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Freemium Ohne Setup 🇺🇸 US-Server Zuletzt geprüft: Juli 2026

Routific

Routific Solutions Inc.

3/5
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Kanadisches SaaS-Tool für Routenoptimierung mit starkem Fokus auf einfache Bedienung und schnellen Einstieg. Plant täglich optimierte Routen für mehrere Fahrzeuge unter Berücksichtigung von Zeitfenstern, Fahrerkapazitäten und Service-Zeiten. 179 ML-Modelle für genauere ETA-Vorhersagen, eigene Fahrer-App, automatische Kundenkommunikation per SMS und E-Mail. Besonders verbreitet bei Liefer- und Servicediensten.

Kosten: Bis 100 Bestellungen/Monat dauerhaft kostenlos. 101–1.000 Bestellungen 150 USD/Monat pauschal. Darüber gestaffelte Cent-Preise pro Bestellung (15 ct ab 1.001, 13 ct ab 2.001, 10 ct ab 3.001, 8 ct ab 5.001, 5 ct ab 10.001, 3 ct ab 20.001). Ab 50.000 Bestellungen/Monat individuelles Angebot. Abgerechnet wird pro Bestellung, nicht pro Fahrzeug.

Kategorien

Stärken

  • Sehr einfach zu bedienen, kein technisches Know-how nötig
  • Schneller Einstieg: erste optimierte Route in unter 30 Minuten
  • Berücksichtigt Zeitfenster, Fahrerpausen und Service-Zeiten am Stopp
  • Faires Pay-as-you-go: bis 100 Bestellungen/Monat dauerhaft kostenlos
  • Fahrer-App für iOS und Android mit Live-Navigation
  • Automatische Kundenkommunikation per E-Mail (SMS als kostenpflichtiges Add-on)
  • 179 ML-Modelle für ETA-Vorhersagen mit Verkehrsdaten und Tageszeit-Mustern
  • Sehr hohe Nutzerzufriedenheit (4,9/5 bei 144 Capterra-Bewertungen, laut Anbieter)

Einschränkungen

  • Kein Deutsch in der Oberfläche oder im Support, alles auf Englisch
  • Datenhaltung in den USA, DSGVO-Compliance erfordert eigene Absicherung für den Drittlandtransfer
  • Für Betriebe mit komplexen Qualifikations-Constraints (z. B. Reinigung mit Skill-Matching, Pflegedienste) weniger flexibel als deutsche Spezialisten
  • Pay-per-Order kann bei hohem Volumen schnell teuer werden, bei 5.000 Bestellungen/Monat schon ca. 630 USD
  • SMS-Benachrichtigungen kostenpflichtig, nicht im Free-Tier enthalten
  • Sehr große Optimierungsläufe mit vielen hundert Stopps auf einmal stoßen bei der Standard-Web-App an praktische Grenzen

Passt gut zu

Liefer- und Servicedienste mit täglich wechselnden Routen Lebensmittel- und Lieferketten-Startups mit Last-Mile-Delivery Unternehmen, die schnell starten wollen ohne API-Entwicklung Kleine Gemüsekisten-Lieferdienste, Möbelliefer-Startups, lokale Boten- und Kurierdienste

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du planst täglich wechselnde Touren mit einigen Dutzend bis mehreren hundert Stopps
  • Du brauchst eine schnelle Lösung ohne IT-Projekt
  • Dein Bestellvolumen ist überschaubar (unter 3.000–5.000/Monat), sonst rechnen Wettbewerber günstiger
  • Dein Team arbeitet auf Englisch oder akzeptiert ein englisches Werkzeug

Wann nein

  • Du brauchst zwingend deutschsprachiges Interface oder Support
  • Dein Volumen ist hoch (mehrere zehntausend Bestellungen/Monat), Routen-Spezialisten mit Flatrates sind dann günstiger
  • Du hast komplexe Skill-Matching-Anforderungen (Pflegedienst mit Qualifikationen, Reinigung mit Personalpräferenzen)
  • Du brauchst tiefe Integration in ein deutsches ERP/TMS (SAP, Wanko, Soloplan)

