Landing AI
Landing AI
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenNo-Code-Plattform für industrielle Bildverarbeitung und Dokumenten-KI, gegründet von Andrew Ng. Mit LandingLens trainierst du eigene Deep-Learning-Modelle zur visuellen Fehlererkennung, ohne ML-Expertise. Der Marketingfokus liegt inzwischen auf KI-gestützter Dokumentenverarbeitung (Agentic Document Extraction), LandingLens bleibt aber verfügbar.
Kosten: 1.000 Credits kostenlos zum Start; Explore Pay-as-you-go 1 USD/100 Credits; Team 250 USD/Monat (25.000 Credits); Enterprise (SaaS, VPC oder On-Premise) auf Anfrage
Kategorien
Stärken
- No-Code-Training: eigene visuelle Inspektionsmodelle in Minuten, ohne ML-Vorkenntnisse
- Daten-zentrischer Ansatz, automatische Erkennung fehlerhafter Labeling-Daten verbessert Modellqualität systematisch
- Kontinuierliches Lernen: Modelle trainieren sich mit neuen Produktionsdaten im laufenden Betrieb weiter
- Flexible Deployment-Optionen: Cloud, Edge-Device, Windows-App oder API
- Agentic Document Extraction für hochvolumige Dokumentenverarbeitung in Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Einschränkungen
- Marketingfokus verschoben: Startseite und Unternehmensauftritt bewerben vorrangig Dokumenten-KI (ADE), LandingLens bleibt verfügbar, ist aber nicht mehr das Aushängeschild
- Daten und Modelle auf US-Servern, DSGVO-Abklärung vor Produktionseinsatz notwendig
- Kein deutschsprachiger Support oder UI
- Enterprise-Optionen (On-Premise, VPC) nur auf Anfrage, nicht transparent bepreist
- Keine dokumentierte SPS- oder Industriekamera-Integration, für tiefe Fertigungsautomatisierung unzureichend
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du willst visuelle Qualitätsprüfung in der Fertigung automatisieren, ohne eigenes ML-Team
- Du brauchst ein schnelles Proof-of-Concept für Fehlererkennung, bevor du in teure Industriesoftware investierst
- Dein Team soll eigene Inspektionsmodelle aus Produktionsdaten trainieren, ohne Programmierkenntnisse
- Du verarbeitest große Mengen strukturierter Dokumente und willst automatische Extraktion (Agentic Document Extraction)
Wann nein
- Du brauchst SPS-Integration, Echtzeit-Bildverarbeitung unter 50 ms oder zertifizierte Industriekameraanbindung, dann ist Cognex oder Keyence besser
- Dein Unternehmen verarbeitet vertrauliche Produktionsdaten und kann keine US-gehostete Lösung einsetzen
- Du suchst einen Anbieter, der industrielle Bildverarbeitung ins Zentrum stellt, denn Landing AI bewirbt auf Startseite und im Unternehmensauftritt inzwischen vorrangig Dokumenten-KI (ADE)
- Du willst deutschsprachigen Support oder eine deutsche Oberfläche
Kurzfazit
Landing AI ist zweigeteilt: Mit LandingLens bietet das Unternehmen eine der einsteigerfreundlichsten Plattformen für No-Code-Computer-Vision in der Fertigung, Qualitätsprüfung ohne ML-Kenntnisse, direkt aus Produktionsdaten. Gleichzeitig hat das Unternehmen seinen Marketingfokus deutlich verschoben: Die Startseite und der Unternehmensauftritt drehen sich primär um Agentic Document Extraction für Finanzdienstleister, Versicherungen und Gesundheitswesen. Für Fertigungsunternehmen bleibt LandingLens eine solide Pilotlösung, bevor man in industrielle Systeme wie Cognex investiert. Für Dokumentenverarbeitung lohnt sich der Vergleich mit spezialisierten Anbietern wie ABBYY.
Für wen ist Landing AI?
Qualitätsverantwortliche in der Fertigung: Wer visuelle Fehlererkennung testen will, ohne ein ML-Team einzustellen, findet in LandingLens einen pragmatischen Einstieg. 50–200 Bilder hochladen, labeln, trainieren, der erste Prototyp läuft in Stunden. Besonders geeignet für Unternehmen, die beweisen müssen, dass KI-gestützte Inspektion funktioniert, bevor das Budget für Cognex oder Keyence freigegeben wird.
