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SOLIDWORKS Electrical

Dassault Systèmes

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Elektro-CAD-Plattform von Dassault Systèmes für Schaltplan-Design und 3D-Verkabelung. KI-gestützte Komponenten­auswahl, automatisches Wire-Routing und enge Integration in die SOLIDWORKS-Mechanik machen sie zur ernstzunehmenden Alternative zu EPLAN, vor allem für Maschinen- und Schaltschrankbauer, die ECAD und MCAD im selben Stack halten wollen.

Kosten: SOLIDWORKS Electrical Schematic ab ca. 3.000 EUR/Jahr; Electrical 3D ab ca. 6.000 EUR/Jahr, Lizenzierung über DS-Reseller

Stärken

  • Tiefe bidirektionale Integration mit SOLIDWORKS Mechanik (3D-Modell, Baugruppen, Stücklisten)
  • KI-gestützte Komponentenauswahl aus der Hersteller­bibliothek (ML-basiert)
  • Automatisches und KI-optimiertes Routing für Drähte, Kabel und Kabelbäume
  • 3DEXPERIENCE-Cloud mit EU-Datenhosting (Frankreich/Deutschland) als Option
  • Echtzeit-Cross-References, automatische Klemmen­pläne und Stücklisten
  • Großes Komponenten-Repository mit Hersteller­symbolen (Phoenix, Schneider, Siemens, Wago)

Einschränkungen

  • Im DACH-Raum hinter EPLAN als Marktstandard für Schaltschrankbau
  • Lernkurve und Lizenzierung deutlich teurer als reine 2D-Schaltplan-Tools
  • KI-Funktionen sind eher Komfort-Features, kein autonomer Designer
  • Volle Stärke entfaltet sich nur, wenn auch SOLIDWORKS Mechanik im Einsatz ist
  • Erweiterte Funktionen (Norm-Bibliotheken, Sprachen) oft nur über Add-ons

Passt gut zu

Maschinenbau Schaltschrankbau Industrieautomation Sondermaschinenbau Anlagenbau

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Dein Unternehmen nutzt bereits SOLIDWORKS für die Mechanik-Konstruktion
  • Du baust Maschinen oder Schaltschränke und brauchst ECAD und MCAD aus einer Hand
  • Du willst Stücklisten, Klemmenpläne und Kabellisten automatisch synchronisieren
  • Du suchst eine etablierte Alternative zu EPLAN mit kommerziellem Support in der EU

Wann nein

  • Dein Lieferantennetzwerk arbeitet ausschließlich mit EPLAN-Datensätzen
  • Du brauchst nur einen 2D-Schaltplan-Editor ohne 3D-Anbindung
  • Open-Source oder kleinstes Budget sind Pflicht
  • Du erwartest eine vollautonome KI-Schaltplan-Generierung, die gibt es hier nicht

Kurzfazit

SOLIDWORKS Electrical ist Dassault Systèmes’ Antwort auf den deutschen ECAD-Markt, und in einer ganz konkreten Konstellation die bessere Wahl als der Platzhirsch EPLAN Electric P8: wenn die Mechanik­konstruktion ohnehin in SOLIDWORKS läuft. Die bidirektionale Verzahnung von Schaltplan, 3D-Verkabelung und Baugruppen­modell ist branchenführend, die KI-Funktionen für Komponenten­auswahl, Wire-Routing und Design-Rule-Check sind seit den Releases 2023–2026 spürbar gereift. Wer reiner Schaltschrank­bauer in einem EPLAN-getriebenen Lieferanten­netzwerk ist, wird trotzdem schwer wechseln, die Stärke liegt im integrierten ECAD-MCAD-Workflow, nicht im Standalone-Schaltplan.

Für wen ist SOLIDWORKS Electrical?

Maschinen- und Sondermaschinenbauer: Wer komplexe Maschinen mit elektrischer und mechanischer Konstruktion entwickelt, profitiert am stärksten. Das gleiche Bauteil, Motor, Sensor, Antrieb, existiert nur einmal in der Datenbasis und wird von Schaltplan und 3D-Modell synchron referenziert. Änderungen am Antrieb propagieren automatisch in beide Welten.

Schaltschrank­bauer mit SOLIDWORKS-Hintergrund: Wer den Schrank im 3D-Modell konstruieren und gleichzeitig die Verdrahtung sauber dokumentieren will, bekommt mit Electrical 3D eine Lösung, die Drähte automatisch durch Kabelkanäle routet und reale Längen für die Kabelliste berechnet. Das ist deutlich präziser als manuelle Schätzungen.