Kurzfazit

Routific ist die einfachste Tour-Planungs-Software für Liefer- und Servicedienste, die schnell starten wollen. In 30 Minuten ist eine erste optimierte Route geplant, Pay-as-you-go bis 100 Bestellungen/Monat kostenlos, eigene Fahrer-App und automatische Kundenkommunikation inklusive. Die 179 ML-Modelle für ETA-Vorhersagen sind ein echtes Differenzierungsmerkmal gegenüber regelbasierten Wettbewerbern. Was du wissen musst: Komplett englisch, US-Hosting, und das Pay-per-Order-Modell wird bei hohem Volumen schnell teuer, über 3.000–5.000 Bestellungen/Monat lohnt sich der Vergleich mit Flatrate-Wettbewerbern. Für lokale Lieferdienste, Startups und KMU mit überschaubarem Volumen bleibt Routific die pragmatischste Wahl.

Für wen ist Routific?

Lokale Liefer- und Botendienste: Sweet Spot. Wer täglich mehrere Dutzend bis einige hundert Stopps plant, dabei flexibel auf Tagesänderungen reagieren muss und keine IT-Abteilung hat, kommt mit Routific in Stunden produktiv ans Ziel. Lebensmittel-Lieferdienste, Möbeltransporteure, Gemüsekisten-Abos sind klassische Kunden.

Last-Mile-Startups in der Aufbauphase: Pay-as-you-go bedeutet: Du zahlst, was du tatsächlich nutzt. Für ein junges Lieferunternehmen mit schwankendem Volumen ein realer Vorteil gegenüber Konkurrenten mit Fixkosten-Lizenzmodellen. Die ersten 100 Bestellungen pro Monat sind dauerhaft kostenlos, gut für die Validierungsphase.

Servicedienste mit Außeneinsatz: Wartung, Installation, Inspektion, überall, wo Techniker täglich wechselnde Adressen anfahren. Routific plant Reihenfolgen unter Berücksichtigung von Zeitfenstern, Service-Dauer und Fahrerpausen. Für Branchen mit komplexen Skill-Constraints (Pflegedienste, Reinigungsfirmen mit Personalpräferenzen) ist es allerdings weniger ausdifferenziert als deutsche Spezialisten.

Non-Profits mit Freiwilligen-Touren: Routific eignet sich gut für Organisationen mit ehrenamtlichen Fahrern, das passt zur einfachen Bedienung und niedrigen Eintrittsbarriere. Tafeln, Essenslieferungen für ältere Menschen, Hilfsorganisationen mit Logistikbedarf passen ins Profil.

KMU, die schnell starten wollen: Wer keine API-Entwicklung will, keine SAP-Integration braucht und einfach am Montag mit besseren Routen fahren möchte, ist hier richtig. Konkurrenten wie Onfleet, OptimoRoute oder Locus haben mehr Tiefe, aber auch eine längere Einarbeitungskurve.

Weniger geeignet für: Großkonzerne mit hohem Volumen (Flatrate-Lösungen wie OptimoRoute oder Eigenbau auf Basis von OR-Tools werden ab einer bestimmten Größe günstiger), Pflege- und Reinigungsdienste mit komplexer Personalplanung, Speditionen mit deutscher ERP-Pflicht (Wanko, Soloplan, SAP TM passen besser), und alle, die strikt DSGVO-EU-Hosting verlangen.

Preise im Detail

Bestellungen/MonatPreisAnmerkung
Bis 1000 USDDauerhaft kostenlos. Alle Features außer SMS-Versand inklusive
101–1.000150 USD pauschalFlat-Tarif für den Einsteigerbereich
1.001–2.000+ 0,15 USD pro BestellungÜber 150 USD hinaus
2.001–3.000+ 0,13 USD pro BestellungVolume-Discount-Stufe
3.001–5.000+ 0,10 USD pro Bestellung
5.001–10.000+ 0,08 USD pro Bestellung
10.001–20.000+ 0,05 USD pro Bestellung
20.001–50.000+ 0,03 USD pro Bestellung
Über 50.000Auf AnfrageIndividuelles Enterprise-Angebot

