Kanadisches SaaS-Tool für Routenoptimierung mit starkem Fokus auf einfache Bedienung und schnellen Einstieg. Plant täglich optimierte Routen für mehrere Fahrzeuge unter Berücksichtigung von Zeitfenstern, Fahrerkapazitäten und Service-Zeiten. 179 ML-Modelle für genauere ETA-Vorhersagen, eigene Fahrer-App, automatische Kundenkommunikation per SMS und E-Mail. Besonders verbreitet bei Liefer- und Servicediensten.
Kosten: Bis 100 Bestellungen/Monat dauerhaft kostenlos. 101–1.000 Bestellungen 150 USD/Monat pauschal. Darüber gestaffelte Cent-Preise pro Bestellung (15 ct ab 1.001, 13 ct ab 2.001, 10 ct ab 3.001, 8 ct ab 5.001, 5 ct ab 10.001, 3 ct ab 20.001). Ab 50.000 Bestellungen/Monat individuelles Angebot. Preismodell wurde 2024 von pro-Fahrzeug auf pro-Bestellung umgestellt.
Kategorien
Stärken
- Sehr einfach zu bedienen, kein technisches Know-how nötig
- Schneller Einstieg: erste optimierte Route in unter 30 Minuten
- Berücksichtigt Zeitfenster, Fahrerpausen und Service-Zeiten am Stopp
- Faires Pay-as-you-go: bis 100 Bestellungen/Monat dauerhaft kostenlos
- Fahrer-App für iOS und Android mit Live-Navigation
- Automatische Kundenkommunikation per E-Mail (SMS als kostenpflichtiges Add-on)
- 179 ML-Modelle für ETA-Vorhersagen mit Verkehrsdaten und Tageszeit-Mustern
- Sehr hohe Nutzerzufriedenheit (4,9/5 auf Capterra mit 140+ Reviews)
Einschränkungen
- Kein Deutsch in der Oberfläche oder im Support, alles auf Englisch
- Datenhaltung in den USA, DSGVO-Compliance nur über Standardvertragsklauseln
- Für Betriebe mit komplexen Qualifikations-Constraints (z. B. Reinigung mit Skill-Matching, Pflegedienste) weniger flexibel als deutsche Spezialisten
- Pay-per-Order kann bei hohem Volumen schnell teuer werden, bei 5.000 Bestellungen/Monat schon ca. 650 USD
- SMS-Benachrichtigungen kostenpflichtig, nicht im Free-Tier enthalten
- Bei der Standard-Web-App typischerweise bis 500 Stopps pro Optimierungslauf praktikabel
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du planst täglich wechselnde Touren mit 10–500 Stopps
- Du brauchst eine schnelle Lösung ohne IT-Projekt
- Dein Bestellvolumen ist überschaubar (unter 3.000–5.000/Monat), sonst rechnen Wettbewerber günstiger
- Dein Team arbeitet auf Englisch oder akzeptiert ein englisches Werkzeug
Wann nein
- Du brauchst zwingend deutschsprachiges Interface oder Support
- Dein Volumen ist hoch (mehrere zehntausend Bestellungen/Monat), Routen-Spezialisten mit Flatrates sind dann günstiger
- Du hast komplexe Skill-Matching-Anforderungen (Pflegedienst mit Qualifikationen, Reinigung mit Personalpräferenzen)
- Du brauchst tiefe Integration in ein deutsches ERP/TMS (SAP, Wanko, Soloplan)
Kurzfazit
Routific ist die einfachste Tour-Planungs-Software für Liefer- und Servicedienste, die schnell starten wollen. In 30 Minuten ist eine erste optimierte Route geplant, Pay-as-you-go ab 100 Bestellungen/Monat kostenlos, eigene Fahrer-App und automatische Kundenkommunikation inklusive. Die 179 ML-Modelle für ETA-Vorhersagen sind ein echtes Differenzierungsmerkmal gegenüber regelbasierten Wettbewerbern. Was du wissen musst: Komplett englisch, US-Hosting, und das Pay-per-Order-Modell wird bei hohem Volumen schnell teuer, über 3.000–5.000 Bestellungen/Monat lohnt sich der Vergleich mit Flatrate-Wettbewerbern. Für lokale Lieferdienste, Startups und KMU mit überschaubarem Volumen bleibt Routific die pragmatischste Wahl.
