Zum Inhalt springen
Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Zuletzt geprüft: Juni 2026

Jedox

Jedox AG

4/5
Tool öffnen

Jedox ist ein in Freiburg gegründeter FP&A-Anbieter (gegr. 2002) mit der KI-Schicht JedoxAI: KI-gestützte Forecasts, Anomalieerkennung und Plan-Empfehlungen direkt in Excel und im Web-Frontend. Über 2.900 Unternehmen weltweit nutzen Jedox; besonders stark im deutschen und europäischen Mittelstand verbreitet. Seit 2025 stärkere KI-Integration (GenAI-Assistenten, automatisierte Forecast-Vorschläge), bleibt aber Excel-zentriert und mittelstandsorientiert.

Kosten: Starter ab ca. 160 USD/Monat für bis zu 5 Nutzer; Mittelstandspakete typisch 1.500–6.000 EUR/Monat je nach Modulen und Datenvolumen; Enterprise auf Anfrage, alle Preise modular nach Nutzerzahl, Datenvolumen und aktivierten Funktionen

Kategorien

Stärken

  • Echte Excel-Integration: Pläne werden in Excel bearbeitet, in der Jedox-Datenbank gespeichert, kein Bruch in vorhandenen Workflows
  • JedoxAI (vormals AIssisted Planning) erkennt Anomalien automatisch und schlägt korrigierte Forecasts vor
  • Deutsches Unternehmen, deutscher Support, EU-Datenhosting, DSGVO-Compliance unkompliziert
  • Günstigerer Einstieg als Anaplan oder Workday Adaptive Planning, passend für 200–2.000-Personen-Mittelstand
  • Vorgefertigte Modelle für GuV-, Bilanz- und Cashflow-Planung sparen Implementierungsaufwand
  • Integrierte Konnektoren für SAP, DATEV, Microsoft Dynamics, passt zu typischen deutschen ERP-Landschaften

Einschränkungen

  • Skalierbarkeit bei Konzernkonsolidierung über mehr als 50 Gesellschaften begrenzter als bei Anaplan oder LucaNet
  • Web-Frontend wirkt im Vergleich zu jüngeren SaaS-Tools etwas konservativ
  • JedoxAI erfordert ausreichend historische Daten (mindestens 24 Monate) für belastbare Forecasts
  • Implementierungsaufwand mit Partner trotzdem mehrere Wochen bis Monate
  • Preise und Lizenzmetriken intransparent ohne Vertriebsgespräch (nur Starter ist öffentlich)
  • Sehr Excel-zentriert, wer weg vom Spreadsheet-Workflow will, findet bei modernen Cloud-Tools wie Pigment oft eleganterer Architektur

Passt gut zu

Mittelstand 200–2.000 Mitarbeitende Excel-affine Controlling-Teams Deutsche Unternehmen mit DSGVO-Fokus GuV-, Bilanz- und Cashflow-Planung

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du bist deutscher oder europäischer Mittelständler und brauchst FP&A mit DSGVO-konformem EU-Hosting
  • Dein Controlling arbeitet bisher in Excel und soll professionalisiert werden, ohne den Workflow zu verlieren
  • Du brauchst integrierte GuV-, Bilanz- und Cashflow-Planung mit Konnektoren zu SAP, DATEV oder Microsoft Dynamics
  • Du willst KI-gestützte Forecasts, aber ohne den Aufwand und Preis von Anaplan

Wann nein

  • Du bist Konzern mit 100+ Tochtergesellschaften und brauchst hoch skalierbare Konsolidierung
  • Du willst weg vom Excel-Workflow hin zu reinen Cloud-Native-Plattformen
  • Du hast weniger als 50 Mitarbeitende, eine schlankere Lösung reicht
  • Du erwartest ein modernes SaaS-Frontend auf Pigment-/Causal-Niveau

Kurzfazit

Jedox ist die mittelstandsorientierte FP&A-Alternative zu Anaplan und Workday Adaptive Planning, gegründet 2002 in Freiburg, mit über 2.900 Kunden weltweit und besonders starker Präsenz im deutschsprachigen Raum. Stärken: echte Excel-Integration ohne Workflow-Bruch, JedoxAI für KI-gestützte Forecasts und Anomalieerkennung, EU-Hosting, deutscher Support und Konnektoren für SAP, DATEV und Microsoft Dynamics, die typische Software-Landschaft deutscher Mittelständler. Schwächen: Skalierbarkeit bei sehr großen Konzernkonsolidierungen begrenzt, Web-Frontend konservativ im Vergleich zu jungen SaaS-Tools, Preise intransparent. Für deutsche und europäische Mittelständler (200–2.000 Mitarbeitende) ist Jedox eine der pragmatischsten Optionen am Markt, für Konzerne und für ganz kleine Unternehmen meist nicht die erste Wahl.

