Thermo-Calc
Thermo-Calc Software AB
Industriestandard für thermodynamische Berechnungen im Legierungsdesign (CALPHAD-Methode). Berechnet Phasendiagramme, Gleichgewichtsphasen, Liquidus-/Solidustemperaturen und Diffusionsprofile für Stahl, Aluminium, Nickellegierungen und weitere Systeme. Mit TC-Python und dem MATLAB-Toolbox ist Thermo-Calc direkt in maschinelles Lernen und KI-gestützte Legierungsoptimierung integrierbar. In der deutschen Automobilindustrie und Stahlbranche weit verbreitet.
Kosten: Auf Anfrage, keine öffentliche Preisliste. Erfahrungswert: Basislizenzen für Stahl-Datenbanken ab ca. 5.000–15.000 € jährlich; Forschungslizenzen günstiger, kommerzielle Unternehmenslizenzen deutlich teurer. Datenbanken (TCFE für Stahl, TTAL für Aluminium etc.) werden separat lizenziert. Add-on-Module (DICTRA, TC-PRISMA) ebenfalls gesondert.
Stärken
- CALPHAD-Methode: thermodynamisch fundierte Phasendiagramme für Multi-Komponentensysteme, Industriestandard seit Jahrzehnten
- Über 40 validierte Legierungsdatenbanken (TCFE für Stahl, TTAL für Aluminium, TCNI für Ni-Superlegierungen, TCHEA für Hochentropielegierungen)
- TC-Python API für programmatischen Zugriff: Composition-Sweeps automatisieren, Trainingsdaten für ML-Modelle generieren
- DICTRA-Modul für Diffusionssimulationen in mehrphasigen Systemen
- TC-PRISMA für Ausscheidungskinetik, relevant für Wärmebehandlungsoptimierung
- Additive Manufacturing Module für Schmelzbad- und Mikrostrukturvorhersagen
- TC-Toolbox für MATLAB und TQ-Interface für Integration in externe Simulationsumgebungen
Einschränkungen
- Preise auf Anfrage, hohe Einstiegshürde für KMU ohne Vorabkalkulation
- Steile Lernkurve: erfordert Kenntnisse in physikalischer Metallurgie und Thermodynamik
- Qualität der Ergebnisse hängt stark von der gewählten Datenbank und den Systemgrenzen ab
- Rein thermodynamische Berechnungen, mechanische Eigenschaften (Zugfestigkeit, Zähigkeit) müssen separat über Modelle abgeleitet werden
- Kein End-User-Tool, erfordert Werkstoffingenieure mit Methodenverständnis
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du entwickelst neue Legierungen und willst den Versuchsaufwand durch Simulation reduzieren
- Du brauchst thermodynamisch fundierte Phasendiagramme für Mehrkomponentensysteme
- Du willst Schmelzsimulation, Diffusion und Ausscheidungskinetik in einem konsistenten Rahmenwerk
- Du integrierst thermodynamische Berechnungen in ML-Pipelines für Materialoptimierung
Wann nein
- Du suchst mechanische Eigenschaften direkt, Zugfestigkeit, Zähigkeit, Bruchmechanik
- Du arbeitest nicht mit Metallen (Thermo-Calc ist metallurgisch fokussiert)
- Du brauchst eine Point-and-Click-Lösung ohne metallurgisches Hintergrundwissen
- Du hast ein sehr begrenztes Budget und eine einfache Einzelkomponenten-Fragestellung
Kurzfazit
Thermo-Calc ist der weltweite Industriestandard für thermodynamische Werkstoffberechnungen nach der CALPHAD-Methode. Wenn du wissen willst, welche Phasen in einer Legierung bei welcher Temperatur stabil sind, woher Seigerungen kommen oder wie Diffusion im Zweiphasensystem abläuft, Thermo-Calc ist das Werkzeug. Die Validierungstiefe der Datenbanken ist unerreicht: Jahrzehnte experimenteller Daten stecken in den Datenbankparametern, und das zeigt sich in der Treffsicherheit bei komplexen Systemen. Die Schwäche: Thermo-Calc berechnet Thermodynamik, keine mechanischen Eigenschaften. Wer wissen will, wie hart eine Legierung ist oder wie viel sie federt, braucht zusätzliche Modelle oder experimentelle Daten. Die TC-Python-Schnittstelle öffnet Thermo-Calc für KI-gestützte Legierungsoptimierung, das macht das Tool für moderne ICME-Workflows besonders interessant.