Einordnung: Routific zählt pro einzigartiger Bestellung, die in einer Route geplant wurde, egal über wie viele Fahrzeuge sie aufgeteilt ist. Der Free-Tier ist ehrlich nutzbar: kleine Betriebe mit unter 100 Bestellungen/Monat zahlen dauerhaft nichts (außer SMS-Add-on). Der 150-USD-Flat ab 101 Bestellungen ist der Sweet Spot für lokale Lieferdienste mit Tageserlebnis von 20–40 Stopps. Ab etwa 3.000 Bestellungen/Monat (rund 430 USD nach den gestaffelten Cent-Preisen) lohnt sich der ehrliche Vergleich mit Flatrate-Wettbewerbern (OptimoRoute, Onfleet), bei höherem Volumen werden diese schnell günstiger. Achtung: SMS-Benachrichtigungen kosten extra und sind im Free-Tier nicht enthalten, wer die automatische Kunden-SMS als Kern-Feature braucht, sollte das in die TCO einrechnen. Routific rechnet pro Bestellung, nicht pro Fahrzeug, Bestandskunden mit Altverträgen sollten die Konditionen aktiv mit dem aktuellen Modell vergleichen.

Stärken im Detail

Bedienung ist die Paradedisziplin. Wer schon einmal mit komplexen TMS-Systemen gearbeitet hat, erlebt Routific als Erleichterung: CSV hochladen, Fahrzeuge anlegen, Optimierung starten, fertig. Innerhalb einer Stunde produktiv. Die von Routific zitierte 4,9/5-Bewertung auf Capterra (144 Reviews) reflektiert genau das: Nutzer kommen ohne Schulung klar.

179 ML-Modelle für ETA-Vorhersagen. Routific positioniert die ML-getriebene Ankunftszeit-Prognose als zentrales Differenzierungsmerkmal gegenüber klassischen, regelbasierten Routenplanern. Die Modelle berücksichtigen Verkehrsmuster, Tageszeit, Wochentag und regionale Eigenheiten. In der Praxis bedeutet das: weniger “wir kommen zwischen 14 und 17 Uhr”-Zeitfenster, präzisere Kundenkommunikation, weniger Reklamationen wegen verpasster Termine.

Fahrer-App mit echter Funktionalität. Kostenlose iOS- und Android-App mit Live-Navigation, Stopp-Quittierung, Foto-Upload, Kunden-Kontakt direkt aus der App. Für Lieferdienste ein echtes Mehrwertfeature, weil keine Drittanbieter-Navigation parallel laufen muss. Fahrer sehen die Reihenfolge, fahren los, quittieren, Disponent sieht in Echtzeit, wo der Trupp steht.

Automatische Kundenkommunikation. E-Mail-Benachrichtigungen mit Live-Tracker-Link sind im Standard-Preis enthalten. Der Endkunde sieht in Echtzeit, wo sein Fahrer ist, das reduziert “Wo bleibt mein Paket?”-Anrufe deutlich. SMS-Versand kostet extra (regional unterschiedlich, deshalb Quote auf Anfrage), ist aber für viele Lieferdienste das Schlüssel-Feature der Kunden-Akzeptanz.

Ehrlicher Free-Tier ohne Verfallsdatum. Anders als viele SaaS-Anbieter, die einen 14-Tage-Probe-Account anbieten und dann zur Kasse bitten, lässt Routific den Free-Tier dauerhaft offen, bis 100 Bestellungen/Monat. Für kleinste Betriebe und Pilotphasen ein realer Vorteil. Auch bei höherem Volumen ist der Einstiegspreis (150 USD ab 101 Bestellungen) niedrig genug für Startup-Tests.

Reduktion der Fahrzeit bis zu 17 %. Der Anbieter nennt in einem Rechenbeispiel 17 % weniger Fahrzeit (8,5 statt 10,2 Stunden pro Tour) und wirbt mit bis zu 25 % geringeren Lieferkosten. Die größten Sprünge sehen Dispatcher, die bisher mit Stift, Karte und Excel arbeiteten. Wer schon mit einem etablierten Routenplaner arbeitet, sieht weniger spektakuläre Effekte, aber meist immer noch im einstelligen Prozentbereich Einsparung.

Schwächen ehrlich betrachtet

Komplett englisch, kein deutsches Interface. Für Disponenten und IT-affine Anwender meist kein Hindernis, für deutsche Fahrer in der App aber durchaus. Wer ein Team mit eingeschränkten Englischkenntnissen führt, sollte einen deutschen Wettbewerber prüfen (logo.dispatch von logos, easyRoute, oder spezialisierte deutsche TMS-Anbieter).