Fertigungsingenieure ohne Data-Science-Hintergrund: Das kollaborative Labeling-Tool und die automatische Erkennung inkonsistenter Labels senken die Einstiegshürde erheblich. Fehlertypen wie Risse, Einfallstellen oder Schleifspuren lassen sich auch ohne Programmierung modellieren.
Finanzdienstleister und Versicherungen mit Dokumenten-KI-Bedarf: Seit dem strategischen Schwenk ist Landing AI mit seinem Agentic Document Extraction (ADE) ein ernstzunehmender Anbieter für automatisierte Kreditantragsverarbeitung, KYC-Dokumentenprüfung und Schadensmeldungserfassung. ADE kombiniert Dokumentenklassifizierung, Feldextraktion und visuelle Grounding in einer API.
Startups und Pilotprojekte: Die kostenlose Testphase mit 1.000 Credits und kein Kreditkartenzwang machen Landing AI zu einem risikoarmen Einstieg für die Evaluation. Wer danach skalieren muss, stößt aber schnell an Grenzen.
Weniger geeignet für: Unternehmen, die tiefe SPS-Integration, zertifizierte Echtzeit-Bildverarbeitung unter 50 ms oder ISO-konforme Industriehardware brauchen. Konzerne mit strikten DSGVO-Anforderungen und ohne Möglichkeit für US-Datenverarbeitung.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Explore | Pay-as-you-go: 1 USD/100 Credits | 1.000 Credits gratis; kein Abo; für Tests und Entwicklung |
| Team | 250 USD/Monat | 25.000 Credits/Monat; Team-Verwaltung; Zero-Data-Retention und HIPAA/BAA laut Preisseite verfügbar |
| Enterprise | Auf Anfrage | SaaS, VPC oder On-Premise; SLAs und Uptime-Garantien; Zero-Data-Retention; HIPAA/BAA |
Einordnung: Die auf der Preisseite gelisteten Plaene beziehen sich primär auf die Agentic-Document-APIs. Für LandingLens (Computer Vision) gelten teilweise separate Konditionen, die Plattform ist in der Basisversion mit kostenlosen Credits nutzbar, hochvolumige Produktionsanwendungen erfordern Enterprise-Gespräche. Das Team-Paket für 250 USD/Monat ist für typische Pilotprojekte ausreichend, und Zero-Data-Retention sowie HIPAA/BAA sind laut Preisseite bereits im Team-Plan verfügbar. On-Premise oder VPC bleiben dem Enterprise-Vertrag vorbehalten. Zum Prüfzeitpunkt fanden wir keinen separaten Visionary-Plan mehr auf der Preisseite, die Angaben können sich vom Anbieter jederzeit ändern.
Stärken im Detail
No-Code-Training senkt die Einstiegshürde dramatisch. LandingLens wurde von Grund auf für Qualitätsingenieure ohne Data-Science-Hintergrund konzipiert. Das Labeling-Interface funktioniert intuitiv: Fehler einzeichnen, Training starten, Ergebnis sofort im Browser testen. Verglichen mit dem Aufwand, ein Custom-CV-Modell auf AWS SageMaker oder Azure ML zu entwickeln, ist die Zeitersparnis bei Pilotprojekten enorm, statt Wochen dauert der erste Prototyp Stunden.
Daten-zentrischer Ansatz verbessert die Modellqualität systematisch. Andrew Ngs Philosophie des “data-centric AI” ist tief in LandingLens eingebaut. Die Plattform erkennt automatisch inkonsistent gelabelte Bilder, das häufigste Problem bei manuell erstellten Trainingsdatensätzen. Statt einfach mehr Daten hinzuzufügen, verbessert das System gezielt die Qualität der vorhandenen Labels. In der Praxis führt das zu zuverlässigeren Modellen mit weniger Trainingsdaten.
Kontinuierliches Lernen passt Modelle an veränderte Produktionsbedingungen an. Fertigungsumgebungen ändern sich: neues Material, veränderte Beleuchtung, neue Fehlertypen. LandingLens unterstützt Active Learning, das Modell markiert Bilder, bei denen es unsicher ist, und schlägt sie zur Nachlabelung vor. So verbessert sich die Erkennungsleistung im laufenden Betrieb, ohne das gesamte Modell neu zu trainieren.
