Körber WMS (K.Motion / K.OneX)
Körber Supply Chain Software GmbH
Deutsche Warehouse-Management-Suite aus dem Körber-Konzern (Hamburg) für mittlere bis große Lager. Unterstützt alle gängigen Picking-Strategien (Batch, Zone, Wave, Cluster), Pick-by-Voice und Pick-by-Light-Integration sowie dynamische Pick-Zuweisung. Starke SAP- und ERP-Integration, EU-Datenhosting. Seit 2024/25 läuft die Re-Branding-Welle zur K.OneX-Plattform, K.Motion bleibt unter dem Schirm verfügbar, das künftige Produktdach ist aber K.OneX. KI-Funktionen werden auf Plattform-Ebene beworben (datengetriebene Optimierung), bleiben in Details aber überwiegend hinter dem Vertriebsgespräch.
Kosten: Auf Anfrage, Mid-market bis Enterprise. Lizenzkosten typisch ab 30.000 €/Jahr für K.Motion-Linie. K.OneX-Plattform (neuer) und K.Motion Essentials (Cloud-Variante) mit gestaffelten Preisen je nach Lagergröße und Modulumfang.
Kategorien
Stärken
- Deutsches Unternehmen, lokaler Support, EU-Datenhosting ohne Sonderverhandlung, deutsches Vertragsrecht
- Alle gängigen Picking-Strategien out-of-the-box (Batch, Zone, Wave, Cluster)
- Pick-by-Voice und Pick-by-Light nativ integriert
- Cloud-Option (K.Motion Essentials) für mittelständischen Einstieg
- Sehr starke SAP S/4HANA- und EWM-Integrationserfahrung, Körber ist offizieller SAP-Partner
- Breites Modul-Portfolio (TMS, YMS, Serialisierung, WCS) aus einer Hand
Einschränkungen
- Preise nicht öffentlich, Evaluierung nur über Sales-Prozess
- Implementierungsprojekte dauern 3–6 Monate (Essentials kürzer) und erfordern SI-Partner-Know-how
- Für einfache Lager ohne Wachstumsperspektive oft überdimensioniert
- Weniger international sichtbar als Manhattan oder Blue Yonder im Enterprise-Segment
- Produkt-Branding ist im Umbruch (K.Motion → K.OneX), die Roadmap-Kommunikation könnte klarer sein
- KI-Features bleiben in der Außenkommunikation vage, Tiefendetails nur über Sales-Termin
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du betreibst ein Lager mit >20 Pickern und planst, die Auftragsdichte zu steigern
- Du arbeitest mit SAP S/4HANA oder EWM und brauchst tiefe Integration
- Du legst Wert auf deutsche Vertragspartner, deutschen Support, EU-Hosting
- Du willst Pick-by-Voice oder Pick-by-Light produktiv einführen
Wann nein
- Du betreibst ein kleines Lager (<10 Picker) ohne Skalierungsplan
- Du suchst ein reines Cloud-WMS mit Self-Onboarding und transparenten Preisen
- Du brauchst eine schlanke, KI-getriebene Pure-Play-Lösung statt einer breiten Suite
- Du hast kein Budget für ein 3–6-Monats-Implementierungsprojekt
Kurzfazit
Körber WMS ist eine bewährte deutsche Warehouse-Management-Suite aus einem etablierten Konzern (Körber AG, Hamburg), mit EU-Hosting, deutschem Support und starker SAP-Integrationserfahrung. Funktional ist die Plattform reif und konkurrenzfähig zu Manhattan und Blue Yonder; in der internationalen Sichtbarkeit liegt Körber dahinter. Seit 2024/25 läuft eine Re-Branding-Welle: Statt der bisherigen K.Motion-Marke wird zunehmend die K.OneX-Plattform als Dach kommuniziert, was funktional zusammengehört, aber im Vertrieb noch klärungsbedürftig wirken kann. Der KI-Anspruch wird auf Plattform-Ebene beworben, in den konkreten WMS-Modulen aber kaum mit harten Features greifbar. Für deutsche Mittelständler mit SAP-Umgebung dennoch eine der starken Optionen.
Für wen ist Körber WMS?