Datenhaltung in den USA. Adressen, Kundennamen, Lieferprofile, alles auf US-Servern (laut Datenschutzerklärung nutzt Routific Hosting-Dienstleister in den USA). Für den Drittlandtransfer sind eigene Schutzmaßnahmen nötig: Standardvertragsklauseln aktiv einfordern und ein Transfer Impact Assessment durchführen, die öffentliche Datenschutzerklärung nennt dazu keine Details. Für Lieferdienste mit besonders sensiblen Kundenbeziehungen (Apotheken-Boten, medizinische Dienste) kritisch zu prüfen.

Pay-per-Order skaliert nicht ewig. Bei niedrigem bis mittlerem Volumen attraktiv, bei hohem Volumen teuer. Beispielrechnung: 5.000 Bestellungen/Monat = 150 USD Flat (bis 1.000) + 1.000 × 0,15 USD + 1.000 × 0,13 USD + 2.000 × 0,10 USD = ca. 630 USD/Monat. Flatrate-Wettbewerber wie OptimoRoute liegen für ähnliches Volumen oft günstiger. Vor Volumenwachstum den TCO-Vergleich machen.

Skill-Matching und komplexe Constraints schwach. Pflegedienste, die eine bestimmte Pflegekraft für einen bestimmten Patienten brauchen, Reinigungsfirmen, deren Mitarbeiter feste Kundenpräferenzen pflegen müssen, solche komplexen Personalplanungs-Constraints kann Routific nur eingeschränkt abbilden. Hier sind branchenspezifische deutsche Tools (z. B. ProSoz für Pflege, Pirsch für Reinigung) tiefer.

SMS kostet extra. Im Free-Tier nicht enthalten, in allen Bezahlplänen Add-on mit regional unterschiedlichen Preisen. Wer SMS als zentrales Kunden-Kommunikationsmittel plant, sollte vor Vertragsabschluss eine konkrete Kostenkalkulation einholen, das kann das wirtschaftliche Bild deutlich verändern.

Begrenzte ERP/TMS-Integration. API ist verfügbar, aber die Tiefe der Standard-Integrationen reicht nicht an deutsche Speditions-TMS heran. Wer Routific in einen bestehenden SAP TM-, Wanko- oder Soloplan-Stack integrieren will, muss Eigenleistung einplanen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Hohes Volumen mit Flatrate-Pricing brauchstOptimoRoute oder Onfleet, keine eigene Tool-Seite, etablierte US-Wettbewerber
Eine deutsche Lösung mit deutschem Support willstlogo.dispatch, easyRoute oder PTV Smartour, keine eigene Tool-Seite, deutsche Anbieter
Komplexe Personalplanung mit Skill-Matching brauchstBranchenspezialisten wie ProSoz (Pflege), Pirsch (Reinigung), kein generisches Tool
Eine Open-Source-Eigenbaulösung mit Forecasting verbinden willst für die Bedarfsprognose + Google OR-Tools für die Optimierung

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: OptimoRoute (oft direkter Wettbewerber, Flatrate-orientiert), Onfleet (etablierter US-Anbieter mit starker Fahrer-Plattform), Circuit (UK-Anbieter, vor allem für kleine Lieferdienste), Bringg (Enterprise, Last-Mile-orchestration), Wise Systems (KI-fokussiert, Großkonzern-Klientel) und im DACH-Raum die deutschen TMS-Spezialisten Wanko, Soloplan und PTV Group. Routific ist klare Empfehlung für KMU-Lieferdienste, die ohne IT-Projekt schnell starten wollen, für Großbetriebe, deutsche Compliance-Anforderungen oder komplexes Skill-Matching gibt es bessere Optionen.

So steigst du ein

Schritt 1: Free-Tier mit echter Tagesliste testen. Registriere dich auf routific.com, lade eine CSV mit deiner tatsächlichen Tagesliste hoch (Adresse, Zeitfenster, Servicedauer pro Stopp). Lege deine Fahrzeuge mit Schichtzeiten und Startadresse an. Starte die Optimierung, du bekommst in wenigen Minuten den Vorschlag. Vergleiche ehrlich mit deiner manuellen Planung: wie viel Fahrzeit pro Fahrzeug, wie viele Stopps in der gleichen Schicht, welche Zeitfenster werden eingehalten.

