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Dieses Tool wird nicht mehr empfohlen

LEVERTON wurde von MRI Software übernommen und in 'MRI Contract Intelligence' umbenannt. Die Domain leverton.ai leitet auf mrisoftware.com weiter, die eigenständige Marke existiert nicht mehr.

Alternativen anzeigen
Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig ⚠️ Hybrid Geprüft: Mai 2026

LEVERTON

MRI Software (ehemals LEVERTON GmbH, Berlin)

3/5

Ehemals eigenständige Berliner Legal-Tech-Plattform für KI-gestützte Vertragsextraktion. Seit der Übernahme durch MRI Software ist LEVERTON in das Produkt 'MRI Contract Intelligence' aufgegangen, die Marke LEVERTON existiert nicht mehr eigenständig, die Domain leverton.ai leitet auf mrisoftware.com weiter.

Kosten: Enterprise-Pricing auf Anfrage. Typisch im fünf- bis sechsstelligen Jahresbereich je nach Bestandsgröße und Modulumfang. Heute Teil der MRI-Software-Suite.

Kategorien

Stärken

  • Patentierte OCR- und KI-Extraktion für Vertragsdaten, weiterhin marktstark
  • Mehrsprachige Dokumentenanalyse (über 25 Sprachen, inkl. Deutsch)
  • Tiefe Integration in die MRI-Real-Estate-Suite (Commercial Management, ProLease, Horizon)
  • Etablierte Lösung mit 500.000+ verarbeiteten Dokumenten und 4.000+ Nutzern weltweit
  • Strukturierter Datenexport (Excel, CSV, API) und Termin-/Klauselüberwachung

Einschränkungen

  • Marke LEVERTON nicht mehr eigenständig, heute MRI Contract Intelligence
  • Schwerpunkt verschoben auf Real-Estate-Verträge (Leasing, Asset, Datacenter), weniger Versicherungs-Spezialisierung
  • Hosting nicht mehr standardmäßig EU/Deutschland, MRI ist US-Anbieter (Solon, Ohio)
  • Kein öffentliches Pricing, nur Enterprise-Vertrieb über MRI
  • Für deutsche Versicherer/Mittelstand ohne MRI-Bestand wenig sinnvoll, Wechsel zu spezialisierten Legal-Tech-Anbietern naheliegender

Passt gut zu

Bestandskunden von MRI Software (Real Estate, Property Management) Internationale Immobilienportfolios mit mehrsprachigen Leasing-Verträgen Asset-Manager und Corporate-Real-Estate-Abteilungen mit MRI-Stack

Kurzfazit

LEVERTON gibt es als eigenständige Marke nicht mehr. Die ehemalige Berliner Legal-Tech-Pionier-Firma wurde von MRI Software übernommen und vollständig in das Produkt MRI Contract Intelligence integriert. Die Domain leverton.ai leitet seit der Übernahme dauerhaft auf mrisoftware.com/products/contract-intelligence/ weiter, wer heute „LEVERTON” sucht, landet bei einem US-Anbieter mit Real-Estate-Schwerpunkt. Die Technologie ist weiterhin marktrelevant, die Eigenständigkeit der deutschen Lösung jedoch verloren. Wer früher LEVERTON für Versicherungsverträge im DACH-Raum einsetzte, sollte heute Alternativen prüfen.

Für wen ist LEVERTON / MRI Contract Intelligence?

Bestehende MRI-Kunden: Wenn dein Unternehmen bereits MRI Commercial Management, ProLease oder Horizon einsetzt, ist Contract Intelligence die naheliegende Erweiterung, eingebaute Integrationen, gemeinsamer Datenpool, gemeinsamer Vertrieb.

Internationale Immobilienportfolios: Für globale Real-Estate-Player mit Bestandsverträgen in 25+ Sprachen ist die Plattform weiterhin eine der ausgereiftesten Lösungen am Markt, das war historisch auch LEVERTONS Stärke.

Corporate Real Estate & Asset Management: Unternehmen mit großen Leasing-Portfolios (Filialnetze, Datacenter, Telekom-Standorte), die kritische Termine und Klauseln zentral überwachen müssen.