Flexible Deployment-Optionen für unterschiedliche Infrastrukturen. Ob als Cloud-API für eine SCADA-Integration, als Windows-Desktop-App am Prüfplatz, als Edge-Deployment auf einem Industrie-PC direkt an der Linie oder als exportiertes Modell für eigene Pipelines, LandingLens unterstützt alle gängigen Einsatzszenarien. Das ist ein echter Vorteil gegenüber cloudgebundenen Lösungen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Marketingfokus hat sich verschoben, LandingLens steht nicht mehr im Mittelpunkt. Wer die aktuelle Landing-AI-Startseite besucht, findet dort ausschliesslich Werbung für Agentic Document Extraction; auch die Unternehmensbeschreibung auf der About-Seite nennt nur ADE. LandingLens wird weiterhin als eigenständiges Produkt angeboten (eigene Produktseite mit “Start for Free”), steht im Marketing aber nicht mehr im Vordergrund. Über interne Entwicklungsprioritäten lässt sich von aussen nichts Belastbares sagen. Für Fertigungsunternehmen, die eine langfristige Plattformbeziehung eingehen, ist der sichtbare Fokuswechsel aus unserer Sicht dennoch ein Signal, das man im Auge behalten sollte.
Keine echte industrielle Hardware-Integration. LandingLens liefert die KI, nicht die Kamera, das Objektiv oder die SPS-Anbindung. Für einfache Prüfstationen mit handelsüblicher USB-Kamera ist das ausreichend. Für Inline-Prüfung mit Trigger-Steuerung, Sub-Millisekunden-Latenz und zertifizierten Industriekameras (Basler, FLIR, Keyence) braucht man Zusatzentwicklung oder den Wechsel zu Cognex oder Keyence, dort ist die Hardware-Software-Integration fertig.
US-Datenhosting ohne garantierte EU-Option für LandingLens. Das Unternehmen sitzt in den USA. Für die Agentic-APIs gibt es laut Datenschutzrichtlinie die Möglichkeit, die Cloud-Region zu wählen, aber für die Standardnutzung von LandingLens sind Produktionsbilder auf US-Servern. Für Fertigungsunternehmen, deren Produktionsbilder als vertraulich gelten oder Patente schützen, ist das eine reale DSGVO-Hürde.
Kein deutschsprachiger Support oder Interface. Die gesamte Plattform ist englischsprachig. Für deutsche Fertigungsunternehmen, deren Schichtleiter und Qualitätsprüfer kein Englisch sprechen, ist die Einführung ohne Lokalisierung schwierig. Es gibt keine Community oder Support in Deutsch.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Inline-Qualitätsprüfung mit zertifizierten Industriekameras und SPS-Integration brauchst | Cognex, marktführend in der industriellen Bildverarbeitung, vollständige Hardware-Software-Integration |
| Einfache regelbasierte Prüfungen mit eigener Kamerahardware willst | Keyence, eigene Hochleistungskameras, bewährte Prüfsysteme, deutscher Support |
| Vollständige Kontrolle über ML-Pipelines und EU-Hosting brauchst | AWS SageMaker, offene Plattform, EU-Rechenzentren, keine Vendor-Lock-in |
| Automatische Dokumentenverarbeitung in einem spezialisierten Tool suchst | ABBYY FlexiCapture, deutlich reifere Dokumenten-KI, europäischer Anbieter mit DSGVO-Vorteilen |
Landing AI ist kein Ersatz für Cognex oder Keyence in produktionskritischen Anwendungen. Es ist die richtige Wahl für schnelle Pilotprojekte und interne Evaluierungen, bevor das Budget für industrielle Systeme freigegeben wird.
So steigst du ein
Schritt 1: Erstelle einen kostenlosen Account auf landing.ai, du bekommst 1.000 Credits ohne Kreditkarte. Lege ein neues Projekt in LandingLens an und wähle den Aufgabentyp: Klassifikation (fehlerhaft/einwandfrei), Objekterkennung (Fehlerposition markieren) oder Segmentierung (Fehlerfläche exakt einzeichnen). Die Wahl bestimmt, welche Art von Ausgabe dein Modell liefert und welche Daten du zum Labeln brauchst.
