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Bezahlt Ohne Setup 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Geprüft: April 2026

CompanyGPT

506 Data & Performance GmbH (506.ai)

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DSGVO-konforme ChatGPT-Alternative für Unternehmen vom österreichischen Anbieter 506.ai. Bündelt mehrere Sprachmodelle (GPT-4, Claude, Mistral, Llama) hinter einer deutschsprachigen Oberfläche mit EU-Hosting, White-Label und individuellen KI-Assistenten.

Kosten: User Edition ab 29 €/User/Monat + 580 € Infrastrukturpauschale (ab 5 User), Enterprise Basic 990 €/Monat flat für 50 User, Enterprise Scale auf Anfrage

Stärken

  • EU-Hosting und 100% DSGVO-Konformität — keine Trainingsdatennutzung
  • Wahl zwischen mehreren KI-Modellen (GPT-4, Claude, Mistral, Llama) über eine Oberfläche
  • Individuelle Assistenten mit Firmenwissen, Dokumenten-Upload und SharePoint-Anbindung
  • White-Label: eigenes Logo, Farben, Domain — der KI-Chat wirkt wie ein internes Tool

Einschränkungen

  • Vergleichsweise teuer: Minimum rund 725 €/Monat (5 User + Infrastruktur) — kein Einstiegstarif für Kleinstteams
  • Kein echtes On-Premises-Deployment — EU-Cloud ist die einzige produktiv vermarktete Variante
  • Kleineres Team (18 Mitarbeiter) — Roadmap-Tempo liegt hinter Microsoft, Langdock oder Aleph Alpha
  • ISO 27001 erst für 2025 geplant — bei streng regulierten Branchen aktuell noch ein offener Punkt

Passt gut zu

KMU und Mittelstand im DACH-Raum Kanzleien, Versicherer, Banken Kommunen und öffentliche Verwaltung HR-, Marketing- und IT-Teams mit DSGVO-Fokus

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Dein Unternehmen braucht DSGVO-konforme KI mit EU-Hosting und deutschem Support
  • Du willst mehreren KI-Modellen gleichzeitig arbeiten, ohne einzelne Accounts zu verwalten
  • Du brauchst eigene Assistenten, die auf Firmendokumenten antworten
  • Du willst ein White-Label-Tool, das intern wie eine eigene Lösung wirkt

Wann nein

  • Du hast weniger als 5 Nutzer oder willst unter 500 € im Monat bleiben
  • Du brauchst ein echtes On-Premises-Deployment in deinem eigenen Rechenzentrum
  • Du bist tief im Microsoft-365-Ökosystem und willst Copilot-Integrationen (Outlook, Word, Excel)
  • Du willst eine zertifiziert souveräne LLM-Lösung (dann sind Aleph Alpha PhariaAI oder deepset näher)

Kurzfazit

CompanyGPT ist eine DSGVO-konforme ChatGPT-Alternative für Unternehmen, gebaut vom österreichischen Anbieter 506.ai (506 Data & Performance GmbH, Linz). Das Produkt bündelt mehrere Sprachmodelle — GPT-4, Claude, Mistral, Llama — hinter einer deutschsprachigen Oberfläche mit EU-Hosting, White-Label und individuellen Assistenten. Für Mittelständler, die eine einheitliche, rechtssichere KI-Plattform suchen, ist das ein solides Angebot. Für Kleinstteams ist der Einstieg teuer, und wer tief im Microsoft-Universum steckt oder echtes On-Premises will, findet bessere Alternativen.

Für wen ist CompanyGPT?

Mittelständische Unternehmen im DACH-Raum: 50 bis 1.000 Mitarbeiter, denen ein ChatGPT-Enterprise-Account zu viel US-Datenfluss bedeutet und die gleichzeitig nicht selbst eine On-Prem-Lösung betreiben wollen. CompanyGPT liefert das Gesamtpaket mit deutschem Support.

Kanzleien, Versicherer und Banken: Branchen unter Berufsgeheimnis oder strenger Regulierung. Die EU-Cloud, AES-256-Verschlüsselung und die explizite Zusage “keine Trainingsdatennutzung” sind hier harte Kaufkriterien.

Kommunen und öffentliche Verwaltung: 506.ai zählt Kommunen zu seinen Kern-Kundengruppen. Die White-Label-Option hilft, das Tool unter eigenem Logo intern einzuführen — wichtig für Akzeptanz und Außendarstellung.