Mittelständische Logistikbetriebe (20–200 Picker): Klassisches Sweetspot-Profil. Wer aus der Excel-/Papier-Welt rauswächst und ein professionelles WMS sucht, bekommt mit Körber eine ausgereifte Plattform mit lokalem Ansprechpartner und planbarer Implementierung.
Händler mit eigener Logistik: E-Commerce-Unternehmen, Großhändler mit B2B-Sortiment, Versenderhandwerk, überall, wo täglich Hunderte bis Tausende Aufträge kommissioniert werden, ist Körber funktional ausreichend. Die Pick-by-Voice-Integration ist ein typischer Hebel zur Produktivitätssteigerung.
SAP-Anwender: Wer S/4HANA oder EWM einsetzt, hat mit Körber einen erfahrenen Integrationspartner. Körber ist offizieller SAP-Partner und implementiert routinemäßig in komplexen SAP-Landschaften, das verkürzt Beratungszeiten und reduziert Schnittstellen-Risiko.
Pharma, Lebensmittel, regulierte Branchen: Körber bietet mit STEPLogic TRACE Serialisierung und Chargenrückverfolgbarkeit, wichtig für Pharma (GMP/GxP), Lebensmittel (DSGVO der Lieferkette) und sicherheitsrelevante Konsumgüter.
Konzerntöchter und Mittelständler mit deutschem Compliance-Fokus: Für Unternehmen, die DSGVO, deutsches Vertragsrecht und EU-Hosting nicht verhandeln wollen, sondern als Standard erwarten, ist Körber die naheliegende Wahl.
Weniger geeignet für: Kleinstlager unter 10 Pickern (zu schwergewichtig), Start-ups mit reiner Cloud-Mentalität (Implementierungstiefe ist klassisch enterprise-typisch), Betriebe ohne SAP/ERP-Backbone (das Wertversprechen liegt stark in der ERP-Integration), und Käufer, die transparente Selfservice-Preise erwarten.
Preise im Detail
| Variante | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| K.Motion (klassisch) | Auf Anfrage, typisch ab 30.000 €/Jahr Lizenz | Vollständige Enterprise-WMS-Suite, alle Picking-Strategien, On-Premise oder Cloud, Pick-by-Voice/Light, ERP-Integration |
| K.Motion Essentials | Auf Anfrage, schlanker | Cloud-Variante mit reduziertem Modul-Umfang, schnellere Implementierung, für mittelständische Erstanwender |
| K.OneX Plattform | Auf Anfrage | Neue Produkt-Schiene, kombiniert WMS, WCS, TMS, YMS unter einem Dach, strategische Plattform für komplexe Logistik |
| Implementierungsprojekt | Typisch 80.000–500.000 € | Blueprint, Konfiguration, Schnittstellen, Schulung, Go-live-Begleitung, abhängig von Komplexität und SI-Partner |
Einordnung: Körber-WMS ist klar ein Enterprise-Produkt mit Enterprise-Preisstruktur. Selbst die Essentials-Variante setzt ein Investment im niedrigen sechsstelligen Bereich (Lizenz + Implementierung) voraus. Das amortisiert sich für mittelständische Lager mit 30+ Pickern schnell, typische Produktivitätsgewinne liegen bei +20 bis +40 % Picks/Stunde nach Einführung von Pick-by-Voice. Für kleinere Betriebe ist Körber überdimensioniert und teurer als sinnvoll, hier eignen sich schlankere Cloud-WMS (etwa Mintsoft, Logiwa, oder Magento Commerce-WMS-Erweiterungen) besser. Wichtig: Implementierungsaufwand und Implementierungszeit sind die wahren Kosten, die Lizenz ist oft der kleinere Block.
Stärken im Detail
Deutsches Unternehmen, deutscher Vertrag. Körber Supply Chain Software GmbH sitzt in Hamburg, der Mutterkonzern (Körber AG) gehört zu den großen deutschen Industriekonzernen mit über 12.000 Mitarbeitenden. Vertrag, AVV, Support, Eskalationswege, alles in deutschem Recht und meist auf Deutsch. Für mittelständische Logistikbetriebe ist das ein nicht zu unterschätzender Hebel gegenüber US-Plattformen.