Schritt 2: Lade 50–200 Beispielbilder von deiner Produktionslinie hoch, idealerweise eine Mischung aus fehlerfreien und fehlerhaften Teilen. Nutze das kollaborative Labeling-Tool um Defekte einzuzeichnen. Die Plattform erkennt automatisch inkonsistent gelabelte Bilder und schlägt Korrekturen vor, besonders wertvoll, wenn mehrere Kollegen labeln und unterschiedliche Standards anlegen.
Schritt 3: Klicke “Train”, das Modell trainiert automatisch in der Cloud. Teste das Ergebnis mit neuen Bildern direkt im Browser. Für den Produktionseinsatz stehen mehrere Optionen bereit: Exportiere das Modell als REST-API-Endpunkt für dein SCADA-System, deploye es als Windows-App am Prüfplatz, oder pushe es auf ein Edge-Device direkt an der Linie. Nach dem ersten Einsatz sammle die vom Modell markierten Unsicherheitsfälle und trainiere eine zweite Version, die Erkennungsrate verbessert sich in der Regel nach jeder Iteration spürbar.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Kunststoffteile-Hersteller aus Baden-Württemberg prüft Spritzgussteile bisher durch manuelle Sichtprüfung: zwei Mitarbeiter, sechs Stunden pro Schicht, 15 Prozent Fehlerquote beim Durchlass. Das Qualitätsteam lädt 150 Bilder (100 einwandfrei, 50 mit typischen Defekten wie Einfallstellen und Schlieren) in LandingLens und trainiert ein erstes Modell in unter einer Stunde. Nach zwei Iterationen mit weiteren 80 Bildern erreicht das Modell 96 Prozent Erkennungsrate in Tests. Das Modell läuft als Windows-App auf einem Industrie-PC am Förderband und markiert fehlerhafte Teile in Echtzeit, die manuelle Prüfung beschränkt sich auf die markierten Stücke. Die Fehlerquote beim Durchlass sinkt auf unter 2 Prozent. Die Gesamtinvestition: vier Wochen Entwicklungszeit, keine externen Dienstleister, Lizenzkosten unter 500 EUR im ersten Jahr.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Landing AI ist laut Datenschutzrichtlinie in den USA registriert; als Speicheroption wird eine wählbare geografische Cloud-Region genannt, im Detail vertraglich zu klären. Für die Standardnutzung von LandingLens ist von US-Verarbeitung auszugehen
- Datennutzung: Die Datenschutzrichtlinie adressiert eine Nutzung von Kundendaten fürs Modelltraining nicht ausdrücklich, sie wird weder bestätigt noch ausgeschlossen; vor Produktionseinsatz beim Anbieter klären
- DSGVO-Compliance: EU-Vertreter gemäß Artikel 27 DSGVO benannt (Instant EU GDPR Representative Ltd. über GDPRLocal); Betroffenenrechte (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Widerspruch, Einschränkung, Übertragung, Widerruf der Einwilligung) sind in der Richtlinie aufgeführt
- AVV: Die von uns eingesehene Datenschutzrichtlinie verweist nicht auf einen separaten Standard-Auftragsverarbeitungsvertrag; genannt werden Standard- oder Enterprise-Nutzungsbedingungen sowie ein BAA für HIPAA-Verarbeitung. Vertragliche Details vor dem Einsatz mit dem Anbieter klären
- Zero-Data-Retention: Laut Preisseite bei Team und Enterprise verfügbar, Daten werden nach Verarbeitung nicht gespeichert; HIPAA-konforme Verarbeitung mit BAA laut Preisseite ebenfalls bei Team und Enterprise verfügbar
- Empfehlung für Unternehmen: Produktionsbilder können Rückschlüsse auf proprietäre Fertigungsverfahren ermöglichen, vor dem Einsatz DSGVO-Folgenabschätzung und Rücksprache mit dem Datenschutzbeauftragten. Für sensible Produktionsdaten On-Premise-Option verhandeln oder Alternative mit EU-Hosting prüfen.