HR- und Marketing-Abteilungen: Eigene Assistenten mit Stellenanzeigen-Vorlagen, Onboarding-Dokumenten oder Markenrichtlinien. Die Dokumenten-Upload-Funktion (bis 10.000 Dokumente im Enterprise-Plan) reicht für typische Abteilungswissens-Bestände.

Weniger geeignet für: Kleinstteams unter 5 Personen (Minimumvertrag zu teuer), Microsoft-365-Häuser mit bereits lizenziertem Copilot, souveränitätskritische Behörden (dort ist Aleph Alpha näher am Ziel) und Entwicklerteams, die lieber eine API mit Azure OpenAI Service selbst integrieren.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
User Edition29 €/User/Monat + 580 €/Monat InfrastrukturMin. 5 User, dedizierter EU-Cloud-Server, bis zu 3.000 Dokumente, 3 Standard-Assistenten, Onboarding, eingeschränkter API-Zugriff
Enterprise Basic990 €/Monat flat50 inkludierte User, bis zu 10.000 Dokumente, 5 Standard-Assistenten, SharePoint-Anbindung, SSO, White-Label, erweiterter API-Zugriff
Enterprise ScaleAuf Anfrage10.000+ User, 1 Mio.+ Dokumente, High-Volume-API, Multi-Tenant, individuelle SLAs
ZusatzleistungenAuf AnfragePremium-Support (SLA Gold), Consulting-Pakete, Workshops

Einordnung: Die User Edition kostet bei 5 Mitarbeitern rund 725 €/Monat — rund 145 €/User. Das ist deutlich teurer als ChatGPT Team (25 $/User/Monat) oder Microsoft 365 Copilot (ca. 30 €/User/Monat), aber du bezahlst für EU-Hosting, White-Label und die Plattform-Infrastruktur. Enterprise Basic ist ab etwa 50 Aktiven attraktiv: 990 € flat = 19,80 €/User. Für Kleinstteams oder Einzelpersonen ist CompanyGPT schlicht das falsche Produkt.

Stärken im Detail

EU-Hosting und DSGVO sind nicht nur Marketing. 506.ai betreibt die Infrastruktur auf europäischen Servern mit AES-256-Verschlüsselung im Ruhezustand und TLS 1.2+ in der Übertragung. Die Zusage “keine Datennutzung für Modelltraining” ist schriftlich in den AGB fixiert, ISO 27001 ist für 2025 angekündigt, und der EU AI Act ist bereits berücksichtigt. Das ist das entscheidende Kaufargument gegenüber ChatGPT Team oder Microsoft Copilot.

Modell-Agnostik statt Modell-Lock-in. Du wählst pro Anwendungsfall das passende Sprachmodell — GPT-4 für lange Analysen, Claude für differenziertes Schreiben, Mistral oder Llama für datenschutzsensible Aufgaben. Das ist praktisch, weil du nicht an einen Anbieter gebunden bist und beim nächsten Leistungssprung einfach umschaltest.

Individuelle Assistenten mit Firmenwissen. Du lädst interne Dokumente hoch, definierst eine Rolle (“Du bist HR-Assistent und antwortest im Ton der Betriebsvereinbarung”) und verknüpfst die Assistenten mit SharePoint. Mitarbeiter bekommen Antworten auf Firmenfragen mit konkreten Quellenverweisen — vergleichbar mit NotebookLM, nur unter DSGVO-Bedingungen.

White-Label macht interne Akzeptanz einfacher. Eigenes Logo, eigene Farben, optional eigene Subdomain. Das Tool wirkt intern wie eine hauseigene Lösung, nicht wie “noch ein Drittanbieter-Tool”. Das senkt die Einführungshürde im Betriebsrat und erhöht die Nutzungsraten spürbar.

Schwächen ehrlich betrachtet

Der Einstieg ist teuer. 5 User Minimum × 29 € + 580 € Infrastruktur = rund 725 € pro Monat, bevor irgendjemand etwas getippt hat. Für ein 3-Personen-Beratungsteam oder eine einzelne Kanzlei mit zwei Anwälten rechnet sich das selten. Hier sind ChatGPT Team oder Claude Team (flexibler, günstiger Einstieg) die bessere Wahl.

