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Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig ⚠️ Hybrid Zuletzt geprüft: Juni 2026

Tidely

Tidely GmbH (München)

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In München entwickelte Liquiditätsplanungssoftware mit Fokus auf KMU und wachsende Unternehmen. KI-basierte Cashflow-Prognosen (Auto Forecast), mehr als 5.000 Bankanbindungen über PSD2 und Integrationen mit lexoffice, sevDesk, DATEV-Export und gängigen ERP-Systemen. Über 1.500 Kunden, durchweg deutsche Datenhaltung und deutschsprachiger Support.

Kosten: Starter ab 39 €/Monat (1 Bankkonto, 1 Nutzer), Professional ab 75 €/Monat (5 Banken, 2 Nutzer), Business ab 189 €/Monat (10 Banken, 5 Nutzer, 3 Mandanten), Enterprise auf Anfrage; günstigste Preise bei 2-Jahres-Vertrag, monatlich zahlbar entsprechend teurer (bis 55 / 105 / 265 €); 7 Tage kostenlos testen ohne Kreditkarte; bis zu 30 % Rabatt bei 2-Jahres-Verträgen

Kategorien

Stärken

  • Transparente Tarifstruktur ab 39 €/Monat, Einsteigertarif für Solo-Selbstständige und kleine Firmen geeignet
  • KI-Kategorisierung: Transaktionen werden automatisch Buchungskreisen zugeordnet
  • Auto Forecast: KI-gestützte 4–13-Wochen-Liquiditätsprognose mit Szenarien
  • Datenhaltung in Deutschland, deutschsprachiger Support, Made in Germany als USP
  • Mehr als 5.000 unterstützte Bankanbindungen über PSD2
  • Integrationen zu lexoffice, sevDesk, Billomat, BuchhaltungsButler, MOCO, Qonto, Pleo, PayPal, EBICS, Zapier, eigene API

Einschränkungen

  • Keine direkte DATEV-Live-Schnittstelle (nur Export bzw. Drittanbieter-Brücke)
  • Im Vergleich zu Agicap weniger umfangreich bei sehr großen Konzernstrukturen
  • Forecast-KI funktioniert besser bei stabilen Mustern als bei stark saisonalen oder Projektgeschäften
  • Zusatzkonten und weitere Integrationen oberhalb des Tarif-Kontingents kosten extra und können die Rechnung verteuern
  • Mandanten-Verwaltung erst ab Business-Tarif (ab 189 €/Monat)

Passt gut zu

KMU mit 5–50 Mitarbeitenden, die von Excel auf professionelle Liquiditätsplanung migrieren SaaS- und E-Commerce-Unternehmen mit wiederkehrenden Cashflow-Mustern Unternehmen, die ein deutsches Tool mit deutschsprachigem Support bevorzugen

Kurzfazit

Tidely ist die deutsche Antwort auf Agicap, eine moderne Liquiditätsplanungssoftware, die KMUs den Sprung von Excel-Tabellen auf eine echte Cashflow-Plattform erleichtert. Die KI-gestützte Auto-Forecast-Funktion, mehr als 5.000 Bankanbindungen über PSD2 und die nahtlose Integration mit lexoffice, sevDesk und MOCO machen Tidely zu einer der ergonomischsten Lösungen im DACH-Markt. Datenhaltung in Deutschland und deutschsprachiger Support sind echte Differenzierungsmerkmale gegenüber französischen oder US-Wettbewerbern. Schwächen: Keine direkte DATEV-Live-Schnittstelle, der Forecast wird bei sehr projektgetriebenen Geschäftsmodellen weniger zuverlässig, und der Sprung von Professional (ab 75 €) auf Business (ab 189 €) ist eine echte Hürde. Für klassischen Mittelstand mit stabilen Cashflow-Mustern ist Tidely aktuell die beste deutsche Wahl.

Für wen ist Tidely?

