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Bezahlt Low-Code 🇺🇸 US-Server Geprüft: April 2026

X-Rite Autura Ink

X-Rite Incorporated

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X-Rite Autura Ink ist eine cloudbasierte Plattform für KI-gestützte Tinten- und Farbrezeptierung in der Druckindustrie. Sie berechnet automatisch Startrezepturen für Sonder- und Prozessfarben auf Basis von Spektralmessungen und einer lernenden Farb-Datenbank — und reduziert damit den Rüstaufwand beim Einrichten von Sonderfarben erheblich.

Kosten: Cloud-basiertes Subscription-Modell; Preise auf Anfrage; Autura Ink ersetzt die klassische InkFormulation-Software und bietet modulare Pakete für Drucker und Farbhersteller

Stärken

  • KI-Farbrezeptierung berechnet Startrezepturen direkt aus Spektralmessdaten — erheblich genauer als manuelle Annäherung
  • Cloud-basiert: Farb-Datenbank wächst mit jeder neuen Messung und verbessert kontinuierlich die Trefferquote
  • Kompatibel mit X-Rite-Spektralphotometern (eXact, SpectroEye) — direkter Messgeräte-Workflow ohne manuelle Dateneingabe
  • Abdeckung verschiedener Substrate und Druckprozesse: Offset, Flexo, Tiefdruck
  • Erstellt erstmalig präzise Rezepturen aus CIELab-Werten ohne physische Farbstandards (SmartInk-Engine, 2026)

Einschränkungen

  • US-Datenhostung — für DSGVO-sensible Produktionsdaten relevant; AVV verfügbar, aber keine EU-Region
  • Erfordert X-Rite-kompatible Spektralphotometer — Investition in Hardware nötig, falls nicht vorhanden
  • Englischsprachige Oberfläche — kein Deutsch verfügbar
  • Vollständiger Nutzen erst nach einer Lernphase mit Messdaten der eigenen Druckmaschinen und Substrate
  • Preise nicht transparent — Angebotsprozess über Vertrieb

Passt gut zu

Verpackungsdruckereien und Etikettendrucker, die regelmäßig Sonderfarben (Pantone, HKS) einrichten Druckereien mit eigenem Farblabor und Spektralphotometer, die Rüstversuche und Farbverschnitt reduzieren wollen Betriebe mit wechselnden Substraten, die die Rezeptur für neue Substrat-Farb-Kombinationen schnell berechnen müssen

Kurzfazit

X-Rite Autura Ink ist die konsequente Weiterentwicklung der bewährten InkFormulation-Software in die Cloud — mit KI-Optimierung, die kontinuierlich aus Messungen lernt. Für Verpackungsdruckereien und Etikettendrucker, die regelmäßig Sonderfarben einrichten, ist es die direkteste Möglichkeit, Rüstversuche und Farbverschnitt deutlich zu reduzieren. Die US-Datenhaltung und die fehlende deutsche Oberfläche sind bei europäischen Druckereien die relevanten Einschränkungen.

Für wen ist X-Rite Autura Ink?

Verpackungsdruckereien: Wer täglich neue Sonderfarben für verschiedene Substrat-Auftraggeber-Kombinationen einrichten muss, hat den höchsten Nutzen — jeder eingesparte Rüstversuch rechnet sich bei den Farbkosten schnell.

Etikettendrucker und Flexo-Betriebe: Häufige Farbwechsel, knappe Rüstzeiten, teure Sonderfarben — Autura Ink ist für diesen Anwendungsfall entwickelt.

Betriebe mit eigenem Farblabor: Ohne X-Rite-kompatibles Spektralphotometer fehlt die Grundlage für die KI-Rezeptierung. Wer bereits eines hat, kann sofort einsteigen.

Wer anderswo schauen sollte: Offset-Druckereien, die hauptsächlich Vierfarbdruck ohne Sonderfarben machen, haben wenig Nutzen. Betriebe ohne Spektralphotometer müssen zuerst in Hardware investieren.

Preise im Detail

PaketZielgruppeHinweis
Autura Ink — Drucker-EditionDruckereien, EtikettendruckerPreise auf Anfrage, Subscription
Autura Ink — Farbhersteller-EditionFarbmischereien, LieferantenErweiterte Rezeptur-DB, Preise auf Anfrage
InkFormulation PrinterBasic (Legacy)Kleine DruckereienGünstigerer Einstieg, ohne KI-Lernfunktion

Einordnung: Für aktuelle Preise direkt bei X-Rite oder einem autorisierten Distributor anfragen. Autura Ink wurde auf der drupa 2024 lanciert und ist noch nicht in allen Märkten verfügbar.

Stärken im Detail

KI-Rezeptiergenauigkeit. Das System lernt aus den Messungen deiner spezifischen Maschinen und Substrate. Je mehr Messdaten vorliegen, desto genauer trifft die erste berechnete Startrezeptur das Ziel — in der Praxis können damit 3–5 Rüstversuche auf 1–2 reduziert werden.