Für wen ist Thermo-Calc?
Werkstoffingenieure in F&E: Wer Legierungen entwickelt, Wärmebehandlungen optimiert oder Seigerungsphänomene versteht, kommt ohne CALPHAD nicht aus. Thermo-Calc ist das führende Werkzeug in diesem Feld und in F&E-Abteilungen der deutschen Stahl-, Automobil- und Luftfahrtindustrie weit verbreitet.
Gießereien und Schmelzbetriebe: Solidifikationsberechnungen (Scheil-Gleichgewicht, Liquidus-/Solidustemperaturen, Seigerungsprofile) helfen dabei, Gießparameter zu optimieren und Fehler wie Warmrisse oder ungewünschte Phasen vorherzusagen, ohne aufwendige Schmelzversuche.
Forschungseinrichtungen und Universitäten: Thermo-Calc bietet spezielle Forschungslizenzen zu günstigeren Konditionen. Der wissenschaftliche Anspruch der Datenbankqualität macht das Tool zur Standardreferenz in peer-reviewed Werkstoffforschung.
Datenwissenschaftler und ML-Ingenieure im Materialbereich: Mit der TC-Python-API und dem MATLAB-Toolbox wird Thermo-Calc zur Datengenerierungsmaschine für ML-Modelle. Systematische Composition-Sweeps liefern Trainingsdaten für Regressionsmodelle, die dann mechanische oder funktionale Eigenschaften vorhersagen, ein zentraler Baustein moderner ICME-Workflows (Integrated Computational Materials Engineering).
Weniger geeignet für: Unternehmen, die mechanische Prüfung oder FEM-Simulation brauchen (dort sind Ansys, Abaqus oder LS-DYNA die richtigen Werkzeuge), und Betriebe, die keine spezialisierten Werkstoffingenieure haben, Thermo-Calc setzt metallurgisches Fachwissen voraus und ist kein Self-Service-Tool.
Preise im Detail
| Komponente | Modell | Hinweis |
|---|---|---|
| Grundsoftware | Jahreslizenz | Erfahrungswert ab ca. 5.000 € (akademisch), kommerziell mehr |
| Datenbanken (TCFE, TTAL, TCNI, TCHEA…) | Jahreslizenz pro Datenbank | Separat abgerechnet, Auswahl je nach Legierungssystem |
| DICTRA (Diffusion) | Add-on | Zusätzlich zur Grundlizenz |
| TC-PRISMA (Ausscheidung) | Add-on | Zusätzlich zur Grundlizenz |
| AM-Modul (Additive Manufacturing) | Add-on | Für AM-spezifische Berechnungen |
| TC-Python / MATLAB-Toolbox | In einigen Lizenzen inkl. | Für programmatischen Zugriff und Automatisierung |
| Forschungslizenz | Reduziert | Für Universitäten und Forschungsinstitute |
Einordnung: Keine öffentliche Preistabelle, ein direktes Demo-Gespräch mit dem Vertrieb (schwedischer Mutterkonzern, deutschsprachiger Support) ist der erste Schritt. Die Gesamtkosten steigen schnell, wenn mehrere Datenbanken und Add-on-Module benötigt werden. Für Forschungseinrichtungen gibt es deutlich günstigere Konditionen. Kommerzielle Unternehmenslizenzen mit vollem Modulpaket liegen erfahrungsgemäß im fünfstelligen Bereich jährlich. Das ist investitionswürdig, wenn es Wochen experimenteller Arbeit ersetzt, und das tut es regelmäßig.
Stärken im Detail
CALPHAD, die thermodynamisch fundierte Methode. Thermo-Calc basiert auf der CALPHAD-Methode (Calculation of Phase Diagrams), bei der experimentelle Daten zur Parametrisierung thermodynamischer Modelle genutzt werden. Das Ergebnis: Phasendiagramme, die für bekannte Systeme sehr präzise sind und für neue Zusammensetzungen zuverlässig interpolieren. Das ist der Unterschied zu empirischen Faustformeln, die Physik stimmt.