Weniger geeignet für:

  • Deutsche Versicherer & Compliance-Abteilungen, die früher die LEVERTON-Versicherungs-Spezialisierung suchten, der Fokus liegt heute klar auf Real Estate. Hier sind spezialisierte Legal-Tech-Anbieter oder generische Vertrags-KI wie Luminance oder Kira Systems oft passender.
  • Mittelstand ohne MRI-Stack, wer keine MRI-Suite nutzt, kauft eine teure Enterprise-Plattform mit Funktionen, die er nur teilweise braucht.
  • DSGVO-strikte Branchen, die explizit EU-Hosting brauchen, MRI ist ein US-Konzern, die ursprünglich beworbene Server-Lokation in Deutschland ist nach unserer Recherche nicht mehr garantierter Standard.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
MRI Contract IntelligenceAuf AnfrageVertragsextraktion, OCR, Klauselerkennung, Berichte, MRI-Integration
Add-On für MRI-BestandskundenAuf Anfrage (typisch günstiger als Standalone)Direkte Anbindung an Commercial Management / ProLease
Enterprise-CustomizingAuf AnfrageIndividuelle Klauselbibliotheken, eigene Sprachmodelle, dedizierter Support

Einordnung: Es gibt kein öffentliches Pricing, MRI verkauft Contract Intelligence ausschließlich über den Vertrieb, häufig im Paket mit der MRI-Real-Estate-Suite. Erfahrungswerte aus der LEVERTON-Zeit lagen im fünf- bis sechsstelligen Jahresbereich; die aktuelle Preisstruktur dürfte sich daran orientieren. Für reine Vertragsanalyse ohne MRI-Bezug ist das in den meisten Fällen unwirtschaftlich, schlankere Tools wie Spellbook, ContractHero oder LegalSifter decken viele Anwendungsfälle zu Bruchteilen ab.

Stärken im Detail

Reife OCR- und Extraktions-Pipeline. LEVERTON hat über Jahre eine patentierte Pipeline für die Klassifikation und Extraktion von Vertragsdaten aufgebaut. Diese Technologie ist unter MRI weiter verfügbar und gehört für komplexe Real-Estate-Verträge zu den besten am Markt. Über 500.000 verarbeitete Dokumente sind ein belastbarer Trainingsbeleg.

Mehrsprachigkeit aus deutscher Erfahrung. Die Berliner Wurzeln zeigen sich noch im Funktionsumfang: Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und über zwanzig weitere Sprachen werden zuverlässig verarbeitet, inklusive juristischer Fachsprache, was viele US-zentrierte Konkurrenten so nicht leisten.

Integration in die MRI-Welt. Wer ohnehin MRI Commercial Management, ProLease oder Horizon nutzt, bekommt mit Contract Intelligence eine native Erweiterung. Extrahierte Daten fließen direkt in das Property-Management-System, keine zweite Datenhaltung, keine Excel-Workarounds.

Termin- und Klauselüberwachung als Standard. Critical-Date-Alerts, Berichte zu Kündigungsoptionen, Indexanpassungsklauseln und Mietanpassungen sind eingebaute Funktionen, keine Add-ons, kein Customizing nötig. Für Asset-Manager ein echter Hebel.

Skalierbarkeit für Großbestände. Die Plattform wurde von Anfang an für Portfolio-Größen jenseits der 10.000 Verträge konzipiert. Batch-Verarbeitung, parallele Workflows, strukturierte Exports sind erprobt, keine Spielzeug-Lösung.

Schwächen ehrlich betrachtet

Die Marke LEVERTON ist tot. Das ist die wichtigste Schwäche. Wer „LEVERTON” sucht oder seit Jahren als Referenz im Hinterkopf hat, findet auf der Domain leverton.ai nur noch eine Weiterleitung. Es gibt keine deutschsprachige Marketing-Seite, keinen LEVERTON-spezifischen Support-Kanal und keine LEVERTON-Roadmap. Das ist für die Außenwahrnehmung in DACH ein erheblicher Verlust.

Schwerpunktverschiebung weg von Versicherung & generischen Verträgen. MRI ist ein Real-Estate-Konzern. Entsprechend hat sich die Produkt-Roadmap und die Marketing-Botschaft verschoben: Leasingverträge, Asset-Leases, Datacenter-Mietverträge, Telekom-Verträge, alles Real-Estate-nah. Die ursprüngliche LEVERTON-Stärke bei deutschen Versicherungsverträgen (Wohngebäude, Hausrat, Komposit) und IDD-Compliance steht heute nicht mehr im Fokus der Vermarktung.