Gut kombiniert mit
- Cognex, Landing AI für das schnelle Proof-of-Concept und die interne Überzeugungsarbeit, Cognex für den hardwarenahen Vollausbau mit zertifizierten Industriekameras und direkter SPS-Integration; viele Unternehmen nutzen Landing AI als Brücke bis zur Cognex-Budgetfreigabe
- Keyence, Keyence liefert die Hochleistungs-Kamerahardware und einfache Regelprüfungen, Landing AI ergänzt mit lernfähigen Modellen für komplexe Defektmuster, die regelbasierte Keyence-Systeme überfordern; sinnvolle Kombination für gemischte Prüflinien
- AWS SageMaker, Landing AI für den einsteigerfreundlichen No-Code-Einstieg und erste Modelle; SageMaker wenn das Qualitätsteam wächst und volle Kontrolle über ML-Pipelines, eigene Modellarchitekturen oder EU-Hosting braucht
Unser Fazit
Landing AI bekommt 3 von 5 Sternen, eine gespaltene Bewertung für ein Unternehmen im Wandel. LandingLens ist für Pilotprojekte in der Fertigungsqualitätsprüfung wirklich gut: einsteigerfreundlich, daten-zentrisch, flexibel deploybar. Was die Bewertung begrenzt: der sichtbare Strategiewechsel weg von industrieller Bildverarbeitung, das US-Datenhosting ohne einfache EU-Option, der fehlende deutsche Support und die Tatsache, dass Landing AI kein End-to-End-Industriesystem ist. Für die Dauer eines Pilotprojekts ist die Plattform empfehlenswert, für eine langfristige Produkt-Infrastruktur gibt es besser positionierte Alternativen.
Was wir bemerkt haben
- Juli 2026, Zum Prüfzeitpunkt bewirbt die Startseite ausschliesslich Agentic Document Extraction (Headline: “Accurate, Production-Ready AI for Real-World Documents”), auch die About-Seite beschreibt das Unternehmen nur über ADE. LandingLens ist auf der Startseite nicht mehr sichtbar, bleibt aber als eigenständiges Produkt mit eigener Seite verfügbar. Der Marketingfokus hat sich klar von industrieller Bildverarbeitung zu Dokumenten-KI verschoben.
- Juli 2026, Preisänderung gegenüber unserer letzten Prüfung: Der Team-Plan listet jetzt 25.000 statt zuvor 27.500 Credits pro Monat. Ein früher gelisteter Visionary-Plan (2.000 USD/Monat) war zum Prüfzeitpunkt nicht mehr auf der Preisseite zu finden. Zero-Data-Retention und HIPAA/BAA sind laut Preisseite bereits im Team-Plan verfügbar, nicht erst in Enterprise.
- Führung, Andrew Ng ist laut About-Seite Gründer und Executive Chairman von Landing AI; als CEO wird Dan Maloney genannt. Das Unternehmen profitiert weiterhin vom Renommee Ngs in der KI-Community (Stanford, Coursera, DeepLearning.AI). Der akademische Hintergrund spiegelt sich im daten-zentrischen Ansatz wider, der von Ngs Forschungsphilosophie geprägt ist.
Was wir geprüft haben
Diese Seite bewertet Landing AI auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen, nicht aus eigener Produktnutzung. Weil die Bewertung mehrere kritische Punkte anspricht, haben wir die dafür maßgeblichen Aussagen am 30. Juli 2026 gegen die Primärquellen des Anbieters geprüft:
- Marketingfokus verschoben (Dokumenten-KI statt Bildverarbeitung): Bestätigt. Die Startseite bewirbt ausschliesslich Agentic Document Extraction, die About-Seite beschreibt das Unternehmen ebenfalls nur über ADE. LandingLens taucht dort nicht auf. Wir formulieren dies als beobachtbaren Marketingfokus, nicht als Aussage über interne Entwicklungsprioritäten, die wir von aussen nicht belegen können.
- LandingLens noch verfügbar (kein “eingestelltes” Produkt): Bestätigt. Die LandingLens-Produktseite ist aktiv, beschreibt eine No-Code-Computer-Vision-Lösung und bietet “Start for Free”. Wir bezeichnen LandingLens deshalb ausdrücklich nicht als eingestellt oder abgekündigt, sondern als weiterhin verfügbar, nur nicht mehr als Aushängeschild.
- US-Datenhosting: Bestätigt. Die Datenschutzrichtlinie weist Landing AI als in den USA registriert aus und nennt eine wählbare geografische Cloud-Region als Option.