Industrieautomation und Anlagenbau: Mehrere parallele Projekte mit gemeinsamen Komponenten­bibliotheken, Norm­vorlagen (DIN EN 81346, IEC 61082) und Mehrfach­sprachen­dokumentation. Hier zahlt sich die Bibliotheks- und Projekt­verwaltung aus.

DACH-Mittelstand mit Dassault-Strategie: Unternehmen, die ohnehin auf 3DEXPERIENCE setzen oder das in der Roadmap haben, halten ECAD im selben Ökosystem. Lizenz­verwaltung, PLM-Anbindung und Support laufen über DS-Reseller in Stuttgart, München, Düsseldorf.

Weniger geeignet für: Reine 2D-Schaltplan­arbeit ohne 3D-Bezug (da reichen AutoCAD Electrical oder See Electrical), Schaltschrank­bauer, deren Kunden- und Lieferanten­netzwerk ausschließlich mit EPLAN-Datensätzen arbeitet, sowie alle, die KI als autonomen Konstrukteur erwarten, die KI hier assistiert, sie konstruiert nicht selbst.

Preise im Detail

PlanPreis (EUR/Jahr)Was du bekommst
Electrical Schematicab ca. 3.000–4.0002D-Schaltplan, Symbol- und Komponenten­bibliothek, Klemmen- und Kabellisten, Stücklisten, Norm-Vorlagen
Electrical 3Dab ca. 6.000–8.000Schematic + 3D-Verkabelung, automatisches Wire-Routing, reale Kabellängen, SOLIDWORKS-Integration
Electrical Professionalauf AnfrageSchematic + 3D + erweiterte Bibliotheken, Mehrbenutzer­datenbank, PDM-Anbindung
3DEXPERIENCE Cloudnach Modul + NutzernBrowserbasiert, EU-Hosting (Frankreich/Deutschland), Zusammenarbeit über Plattform
DS-Reseller-PaketeindividuellBündel mit Mechanik-Lizenzen, Schulung, Onboarding, oft günstiger als Listenpreis

Einordnung: SOLIDWORKS Electrical wird nicht direkt von Dassault verkauft, sondern über das DS-Reseller-Netzwerk, in Deutschland u.a. Bechtle, Solidline, DPS Software. Listenpreise sind Anhaltspunkte, real verhandelbar, und fast immer im Bundle mit SOLIDWORKS Standard/Premium günstiger. Wer nur Electrical ohne Mechanik kauft, zahlt vergleichsweise viel pro Funktion. Der echte Hebel ist das Bundle: Mechanik + ECAD aus einer Lizenzwelt, ein Wartungs­vertrag, ein Ansprech­partner. Im Vergleich zu EPLAN Electric P8 (ähnliche Größenordnung pro Lizenz) entscheidet selten der Listenpreis, sondern das Ökosystem, in dem das Unternehmen ohnehin steckt.

Stärken im Detail

Bidirektionale ECAD-MCAD-Integration ist die Kerndisziplin. Ein im Schaltplan platzierter Motor wandert automatisch ins 3D-Modell und behält Bauteilnummer, Klemmen­zuordnung und Anschlüsse bei. Änderungen, anderer Antriebs­typ, neue Klemme, geänderte Position, propagieren in beide Richtungen ohne manuelle Synchronisation. Das ist branchenweit der sauberste Workflow zwischen Elektro- und Mechanik­konstruktion.

KI-gestützte Komponentenauswahl spart Bibliotheks­arbeit. Seit den Releases 2023–2026 schlägt die Software auf Basis von Projekt­kontext und vergangenen Auswahlen passende Bauteile aus der Hersteller­bibliothek vor. Das ist kein magisches Konstruktions-Modell, sondern ein gut gemachter Recommender, aber für Konstrukteure, die täglich aus 50.000 Komponenten auswählen müssen, ein realer Zeitgewinn.

Automatisches Wire-Routing mit KI-Optimierung. Im 3D-Modell zieht das System Drähte und Kabel automatisch durch Kabelkanäle, um Hindernisse herum, und liefert reale Längen für die Kabelliste. Die KI-Optimierung sucht dabei nach kürzesten Pfaden unter Beachtung von EMV-Abständen und Trennklassen, ein Prozess, der manuell schnell Stunden kostet.

KI-DRC-Vorschläge (Design Rule Check). Beim Validieren des Schaltplans schlägt die Software gezielt Korrekturen vor statt nur Fehler zu listen: fehlende Klemme, doppelte Kennzeichnung, unzulässige Querschnitt­wahl. Für junge Konstrukteure ein Lerneffekt, für erfahrene ein Effizienz­hebel.

