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DataGuard

DataCo GmbH (DataGuard)

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Münchener Anbieter von Datenschutz- und Compliance-as-a-Service mit über 4.000 Kunden in mehr als 50 Ländern. Kombiniert Software-Plattform mit persönlicher Beratung durch zertifizierte Datenschutz- und InfoSec-Experten (Experts-in-the-Loop). Deckt DSGVO, ISO 27001, TISAX, NIS2 und EU AI Act ab. KI-gestützte Automatisierung soll laut Anbieter bis zu 40 % manueller Compliance-Aufgaben übernehmen, etwa Fragebogen-Vorbefüllung und Evidenz-Sammlung. EU-gehostet, deutschsprachig.

Kosten: Datenschutz- und Compliance-as-a-Service. Preise nur auf Anfrage; übliche Spanne 200–2.000 EUR/Monat je nach Mitarbeiterzahl, Standorten und gewählten Modulen (Datenschutz, InfoSec, AI Act, NIS2). Software-Plattform plus persönliche Beratung durch zertifizierte Experten in einem Paket. Vertragslaufzeiten typischerweise 12–24 Monate.

Kategorien

Stärken

  • Experts-in-the-Loop-Modell: zertifizierte Datenschutz- und InfoSec-Spezialisten plus Plattform aus einer Hand
  • Breite Framework-Abdeckung: DSGVO, ISO 27001, TISAX, NIS2 und EU AI Act in einer Plattform
  • KI-Automatisierung für Fragebögen, Evidenz-Sammlung und Risikobewertungen (laut Anbieter bis zu 40 % Aufgabenautomatisierung)
  • EU-Hosting, deutschsprachige Plattform und deutschsprachiger Support, vollständig DSGVO-konform
  • Über 4.000 Kunden in 50+ Ländern, mehr als 1,5 Mio. kumulierte Beratungsstunden
  • Umfangreiche Vorlagenbibliothek für deutsche Rechtspraxis (VVT, DSFA, AVV, Betroffenenanfragen)

Einschränkungen

  • Höhere Kosten als reine Software-Lösungen, die Beratungskomponente macht den Unterschied
  • Langfristige Vertragsbindung üblich, 12–24 Monate Mindestlaufzeit
  • Pricing nicht öffentlich, verlässliche Budgetschätzung ohne Demo nicht möglich
  • KI-Automatisierung im Detail wenig dokumentiert; tatsächlicher Nutzen hängt stark von Datenintegration ab
  • Für Mikro-Unternehmen unter 10 Mitarbeitenden oft überdimensioniert
  • Funktionsfülle kann für Einstiegsteams überfordernd wirken, Onboarding-Investition nötig

Passt gut zu

Mittelständische Unternehmen mit 50–500 Mitarbeitenden, die Datenschutz und InfoSec strukturiert aufbauen wollen Organisationen ohne eigene Datenschutzexpertise, die externen DSB und Software aus einer Hand wollen Unternehmen mit Vorbereitung auf ISO 27001, TISAX oder NIS2-Zertifizierung Sicherheitsdienstleister und Betriebe mit Videoüberwachungsanlagen und DSGVO-Pflichten KI-nutzende Unternehmen mit Bedarf an EU-AI-Act-Compliance

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du hast keinen internen Datenschutzbeauftragten und willst Software plus Beratung aus einer Hand
  • Du bereitest dich auf eine ISO-27001-, TISAX- oder NIS2-Zertifizierung vor
  • Du nutzt KI-Systeme produktiv und brauchst eine strukturierte EU-AI-Act-Vorbereitung
  • Dein Unternehmen hat 50+ Mitarbeitende und Compliance-Aufwand, der einen externen Partner rechtfertigt

Wann nein

  • Du suchst eine reine Self-Service-Software ohne Beratungs- und Servicekomponente
  • Dein Unternehmen hat weniger als 10 Mitarbeitende, Aufwand und Kosten amortisieren sich nicht
  • Du brauchst transparente Listenpreise, um schnell zu entscheiden
  • Du willst keine längerfristige Vertragsbindung von 12 Monaten oder mehr eingehen

Kurzfazit

DataGuard hat sich vom reinen Datenschutz-as-a-Service zum breiten Compliance- und InfoSec-Partner für den Mittelstand entwickelt. Über 4.000 Kunden, mehr als 50 Länder, deckt von DSGVO über ISO 27001 und TISAX bis zu NIS2 und EU AI Act alles ab, was deutsche und europäische Unternehmen 2026 regulatorisch beschäftigt. Stärke: Das „Experts-in-the-Loop”-Modell verbindet eine Software-Plattform mit echten zertifizierten Beratern, Software allein reicht für DSGVO-Konformität in der Praxis nie aus. Schwächen: kein transparentes Pricing, Vertragsbindung 12–24 Monate üblich, und die viel beworbene 40-%-KI-Automatisierung ist im Detail wenig dokumentiert. Für deutschsprachige KMU mit echter Compliance-Last eine der ersten Adressen.