Für wen ist Jedox?

Deutscher und europäischer Mittelstand: Die Kern-Zielgruppe. Wer 200–2.000 Mitarbeitende hat, ein professionalisiertes Controlling aufbaut und nicht den Preis und die Komplexität von Anaplan rechtfertigen kann, findet bei Jedox einen passenden Funktionsumfang. Die deutsche Firmensprache, der EU-Datenstandort und die Konnektoren zu typisch deutschen ERPs (SAP, DATEV, Dynamics) sind harte Argumente, die internationale Wettbewerber nicht so leicht liefern.

Excel-affine Controlling-Teams: Jedox ist eine Wette auf den Excel-Workflow. Anders als reine Cloud-Tools, die Excel ersetzen wollen, bettet Jedox sich darin ein, Controller arbeiten weiter im Excel-Frontend, die Daten landen aber in der zentralen Jedox-Datenbank. Das verkürzt Einführungsprojekte erheblich und nimmt Widerstände aus dem Team. Wer aber ganz weg von Excel will, sollte modernere Cloud-Plattformen wie Pigment oder Causal prüfen.

Familienunternehmen und Konzern-Töchter: Für mittelständische Familienunternehmen (z. B. Maschinenbau, Konsumgüter, Logistik) ist Jedox häufig die “erste richtige FP&A-Lösung”. Auch für Konzern-Töchter, die unabhängig vom Konzern-Stack planen wollen oder müssen, ist Jedox eine pragmatische Wahl, leichter zu betreiben als SAP BPC oder Oracle Hyperion, aber tief genug für ernsthafte GuV-/Bilanz-/Cashflow-Planung.

DACH-orientierte Controlling-Abteilungen: Der EU-Datenstandort, deutschsprachiger Support und das Wissen um deutsche Rechnungslegung (HGB) sind in der Praxis Unterschiede, die viel ausmachen. International orientierte Anbieter haben das oft nicht, was bei Steuerthemen, Vorsteuerverbuchung oder Konzernabschluss-HGB-Themen schnell zu Friktion führt.

Weniger geeignet für: Konzerne mit 100+ Tochtergesellschaften und komplexer IFRS-Konsolidierung (dort ist LucaNet oder Anaplan tiefer), Kleinstunternehmen mit unter 50 Mitarbeitenden (Overhead zu hoch), reine Cloud-Native-Teams ohne Excel-Workflow, und Unternehmen, die ein modernes Web-Frontend auf Pigment-Niveau erwarten.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
StarterAb ca. 160 USD/MonatBis zu 5 Nutzer, Cloud-Hosting, Basis-Module, Standard-Support
Mittelstand (Professional)Ca. 1.500–6.000 EUR/Monat10–50 Nutzer, Multi-Modul (Planung, Reporting, Analytics), SAP-/DATEV-Konnektoren
EnterpriseAuf Anfrage50+ Nutzer, Konsolidierung, dedizierter Customer Success, Custom-Integrationen
Implementierung (Partner)30.000–200.000 EUR einmalig8–24 Wochen Projekt mit zertifiziertem Partner, je nach Komplexität
On-PremisesAuf AnfrageLizenz + Wartung; selten gewählt, eher für regulierte Branchen

Einordnung: Nur der Starter-Plan ist öffentlich kommuniziert, alle größeren Pakete laufen über Vertrieb. Realistischer Sweetspot für Mittelständler liegt bei 3.000–6.000 EUR Monatslizenz plus 50.000–120.000 EUR Implementierung im ersten Jahr. Das ist immer noch ein Bruchteil dessen, was Anaplan kostet (typisch ein Vielfaches), und ein Bruchteil eines SAP-BPC-Projekts. Wer mit dem Starter-Plan einsteigt und sukzessive Module hinzubucht, kann den Übergang von Excel zu professionellem FP&A schrittweise gestalten, das ist ein Vorteil gegenüber Tools, die Big-Bang-Implementierungen erzwingen.

