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FIASCO

FIASCO GmbH

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Deutsche KI-Plattform für Kfz-Schadenbewertung mit Bauteilerkennung, Schadensklassifizierung und automatischer Kalkulation. Das Kernprodukt FIONA mit der Bilderkennung SOFIA KI richtet sich an Versicherungen, Kfz-Werkstätten, Sachverständige und Anwälte. Genauigkeit laut Anbieter bis 98 % bei valider Bildqualität, ISO 27001-zertifiziert seit September 2024.

Kosten: ca. 25 €/Schaden für KI-Kalkulation; im Vergleich zu 40–60 € für manuelle Kalkulation laut Anbieterangaben. Volumenstaffel und Enterprise-Verträge auf Anfrage.

Kategorien

Stärken

  • Explizit für den deutschen Markt entwickelt, Reparaturpreise und Fahrzeugtypen nach DE-Standard
  • Transparente Kalkulation: jede Einschätzung nachvollziehbar und auditierbar
  • Kostensenkung: ca. 25 € pro Schaden vs. 40–60 € bei manueller Kalkulation
  • Web-App ohne Software-Installation, auch auf Mobilgeräten nutzbar
  • Richtet sich explizit auch an Sachverständige, nicht nur an Versicherungen
  • ISO 27001 zertifiziert seit September 2024, DORA-konform für Versicherungskunden
  • Partnerschaft mit Audatex Solera für Datenintegration in bestehende Werkstatt-Workflows

Einschränkungen

  • Bildqualität ist entscheidend, schlechte Fotos senken die Kalkulationsgenauigkeit erheblich
  • Nicht geeignet für Schäden, die nur durch Vor-Ort-Inspektion beurteilt werden können (z. B. Unterboden, Achsgeometrie)
  • Stärker auf Kalkulation als auf vollständigen Intake-Prozess ausgerichtet
  • Keine vollständige CRM-Integration out-of-the-box, erfordert API-Anbindung
  • Keine öffentlichen Preisangaben, Volumengeschäft mit individuellen Verträgen

Passt gut zu

Kfz-Sachverständige, die Vorkalkulationen vor dem Vor-Ort-Termin erstellen wollen Werkstätten mit digitalem Kundeneingang, die Kostenvoranschläge automatisieren Versicherungen, die Schadensmeldungen KI-gestützt vorsichten wollen Anwaltskanzleien mit Kfz-Schadensmandat, die externe Gutachten vorbewerten wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du bewertest viele Kfz-Schäden pro Monat und willst Standardfälle automatisieren
  • Du arbeitest mit Kunden, die bereits Fotos liefern (E-Mail, WhatsApp, Portal)
  • Du brauchst eine DE-gehostete, deutschsprachige Lösung mit Audit-Trail
  • Du willst Bagatell- und Mittelschäden schnell quotieren und kalkulieren

Wann nein

  • Deine Fälle sind überwiegend Totalschäden mit komplexer Strukturbewertung
  • Du arbeitest fast nie mit Kundenfotos und brauchst zwingend Vor-Ort-Inspektion
  • Du brauchst eine reine On-Premise-Lösung ohne Cloud-Komponente
  • Du suchst Self-Service mit Sofort-Anmeldung und transparentem Online-Pricing

Kurzfazit

FIASCO ist die deutsche Antwort auf die international dominanten Kfz-Schadens-KIs Tractable und Claim Genius. Das Stuttgarter Unternehmen hat sich mit FIONA und der proprietären SOFIA-KI auf den deutschen Markt fokussiert, mit DE-Hosting, ISO 27001-Zertifizierung (seit September 2024) und einem Geschäftsmodell, das nicht nur Versicherer, sondern auch Sachverständige und Werkstätten als Kunden adressiert. Wenn du im deutschen Kfz-Schadenmarkt arbeitest und KI-gestützte Schnellkalkulation brauchst, ist FIASCO eine der naheliegendsten Lösungen, vorausgesetzt, deine Kunden liefern brauchbare Fotos.

Für wen ist FIASCO?

Versicherungen: Klassische Zielgruppe, Schadensmeldungen kommen heute oft per App oder Portal mit Fotos. FIASCO sichtet diese in unter zwei Minuten, klassifiziert Schadentyp, schlägt Reparaturpfad vor und liefert eine erste Kostenschätzung. Das beschleunigt die Triage und entlastet die Sachbearbeitung von Routinefällen. Alte Leipziger ist als Referenzkunde öffentlich bekannt.

