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Spacewell

Spacewell International NV (Nemetschek Group)

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Spacewell ist eine belgische IWMS- und Building-Analytics-Plattform der Nemetschek-Gruppe mit echtem IoT-Kern und KI-gestützter Energie-Anomalieerkennung. Sensordaten (Belegung, CO₂, Temperatur, Türereignisse) werden in Echtzeit ausgewertet, um Facility-Management-Prozesse wie Reinigung, Raumreservierung und Energie automatisch zu steuern. Besonders stark bei der Verknüpfung von Belegungsmessung und dynamischer Arbeitsauftragsgenerierung.

Kosten: Enterprise-Lizenzmodell, Preise ausschließlich auf Anfrage; Einstiegsprojekte typisch ab 20.000–50.000 € Implementierung; SaaS-Subskription auf Anfrage und abhängig von Module-Mix und Gebäudegröße

Stärken

  • Echtzeit-IoT-Integration: unterstützt Milesight, Disruptive Technologies, Steinel und viele weitere Sensorfabrikate
  • Reinigungsmodul mit automatischer Work-Order-Generierung basierend auf gemessener Belegung und definierten Schwellenwerten
  • IWMS-Vollabdeckung: Raumbuchung, Desk-Booking, Asset Management und Instandhaltung in einem System
  • KI-gestützte Energie-Anomalieerkennung und Verbrauchs-Benchmarking
  • Dashboards für FM-Teams ohne Programmierkenntnisse — konfigurierbar ohne Entwickler
  • EU-Datenhaltung und DSGVO-konforme Verarbeitung; Teil der börsennotierten Nemetschek-Gruppe (München)

Einschränkungen

  • Kein Self-Service-Einstieg — Einführung erfordert Implementierungsprojekt (Wochen bis Monate)
  • Preise nur auf Anfrage; kein transparentes Einstiegsmodell für kleine Gebäude
  • Sensor-Hardware wird separat bezogen — Spacewell ist die Plattform, nicht der Sensorhersteller
  • Wirtschaftlich sinnvoll erst ab ca. 3.000–5.000 m² verwalteter Fläche
  • Funktionsbreite kann überfordern — viele Module sind nur in größeren Projekten sinnvoll

Passt gut zu

FM-Dienstleister oder Corporate Real Estate mit 5.000–100.000 m² und eigenem FM-Team Organisationen, die dynamische Reinigungsplanung auf Basis echter Belegungsdaten umsetzen wollen Unternehmen, die IoT-Sensoren bereits haben oder planen und einen Plattform-Layer suchen

Kurzfazit

Spacewell ist eine der ausgereiftesten europäischen IWMS-Plattformen mit echtem IoT-Kern — gehört zur börsennotierten Nemetschek-Gruppe (München) und wird von Verdantix als IWMS- und Smart-Building-Leader geführt. Stärken: echte Sensor-Integration in Echtzeit, automatisierte Reinigungsplanung auf Basis tatsächlicher Belegung, KI-gestützte Energie-Anomalieerkennung und EU-Hosting. Schwächen: kein Self-Service-Einstieg, undurchsichtige Preise und ein Funktionsumfang, der nur ab gewisser Gebäudegröße seine Stärken ausspielt. Für mittelgroße bis große Liegenschaften mit IoT-Strategie und eigenem FM-Team eine der naheliegendsten Wahlen im DACH-Markt — für kleine Gebäude überdimensioniert.

Für wen ist Spacewell?

Corporate-Real-Estate-Verantwortliche in Konzernen: Wer 5.000–100.000 m² eigene oder angemietete Fläche managt, bekommt mit Spacewell eine integrierte Plattform für Belegung, Reinigung, Energie und Wartung. Die Skalierung über mehrere Standorte hinweg ist nativ vorgesehen, Multi-Tenant-Konfigurationen funktionieren stabil.

FM-Dienstleister mit mehreren Mandanten: Wer Facility Services für mehrere Kunden erbringt, kann pro Mandant separate Datenräume aufsetzen und die Plattform als zentrale operative Drehscheibe nutzen. Reinigungsteams bekommen Work Orders aufs Mobil, Wartung wird zentral disponiert, Asset-Daten bleiben getrennt.

Workplace-Manager mit Hybrid-Office-Strategie: Belegungsmessung und dynamische Desk-/Raumbuchung sind das Herzstück moderner Hybrid-Office-Konzepte. Spacewell verknüpft beides: Was als Sensorereignis startet, wird zur Steuerungsgröße für Reinigung, Klima und Energiemanagement.