Für wen ist DataGuard?

Mittelständische Unternehmen ohne eigenen Datenschutzbeauftragten: Der Kernmarkt. Wer 50–500 Mitarbeitende hat, in einer regulierten Branche tätig ist und keinen internen DSB benennen will, bekommt mit DataGuard externen DSB plus Plattform aus einer Hand. Das ersetzt einen Anwaltsvertrag mit punktueller Beratung durch eine kontinuierliche Begleitung.

Unternehmen vor ISO 27001-, TISAX- oder NIS2-Zertifizierung: Mit den entsprechenden InfoSec-Modulen (Risiko-Management, Asset-Verwaltung, Vendor-Management, Mitarbeiterschulungen) ist DataGuard auf die Vorbereitung von Audits ausgerichtet. Wer ohne strukturierten Partner durch ein TISAX-Verfahren geht, unterschätzt typischerweise den Dokumentationsaufwand.

KI-nutzende Unternehmen mit EU-AI-Act-Pflicht: Seit der EU AI Act in Kraft ist, brauchen Unternehmen, die Hochrisiko-KI-Systeme entwickeln oder einsetzen, ein KI-Inventar, Risikoklassifizierung und Governance-Prozesse. DataGuard hat dafür einen eigenen Lösungspfad, relevant insbesondere für Unternehmen, die intern noch keine Erfahrung mit KI-Governance haben.

Sicherheitsdienstleister und Branchen mit Videoüberwachung: Wer Kameraanlagen betreibt oder für Kunden bereitstellt, hat eine besonders dichte DSGVO-Pflichtenliste: AVV, Speicherfristen, Hinweisbeschilderung, Berechtigungssteuerung. DataGuard liefert hier eine bewährte Vorlagenbibliothek und einen Workflow für die Massendokumentation vieler Anlagen.

Internationale Konzerne mit DACH-Schwerpunkt: Auch im Corporates-Segment vertreten, Unternehmen mit DACH-Headquarter und mehreren EU-Tochtergesellschaften, die ein zentrales Compliance-Setup brauchen, das deutschsprachig dokumentiert ist und EU-DSGVO als Maßstab nutzt.

Weniger geeignet für: Mikro-Unternehmen unter 10 Mitarbeitenden (Kosten und Funktionsfülle überdimensioniert), Selbstständige (eine Wordpress-Vorlage und drei Standardverträge reichen oft), Unternehmen, die ausschließlich Self-Service-Software ohne menschliche Beratung wollen, und Käufer, die ohne Vertriebsgespräch und Demo entscheiden möchten.

Preise im Detail

PaketPreisWas du bekommst
SMB-Pakete (kleine Unternehmen)ab ca. 200 EUR/MonatBasis-Plattform, externer DSB, VVT, DSFA-Vorlagen, Mitarbeiterschulung, E-Mail-Support
Mittelstandspaketeca. 500–1.500 EUR/MonatErweiterte Plattform, dedizierter DSB, AVV-Vorlagen, Betroffenenanfragen-Workflow, regelmäßige Beratungs-Calls
Corporates / Enterpriseab ca. 2.000 EUR/Monat (oft individuell)Multi-Modul (Privacy + InfoSec + AI Act + NIS2), Mehrstandort-Verwaltung, dedizierter Account-Manager, Audit-Vorbereitung
Einzelmodule (Add-ons)individuellInfoSec-Modul, TISAX-Vorbereitung, NIS2-Modul, AI-Act-Modul, Whistleblowing-Kanal
Mindestlaufzeit12–24 MonateÜbliche Vertragslaufzeit; kürzere Laufzeiten gegen Aufschlag möglich

