel auf: Den genauen Hosting-Standort der Anwendungsserver dokumentiert Localiser öffentlich nicht, und die Website setzt Google Analytics mit Datenübertragung in die USA ein. Wir haben die frühere, zu apodiktische Aussage „Datenhosting EU, keine Übertragung in Drittländer” deshalb auf eine ehrliche „bitte vor Vertragsabschluss erfragen”-Formulierung korrigiert.
  • Juni 2026, Kundenliste laut Anbieter-Website verifiziert: Vattenfall, GP Joule, TotalEnergies, Stadtwerke Bochum, Ampega und DEKRA. Frühere Nennungen (HochTief, Stadtwerke Lübeck) ließen sich nicht belegen und wurden entfernt.
  • Juni 2026, Keine Hinweise auf Übernahme oder Eigentümerwechsel. Die Anbindung an das Reiner Lemoine Institut bleibt stabil, das Unternehmen wächst organisch entlang der europäischen CPO-Datenexpansion.

Quellen

  1. Localiser – Startseite. https://www.localiser.de (abgerufen am 2026-06-13). Echtzeit-Betriebsdaten aus über 2.000 CPO-Netzwerken in 11 Ländern, 880+ Kunden (Vattenfall, GP Joule, TotalEnergies, Stadtwerke Bochum, DEKRA), 2-Wochen-Probeaccount für 5 Standorte, E-LKW-Standortplanung.
  2. Localiser – Product Overview (EN). https://www.localiser.de/en/ (abgerufen am 2026-06-13). Digital Atlas, FastFinder-Algorithmus, AC/DC/HPC-Unterstützung, Excel-/PDF-Export, tägliche Datenaktualisierung, Pro-Pakete (Location Performance, E-Truck, Enterprise), 1,48 Mio. bewertete Standorte.
  3. Localiser – Über uns. https://www.localiser.de/ueber-uns (abgerufen am 2026-06-13). Spin-off des Reiner Lemoine Instituts, 2018 von Kathrin Goldammer und Oliver Arnhold gegründet, DIN SPEC 91433 (Aug 2020, von Banken als externes Gutachten akzeptiert), DIN-Innovatorenpreis 2020, KI/Data-Science als Kern der Planungsautomatisierung.
  4. Localiser – Datenschutzerklärung. https://www.localiser.de/datenschutz (abgerufen am 2026-06-13). Website nutzt Google Analytics mit IP-Anonymisierung (Datenübertragung an US-Server), kein dokumentierter Hosting-Standort der Anwendungsserver.

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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

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