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Companyon

Companyon Analytics GmbH

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Deutsche Controlling- und Liquiditätsplanungsplattform speziell für KMU, Selbstständige und Start-ups. Vereint klassisches Controlling (BWA 2.0, Soll-Ist-Vergleiche, Kennzahlen) mit Liquiditätsforecasts und Szenarioplanung. Hosting in ISO-27001-zertifizierten deutschen Rechenzentren, DATEV-Schnittstelle als Add-on, intelligente Planungs-Assistenten, kein generativer KI-Co-Pilot, sondern automatisierte Forecast-Logik.

Kosten: Basic 69–99 €/Monat, Professional 109–159 €/Monat, Expert 179–249 €/Monat (Bestseller), Premium auf Anfrage. Jahresabrechnung jeweils günstiger. DATEV-Schnittstelle als Add-on 79 €/Monat. Zusätzliche Nutzer 5 €/Monat, weitere Unternehmen 10–30 €/Monat. Alle Preise netto.

Kategorien

Stärken

  • Konkretes, öffentliches Pricing, von Basic 69 €/Monat bis Premium individuell
  • Verbindet Controlling-Berichte (BWA, Bilanz, Kennzahlen) und Liquiditätsplanung in einer Lösung
  • ISO-27001-zertifizierte Rechenzentren, deutsche Datenhaltung, SSL-256-Bit-Verschlüsselung
  • DATEV-Schnittstelle für automatische Buchhaltungsdaten, wenn auch als kostenpflichtiges Add-on
  • Klares KMU-Fokus: vier Tier-Modelle, die sich am Bedarf von Mikro bis Mittelstand orientieren
  • Branchen-spezifische Funktionsbereitstellung für Produktion, Agentur, IT, Gastronomie, Bau, Beratung

Einschränkungen

  • DATEV-Integration als 79 €/Monat-Add-on, bei den meisten KMU faktisch Pflicht, was Basic-Plan unrealistisch macht
  • “KI-Komponente ist intelligenter Assistent, kein generativer Co-Pilot, wer einen Chat-Assistant für Finanzfragen sucht, ist hier nicht richtig”
  • Weniger bekannt im Markt als [Agicap](/tools/agicap/), [Commitly](/tools/commitly/) oder [Tidely](/tools/tidely/)
  • Stärker beratungsorientiert, wer reine Selbstbedienungssoftware will, ist bei Wettbewerbern besser bedient
  • Schnell teuer, sobald mehrere Add-ons (Rechte, Konsolidierung, Segmentierung) gebraucht werden

Passt gut zu

KMU, die Controlling und Liquiditätsplanung in einer Lösung zusammenführen wollen Start-ups in der Wachstumsphase, die ihre Finanzberichte für Investoren professionalisieren müssen Geschäftsführungen, denen ein klares deutsches Pricing-Modell wichtig ist Beratungsorientierte Unternehmen, die ihre Steuerberater-Daten regelmäßig auswerten wollen

Kurzfazit

Companyon ist eine bodenständige deutsche Controlling-Plattform für KMU, kein hype-getriebenes KI-Tool, sondern ein solides Werkzeug, das BWA-Analyse, Budgetplanung und Liquiditätsforecast in einer Oberfläche zusammenführt. Die intelligente Planungs-Assistenten sind real, aber kein generativer Chat-Co-Pilot im Stil moderner LLM-Tools, eher Automatisierung klassischer Forecast-Logik. Stark: konkrete, öffentliche Preise (selten in diesem Segment), deutsches Hosting, ISO-27001-Zertifizierung, DATEV-Anbindung. Schwach: die DATEV-Schnittstelle ist ein 79-Euro-Add-on (für die meisten Anwender faktisch Pflicht), die Marktbekanntheit liegt deutlich hinter Agicap oder Tidely, und der Add-on-Stapel macht den scheinbar günstigen Basic-Tarif schnell zu einem Mittelklasse-Preis. Für KMU, die einen deutschen Anbieter mit transparenter Preisliste und sauberem DSGVO-Pfad suchen, ist Companyon eine ehrliche Empfehlung, wer einen modernen KI-Assistant erwartet, sollte die Erwartungen vorab kalibrieren.

Für wen ist Companyon?

KMU im klassischen Mittelstand (10–250 Mitarbeitende): Die Kernzielgruppe. Wer monatlich BWA-Daten aus der Buchhaltung in eine strukturierte Auswertung übersetzen will und gleichzeitig eine rollierende Liquiditätsplanung braucht, bekommt mit Companyon Expert (179–249 €/Monat) ein vollständiges Paket. Branchenspezifische Funktionsbausteine für Produktion, Bau und Beratung sind hinterlegt.

