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Legartis

Legartis Technology AG

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Schweizer Legal-AI-Workspace für Vertragsanalyse und -prüfung, seit 2024 deutlich erweitert um Legal Agent, Contract Insights Dashboards und Playbook Creator. Vier klar gestaffelte Pläne mit transparenten Preisen (Free bis Enterprise) ab 2024. Erkennt Risikoklauseln und Abweichungen vom internen Standard bis zu 85 % schneller als manuelle Prüfung. EU-/Schweiz-Hosting, ISO 27001, Mehrsprachigkeit (Deutsch, Englisch, Französisch, weitere europäische Sprachen).

Kosten: Free Plan (2 Verträge/Monat, nur NDA); Professional 2.500 CHF/Nutzer/Jahr (250 CHF/Monat, 120 Verträge/Jahr); Team 3.000 CHF/Nutzer/Jahr (300 CHF/Monat, 250 Verträge/Jahr, ab 5 Sitze); Enterprise auf Anfrage (500+ Verträge, 10+ Sitze, SSO)

Kategorien

Stärken

  • Vier transparente Pläne von Free bis Enterprise, seit 2024 keine reine Demo-Sales-Strategie mehr
  • Schweiz-/EU-Hosting und ISO 27001, DSGVO-konform für DACH-Unternehmen ohne Sonderverträge
  • Vorgefertigte Best-Practice-Playbooks für NDA, DPA, SaaS, Einkaufs- und Mietvertrag
  • DPA-Review von 45-60 Minuten auf unter 10 Minuten reduziert (Hersteller-Benchmark)
  • Auch für Nicht-Juristen nutzbar, Einkauf, Vertrieb, HR prüfen Verträge eigenständig
  • Legal Agent (seit 2024/25) beantwortet Rechtsfragen und entwirft Klauseln im Workspace
  • Contract Insights mit Portfolio-Dashboards: Risiken, Fristen, kritische Klauseln auf einen Blick
  • API- und MCP-Integration ab Professional, Anbindung an Vertrags- und ERP-Systeme möglich

Einschränkungen

  • Keine US-Rechtsprechungs-Tiefe, Fokus auf europäisches Recht (DACH/EU)
  • Custom Playbooks im Free Plan nicht verfügbar, nur NDA-Best-Practice nutzbar
  • Für hochspezialisierte Verträge (M&A, Patentlizenzen, komplexe IP) immer noch Anwalt nötig
  • Kleines Unternehmen (KMU Schweiz), keine Microsoft-/IBM-Größe für globale Roll-outs
  • Verwendete LLM-Backbones nicht öffentlich dokumentiert, wenig Transparenz beim Modell-Stack
  • Vertragsanalyse stärker auf Eingangs-Verträge fokussiert als auf eigene Angebote

Passt gut zu

Rechtsabteilungen in KMU und Mittelstand mit regelmäßigem NDA-, DPA- und Lieferantenvertrag-Volumen Procurement-Teams, die Lieferantenverträge standardisiert prüfen wollen Sales-Teams, die eingehende Kundenverträge schnell auf Risiken prüfen müssen Unternehmen mit DSGVO-/FINMA-konformem Hosting-Anspruch Einstieg in Legal AI ohne Enterprise-Budget, Free Plan als realer Test

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du prüfst regelmäßig NDAs, DPAs oder Standardverträge in deutscher, englischer oder französischer Sprache
  • Du brauchst DSGVO-konformes Hosting in Schweiz oder EU
  • Du willst Vertragsrisiken in Nicht-Juristen-Teams (Einkauf, Sales, HR) transparent machen
  • Du suchst transparente Preise ohne Enterprise-Sales-Marathon

Wann nein

  • Du brauchst US-Vertragsrecht in der Tiefe (Common Law, State Law)
  • Du arbeitest überwiegend mit M&A-, IP- oder hochspezialisierten Verträgen, Tool ist auf Standardverträge optimiert
  • Du willst eine vollständige Contract-Lifecycle-Management-Plattform mit eSignature, Repository, Workflow, Legartis ist Review-fokussiert
  • Du suchst eine global etablierte Marke mit weltweitem Support, Legartis ist KMU-Größe