Über 40 validierte Datenbanken. Die Datenbanktiefe ist Thermo-Calcs wichtigster Wettbewerbsvorteil. Jahrzehntelange experimentelle Validierung steckt in den Parametern für Stahl (TCFE), Aluminium (TTAL), Nickellegierungen (TCNI), Hochentropielegierungen (TCHEA) und viele weitere Systeme. Wer eine Frage über ein bekanntes Legierungssystem berechnet, kann den Ergebnissen vertrauen, vorausgesetzt, er versteht die Systemgrenzen.
DICTRA für Diffusionsberechnungen. Das DICTRA-Modul erweitert Thermo-Calc um kinetische Berechnungen: Diffusion in mehrphasigen Systemen, Karbid-Wachstum beim Anlassen, Entkohlungsprofile in Randschichten. Für Wärmebehandlungs-Optimierung und das Verständnis von Gefügeentwicklung ist das unverzichtbar.
TC-PRISMA für Ausscheidungskinetik. Ausscheidungshärtung ist ein zentraler Mechanismus in Aluminium-, Nickel- und Werkzeugstählen. TC-PRISMA berechnet Keimbildung, Wachstum und Vergröberung von Ausscheidungen unter thermokinetischen Randbedingungen, und gibt damit direkte Hinweise auf optimale Glühtemperaturen und Haltezeiten.
TC-Python als ML-Schnittstelle. Die Python-API erlaubt es, Berechnungen zu automatisieren und zu skalieren. Ein systematischer Composition-Sweep über 1.000 Legierungsvarianten ist mit TC-Python in Stunden erledigt, statt Wochen manueller Berechnung. Diese Daten dienen als Trainingsbasis für Surrogatmodelle, die dann auch mechanische Eigenschaften oder Prozessparameter vorhersagen können. Das ist der Kern moderner KI-gestützter Materialentwicklung.
Additive Manufacturing Module. Schmelzbad-Thermodynamik und Mikrostrukturvorhersagen für AM-Prozesse (LPBF, DED) sind ein wachsendes Anwendungsfeld. Thermo-Calc hat dafür ein dediziertes Modul entwickelt, das den Solidifikationspfad unter AM-Bedingungen berechnet und Vorhersagen zur Phasenstabilität im rapid-solidified Material macht.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine mechanischen Eigenschaften direkt. Das ist die wichtigste Einschränkung: Thermo-Calc berechnet Thermodynamik und Kinetik, nicht Zugfestigkeit, Zähigkeit, Härte oder Ermüdung. Diese Größen müssen über separate Modelle (Eigenschaftsmodelle in TC-Python, empirische Korrelationen) oder experimentell bestimmt werden. Wer direkte Eigenschaftsvorhersagen braucht, muss Thermo-Calc in eine größere ICME-Pipeline einbetten.
Steile Lernkurve. Thermo-Calc ist kein Self-Service-Tool. Wer eine Berechnung richtig interpretiert, muss verstehen, was Phasen sind, was Scheil-Solidifikation bedeutet und warum die Wahl der Datenbank das Ergebnis beeinflusst. Falsch interpretierte Phasendiagramme führen zu falschen Schlüssen, fachliche Kompetenz ist Voraussetzung.
Preistransparenz fehlt. Keine öffentliche Preisliste, kein Self-Service-Einstieg. Wer prüfen will, ob Thermo-Calc in sein Budget passt, muss ein Demo-Gespräch führen. Für Unternehmen mit schnellen Beschaffungsprozessen ist das eine unnötige Hürde.
Ergebnisqualität hängt von der Datenbank ab. Für gut untersuchte Legierungssysteme (binäre und ternäre Stähle, AlSi, AlCu) sind die Datenbanken exzellent. Für wenig untersuchte Systeme (neue Hochentropielegierungen, exotische Verbundwerkstoffe) sind die Parameter schwächer validiert, und das Ergebnis entsprechend unsicherer. Der Anwender muss das einschätzen können.