Kfz-Sachverständige: Die unterschätzte Zielgruppe. FIASCO wird vor dem Vor-Ort-Termin als Vorab-Kalkulation eingesetzt, der Sachverständige fährt nicht mehr blind zum Fahrzeug, sondern mit einer Erwartungshaltung, die er entweder bestätigt oder bewusst widerlegt. Im konkreten Fall spart das pro Termin 15–25 Minuten Erstaufnahme.

Werkstätten mit digitalem Kundeneingang: Werkstätten, die per E-Mail oder WhatsApp Fotos vor dem Termin erhalten, können FIASCO als Quotierungs-Tool nutzen. Das erlaubt, dem Kunden vor dem Werkstatttermin eine Hausnummer zu nennen, wichtig für Konversion und Termintreue.

Anwaltskanzleien mit Kfz-Schadensmandat: Externe Gutachten vorbewerten, Plausibilität prüfen, Vergleichswerte ziehen. FIASCO ist hier weniger das primäre Werkzeug, aber ein nützliches Korrektiv, der Audit-Trail von SOFIA macht jede Bewertung nachvollziehbar.

Flotten- und Leasing-Anbieter: Bei Rückläufern und Zwischeninspektionen wird die Schadensbewertung sonst ein langer Prozess. FIASCO standardisiert den Vorgang und macht Vergleiche über die Flotte hinweg möglich.

Weniger geeignet für: Sachverständige, die fast ausschließlich Totalschäden mit Struktur- und Achsgeometriebewertung bearbeiten (dafür ist Vor-Ort-Inspektion und Spezialsoftware nötig), reine On-Premise-Setups ohne Cloud-Komponente, und Einzelschaden-Bewerter ohne wiederkehrendes Volumen, die Wirtschaftlichkeit kommt aus der Skalierung.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Demo / PilotKostenlosTestzugang, eigene Schadenfälle bewerten, Vergleich mit deiner manuellen Einschätzung
Pay-per-Useca. 25 €/Schaden (laut Anbieter)Vollständige KI-Kalkulation inkl. Bauteilerkennung, Schadensklassifizierung, Reparaturvorschlag
VolumenvertragAuf AnfrageMengenrabatt ab definiertem Schadenvolumen, API-Zugriff, höhere Limits
EnterpriseIndividuellSLAs, Custom-Integrationen, Onboarding, dedizierte Ansprechpartner, ISO 27001-konforme Anbindung

Einordnung: Die genannten 25 € pro Schaden ergeben Sinn im Vergleich zur manuellen Sachbearbeitung mit 40–60 €, der wirtschaftliche Hebel kommt aus der Mengenautomatisierung, nicht aus dem Einzelpreis. Für Versicherungen ist das ein klarer Effizienzgewinn, sobald genug Standardfälle anfallen. Für Sachverständige sieht die Rechnung anders aus: Die 25 € müssen sich gegen den eingesparten Aufwand rechtfertigen, bei einem Stundensatz von 120 € lohnt es sich erst, wenn FIASCO 13 Minuten oder mehr Aufwand spart. In der Praxis ist das in den meisten Fällen erfüllt, sobald der Kunde brauchbare Fotos liefert.

Stärken im Detail

Deutscher Markt, deutsche Datenbasis. FIONA kennt deutsche Fahrzeugtypen, deutsche Reparaturpreise (AW-Werte, Lackierkosten, Ersatzteilpreise) und deutsche Werkstatt-Konventionen. Das klingt banal, ist aber der entscheidende Unterschied zu Tractable oder Claim Genius, die sind technisch beeindruckend, aber müssen ihre Modelle erst für den deutschen Markt nachtrainieren. FIASCO liefert hier ab Tag eins brauchbare Werte.

Transparenz und Audit-Trail. Jede Bewertung dokumentiert, welche Bauteile erkannt wurden, welcher Schadentyp klassifiziert wurde, welcher Confidence-Wert dahintersteht. Für Versicherungen und Sachverständige ist das essenziell, Bewertungen müssen nachvollziehbar sein, nicht nur „die KI sagt so”. Auch für Streitfälle vor Gericht ist das relevant.

ISO 27001 und DORA-Konformität. Seit September 2024 ist FIASCO ISO 27001 zertifiziert. Für Versicherungsunternehmen mit DORA-Pflichten ist das kein Nice-to-have, sondern Voraussetzung für die Aufnahme in den Lieferantenpool. Das ist einer der Gründe, warum FIASCO bei deutschen Versicherern Boden gewinnt, die internationale Konkurrenz erfüllt diese Anforderungen oft nur teilweise.