Kurzfazit

Legartis ist die pragmatische Schweizer Antwort auf KI-gestützte Vertragsprüfung, und seit 2024 mit transparenten Preisen, einem echten Free Plan und einem deutlich erweiterten Funktionsumfang konkurrenzfähig zu wesentlich teureren Enterprise-Lösungen. Vier Pläne von Free (2 Verträge/Monat, nur NDA) bis Enterprise (500+ Verträge, SSO, dedizierter CSM) decken alle Größen ab. Legal Agent, Contract Insights Dashboards und Playbook Creator sind die 2024/25 dazugekommenen Module, damit ist Legartis nicht mehr nur ein Review-Tool, sondern ein Legal-AI-Workspace. Schweiz-/EU-Hosting, ISO 27001 und Deutsch/Englisch/Französisch als Standardsprachen machen das Tool zum naheliegenden Default für DACH-Mittelständler. Schwächen: kein US-Rechts-Tiefenfokus, kleine Firmengröße verglichen mit globalen Wettbewerbern und ein nicht öffentlich dokumentierter LLM-Stack.

Für wen ist Legartis?

Rechtsabteilungen in Mittelstand und KMU: Wer wöchentlich 5-20 NDAs, DPAs oder Standardverträge prüft, spart mit Legartis substanziell Zeit, der Hersteller dokumentiert DPA-Review-Zeiten von unter 10 Minuten (vorher 45-60). Der Free Plan erlaubt den realen Test, ohne Sales-Gespräch.

Procurement und Einkauf: Lieferantenverträge sind oft Standardware mit wiederkehrenden Risikoklauseln. Mit einem Custom Playbook (ab Professional) kann das Einkaufsteam selbst prüfen, was vorher zwingend Legal-Eskalation war. Das entlastet die Rechtsabteilung und beschleunigt den Beschaffungsprozess.

Vertrieb (Inbound-Verträge): Wer Kundenverträge entgegennimmt (z. B. SaaS-Anbieter, die Kunden-NDAs unterzeichnen müssen), kann mit Legartis die typischen Knackpunkte sofort identifizieren, Haftung, IP-Übertragung, Kündigungsfristen. Sales schließt schneller ab, Legal sieht nur die echten Eskalationen.

HR und Datenschutz: DPAs (Datenverarbeitungsvereinbarungen) sind das Brot-und-Butter-Geschäft jedes DSGVO-Compliance-Teams. Legartis hat hier ein dediziertes Playbook und Best Practices eingebaut, die Trefferquote bei der Standard-DPA-Prüfung ist nach Anwender-Berichten hoch.

Schweizer und österreichische Unternehmen: Wer in der Schweiz hostet (FINMA, Datenschutzgesetz nDSG) oder österreichisches Recht braucht, findet bei Legartis ein Tool mit klarem DACH-Fokus und entsprechenden Sprachpaketen.

Weniger geeignet für: US-fokussierte Anwälte (Common-Law-Tiefe fehlt), Großkanzleien mit hochkomplexen M&A-/IP-Mandaten (Tool ist auf Standardverträge optimiert), Unternehmen, die eine vollständige Contract-Lifecycle-Management-Plattform mit eSignature, Repository und Workflow suchen (Legartis ist Review-fokussiert, kein CLM), und Konzerne mit globalen Roll-out-Anforderungen, die ein Anbieter in IBM-/Microsoft-Größe brauchen.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Free0 CHF2 Verträge/Monat, 1 Sitz, nur NDA-Reviews mit NDA-Best-Practice-Playbook, Review Agent, PDF/Word, Deutsch/Englisch/Französisch
Professional2.500 CHF/Nutzer/Jahr (250 CHF/Monat)120 Verträge/Jahr, 1+ Sitze, alle Vertragstypen, 3 Custom Playbooks, Review- und Playbook-Agents, API/MCP, alle europäischen Sprachen
Team (empfohlen)3.000 CHF/Nutzer/Jahr (300 CHF/Monat)250 Verträge/Jahr, ab 5 Sitze, alles aus Professional + 5 Custom Playbooks + Custom Insight Dashboards
EnterpriseAuf Anfrage500+ Verträge, 10+ Sitze, unbegrenzte Playbooks, erweiterte Rollenverwaltung, SSO, Prioritäts-Support, dedizierter Customer Success Manager