Kein echtes On-Premises. Die Marketing-Sprache suggeriert Flexibilität, aber produktiv vermarktet wird ausschließlich die EU-Cloud. Wer eine LLM-Lösung im eigenen Rechenzentrum braucht (z.B. Versicherer mit BaFin-Auflagen, Verteidigungszulieferer, Geheimschutz), muss zu Aleph Alpha PhariaAI oder einer selbst gebauten Lösung mit n8n plus lokalem Ollama greifen.

Kleines Team, langsamere Roadmap. 506.ai hat laut eigener Angabe 18 Mitarbeiter. Gegen Microsoft, OpenAI oder auch direkte Wettbewerber wie Langdock (mit deutlich größerem Engineering-Team) heißt das: Features kommen langsamer, und wenn OpenAI eine Modellgeneration überspringt, dauert die Integration. Für konservative Kunden ist das akzeptabel, wer immer am Puls sein will, merkt die Zeitverzögerung.

ISO 27001 ist noch in Vorbereitung. Für 2025 angekündigt — das bedeutet für stark regulierte Branchen, dass aktuell nur eine SOC-2-äquivalente Selbstauskunft statt eines Zertifikats vorliegt. Wer einen Compliance-Fragebogen ausfüllt, sollte das prüfen, bevor eine konzernweite Einführung gestartet wird.

Transparenz bei Modell-Preisen. Welches Modell du für welchen Anwendungsfall wie viel kostet, steht nicht öffentlich. Die “fixe KI-Performance-Preisgestaltung” im Enterprise-Plan ist zwar angenehm (keine Überraschungsrechnung), aber schlecht vergleichbar mit API-nativen Alternativen wie Azure OpenAI oder AWS Bedrock.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Flexiblen Einstieg für kleine Teams willst (ab 1 User)ChatGPT Team oder Claude Team
Souveräne LLM-Infrastruktur mit deutschen Modellen brauchstAleph Alpha
Tief in Microsoft 365 integriert sein willst (Word, Outlook, Excel)Microsoft 365 Copilot
Generative-KI-Workflows im Marketing-Kontext aufbauen willstMake.com
RAG-Lösungen über eigene Dokumente selbst entwickeln willstAzure OpenAI Service
Alles selbst hosten willst (Open Source + Automatisierung)n8n plus Ollama

CompanyGPT positioniert sich bewusst zwischen “selbst bauen” und “ChatGPT mit US-Risiko” — das ist sein Markt. Wer in einen dieser beiden Extreme gehört, findet dort spezialisiertere Tools.

So steigst du ein

Schritt 1: Vereinbare eine Demo unter 506.ai/companygpt. Ein Selbstbedienungs-Onboarding gibt es nicht — 506.ai arbeitet bewusst beratungsbasiert. Plane ein Erstgespräch, eine technische Demo und ein Angebot ein (typischerweise 2–3 Wochen Vorlauf).

Schritt 2: Definiere vor der Einführung 2–3 klare Use Cases, bevor du Assistenten konfigurierst. Typisch: “HR-Assistent für Urlaubs- und Onboarding-Fragen”, “Marketing-Assistent mit Markenrichtlinien”, “IT-Helpdesk für Standard-Anfragen”. Ohne klare Use Cases wird die Plattform zu einem hübschen ChatGPT-Klon und rechtfertigt den Aufpreis nicht.

Schritt 3: Lade priorisierte Dokumente in die Assistenten — nicht alles gleichzeitig, sondern die 20–50 wichtigsten Dokumente pro Use Case. Schule ein Pilot-Team von 5–10 Personen für 2–4 Wochen, sammle Feedback und rolle erst dann breit aus. Der Einführungs-Support (typischerweise 10 Werktage Onboarding) sollte aktiv genutzt werden.