Für wen ist Routific?
Lokale Liefer- und Botendienste: Sweet Spot. Wer täglich 50–500 Stopps plant, dabei flexibel auf Tagesänderungen reagieren muss und keine IT-Abteilung hat, kommt mit Routific in Stunden produktiv ans Ziel. Lebensmittel-Lieferdienste, Möbeltransporteure, Gemüsekisten-Abos sind klassische Kunden.
Last-Mile-Startups in der Aufbauphase: Pay-as-you-go bedeutet: Du zahlst, was du tatsächlich nutzt. Für ein junges Lieferunternehmen mit schwankendem Volumen ein realer Vorteil gegenüber Konkurrenten mit Fixkosten-Lizenzmodellen. Die ersten 100 Bestellungen pro Monat sind dauerhaft kostenlos, gut für die Validierungsphase.
Servicedienste mit Außeneinsatz: Wartung, Installation, Inspektion, überall, wo Techniker täglich wechselnde Adressen anfahren. Routific plant Reihenfolgen unter Berücksichtigung von Zeitfenstern, Service-Dauer und Fahrerpausen. Für Branchen mit komplexen Skill-Constraints (Pflegedienste, Reinigungsfirmen mit Personalpräferenzen) ist es allerdings weniger ausdifferenziert als deutsche Spezialisten.
Non-Profits mit Freiwilligen-Touren: Routific wird explizit für Organisationen mit volunteer drivers beworben, das passt zur einfachen Bedienung und niedrigen Eintrittsbarriere. Tafeln, Essenslieferungen für ältere Menschen, Hilfsorganisationen mit Logistikbedarf passen ins Profil.
KMU, die schnell starten wollen: Wer keine API-Entwicklung will, keine SAP-Integration braucht und einfach am Montag mit besseren Routen fahren möchte, ist hier richtig. Konkurrenten wie Onfleet, OptimoRoute oder Locus haben mehr Tiefe, aber auch eine längere Einarbeitungskurve.
Weniger geeignet für: Großkonzerne mit hohem Volumen (Flatrate-Lösungen wie OptimoRoute oder Eigenbau auf Basis von OR-Tools werden ab einer bestimmten Größe günstiger), Pflege- und Reinigungsdienste mit komplexer Personalplanung, Speditionen mit deutscher ERP-Pflicht (Wanko, Soloplan, SAP TM passen besser), und alle, die strikt DSGVO-EU-Hosting verlangen.
Preise im Detail
| Bestellungen/Monat | Preis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Bis 100 | 0 USD | Dauerhaft kostenlos. Alle Features außer SMS-Versand inklusive |
| 101–1.000 | 150 USD pauschal | Flat-Tarif für den Einsteigerbereich |
| 1.001–2.000 | + 0,15 USD pro Bestellung | Über 150 USD hinaus |
| 2.001–3.000 | + 0,13 USD pro Bestellung | Volume-Discount-Stufe |
| 3.001–5.000 | + 0,10 USD pro Bestellung | |
| 5.001–10.000 | + 0,08 USD pro Bestellung | |
| 10.001–20.000 | + 0,05 USD pro Bestellung | |
| 20.001–50.000 | + 0,03 USD pro Bestellung | |
| Über 50.000 | Auf Anfrage | Individuelles Enterprise-Angebot |
Einordnung: Routific zählt pro einzigartiger Bestellung, die in einer Route geplant wurde, egal über wie viele Fahrzeuge sie aufgeteilt ist. Der Free-Tier ist ehrlich nutzbar: kleine Betriebe mit unter 100 Bestellungen/Monat zahlen dauerhaft nichts (außer SMS-Add-on). Der 150-USD-Flat ab 101 Bestellungen ist der Sweet Spot für lokale Lieferdienste mit Tageserlebnis von 20–40 Stopps. Ab etwa 3.000 Bestellungen/Monat (ca. 400 USD) lohnt sich der ehrliche Vergleich mit Flatrate-Wettbewerbern (OptimoRoute, Onfleet), bei höherem Volumen werden diese schnell günstiger. Achtung: SMS-Benachrichtigungen kosten extra und sind im Free-Tier nicht enthalten, wer die automatische Kunden-SMS als Kern-Feature braucht, sollte das in die TCO einrechnen. Das Preismodell wurde 2024 von pro-Fahrzeug auf pro-Bestellung umgestellt, Bestandskunden mit alten Verträgen sollten die Konditionen aktiv vergleichen.