Schritt 2: Fahrer-App in einer Pilotwoche einführen. Lade einen Fahrer in die App ein (iOS oder Android, kostenlos), lass ihn eine Woche damit fahren und sammle Feedback: Navigation gut? Stopp-Quittierung verständlich? Kunden-Kontakt aus der App nützlich? Wenn die Akzeptanz beim Fahrer nicht passt, hilft auch die beste Optimierung nichts, das ist die kritische Schwelle.

Schritt 3: Kunden-Benachrichtigungen aktivieren und TCO prüfen. E-Mail-Benachrichtigungen sind im Plan enthalten und reduzieren Anfragen messbar. Wenn du SMS willst, lass dir vorab eine regionale SMS-Quote geben, bei höherem Volumen kann das den Preis spürbar verändern. Skaliere die Bezahlplan-Wahl dynamisch: Solange du unter 1.000 Bestellungen/Monat bleibst, ist der 150-USD-Flat-Tarif ehrlich kalkulierbar. Bei Wachstum auf 3.000+ Bestellungen den TCO mit Wettbewerbern vergleichen.

Ein konkretes Beispiel

Ein illustratives Szenario: Ein Gebäudereiniger in der Region Stuttgart mit sechs Fahrzeugen und 40 täglichen Objekten nutzt Routific für die Morgenplanung. Der Disponent lädt um 7:30 Uhr die Tagesliste als CSV hoch (Adresse, vereinbarte Zeitfenster, Servicedauer pro Objekt), Routific berechnet in wenigen Minuten sechs optimierte Touren. Fahrzeit-Einsparung gegenüber der vorherigen manuellen Excel-Planung: ca. 25 Minuten pro Fahrzeug täglich, über sechs Fahrzeuge macht das 2,5 Stunden weniger Fahrzeit täglich im Betrieb. Der Planungsaufwand des Disponenten ist von 1,5 Stunden auf 20 Minuten gesunken. Bei einem Bestellvolumen von ca. 800 Objekt-Stopps pro Monat zahlt der Betrieb 150 USD/Monat, Amortisation gegen die eingesparte Disponenten-Zeit innerhalb der ersten Woche. Was nicht funktioniert: Wenn die Reinigungskraft Frau Müller fest bei der Apotheke Schöneberg arbeitet, weil die Apotheke das verlangt, kann Routific dieses Skill-Constraint nicht sauber abbilden, das löst der Disponent weiter manuell.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: USA. Laut Datenschutzerklärung nutzt Routific Solutions Inc. Hosting-Dienstleister in den USA.
  • Datennutzung: Adressen, Kundennamen, Lieferprofile, Fahrer-Tracking-Daten werden verarbeitet, um die Dienstleistung zu erbringen. Die Datenschutzerklärung nennt für EWR-Nutzer eine Verarbeitung auf EU-Rechtsgrundlagen, aber keine Standardvertragsklauseln explizit. Für den US-Transfer solltest du SCC aktiv einfordern.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Die öffentliche Datenschutzerklärung nennt keinen AVV explizit. Vor Produktivnutzung mit personenbezogenen Daten aktiv einen AVV einfordern und unterzeichnen lassen, insbesondere wenn Endkunden-Adressen verarbeitet werden.
  • Schrems-II-Risiko: Transfer Impact Assessment empfohlen für Datenflüsse in die USA. Bei besonders sensiblen Lieferdiensten (Apotheken-Boten, medizinische Dienste, soziale Einrichtungen) Datenminimierung erwägen.
  • Account-Löschung: Möglich über die Kontoeinstellungen. Aufbewahrungs- und Löschfristen sollten im AVV explizit geregelt sein.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-strenge Lieferdienste deutsche oder EU-gehostete Alternativen prüfen. Für KMU mit normalem Risikoprofil ist Routific mit einem eingeforderten AVV und Standardvertragsklauseln vertretbar, aber dokumentiert und in der DSFA bewertet einsetzen.

Gut kombiniert mit

  • , für die Bedarfsprognose der nächsten 7–30 Tage: Wie viele Stopps fallen voraussichtlich an, welche Fahrzeugkapazität wird gebraucht? Prophet liefert die Prognose, Routific plant darauf basierend die Touren.
  • , für Kundenkommunikation rund um Lieferungen: Antworten auf Beschwerden, Standardmails, Versand-Bestätigungen mit individuellem Wording. Routific liefert die ETA, ChatGPT formuliert die Texte.
  • , falls dein Lieferdienst auch öffentliche Bewertungen sammelt (Google, lokale Verzeichnisse), schließt MARA den Kreis: Routenoptimierung sorgt für pünktliche Lieferung, MARA reagiert professionell auf das Feedback.