Stärken im Detail

Echte Excel-Integration. Während die meisten FP&A-Tools Excel als “Konkurrent” sehen und ersetzen wollen, integriert Jedox sich nahtlos ein. Controller können in Excel arbeiten, Pivot-Tabellen, Formeln, gewohnte Tastenkürzel, und die Daten werden im Hintergrund in der zentralen Jedox-Datenbank gespeichert und versioniert. Das eliminiert den größten Implementierungs-Showstopper bei FP&A-Projekten: dass das Team nicht mitzieht, weil es seinen vertrauten Workflow verliert. Wenig andere Tools machen das so konsequent.

JedoxAI (vormals AIssisted Planning). Jedox hat 2023 eine eigene KI-Schicht eingezogen, die historische Plan-/Ist-Daten auf saisonale Muster, Trends und Anomalien analysiert. Inzwischen fasst Jedox seine KI-Funktionen unter der Marke JedoxAI zusammen, der Anbieter positioniert sie als “digitalen Business Partner”, der wiederkehrende Aufgaben automatisiert und über den gesamten Planungszyklus unterstützt. Das System schlägt automatisch Forecasts vor und markiert Abweichungen, die manuelle Aufmerksamkeit verdienen. Wichtige Einschränkung: Du brauchst mindestens 24 Monate konsistente historische Daten, damit die KI belastbare Vorschläge macht, bei jüngeren Unternehmen oder Restrukturierungen ist das nicht immer gegeben. 2025/26 hat Jedox die KI-Komponente um GenAI-Assistenten erweitert, die natürlichsprachliche Erklärungen zu Forecast-Vorschlägen liefern.

Deutsche Firma, deutscher Support, EU-Hosting. Jedox AG ist in Freiburg ansässig und unterhält EU-Rechenzentren. Für deutsche Mittelständler mit Betriebsrat, Datenschutzbeauftragten und DSGVO-Pflicht ist das die geradlinigste Konstellation am Markt. AVV ist Standard, Support läuft auf Deutsch, das Team versteht HGB und deutsche Rechnungslegung. Wer schon einmal ein internationales Tool für Vorsteuerverbuchung in der DATEV-Welt überredet hat, weiß den Wert.

Vorgefertigte Modelle und Konnektoren. Jedox liefert Out-of-the-box-Templates für GuV-, Bilanz- und Cashflow-Planung sowie Konnektoren für die typische deutsche ERP-Landschaft: SAP (auch HANA), DATEV, Microsoft Dynamics 365, Sage. Das spart Implementierungsaufwand im Vergleich zu generischen Plattformen, bei denen jedes Datenmodell from scratch gebaut wird. Für Standardprozesse bist du in Wochen produktiv, nicht in Monaten.

Günstiger Einstieg. Im Vergleich zu Anaplan und Workday Adaptive Planning, die typisch sechs- bis siebenstellige Jahresbudgets aufrufen, ist Jedox für mittlere Mittelständler erreichbar. Der Starter-Plan ab 160 USD/Monat ist zwar Marketing-Einstieg, aber selbst ein vollwertiges Professional-Setup mit 50.000–100.000 EUR Implementierung ist im Mittelstand zu rechtfertigen, und der Hebel (Excel-Bruch eliminieren, Forecasts automatisieren) ist groß.

Mittelstands-tauglich. Das ist die Stärke und das Limit zugleich. Jedox ist nicht auf 1.000-Personen-Controlling-Teams optimiert wie Anaplan, sondern auf Teams mit 5–30 Power-Usern und einigen Hundert Plan-Konsumenten. Das macht die Plattform handhabbar, Setups bleiben übersichtlich, und Updates werden vom Anbieter sauber gemanagt.

Schwächen ehrlich betrachtet

Skalierbarkeit bei großen Konsolidierungen. Wer als Konzern 100+ Tochtergesellschaften nach IFRS konsolidieren muss, stößt mit Jedox an Grenzen. LucaNet ist für tiefe Konzernkonsolidierung deutlich spezialisierter, Anaplan für sehr komplexe Multi-Dimensions-Modelle. Jedox kann das auch, aber mit zunehmender Komplexität wird Performance und Wartung herausfordernder. Für die Zielgruppe (200–2.000 Mitarbeitende, oft Single-Entity oder kleine Konzerne) ist das kein Problem, für echte Großkonzerne aber schon.