Start-ups in der Wachstumsphase: Wer für Investoren professionelle Finanzberichte vorbereiten muss, findet bei Companyon einen sauberen Soll-Ist-Vergleich mit Szenarioplanung. Der Sprung von „Excel mit Steuerberater” zu „professionelles Reporting” ist genau die Brücke, die das Tool gebaut hat. Das DATEV-Add-on ist hier praktisch Pflicht.

Geschäftsführungen mit Steuerberater-Bindung: Companyon positioniert sich im Steuerberater-Mandant-Verhältnis. Wer mit seinem Steuerberater zusammen die BWA monatlich auswerten will, hat hier ein gemeinsames Werkzeug, der Steuerberater liefert die DATEV-Daten, Companyon visualisiert sie für die Geschäftsführung. Das ist ein Workflow, den reine Cashflow-Tools wie Agicap so nicht abbilden.

Selbstständige und Mikro-Unternehmen: Der Basic-Tarif (69 €/Monat) ist auf dem Papier auch für sehr kleine Einheiten interessant. In der Praxis wird er erst mit DATEV-Schnittstelle (+79 €/Monat) brauchbar, dann reden wir bereits über 148 €/Monat, und der Vorteil gegenüber einem schlanken Cashflow-Tool schmilzt.

Weniger geeignet für: sehr große Konzerne (dort kommen SAP S/4HANA oder spezialisierte CPM-Plattformen ins Spiel), Unternehmen, die einen KI-Chat-Assistant für Finanzfragen suchen (Companyon ist nicht generative AI), reine Cashflow-Use-Cases ohne Controlling-Bedarf (Agicap oder Tidely sind dort schlanker) und Unternehmen ohne deutsche Buchhaltungsbasis (das Tool ist auf DATEV und BWA optimiert).

Preise im Detail

PlanJahres-Preis (€/Monat)Monats-Preis (€/Monat)Was du bekommst
Basic6999Cockpit, BWA 2.0, Budgetplanung, Ergebnisforecast, Plan-Ist-Vergleich
Professional109159Zusätzlich: mehrere Planungsszenarien, Zwischenbilanzen, Kennzahlenanalyse, Cashflow-Analyse
Expert (Bestseller)179249Zusätzlich: automatische Liquiditätsforecasts, Bilanzplanung, Cashflow-Planung, Szenarioanalyse, Personalkostenplanung
PremiumIndividuellIndividuellZusätzlich: Kostenstellen, Konsolidierung, Rechteverwaltung, professioneller Support

Add-ons: DATEV-Schnittstelle 79 €/Monat • zusätzliche Nutzer 5 €/Monat pro Person • weitere Mandanten 10–30 €/Monat (je nach Plan) • Rechteverwaltung, Segmentierung, Konsolidierung je 60 €/Monat. Alle Preise netto.

Einordnung: Auf dem Papier ist Companyon das transparenteste Pricing im Segment, konkrete Beträge, keine „Preis auf Anfrage”-Hürde wie bei Agicap oder vielen anderen Wettbewerbern. In der Praxis musst du mit Add-on-Mathematik rechnen: Expert (179 €) + DATEV (79 €) + zwei zusätzliche Nutzer (10 €) landen schnell bei 268 €/Monat, also rund 3.200 € im Jahr. Das ist immer noch günstiger als manche Agicap-Verträge im Mittelstand, aber spürbar mehr als die kommunizierte Einstiegspreislinie. Der Sweetspot ist Expert mit DATEV-Anbindung, alles darunter ist für ernsthafte Nutzung zu eng, alles darüber lohnt sich erst bei mehreren Mandanten oder Tochtergesellschaften.

Stärken im Detail

Konkretes Pricing in einem intransparenten Markt. Im Cashflow- und Controlling-Segment ist „Preis auf Anfrage” leider der Normalfall. Companyon zeigt vier Tarife mit Beträgen, listet Add-ons auf, beziffert auch Zusatznutzer-Kosten. Das ist eine bewusste Differenzierung gegenüber Agicap und Co., und ein echter Vorteil für Geschäftsführungen, die ohne stundenlangen Vertriebs-Termin eine Budget-Entscheidung treffen wollen.

