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Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026

Ticontract

Transporeon (Trimble)

3/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

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Digitale Plattform für europaweite Transportausschreibungen und Carrier-Management als Teil der Transporeon-Suite. Verlader bündeln Transportvolumen in strukturierten Ausschreibungsprozessen und bewerten Spediteure anhand einheitlicher Kriterien.

Kosten: Auf Anfrage; modulare Enterprise-Lizenzierung nach Ausschreibungsvolumen und Nutzeranzahl; nutzungsbasiertes Preismodell ohne öffentliche Listenpreise

Kategorien

Stärken

  • Spezialisiert auf Transportausschreibungen, strukturierter Vergabeprozess statt E-Mail-Verhandlung
  • Anbindung an das Transporeon-Spediteurnetzwerk mit über 210.000 europäischen Carriern und LSPs
  • EU-Datenhaltung (dokumentiertes Rechenzentrum in Ulm), deutschsprachige Oberfläche und deutscher Firmensitz
  • Integration in die Transporeon-Suite (Echtzeit-Tracking, Zeitfenstermanagement, Freight Audit)
  • KI-gestützte Funktionen für den Frachteinkauf (Autonomous Procurement, Market Insights)

Einschränkungen

  • Fokus auf strategische Ausschreibungen, kein operatives Sendungstracking in Ticontract selbst
  • Für kleine Verlader mit wenig Transportvolumen kaum rentabel
  • Ticontract wird innerhalb der Transporeon-Plattform positioniert, die strategische Roadmap liegt bei Trimble/Transporeon
  • Implementierungskosten und Onboarding-Dauer branchentypisch hoch für Enterprise-Logistiksoftware
  • Keine öffentliche Preisliste, Budgetplanung ohne Vertriebsgespräch nicht möglich

Passt gut zu

Verlader mit regelmäßigen Transportausschreibungen (Jahreskontrakte, Spotmarkt-Tender) Logistikleiter, die Carrier-Bewertung und -Compliance strukturiert managen Unternehmen, die bereits andere Transporeon-Module nutzen und Ausschreibungen integrieren

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Regelmäßige Transportausschreibungen (Jahreskontrakte, Spotmarkt-Tender) strukturiert digitalisieren
  • Carrier-Bewertung und -Compliance mit tausenden europäischen Spediteuren über ein gemeinsames Netzwerk
  • Bereits andere Transporeon-Module im Einsatz und Ausschreibungen integrieren
  • Transparente Vergleichbarkeit von Frachtraten über mehrere Verkehrsträger hinweg gesucht

Wann nein

  • Kleine Verlader mit wenig Transportvolumen, Invest und Onboarding kaum rentabel
  • Einzelne Spot-Buchungen ohne wiederkehrende Tender-Prozesse
  • Vollständiges TMS (Transport-Management-System) mit operativem Tracking gesucht, Ticontract ist strategisches Beschaffungstool
  • Sofortige Implementierung erwartet, Enterprise-Logistikplattformen erfordern branchentypisch mehrere Monate Onboarding

Kurzfazit

Ticontract, heute Teil der Transporeon Freight-Marketplace-Plattform, digitalisiert das, was viele Logistikabteilungen noch mit Excel und E-Mail erledigen: strukturierte Transportausschreibungen mit definierten Bewertungskriterien, Carrier-Management und Kontraktvergabe. Das Werkzeug macht seinen Job gut, ist aber kein eigenständiges TMS und nicht für kleine Verlader geeignet. Die Übernahme von Transporeon durch Trimble im April 2023 und die Positionierung der Ticontract-Marke innerhalb der Transporeon-Plattform sind Aspekte, die Interessenten vor einer langfristigen Investition prüfen sollten.

Für wen ist Ticontract?

Große und mittelgroße Verlader mit hohem Transportvolumen: Wer 5.000+ Sendungen pro Jahr vergibt und regelmäßige Jahreskontrakte mit mehreren Dutzend Spediteuren aushandelt, findet in Ticontract den größten Nutzen. Die Standardisierung des Tender-Prozesses bringt hier messbare Zeit- und Kostenersparnisse.