E-Commerce und SaaS mit wiederkehrenden Mustern: Die KI braucht historische Muster, um zuverlässig zu prognostizieren, und da glänzen monatlich abrechnende SaaS-Unternehmen, regelmäßige E-Commerce-Bestellungen oder Abo-Boxen. Tidely erkennt zuverlässig, wann Lieferantenrechnungen fällig werden, wann Stripe-Auszahlungen kommen, wann Steuervorauszahlungen anstehen.

Mittelstand in der Wachstumsphase: 5 bis 50 Mitarbeitende, mehrere Bankkonten, gelegentlich Liquiditätsengpässe, der klassische Tidely-Use-Case. Statt einmal pro Monat in Excel eine Cashflow-Prognose zu basteln, läuft sie laufend automatisch aktualisiert. Für CFOs und Geschäftsführer in dieser Größenordnung ist Tidely der bezahlbare Einstieg in professionelles Treasury-Management.

Agenturen und Beratungen mit Projektgeschäft: Tidely bildet Forderungen, geplante Eingänge und projizierte Abgänge sauber ab. Besonders nützlich für Agenturen, die zwischen Projektzahlungen oft Liquiditätsdellen haben, die Vorwarn-Funktion gibt Zeit, Forderungen anzumahnen oder die Kontokorrentlinie rechtzeitig auszuweiten.

Holdings und Beteiligungsstrukturen mit wenigen Tochterfirmen: Der Business-Tarif erlaubt es, drei Mandanten gleichzeitig zu verwalten, sinnvoll für kleine Beteiligungsholdings, Steuerkanzleien mit ausgesuchten Mandanten oder Familienbetriebe mit mehreren Gesellschaften.

Weniger geeignet für: Solo-Selbstständige mit nur einem Bankkonto (der Starter-Tarif lohnt sich erst bei spürbarer Komplexität), Konzerne mit zehn+ Tochterfirmen (dort ist Agicap oder eine SAP-Treasury-Lösung der bessere Pfad), reine Projektgeschäfte mit hochvariablen Cashflows ohne historische Muster (KI greift kaum), und Unternehmen, die zwingend DATEV-Live-Kopplung in Echtzeit brauchen.

Preise im Detail

PlanPreis (ab / monatlich)Was du bekommst
Starterab 39 € / bis 55 €/Monat1 Bankkonto, 1 Nutzer, 1 Unternehmen, KI-Kategorisierung, KI-Cashflow-Prognose, 3 KPI-Widgets
Professionalab 75 € / bis 105 €/Monat5 Bankkonten, 2 Nutzer, 1 Unternehmen, 1 Integration (Buchhaltung/API), Szenarien, erweiterte Analytics
Businessab 189 € / bis 265 €/Monat10 Bankkonten, 5 Nutzer, 3 Mandanten, 3 Integrationen, voller Support, persönliches Onboarding
EnterpriseAuf AnfrageUnbegrenzte Konten, Nutzer, Mandanten und Integrationen, dedizierter Berater, Custom-Integrationen, SLA

Einordnung: Die niedrigen “ab”-Preise gelten nur beim 2-Jahres-Vertrag (bis zu 30 % Rabatt), wer monatlich zahlt, landet beim oberen Wert. Starter (ab 39 €/Monat) ist der pragmatische Einstiegspunkt für Solo-Selbstständige und kleine GmbHs, aber nur, wenn ein Bankkonto ausreicht. Professional (ab 75 €/Monat) ist der Sweetspot für die meisten KMU: 5 Banken, 2 Nutzer und eine Buchhaltungs-Integration (lexoffice/sevDesk) reichen für die Mehrheit der Anwender. Der Sprung auf Business (ab 189 €/Monat) ist eine echte Schwelle und rechtfertigt sich erst, wenn du Mandantenstrukturen, mehr als 5 Bankkonten oder ein größeres Team hast. Erfreulich: KI-Kategorisierung und Cashflow-Prognose stecken bereits im Starter-Tarif, nicht erst in den höheren Stufen. 2-Jahres-Verträge mit bis zu 30 % Rabatt machen Tidely bei langfristiger Planung deutlich günstiger; die 7-Tage-Trial ohne Kreditkarte ist ein faires Probierangebot.