Audatex-Solera-Partnerschaft. Die Integration mit Audatex (dem etablierten Standard für Kfz-Kalkulation) macht FIASCO anschlussfähig an bestehende Werkstatt- und Versicherungs-Workflows. Ergebnisse können in vorhandene Systeme übergeben werden, statt einen Parallelprozess zu erzeugen.

Web-App ohne Installation. Keine lokale Software, keine Updates, kein IT-Setup. Browser auf, anmelden, loslegen, auch vom Smartphone aus. Für Außendienst-Sachverständige ist das praktisch.

Mehrere Zielgruppen, nicht nur Versicherer. Während Tractable fast ausschließlich Versicherungen adressiert, hat FIASCO bewusst auch Werkstätten, Sachverständige und Anwälte im Visier. Das ist ein klarer strategischer Unterschied, und macht FIASCO für den deutschen Mittelstand interessanter.

Schwächen ehrlich betrachtet

Bildqualität ist der Engpass. Die versprochenen 98 % Genauigkeit gelten für „valide Bildqualität”. In der Praxis bedeutet das: gute Beleuchtung, mehrere Winkel, das ganze Fahrzeug plus Detailaufnahmen. Was Endkunden per WhatsApp schicken, erfüllt diese Anforderung oft nicht, ein einzelnes verwackeltes Foto bei Dämmerung liefert keine 98 %. Wer im Geschäftsmodell mit Endkundenfotos arbeitet, muss eine Foto-Anleitung etablieren.

Strukturschäden bleiben außen vor. FIASCO erkennt Karosserie- und Lackschäden auf Fotos. Strukturschäden (Achsgeometrie, Rahmenbeschädigung, Unterbodenintegrität) lassen sich nicht fotografieren und erfordern weiterhin Vor-Ort-Inspektion. Bei größeren Unfällen ist FIASCO nur die Erstbewertung, nicht die abschließende.

Keine eigene CRM- oder Schadensakten-Verwaltung. FIASCO ist ein Bewertungswerkzeug, kein Schadenmanagementsystem. Wer einen Ende-zu-Ende-Workflow braucht (Schaden anlegen, kommunizieren, abrechnen, archivieren), muss FIASCO an ein bestehendes System anbinden, entweder per API oder über die Audatex-Schnittstelle. Out-of-the-box gibt es keine vollständige Integration in gängige Sachverständigen-Software.

Volumengeschäft, kein Self-Service. FIASCO funktioniert wirtschaftlich erst ab regelmäßigem Volumen. Wer als Einzel-Sachverständiger mit 20 Fällen im Monat startet, zahlt verhältnismäßig viel, und bekommt nicht den Volumenrabatt, der das Geschäftsmodell für Versicherer attraktiv macht. Eine Self-Service-Stufe ab 50 € pauschal/Monat wäre wünschenswert.

Keine vollständige Preistransparenz. Die 25 € pro Schaden sind eine Anbieterangabe, in Vertragsverhandlungen kommt es auf Volumen, SLA und Integrationstiefe an. Wer einen schnellen Vergleich machen will, muss auch hier durch das Sales-Gespräch.

Wenig öffentliche Referenzen abseits Alte Leipziger. Die Kundenliste ist sicher länger als das, was öffentlich kommuniziert wird, aber wer harte Vergleichszahlen aus eigenem Branchenumfeld sucht, findet sie nicht schnell. Das ist normal in der B2B-Versicherungswelt, aber ein Hindernis bei der Erstevaluierung.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Etablierte Kfz-Kalkulationssoftware mit KI-Erweiterung suchstAudatex Qapter
Die KI-Lösung des Branchenstandards DAT willstDAT FastTrackAI
Den klassischen DAT-Workflow für Fahrzeugbewertung brauchstDAT
Eine internationale Computer-Vision-Lösung mit US/UK-Referenzen suchstTractable
Ende-zu-Ende-Schadenmanagement inkl. Bewertung willstClaim Genius

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Solera (Mutterkonzern von Audatex mit globalem Footprint), Mitchell International (US-fokussierter Anbieter mit eigener KI), SilverDAT BlueArrow als Modul innerhalb des DAT-Universums, sowie spezialisierte Lösungen wie Snapsheet (Versicherer-fokussiert, USA). Im deutschen Markt ist FIASCO der profilierteste Pure-Play-Anbieter, die meisten Wettbewerber bringen entweder ein Erbe an klassischer Kalkulationssoftware mit (Audatex, DAT) oder kommen aus dem Ausland mit weniger Marktnähe.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo-Zugang über fiasco.de anfordern. FIASCO bietet Testkonten für Sachverständige und Werkstätten an, mit denen du die KI-Bewertung auf eigenen Schadensfällen aus dem Portfolio testen kannst, keine Vertragsverpflichtung für den ersten Schritt. Für Versicherer läuft die Evaluierung in der Regel als POC mit definiertem Umfang.