Logistikleiter mit Compliance-Anforderungen: Branchen mit strengen Anforderungen an Carrier-Qualifikation (Gefahrgut, Pharma, Lebensmittel) profitieren von der strukturierten Carrier-Datenbank, in der Zertifizierungen, Versicherungsnachweise und Performance-KPIs hinterlegt und automatisch überwacht werden können.

Unternehmen im Transporeon-Ökosystem: Wer bereits Transporeon für Echtzeit-Tracking, Zeitfenstermanagement oder Freight Audit nutzt, profitiert von der nahtlosen Datenintegration: Carrier-Performance aus dem Tracking fließt direkt in die Ausschreibungsbewertung ein.

Einkaufsabteilungen mit Multi-Modus-Bedarf: Ticontract unterstützt FTL, LTL, Intermodal und Seefrachtausschreibungen, ideal für Unternehmen, die verschiedene Verkehrsträger in einem einheitlichen Prozess bündeln wollen.

Weniger geeignet für: Kleinere Verlader mit unter 1.000 Sendungen pro Jahr, Unternehmen, die ein vollständiges TMS mit operativem Tracking suchen, sowie Betriebe, die eine schnelle und günstige Einstiegslösung erwarten.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Freight Marketplace (Basis)Auf AnfrageZugang zur Transporeon-Plattform, Carrier-Netzwerk, Basis-Ausschreibungen
Freight Marketplace (Professional)Auf AnfrageErweiterte Tender-Funktionen, KPI-Tracking, Carrier-Bewertungsmodule
Suite (inkl. Tracking, Freight Audit)Auf AnfrageVollständige Transporeon-Suite mit allen Modulen kombiniert

Einordnung: Transporeon (und damit Ticontract) veröffentlicht keine Listenpreise. Das Preismodell ist nutzungsbasiert und orientiert sich am Ausschreibungsvolumen und der Anzahl aktiver Nutzer. Konkrete Beträge nennt der Anbieter nur im Vertriebsgespräch. Nach unserer Einschätzung liegen die Jahreskosten für mittelständische Verlader (1.000–10.000 Sendungen/Jahr) branchentypisch im fünfstelligen Bereich, hinzu kommen häufig separate Implementierungskosten. Belastbare Zahlen veröffentlicht der Anbieter nicht, verlässlich ist nur: Die Entscheidung für Ticontract/Transporeon ist eine mittelfristige Investition, keine kurzfristige Software-Subscription.

Stärken im Detail

Strukturierter Tender-Prozess statt E-Mail-Chaos. Traditionell laufen Transportausschreibungen über individuelle E-Mails, unterschiedliche Excel-Formate und manuellen Vergleich, ein fehleranfälliger, zeitintensiver Prozess. Ticontract standardisiert den gesamten Ablauf: Anforderungen, Angebotsstrukturen und Bewertungskriterien werden einmalig definiert, alle Carrier antworten im selben Format. Das macht Vergleiche objektiv und nachvollziehbar.

Zugang zu über 210.000 Carriern im Transporeon-Netzwerk. Transporeon betreibt nach eigenen Angaben eines der größten europäischen Carrier-Netzwerke. Für Verlader bedeutet das: Nicht nur die bestehenden Spediteure werden eingebunden, sondern neue Carrier auf bestimmten Relationen können direkt aus der Plattform eingeladen werden, besonders wertvoll für Kapazitätsengpässe oder neue Beschaffungsregionen.

KPI-gestützte Carrier-Bewertung und KI-Funktionen. Performance-Daten aus dem Transporeon-Tracking (Pünktlichkeitsquoten, Schadenquoten, Response-Zeiten) fließen in die Carrier-Bewertungsprofile ein. Ergänzend bietet Transporeon KI-gestützte Funktionen für den Frachteinkauf: Autonomous Procurement automatisiert Teile der Spot-Beschaffung, Market Insights prognostiziert Spotpreise anhand von Marktdaten. Damit wird die Ausschreibung nicht mehr nur vom Preis getrieben, sondern von echten Leistungsdaten und Marktprognosen.