Kein integriertes FEM oder Struktursimulations-Layer. Thermo-Calc ist thermodynamisch, nicht strukturmechanisch. Die Kopplung an FEM-Software (Ansys, Abaqus) ist möglich, aber erfordert eigene Integrations-Arbeit. Es gibt kein One-Stop-Shop für Materialdesign von Thermodynamik bis Bauteilperformance.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| FEM-Simulation und Strukturmechanik brauchst | Ansys LS-DYNA |
| Satellitenbahnmechanik und Raumfahrt-Simulation suchst | Ansys STK |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: FactSage (CALPHAD-Alternative, besonders stark für Pyrometallurgie und Schlackensysteme), JMatPro (stärker bei mechanischen Eigenschaftsmodellen, besonders für Aluminiumlegierungen), Pandat (CALPHAD-Software mit starkem Fokus auf Phasendiagramm-Berechnungen), MTDATA (NPL, UK). Im Kernmarkt für Legierungsdesign und Thermodynamik ist Thermo-Calc die erste Adresse, JMatPro ist die häufigste Alternative für Anwender, die stärker in mechanische Eigenschaftsmodelle integrieren wollen.
So steigst du ein
Schritt 1: Testlizenz anfragen über thermocalc.com, Thermo-Calc bietet 30-Tage-Testlizenzen für die meisten Produkte an. Gleichzeitig festlegen, welches Legierungssystem gebraucht wird (Stahl → TCFE, Aluminium → TTAL, Nickellegierungen → TCNI). Ohne passende Datenbank liefert die Software keine sinnvollen Ergebnisse.
Schritt 2: Einstieg über vordefinierte Berechnungstypen in der grafischen Oberfläche: Gleichgewichtsberechnungen, Schritt-Diagramme (Property Diagram), Scheil-Solidifikation. Thermo-Calc bietet umfangreiche Tutorials und eine aktive wissenschaftliche Community. Die offiziellen Webinare sind für den Einstieg besonders empfehlenswert.
Schritt 3: Für ML-Integration die TC-Python API nutzen, um systematische Composition-Sweeps zu automatisieren und Ergebnisse als Trainingsdaten für Regressionsmodelle zu verwenden. TC-Python ermöglicht es, Thermo-Calc-Berechnungen in bestehende Python-ML-Pipelines einzubinden, die Datenbankqualität als Grundlage für belastbare Trainingsdaten zu nutzen ist der stärkste Hebel für KI-gestützte Materialentwicklung.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Gießereibetrieb möchte eine AlSi-Legierung mit verbesserter Warmfestigkeit entwickeln. Mit Thermo-Calc werden 200 Kompositionsvarianten systematisch berechnet, Solidustemperatur, Phasenanteil bei Betriebstemperatur, Erstarrungsintervall, und die vielversprechendsten 10 Zusammensetzungen für Gießversuche ausgewählt. Ergebnis: statt 40 Schmelzversuche (wie bisher üblich) nur noch 10 gezielte Tests. Zeitersparnis: ca. 60 % der experimentellen Entwicklungszeit. Ein Werkstoffingenieur mit Thermo-Calc-Kenntnissen und TTAL-Datenbank ersetzt damit mehrere Wochen Laborarbeit, was die Lizenzkosten innerhalb eines einzigen Entwicklungsprojekts rechtfertigt.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Thermo-Calc ist Desktop-Software (Windows, Linux) mit optionalem Cloud-Lizenzmanagement. Die eigentlichen Berechnungen laufen lokal auf dem Rechner des Anwenders, keine Uploadpflicht für Legierungsdaten. Das ist für Unternehmen mit Geheimhaltungspflichten bei Legierungszusammensetzungen ein wichtiger Vorteil.
- Cloud-Lizenzserver: Die Lizenzverwaltung kann über Thermo-Calc-Server in Schweden oder lokal im Firmennetzwerk laufen. Für den Cloud-Weg gilt das schwedische Datenschutzrecht (DSGVO-kompatibel als EU-Mitglied).
