Cargo-Planner
Cargo-Planner AB
Spezialisiertes 3D-Ladeoptimierungstool für Luft-, See- und Straßenfracht aus Schweden — mit dedizierter ULD-Unterstützung für Luftfrachtcontainer (LD3, LD7, AKE, PMC) und multimodaler Container-/Truck-/Palettenplanung. Algorithmische Optimierung (kein generatives KI-Tool, sondern klassische Optimierungsmathematik) berechnet Ladepläne in Sekunden, berücksichtigt Stapelbarkeit, Segregation, Prioritäten und Achslast. Oberfläche in 12 Sprachen, inklusive Deutsch. Schiphol nutzt das Tool für ULD-Build-Planning.
Kosten: Preise nicht öffentlich kommuniziert — gestaffelte Abonnements von Einzel-Spediteur bis Enterprise. Kostenlose Trial verfügbar (App-Registrierung). Frühere Beobachtungen aus dem Markt: Einstiegstarif im niederen dreistelligen USD/Monat-Bereich, Enterprise individuell. Vor Vertrag direkte Anfrage beim Vertrieb erforderlich.
Stärken
- Breite ULD-Bibliothek: vorkonfigurierte Profile für alle gängigen Luftfrachtcontainer (LD3/AKE, LD7, PMC, PAG) mit korrekten Konturen
- Multimodal: Sea Container, Trucks, Flugzeuge und Paletten in einer Oberfläche
- Constraint-System für Segregation, Stapelbarkeit, Prioritäten, Shipment-Gruppierung (AWB, PO, Kunden-Referenz)
- Ladepläne per URL teilbar — kein Export-PDF nötig, Empfänger sieht interaktive 3D-Ansicht
- Integration in eigene Systeme über stabile API (Enterprise)
- 12 Sprachen inkl. Deutsch — eine der wenigen ULD-Lösungen mit lokalisierter UI
- Schiphol als prominenter Live-Kunde — Glaubwürdigkeit im Luftfracht-Segment
Einschränkungen
- Preise nicht öffentlich kommuniziert — Vertriebsanfrage zwingend
- Keine direkte Integration in Airline Load-and-Trim-Systeme (z. B. CHAMP Cargospot) out of the box
- Gewichts- & Schwerpunktberechnung (W&B) für das Flugzeug selbst ist nicht Bestandteil — nur ULD-Beladung
- Gefahrgutabstandsregeln (IATA DG Regulations) werden nicht automatisch geprüft — bleibt manueller Verantwortungsbereich
- KI-Etikett mit Vorbehalt: Kern ist klassische Optimierungsmathematik, kein Machine Learning
- Enterprise-Funktionen und API-Zugang erst ab individuell verhandeltem Plan
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du planst regelmäßig Luftfracht-ULDs (LD3, LD7, PMC, AKE) und brauchst korrekte Konturprofile
- Du willst Ladepläne mit Bodenabfertigern und Kunden interaktiv per Link statt PDF teilen
- Du hast ein multimodales Portfolio (Luft, See, Truck) und willst ein einziges Tool für alles
- Du legst Wert auf EU-Hosting und einen sauberen DSGVO-Pfad mit AVV
Wann nein
- Du planst nur gelegentlich Container — eine Subscription rechnet sich dann selten
- Du erwartest einen LLM-Co-Piloten oder ML-Modelle — Cargo-Planner ist klassische Optimierungsmathematik
- Du brauchst direkte Integration in CHAMP Cargospot oder Airline-W&B-Systeme out-of-the-box
- Du willst eine automatische IATA-DGR-Konformitätsprüfung für Gefahrgut — dafür braucht es ein Spezialtool
Kurzfazit
Cargo-Planner ist das am stärksten auf Luftfracht-ULDs spezialisierte 3D-Ladeoptimierungstool auf dem westeuropäischen Markt. Die Kombination aus dedizierter ULD-Bibliothek (LD3, LD7, PMC, AKE mit Konturprofilen), multimodaler Container-/Truck-Planung und einem stabilen Constraint-System (Segregation, Stapelbarkeit, Prioritäten) macht es zur ehrlichen Empfehlung für Spediteure und Consolidatoren mit Luftfracht-Volumen. Die Tatsache, dass Schiphol das Tool produktiv für ULD-Build-Planning einsetzt, ist ein starker Glaubwürdigkeitsanker. Stark: ULD-Tiefe, multimodal, 12 Sprachen, teilbare URL-Ladepläne, EU-Hosting. Schwach: kein öffentliches Pricing, keine direkte Integration in Airline-Load-Systeme, kein Gefahrgut-Auto-Check, keine Flugzeug-W&B-Berechnung. Wichtige Einordnung zum KI-Anspruch: Kern ist klassische Optimierungsmathematik, kein Machine Learning oder LLM-basierter Co-Pilot — das Tool nennt sich selbst nicht „AI”, was ehrlich ist. Für die Aufgabe „Ladeplan in 90 Sekunden statt 45 Minuten” ist es eines der besten Werkzeuge am Markt.