Einordnung: DataGuard veröffentlicht keine Listenpreise, alle Stufen werden individuell kalkuliert, abhängig von Mitarbeiterzahl, Standorten, gewählten Modulen und Beratungsintensität. Das ist branchenüblich für „as-a-Service”-Modelle, macht den Direktvergleich mit reinen Software-Lösungen aber schwer. In der Praxis bewegt sich der Einstieg für KMU bei rund 200 EUR/Monat, mittlere Mittelständler landen typischerweise bei 500–1.500 EUR/Monat, Corporates schnell im vierstelligen Bereich. Die Beratungskomponente ist der eigentliche Preistreiber, und der wichtigste Unterschied zu reinen Compliance-Plattformen wie OneTrust oder TrustArc, die deutlich günstiger einsteigen, aber keinen DSB stellen. Wer bereits einen internen DSB hat, fährt mit reiner Software möglicherweise günstiger; wer keinen hat, ist mit DataGuard meist günstiger als die Kombination aus Anwaltskanzlei plus Software-Lizenz.

Stärken im Detail

Experts-in-the-Loop als echtes Differenzierungsmerkmal. Anders als reine Software-Anbieter (OneTrust, TrustArc, Datenwerkstatt) liefert DataGuard zertifizierte Datenschutz- und InfoSec-Berater als Bestandteil des Pakets. Über 1,5 Mio. kumulierte Beratungsstunden hat das Unternehmen nach eigener Angabe geleistet, das ist Erfahrung, die in eine Software allein nicht passt. In Praxis-Fragen („Dürfen wir den Cookie-Banner so umsetzen?”, „Was bedeutet das Schrems-II-Urteil konkret für unser Salesforce?”) bekommen Kunden Antworten von Menschen, nicht von einer FAQ.

Breite Framework-Abdeckung in einer Plattform. DataGuard deckt DSGVO, ISO 27001, TISAX, NIS2 und EU AI Act ab, und damit praktisch alle für deutsche Mittelständler relevanten Compliance-Rahmen. Wer parallel mehrere Audits vorbereitet (etwa DSGVO-Konsolidierung plus ISO-27001-Zertifizierung plus NIS2-Vorbereitung), spart spürbar Setup-Aufwand, weil Asset-Inventare, Risikoregister und Verantwortlichkeiten in einer Plattform liegen.

KI-gestützte Aufgabenautomatisierung. DataGuard wirbt damit, dass die KI-Komponenten bis zu 40 % der manuellen Compliance-Arbeit übernehmen können, vor allem bei Vendor-Fragebögen (Vorbefüllen aus bestehenden Vertrags- und Dienstleisterdaten), Evidenz-Sammlung (automatisierte Verknüpfung von Controls mit Belegen) und Risikobewertungen. Wie weit das in der individuellen Praxis trägt, hängt stark davon ab, wie sauber Daten- und Vertragsbestände im Unternehmen vorliegen, der Wert ist real, aber kein Plug-and-play-Versprechen.

EU-Hosting aus Deutschland. Anbieter ist die DataCo GmbH mit Sitz in München, Datenverarbeitung erfolgt in der EU. Plattformsprache und Support sind deutschsprachig. Für eine Datenschutz- und Compliance-Plattform ist das nicht nur Marketing-Detail, sondern Voraussetzung: Wer einen US-Anbieter für DSGVO-Management einsetzt, hat im ersten DSFA-Workshop ein Erklärungsproblem.

Vorlagenbibliothek für deutsche Rechtspraxis. Verarbeitungsverzeichnisse nach Art. 30 DSGVO, DSFA-Templates, AVV-Vorlagen, Standardvertragsklauseln, Betroffenenanfragen-Workflows, Cookie-Banner-Konfigurationen, alles in einer Form, die deutsche Aufsichtsbehörden erwarten. Das spart Zeit, in der Kunden sonst Vorlagen aus Anwaltskanzleien zusammenstellen oder Vorlagen-Websites durchsuchen müssten.

Stabile Marktposition und Erfahrung. DataCo GmbH wurde 2018 gegründet, das Unternehmen hat sich in einem schwierigen Markt (viele Mitbewerber gescheitert oder übernommen) etabliert. Über 4.000 Kunden sind keine Frühphasen-Zahl. Für ein Compliance-Setup, das oft über 5+ Jahre gepflegt wird, ist Anbieter-Kontinuität ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein transparentes Pricing. DataGuard veröffentlicht keine Listenpreise, jede Konditionierung beginnt mit Vertriebskontakt, Discovery-Call und individuellem Angebot. Für die Kunden-Bewertung im Sourcing-Prozess bedeutet das: Niemand kann seine Preisrelation zu Mitbewerbern öffentlich kommunizieren, jeder Vergleich verlangt mehrere Vertriebsgespräche. Das ist marktüblich, kostet aber Käufer Wochen Zeit.