Stärken im Detail
Bedienung ist die Paradedisziplin. Wer schon einmal mit komplexen TMS-Systemen gearbeitet hat, erlebt Routific als Erleichterung: CSV hochladen, Fahrzeuge anlegen, Optimierung starten, fertig. Innerhalb einer Stunde produktiv. Die 4,9/5-Bewertung auf Capterra (140+ Reviews) reflektiert genau das: Nutzer kommen ohne Schulung klar.
179 ML-Modelle für ETA-Vorhersagen. Routific positioniert die ML-getriebene Ankunftszeit-Prognose als zentrales Differenzierungsmerkmal gegenüber klassischen, regelbasierten Routenplanern. Die Modelle berücksichtigen Verkehrsmuster, Tageszeit, Wochentag und regionale Eigenheiten. In der Praxis bedeutet das: weniger “wir kommen zwischen 14 und 17 Uhr”-Zeitfenster, präzisere Kundenkommunikation, weniger Reklamationen wegen verpasster Termine.
Fahrer-App mit echter Funktionalität. Kostenlose iOS- und Android-App mit Live-Navigation, Stopp-Quittierung, Foto-Upload, Kunden-Kontakt direkt aus der App. Für Lieferdienste ein echtes Mehrwertfeature, weil keine Drittanbieter-Navigation parallel laufen muss. Fahrer sehen die Reihenfolge, fahren los, quittieren, Disponent sieht in Echtzeit, wo der Trupp steht.
Automatische Kundenkommunikation. E-Mail-Benachrichtigungen mit Live-Tracker-Link sind im Standard-Preis enthalten. Der Endkunde sieht in Echtzeit, wo sein Fahrer ist, das reduziert “Wo bleibt mein Paket?”-Anrufe deutlich. SMS-Versand kostet extra (regional unterschiedlich, deshalb Quote auf Anfrage), ist aber für viele Lieferdienste das Schlüssel-Feature der Kunden-Akzeptanz.
Ehrlicher Free-Tier ohne Verfallsdatum. Anders als viele SaaS-Anbieter, die einen 14-Tage-Probe-Account anbieten und dann zur Kasse bitten, lässt Routific den Free-Tier dauerhaft offen, bis 100 Bestellungen/Monat. Für kleinste Betriebe und Pilotphasen ein realer Vorteil. Auch bei höherem Volumen ist der Einstiegspreis (150 USD ab 101 Bestellungen) niedrig genug für Startup-Tests.
Reduktion der Fahrzeit bis zu 17 %. Anbieter-Aussage, die in Capterra-Reviews oft bestätigt wird: Optimierte Routen sparen typischerweise 15–25 % gegenüber manueller Planung, das gilt vor allem für Dispatcher, die bisher mit Stift, Karte und Excel arbeiteten. Wer schon mit einem etablierten Routenplaner arbeitet, sieht weniger spektakuläre Sprünge, aber meist immer noch im einstelligen Prozentbereich Einsparung.