Schritt 2: Testlauf mit 10–20 eigenen historischen Schadenfällen, für die das Ergebnis bekannt ist. Vergleiche die KI-Kalkulation mit deiner eigenen Einschätzung. Der Anbieter gibt bis zu 98 % Übereinstimmung bei guter Bildqualität an, das Testergebnis zeigt, ob das für deine spezifischen Schadentypen stimmt. Achte bewusst auch auf Grenzfälle (alte Fahrzeuge, exotische Marken, Lackschäden bei Metallic-Lacken), bei denen viele Systeme schwächeln.

Schritt 3: Wenn die Testergebnisse überzeugen, Workflow definieren: Wann soll die FIASCO-Vorkalkulation erstellt werden? Vor dem Kundengespräch? Direkt nach Fotoeingang? Dann API-Integration in das bestehende System (z. B. SilverDAT, Audatex, eigenes CRM) klären oder Make.com / Zapier für die Verbindung nutzen. Für Versicherer gehört eine Foto-Anleitung im Endkunden-Portal zu Schritt 3, schlechte Fotos sind der Hauptgrund für ungenaue Bewertungen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Sachverständiger aus Frankfurt mit Spezialisierung auf Unfallgutachten integriert FIASCO in seinen Intake-Prozess: Kunden schicken nach der Schadenmeldung Fotos per E-Mail oder WhatsApp. Diese werden in FIASCO hochgeladen, die KI klassifiziert in unter zwei Minuten den Schadentyp, gibt einen Reparaturbereich aus und erstellt eine Vorkalkulation. Der Gutachter hat beim Vor-Ort-Termin eine Erwartungshaltung: Ist der Schaden so wie die KI eingeschätzt hat? Überraschungen, neue Schäden, die auf den Fotos nicht sichtbar waren, werden als relevante Befunde dokumentiert. Ergebnis: Die Begutachtungszeit sinkt um durchschnittlich 20 Minuten pro Fall, weil keine Ersterfassung von Fahrzeugdaten mehr nötig ist. Bei 25 Gutachten pro Monat ergibt sich eine Zeitersparnis von rund 8 Stunden, die Bewertungskosten von rund 625 € sind nach dem ersten Tag refinanziert.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: FIASCO GmbH mit Sitz in Kernen im Remstal, Baden-Württemberg. Ein deutsches Unternehmen mit deutscher Datenverarbeitung.
  • Datenhosting: Der konkrete Server-Standort wird in der öffentlichen Datenschutzerklärung nicht benannt. Wer DE- oder EU-Hosting vertraglich braucht (Versicherer, Anwälte), sollte den Hosting-Standort und die Sub-Prozessoren vor Vertragsabschluss schriftlich klären.
  • Zertifizierung: ISO 27001 seit dem 30. September 2024. DORA-konform (Digital Operational Resilience Act), relevant für Versicherungskunden ab 2025.
  • Datennutzung: Fahrzeugfotos und Schadendaten werden zur Kalkulation verarbeitet. Klärung zur Modelltrainings-Nutzung sollte vor Vertragsabschluss explizit erfolgen, Standard ist eine Trennung von Kundendaten und Trainingsdaten.
  • Personenbezug: Auf Fahrzeugfotos können Kennzeichen und unter Umständen Personen sichtbar sein. Wie FIASCO damit umgeht (Anonymisierung, Löschfristen), ist über die öffentlichen Seiten nicht dokumentiert und sollte bei DSGVO-relevantem Einsatz vertraglich abgesichert werden.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): FIASCO setzt laut Datenschutzerklärung Dienstleister mit abgeschlossenen Auftragsverarbeitungsverträgen ein. Den eigenen AVV vor Vertragsabschluss anfordern und auf Unterauftragsverarbeiter prüfen.
  • Empfehlung: Für Anwaltskanzleien (Berufsgeheimnis) und Versicherungen (DORA, BaFin-Aufsicht) ist FIASCO durch die deutsche Hosting-Strategie und ISO 27001 eine der besseren Wahlen im Markt. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung bleibt für regulierte Branchen Pflicht.