Controlling und Liquidität in einer Oberfläche. Wer bisher mit Excel-BWA, separater Liquiditätsplanung und Kennzahlen-Dashboard arbeitet, bekommt mit Companyon ein einheitliches Werkzeug. Die Verbindung zwischen Soll-Ist-Vergleich (Controlling) und Forecast (Liquidität) ist genau die Brücke, die in der KMU-Praxis oft fehlt, und die andere Tools (reine Cashflow-Tools, reine Reporting-Tools) nur einseitig abbilden.

Deutsches Hosting, ISO-27001, SSL-256-Bit. Für mittelständische Unternehmen, die ihre Finanzdaten nicht in US-Cloud ablegen wollen, ist der DSGVO-Pfad sauberer als bei vielen Wettbewerbern. ISO 27001 ist als Zertifizierung im Mittelstand der relevante Vertrauens-Anker, Companyon bringt ihn explizit mit.

Branchenspezifische Funktions-Bausteine. Die Plattform stellt unterschiedliche Module für Produktion, Agentur, IT, Gastronomie, Bau und Beratung bereit, das macht den Einstieg konkreter als bei generischen Tools, die „eine Lösung für alle” verkaufen. Wer in einer Branche mit spezifischen Kennzahlen arbeitet (Stundensätze in der Beratung, Materialeinsatz im Bau), findet hier passendere Templates.

Klares Tier-Modell. Vier Stufen mit klar definierten Funktionsunterschieden sind einfacher zu vergleichen als undurchsichtige Custom-Pricing-Modelle. Das Tier-Modell macht es Geschäftsführungen leichter, sich für einen Einstiegspunkt zu entscheiden und später hochzuwechseln.

Steuerberater-Mandant-Fokus. Das Tool ist explizit für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater gedacht, eine pragmatische Positionierung in einem Markt, in dem die meisten KMU ihre Buchhaltung weiterhin extern führen. Die DATEV-Schnittstelle ist genau dafür die zentrale technische Voraussetzung.

Schwächen ehrlich betrachtet

DATEV-Schnittstelle als 79-Euro-Add-on ist ärgerlich. Wer in Deutschland Controlling und Liquidität auf BWA-Basis machen will, kommt an DATEV praktisch nicht vorbei. Dass die zentrale Schnittstelle nicht im Basis-Paket inkludiert ist, sondern monatlich extra kostet, ist eine Marketing-Entscheidung, die den scheinbar günstigen Einstiegspreis relativiert. Realistisch: rechne mit Basic + DATEV = 148 €/Monat als faktischem Einstieg.

KI-Begriff wird inflationär verwendet. Companyon spricht von „intelligenten Assistenten”, was in der Praxis automatisierte Forecast-Logik bedeutet, nicht generative KI. Wer einen Chat-Assistant für Finanzfragen erwartet („Was passiert mit meiner Liquidität, wenn ich diesen Auftrag im Q3 verliere?”), wird enttäuscht. Das Tool ist solide klassische Software mit Automatisierungs-Funktionen, nicht ein KI-Tool im Stil von 2025/26-LLM-Co-Piloten.

Schmale Marktbekanntheit. Im DACH-Cashflow-Segment dominieren Agicap (Marktführung), Commitly (Düsseldorf), Tidely (Köln) und Helu.io. Companyon ist im Vergleich weniger sichtbar, was bedeutet: weniger Community-Erfahrungsberichte, weniger Capterra-Reviews, weniger Vergleichs-Material. Für vorsichtige Entscheider ist das ein Argument, das in den Auswahl-Prozess gehört.

Add-on-Mathematik wird schnell teuer. Wer zusätzliche Mandanten verwaltet (z. B. Holding mit drei Tochtergesellschaften), Rechte-Management braucht, Konsolidierung will und Segmentierung: jedes Modul kostet 60 €/Monat extra. Beim Premium-Plan mit allen Erweiterungen liegt man schnell jenseits von 400 €/Monat, Bereich, in dem auch Agicap, Lucanet oder JIRA Software-orientierte Lösungen ins Spiel kommen.

Stärker beratungsorientiert. Das Tool wird mit Beratungs-Background verkauft. Das Tool wird mit Beratungs-Background verkauft, wer reine Selbstbedienungs-Software ohne Consulting-Touch sucht, ist bei moderneren UI-zentrierten Wettbewerbern besser bedient. Für KMU, die Beratung schätzen, ist das ein Plus; für reine Software-Käufer eher Hindernis.