Vertragsbindung 12–24 Monate. Übliche Laufzeiten sind 12 bis 24 Monate. Für ein Compliance-Setup, das sowieso langfristig läuft, ist das nicht ungewöhnlich, aber für Kunden, die ein Risiko (Anbieterwechsel, Restrukturierung, Reorganisation des Datenschutzes) absichern wollen, eine Hürde. Kürzere Laufzeiten sind oft möglich, aber mit Preisaufschlag.

KI-Automatisierung wenig dokumentiert. Die „40 % Aufgabenautomatisierung” ist als Marketing-Aussage prominent, aber im Detail wenig spezifiziert: Welche KI-Modelle? Wo läuft die Verarbeitung? Wie wird mit personenbezogenen Daten in Vendor-Fragebögen umgegangen? Wer KI-Compliance ernst nimmt, sollte diese Punkte vor Vertragsabschluss explizit klären, Datenschutz-Plattform und KI-Datenverarbeitung können einen Zielkonflikt darstellen.

Funktionsfülle kann überfordern. Für Einsteiger-Teams ohne Compliance-Vorerfahrung ist die Plattform inhaltlich breit, VVT, DSFA, Risikoregister, Asset-Management, Vendor-Management, Schulungen, Vorfallsmanagement, Betroffenenanfragen, Cookie-Konsens. Wer keinen klaren Onboarding-Plan vereinbart, verbringt die ersten Wochen mit Konfiguration statt mit echter Compliance-Arbeit. Ein guter Account-Manager hilft, aber kostet im Pricing-Mix mit.

Beratungs-SLA hängt vom Paket ab. „Experts-in-the-Loop” ist nicht in jedem Tarif gleich verfügbar, kleinere Pakete haben begrenztere Antwortzeiten und weniger Beratungsstunden. Wer sich auf täglichen Beratungszugang verlässt, sollte das SLA vor Vertragsabschluss schriftlich festhalten.

Mikro-Unternehmen-Mismatch. Wer 5 Mitarbeitende hat und einen schmalen DSGVO-Bedarf, ist mit DataGuard überdimensioniert. Für diese Größenklasse reicht meist eine Kombination aus IHK-Vorlagen, ein paar Stunden Anwalt im Jahr und Cookie-Consent-Tools wie Usercentrics oder CookieFirst. DataGuard wird ab etwa 30–50 Mitarbeitenden interessant.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine generische KI-Plattform für Wissensarbeit suchstChatGPT oder Claude
Recherche zu Datenschutz-Urteilen und Aufsichtsbehörden brauchstPerplexity
Eine eigene Wissensbasis aus internen Datenschutz-Dokumenten befragen willstNotebookLM

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: OneTrust (US-Marktführer in Privacy-Management-Plattformen, deutlich größer aber US-zentriert), TrustArc (US-Wettbewerber im Enterprise-Segment), Caretower und usd AG (klassische deutsche InfoSec-Beratungen ohne eigene Plattform), ProSec (TISAX-Spezialist mit Plattform-Komponente), Apomaya und Datenwerkstatt (kleinere deutsche Privacy-Plattformen), Audatic (Privacy-Software ohne Beratungskomponente) sowie reine externe DSB-Anbieter wie GDD-Mitgliedskanzleien. DataGuard ist die wohl bekannteste Kombination aus Plattform und Beratung im deutschsprachigen Raum, wer eine reine Software ohne Beratung will, ist mit OneTrust oder TrustArc preislich oft besser; wer einen reinen externen DSB ohne Plattform sucht, kann auch eine spezialisierte Anwaltskanzlei beauftragen.

So steigst du ein

Schritt 1: Internes Scoping vor dem Vertriebsgespräch. Bevor du DataGuard anfragst, kläre intern: Wie viele Mitarbeitende? Welche Niederlassungen? Welche personenbezogenen Datenverarbeitungen (HR, Marketing, Vertrieb, Kundensupport, Videoüberwachung)? Ist bereits ein DSB bestellt oder muss DataGuard einen stellen? Welche Frameworks sind Pflicht (DSGVO ist immer dabei, ISO 27001, TISAX, NIS2, AI Act je nach Branche und Größe)? Mit diesen Antworten wird das Vertriebsgespräch deutlich produktiver.