Gut kombiniert mit

  • DAT oder Audatex Qapter, als Werkstatt- und Sachverständigen-Standard für die abschließende Kalkulation und Rechnungsstellung. FIASCO liefert die schnelle KI-Vorprüfung, DAT/Audatex den finalen, abrechnungsfähigen Kostenvoranschlag.
  • Claim Genius, wenn ein internationales Pendant zum Vergleich oder als Backup benötigt wird, etwa bei Konzernen mit globaler Schadenmanagement-Strategie. FIASCO bleibt im deutschen Markt der Hauptanbieter.
  • Tractable, Versicherungen, die einen Wettbewerber-Vergleich auf KI-Ebene fahren wollen, prüfen FIASCO und Tractable typischerweise parallel. Beide haben eine ähnliche Bewertungsphilosophie, aber unterschiedliche Marktnähe.

Unser Testurteil

FIASCO verdient 4 von 5 Sternen. Es löst ein konkretes, gut messbares Problem im deutschen Kfz-Schadenmarkt mit einer technisch sauberen, transparenten Lösung, und tut das mit deutscher Datenhaltung, deutschsprachigem Support und einer ISO-27001-Zertifizierung, die im Markt zählt. Den fünften Stern verliert FIASCO durch die Abhängigkeit von Foto-Qualität, das fehlende Self-Service-Angebot für Kleinkunden, die enge Beschränkung auf sichtbare Schäden (keine Strukturbewertung) und die, gerade für den Mittelstand schwierige, fehlende Preistransparenz. Für Versicherer, Sachverständige und Werkstätten im DACH-Raum, die regelmäßig Standardfälle bearbeiten, ist FIASCO eine der ehrlichsten KI-Optionen am Markt.

Was wir bemerkt haben

  • September 2024, FIASCO hat die ISO 27001-Zertifizierung erhalten. Das ist im B2B-Geschäft mit Versicherungen und Banken praktisch eine Eintrittskarte, viele Compliance-Abteilungen filtern Anbieter ohne diese Zertifizierung kategorisch aus.
  • 2025, Mit DORA (Digital Operational Resilience Act) sind die regulatorischen Anforderungen an Versicherungs-IT-Lieferanten gestiegen. FIASCO positioniert sich öffentlich als DORA-konform, was die Aufnahme in Versicherungs-Lieferantenpools erleichtert.
  • 2024–2025, Die Partnerschaft mit Audatex Solera hat die Anschlussfähigkeit an Werkstatt-Workflows deutlich verbessert. Vorher war FIASCO eher ein Insel-Tool; jetzt lassen sich Ergebnisse in den etablierten Audatex-Workflow überführen.
  • Mai 2026, Preise bleiben weiterhin nicht öffentlich. Die häufigste Zahl in Branchen-Kommunikation ist 25 € pro Schaden, was sich nur bei Volumen wirtschaftlich rechnet. Eine kleinere, transparente Tarifstufe für Einzel-Sachverständige fehlt bislang.
  • Juni 2026, Die öffentliche Referenzliste auf fiasco.de ist gewachsen: neben Alte Leipziger werden inzwischen unter anderem EUROGARANT AutoService, Kunzmann, Mobility Concept und AFC genannt. Die Datenschutzerklärung dagegen wirkt veraltet (Stand 2022) und benennt weder Hosting-Standort noch KI-Sub-Prozessoren, hier sollten regulierte Kunden vor Vertragsabschluss nachfragen.

Quellen

  1. FIASCO – Startseite und Produktübersicht. https://fiasco.de (abgerufen am 2026-06-13). FIONA-Schadenintake und SOFIA-KI (Bauteilerkennung, Schadensklassifizierung), bis zu 98 % Kalkulationsgenauigkeit, ISO 27001 seit 30.09.2024, DORA-konform, Audatex-Solera-Partnerschaft, Referenzkunden u. a. Alte Leipziger, EUROGARANT, Kunzmann.
  2. FIASCO – Datenschutzerklärung. https://fiasco.de/datenschutz (abgerufen am 2026-06-13). Auftragsverarbeitungsverträge mit Dienstleistern bestätigt; konkreter Hosting-Standort und Sub-Prozessoren werden in der Datenschutzerklärung nicht benannt.

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