Web-Frontend wirkt konservativ. Während Pigment, Causal und andere SaaS-First-Tools moderne, opinionated Web-UIs anbieten, fühlt sich das Jedox-Web-Frontend nach wie vor eher wie ein “verlängertes Excel” an. Für die Kern-Nutzerschaft (Controller, die in Excel zu Hause sind) ist das Feature, kein Bug, aber wer eine UX-First-Plattform sucht, wird woanders fündig. Jedox investiert ins Frontend, hat hier aber strukturelles Erbe.

KI braucht 24 Monate Historie. JedoxAI ist nur so gut wie die Datenbasis. Wer das Tool gerade einführt und keine sauberen historischen Daten hat, sieht in den ersten 12–24 Monaten kaum KI-Mehrwert. Außerdem sind die Schwellwerte für Anomalie-Alerts erst einzustellen, initial gibt es oft viele Fehlalarme, bis das System justiert ist. Plane einen aktiven Tuning-Prozess ein.

Implementierungsaufwand. Auch der Starter-Plan ist kein “in 15 Minuten produktiv”. Reale Implementierungen dauern 8–24 Wochen, je nach Modul-Umfang und Datenintegration. Das ist deutlich schneller als Anaplan (typisch 6–12 Monate), aber kein Self-Service. Plane Partner-Kosten und interne Ressourcen sauber ein.

Intransparente Preise jenseits des Starters. Sobald du über 5 Nutzer hinaus willst, läufst du in Vertriebsgespräche. Die Preise variieren erheblich je nach Verhandlung, Modul-Umfang und Datenvolumen. Das ist Branchenüblich, macht den Vergleich aber zum Aufwand. Plane mehrere Wochen für Angebotseinholung und Vergleich.

Excel-Zentrierung kann Limit sein. Was die Stärke ist, kann auch zur Schwäche werden: Wer das Controlling weg vom Excel und hin zu kollaborativen, web-basierten Workflows verschieben will, kämpft mit dem Tool. Junge Teams, die ohnehin in Tools wie Notion, Linear oder modernen SaaS-Plattformen denken, finden Jedox manchmal zu “Excel-lastig”. Das ist eher kulturelle als technische Frage, aber sie kommt vor.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Konzern mit komplexen Multi-Dimensions-Modellen bistAnaplan
Tiefe Konzernkonsolidierung nach IFRS/HGB brauchstLucaNet
Workday bereits im Einsatz hast (HR/Finance)Workday Adaptive Planning
Schlanke Excel-zu-FP&A-Lösung für kleine Finanzteams brauchstDatarails

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Pigment (modernes Cloud-Native-FP&A mit starkem UX-Fokus), Cubeware (deutscher Mittbewerber, ähnliche Zielgruppe), Board International (Schweizer Plattform mit FP&A + BI + Analytics), Vena Solutions (Excel-Native-FP&A aus Kanada), OneStream (CPM-Plattform mit starker Konsolidierungs-Tiefe) sowie SAP BPC und Oracle Hyperion (klassische Konzern-Setups für die ganz Großen). Im deutschen Mittelstand teilen sich Jedox, Cubeware und Pigment den Markt, Jedox hat die längste Tradition und die breiteste Kundenbasis im DACH-Raum.

So steigst du ein

Schritt 1: Starter oder Demo nutzen. Beginne mit dem Starter-Plan oder einer kostenlosen Demo über die Webseite. Die Cloud-Variante ist in wenigen Tagen einsatzbereit, auf eigene Excel-Vorlagen lässt sich Jedox direkt aufsetzen. Damit kannst du die Tool-Erfahrung intern testen, bevor du in ein größeres Projekt investierst.

Schritt 2: ERP-Konnektor einrichten. Verbinde deine ERP- oder Buchhaltungssoftware (SAP, DATEV, Microsoft Dynamics, Sage) über die vorgefertigten Konnektoren. Die täglichen oder wöchentlichen Buchungsdaten werden automatisch in die Jedox-Datenbank geladen, Grundlage für jedes Plan-Ist-Monitoring. Lass den Konnektor 30–60 Tage stabil laufen, bevor du das erste Modell darauf aufsetzt.