Für wen ist Cargo-Planner?
Spediteure und Consolidatoren mit Luftfracht-Schwerpunkt: Die Kernzielgruppe. Wer täglich Sendungen auf LD3- oder LD7-Container verteilen muss, spart pro ULD-Set zwischen 30 und 45 Minuten manueller Planungszeit. In der Praxis bedeutet das messbar mehr Container pro Tag — und damit höhere Durchsatzkapazität ohne Personalaufstockung. Die ULD-Bibliothek mit korrekten Konturprofilen ist im Markt selten in dieser Tiefe.
Airlines und GSSAs (General Sales & Service Agents): Für Kapazitätsplanung auf ULD-Ebene — wieviel passt realistisch in einen LD3 mit der vorliegenden Sendungsstruktur? — ist Cargo-Planner ein präzises Werkzeug. Statt Erfahrungswerte gibt es belastbare Visualisierungen, die mit Boden-Abfertigern und Kunden geteilt werden können. Wichtig: die Flugzeug-W&B (Weight and Balance) bleibt Aufgabe anderer Systeme — Cargo-Planner stoppt an der ULD-Beladung.
Multimodale Spediteure: Wer einen Mix aus Luft-, See- und Straßenfracht plant, bekommt mit einem einzigen Tool die Optimierung über alle Modi — ohne Tool-Wechsel oder Datenduplikation. Das ist im Markt eine Stärke; viele Wettbewerber sind entweder reine Luftfracht- oder reine Truck-Lösungen.
Bodenabfertiger und Cargo-Handling-Teams: Die teilbaren URL-Ladepläne sind ein praktisches Feature. Statt PDF-Export und E-Mail-Versand sieht der Bodenabfertiger die interaktive 3D-Ansicht im Browser — keine Software-Installation auf der Empfängerseite nötig. Das beschleunigt die Abstimmung mit Handling-Stationen, GSAs und Kunden spürbar.
Schulungs- und Training-Anwendungen: Cargo-Planner wird gelegentlich auch in der Aus- und Weiterbildung von Logistik-Personal eingesetzt — als visuelle Lernumgebung für ULD-Beladung und Constraint-Verständnis. Das ist kein Kernmarkt, aber ein typischer Nebeneffekt.