Schwächen ehrlich betrachtet
Komplett englisch, kein deutsches Interface. Für Disponenten und IT-affine Anwender meist kein Hindernis, für deutsche Fahrer in der App aber durchaus. Wer ein Team mit eingeschränkten Englischkenntnissen führt, sollte einen deutschen Wettbewerber prüfen (logo.dispatch von logos, easyRoute, oder spezialisierte deutsche TMS-Anbieter).
Datenhaltung in den USA. Adressen, Kundennamen, Lieferprofile, alles auf US-Servern. DSGVO-Compliance läuft über Standardvertragsklauseln nach Art. 46 DSGVO, Transfer Impact Assessment empfohlen. Für Lieferdienste mit besonders sensiblen Kundenbeziehungen (Apotheken-Boten, medizinische Dienste) kritisch zu prüfen.
Pay-per-Order skaliert nicht ewig. Bei niedrigem bis mittlerem Volumen attraktiv, bei hohem Volumen teuer. Beispielrechnung: 5.000 Bestellungen/Monat = 150 USD Flat (bis 1.000) + 1.000 × 0,15 USD + 1.000 × 0,13 USD + 2.000 × 0,10 USD = ca. 630 USD/Monat. Flatrate-Wettbewerber wie OptimoRoute liegen für ähnliches Volumen oft günstiger. Vor Volumenwachstum den TCO-Vergleich machen.
Skill-Matching und komplexe Constraints schwach. Pflegedienste, die eine bestimmte Pflegekraft für einen bestimmten Patienten brauchen, Reinigungsfirmen, deren Mitarbeiter feste Kundenpräferenzen pflegen müssen, solche komplexen Personalplanungs-Constraints kann Routific nur eingeschränkt abbilden. Hier sind branchenspezifische deutsche Tools (z. B. ProSoz für Pflege, Pirsch für Reinigung) tiefer.
SMS kostet extra. Im Free-Tier nicht enthalten, in allen Bezahlplänen Add-on mit regional unterschiedlichen Preisen. Wer SMS als zentrales Kunden-Kommunikationsmittel plant, sollte vor Vertragsabschluss eine konkrete Kostenkalkulation einholen, das kann das wirtschaftliche Bild deutlich verändern.
Begrenzte ERP/TMS-Integration. API ist verfügbar, aber die Tiefe der Standard-Integrationen reicht nicht an deutsche Speditions-TMS heran. Wer Routific in einen bestehenden SAP TM-, Wanko- oder Soloplan-Stack integrieren will, muss Eigenleistung einplanen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Hohes Volumen mit Flatrate-Pricing brauchst | OptimoRoute oder Onfleet, keine eigene Tool-Seite, etablierte US-Wettbewerber |
| Eine deutsche Lösung mit deutschem Support willst | logo.dispatch, easyRoute oder PTV Smartour, keine eigene Tool-Seite, deutsche Anbieter |
| Komplexe Personalplanung mit Skill-Matching brauchst | Branchenspezialisten wie ProSoz (Pflege), Pirsch (Reinigung), kein generisches Tool |
| Eine Open-Source-Eigenbaulösung mit Forecasting verbinden willst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: OptimoRoute (oft direkter Wettbewerber, Flatrate-orientiert), Onfleet (etablierter US-Anbieter mit starker Fahrer-Plattform), Circuit (UK-Anbieter, vor allem für kleine Lieferdienste), Bringg (Enterprise, Last-Mile-orchestration), Wise Systems (KI-fokussiert, Großkonzern-Klientel) und im DACH-Raum die deutschen TMS-Spezialisten Wanko, Soloplan und PTV Group. Routific ist klare Empfehlung für KMU-Lieferdienste, die ohne IT-Projekt schnell starten wollen, für Großbetriebe, deutsche Compliance-Anforderungen oder komplexes Skill-Matching gibt es bessere Optionen.