Unser Testurteil

Routific verdient 3 von 5 Sternen. Das Produkt selbst ist hervorragend in seiner Zielgruppe, einfache Bedienung, ehrlicher Free-Tier, gute Fahrer-App, sinnvolle ETA-ML-Modelle, hohe Nutzerzufriedenheit. Den vierten und fünften Stern verlieren wir aus drei Gründen: fehlendes deutsches Interface (für DACH-Fahrer-Akzeptanz oft ein echtes Hindernis), US-Hosting ohne EU-Option (DSGVO-Aufwand bleibt), und ein Preismodell, das bei hohem Volumen schnell teurer wird als Flatrate-Wettbewerber. Für lokale Lieferdienste, Last-Mile-Startups und KMU mit überschaubarem Volumen bleibt Routific eine pragmatische und faire Empfehlung, für deutsche Großbetriebe oder Branchen mit komplexem Skill-Matching gibt es bessere Werkzeuge.

Was wir bemerkt haben

  • Preismodell: Routific rechnet heute pro Bestellung, nicht pro Fahrzeug. Wer noch einen Altvertrag hat, sollte die Konditionen aktiv mit dem aktuellen, auf der Preisseite gestaffelten Modell vergleichen.
  • Juli 2026: Routific nennt 179 ML-Modelle für ETA-Vorhersagen, die regionale Verkehrsmuster und Tageszeit-Effekte berücksichtigen. Das ist der beworbene Vorsprung gegenüber rein regelbasierten Wettbewerbern (Herstellerangabe, nicht unabhängig geprüft).
  • Juli 2026: 4,9/5 bei 144 Capterra-Bewertungen, von Routific auf der Website zitiert. In der Logistik-Software-Welt eine ungewöhnlich konsistente Nutzerzufriedenheit.
  • Herstellerangaben: Routific weist kumuliert 57+ Kilotonnen CO2-Einsparung, 191+ Mio. optimierte Lieferungen und über 1.000 aktive Kunden aus (Stand der Website Juli 2026). Marketing-Punkte, für Lieferdienste mit Nachhaltigkeits-Storytelling aber relevante Datenpunkte.
  • Langlebig: Routific Solutions Inc. ist Teil des Techstars-Netzwerks und seit vielen Jahren am Markt. Diese Beständigkeit ist in einem Markt mit vielen kurzlebigen Last-Mile-Startups ein Qualitätsmerkmal.
  • Juli 2026: Keine angekündigte EU-Region. Für DSGVO-strenge Anwender bleibt der Weg über eigene Schutzmaßnahmen (SCC, Transfer Impact Assessment), die öffentliche Datenschutzerklärung bleibt dazu unspezifisch.

Quellen

  1. Routific – Preisseite. https://routific.com/pricing (abgerufen am 2026-07-18). Bis 100 Bestellungen/Monat dauerhaft kostenlos; 101 bis 1.000 Bestellungen 150 USD Pauschale; darüber gestaffelte Cent-Preise pro Bestellung (0,15 USD bis 0,03 USD); Abrechnung pro einzigartiger Bestellung; Fahrer-App, GPS-Tracking, E-Mail-Benachrichtigungen und Proof of Delivery im Free-Tier, SMS-Benachrichtigungen als kostenpflichtiges Add-on..
  2. Routific – Datenschutzerklärung. https://routific.com/privacy (abgerufen am 2026-07-18). Datenhosting bei Dienstleistern in den USA; Verarbeitung von EWR-Nutzerdaten auf EU-Rechtsgrundlagen; Daten werden bis zur Löschung des Kontos aufbewahrt; verantwortlich ist Routific Solutions Inc..
  3. Routific – Startseite. https://routific.com (abgerufen am 2026-07-18). 179 ML-Modelle für ETA-Vorhersagen; 191+ Mio. optimierte Lieferungen; über 1.000 aktive Kunden; 57+ Kilotonnen CO2-Einsparung; 17 % weniger Fahrzeit im Rechenbeispiel; bis zu 25 % geringere Lieferkosten; 4,9 Sterne bei 144 Capterra-Bewertungen (Herstellerangabe); Teil des Techstars-Netzwerks..

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