Weniger geeignet für: kleine Spediteure mit gelegentlichem Bedarf (das Tool ist Subscription-basiert, kein Pay-per-Use), Teams ohne Bereitschaft zum Vertriebsgespräch (Preise sind nicht öffentlich), Anwender, die einen autonomen KI-Agent erwarten, der ohne Constraint-Konfiguration optimale Pläne erzeugt (Cargo-Planner braucht klare Eingabedaten und Regeln), und Airline-Operations, die direkte Integration in CHAMP Cargospot oder vergleichbare Load-Systeme brauchen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Trial | 0 € | Vollständige App-Registrierung zum Testen, zeitlich begrenzt, kein Kreditkarte nötig |
| Einsteiger-Tier | Auf Anfrage | Einzelnutzer, Standard-ULD-Bibliothek, Basis-Constraints |
| Standard-Tier | Auf Anfrage | Mehrere Nutzer, erweiterte Constraints, API-Lite |
| Enterprise | Auf Anfrage | Volle API-Integration, Custom-ULD-Profile, Priority-Support, AVV |
Einordnung: Cargo-Planner kommuniziert keine öffentlichen Preise — die Pricing-Seite verweist auf den Vertrieb. Aus früheren Markt-Beobachtungen liegen Einstiegstarife im niederen dreistelligen USD/Monat-Bereich, mehrnutzerige Standard-Pläne im mittleren dreistelligen Bereich, Enterprise individuell verhandelt. Für seriöse Bewertung musst du anfragen — die Trial ist allerdings tatsächlich schmerzlos zugänglich (App-Registrierung, kein Vertriebsgespräch nötig). Wer das Tool 1–2 Tage testet, hat eine belastbare Grundlage für die Preis-Verhandlung. Auch wenn die fehlende Preistransparenz für KMU eine Hürde ist: Für die Ziel-Aufgabe (ULD-Build-Planning mit korrekten Konturprofilen) gibt es im Markt kaum belastbar dokumentierte günstigere Alternativen.
Stärken im Detail
ULD-Tiefe ist der entscheidende Differentiator. Reine Container-Loading-Tools (etwa EasyCargo) handhaben See-Container und Trucks gut, aber bei Luftfracht-ULDs stoßen sie an Grenzen — insbesondere bei bodenkonturen-begrenzten Unterdeck-Containern wie LD3 oder LD7, deren nutzbares Volumen vom Profil des Flugzeugrumpfs abhängt. Cargo-Planner hat das automatische Contour Mapping für diese Container und liefert realistische Auslastungswerte statt nominaler Volumenangaben. Für Luftfracht-Spediteure ist das der zentrale technische Mehrwert.
Echtes Constraint-System. Das Tool kann mehr als „Packung”. Es unterstützt: Bestelltrennung (Sendungen mit gleichem AWB/PO im selben Container), Segregation (inkompatible Sendungstypen in verschiedene Container), Stapelbarkeit (wer trägt wen, was muss zuerst geladen werden), Prioritäten (welche Sendung wird zuerst verteilt). Diese Constraints sind im Luftfracht-Alltag essenziell — wer sie manuell in Excel pflegt, verliert die meiste Zeit nicht beim eigentlichen Packen, sondern beim Plausibilitätscheck. Cargo-Planner automatisiert genau diese Prüfung.
Multimodal aus einer Oberfläche. Sea Container, Trucks, Flugzeug-ULDs, Paletten — alles in derselben Anwendung mit konsistenter Logik. Für Spediteure mit gemischtem Portfolio ist das praktischer als drei spezialisierte Tools. Die Profile sind vorkonfiguriert, was Routine-Setups stark beschleunigt.
Teilbare URL-Ladepläne. Statt PDF zu generieren, zu mailen und vom Empfänger ausgedruckt zu bekommen, generiert Cargo-Planner eine Link-basierte 3D-Ansicht. Boden-Abfertiger, GSAs, Kunden öffnen den Link im Browser und interagieren direkt mit dem Plan. Das spart Abstimmungs-Aufwand und reduziert Missverständnisse — gerade bei internationalen Sendungen.
API für Enterprise-Integration. Wer Cargo-Planner in das eigene Frachtmanagement-System einbinden will (z. B. um aus dem Booking-System automatisch Ladepläne zu generieren), bekommt eine produktiv erprobte API. Das ist ein klares Enterprise-Feature — für Einzelplatz-Nutzer ohne Belang, für strukturierte Logistik-Operationen entscheidend.
12 Sprachen inkl. Deutsch. In einem Markt, in dem viele englische Tools dominieren, ist eine lokalisierte deutsche Oberfläche ein Komfort-Vorteil — gerade für Bodenpersonal, das nicht zwingend englischsprachig arbeitet. Die Bedienung wird dadurch in operativen Teams deutlich akzeptierter.