Hosting-Klarheit verloren. Im LEVERTON-Originalauftritt wurden Server in Deutschland und ISO 27001 prominent beworben. Nach der MRI-Übernahme ist die Hosting-Lokation für deutsche Kunden nicht mehr eindeutig kommuniziert, als US-Konzern mit globaler Infrastruktur ist eine garantierte EU-Region kein Default mehr. Wer DSGVO-strikt arbeiten muss, braucht explizite vertragliche Zusicherungen.

Kein öffentliches Pricing, Enterprise-Only. Wie bei LEVERTON zuvor gibt es keine transparenten Preise. Das Angebot richtet sich an Konzerne und große Mittelständler mit MRI-Bestand. Für KMU oder einzelne Rechtsabteilungen ist die Plattform faktisch nicht zugänglich.

Implementierungsaufwand bleibt hoch. 4 bis 12 Wochen für eine sinnvolle Inbetriebnahme sind weiterhin realistisch, Klauselbibliothek anpassen, Pilotbestand validieren, Schnittstellen einrichten. Ohne internes Legal-Tech-Know-how wird das schwierig.

Wechselrisiko in einer konsolidierten Plattform. Wer früher LEVERTON als unabhängige Speziallösung einkaufte, hatte eine klare Bezugsquelle. Heute ist Contract Intelligence ein Modul in einer großen US-Suite, Roadmap, Preise und Support hängen am Schicksal des Mutterprodukts.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine deutsche Lösung für Versicherungs- oder Mittelstandsverträge brauchstContractHero
Tiefe KI-Analyse großer Vertragsbestände suchst (Banking, M&A)Luminance
Vertragsprüfung und Extraktion mit etablierter Reputation willstKira Systems
Eine generative KI für Vertragserstellung & -review brauchstSpellbook
Standardisierte Klauselprüfung mit klarem Workflow suchstLegalSifter

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Evisort (US-Anbieter, 2023 von Workday übernommen, ähnliche Konsolidierungsgeschichte), DocuSign Insight (für DocuSign-Bestand sinnvoll), Lawgeex und Ironclad CLM (Contract Lifecycle Management mit AI-Modul, siehe Ironclad). Die wichtigste Erkenntnis: Für DACH-Use-Cases gibt es heute schlankere, deutsche oder europäische Alternativen, die früher in LEVERTONS Schatten standen, die Konsolidierung hat den Markt geöffnet.

So steigst du ein

Schritt 1: Prüfe, ob du eigentlich MRI-Bestand hast. Wenn ja, nimm Contact mit dem MRI-Account-Manager auf, Contract Intelligence wird typischerweise als Bundle angeboten. Wenn nein, frage dich ehrlich, ob du eine MRI-Suite-Plattform einkaufen willst, nur um die Vertrags-KI zu bekommen.

Schritt 2: Wenn die Antwort „nein” lautet, evaluiere parallel mindestens zwei Alternativen aus der Tabelle oben. Für deutsche Versicherungs- oder generische B2B-Verträge ist eine Speziallösung in der Regel passender als ein Real-Estate-fokussierter Konzernstack.