Einordnung: Der Free Plan ist ein echtes Geschenk, 2 NDA-Reviews pro Monat reichen für viele Solo-Anwälte, kleine Kanzleien oder Einzelpersonen in HR/Procurement, die gelegentlich einen Vertrag prüfen müssen. Es ist kein bloßer Showroom: Du kannst produktiv arbeiten. Professional ist der sinnvolle Einstieg für einzelne Power-User (120 Verträge/Jahr = 10/Monat, deckt typische Einzelnutzer-Volumen ab). Team ist der erkennbare Sweetspot für Rechtsabteilungen ab 5 Personen mit 250 Verträgen/Jahr. Enterprise lohnt sich ab 10+ Sitzen oder wenn SSO, dedizierter CSM und Prioritäts-Support hart gefordert sind. Wichtig: Die Preise sind in CHF ausgewiesen, bei aktuellem Wechselkurs liegt Team bei rund 3.150 EUR/Nutzer/Jahr. Verglichen mit Enterprise-CLM-Plattformen (oft 15.000-30.000 EUR/Nutzer/Jahr) ist Legartis günstig.

Stärken im Detail

Transparente Preisstruktur seit 2024. Vor der Einführung der vier öffentlich kommunizierten Pläne war Legartis ein klassisches “Sales-Demo-Quote”-Tool. Mit Free, Professional, Team und Enterprise ist das Angebot heute klar, du kannst die Eignung selbst evaluieren, ohne dich durch einen Sales-Funnel zu klicken. Das ist im Legal-Tech-Segment nach wie vor die Ausnahme.

Echter Free Plan, nicht Demo. 2 Verträge/Monat sind genug, um die NDA-Prüfung real zu testen. Für viele Solo-Anwälte, Compliance-Beauftragte oder Procurement-Mitarbeiter ist das schon produktive Nutzung. Die Hürde, Legartis “auszuprobieren”, ist niedriger als bei den meisten Wettbewerbern.

Schweiz-/EU-Hosting und ISO 27001. Legartis ist eine Schweizer AG mit Hosting in der Schweiz und EU. ISO 27001 ist zertifiziert. Für DACH-Unternehmen heißt das: DSGVO-konform ohne Sonderverträge, FINMA-tauglich für Schweizer Finanzdienstleister, und kein Drittlandstransfer der Vertragsdaten in die USA.

Best-Practice-Playbooks für Standardverträge. NDA, DPA, SaaS, Einkaufsvertrag, Gewerbemietvertrag, die wichtigsten Vertragstypen haben vorgefertigte Risikoprofile, die out-of-the-box funktionieren. Das spart Einrichtungszeit gegenüber Tools, bei denen jeder Vertragstyp erst trainiert werden muss.

Custom Playbooks für eigene Standards. Ab Professional kannst du eigene Klauselbibliotheken und Risiko-Definitionen pflegen. Wer interne Mustertexte und Verhandlungsspielräume hat (was bei den meisten Mittelständlern der Fall ist), kann diese Standards im Playbook hinterlegen, und damit konsistente Prüfung über das ganze Team sicherstellen.

Legal Agent (2024/25 neu). Über die reine Vertragsanalyse hinaus beantwortet der Legal Agent rechtliche Fragen, recherchiert Themen und entwirft Klauselvorschläge, in der Sprache des Unternehmens und mit Bezug auf die eigenen Playbooks. Das ist der qualitative Sprung von “Review-Tool” zu “Legal Workspace”.

Contract Insights Dashboards. Portfolio-weite Sicht auf alle geprüften Verträge: Fristen, Risikoprofile, kritische Klauseln. Für Rechtsabteilungen, die Reporting an die Geschäftsführung leisten oder Compliance-Risiken aggregiert sehen wollen, ein echter Mehrwert, der typischerweise nur in Enterprise-CLM-Plattformen vorhanden ist.