Schiphol-Referenz. Dass einer der größten europäischen Cargo-Hubs Cargo-Planner produktiv einsetzt, ist eine harte Glaubwürdigkeits-Aussage. Für Beschaffungs-Entscheidungen in Luftfracht-Unternehmen ist eine solche Referenz oft wichtiger als jede Feature-Liste.
Schwächen ehrlich betrachtet
KI-Etikett vorsichtig einordnen. Cargo-Planner nutzt klassische Optimierungs-Algorithmen — Bin Packing, Constraint Programming, Heuristiken — keine generative KI oder neuronalen Netze. Das ist solide Mathematik, in der Praxis hochwertig umgesetzt, aber kein modernes KI-Tool im LLM-Sinne. Wer einen autonomen Agent erwartet, der ohne Constraint-Setup optimale Pläne aus natürlicher Sprache generiert, wird enttäuscht. Das Tool ist ehrlich — es vermarktet sich nicht als „AI” — und genau diese Ehrlichkeit ist eine Stärke.
Keine Preistransparenz. Wie viele B2B-Logistik-Tools verweist die Pricing-Seite auf den Vertrieb. Für kleine Spediteure oder Einzel-Konsultanten, die ohne Vertriebsprozess eine Budget-Entscheidung treffen wollen, ist das ein Hindernis. Wettbewerber wie EasyCargo zeigen konkrete Preise; Cargo-Planner verlangt zumindest eine Anfrage.
Keine direkte Airline-Load-Integration. Wer in einer Airline-Operations-Umgebung arbeitet und CHAMP Cargospot, IATA SLO oder ähnliche Load-and-Trim-Systeme einsetzt, findet keine Out-of-the-Box-Integration. Die API erlaubt Custom-Brücken, aber das ist Projekt-Aufwand — nicht Plug-and-Play.
Keine W&B-Berechnung für das Flugzeug. Cargo-Planner endet bei der ULD-Beladung. Die Flugzeug-Schwerpunktberechnung (Weight and Balance) — entscheidend für den Flugplan — ist nicht enthalten. Das ist Aufgabe der Airline-spezifischen Load-Software. Für Spediteure ohne Airline-Operations ist das kein Problem; für Airline-interne Anwender ein klares Limit.
Gefahrgut nicht automatisch geprüft. IATA DG Regulations (Gefahrgut-Abstandsregeln, Verbote, Mengenbegrenzungen) werden nicht automatisch geprüft. Wer Gefahrgut plant, muss die DGR-Konformität manuell sicherstellen — eine Verantwortlichkeit, die das Tool bewusst nicht übernimmt. Das ist im DGR-Kontext üblich (rechtliche Verantwortung bleibt beim Operator), aber wer eine integrierte DGR-Lösung sucht, wird Spezialwerkzeuge ergänzen müssen.
Constraint-Setup hat Lernkurve. Die Stärke des Tools (umfangreiches Constraint-System) ist auch eine Hürde: Ein neuer Anwender muss verstehen, wie Segregation-Tabellen, Prioritäten und Stapelregeln zusammenwirken. Wer das einmal eingerichtet hat, profitiert über Monate — aber der Einstieg braucht Zeit (typisch: 2–5 Tage Onboarding für produktive Nutzung).
