Valmet Fiber Furnish Control
Valmet
Valmet Fiber Furnish Control ist ein modellprädiktiver Regelkreis für Papiermaschinenvorbereitung und Mahlwerk-Optimierung. Das System misst kontinuierlich mehrere Fasereigenschaften und Freeness in Echtzeit und regelt die spezifische Energiezufuhr jedes Refiners automatisch — mit dem Ziel, Qualitätsziele mit minimalem Energieeinsatz zu erreichen.
Kosten: Preise ausschließlich auf Anfrage; Standalone-Installation oder Integration in vorhandene Valmet DNA / Valmet IQ QCS; Gesamtinvestition inklusive Analyzer-Hardware und Implementierung typisch im fünf- bis sechsstelligen EUR-Bereich
Stärken
- Echtzeit-Closed-Loop-Regelung auf Basis gemessener Fasereigenschaften (Länge, Fibrillierung, Freeness) statt Stichproben
- Nahtlose Integration in vorhandene Valmet DNA Automatisierungssysteme und Valmet IQ QCS — kein Parallelsystem nötig
- Nachgewiesene Reduktion der Freeness-Variabilität um 30–70% im Vergleich zu konventioneller Regelung (Valmet Fallstudie, 2022)
- Feedforward-Regelung kompensiert Rohmaterialschwankungen bevor sie die Papierqualität beeinflussen
- Branchenspezifisch für Zellstoff-, Streichrohpapier-, Verpackungs- und Tissue-Maschinen ausgelegt
Einschränkungen
- Tiefste Integration nur mit Valmet-eigener Automations- und Messhardware (Valmet MAP Q, Valmet DNA) — kein herstellerneutraler Ansatz
- Erfordert Valmet Fiber Furnish Analyzer als Sensorhardware — zusätzliche Investition von typisch 80.000–150.000 EUR
- Keine öffentliche Preisliste — Projektkosten stark abhängig von Maschinenanzahl und vorhandener Infrastruktur
- Optimaler Nutzen setzt voraus, dass Valmet als Ausrüstungslieferant für Refiner und Automatisierung aktiv ist
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Kontaktiere Valmet über valmet.com/contact — erkläre deinen aktuellen Automatisierungsstand (Valmet DNA / IQ vorhanden oder nicht), Maschinentyp und das Hauptproblem (Variabilität, Energieverbrauch, beides). Valmet bewertet, ob eine Integration in ein bestehendes DNA/IQ-System oder eine Standalone-Installation sinnvoll ist.
Schritt 2: Lass eine Machbarkeitsstudie auf Basis deiner historischen Prozessdaten durchführen. Valmet analysiert typischerweise mindestens 6 Monate Historiendaten, um das Einsparpotenzial zu quantifizieren und die Modellstruktur für deinen spezifischen Fasermix zu definieren.
Schritt 3: Pilotbetrieb an einer Faserlinie. Die erste Kalibrierungsphase dauert typisch 4–8 Wochen. Danach läuft das System im Empfehlungsmodus (Operator bestätigt Setpoint-Änderungen) bevor es in den vollautonomen Closed-Loop-Betrieb übergeht.
Ein konkretes Beispiel
Ein finnisches Board-Werk mit drei Faserpräparationslinien und einem Tagesproduktionsvolumen von 800 Tonnen hat Valmet Fiber Furnish Control auf allen Hauptlinien eingeführt. Ausgangsproblem: Freeness-Schwankungen von ±18 ml CSF zwangen Operatoren zu konservativen Energiesetpoints, was zu systematischer Übermahlung bei guter Faserlage führte. Nach 18 Monaten Betrieb: Freeness-Variabilität auf ±6 ml CSF gesunken (Reduktion 67%), spezifischer Energieeintrag im Vergleichszeitraum um 8% gesenkt — trotz unveränderter Qualitätsanforderungen.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Prozessdaten verbleiben on-premises im Valmet DNA System des Werks — keine obligatorische Cloud-Übertragung für den Basisbetrieb
- Remote-Support: Valmet kann Remote-Zugriff für Diagnose und Modell-Updates anbieten; dies wird vertraglich geregelt und kann auf VPN-basierte Zugänge beschränkt werden
- Datennutzung: Produktionsdaten werden nicht von Valmet für Training anderer Modelle genutzt ohne ausdrückliche Vereinbarung
- Empfehlung: Für den Remote-Zugriff eine klare Vereinbarung über Umfang, Protokollierung und Datenzugriff treffen und in den Service-Vertrag aufnehmen
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Empfohlen in 1 Use Cases
Papier- & Zellstoffindustrie
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