Schritt 3: JedoxAI aktivieren. Aktiviere JedoxAI für die wichtigsten Kostenarten. Das System lernt saisonale Muster und Trendabweichungen aus deinen historischen Daten und schlägt entweder bessere Forecasts oder Anomalie-Warnungen vor. Wichtig: Mindestens 24 Monate historische Daten sind die Faustregel für belastbare KI-Vorhersagen. Justiere die Alert-Schwellwerte in den ersten Wochen aktiv, initial gibt es oft Fehlalarme, die das Team frustrieren.

Ein konkretes Beispiel

Ein Familienunternehmen aus dem süddeutschen Maschinenbau (450 Mitarbeitende, 110 Mio. EUR Umsatz) löst seine Excel-basierte Budgetplanung durch Jedox ab. Das Implementierungsprojekt mit einem regionalen Partner dauert vier Monate und kostet ca. 95.000 EUR; die jährliche Lizenz liegt bei rund 38.000 EUR für 18 Power-User. JedoxAI erkennt nach sechs Monaten automatisch Materialkostenausreißer auf einzelnen Kostenstellen, drei davon sind keine echten Anomalien, sondern korrekte Sondereffekte (Großauftrag, Wechselkurs). Nach Justierung der Schwellwerte arbeitet das System mit etwa 12 Alerts pro Monat, davon werden rund acht als handlungsrelevant eingestuft. Der Controller berichtet, dass er statt Abweichungssuche jetzt mit Kostenstellen-Verantwortlichen über Steuerungsmaßnahmen spricht, eine qualitative Verschiebung, die in Zahlen schwer zu fassen, im Alltag aber spürbar ist. ROI nach BWL-Rechnung: rund 2 Jahre, primär durch eingesparte Controller-Stunden in der Forecast-Runde und schnellere Reaktion auf Kostenabweichungen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU-Region (typisch Frankfurt) für Cloud-Kunden; on-premises im eigenen Rechenzentrum optional verfügbar.
  • Datennutzung: Plandaten werden ausschließlich zur Bereitstellung des Dienstes verarbeitet, keine Weitergabe oder KI-Training mit Kundendaten ohne explizite Vereinbarung.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard für alle Cloud-Kunden; deutschsprachiges Vertragsdokument verfügbar.
  • Zertifizierungen: ISO 27001 zertifiziert; SOC 2 Type II.
  • Account-Löschung: Möglich über den Customer Success, Datenexport vorher möglich, dann Löschung gemäß DSGVO-Fristen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche Mittelständler ist Jedox einer der Anbieter, die DSGVO-Anforderungen ohne Bauchschmerzen bedienen können. AVV und Verarbeitungsverzeichnis sauber dokumentieren, Datenschutzbeauftragten einbinden, dann ist der Compliance-Pfad sauber.

Gut kombiniert mit

  • ERP-Systeme (SAP, DATEV, Microsoft Dynamics), Jedox lebt von sauberen Buchungsdaten aus dem ERP. Die Standard-Konnektoren sind der Schlüssel; je sauberer die ERP-Datenqualität, desto besser die Jedox-Forecasts.
  • BI-Tools (Power BI, Tableau, Qlik), viele Kunden nutzen Jedox für Planung und ein klassisches BI-Tool für operatives Reporting. Die Trennung ist sauber, weil Planungslogik und Reporting unterschiedliche Anforderungen haben.
  • LucaNet, in einigen Konzern-Setups wird Jedox für operative Planung in Tochtergesellschaften eingesetzt, LucaNet für die Konzernkonsolidierung. Beide Tools lassen sich über Standard-Schnittstellen koppeln.

Unser Testurteil

Jedox verdient 4 von 5 Sternen. Die Plattform ist eine der besten FP&A-Lösungen für den deutschen und europäischen Mittelstand, EU-Hosting, deutscher Support, echte Excel-Integration und KI-gestützte Forecasts mit JedoxAI. Im Vergleich zu Anaplan ist sie deutlich günstiger und schneller einzuführen, im Vergleich zu reinen Excel-Add-ons strukturierter und skalierbarer. Punkte verliert die Plattform für die intransparenten Preise jenseits des Starters, das im Vergleich zu modernen SaaS-Tools konservativere Web-Frontend, die Skalierungsgrenze bei sehr großen Konzernen und die Tatsache, dass JedoxAI ohne 24 Monate saubere Datenhistorie wenig liefert. Für die richtige Zielgruppe (200–2.000-Personen-Mittelstand, DACH-orientiert, Excel-affin) bleibt Jedox eine der ersten Adressen. Für Konzerne ist LucaNet oder Anaplan oft passender, für Mini-Teams Datarails leichtgewichtiger.