Alle Picking-Strategien out-of-the-box. Batch-Picking (mehrere Aufträge gleichzeitig), Zone-Picking (Bereichsarbeit), Wave-Picking (Auftragswellen für Logistik-Synchronisierung), Cluster-Picking (mehrere Behälter parallel), alle Standard-Strategien sind nativ konfigurierbar, ohne Custom Code. Das ist im Mittelmarkt nicht selbstverständlich; viele Cloud-WMS unterstützen nur einen Teil.
Pick-by-Voice und Pick-by-Light nativ. Headset-Integration für sprachgeführtes Kommissionieren und Light-Module für visuell unterstützte Pick-Wege gehören zum Standardpaket. Beides sind die wichtigsten Produktivitätshebel für mittelständische Lager, und die Tatsache, dass Körber sie nativ integriert (statt über Drittanbieter), spart Schnittstellen-Komplexität.
Sehr starke SAP-Erfahrung. Körber implementiert regelmäßig in SAP-S/4HANA- und EWM-Landschaften und ist offizieller SAP-Partner. Wer in dieser Welt unterwegs ist, bekommt mit Körber einen Integrationspartner, der die Standard-Stolpersteine kennt, IDoc-Mapping, Master-Data-Sync, Real-Time-Schnittstellen.
Modul-Portfolio aus einer Hand. WMS ist nur ein Teil, Körber hat auch TMS (Transport Management), YMS (Yard Management), STEPLogic TRACE für Serialisierung und WCS (Warehouse Control System) im Portfolio. Wer langfristig eine integrierte Supply-Chain-Plattform plant, kann beim selben Anbieter expandieren statt mehrere Vendor-Verträge zu pflegen.
Cloud-Option für den Mittelstand. K.Motion Essentials ist die Cloud-Variante mit reduziertem Komplexitätsgrad, Implementierung in 8–12 Wochen statt 16–24, für Mittelständler ohne Onsite-IT-Mannschaft eine sinnvolle Einstiegsvariante.
Schwächen ehrlich betrachtet
Preise sind komplett intransparent. Keine öffentliche Preisliste, keine indikativen Bereiche, kein Calculator. Wer als CFO oder Logistikleiter einen ersten Business-Case erstellen will, muss ein Vertriebsgespräch führen, das schreckt im Vergleich zu offen kommunizierten Plattformen (etwa Logiwa, Mintsoft) ab. Im Enterprise-Segment ist das marktüblich, aber für den Mittelstand eine echte Hürde.
Implementierungstiefe verlangt SI-Partner. Eine Körber-WMS-Implementierung ist kein Self-Service-Projekt, du brauchst entweder Körber selbst (teuer) oder einen Systemintegrator mit Körber-Kompetenz. Die Zahl qualifizierter SI-Partner im deutschen Markt ist überschaubar, was zu Kapazitätsengpässen führen kann.
Re-Branding K.Motion → K.OneX ist verwirrend. Seit 2024/25 wird zunehmend die K.OneX-Plattform als Dach kommuniziert, während K.Motion als historische Marke weiter existiert. Im Vertrieb und in der Dokumentation ist diese Übergangsphase manchmal noch nicht klar getrennt, neue Kunden fragen sich, was sie eigentlich kaufen. Hier könnte Körber transparenter kommunizieren.
KI-Features bleiben vage. Die Plattform-Marketing spricht von “data-driven decision making” und “AI integration”, konkrete Module mit ML-getriebener Optimierung (z. B. dynamische Pick-Routen, Bedarfsprognosen, automatische Slot-Optimierung) werden in der öffentlichen Dokumentation nicht prominent benannt. Wer KI-Funktionalität als Kaufkriterium hat, muss sehr gezielt im Vertriebsgespräch nachfragen, und sollte sich Demo-Cases zeigen lassen.
Weniger international sichtbar als die US-Riesen. Manhattan Associates und Blue Yonder dominieren das globale Enterprise-Segment, Körber spielt in der zweiten Reihe. Für deutsche und europäische Unternehmen kein Nachteil (eher ein Vorteil), aber für global agierende Konzerne kann die internationale Roll-out-Erfahrung knapper sein.