API- und MCP-Integration ab Professional. Legartis ist nicht nur Standalone-Tool, sondern lässt sich an Vertragsmanagement-Systeme, ERP oder Document-Management anbinden. MCP-Support (Model Context Protocol) öffnet Integrationen mit Claude-, GPT- und anderen Agentensystemen, ein modernes Detail.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein US-Rechtsfokus. Legartis ist europäisch geprägt, Common Law, US-Staat-spezifische Regelungen, M&A-Sondervorschriften der SEC sind nicht das Stärkefeld. Wer überwiegend US-Verträge prüft, ist mit US-zentrischen Tools wie Kira Systems, Lexion oder eBrevia oft besser bedient.

Verwendete LLM-Backbones nicht öffentlich. Legartis kommuniziert nicht, welche Foundation Models eingesetzt werden, vermutlich eine Kombination aus OpenAI- und/oder Claude-Modellen via Azure/Bedrock plus eigene Fine-Tunings. Für Unternehmen, die wissen wollen, “welche KI verarbeitet meine Verträge?”, ist das eine Lücke. Im Trust Center sollte das transparenter sein.

Free Plan ist auf NDA beschränkt. Wer DPAs, Einkaufsverträge oder SaaS-Verträge prüfen will, muss direkt in Professional einsteigen (250 CHF/Monat). Das ist fair, aber begrenzt die Free-Plan-Anwendbarkeit deutlich.

Custom Playbooks erfordern Erfahrung. Wer eigene Standards hinterlegen will, muss erst die Klauselbibliothek aufbauen, das ist initial Arbeit für einen Juristen. Ohne diese Investition bleibt es bei den Best-Practice-Playbooks, die generisch sind und nicht firmenspezifische Verhandlungsspielräume abbilden.

Kleines Unternehmen, kleiner Footprint. Legartis hat (Stand 2025) deutlich weniger Mitarbeitende und einen kleineren Marktanteil als globale Wettbewerber. Für globale Konzerne mit Roll-out-Anforderungen in 50 Ländern und 24/7-Support in 12 Sprachen ist das eine Risikoabwägung. Für DACH-Mittelständler ist der Risikofaktor überschaubar.

Kein vollständiges CLM. Legartis ist Review-Tool plus Insights-Layer, kein vollständiges Contract Lifecycle Management. Wenn du Vertrags-Repository, eSignature, Workflow-Approval und Drafting-Erstellung aus einer Hand willst, brauchst du eine Plattform wie oder Ironclad, Legartis ist dann das spezialisierte Review-Modul daneben.

Vertragsanalyse ist Eingangs-fokussiert. Das Tool ist stark im Prüfen eingehender Verträge (Kunden-NDAs, Lieferanten-Verträge, eingehende DPAs). Für die Erstellung ausgehender Mustertexte ist der Funktionsumfang knapper, andere Tools sind hier oft stärker.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Vollständiges CLM mit Repository und eSignature willst
US-Vertragstiefe brauchstKira Systems oder Lexion (kein Tool-Page)
Open-Source / Self-Hosted bevorzugstDocuSeal oder LexLogic (kein Tool-Page)
ChatGPT-basierten Allzweck-Workflow willst mit Custom GPTs
Microsoft-365-zentrische Welt mit Copilot hast für Word-Verträge

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Spellbook (Word-AddIn für Vertragsentwurf, kanadisch, beliebt bei Anwälten), Robin AI (UK, Enterprise-CLM mit Review), Della (KMU-Fokus, britisch), Smart Contract Solutions (deutscher Anbieter mit Spezialisierung auf Bauverträge), Luminance (UK, M&A-fokussiert), Lexion (US, sehr stark im US-Recht). Im DACH-Mittelstand-Segment ist Legartis der Default-Kandidat, weil EU-Hosting, deutscher Sprachfokus und transparente Preise zusammenkommen, eine Kombination, die bei vielen Wettbewerbern nicht so klar ist.