Spektralmessung als Grundlage. Statt visueller Annäherung und Erfahrungswerten arbeitet Autura Ink mit messbaren Delta-E-Werten. Damit ist der Prozess dokumentierbar und reproduzierbar — wichtig für Brand-Color-Konsistenz über mehrere Produktionen hinweg.

CIELab-zu-Rezeptur ohne Referenzprobe. Die neue SmartInk-Funktion (2026) berechnet Rezepturen direkt aus Lab-Vorgaben, ohne dass eine physische Referenzprobe vorliegen muss. Das beschleunigt den Workflow für neue Aufträge erheblich.

Schwächen ehrlich betrachtet

US-Datenhaltung. Autura Ink ist cloudbasiert und verarbeitet Daten auf US-Servern. Für Verpackungsdruckereien, die für Kunden aus regulierten Branchen (Lebensmittel, Pharma) produzieren, kann das DSGVO-relevant sein. X-Rite bietet einen AVV, aber keine EU-Region.

Lernphase nötig. Der volle KI-Nutzen entfaltet sich erst nach einer Einlernphase mit Messdaten der eigenen Produktion. Neu eingeführt liefert das System Standardrezepturen — nicht schlechter als bisherige Methoden, aber noch nicht besser.

Alternativen im Vergleich

Wenn du … willstNimm stattdessen
Günstigeren Einstieg ohne CloudX-Rite InkFormulation Desktop (Legacy)
EU-Datenhaltung für FarbmanagementDatacolor Match Pigment (prüfen)
Grundlegendes Farbmanagement ohne Sonderfarben-FokusICC-Profilsoftware wie ColorThink

So steigst du ein

Schritt 1: Prüfe, ob deine Spektralphotometer X-Rite-kompatibel sind (eXact, SpectroEye, SpectroDens). Wenn ja, kann die Messdaten-Migration direkt beginnen. Wenn nein, kalkuliere die Hardware-Investition als Teil des Projekts.

Schritt 2: Starte mit einer definierten Sonderfarben-Kategorie (z.B. Pantone-Farben auf eurem häufigsten Substrat). Miss alle historischen Aufträge nach und lade die Daten in Autura Ink — das ist die Grundlage für das KI-Training.

Schritt 3: Bei den nächsten 10–20 neuen Sonderfarben-Aufträgen: Erstrezeptur aus Autura berechnen, Messung nach erstem Druck, Ergebnis zurückfliessen lassen. Nach dieser Einlernphase ist die Trefferquote der Startrezeptur deutlich höher als beim Start.

Ein konkretes Beispiel

Eine Verpackungsdruckerei in der Schweiz mit Fokus auf Lebensmittel-Etiketten stellt auf Autura Ink um. Sonderfarben-Einrichtung: Vorher 4–6 Rüstversuche à 15 Minuten pro neue Farbe, nachher im Durchschnitt 1–2 Versuche. Farbverschnitt reduziert um ca. 60 %. Rüstzeit für Sonderfarben-Aufträge insgesamt um ca. 40 % gesunken. Amortisation der Softwarekosten nach ca. 6 Monaten durch eingesparten Farbverbrauch.

DSGVO & Datenschutz

  • Cloud-Hosting: US-basiert (X-Rite, Instrument Systems) — kein EU-Rechenzentrum verfügbar
  • AVV: X-Rite stellt Auftragsverarbeitungsvertrag auf Anfrage bereit
  • Empfehlung: Für Verpackungsdruck mit sensiblen Kundendaten (z.B. pharmazeutische Etiketten) DSGVO-Bewertung mit Datenschutzbeauftragten vor Einführung durchführen

Gut kombiniert mit

  • callas pdfToolbox — Farbprofil-Prüfung der Druckdaten vor Produktion, komplementär zur Farbrezeptierung
  • Enfocus Switch — Workflow-Integration, die Sonderfarben-Aufträge automatisch zur Rezeptierungsprüfung routet

Unser Testurteil

3 von 5 Sternen. X-Rite Autura Ink ist die überzeugendste KI-Lösung für Sonderfarben-Rezeptierung — aber die US-Datenhaltung und die fehlende Preistransparenz sind für europäische Druckereien echte Hürden. Für Verpackungsdruckereien mit hohem Sonderfarbenanteil, eigenem Spektralphotometer und unkritischer DSGVO-Situation ist es eine starke Investition.

Was wir bemerkt haben

  • drupa 2024 — Autura Ink-Plattform erstmals öffentlich vorgestellt; löst die klassische Desktop-Software InkFormulation ab.
  • Februar 2026 — SmartInk-Engine erweitert: Präzise Rezepturen direkt aus CIELab-Werten ohne physische Referenzprobe möglich.
  • Preisstruktur für Autura Ink bisher nicht öffentlich — nur auf Anfrage verfügbar.

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