Stärken im Detail

KI-Forecast, der bei stabilen Geschäftsmustern wirklich funktioniert. Tidelys Auto-Forecast lernt aus 12+ Monaten Transaktionshistorie und projiziert wiederkehrende Muster automatisch in die Zukunft: Monatsgehälter, Mietzahlungen, Versicherungen, Steuervorauszahlungen, regelmäßige Lieferantenrechnungen. Für ein SaaS-Unternehmen mit gleichmäßigem MRR und planbaren OpEx-Strukturen sind die 8-Wochen-Prognosen meist erstaunlich präzise, manuell so schnell nicht zu erreichen.

Über 5.000 Bankanbindungen über PSD2. Sparkassen, Volksbanken, Direktbanken, Neobanken, Tidely deckt den deutschen Bankenmarkt sehr breit ab. Die Erstanbindung läuft über das jeweilige TAN-Verfahren der Bank und dauert typischerweise unter 5 Minuten pro Konto. Auch Konten bei Qonto, N26 oder Holvi werden unterstützt; PayPal- und Kreditkarten-Integrationen ergänzen das Bild.

Integrationen mit dem deutschen Buchhaltungs-Ökosystem. Tidely zieht Daten direkt aus lexoffice, sevDesk, Billomat und MOCO, die Standardwerkzeuge im KMU-Mittelstand. Das bedeutet: Offene Rechnungen erscheinen automatisch im Forecast als geplante Eingänge, Kreditorenrechnungen als Abgänge. Im Vergleich zu reinen Bank-only-Tools ist die Prognose dadurch spürbar genauer.

KI-Kategorisierung mit Lerneffekt. Beim ersten Sync werden 12 Monate Transaktionen automatisch in Buchungskreise eingeordnet (Personalkosten, Wareneinkauf, Miete, Steuern). Korrekturen lernt das System, nach 2–3 Monaten Nutzung erkennt Tidely auch firmenspezifische Muster zuverlässig (z. B. dass “Abbuchung XY GmbH” immer zu Cloud-Hosting-Kosten zählt).

Datenhaltung in Deutschland als echtes Differenzierungsmerkmal. Server in Deutschland, deutscher Anbieter, deutscher Support. Für Steuerberater, die ihren Mandanten ein Cashflow-Tool empfehlen, ist das ein wichtiges Argument gegenüber französischen oder US-Wettbewerbern, DSGVO-Pfad ist sauber, AVV standardmäßig verfügbar.

Persönliches Onboarding ab Business-Tarif. Statt nur Doku und Video-Tutorials gibt es ab dem Business-Tarif (ab 189 €/Monat) ein persönliches Onboarding. Das beschleunigt die Inbetriebnahme erheblich, vor allem wenn mehrere Bankkonten und Buchhaltungssysteme parallel angebunden werden sollen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine DATEV-Live-Schnittstelle. Wer mit Steuerberater über DATEV arbeitet, kann Tidely-Daten nur per Export (CSV, DATEV-Format) übertragen oder Drittanbieter-Brücken wie GetMyInvoices nutzen. Für die meisten KMU im Steuerberater-Verbund ist das ein echter Nachteil, Doppeleingaben drohen oder mindestens ein Sync-Zwischenschritt.

Forecast-KI hat klare Grenzen bei Projektgeschäft. Wenn ein Unternehmen unregelmäßige Großaufträge hat (Bauwesen, Maschinenbau, hochpreisige Beratung), bringen 12 Monate Historie wenig Vorhersagekraft. Die Auto-Prognose unterschätzt dann typischerweise Schwankungen, manuelle Szenarien werden zur Pflicht, was den Hauptnutzen relativiert.

Sprung von Professional auf Business ist heftig. Von ab 75 €/Monat (Pro) auf ab 189 €/Monat (Business) bedeutet mehr als eine Verdopplung für Funktionen, die viele KMUs erst ab einer gewissen Größe wirklich brauchen (Mandanten, mehr Integrationen, mehr Bankkonten). Eine Zwischenstufe würde dem Tarifsystem guttun, wer sich klein fühlt für Business, aber Pro langsam zu eng wird, bleibt in einer unbefriedigenden Lücke.