Internationalisierung schwach. Companyon ist auf den deutschen Markt optimiert, BWA, DATEV, deutsche Bilanzregeln. Wer Tochtergesellschaften in Österreich, der Schweiz oder international hat, stößt an Grenzen. Für rein DACH-fokussierte Unternehmen kein Problem, für international wachsende Mittelständler ein Limit.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine PSD2-Bankanbindung mit automatischem Forecast brauchstAgicap
Eine deutsche Cashflow-Lösung mit transparentem Pricing willstCommitly
Schlanke Liquiditätsplanung ohne Controlling-Tiefe brauchstTidely
Die Buchhaltung selbst (nicht nur Auswertung) digitalisieren willstDATEV oder Finmatics

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Helu.io (Berlin, starkes Reporting-Tool für KMU), Lucanet (Mittelstand-CPM-Plattform), Adam Systems (deutsche FP&A-Lösung) und Pliant (Card- und Cashflow-Plattform mit deutschem Hosting). Wer eine rein cashflow-fokussierte Lösung sucht, fährt mit Agicap, Commitly oder Tidely meist besser. Wer ein integriertes Controlling-Werkzeug mit BWA, Soll-Ist und Liquiditätsplanung sucht, findet bei Companyon eine seriöse deutsche Option, die im Vergleich zur internationalen Konkurrenz weniger sichtbar, aber funktional belastbar ist.

So steigst du ein

Schritt 1: Auf companyon.de eine Demo anfragen oder die kostenlose Testphase starten. Vor dem Demo-Termin solltest du Klarheit über die Eckdaten haben: Wieviele Mitarbeitende? Wie viele Mandanten/Tochtergesellschaften? Welche Buchhaltungssoftware (DATEV, Lexware, andere)? Welcher Funktionsumfang ist Pflicht (nur Controlling vs. Controlling + Liquidität)? Diese Eckpunkte bestimmen den passenden Tier-Plan.

Schritt 2: Onboarding mit Companyon-Berater: Anbindung der Buchhaltungs-Schnittstelle (DATEV-Add-on auf jeden Fall einplanen), Import der letzten 12 Monate BWA-Daten, Konfiguration der Cockpit-Sicht für die Geschäftsführung. Companyon liefert hier aktive Beratungs-Unterstützung, das ist Teil des Geschäftsmodells, kein Selbst-Service-Setup wie bei modernen SaaS-Tools.

Schritt 3: Liquiditätsplan auf Basis der historischen Zahlungsmuster anlegen, mindestens drei Szenarien definieren (best/worst/base case) und mit Geschäftsführung oder Beirat im monatlichen Rhythmus durchsprechen. Die Power des Tools entfaltet sich erst, wenn die Soll-Ist-Vergleiche zur monatlichen Routine werden, als Einmal-Setup ohne Ritualisierung verpufft der Effekt.

Ein konkretes Beispiel

Ein Software-Start-up aus Berlin (22 Mitarbeitende, 3 Mio. € ARR) nutzt Companyon Expert zur Vorbereitung der Series-A-Finanzierungsrunde. Das Tool verbindet die BWA-Daten aus DATEV mit dem Liquiditätsforecast und erzeugt automatisch ein Investoren-Reporting mit Soll-Ist-Vergleich, Cashflow-Übersicht und drei Wachstumsszenarien. Die Geschäftsführung erkennt drei Monate vor der angepeilten Closing-Frist, dass die Cash-Reichweite in einem realistischen Szenario knapp wird, Personalkosten steigen stärker als geplant, Vertriebspipeline verschiebt sich. Ohne Companyon hätten sie das vermutlich erst in der Bilanz-Phase nach Quartalsschluss bemerkt. Sie passen den Closing-Plan an und verhandeln eine Bridge-Finanzierung über 500.000 €, die ohne den Frühwarnhinweis nicht oder erst unter Druck zustande gekommen wäre. Kosten: ca. 268 €/Monat (Expert + DATEV + zwei Nutzer), also rund 3.200 € im Jahr. Nutzen: vermeidet einen Liquiditäts-Engpass, der das gesamte Unternehmen gefährden könnte.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Deutschland, ISO-27001-zertifizierte Rechenzentren. Anbieter ist die Companyon Analytics GmbH.
  • Verschlüsselung: SSL-256-Bit für alle Datenübertragungen. Datenbankverschlüsselung auf Server-Ebene.
  • Datennutzung: Mandanten-Daten ausschließlich für die Erbringung der Plattform-Leistung. Keine Nutzung für KI-Modelltraining (das Tool nutzt keine generative KI mit Trainingsbedarf).
  • DATEV-Schnittstelle: Add-on, das den DATEV-Datenfluss von der Buchhaltung in Companyon automatisiert, formal eine Auftragsverarbeitung, die zwischen Mandant, Steuerberater und Companyon zu klären ist.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standardbestandteil bei B2B-Verträgen. Für deutsche KMU eine vergleichsweise unkomplizierte Konstellation, da alle Beteiligten dem deutschen Datenschutzrecht unterliegen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Companyon ist DSGVO-technisch gut aufgestellt, der Pfad ist sauberer als bei US-Anbietern. Trotzdem den AVV vor Vertragsabschluss prüfen lassen, insbesondere zu Aufbewahrungsfristen und Löschkonzepten.