Lange Implementierungszeiten. 3–6 Monate für klassische K.Motion-Rollouts, 8–12 Wochen für Essentials. Wer schneller produktiv werden will, findet bei reinen Cloud-WMS (Logiwa, ShipHero) Zeitersparnis, bezahlt das aber meist mit weniger Tiefenfunktionalität.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Globalen Enterprise-Standard im WMS-Spitzensegment willst | |
| ML-getriebene Forecast- und Optimierungsplattform suchst | |
| MES-Funktionalität direkt benötigst (Produktion + Logistik) | |
| Pharma-Serialisierung als zentralen Use-Case hast |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: SAP EWM (für reine SAP-Häuser oft der naheliegende Default, weniger Anbieterdiversifikation), inconso (deutsches WMS aus der Körber-Welt, mittlerweile teilweise konsolidiert), PSI Logistics (deutsches Mid-Market-WMS), Mecalux Easy WMS (Cloud-WMS für kleinere Lager) und Manhattan Active WM (Cloud-Variante des Manhattan-Stacks). Körber ist die naheliegende Wahl für deutsche Mittelständler mit SAP-Backbone, die ein WMS aus deutschem Konzernumfeld wollen, die strategische Plattform K.OneX ist langfristig spannender als die klassische K.Motion-Linie.
So steigst du ein
Schritt 1: Starte mit einer Anforderungserhebung über koerber-supplychain.com, Körber bietet regionalen Vertrieb in Deutschland und ein strukturiertes Evaluationsverfahren. Bereite vor: Lagervolumen (Picks/Tag, SKU-Anzahl, Lagerfläche), gewünschte Picking-Strategie und bestehende ERP/TMS-Landschaft. Je präziser dein Briefing, desto realistischer das erste Angebot.
Schritt 2: Für mittelständische Betriebe prüfe zunächst K.Motion Essentials, die Cloud-Variante mit schlankerer Implementierung als die Full-Suite. Sie unterstützt Basis-Picking-Strategien und ist in 8–12 Wochen produktiv. Für komplexere Lager (mehrere Standorte, Multi-Kanal-Fulfillment) lohnt es, gleich die K.OneX-Plattform zu evaluieren, strategisch zukunftssicherer.
Schritt 3: Nach der Entscheidung folgt das Blueprint-Projekt: Prozess-Mapping, Lagerlayout-Digitalisierung, ERP-Schnittstellen-Definition. Erste Go-live-Stufe typisch nach 12–16 Wochen (K.Motion) bzw. 8–12 Wochen (Essentials). Wichtig: Picker-Schulung nicht unterschätzen, die operative Akzeptanz ist der Erfolgshebel, nicht die Software-Konfiguration.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Werkzeughändler in Hannover (35 Picker, 600–900 Aufträge täglich, SAP S/4HANA-Backbone) führt Körber K.Motion mit Zone-Picking und Pick-by-Voice ein. Picker erhalten Auftragsanweisungen per Headset und bestätigen Entnahmen per Sprachbefehl. Nach sechs Monaten Betrieb: Picks pro Stunde von 68 auf 89 gestiegen (+31 %), Fehlerquote von 1,8 % auf 0,2 % gesunken. Das Körber-System war die Wahl, weil alle Daten in Deutschland verbleiben, lokaler Support auf Deutsch verfügbar ist und die SAP-Integration durch Körbers SAP-Partner-Erfahrung minimal-invasiv lief. Implementierungsdauer 14 Wochen, Projektvolumen rund 240.000 EUR (Lizenz erstes Jahr + Implementierung), Amortisation laut interner Kalkulation nach 11 Monaten durch Effizienz- und Fehlerkostenersparnis.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: EU (Deutschland, je nach gewählter Cloud-Region). On-Premise-Variante möglich für maximale Datenkontrolle.
- Anbieter: Körber Supply Chain Software GmbH, Hamburg, deutsche GmbH, Konzerntochter der Körber AG.