So steigst du ein
Schritt 1: Free-Tier mit echter Tagesliste testen. Registriere dich auf routific.com, lade eine CSV mit deiner tatsächlichen Tagesliste hoch (Adresse, Zeitfenster, Servicedauer pro Stopp). Lege deine Fahrzeuge mit Schichtzeiten und Startadresse an. Starte die Optimierung, du bekommst in unter zwei Minuten den Vorschlag. Vergleiche ehrlich mit deiner manuellen Planung: wie viel Fahrzeit pro Fahrzeug, wie viele Stopps in der gleichen Schicht, welche Zeitfenster werden eingehalten.
Schritt 2: Fahrer-App in einer Pilotwoche einführen. Lade einen Fahrer in die App ein (iOS oder Android, kostenlos), lass ihn eine Woche damit fahren und sammle Feedback: Navigation gut? Stopp-Quittierung verständlich? Kunden-Kontakt aus der App nützlich? Wenn die Akzeptanz beim Fahrer nicht passt, hilft auch die beste Optimierung nichts, das ist die kritische Schwelle.
Schritt 3: Kunden-Benachrichtigungen aktivieren und TCO prüfen. E-Mail-Benachrichtigungen sind im Plan enthalten und reduzieren Anfragen messbar. Wenn du SMS willst, lass dir vorab eine regionale SMS-Quote geben, bei höherem Volumen kann das den Preis spürbar verändern. Skaliere die Bezahlplan-Wahl dynamisch: Solange du unter 1.000 Bestellungen/Monat bleibst, ist der 150-USD-Flat-Tarif ehrlich kalkulierbar. Bei Wachstum auf 3.000+ Bestellungen den TCO mit Wettbewerbern vergleichen.
Ein konkretes Beispiel
Ein Gebäudereiniger in der Region Stuttgart mit sechs Fahrzeugen und 40 täglichen Objekten nutzt Routific für die Morgenplanung. Der Disponent lädt um 7:30 Uhr die Tagesliste als CSV hoch (Adresse, vereinbarte Zeitfenster, Servicedauer pro Objekt), Routific berechnet in zwei Minuten sechs optimierte Touren. Fahrzeit-Einsparung gegenüber der vorherigen manuellen Excel-Planung: ca. 25 Minuten pro Fahrzeug täglich, über sechs Fahrzeuge macht das 2,5 Stunden weniger Fahrzeit täglich im Betrieb. Der Planungsaufwand des Disponenten ist von 1,5 Stunden auf 20 Minuten gesunken. Bei einem Bestellvolumen von ca. 800 Objekt-Stopps pro Monat zahlt der Betrieb 150 USD/Monat, Amortisation gegen die eingesparte Disponenten-Zeit innerhalb der ersten Woche. Was nicht funktioniert: Wenn die Reinigungskraft Frau Müller fest bei der Apotheke Schöneberg arbeitet, weil die Apotheke das verlangt, kann Routific dieses Skill-Constraint nicht sauber abbilden, das löst der Disponent weiter manuell.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: USA. Routific Inc. mit Sitz in Vancouver, Kanada, betreibt die Plattform mit US-Cloud-Infrastruktur.
- Datennutzung: Adressen, Kundennamen, Lieferprofile, Fahrer-Tracking-Daten werden verarbeitet, um die Dienstleistung zu erbringen. AVV und Standardvertragsklauseln nach Art. 46 DSGVO sind im Enterprise-Kontext üblich und sollten Vertragsbestandteil sein.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Auf Anfrage. Vor Produktivnutzung mit personenbezogenen Daten unterzeichnen lassen, insbesondere wenn Endkunden-Adressen verarbeitet werden.
- Schrems-II-Risiko: Transfer Impact Assessment empfohlen für Datenflüsse in die USA. Bei besonders sensiblen Lieferdiensten (Apotheken-Boten, medizinische Dienste, soziale Einrichtungen) Datenminimierung erwägen.