Schritt 3: Bei Entscheidung für Contract Intelligence: Demo mit echten eigenen Verträgen einfordern (kein generischer Showcase), Klauseltypen vorab definieren, EU-Hosting und AVV-Bedingungen schriftlich klären und Pilotbestand auf 200–500 Verträge begrenzen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Versicherungsmakler-Konzern aus Köln (350 Mitarbeitende) hatte 2022 LEVERTON für die Analyse von 80.000 Versicherungsverträgen evaluiert. Nach der MRI-Übernahme verlängerte er den Vertrag 2024 nicht, weil der Produkt-Schwerpunkt sich erkennbar von Versicherung auf Real Estate verschoben hatte und der ursprüngliche LEVERTON-Ansprechpartner in Berlin nicht mehr erreichbar war. Stattdessen wurde 2025 eine schlankere deutsche Vertrags-KI eingeführt, die zwar einen kleineren Funktionsumfang bietet, aber den spezifischen Use Case „Versicherungs-Klauselanalyse” tiefer abdeckt, zu rund einem Drittel der LEVERTON-Lizenzkosten. Erkenntnis: Konsolidierung kann Anlass sein, den eigenen Toolstack neu zu denken, statt automatisch beim Nachfolger zu bleiben.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: MRI Software LLC, Solon, Ohio, USA (Mutterkonzern). LEVERTON GmbH existiert teils noch als deutsche Gesellschaft, ist aber operativ in MRI integriert.
  • Datenhosting: Nicht mehr standardmäßig in Deutschland/EU. MRI bietet globale Hosting-Optionen, eine EU-Region muss vertraglich explizit vereinbart werden.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbar, als US-Konzern mit EU-Kunden hat MRI Standardvertragsklauseln im Standardrepertoire. Vor Vertragsschluss prüfen lassen.
  • Sicherheits-Zertifikate: MRI weist SOC-2-Compliance und ISO 27001 für relevante Teile der Suite aus; ob diese Zertifikate Contract Intelligence in der EU-Region voll abdecken, muss im Einzelfall geprüft werden.
  • Datennutzung: Anonymisierte Aggregate können laut MRI-Standardverträgen zu Verbesserungszwecken genutzt werden, Opt-out für Enterprise-Kunden meist verhandelbar.
  • Empfehlung für deutsche Unternehmen: Für streng DSGVO-regulierte Branchen (Versicherung, Bank, Gesundheit, Anwaltskanzlei) explizit EU-Hosting, AVV nach Art. 28 DSGVO und dokumentierte Standardvertragsklauseln einfordern, oder direkt auf eine in der EU ansässige Alternative ausweichen.

Gut kombiniert mit

  • Microsoft 365 Copilot, Verträge werden in Contract Intelligence extrahiert und strukturiert, die Weiterverarbeitung in Word, Excel und Outlook übernimmt Copilot.
  • Ironclad, wenn Contract Intelligence die Extraktion liefert, kann Ironclad als Contract-Lifecycle-Management den weiteren Vertragsworkflow (Erstellung, Verhandlung, Signatur) übernehmen.
  • Claude, extrahierte Klauseln in Claude einspielen, um konkrete Vergleiche, Bewertungen oder Risikoanalysen zu erzeugen. Claude liefert die juristisch-analytische Tiefe, die ein Extraktions-Tool naturgemäß nicht hat.

Unser Testurteil

Die Technologie hinter LEVERTON / MRI Contract Intelligence verdient weiterhin 4 Sterne, die Pipeline ist ausgereift, die Mehrsprachigkeit überzeugt, die Real-Estate-Tiefe ist Marktführer-Niveau. Die Eigenständigkeit der LEVERTON-Marke ist jedoch verloren, und das gilt es bei einer Empfehlung 2026 ehrlich zu berücksichtigen. Wir vergeben deshalb 3 von 5 Sternen: Wer MRI-Bestandskunde ist, bekommt eine erstklassige Erweiterung. Wer als deutsches Unternehmen nach „LEVERTON” sucht, sollte zuerst die deutschen und europäischen Alternativen prüfen, sie sind oft schlanker, transparenter im Pricing und kulturell näher am DACH-Markt. Die Konsolidierungsgeschichte ist ein gutes Beispiel dafür, warum es lohnt, jeden Legal-Tech-Stack alle zwei bis drei Jahre kritisch zu überprüfen.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Die Domain leverton.ai leitet per 301-Redirect dauerhaft auf mrisoftware.com/products/contract-intelligence/ weiter. Die eigenständige LEVERTON-Webpräsenz existiert nicht mehr.
  • Nach der Übernahme durch MRI Software, Das Produkt wurde in „MRI Contract Intelligence” umbenannt und in die MRI-Real-Estate-Suite integriert. Die ursprüngliche Berliner Spezialisierung auf deutsche Versicherungsverträge ist im aktuellen Marketing nicht mehr sichtbar; der Schwerpunkt liegt heute auf Leasing-, Asset- und Datacenter-Verträgen.
  • Mai 2026, Garantierte EU/Deutschland-Hosting-Lokation wird nicht mehr standardmäßig kommuniziert. Wer DSGVO-strikt arbeiten muss, muss EU-Region explizit vertraglich vereinbaren.
  • 2025, In Ausschreibungen und RfPs taucht „LEVERTON” weiterhin als Referenz auf, die Antworten kommen heute aber von MRI-Software-Vertriebsteams, ein klassischer Konsolidierungs-Lag, der in den kommenden Jahren auslaufen dürfte.

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Arthur Atlas

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