Englischer Support-Standard. Die UI ist auf Deutsch verfügbar, aber Support, Dokumentation in Tiefe und Vertriebsprozess laufen vorwiegend auf Englisch. Für deutsche Operations-Teams im Tagesgeschäft kein Problem, aber bei komplexen Vertrags- oder Integrationsfragen kann das Reibung erzeugen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine günstigere Container-Loading-Lösung ohne ULD-Tiefe brauchst | EasyCargo |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: CubeMaster (US-Anbieter, breite Multi-Modal-Funktionalität), CargoWiz (für See-Container etabliert), MaxLoad Pro (industrielle Pack-Optimierung), Logen.ai (ML-basierter Newcomer mit moderner KI-Story), Champ Cargosystems (Airline-Load-and-Trim, ergänzend statt konkurrierend) und CHAMP Weight & Balance (W&B-Spezialist). Für ULD-Build-Planning mit Konturprofilen ist Cargo-Planner derzeit eine der präzisesten Optionen — wer reine See-Container-Optimierung braucht, ist mit EasyCargo oder CargoWiz oft günstiger bedient. Wer eine moderne ML-Story sucht, prüft Logen.ai oder vergleichbare neuere Anbieter.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich auf cargo-planner.com für die Trial — die App-Registrierung ist niedrigschwellig, kein Vertriebs-Anruf erforderlich. Wähle beim Anlegen einer neuen Ladung aus der vordefinierten Flugzeug- und ULD-Bibliothek: Alle gängigen Container (LD3/AKE, LD7, PMC, PAG) sind mit korrekten Abmessungen und Konturprofilen hinterlegt. Für den Trial-Test eine reale aktuelle Sendung wählen — kein Tutorial-Beispiel, sondern produktive Daten.
Schritt 2: Gib deine Frachtstücke ein — per Formular, Excel-Import oder CSV. Definiere je Stück: Länge, Breite, Höhe, Gewicht, Stapelbarkeit, Zerbrechlichkeit. Setze Constraints, die in deiner realen Praxis relevant sind: Segregation-Tabelle für inkompatible Sendungstypen, Prioritäten für eilige Sendungen, AWB-Gruppierung. Das Tool berechnet automatisch, auf welche ULDs die Sendungen passen und generiert eine 3D-Visualisierung mit Auslastungsmetriken.
Schritt 3: Teile den Ladeplan per URL mit deinem Bodenabfertiger oder Kunden — interaktiv, keine Software-Installation auf der Empfängerseite nötig. Wenn der produktive Betrieb angestrebt wird: Vertriebsgespräch führen, API-Anbindung an dein Frachtmanagementsystem evaluieren (Enterprise) und Onboarding für Operations-Team planen — typisch 2–5 Tage bis zur produktiven Routine-Nutzung.
Ein konkretes Beispiel
Ein Consolidator in Frankfurt verarbeitet täglich 80–120 Sendungen, die auf vier bis sechs LD3-Container verteilt werden müssen. Vor Cargo-Planner: Ein Mitarbeitender berechnete den Ladeplan per Erfahrungswert in Excel — Durchschnitt: 45 Minuten pro ULD-Set, mit gelegentlichen Korrekturen am Boden, wenn die geplante Beladung nicht aufging. Mit Cargo-Planner: Die Berechnung dauert 90 Sekunden, der Mitarbeitende überprüft den Plan im 3D-Viewer, passt einzelne Positionen an und gibt ihn frei. Der Plan wird per Link an den Bodenabfertiger gesendet. Die Auslastung der Container stieg von durchschnittlich 71 % auf 84 %. Bei einem Frachtaufkommen von 1.000 kg je LD3 und einem Luftfrachtpreis von 3,50 €/kg bedeutet jeder zusätzliche Auslastungsprozentpunkt rund 35 € mehr Ertrag je Container. Hochgerechnet auf 120 Container pro Monat: ca. 54.000 € Mehrertrag im Jahr — bei einer geschätzten Tool-Investition von 3.000–6.000 €/Jahr ein Faktor 10–20 ROI. Die freigesetzte Mitarbeiter-Zeit (täglich rund 2 Stunden weniger Planung) wird in zusätzliche Sendungsbearbeitung umgeleitet.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: EU (Cargo-Planner AB hat Sitz in Schweden, Hosting innerhalb der EU). Saubere DSGVO-Konstellation für deutsche Spediteure.
- Datennutzung: Sendungs- und Frachtdaten werden ausschließlich für die Erbringung der Ladeplanungs-Leistung verarbeitet. Keine Nutzung für Modelltraining (das Tool nutzt keine generative KI).