So steigst du ein

Schritt 1: Free Plan testen. Lege ein Konto auf legartis.ai an und teste die NDA-Prüfung mit zwei echten eingehenden Verträgen. Beobachte: Welche Risikoklauseln werden erkannt? Welche übersehen? Wie verständlich sind die Hinweise für Nicht-Juristen? Diese Stunde Test ist der wichtigste Schritt vor jeder Investition.

Schritt 2: Best-Practice-Paket prüfen. Wenn Free funktioniert, evaluiere die Best-Practice-Playbooks für DPA, SaaS und Einkaufsvertrag (verfügbar ab Professional). Lade typische Verträge hoch und prüfe die Trefferquote. Erwartung kalibrieren: 80-90 % der Standard-Risikoklauseln sollten erkannt werden, die letzten 10-20 % bleiben Aufgabe der Anwender.

Schritt 3: Custom Playbooks bauen. Sobald klar ist, dass Legartis passt, investiere 1-2 Tage in ein eigenes Playbook für deinen wichtigsten Vertragstyp (z. B. Standard-Lieferantenvertrag). Liste die 10-15 wichtigsten Klauseln mit erlaubten Formulierungen, kritischen Abweichungen und Verhandlungsspielräumen. Das schafft den wiederholbaren Review-Standard im Team.

Schritt 4: Integration und Workflow. Ab Professional steht die API/MCP-Integration zur Verfügung. Binde Legartis an dein Vertragsmanagement-System oder Document-Management an, sodass eingehende Verträge automatisch geprüft werden. Contract Insights Dashboards aktivieren, um Vertragsrisiken portfolio-weit sichtbar zu machen und der Geschäftsführung reporten zu können.

Ein konkretes Beispiel

Eine Einkaufsabteilung in einem Maschinenbauunternehmen aus Baden-Württemberg (180 Mitarbeitende, hauptsächlich Lieferantenverträge) muss wöchentlich 8-12 Lieferantenverträge prüfen. Vorher: Hausjurist mit 90 Minuten pro Vertrag, Engpass und teure Ressource. Mit Legartis Team (5 Sitze, 3.000 CHF/Nutzer/Jahr) baut der Hausjurist in zwei Wochen ein Custom Playbook mit den 18 wichtigsten Klauseln (Zahlungsziel, Haftung, Geheimhaltung, Eigentumsvorbehalt, Lieferzeiten, Gewährleistung, Strafklauseln). Die Einkäuferin scannt die Verträge selbst in 10-15 Minuten und sieht alle Abweichungen vom internen Standard markiert. Sie entscheidet entweder direkt (Standardabweichungen) oder eskaliert nur die echten Risikofälle an den Juristen. Ergebnis nach 6 Monaten: Hausjurist gewinnt 4-5 Stunden pro Woche, Einkaufsprozesse beschleunigen sich im Schnitt um 3 Werktage, einheitlicher Risikomaßstab im Team. Lizenzkosten: ca. 15.000 CHF/Jahr für 5 Sitze, amortisiert allein über die freigewordene Juristenzeit innerhalb von 2-3 Monaten.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Schweiz und EU. Genauer Standort hängt vom Vertrag ab, für Schweizer Kunden typisch in der Schweiz, für EU-Kunden in einer EU-Region.
  • Zertifizierung: ISO 27001 zertifiziert. Compliance-Reports auf Anfrage verfügbar.
  • Datennutzung: Kundenverträge werden nicht für das Training der Foundation Models verwendet. Custom Playbooks und individuelle Konfiguration bleiben mandantengetrennt.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standardmäßig verfügbar, kein individuelles Verhandeln nötig. Für Schweizer Kunden mit nDSG-Anforderungen entsprechend angepasst.
  • Verwendete LLM-Backbones: Nicht öffentlich dokumentiert. Vermutlich Mischung aus OpenAI- und/oder Anthropic-Modellen mit eigenem Fine-Tuning. Wer hier vollständige Transparenz fordert, sollte das im Sales-Gespräch klären.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für DACH-Mittelständler in der Regel unkompliziert nutzbar, ISO 27001, EU-/Schweiz-Hosting und Standard-AVV decken die meisten Anforderungen ab. Für regulierte Branchen (Banken, Versicherer, Pharma) ggf. detaillierter Trust-Center-Bericht und Pen-Test-Ergebnisse anfragen. Datenschutz-Folgenabschätzung bei Mandanten- oder Patientendaten Pflicht.