- EU-Vertreter nach Art. 27 DSGVO und Betroffenenrechte: Bestätigt. Die Datenschutzrichtlinie benennt einen EU-Vertreter (Instant EU GDPR Representative Ltd. über GDPRLocal) und listet die Betroffenenrechte auf.
- Kein deutschsprachiger Support oder UI: Beobachtung. Startseite, Preisseite, Produkt- und Rechtsseiten sind durchgängig englisch; eine deutsche Oberfläche oder deutschsprachigen Support fanden wir nicht.
- Preise: Korrigiert. Die Preisseite zeigt Explore (Pay-as-you-go, 1.000 Gratis-Credits), Team (250 USD/Monat, 25.000 Credits) und Enterprise (auf Anfrage). Der Team-Wert lag zuvor mit 27.500 Credits höher, ein separater Visionary-Plan war nicht mehr gelistet. Zero-Data-Retention und HIPAA/BAA sind laut Seite bereits im Team-Plan verfügbar. Diese Punkte haben wir entsprechend angepasst.
- Führung: Korrigiert. Laut About-Seite ist Andrew Ng Gründer und Executive Chairman, CEO ist Dan Maloney. Die frühere Formulierung wurde daran angeglichen.
Alle Preis-, Hosting- und Führungsangaben können sich beim Anbieter jederzeit ändern. Maßgeblich ist im Zweifel die jeweils aktuelle Anbieterseite.
Quellen
- Landing AI – Startseite. https://landing.ai (abgerufen am 2026-07-30). Die Startseite bewirbt ausschliesslich Agentic Document Extraction (ADE), Headline 'Accurate, Production-Ready AI for Real-World Documents'; LandingLens und industrielle Bildverarbeitung tauchen auf der Startseite nicht mehr auf. Belegt den verschobenen Marketingfokus..
- Landing AI – Pricing. https://landing.ai/pricing (abgerufen am 2026-07-30). Zum Pruefzeitpunkt drei Plaene: Explore (Pay-as-you-go, 1.000 Gratis-Credits, 1 USD je 100 Credits), Team (250 USD/Monat, 25.000 Credits, als 'Most popular' markiert) und Enterprise (Custom, SaaS/VPC/On-Prem, SLAs). Zero-Data-Retention sowie HIPAA-konforme Verarbeitung mit BAA sind laut Seite bei Team UND Enterprise verfuegbar. Kein separater Visionary-Plan mehr gelistet..
- Landing AI – Privacy Policy. https://landing.ai/privacy-policy (abgerufen am 2026-07-30). Landing AI ist in den USA registriert; als Speicheroption wird eine waehlbare geografische Cloud-Region genannt. Ein EU-Vertreter nach Art. 27 DSGVO ist benannt (Instant EU GDPR Representative Ltd. ueber GDPRLocal). Betroffenenrechte (Auskunft, Berichtigung, Loeschung, Widerspruch, Einschraenkung, Uebertragung, Widerruf) sind aufgefuehrt. Ein separater Standard-AVV/DPA wird nicht erwaehnt; eine Nutzung von Kundendaten fuers Modelltraining wird weder bestaetigt noch ausgeschlossen..
- Landing AI – LandingLens. https://landing.ai/landinglens (abgerufen am 2026-07-30). LandingLens ist weiterhin ein aktives, angebotenes Produkt ('a no-code computer vision solution anyone can use', 'No prior AI knowledge is needed', 'Start for Free'). Deployment-Optionen laut Seite: Windows-App, programmatische API, Cloud und Edge-Device. Keine Angaben zu SPS- oder Industriekamera-Integration. Belegt, dass LandingLens verfuegbar bleibt, aber nicht mehr das Aushaengeschild ist..
- Landing AI – About. https://landing.ai/about (abgerufen am 2026-07-30). Andrew Ng wird als Founder und Executive Chairman gefuehrt, als CEO ist Dan Maloney genannt. Das Unternehmen beschreibt sich ueber Agentic Document Extraction; LandingLens/Computer Vision wird in der Selbstbeschreibung nicht erwaehnt. Belegt Gruender-/Fuehrungsstruktur und den Dokumenten-KI-Fokus..
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Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.
Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?
Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.
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