- API-Datenfluss: Bei Enterprise-Integration laufen Frachtdaten via API zwischen Kundensystem und Cargo-Planner. Der Datenfluss ist im AVV zu adressieren.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbar für Enterprise-Kunden — bei B2B-Logistik-Daten Standard.
- Personenbezogene Daten: Cargo-Planner verarbeitet primär Sendungsdaten, keine personenbezogenen Daten — insofern ist der DSGVO-Aufwand vergleichsweise gering. Lediglich Nutzer-Konten (Login, Audit-Trail) enthalten personenbezogene Daten.
- Empfehlung für Unternehmen: Schwedischer EU-Anbieter mit EU-Hosting — der DSGVO-Pfad ist deutlich sauberer als bei US-Tools. Für Standard-Spedition-Use-Cases unproblematisch; bei sehr sensiblen Sendungen (Verteidigungsgut, kritische Infrastruktur) den AVV im Detail prüfen.
Gut kombiniert mit
- Frachtmanagementsystem (z. B. CargoWise, Riege Scope) — Cargo-Planner ist Optimierungs-Tool, kein TMS. Die Verbindung zum TMS via API macht den Workflow durchgängig: Booking-Daten kommen aus dem TMS, Ladeplan geht zurück ins TMS und an den Boden-Handler.
- CHAMP Cargospot oder Airline-Load-and-Trim-System — Cargo-Planner liefert die ULD-Beladung, das Airline-System übernimmt die Flugzeug-W&B. Ohne diese Trennung läuft Luftfracht-Operations selten sauber.
- DGR-Spezialtool (z. B. ePulse DGR, IATA DG Autocheck) — für Gefahrgut-Konformitätsprüfungen. Cargo-Planner prüft DGR nicht automatisch; ein DGR-Tool ergänzt die fehlende Funktion und sichert die rechtliche Compliance.
Unser Testurteil
Cargo-Planner verdient 4 von 5 Sternen. Es ist das am stärksten auf Luftfracht-ULDs spezialisierte 3D-Ladeoptimierungstool im westeuropäischen Markt, mit einer beeindruckend tiefen ULD-Bibliothek, einem belastbaren Constraint-System und der Schiphol-Referenz als Glaubwürdigkeits-Anker. Für die Aufgabe „ULD-Build-Planning in 90 Sekunden statt 45 Minuten” ist es eine ehrliche Empfehlung. Den fünften Stern verliert das Tool durch das fehlende öffentliche Pricing (ärgerlich für kleine Spediteure), die nicht vorhandene direkte Airline-Load-Integration, die fehlende automatische DGR-Prüfung und — im Kontext unserer KI-Tool-Liste — die Tatsache, dass es klassische Optimierungsmathematik ist, kein modernes Machine Learning. Wer das akzeptiert und Luftfracht produktiv plant, findet hier ein erstklassiges Werkzeug. Für reine See-Container-Optimierung ohne ULD-Tiefe ist EasyCargo günstiger.
Was wir bemerkt haben
- 2024–2026 — Im Logistik-Optimierungs-Segment treten zunehmend ML-basierte Newcomer an (z. B. Logen.ai), die Lernkurven über Sendungs-Historien als Optimierungs-Hebel nutzen. Cargo-Planner bleibt bei klassischer Optimierung mit Constraint-Programming — solide, aber nicht ML-basiert. Marktverschiebung ist bisher überschaubar, weil die ULD-Tiefe von Cargo-Planner schwer einzuholen ist.
- Mai 2026 — Die Pricing-Politik bleibt zurückhaltend („Talk to our team”). In einem Markt, in dem Wettbewerber wie EasyCargo öffentliche Preise zeigen, ist das ein Wettbewerbsnachteil für KMU. Die Trial ist allerdings tatsächlich niederschwellig zugänglich — ein gewisser Ausgleich.
- Mai 2026 — Die Schiphol-Referenz für ULD-Build-Planning bleibt ein zentrales Vertriebs-Argument. Für Luftfracht-Beschaffungs-Entscheidungen ist diese Live-Implementierung in einem der größten europäischen Cargo-Hubs ein starker Anker, der schwer zu kontern ist.
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