EU-Hosting über 3DEXPERIENCE. Wer in die Cloud-Variante geht, landet in Dassaults europäischen Rechen­zentren (Frankreich/Deutschland). Das ist für DSGVO-sensitive Branchen und öffentliche Auftraggeber ein klarer Vorteil gegenüber rein US-gehosteten Cloud-CAD-Lösungen.

Reseller-Netzwerk in der DACH-Region. Solidline, DPS Software, Bechtle und andere Dassault-Partner bieten Schulung, Implementierung, Custom-Bibliotheken und Hotline auf Deutsch. Die Reseller-Schiene ist gleichzeitig die größte Stärke (Nähe, Branchen-Know-how) und Schwäche (Pricing nicht öffentlich, Qualität schwankt nach Partner).

Schwächen ehrlich betrachtet

EPLAN ist im DACH-Raum der Standard, und das ist nicht nur Tradition. Im Schaltschrankbau und in der Anlagentechnik ist EPLAN Electric P8 so dominant, dass viele Lieferanten Symbol­bibliotheken, Makros und Stammdaten nur in EPLAN-Format bereitstellen. Wer SOLIDWORKS Electrical wählt, muss diese Daten oft manuell konvertieren oder pflegen, und das kostet Zeit, die der Tool-Vorteil erst wieder wettmachen muss.

Ohne SOLIDWORKS-Mechanik nur halbe Wahrheit. Die größten Stärken, bidirektionale Integration, automatisches 3D-Routing, gemeinsame BOM, entfalten sich nur, wenn auch die mechanische Konstruktion in SOLIDWORKS läuft. Reine ECAD-Anwender bezahlen für Funktionen, die sie nicht voll nutzen.

KI-Features sind Komfort, kein Game-Changer. Komponenten-Recommender, DRC-Vorschläge und Routing-Optimierung sind solide ML-Helfer. Wer hier eine generative KI erwartet, die Schaltpläne aus Lastenheften generiert, wird enttäuscht, diese Klasse Tools existiert 2026 noch nicht ausgereift im Markt, weder bei Dassault noch bei EPLAN.

Lizenzierung undurchsichtig. Listenpreise sind über Reseller verhandelbar, Bundles und Wartungs­anteile machen den Vergleich mit EPLAN oder AutoCAD Electrical mühsam. Konstruktions­leiter müssen mehrere Angebote einholen, eine transparente Online-Preisliste wie bei SaaS-Tools gibt es nicht.

Lernkurve und Migration sind nicht trivial. Wer von EPLAN oder AutoCAD Electrical migriert, muss sowohl die Software als auch die zugehörige Bibliotheks- und Projekt­logik neu lernen. Dassault stellt Migrations­werkzeuge bereit, aber eine 1:1-Übernahme bestehender EPLAN-Projekte ist illusorisch.

3DEXPERIENCE-Cloud-Strategie polarisiert. Dassault drängt seit Jahren in die Cloud, viele Bestands­kunden bleiben aus Performance-, Datenschutz- und Lizenz­gründen lieber bei der Desktop-Version. Wer langfristig plant, sollte sich frühzeitig festlegen, ob er den Cloud-Weg mitgeht.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Den DACH-Marktstandard im Schaltschrankbau brauchstEPLAN Electric P8
Eine deutsche Mittelstands-Alternative mit ECAD-Schwerpunkt willstWSCAD
Bereits in der AutoCAD-Welt arbeitest und 2D reichtAutoCAD Electrical (Autodesk-Toolset)
Open-Source-Schaltplan ohne Lizenz­kosten willstKiCad (frei, aber stark PCB-fokussiert)
Mechanik und Elektrik aus einer Hand brauchstSOLIDWORKS Electrical bleibt die richtige Wahl

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite im DACH-Markt: Zuken E3.series (japanischer ECAD-Spezialist, im Maschinenbau und Bahn-Sektor verbreitet), See Electrical (französisches Tool von IGE+XAO, gehört inzwischen zu Schneider Electric), Eagle (Autodesk, eher PCB-Layout als Anlagentechnik). Im direkten Vergleich bleibt EPLAN der Marktstandard im DACH-Schaltschrankbau, SOLIDWORKS Electrical ist die ernstzunehmende Alternative für SOLIDWORKS-getriebene Maschinenbauer.