Energiemanager und ESG-Beauftragte: Das Energy-Modul bietet KI-gestützte Anomalieerkennung — etwa wenn ein Verbrauch außerhalb der erwarteten Bandbreite liegt — und Benchmarking gegen ähnliche Gebäude. Für ESG-Reporting und Energieaudits liefert das die Datenbasis, die manuelle Erfassung kaum mehr leisten kann.

Bestandsentwickler und Investoren mit ESG-Druck: Wer Bestandsportfolios zertifizieren oder vermarkten will (DGNB, BREEAM, WELL), kann mit Spacewell die quantitativen Daten liefern, die Zertifizierer und institutionelle Mieter zunehmend verlangen. Das macht aus FM-Daten ein vermarktungsrelevantes Asset.

Weniger geeignet für: Kleine Liegenschaften unter 3.000 m² (überdimensioniert), Eigentümer ohne FM-Team (Plattform setzt operative Mannschaft voraus), Organisationen mit reiner Sensor-Erst-Beschaffung ohne Plattform-Strategie (dann besser oder Punkt-Tools wie für Raumbuchung), und Unternehmen, die ein primär ERP-getriebenes Asset Management suchen (hier ist oft die naheliegendere Wahl).

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Discovery / POCAuf AnfrageWorkshop-basierte Bedarfsanalyse, Pilotprojekt auf einem Gebäude oder einer Etage
ImplementationTypisch 20.000–50.000 € einmaligSetup, Mapping bestehender Pläne, Sensor-Onboarding, Schulung des FM-Teams
SaaS-SubskriptionAuf Anfrage, jährlichLizenzgebühr je nach Modulauswahl (Workplace, Energy, Asset) und Gebäudegröße
Sensor-HardwareSeparat, nicht inkludiertMilesight, Disruptive Technologies, Steinel etc. — je nach Konzept 30–150 € pro Sensor
Enterprise / KonzernAuf AnfrageMulti-Site-Setup, SSO, erweiterte Audit-Logs, dedizierter Customer Success

Einordnung: Spacewell ist eine Enterprise-Plattform mit Enterprise-Preisen — kleine Liegenschaften bekommen kein passendes Einstiegsmodell, das ist eine bewusste Marktpositionierung. Realistisch wird Spacewell ab einem Setup-Volumen, bei dem die Implementierungskosten von 20.000–50.000 € durch Effizienzgewinne in Reinigung, Energie oder Workplace-Auslastung innerhalb von 18–24 Monaten amortisiert sind. Bei Konzernstandorten mit 10.000–30.000 m² und einer realistischen Reinigungsoptimierung von 10–20 % rechnet sich das oft schon im ersten Jahr — bei kleineren Gebäuden eher nicht. Sensor-Hardware kommt zusätzlich; die Plattform ist herstellerunabhängig, was Investitionsschutz bietet, aber auch bedeutet, dass du das Sensor-Konzept selbst (mit Partnern) verantwortest.

Stärken im Detail

Echtzeit-IoT-Integration ohne Vendor-Lock-in. Spacewell unterstützt eine breite Palette von Sensorfabrikaten — Milesight für Desk- und Belegungssensorik, Disruptive Technologies für Temperatur und Türereignisse, Steinel für Präsenzdetektion, Smappee/eGauge für Strom, sowie LoRaWAN- und Bluetooth-Mesh-Netze. Das Plattform-Layer-Modell entkoppelt Software und Hardware, sodass du Sensor-Hersteller wechseln kannst, ohne die Datenlogik neu aufzusetzen. Für Investitionsschutz über 5–10 Jahre ein entscheidender Vorteil gegenüber proprietären End-to-End-Stacks.

Reinigungsmodul mit echter Belegungssteuerung. Das Cleaning-Modul ist eines der reifsten am Markt. Schwellenwertbasierte Logik (“ab 3 Belegungsereignissen pro Tag → Unterhaltsreinigung”, “ungenutzte Räume → Reinigung übermorgen”) generiert automatisch Work Orders, die direkt auf die Smartphones der Reinigungskräfte gehen. Im Bestand bedeutet das typischerweise 10–25 % weniger gefahrene Reinigungsfläche bei gleichbleibender oder besserer Hygienequalität — ein wirtschaftlich und nachhaltig harter Hebel.