Schritt 2: Demo mit eigenem Use Case. Verlange beim Vertriebskontakt eine Demo, die deinen konkreten Use-Case abbildet, nicht den generischen DataGuard-Showcase. Beispiele: „Zeigt mir, wie ich 35 Videoüberwachungs-AVVs zentral pflege.” oder „Demonstriert die EU-AI-Act-Klassifizierung für unser ChatGPT-Pilotprojekt.” Wer eine spezifische Demo bekommt, kann den realen Plattformnutzen besser einschätzen als bei einer Standard-Präsentation.

Schritt 3: Kickoff-Workshop mit klaren 90-Tage-Zielen. Nach Vertragsabschluss startet typisch ein Kickoff-Workshop mit dem zugewiesenen DSB oder InfoSec-Berater. Definiere hier klare 90-Tage-Ziele: VVT vollständig dokumentiert, kritische DSFAs durchgeführt, Mitarbeiterschulung gestartet, AVV-Bestand strukturiert. Ohne diese harten Ziele verläuft das Onboarding leicht im Sand, das ist nicht DataGuards Schuld, aber typische Falle für Erstkunden ohne Compliance-Erfahrung.

Ein konkretes Beispiel

Ein Sicherheitsdienstleister mit 120 Mitarbeitenden in Nordrhein-Westfalen betreibt für 35 Kunden Kameraanlagen, typische Branche, typische DSGVO-Last. Nach einer Beschwerde bei der LfD NRW prüft das Unternehmen mit DataGuard den Compliance-Status: Von 35 Kundenanlagen fehlen bei 18 aktuelle AVV-Dokumente, bei 11 sind die Hinweisschilder nicht DSGVO-konform, bei 6 wird länger als 72 Stunden gespeichert. DataGuard erstellt in der ersten Woche eine priorisierte Mängelliste, stellt AVV-Vorlagen bereit und begleitet die Nachbesserung. Der externe DSB übernimmt die Kommunikation mit der Aufsichtsbehörde und dokumentiert den Nachbesserungsprozess in der Plattform. Ergebnis nach 8 Wochen: Alle 35 Anlagen dokumentiert, 94 % der Mängel behoben. Jährliche Kosten: rund 8.400 EUR (700 EUR/Monat), verglichen mit einem realistischen Bußgeldrahmen von 25.000–100.000 EUR. Zusätzlich: Die Mitarbeiter-Schulungsplattform reduziert internen Aufwand für jährliche DSGVO-Schulungen, und das strukturierte AVV-Management beschleunigt Neukundenaufnahmen, neue Kameraanlagen werden direkt mit DSGVO-Paket angeboten, was den Verkauf erleichtert.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU. Anbieter ist die DataCo GmbH mit Sitz in München, Plattform und Daten liegen in der EU.
  • Personenbezogene Daten in der Plattform: DataGuard verarbeitet aufgrund seiner Funktion zwangsläufig personenbezogene Daten (Mitarbeiter-Verzeichnisse, Vendor-Kontakte, Betroffenenanfragen-Inhalte, ggf. sensible Verarbeitungsverzeichnis-Einträge). Standard-AVV ist Bestandteil jedes Vertrags.
  • Datennutzung für KI-Automatisierung: Hier sollten Kunden vor Vertragsabschluss schriftlich klären, welche KI-Komponenten in der Plattform welche Daten verarbeiten, ob ein Sub-Auftragsverarbeiter (z. B. OpenAI, Anthropic, Google) eingebunden ist und ob personenbezogene Inhalte aus Vendor-Fragebögen oder Risikobewertungen für KI-Modelltraining genutzt werden.
  • Aufbewahrung: Datenaufbewahrung gemäß Vertrag und gesetzlichen Pflichten. Bei Vertragsende werden Kundendaten gelöscht oder als CSV/JSON-Export bereitgestellt.
  • Zertifizierungen: DataGuard ist nach ISO 27001 zertifiziert und nutzt diese Zertifizierung in eigenen Audits als Referenz.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standardmäßig verfügbar, Inhalte und Standardvertragsklauseln werden mit dem Vertrieb verhandelt.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche und österreichische Mittelständler einer der unproblematischsten Procurement-Pfade in der Datenschutz-Software. Trotzdem: AVV-Inhalte, Sub-Auftragsverarbeiter-Liste und KI-Datenverarbeitung vor Vertragsabschluss schriftlich klären.