Tarif-Kontingente sind eng geschnitten. Professional erlaubt nur eine einzige Buchhaltungs- oder API-Integration, Starter nur ein Bankkonto. Wer mehrere Bankverbindungen oder mehrere Integrationen parallel braucht, wird schneller in den nächsthöheren Tarif gedrängt, als die reinen Einstiegspreise vermuten lassen. Bei der Plan-Wahl unbedingt die tatsächliche Anzahl der Bankkonten und benötigten Integrationen gegen das Tarif-Kontingent prüfen.

Im internationalen Vergleich kleinerer Funktionsumfang als Agicap. Agicap (französischer Wettbewerber, im DACH-Raum stark vertreten) bietet umfangreichere Konsolidierungsfunktionen für Konzerne mit vielen Tochterfirmen, tieferes Treasury-Reporting und mehr Optionen für internationale Banken außerhalb Europas. Für DACH-KMU ist Tidely meist die ergonomischere Wahl, für Konzerne mit 10+ Töchtern eher nicht.

Keine native Mehrwährungsplanung über DACH hinaus. Tidely bildet Euro-Cashflows gut ab; wer mit Dollar-, Pfund- oder Yen-Konten parallel plant, stößt schneller an Grenzen als bei Agicap oder international ausgerichteten Treasury-Tools. Für exportorientierte Mittelständler mit hohem Fremdwährungsanteil ein Faktor.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Konzernstruktur mit 10+ Töchtern und internationalem Cashflow hastAgicap
Eine integrierte Lösung für Rechnungserfassung + Cashflow brauchstCandis
Tiefe DATEV-Live-Anbindung als Steuerberater-orientiertes KMU brauchstDATEV
Eine integrierte Buchhaltung statt reiner Liquiditätsplanung suchstsevDesk
Projektzeiterfassung und Cashflow kombinieren willst (Agentur)MOCO

Erwähnenswert: Lexware Office bietet integrierte Buchhaltung mit Liquiditätsblick. Ohne eigene Tool-Seite: Helu (deutsches Controlling-Tool mit BWA-Fokus), Finway (für AP-Automatisierung und Liquiditätsplanung kombiniert), Pliant und Pleo (Card- und Spend-Management mit Forecast-Komponenten), Cashplan (klassischer Excel-Ersatz, weniger KI) und Cashboard. Tidely positioniert sich klar als KMU-Spezialist, wer in dieser Größenordnung arbeitet und Wert auf deutsche Datenhaltung legt, findet kaum eine bessere Option. Für andere Use-Cases lohnt der Blick auf die Alternativen.

So steigst du ein

Schritt 1: Auf tidely.com die kostenlose 7-Tage-Testphase starten, ohne Kreditkarte. Erste Bankkonten via PSD2 anbinden, das jeweilige TAN-Verfahren der Bank durchlaufen. Tidely synchronisiert die letzten 12 Monate Transaktionshistorie automatisch, danach ist die erste Auswertung in Minuten verfügbar.

Schritt 2: Die KI-Kategorisierung der ersten 12 Monate Transaktionen prüfen und Ausreißer korrigieren, Tidely lernt diese Korrekturen und wendet sie auf zukünftige Transaktionen an. Anschließend Buchhaltungssoftware verbinden (lexoffice, sevDesk, Billomat, MOCO), das macht den Forecast deutlich präziser, weil offene Rechnungen automatisch einfließen.

Schritt 3: Forecast-Horizont festlegen (4–13 Wochen sind Standard für KMU, 6 Monate optional), Szenarien anlegen (z. B. “Großauftrag fällt aus”, “Lieferantenzahlungsziel +30 Tage”) und das Dashboard mit den drei wichtigsten KPIs einrichten: Aktuelle Liquidität, projizierter Tiefstand der nächsten 8 Wochen, Liquiditätsreichweite in Tagen. Wer mit Steuerberater zusammenarbeitet, sollte direkt den DATEV-Export einmal testen, um den Workflow vor der Kaufentscheidung zu prüfen.