- Forschungsdaten: Wer eigene experimentelle Daten in Thermo-Calc eingibt, hat die volle Kontrolle, keine Daten verlassen den lokalen Rechner, solange keine Cloud-Services genutzt werden.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Bei Cloud-Lizenznutzung empfiehlt sich ein DPA mit Thermo-Calc Software AB. Für Unternehmen mit strengen IP-Schutzanforderungen sollte die Lizenzierung über einen eigenen lokalen Lizenzserver geprüft werden.
- Empfehlung: Für Unternehmen mit sensiblen Legierungsdaten die lokale Lizenzoption bevorzugen und Datenflüsse in die Cloud explizit konfigurieren bzw. ausschließen.
Gut kombiniert mit
- Ansys LS-DYNA, Thermo-Calc liefert thermodynamisch fundierte Phasenzusammensetzungen und Materialdaten, LS-DYNA oder Ansys Mechanical simuliert das strukturmechanische Verhalten. Die Kopplung thermodynamischer Materialdaten mit FEM ist ein Kernanwendungsfall in der integrativen Materialentwicklung (ICME).
- Python/scikit-learn/PyTorch (keine eigene Seite), TC-Python verbindet Thermo-Calc direkt mit ML-Frameworks. Systematische Berechnungen aus Thermo-Calc werden zu Trainingsdaten für Regressionsmodelle, die mechanische Eigenschaften oder Prozessparameter vorhersagen.
- JMatPro (keine eigene Seite), JMatPro ergänzt Thermo-Calc um mechanische Eigenschaftsmodelle (Zugfestigkeit, Härte). Viele Werkstofflabore nutzen beide Programme: Thermo-Calc für thermodynamische Grundberechnungen, JMatPro für die Eigenschaftsvorhersage.
Unser Testurteil
Thermo-Calc verdient 4 von 5 Sternen. Als Industriestandard für CALPHAD-Berechnungen ist Thermo-Calc in seiner Disziplin ohne ernstzunehmenden Gesamtkonkurrenten. Die Datenbanktiefe, die Modulsbreite und die Integrierbarkeit über TC-Python machen es zum zentralen Werkzeug für jeden Werkstofflabor, das ernsthaft Legierungen entwickelt. Den fünften Stern kostet die fehlende Preistransparenz, die steile Lernkurve für Einsteiger und die Tatsache, dass mechanische Eigenschaften nicht direkt berechnet werden, Thermo-Calc ist ein Spezialist, kein Allrounder. Für Unternehmen, die in Legierungsdesign investieren, ist die Lizenz eine der renditeträchtigsten Investitionen, die ein F&E-Labor machen kann. Für alle anderen ist es das falsche Werkzeug.
Was wir bemerkt haben
- 2025, Thermo-Calc Software AB hat Thermo-Calc Solutions AB als eigenständige Engineering-Dienstleistungs-Tochtergesellschaft ausgegründet. ICME-Projekte (Integrated Computational Materials Engineering), die Methodenkompetenz über das reine Software-Know-how hinaus erfordern, können damit direkt vom Softwareanbieter als Dienstleistung eingekauft werden, ein ungewöhnlicher Schritt für ein Softwareunternehmen.
- 2024–2025, Das Additive Manufacturing Module wurde signifikant erweitert, um Schmelzbad-Thermodynamik und Mikrostrukturvorhersagen für LPBF und DED zu unterstützen. Damit reagiert Thermo-Calc auf die wachsende Nachfrage aus der AM-Branche, die thermodynamische Berechnungen für Prozessparameter-Optimierung benötigt.
- Laufend, Die TCHEA-Datenbank für Hochentropielegierungen wird kontinuierlich ausgebaut. HEA-Systeme sind thermodynamisch besonders anspruchsvoll, mehr Elemente, komplexere Phasenstabilität. Die TCHEA-Datenbankqualität ist noch nicht auf dem Niveau der jahrzehntealten Stahl- oder Aluminiumdatenbanken, verbessert sich aber spürbar.
- Laufend, Die TC-Python-API hat sich zur bevorzugten Schnittstelle für ML-Integration etabliert. Die Kombination Thermo-Calc als physikbasierter Datengenerator und Python-ML-Frameworks für Surrogatmodelle ist in der Werkstoffwissenschaft ein wachsender Trend, Thermo-Calc ist für diesen Workflow direkt ausgelegt.
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