EU-Datenhaltung und deutschsprachige Oberfläche. Für deutsche Unternehmen ist das ein relevanter Vorteil: Die Plattform läuft auf EU-Servern, dokumentiert ist ein eigenes, ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Ulm. Oberfläche und Support sind auf Deutsch verfügbar. Das erleichtert die interne Akzeptanz und die DSGVO-Compliance.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein operatives Sendungstracking im Tool selbst. Ticontract ist ein strategisches Beschaffungstool, kein TMS. Wer einen Auftrag vergeben hat, wechselt für das Sendungstracking in ein anderes Modul (Transporeon Visibility) oder ein externes System. Die nahtlose Integration innerhalb der Transporeon-Suite ist vorhanden, aber die Grenze zwischen strategischer Vergabe und operativem Betrieb ist trotzdem spürbar.

Für kleine Verlader wirtschaftlich kaum sinnvoll. Der Implementierungsaufwand (branchentypisch mehrere Monate), die Vertragskosten und die interne Ressourcenbindung für Carrier-Onboarding und Prozessdefinition lohnen sich erst ab einem relevanten Sendungsvolumen. Wer weniger als 1.000–2.000 Sendungen pro Jahr ausschreibt, erzielt mit Excel und direkten Verhandlungen oft ähnliche Ergebnisse zu deutlich geringeren Kosten.

Ownership und Roadmap liegen bei Trimble/Transporeon. Ticontract wird innerhalb der Transporeon-Dachmarke positioniert. Die eigenständige Marke und ihre Website (ticontract.com) existieren weiter und waren zum Prüfzeitpunkt aktiv, aber Roadmap und Weiterentwicklung liegen bei Transporeon und dem US-Mutterkonzern Trimble. Für langfristige Investitionsentscheidungen ist diese Abhängigkeit ein Faktor, den man einplanen sollte.

Keine öffentlichen Preise, lange Vertriebszyklen. Interessenten müssen mehrere Gespräche führen, bevor ein Angebot vorliegt. Das ist in der Enterprise-Logistiksoftware üblich, aber frustrierend für schnelle Budgetentscheidungen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Gesamten Einkauf (nicht nur Transport) digitalisieren willstSAP Ariba
Einkauf, Invoice-Management und Procurement bündeln willstCoupa
Echtzeit-Sendungstracking als Primärbedürfnis hastProject44
Trimble-Produkte bereits im Einsatz hastTrimble für die Gesamtintegration prüfen

Ticontract / Transporeon Freight Marketplace ist dann erste Wahl, wenn strukturierte Transportausschreibungen und Carrier-Management im Zentrum stehen, und du das Transporeon-Netzwerk von über 210.000 Carriern nutzen willst. Für alle anderen Logistikbedürfnisse sind spezialisierte Tools oft besser geeignet.

So steigst du ein

Schritt 1: Kontaktiere Transporeon für ein Erstgespräch und schildere dein Transportvolumen: Anzahl Ausschreibungen pro Jahr, Anzahl aktiver Carrier, Transportmodi (FTL, LTL, Intermodal) und Länderumfang. Ticontract ist Teil der Transporeon-Suite, viele Kunden steigen über andere Module (z. B. Echtzeit-Tracking) ein und ergänzen Ausschreibungsfunktionen später.

Schritt 2: Definiere deine Ausschreibungsvorlage: Welche Strecken, Transportkriterien und Bewertungsparameter sind für dein Unternehmen relevant? Ticontract liefert standardisierte Templates für Stückgut, Komplettladungen und temperaturgeführte Transporte. Das Onboarding-Team unterstützt bei der Konfiguration des ersten Tenders.