KI-gestützte Energie-Anomalieerkennung. Das Energy-Modul trainiert Verbrauchsbänder auf Gebäude- und Anlagenebene und meldet Abweichungen (z. B. Stand-by-Lasten am Wochenende, Lüftungsanlagen, die nachts nicht herunterregeln, fehlerhaft eingestellte Heizkurven). In Kombination mit Benchmarking gegen ähnliche Gebäude im eigenen Portfolio entsteht ein operativ nutzbares Frühwarnsystem statt einer reinen Reporting-Sicht.

IWMS-Vollabdeckung in einem System. Statt Insellösungen für Raumbuchung, Desk-Booking, Wartung und Asset Management nebeneinander zu betreiben, deckt Spacewell die operative FM-Welt durchgängig ab. Daten bleiben konsistent, Workflows greifen ineinander (z. B. Wartungsticket aus Sensor-Alert), und das Reporting hat eine einheitliche Datenbasis. Für FM-Teams, die heute mit 3–5 Einzeltools jonglieren, ist das ein klarer Konsolidierungshebel.

Verdantix-Leader-Position und Nemetschek-Backing. Verdantix führt Spacewell seit mehreren Jahren als Leader in IWMS und Smart Building Software. Hinter Spacewell steht zudem die Nemetschek-Gruppe — ein börsennotierter Münchner Software-Konzern mit Schwerpunkt AEC/BIM, der die Plattform mit Allplan, Bluebeam und Solibri-Konnektivität ergänzt. Für Bauherren, die ohnehin im Nemetschek-Stack arbeiten, ist die Brücke vom BIM-Modell zur Betriebsphase ein direkter strategischer Vorteil.

Belastbare Kundenliste. Booking.com, Burger King, Danone, Mercedes-Benz, Radisson und Siemens nutzen Spacewell — eine Mischung aus Globalkonzernen, Hospitality und Industrie, die zeigt, dass die Plattform für unterschiedliche Gebäudetypen skaliert. Für die Einführungsentscheidung reduziert das Vendor-Risiko spürbar.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein Self-Service-Einstieg. Spacewell ist kein Tool, das du heute kaufst und morgen produktiv nutzt. Implementierung läuft als Projekt — Mapping bestehender Pläne, Sensor-Onboarding, Datenmodellierung, FM-Team-Schulung. Realistische Zeitachse: 8–16 Wochen bis zum produktiven Pilotbetrieb. Wer schnell starten will, ist mit schlankeren Punkt-Tools besser bedient.

Keine Preistransparenz. Spacewell veröffentlicht keine Listenpreise — alles läuft über Sales. Das ist Enterprise-üblich, macht aber Vorab-Vergleiche schwierig. Wer Investitionsentscheidungen mit klaren Budgetrahmen treffen muss, sollte mindestens zwei Wettbewerber parallel anfragen, um eine realistische Bandbreite zu bekommen.

Wirtschaftliche Mindestgröße. Unter 3.000–5.000 m² verwalteter Fläche rechnet sich die Plattform selten. Die fixen Implementierungs- und Lizenzkosten verteilen sich zu schwach auf kleine Flächen — hier sind reine Sensor-First-Lösungen (Smappee, dezidierte Raumbuchungs-Apps) wirtschaftlicher.

Sensor-Hardware ist Eigenleistung. Spacewell ist die Plattform, nicht der Sensorhersteller. Beschaffung, Montage, Konnektivität (LoRaWAN-Gateway, WLAN-Abdeckung) und IT-Security der Geräte musst du selbst oder mit Partnern organisieren. In einem komplexen Bestand kann das schnell zu einem Projekt im Projekt werden.

Modulvielfalt überfordert kleine Teams. Das Plattform-Spektrum ist breit (Workplace, Energy, Asset, Maintenance, Cleaning, Visitor Management) — wer alles nutzen will, braucht ein FM-Team mit echter Kapazität für Konfiguration und Pflege. In schlanken Strukturen bleibt oft die Hälfte der Module ungenutzt, was Lizenzkosten ohne Gegenwert verursacht.