Was wir bemerkt haben

  • 2023, Jedox hat AIssisted Planning als integrierte KI-Komponente veröffentlicht. Das war ein wichtiger strategischer Schritt: weg vom reinen “Excel im Backend”-Image hin zu einer FP&A-Plattform mit echter KI-Komponente. In den 12 Monaten danach hat das die Marketingbotschaft deutlich verändert.
  • 2024–2025, Jedox schneidet in unabhängigen Analystenstudien stark ab, allen voran in der BARC “The Planning Survey”, wo Jedox regelmäßig Top-Platzierungen einfährt (für 2026 wirbt der Anbieter mit 18 Spitzenplatzierungen). Das untermauert die Marktposition im Mittelstand spürbar.
  • 2025, Stärkere Integration von GenAI-Komponenten (natursprachliche Erklärungen zu Forecasts, Chat-basierte Datenabfragen). Das ist Folgeentwicklung des allgemeinen GenAI-Trends, aber in Jedox’ Zielgruppe (eher konservative Mittelstands-Controller) wird das langsamer adaptiert als Marketing es darstellt.
  • 2025–2026, Jedox baut die EU-Hosting-Präsenz weiter aus und positioniert sich klarer als “DSGVO-First”-Alternative zu US-Anbietern. Strategisch sinnvoll, gerade nach Schrems II und der EU-Cloud-Diskussion wird das Argument für deutsche Mittelständler immer wichtiger.
  • Juni 2026, Jedox bündelt seine KI-Funktionen inzwischen unter der Marke JedoxAI (vermarktet als “digitaler Business Partner”), die ältere Bezeichnung “AIssisted Planning” tritt in den Hintergrund. Auf der Plattform-Seite nennt der Anbieter jetzt über 2.900 Unternehmen als Kundenbasis (zuvor kommunizierte er rund 2.500).
  • Juni 2026, Jedox bleibt im deutschen Mittelstand der etablierte Anbieter; im Wettbewerb mit jungen Cloud-Native-Tools wie Pigment ist der UX-Abstand spürbar, der Funktions- und DACH-Vorteil aber substanziell. Wer auf Erscheinungsbild optimiert, wählt anders; wer auf Substanz und Integration in deutsche ERP-Landschaften optimiert, bleibt bei Jedox.

Quellen

  1. Jedox – Plattform (JedoxAI). https://www.jedox.com/de/plattform/ (abgerufen am 2026-06-13). KI-Schicht heißt JedoxAI (digitaler Business Partner), automatisiert Workflows; über 2.900 Unternehmen nutzen Jedox; integrierte Planung in Excel, Web und Mobile.
  2. Jedox – KI-basierte FP&A- und Performance-Management-Software. https://www.jedox.com/de/ (abgerufen am 2026-06-13). Positionierung als KI-basierte FP&A- und Performance-Management-Software, Firmensitz Freiburg.
  3. Jedox Trust Center. https://trust.jedox.com/ (abgerufen am 2026-06-13). Trust Center (UpGuard) mit Sicherheits- und Compliance-Informationen, Datenschutz und Zertifizierungen.

Diesen Inhalt teilen:

Empfohlen in 2 Use Cases

Empfohlen für diese Branchen

Arthur Atlas

KI-Analyst

So entsteht diese Bewertung

Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?

Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.

Feedback geben

Du arbeitest bei Jedox AG?

Gib uns einen Testzugang, dann schauen wir tiefer rein und ergänzen die Bewertung aus erster Hand.

Testzugang anbieten

Nicht sicher, ob Jedox zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

Erstgespräch anfragen

KI-Tools und Trends

KI-Wochenbriefing: jeden Freitag KI-News, Praxistipps und Tools

Kostenlos abonnieren, jederzeit abmeldbar, kein Spam.

Kostenloser Newsletter

Bleib auf dem neuesten
Stand der KI

Wähle deine Themen und erhalte relevante KI-News, Praxistipps und exklusive Inhalte direkt in dein Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Was interessiert dich? Wähle 1–4 Themen, du bekommst nur Inhalte dazu.

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abmeldbar.

Kostenlos
Kein Spam
Jederzeit abmeldbar