So steigst du ein

Schritt 1: Bedarfsanalyse vor der Lizenz. Kläre intern: Brauchst du nur Schematic (2D) oder auch 3D-Verkabelung? Läuft eure Mechanik bereits auf SOLIDWORKS? Wie viele parallele Konstrukteure? Diese Fragen entscheiden über Lizenz­modell und Bundle. Wer das vor dem Reseller-Termin nicht klar hat, kauft fast immer zu viel.

Schritt 2: Reseller-Auswahl mit Branchen­fokus. Lass dir mindestens zwei DS-Partner Angebote machen und frage gezielt nach Referenzen aus deiner Branche (Maschinenbau, Schaltschrank, Anlagenbau). Wichtig: Schulungs­kontingent und Custom-Bibliothek-Support sollten Teil des Pakets sein, nicht Add-on-Posten in Jahr zwei.

Schritt 3: Pilotprojekt mit bestehender Bibliothek. Setze einen kleinen, realen Pilot auf, neue Maschine oder kleiner Schrank, und migriere ausgewählte Komponenten aus eurer EPLAN- oder Excel-Bibliothek. So testet ihr die KI-Komponentenauswahl im echten Betrieb und seht, wie viel Bibliotheks­pflege wirklich nötig ist. Erst nach diesem Pilot über Roll-out und Migration entscheiden.

Schritt 4: Schulung mit Fokus auf ECAD-MCAD-Workflow. Reine Software-Schulung greift zu kurz. Die Stärke liegt in der Verzahnung, also Schulung gemeinsam für Elektro- und Mechanik­konstrukteure, mit konkreten gemeinsamen Übungen (Motor im Schaltplan platzieren, in 3D wiederfinden, Stückliste prüfen). Sonst arbeiten beide Teams weiter aneinander vorbei.

Ein konkretes Beispiel

Ein Sondermaschinen­bauer in Baden-Württemberg (130 Mitarbeitende, baut Verpackungs­anlagen für Lebensmittel­hersteller) hat 2024 von einer EPLAN-Light-Lizenz auf SOLIDWORKS Electrical 3D gewechselt, nicht aus Unzufriedenheit mit EPLAN, sondern weil die Mechanik bereits seit Jahren in SOLIDWORKS lief. Konkrete Beobachtungen aus dem ersten Jahr:

  • Stücklisten-Synchronisation: Vorher zwei getrennte BOMs (mechanisch + elektrisch), die für den Einkauf manuell zusammen­gefasst wurden. Aufwand pro Maschine: ca. einen halben Tag, fehleranfällig. Nach Umstellung: eine konsolidierte BOM, automatisch generiert.
  • Kabellisten: Reale Kabellängen aus dem 3D-Routing statt geschätzter Pauschalen. Bei einer typischen Maschine spart das laut Konstruktions­leitung ca. 8–12 % Kabelmaterial, nicht die Welt pro Maschine, aber bei 35 Maschinen pro Jahr ein messbarer Posten.
  • KI-Komponenten­vorschlag: Wird in der Praxis vor allem von Junior-Konstrukteuren genutzt. Senioren ignorieren ihn meist, aber für die Einarbeitung neuer Mitarbeitender ein spürbarer Beschleuniger.
  • Wermutstropfen: Die Konvertierung der bestehenden EPLAN-Bibliothek war aufwendiger als geplant (ca. drei Monate Teil-Aufwand eines Konstrukteurs). Erst danach lief der neue Workflow rund.

Fazit der Konstruktions­leitung: Wechsel hat sich ab Jahr zwei gerechnet, hauptsächlich durch eingesparte Mehrfach­arbeit zwischen Elektro- und Mechanik­team. Wer beide Welten getrennt lassen kann oder will, hätte den Aufwand nicht treiben müssen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting Desktop: Lokal beim Kunden, keine Cloud-Anbindung erforderlich für die klassische Lizenz­variante. Datenhoheit vollständig beim Unternehmen.
  • Datenhosting 3DEXPERIENCE Cloud: EU-Rechenzentren in Frankreich (Outscale, Dassault-Tochter) und Deutschland. Datenverarbeitung läuft innerhalb der EU mit Standardvertragsklauseln.
  • Anbieter: Dassault Systèmes SE, Vélizy-Villacoublay, Frankreich, französische Aktien­gesellschaft mit DACH-Niederlassung in Stuttgart (Dassault Systèmes Deutschland GmbH).
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard-AVV für 3DEXPERIENCE-Kunden verfügbar. Für die Desktop-Lizenz nicht erforderlich, da keine Datenverarbeitung durch Dassault stattfindet.
  • Datennutzung für KI-Training: Dassault verwendet Kundendaten laut Vertrags­bedingungen nicht für das Training öffentlicher Modelle. Telemetrie und Nutzungs­daten der Software können zur Produkt­verbesserung anonymisiert ausgewertet werden, opt-out im Admin-Panel möglich.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für Konstruktions­daten mit Geschäfts­geheimnissen (Patente, Custom-Bibliotheken, Kunden-Spezifika) bleibt die Desktop-Variante mit lokaler Datenhaltung der konservativste Pfad. Wer in die Cloud geht, sollte EU-Region explizit vertraglich fixieren und das Berechtigungs­konzept (3DEXPERIENCE-Rollen) sauber definieren.