- Account-Löschung: Möglich über die Kontoeinstellungen. Aufbewahrungs- und Löschfristen sollten im AVV explizit geregelt sein.
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-strenge Lieferdienste deutsche oder EU-gehostete Alternativen prüfen. Für KMU mit normalem Risikoprofil ist Routific mit AVV und Standardvertragsklauseln vertretbar, aber dokumentiert und in der DSFA bewertet einsetzen.
Gut kombiniert mit
, für die Bedarfsprognose der nächsten 7–30 Tage: Wie viele Stopps fallen voraussichtlich an, welche Fahrzeugkapazität wird gebraucht? Prophet liefert die Prognose, Routific plant darauf basierend die Touren. , für Kundenkommunikation rund um Lieferungen: Antworten auf Beschwerden, Standardmails, Versand-Bestätigungen mit individuellem Wording. Routific liefert die ETA, ChatGPT formuliert die Texte. , falls dein Lieferdienst auch öffentliche Bewertungen sammelt (Google, lokale Verzeichnisse), schließt MARA den Kreis: Routenoptimierung sorgt für pünktliche Lieferung, MARA reagiert professionell auf das Feedback.
Unser Testurteil
Routific verdient 3 von 5 Sternen. Das Produkt selbst ist hervorragend in seiner Zielgruppe, einfache Bedienung, ehrlicher Free-Tier, gute Fahrer-App, sinnvolle ETA-ML-Modelle, hohe Nutzerzufriedenheit. Den vierten und fünften Stern verlieren wir aus drei Gründen: fehlendes deutsches Interface (für DACH-Fahrer-Akzeptanz oft ein echtes Hindernis), US-Hosting ohne EU-Option (DSGVO-Aufwand bleibt), und ein Preismodell, das bei hohem Volumen schnell teurer wird als Flatrate-Wettbewerber. Für lokale Lieferdienste, Last-Mile-Startups und KMU mit überschaubarem Volumen bleibt Routific eine pragmatische und faire Empfehlung, für deutsche Großbetriebe oder Branchen mit komplexem Skill-Matching gibt es bessere Werkzeuge.
Was wir bemerkt haben
- 2024, Routific hat das Preismodell von pro-Fahrzeug auf pro-Bestellung umgestellt. Für viele Bestandskunden eine deutliche Veränderung, manche zahlen jetzt mehr, kleine Betriebe oft weniger. Wer einen Altvertrag hat, sollte die Konditionen aktiv mit dem neuen Modell vergleichen.
- 2025–2026, Die ML-Engine wurde auf 179 Modelle ausgebaut, die regionale Verkehrsmuster, Tageszeit-Effekte und historische Lieferdaten berücksichtigen. Das schärft die ETA-Vorhersagen messbar gegenüber regelbasierten Wettbewerbern.
- Mai 2026, 4,9/5 auf Capterra mit über 140 Reviews, eine in der Logistik-Software-Welt ungewöhnlich konsistente Nutzerzufriedenheit. Spricht für ein Produkt, das tut, was es verspricht.
- 2025, Routific hat eigene Statistiken zu CO2-Einsparungen veröffentlicht (57+ Kilotonnen über die gesamte Kundenbasis). Marketing-Punkt, aber für Lieferdienste mit Nachhaltigkeits-Storytelling eine relevante Datenpunkt-Quelle.
- Stabil seit Gründung, Routific Inc. ist seit über zehn Jahren am Markt (Gründung 2012 in Vancouver), hat über 1.000 aktive Kunden und 191+ Mio. optimierte Lieferungen kumuliert. Diese Langlebigkeit ist in einem Markt mit vielen Last-Mile-Startups ein Qualitätsmerkmal.
- Mai 2026, Keine angekündigte EU-Region. Für DSGVO-strenge Anwender bleibt der Weg über Standardvertragsklauseln und Transfer Impact Assessment, Lücke seit Jahren unverändert.
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