- Datenarten: Mitarbeiterdaten der Picker (Logins, Performance-Metriken), Lagerdaten, ggf. Kundenauftragsdaten, alle DSGVO-relevant.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standard. Mitbestimmungspflicht des Betriebsrats bei Einführung von Pick-by-Voice und Leistungsmessung prüfen, das ist juristisch klar geregelt und sollte früh adressiert werden.
- SAP-Integration: Verarbeitet Daten innerhalb der eigenen SAP-Landschaft, kein zusätzlicher Datenexport an Dritte notwendig.
- Empfehlung für Logistikbetriebe: Betriebsvereinbarung zur Pick-Performance-Messung frühzeitig aufsetzen, AVV mit Körber abschließen, Löschkonzepte für Personaldaten der Picker definieren. Bei On-Premise-Wahl entfallen viele Cloud-Compliance-Fragen, dafür entsteht IT-Betriebslast im eigenen Haus.
Gut kombiniert mit
Körber MES , wenn Produktion und Logistik im selben Konzerndach laufen, ist die K.OneX-Plattform die natürliche Klammer. Datendurchgängigkeit von Materialbedarfsplanung zu Picking ohne Schnittstellen-Schmerzen.Körber Werum PAS-X , für Pharma-Anwender mit GMP-Anforderungen ist die Kombination aus WMS und MES/MES Werum eine logische Architektur. Beide aus dem Körber-Konzern, integrierbar.- SAP S/4HANA / EWM, Körbers Stärke ist die SAP-Integration. Wer SAP einsetzt, profitiert vom geringeren Integrationsrisiko gegenüber rein US-amerikanischen WMS-Anbietern.
Unser Testurteil
Körber WMS verdient 3 von 5 Sternen, eine solide, ausgereifte Enterprise-Plattform mit deutschen Tugenden (Compliance, Support, Vertrag), aber ohne die strategische KI-Differenzierung, die ihm im KI-Tool-Vergleich vier Sterne sichern würde. Die Plattform tut, was ein Mid-Market-bis-Enterprise-WMS leisten soll: Picking-Strategien, Pick-by-Voice/Light, ERP-Integration, Skalierbarkeit. Sie tut es zuverlässig. Was sie nicht tut (zumindest nicht öffentlich kommuniziert): ML-getriebene Optimierung der Pick-Wege, KI-basierte Bedarfsprognosen, agentische Lager-Optimierung. Das überlassen die US-Wettbewerber Manhattan und Blue Yonder klarer und prominenter. Für deutsche Mittelständler mit SAP-Umgebung und Pflicht zur DSGVO-Konformität bleibt Körber dennoch eine der naheliegenden Wahlen, Solidität schlägt manchmal Hype.
Was wir bemerkt haben
- 2024–2025, Körber kommuniziert zunehmend die K.OneX-Plattform als strategisches Produktdach, unter dem WMS, WCS, TMS und weitere Module zusammengefasst werden. Die klassische Marke K.Motion existiert weiter, ist aber nicht mehr der prominenteste Vertriebshebel. Für Käufer bedeutet das: K.OneX ist die zukunftssichere Wahl, K.Motion bleibt verfügbar.
- Mai 2026, Die Detail-Dokumentation zu spezifischen KI- oder ML-Funktionen im WMS bleibt zurückhaltend. Plattform-Marketing spricht von “AI integration” und “data-driven decision making”, konkrete Features werden im Vertriebsgespräch demonstriert, nicht öffentlich beschrieben. Wer KI als Kaufkriterium hat, muss explizit nach Demos fragen.
- Mai 2026, Die Preisliste bleibt komplett intransparent. Für eine erste Budget-Indikation muss mindestens ein Sales-Termin geführt werden, das ist im Enterprise-Segment Standard, aber für mittelständische Käufer eine Hürde gegenüber Cloud-WMS mit offenen Preisen.
- 2022–2024, Körber Supply Chain hat in dieser Phase mehrere Akquisitionen und Konsolidierungen (u. a. inconso) durchgeführt, was zu einem breiteren, aber auch komplexer wirkenden Produktportfolio geführt hat. Die K.OneX-Plattform ist die strategische Antwort darauf, die unterschiedlichen Produktlinien zu vereinheitlichen.
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