Ein konkretes Beispiel

Eine mittelgroße Versicherungsagentur aus München (45 Mitarbeiter, Enterprise Basic) führt CompanyGPT mit drei Assistenten ein: einem “Produkt-Assistenten” mit allen Versicherungsbedingungen, einem “Schadens-Assistenten” mit internen Bearbeitungsrichtlinien und einem “Compliance-Assistenten” mit BaFin-Leitfäden. Sachbearbeiter fragen Fallkonstellationen an und bekommen Antworten mit Verweis auf die konkrete Bedingungs-Klausel. Was früher 15 Minuten Wiki-Suche plus Rückfrage beim Kollegen brauchte, dauert jetzt 90 Sekunden. Wichtig: Die Kundendaten bleiben in der Agentursoftware — in CompanyGPT laufen nur die Wissensfragen, nie personenbezogene Schadensdaten.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Europäische Cloud (500er-Server-Cluster in der EU, laut Anbieter keine US-Datenverarbeitung)
  • Datennutzung: Eingaben werden nicht für das Training der KI-Modelle verwendet — schriftlich in den AGB zugesichert
  • Verschlüsselung: AES-256 (ruhend), TLS 1.2+ (Übertragung)
  • Auftragsverarbeitung: AVV ist Standardbestandteil aller Enterprise-Verträge
  • Single Sign-On: In Enterprise Basic und Scale enthalten (Microsoft Entra ID, Google Workspace)
  • Account-Löschung: Vollständige Daten- und Kontolöschung auf Anfrage, typischerweise innerhalb von 30 Tagen
  • ISO 27001: Für 2025 angekündigt (Stand April 2026 im finalen Zertifizierungsprozess) — EU AI Act-Konformität laut Anbieter bereits gegeben
  • Empfehlung für regulierte Branchen: Vor produktivem Einsatz eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) durchführen und den Zertifizierungsstand von ISO 27001 im Vertragstext prüfen

Gut kombiniert mit

  • Microsoft 365 / SharePoint — CompanyGPT greift per Konnektor auf SharePoint-Bibliotheken zu und beantwortet Fragen zu internen Dokumenten, ohne dass diese die EU-Infrastruktur verlassen
  • n8n — als Automatisierungs-Layer: n8n-Workflow triggert CompanyGPT-API, verarbeitet die Antwort und spielt sie in Ticketsysteme, CRM oder Slack zurück
  • Perplexity — Perplexity für externe Marktrecherche mit Quellen (bewusst ohne vertrauliche Daten), CompanyGPT für interne, DSGVO-kritische Fragen — klare Trennung der Datenräume

Unser Testurteil

CompanyGPT verdient 3 von 5 Sternen. Das Produkt macht das Richtige: EU-Hosting, echte DSGVO-Zusagen, modellagnostische Flexibilität und White-Label sind für mittelständische Unternehmen im DACH-Raum ein überzeugendes Paket. Punktabzug gibt es für den teuren Einstieg (Minimum 725 €/Monat), das nicht existierende On-Premises-Angebot, die noch offene ISO-27001-Zertifizierung und die vergleichsweise kleine Roadmap-Geschwindigkeit. Für die Zielgruppe — KMU, Kanzleien, Versicherer, Kommunen — ist CompanyGPT eine berechtigte Option; den fünften Stern gewinnt derzeit eher Microsoft 365 Copilot (Ökosystem) oder Aleph Alpha (Souveränität).

Was wir bemerkt haben

  • April 2026 — Der Markenname “CompanyGPT” wird inzwischen unter der Dachmarke 506.ai vermarktet. Die Domain companygpt.com leitet auf 506.ai um, das Produkt bleibt aber unter seinem Namen verfügbar. Für Neukunden ist das verwirrend — wer nach “CompanyGPT” googelt, landet zunächst auf einer Agentur-Seite, bevor klar wird, dass es sich um das KI-Produkt von 506.ai handelt.
  • 2025 — 506.ai kündigt die ISO-27001-Zertifizierung für 2025 an. Stand April 2026 ist der Abschluss des Zertifizierungsprozesses noch nicht öffentlich bestätigt — Interessenten sollten aktiv nach dem aktuellen Stand fragen, bevor Compliance-kritische Einführungen gestartet werden.
  • 2025 — Das “hAPPydo”-Mobile-Frontend wurde als Mitarbeiter-App ergänzt. Das ist ein ungewöhnlicher Schritt in einem sonst eher B2B-zentrierten Markt und zeigt, dass 506.ai versucht, die Alltagsnutzung im Unternehmen niedrigschwellig zu verankern.
  • Positionierung — Viele Quellen (auch ältere Branchenartikel) bezeichnen CompanyGPT als “deutsches ChatGPT”. Korrekter ist: österreichisches Produkt (Linz), das den gesamten deutschsprachigen DACH-Raum adressiert. Für DSGVO-Zwecke spielt das keine Rolle — beide Länder unterliegen EU-Recht.

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