Nemetschek-Synergien sind noch begrenzt. Trotz der Konzernzugehörigkeit ist die Integration mit anderen Nemetschek-Produkten (Allplan, Bluebeam, dRofus) in der Praxis nicht so nahtlos, wie es die Konzernlogik nahelegt. Wer auf eine durchgehende BIM-to-FM-Brücke hofft, sollte den konkreten Integrationsstand für seine Tools explizit prüfen — der Roadmap-Fortschritt ist real, aber gradueller als die Marketing-Botschaften suggerieren.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine ERP-nahe IWMS-Plattform mit Schwerpunkt auf Wartung suchst
Eine schlanke Energie-Monitoring-Lösung für kleine bis mittlere Gebäude brauchst
Eine SCADA-/HMI-Plattform für komplexe Liegenschaften möchtest
Eine reine digitale Raumbuchungslösung ohne Sensorik suchst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Archibus (Eptura — etablierter US-IWMS-Konkurrent), FM:Systems (jetzt Eptura, ähnliches Profil wie Spacewell), Condeco (Workplace-Booking, von Eptura übernommen), Envoy (Visitor-Management mit Workplace-Erweiterungen), IBM TRIRIGA (Enterprise-Schwergewicht für sehr große Portfolios) und Coor Mapiq (Belegungsanalyse mit Schwerpunkt Hybrid Office). Im europäischen Markt mit DSGVO- und EU-Hosting-Fokus ist Spacewell zusammen mit Planon die naheliegendste Wahl für anspruchsvolle IWMS-Projekte — beide spielen in einer ähnlichen Liga, mit Unterschieden im IoT-Fokus (Spacewell stärker) und ERP-Integration (Planon stärker).

So steigst du ein

Schritt 1: Kontaktiere Spacewell über spacewell.com mit Eckdaten zu Gebäudegröße, vorhandenen Sensoren und dem Hauptziel (Reinigungsoptimierung, Workplace-Management, Energie, Wartung). Ein Discovery-Call klärt, welches Modul den schnellsten ROI bringt — kein Unternehmen braucht das Vollpaket von Tag eins.

Schritt 2: Starte mit dem Cleaning- oder Workplace-Modul und einem Pilotgeschoss oder -gebäude. Spacewell richtet Schwellenwerte ein (z. B. “Ab 3 Belegungsereignissen pro Raum und Tag → Work Order für Unterhaltsreinigung erstellen”) und verbindet die Sensordaten mit dem Dashboard deines FM-Teams. Wichtig: Lass die Sensoren mindestens 4 Wochen Baseline-Daten sammeln, bevor du die Automatisierung scharf schaltest — sonst sind die Schwellenwerte Schätzungen statt belastbarer Werte.

Schritt 3: Evaluiere nach 8–12 Wochen anhand harter Kennzahlen: tatsächliche Reinigungsstunden gegenüber Planstunden vor dem Pilot, Belegungsauslastung der Räume, Energieanomalien pro Woche. Diese Zahlen sind die Grundlage für die Rollout-Entscheidung auf weitere Gebäude und für Vertragsnachverhandlungen mit dem Reinigungsdienstleister oder Energielieferanten.

Ein konkretes Beispiel

Ein Konzernstandort in Frankfurt mit 12.000 m² Bürofläche hat Spacewell mit 180 Desk-Sensoren (Milesight VS341) und 40 Raumsensoren ausgestattet. Die Plattform generiert täglich eine priorisierte Reinigungsliste: Räume mit hoher Belegung werden mit “sofort” markiert, ungenutzte Etagen bekommen “morgen früh” oder “übermorgen”. Im ersten Monat sank der Reinigungsaufwand auf den schwach genutzten Etagen (Montag, Freitag) um 18 Prozent, ohne dass die Hygienequalität in den Mitarbeiter-Feedbacks litt. Das Reinigungsunternehmen erhält die Work Orders direkt auf dem Smartphone der Objektleiter — keine manuelle Abstimmung über Mailverteiler mehr. Parallel meldete das Energy-Modul, dass die Lüftungsanlage in zwei Etagen samstags und sonntags weiterhin auf Werktagsmodus lief; nach Korrektur der Steuerungsparameter sanken die Wochenend-Stromverbräuche um rund 4 MWh pro Monat. Die monatlichen Lizenzkosten amortisieren sich allein über die Reinigungsoptimierung — Energieersparnis und Workplace-Daten sind Zusatzwert obendrauf.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU. Spacewell betreibt Cloud-Infrastruktur in europäischen Rechenzentren, konkrete Region je nach Vertragsvereinbarung.
  • Anbieter: Spacewell International NV (Belgien), Tochtergesellschaft der börsennotierten Nemetschek SE (München).
  • Personenbezug bei Belegungsmessung: Anonyme Sensoren (Desk-Belegung über IR, Türereignisse) erzeugen in der Regel keine personenbezogenen Daten. Bei namentlicher Raumbuchung (mit Nutzerprofilen) gelten dagegen DSGVO-Pflichten — entsprechende Betroffenenrechte, Löschkonzepte und Betriebsrats-Mitbestimmung beachten.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard für gewerbliche Verträge. Spacewell stellt AVV-Vorlagen bereit.
  • Mitbestimmung: Belegungssensorik ist mitbestimmungspflichtig (§ 87 BetrVG). Vor Rollout immer Betriebsrat einbinden, eindeutige Zweckbindung dokumentieren (“Reinigungsoptimierung”, nicht “Verhaltens- oder Leistungskontrolle”) und idealerweise eine Betriebsvereinbarung schließen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Datenschutz-Folgenabschätzung vor Rollout, klare Trennung zwischen anonymer Sensorik und personenbezogenen Modulen (Buchung, Wartungstickets), und sauber dokumentierte Berechtigungsstruktur — FM-Teams brauchen Raumdaten, HR-Mitarbeiter nicht.

