No-Code-Plattform für Montage- und Fertigungsprozesse: digitale Arbeitsanweisungen, Schritt-für-Schritt-Führung am Arbeitsplatz und Computer-Vision-gestützte Verifikation direkt an der Station. Werker sehen die nächste Aktion auf einem Bildschirm — das System prüft per Kamera, ob der Schritt korrekt ausgeführt wurde, bevor es zur nächsten Aktion freischaltet.
Kosten: Ab ca. 1.200 USD/Interface/Jahr (Essentials: ca. 100 USD/Monat je aktiver Station, mind. 10 Stationen); Professional ca. 250 USD/Monat/Interface; Enterprise auf Anfrage
Stärken
- No-Code-App-Builder: Montageschritte können ohne Programmierung definiert und angepasst werden
- Echtzeit-Sequenzprüfung: AI-gestützte Computer-Vision-Checks nach jedem Schritt möglich
- IoT-Integration: Verbindet Drehmomentschrauber, Sensoren und Barcode-Scanner direkt mit dem Arbeitsschritt
- Lückenlose Rückverfolgbarkeit: jeder Montageschritt mit Zeitstempel, Werker-ID und Ergebnis protokolliert
- Schnelle Anpassbarkeit bei Variantenvielfalt: Produktvarianten steuern automatisch unterschiedliche Ablaufpfade
Einschränkungen
- US-Datenhosting — für Hersteller mit strengen Datensouveränitätsanforderungen nicht ohne weiteres DSGVO-konform einsetzbar
- Kein deutschsprachiger Support — Dokumentation und Oberfläche auf Englisch
- Computer-Vision-Features erfordern zusätzliche Kamerahardware und Kalibrierung vor Ort
- Mindestgröße: 10 aktive Stationen — kein Einstieg für sehr kleine Piloten mit 1-2 Plätzen
- Kein On-Premises-Betrieb — Cloud-Pflicht ist eine Einschränkung für air-gapped Produktionsumgebungen
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Demo-Zugang unter tulip.co beantragen. Tulip bietet eine 30-tägige kostenlose Testphase an. Wähle einen einzelnen Montagearbeitsplatz mit klar definierten Schritten als Piloten — idealerweise einen, bei dem Reihenfolgeabweichungen bereits dokumentiert vorgekommen sind.
Schritt 2: Erstelle im No-Code-App-Builder eine einfache App mit 5–8 Montageschritten. Füge pro Schritt eine Bestätigungspflicht hinzu (Werker tippt “Erledigt” oder scannt einen Barcode). Das allein — ohne Kamera — liefert schon die erste digitale Protokollspur jeder Montage.
Schritt 3: Wenn der Pilot funktioniert: Kamera an der Station nachrüsten und AI-Vision-Checks für die kritischen Schritte aktivieren — z.B. “Ist Bolzen X angezogen, bevor Schritt Y freigeschaltet wird?” Tulip bietet Vorlagen für häufige Prüfaufgaben.
Ein konkretes Beispiel
Ein Hersteller von Hydraulikaggregaten mit 6 Montageplätzen und 40 aktiven Varianten setzt Tulip ein, um Verwechslungen zwischen ähnlichen Ventilblock-Varianten zu verhindern. Die App lädt beim Scan des Auftragsbarcodes automatisch die variantenspezifische Schritt-für-Schritt-Anweisung. Nach jedem kritischen Anzugsschritt nimmt die Kamera ein Bild auf — ein KI-Modell prüft, ob das korrekte Teil eingebaut ist. In den ersten drei Monaten sinkt die Nacharbeitsquote wegen Verwechslungen von 2,3% auf 0,4%.
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