Ein konkretes Beispiel

Ein E-Commerce-Unternehmen aus Hamburg (12 Mitarbeitende, 4 Mio. € Umsatz, drei Verkaufskanäle Amazon/Shopify/eBay) nutzt Tidely Professional, um die Liquiditätsentwicklung über die nächsten acht Wochen abzubilden. Die KI erkennt aus 18 Monaten Historie, dass Lieferantenrechnungen aus Asien immer 14 Tage nach Wareneingang gezahlt werden, und projiziert das automatisch in den Forecast. Im November warnt Tidely zwei Wochen im Voraus vor einer Lücke um den Black-Friday-Lagerausbau: Das Unternehmen verhandelt mit dem Hauptlieferanten ein 30-Tage-Zahlungsziel statt der bisherigen 14 Tage und vermeidet die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie um 80.000 €. Konkreter Nutzen: Vermiedene Zinskosten von ca. 1.200 € (3 Wochen, 9 % Kontokorrentzins), beim Professional-Tarif (ab 75 €/Monat) amortisiert sich Tidely allein durch diesen einen Vorgang für mehr als ein Jahr. Der CFO ergänzt monatlich manuelle Szenarien für ungewisse Großaufträge, die die KI nicht abbilden kann, das Tool wird so zur Diskussionsgrundlage zwischen GF und Steuerberater statt zum reinen Anzeigewerkzeug.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: “Entwickelt und gehostet in Deutschland”, laut Anbieter mit bankübliche Verschlüsselung und DSGVO-Konformität. Tidely GmbH ist deutscher Anbieter mit Sitz in München (Chiemgaustraße 148).
  • Datennutzung: Transaktionsdaten dienen der Forecast-Berechnung und Kategorisierung des jeweiligen Kunden. Die KI-Kategorisierung lernt aus den Korrekturen des eigenen Kontos. Details zur Datenverarbeitung regelt die Datenschutzerklärung; vor Vertragsabschluss lohnt der Blick hinein, vor allem zur Frage, ob Modelle ausschließlich mandantenspezifisch lernen.
  • PSD2-Anbindung: Der Kontozugriff erfolgt über regulierte PSD2-Schnittstellen. Nach PSD2-Vorgabe ist eine periodische Re-Authentifizierung der Bankverbindung erforderlich, das genaue Intervall richtet sich nach der jeweiligen Bank.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Ein AVV ist für ein deutsches B2B-SaaS dieser Art Standard und sollte im Vertragsprozess angefragt werden. Konkrete Zertifizierungen (etwa ISO 27001 oder SOC 2) bitte direkt beim Anbieter erfragen, da sie sich aus den öffentlichen Seiten nicht zweifelsfrei belegen ließen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-bewusste KMU ist deutsches Hosting ein sauberes Argument. Beim Mandantengeschäft (Steuerberater, die Tidely für Klienten einsetzen) sollten die Datenfreigabe-Einstellungen explizit pro Mandant geprüft werden, der Business-Tarif erlaubt eine klare Trennung über drei Mandanten.

Gut kombiniert mit

  • lexoffice, Tidely zieht aus lexoffice offene Eingangs- und Ausgangsrechnungen automatisch in den Forecast. Das Tandem ist im KMU-Mittelstand der häufigste Stack, lexoffice macht Buchhaltung, Tidely macht Treasury.
  • sevDesk, alternative Buchhaltungs-Anbindung mit ähnlich nahtloser Integration. Für Selbstständige und kleinere Firmen oft die Wahl statt lexoffice.
  • Candis, wenn AP-Automatisierung (Kreditorenrechnungen, Freigabeworkflows) parallel laufen soll. Candis liefert die operative Rechnungsverarbeitung, Tidely den strategischen Cashflow-Blick, beide ergänzen sich, ersetzen einander aber nicht.