Schritt 3: Lade deine Carrier-Basis in die Plattform ein: Bestehende Spediteure erhalten einen Zugang und können Angebote direkt einreichen. Über das Transporeon-Netzwerk kannst du den Kreis um bisher unbekannte Carrier auf bestimmten Relationen erweitern, besonders hilfreich bei Notfallkapazitäten oder neuen Beschaffungsregionen.

Ein konkretes Beispiel

Ein mittelständischer Möbelhersteller aus Ostwestfalen mit 45 aktiven Spediteuren führt seine Jahresausschreibung für 12.000 Sendungen bisher per Excel und E-Mail durch: individuelle Preisanfragen, unterschiedliche Tabellenformate, manuelle Vergleiche. Mit Ticontract wird der gesamte Tender digitalisiert: Spediteure geben Preise strukturiert in der Plattform ein, das System erstellt automatisch eine Vergabeempfehlung basierend auf Preis-Leistungs-Kriterien. Die Ausschreibungsdauer sinkt von 6 Wochen auf 3 Wochen, die Vergleichbarkeit der Angebote verbessert sich deutlich. Im Folgejahr werden Carrier zusätzlich nach KPI-Daten (Pünktlichkeit, Schadenquote) aus dem Transporeon-Tracking bewertet.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Transporeon betreibt seine Plattform auf EU-Servern. Dokumentiert ist ein eigenes, ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Ulm mit Datenhaltung in Deutschland (Beleg aus der Zeit vor der Trimble-Übernahme). Das Unternehmen hat seinen rechtlichen Sitz in Deutschland (TRANSPOREON GmbH, Ulm, HRB 722056) und verarbeitet Daten innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums.
  • Konzernzugehörigkeit: Seit April 2023 ist Transporeon Teil des US-amerikanischen Konzerns Trimble Inc. Etwaige Datentransfers in die USA unterliegen dem EU-US Data Privacy Framework. Für DSGVO-sensible Unternehmen sollte geprüft werden, welche Daten ggf. an die Muttergesellschaft übermittelt werden und wo die Verarbeitung heute konkret stattfindet.
  • AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag): Für Enterprise-Kunden verfügbar. Wird im Rahmen des Vertragsabschlusses vereinbart.
  • Zugriffskontrolle: Rollenbasiertes Berechtigungsmodell; Carrier sehen nur die für sie relevanten Ausschreibungen, keine fremden Angebotsdaten.
  • Empfehlung für Unternehmen: Die EU-Datenhaltung und AVV-Möglichkeit machen Ticontract/Transporeon für deutsche Unternehmen grundsätzlich DSGVO-tauglich. Der US-Konzern Trimble im Hintergrund sollte bei der Due Diligence jedoch berücksichtigt werden, insbesondere in regulierten Branchen (Pharma, Verteidigung). Details zur aktuellen Verarbeitung gehören in den Datenverarbeitungsvertrag.

Gut kombiniert mit

  • Project44, Ticontract vergibt Transportaufträge in der strategischen Ausschreibung, Project44 trackt die Sendungen danach in Echtzeit; beide Ebenen zusammen schließen die Sichtbarkeitslücke zwischen Vergabe und Ausführung
  • SAP Ariba, Ticontract für Transport-spezifische Tender, SAP Ariba für die gesamte indirekte und direkte Beschaffung; Unternehmen mit SAP-Backbone nutzen oft beide parallel, da die Spezialisierung von Ticontract auf Frachtausschreibungen SAP Ariba in diesem Teilbereich überlegen ist
  • Coupa, Coupa deckt den Einkauf und die Rechnungsverarbeitung ab, Ticontract optimiert den Transportausschreibungsprozess; Freight-Audit-Daten aus Transporeon lassen sich in Coupa für die Rechnungsprüfung nutzen

Unser Fazit

Ticontract verdient 3 von 5 Sternen. Das Tool löst ein reales Problem, den chaotischen, E-Mail-basierten Transportausschreibungsprozess, und löst es für große Verlader gut. Das Carrier-Netzwerk von Transporeon mit über 210.000 Carriern ist ein echter Wettbewerbsvorteil und gehört zu den größten in Europa. Den vierten Stern verhindert die Abhängigkeit der Ticontract-Roadmap von der Transporeon/Trimble-Strategie, der hohe Investitionsaufwand und die fehlende Preistransparenz. Wer in ein Tool investiert, dessen Weiterentwicklung vollständig von der Plattformstrategie des US-Mutterkonzerns abhängt, sollte das beim Kauf einkalkulieren.