Gut kombiniert mit

  • ChatGPT oder Claude, Für die Erstellung individueller Schulungsinhalte, Übersetzung von DataGuard-Templates ins Englische (für internationale Tochtergesellschaften) oder das Verfassen interner Datenschutz-Kommunikation. DataGuard liefert die Rechtsstruktur, das LLM unterstützt bei der Texterstellung.
  • NotebookLM, Wer eine zentrale Befragbarkeit über das eigene Datenschutz-Kompendium (Aufsichtsbehörden-Veröffentlichungen, Urteile, interne Richtlinien) haben will, bündelt diese in NotebookLM. DataGuard bleibt das operative System, NotebookLM die intelligente Wissensbasis darüber.
  • Perplexity, Für tagesaktuelle Recherche zu Datenschutz-Urteilen, neuen Aufsichtsbehörden-Veröffentlichungen, EU-AI-Act-Konkretisierungen und vergleichbaren Compliance-Themen. Perplexity liefert die externe Sicht, DataGuard verarbeitet sie intern strukturiert.

Unser Testurteil

DataGuard verdient 4 von 5 Sternen. Inhaltlich ist die Kombination aus Software und zertifizierter Beratung für deutsche Mittelständler eines der saubersten Compliance-Setups am Markt, DSGVO, ISO 27001, TISAX, NIS2 und EU AI Act aus einer Hand, mit EU-Hosting und deutschsprachigem Support. Über 4.000 Kunden und mehr als 1,5 Mio. kumulierte Beratungsstunden machen den Anbieter zu einer der profilierten Adressen in der DACH-Region. Den fünften Stern kostet die fehlende Preistransparenz (verlässliche Budgetschätzung ohne Vertriebsgespräch nicht möglich), die übliche Vertragsbindung von 12–24 Monaten, die wenig dokumentierte KI-Automatisierungs-Tiefe (40-%-Marketing-Aussage, im Detail unscharf), und der hohe Funktionsumfang, der für Einsteiger-Teams ohne klaren Onboarding-Plan überfordernd wirken kann. Für die Zielgruppe, Mittelständler mit ernsthafter Compliance-Last und ohne eigenen DSB, bleibt DataGuard trotzdem die klare Empfehlung.

Was wir bemerkt haben

  • 2024/25, DataGuard hat sich vom reinen Datenschutz-as-a-Service zur breiten Compliance-Plattform entwickelt: ISO 27001, TISAX, NIS2 und EU AI Act sind als eigenständige Lösungsbausteine dazugekommen. Damit positioniert sich DataGuard zunehmend gegen Plattformanbieter wie OneTrust und TrustArc, nicht mehr nur gegen klassische Datenschutzkanzleien.
  • 2024/25, KI-Automatisierung wurde als Plattform-Feature integriert. DataGuard bewirbt, dass bis zu 40 % der manuellen Compliance-Aufgaben automatisiert werden können, vor allem Vendor-Fragebögen, Evidenz-Sammlung und Risikobewertungen. Die konkrete Implementierung (welche Modelle, welche Datenverarbeitung) ist öffentlich wenig dokumentiert, Käufer sollten das im Procurement explizit klären.
  • 2025, Die Kundenzahl ist auf über 4.000 in mehr als 50 Ländern gestiegen (vorher rund 2.000 in DACH). Das deutet auf erfolgreiche Internationalisierung hin, bemerkenswert für ein deutsches Compliance-SaaS, weil die Konkurrenz im europäischen Markt deutlich gewachsen ist (Dataguise, Datatrust, Privacera, OneTrust, TrustArc).
  • Mai 2026, Pricing bleibt vollständig auf-Anfrage. Für KMU bedeutet das mehrere Wochen Sourcing-Phase, bevor eine belastbare Budgetentscheidung möglich ist. Wer schnell entscheiden will, sollte parallel mit zwei bis drei Anbietern Demos vereinbaren.
  • Mai 2026, Mit dem In-Kraft-Treten zentraler Bestimmungen des EU AI Act 2024/25 ist der AI-Act-Pfad bei DataGuard zur eigenen Lösungslinie geworden. Für KI-nutzende Unternehmen (was inzwischen praktisch alle Mittelständler sind) ist das ein relevanter Differenzierungspunkt gegenüber reinen DSGVO-Plattformen.

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