Unser Testurteil

Tidely verdient 4 von 5 Sternen. Es ist die deutschste, ergonomischste und am besten ins KMU-Ökosystem integrierte Cashflow-Lösung im Markt. Die KI-Forecast funktioniert bei stabilen Geschäftsmustern überzeugend, die Bankanbindungen sind tief, die Buchhaltungs-Integrationen mit lexoffice und sevDesk sind wirklich nahtlos, und das deutsche Hosting plus deutschsprachiger Support sind echte Vorteile gegenüber Wettbewerbern. Den fünften Stern verliert Tidely durch die fehlende DATEV-Live-Schnittstelle, den harten Sprung von Professional auf Business und die KI-Schwächen bei projektgetriebenen Geschäftsmodellen. Für klassischen Mittelstand mit stabilen Cashflow-Mustern ist Tidely die erste Wahl, wer eine internationale Konzernstruktur oder hochvariables Projektgeschäft hat, sollte Agicap oder spezialisierte Treasury-Tools mit prüfen.

Was wir bemerkt haben

  • 2024, Tidely hat die Bankanbindungen über PSD2 deutlich ausgebaut, von rund 3.500 auf inzwischen über 5.000 unterstützte Institute. Der Sprung bei Sparkassen- und Volksbankenabdeckung war besonders relevant für den klassischen Mittelstand.
  • 2025, Die Auto-Forecast-KI wurde grundlegend überarbeitet. Frühere Nutzer berichteten von zu konservativen Prognosen; mit dem Update hat sich die Genauigkeit bei stabilen Geschäftsmustern messbar verbessert. Bei sehr projekttypischen Cashflows bleibt der Forecast aber ein Hinweis, kein verlässliches Werkzeug.
  • Juni 2026, Die Preise werden auf der Website als Spanne dargestellt: Starter ab 39 € (2-Jahres-Vertrag) bis 55 € (monatlich), Professional ab 75 € bis 105 €, Business ab 189 € bis 265 €. Wer den niedrigen “ab”-Preis sieht, sollte im Hinterkopf behalten, dass dieser nur bei langer Vertragsbindung gilt.
  • Juni 2026, KI-Kategorisierung und KI-Cashflow-Prognose sind laut Preisseite in allen Tarifen ab Starter enthalten, nicht erst in den höheren Stufen. Das ist für ein KMU-Tool dieser Klasse erfreulich offen.
  • Juni 2026, Eine native DATEV-Live-Anbindung fehlt weiterhin. Der Workaround über Export oder Drittanbieter-Brücken funktioniert, ist aber für Steuerberater-Mandate weniger elegant als bei Konkurrenten mit nativer DATEV-Verbindung.
  • Juni 2026, Über 1.500 Unternehmen nutzen Tidely, eine relevante Marktdurchdringung im DACH-KMU-Markt. Tidely hat den Sprung vom Startup zum etablierten Anbieter geschafft. Eine echte Übernahmegefahr durch Agicap oder einen größeren Player bleibt für die nächsten Jahre aber realistisch.

Quellen

  1. Tidely – Preise. https://tidely.com/preise/ (abgerufen am 2026-06-14). Tarife Starter (ab 39 €/Monat, 1 Bankkonto, 1 Nutzer), Professional (ab 75 €/Monat, 5 Banken, 2 Nutzer), Business (ab 189 €/Monat, 10 Banken, 5 Nutzer, 3 Mandanten), Enterprise auf Anfrage; monatliche Listenpreise bis 55/105/265 €; 20 %/30 % Rabatt bei 1-/2-Jahres-Vertrag; 7 Tage kostenlos testen ohne Kreditkarte; KI-Kategorisierung und KI-Cashflow-Prognose in allen Tarifen.
  2. Tidely – Startseite und Produktübersicht. https://tidely.com/ (abgerufen am 2026-06-14). Mehr als 5.000 Bankanbindungen, KI-generierter Auto Forecast, über 1.500 Kunden, Integrationen mit lexoffice, sevDesk, Billomat, BuchhaltungsButler, MOCO, Pleo, Qonto, Zapier, EBICS; Sitz München (Chiemgaustraße 148); entwickelt und gehostet in Deutschland.

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Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

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