Was wir bemerkt haben

  • April 2023: Trimble hat die Übernahme von Transporeon (angekündigt im Dezember 2022, Volumen 1,88 Milliarden Euro) am 3. April 2023 abgeschlossen. Ticontract war Teil dieser Übernahme. Die Ticontract-Marke existiert weiterhin mit eigener Website, wird aber innerhalb der Transporeon-Plattform positioniert. Interessenten sollten beim Kauf klären, welches Produkt sie tatsächlich lizenzieren.
  • 2023–2024: Transporeon ordnet sein Portfolio unter wenigen Hauptmodulen (Freight Marketplace, Execution & Visibility, Dock & Yard Management, Freight Audit). Die Ticontract-Ausschreibungsfunktionen sind Teil des Bereichs Freight Sourcing / Freight Marketplace. Die eigenständige Ticontract-Website (ticontract.com) blieb zum Prüfzeitpunkt online und mit deutschsprachigen Produktseiten aktiv.
  • Juli 2026: Zum Prüfzeitpunkt fanden wir keine öffentlichen Belege für eine Einstellung, Abkündigung oder Vernachlässigung von Ticontract. Das Carrier-Netzwerk ist laut Transporeon-Plattformseite von über 150.000 (2023) auf über 210.000 Carrier gewachsen. Eine frühere Aussage zu angeblich verlangsamten Produktupdates haben wir mangels belastbarer Quelle entfernt.

Was wir geprüft haben

Diese Seite bewertet Ticontract unter 4 Sternen. Weil das eine Aussage über ein reales Produkt eines realen Anbieters ist, legen wir offen, welche Aussagen wir gegen welche Quellen geprüft haben (Stand: 30. Juli 2026).

  • Übernahme durch Trimble (April 2023, 1,88 Milliarden Euro): bestätigt über die Transporeon-Pressemitteilungen zur Ankündigung (12.12.2022) und zum Abschluss (03.04.2023).
  • Firmensitz und Rechtsform: bestätigt über den Handelsregistereintrag der TRANSPOREON GmbH, Ulm (Amtsgericht Ulm, HRB 722056).
  • Carrier-Netzwerk über 210.000: bestätigt über die aktuelle Transporeon-Plattformseite. Die früher genannte Zahl 180.000 haben wir auf die aktuelle Angabe korrigiert; zum Übernahmezeitpunkt 2023 waren es rund 150.000.
  • KI-Funktionen: Autonomous Procurement, Autonomous Quotation und Market Insights sind auf der Transporeon-Plattformseite ausgewiesen und stützen die Einordnung als KI-gestütztes Beschaffungswerkzeug.
  • EU-Datenhaltung: Ein eigenes, ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Ulm mit Datenhaltung in Deutschland ist dokumentiert. Der zugrunde liegende Fachartikel stammt aus der Zeit vor der Trimble-Übernahme, deshalb bewerten wir die heutige US-Konzernmutter im Abschnitt DSGVO gesondert.
  • Markenstatus: Wir haben die Aussage, die eigenständige Ticontract-Vermarktung laufe aus, entfernt. Die Website ticontract.com war zum Prüfzeitpunkt aktiv und mit deutschsprachigen Produktseiten online. Belegbar ist die Positionierung unter der Transporeon-Plattform, nicht eine Abkündigung der Marke.
  • Nicht belegbar und daher entfernt: die Aussage, langjährige Kunden berichteten von verlangsamten Produktupdates. Dafür fanden wir keine öffentliche Quelle.
  • Preis- und Onboarding-Angaben (fünfstelliger Jahresbetrag, mehrere Monate Onboarding) sind branchentypische Einschätzungen der Redaktion, keine vom Anbieter veröffentlichten Zahlen. Der Anbieter nennt keine öffentlichen Listenpreise.