Gut kombiniert mit

  • — in seltenen Fällen werden Spacewell und Planon parallel betrieben (Spacewell als IoT-/Workplace-Layer, Planon als ERP-/Wartungs-Backend). Häufiger ist eine Entscheidung zwischen den beiden — wer aber beide hat, kann sie über Standardschnittstellen koppeln.
  • — Smappee liefert dezidiertes Energie-Monitoring auf Geräteebene (Submetering, Steckdosen-Verbräuche), Spacewell verarbeitet die aggregierten Daten in seiner Energy-Plattform. Sinnvolle Kombination, wenn die Spacewell-Energie-Module für die Granularität nicht ausreichen.
  • — bei sehr großen Konzern-Liegenschaften mit komplexer Gebäudeautomation kann ICONICS als SCADA-/HMI-Layer unter Spacewell sitzen. Damit wird Spacewell zur strategischen FM-Plattform und ICONICS zur operativen Leitwarte.

Unser Testurteil

Spacewell verdient 3 von 5 Sternen. Funktional ist es eine der reifsten europäischen IWMS-Plattformen — Verdantix-Leader, breite IoT-Unterstützung, KI-gestützte Energieanalyse, ausgereifte Reinigungsautomatisierung — und für seine Zielgruppe (mittlere bis große Liegenschaften mit eigenem FM-Team) eine der naheliegendsten Wahlen im DACH-Markt. Sterne kosten die hohe Einstiegshürde (kein Self-Service, mehrwöchige Implementierung), die fehlende Preistransparenz und die wirtschaftliche Mindestgröße, die einen großen Teil potenzieller Anwender ausschließt. Für kleine bis mittlere Gebäude oder Organisationen, die schnell starten wollen, ist Spacewell überdimensioniert — für anspruchsvolle Konzern-Setups dagegen eine seriöse Wahl, gerade durch die Nemetschek-Verankerung und die EU-Datenhaltung.

Was wir bemerkt haben

  • 2024–2025 — Spacewell hat das Energy-Modul deutlich um KI-Funktionen erweitert (Anomalieerkennung, Benchmarking, Carbon-Tracking). Damit wird die Plattform vom reinen FM-Tool zur ESG-Reporting-Basis — relevant für Unternehmen mit CSRD-Pflichten.
  • Mai 2026 — Über 2.000 Kunden in 60 Ländern, mehr als 10.000 verwaltete Gebäude und 50 Mio. m² Fläche laut Spacewell-Angaben. Das ist ein klares Wachstumssignal gegenüber den Vorjahren und stärkt die Marktposition gegen US-Konkurrenten wie Eptura (Archibus/FM:Systems).
  • 2024 — Verdantix bestätigte erneut die Leader-Position in IWMS und Smart Building Software. Konsistenz solcher Rankings ist im IWMS-Markt selten und ein belastbares Signal für Reife und Kundenakzeptanz.
  • Laufend — Die Integration in den Nemetschek-Stack (Allplan, Bluebeam, dRofus) schreitet voran, ist aber noch nicht durchgängig nahtlos. Wer auf die BIM-to-FM-Brücke setzt, sollte die konkreten Integrationsstände für seine Tools im Sales-Prozess explizit verifizieren.
  • Mai 2026 — Preise weiterhin nicht öffentlich. Diese Lücke ist Enterprise-Standard, bleibt für strukturierte Marktvergleiche aber unbefriedigend. Mindestens drei Konkurrenz-Angebote einholen, um eine realistische Bandbreite zu bekommen.

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