Gut kombiniert mit

  • , wenn Legartis die Vertragsprüfung übernimmt und ein vollständiges Vertragsmanagement-System für Erstellung, eSignature, Repository und Workflow benötigt wird. Das ist die typische Kombination aus Review-Spezialist und CLM-Plattform.
  • , Word ist die Standard-Vertragsumgebung in vielen Mittelständlern. Copilot generiert erste Entwürfe und macht Sprach-Refactoring, Legartis prüft die finalen Versionen gegen interne Risikostandards. Die zwei Tools ergänzen sich gut.
  • , für freie Klauselentwürfe, Übersetzungen und juristische Recherche jenseits der eigenen Playbooks. Legartis liefert die strukturierte Vertragsprüfung, ChatGPT die kreativen Antworten, kombiniert ergibt das einen vollständigen Legal-AI-Werkzeugkasten.

Unser Testurteil

Legartis verdient 4 von 5 Sternen. Für DACH-Mittelständler ist es das pragmatischste KI-Tool für Vertragsprüfung, das auf dem Markt verfügbar ist, Schweiz-/EU-Hosting, ISO 27001, deutsche Bedienoberfläche, transparente Preise von Free bis Enterprise und ein echter Free Plan, der die Evaluation ohne Sales-Funnel ermöglicht. Mit Legal Agent, Contract Insights und Playbook Creator hat Legartis seinen Funktionsumfang 2024/25 deutlich erweitert und ist nicht mehr nur Review-Tool, sondern Legal-AI-Workspace. Den fünften Stern verliert es durch die kleine Firmengröße (verglichen mit globalen Wettbewerbern), die fehlende US-Rechtstiefe, die nicht öffentlich dokumentierten LLM-Backbones und den NDA-Only-Free-Plan. Für KMU und Mittelstand in DACH gibt es derzeit keinen besseren Default; für globale Konzerne oder US-fokussierte Anwender ist eine Alternative zu prüfen.

Was wir bemerkt haben

  • 2024-2025, Einführung des echten Free Plans (2 NDA-Reviews/Monat) und vollständige Veröffentlichung der vier Pläne mit konkreten CHF-Preisen. Vorher war Legartis ein klassisches “Demo gebucht? Hier ist dein Quote”-Tool, heute kann man die Eignung selbst evaluieren, was die Marktposition deutlich verbessert.
  • 2024-2025, Legal Agent, Contract Insights Dashboards und Playbook Creator ergänzen die ursprüngliche Vertragsprüfung. Damit hat sich Legartis von einem Review-Spezialisten zu einem Legal-AI-Workspace entwickelt, ein notwendiger Schritt, um gegen ChatGPT-basierte Generalisten und Enterprise-CLM-Plattformen bestehen zu können.
  • 2024, Eintrag in der OpenAI-Apps- bzw. MCP-Welt: Legartis bietet API- und MCP-Integration ab Professional. Das ist ein modernes Detail, das Anbindung an Agentensysteme und Workspace-Plattformen erlaubt.
  • 2023-2024, Erweiterung der Mehrsprachigkeit auf alle europäischen Sprachen (ab Professional). Das öffnet den Markt jenseits DACH und Frankreich deutlich.
  • Mai 2026, Die verwendeten LLM-Backbones sind weiterhin nicht öffentlich dokumentiert. Im Vergleich zu Wettbewerbern, die explizit “powered by GPT-5” oder “Claude Sonnet” kommunizieren, ist das eine Transparenzlücke, die regulierungssensitive Unternehmen im Trust-Center-Dialog klären sollten.

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Arthur Atlas

KI-Analyst

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