Gut kombiniert mit

  • SOLIDWORKS Mechanik (Standard/Premium), die eigentliche Stärke entfaltet sich erst im Verbund: Komponenten existieren einmal, Schaltplan und 3D-Modell teilen sich die Datenbasis. Wer SOLIDWORKS Electrical ohne Mechanik einsetzt, kauft die halbe Lösung.
  • SOLIDWORKS PDM, für Mehrbenutzer­szenarien und Versions­kontrolle der Konstruktions­daten praktisch unverzichtbar. Schaltplan-Revisionen, Bibliotheks­stände und Stücklisten lassen sich versionieren und freigeben, wichtig für regulierte Branchen (Pharma, Lebensmittel, Medizintechnik).
  • Microsoft 365 Copilot, für die Doku-Welt drumherum: Lastenheft-Analyse, Angebots­texte, Klemmen­plan-Erläuterungen für den Service. Die KI-Helfer in SOLIDWORKS selbst sind auf das ECAD-Handwerk fokussiert; alles drumherum läuft besser über generische Office-KI.

Unser Testurteil

SOLIDWORKS Electrical verdient 4 von 5 Sternen. Wer im SOLIDWORKS-Ökosystem arbeitet und Mechanik plus Elektrik aus einer Hand entwickeln will, bekommt mit dieser Plattform die sauberste integrierte Lösung am Markt, kein Wettbewerber bietet die bidirektionale ECAD-MCAD-Verzahnung in vergleichbarer Tiefe. Die KI-Funktionen für Komponenten­auswahl, Wire-Routing und DRC sind gut gemachte Komfort-Helfer, die in der täglichen Konstruktions­arbeit Zeit sparen, ohne überzogene Versprechen zu machen.

Den fünften Stern verliert das Tool aus drei Gründen: Im DACH-Schaltschrankbau bleibt EPLAN der gesetzte Standard, und das Lieferanten- und Datenökosystem zwingt viele Anwender pragmatisch zu EPLAN. Die Lizenzierung ist intransparent und reseller-getrieben, vergleichbares SaaS-Pricing wäre marktangemessener. Und die KI-Features sind solide, aber keine Revolution: Wer eine generative ECAD-KI erwartet, ist auch hier zu früh dran.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Dassault hat die KI-Komponenten­auswahl und das KI-optimierte Wire-Routing in den Releases 2023–2026 schrittweise ausgebaut. Diese Funktionen sind inzwischen ausreichend stabil für den Produktiv­einsatz, werden aber im Marketing teilweise stärker positioniert als sie im Alltag wirken, solide ML-Helfer, kein autonomer Konstrukteur.
  • 2024, Dassault hat die 3DEXPERIENCE-Strategie deutlich verstärkt; SOLIDWORKS Electrical ist auch in der Cloud-Variante verfügbar, EU-Rechenzentren inklusive. Die Mehrheit der DACH-Bestandskunden bleibt aber laut Reseller-Berichten weiterhin auf der Desktop-Lizenz.
  • 2024–2026, EPLAN bleibt im DACH-Schaltschrankbau dominanter Marktführer; SOLIDWORKS Electrical wächst vor allem dort, wo die Mechanik bereits in SOLIDWORKS läuft. Die Wettbewerbs­situation hat sich durch die KI-Updates spürbar verschärft, aber nicht grundlegend verschoben.
  • Mai 2026, Eine vollintegrierte generative KI, die Schaltpläne aus textuellen Lastenheft-Beschreibungen erzeugt, gibt es in keiner der großen ECAD-Plattformen, weder bei Dassault noch bei EPLAN, AutoCAD Electrical oder Zuken. Wer das in Marketing-Material liest, sollte genau hinschauen, was wirklich gemeint ist.

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Arthur Atlas

KI-Analyst

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Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

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