Gut kombiniert mit

  • DATEV, die Buchhaltungs-Quelle für Companyon. Ohne DATEV (oder eine vergleichbare Buchhaltungssoftware) gibt es keine automatisierten BWA-Daten. Die DATEV-Schnittstelle ist das zentrale Bindeglied.
  • Agicap oder Commitly, als Cashflow-Spezialist mit tieferer Bankanbindung. In großen KMU mit mehreren Bankkonten und komplexer Kontostruktur lohnt sich die Kombination: Companyon für Controlling, Agicap für tagesgenauen Cashflow.
  • Steuerberater-Praxis, Companyon ist explizit für die Zusammenarbeit mit Steuerberatern gebaut. Wer den Berater in den Auswertungs-Prozess einbindet, holt aus dem Tool den größten Nutzen.

Unser Testurteil

Companyon verdient 3 von 5 Sternen. Das Tool ist eine solide, deutsche Controlling- und Liquiditätsplattform, gut für KMU, die Wert auf transparentes Pricing, deutsches Hosting und Steuerberater-kompatible Workflows legen. Es ist kein KI-Tool im modernen Sinne: Die „intelligenten Assistenten” sind automatisierte Forecast-Logik, kein generativer Co-Pilot. Wer das akzeptiert und ein bodenständiges deutsches Controlling-Werkzeug sucht, findet hier eine ehrliche Empfehlung. Den vierten Stern verliert Companyon durch die schmalere Marktbekanntheit, die DATEV-Add-on-Politik (die den günstigen Einstiegspreis relativiert) und die Add-on-Mathematik, die bei Premium-Funktionen schnell teuer wird. Den fünften kostet die fehlende echte generative KI-Komponente und die schwache Internationalisierung. Für DACH-fokussierte KMU mit Steuerberater-Bindung und Controlling-Anspruch eine gute Wahl. Für andere Use-Cases gibt es spezialisierte Alternativen, die ihre eine Sache besser machen.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Companyon kommuniziert weiterhin konkrete öffentliche Preise, eine bewusste Differenzierung gegenüber Agicap und vielen Wettbewerbern, die mit „Preis auf Anfrage” arbeiten. Bemerkenswert in einem Segment, in dem Preistransparenz die Ausnahme bleibt.
  • Mai 2026, Die KI-Story bleibt zurückhaltend: Companyon vermarktet „intelligente Assistenten” für Planungsprozesse, positioniert sich aber nicht als generatives KI-Tool. Das ist ehrlich, viele Controlling-Tools im Markt nutzen das Buzzword inflationärer, ohne dahinter eine substantielle LLM-Integration zu haben.
  • Mai 2026, Die DATEV-Schnittstelle ist weiterhin als 79-Euro-Add-on positioniert und nicht im Basis-Plan inkludiert. Eine Marketing-Entscheidung, die im DACH-KMU-Markt regelmäßig zu Diskussionen führt, Wettbewerber wie Commitly haben DATEV-Anbindung in höheren Tarifen inkludiert.

Quellen

  1. Companyon – Preisübersicht. https://www.companyon.de/preise (abgerufen am 2026-06-13). Alle Tarife (Basic 69–99 €, Professional 109–159 €, Expert 179–249 €, Premium individuell) und Add-on-Preise (DATEV 79 €/Monat, Nutzer 5 €/Monat etc.).
  2. Companyon – Impressum. https://www.companyon.de/impressum (abgerufen am 2026-06-13). Korrekter Firmenname: Companyon Analytics GmbH, Speditionstraße 15a, 40221 Düsseldorf, HRB 89334.
  3. Companyon – Startseite. https://www.companyon.de (abgerufen am 2026-06-13). Produktbeschreibung, ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum, keine generative KI, kein LLM-Co-Pilot.
  4. Companyon – Datenschutzerklärung. https://www.companyon.de/datenschutz (abgerufen am 2026-06-13). DSGVO-Compliance, SSL/TLS-Verschlüsselung, Hosting-Auftragsverarbeitung, zuständige Aufsichtsbehörde NRW.

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Arthur Atlas

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