Quellen

  1. Transporeon – Freight Marketplace. https://www.transporeon.com/en/platform/freight-marketplace (abgerufen am 2026-06-20). Transporeon Freight Marketplace verbindet über 1.500 Verlader und 210.000 Carrier europaweit; bietet strategische Ausschreibungen, Spot-Beschaffung und Marktdaten in einer Plattform; erzielte laut Angaben 4 % Einsparung beim Spot-Spend..
  2. Transporeon – Freight Procurement für Verlader. https://www.transporeon.com/en_US/platform/freight-sourcing-hub/shipper/freight-procurement (abgerufen am 2026-06-20). Transporeon Freight Procurement strukturiert den vollständigen Tender-Prozess mit mehreren Verhandlungsrunden (1,5-4 % Preisreduktion gegenüber einmaligem Offline-Feedback), unterstützt 25 Sprachen für internationale Carrier-Kommunikation und ermöglicht laut Angaben bis zu 20 % Frachtkosten- und 30 % Arbeitsaufwandsreduktion..
  3. Transporeon – Trimble acquires Transporeon (Ankündigung). https://www.transporeon.com/en/company/press/trimble-acquires-transporeon (abgerufen am 2026-07-30). Trimble kündigte am 12. Dezember 2022 die Übernahme von Transporeon für 1,88 Milliarden Euro an; Transporeon wird als Cloud-Plattform mit Hauptsitz in Ulm beschrieben. Beleg für Übernahmesumme, Ankündigungsdatum und Firmensitz..
  4. Transporeon – Trimble completes Transporeon acquisition. https://www.transporeon.com/en/company/press/trimble-completes-transporeon-acquisition (abgerufen am 2026-07-30). Die Übernahme durch Trimble wurde am 3. April 2023 abgeschlossen; Transporeon nannte zu diesem Zeitpunkt ein Netzwerk von über 150.000 Carriern und über 1.400 Verladern. Beleg für Abschlussdatum und Netzwerkgröße 2023 (laut aktueller Plattformseite inzwischen über 210.000 Carrier)..
  5. Transporeon – Plattformüberblick (Netzwerk und KI-Funktionen). https://www.transporeon.com/de/ueber-uns/ticontract/ (abgerufen am 2026-07-30). Die Transporeon-Plattform weist aktuell über 210.000 angebundene Carrier und LSPs sowie über 1.500 verladende Unternehmen aus und bewirbt KI-Funktionen wie Autonomous Procurement, Autonomous Quotation und Market Insights. Beleg für aktuelle Netzwerkgröße und KI-Features..
  6. Handelsregister – TRANSPOREON GmbH, Ulm (HRB 722056). https://www.online-handelsregister.de/handelsregisterauszug/bw/Ulm/HRB/722056/TRANSPOREON-GmbH (abgerufen am 2026-07-30). TRANSPOREON GmbH mit Sitz in Ulm, eingetragen beim Amtsgericht Ulm unter HRB 722056, Geschäftsanschrift Heidenheimer Straße 55/1, 89075 Ulm. Beleg für Rechtsform und deutschen Firmensitz..
  7. cloudcomputing-insider – Transporeon Datenhaltung und ISO 27001. https://www.cloudcomputing-insider.de/transporeon-kunden-im-sicheren-hafen-a-510291/ (abgerufen am 2026-07-30). Fachartikel dokumentiert ein eigenes Transporeon-Rechenzentrum in Ulm, Speicherung sämtlicher Kundendaten in Deutschland ohne USA-Transfer sowie ISO-27001- und ISO-9001-Zertifizierung. Beleg für EU/DE-Datenhaltung; der Artikel stammt aus der Zeit vor der Trimble-Übernahme, die aktuelle Konzernstruktur wird im Abschnitt DSGVO gesondert bewertet..

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