RJG eDART ist ein Prozessüberwachungs- und Regelsystem für Spritzgussmaschinen, das Kavitätsdruck, Schmelzetemperatur und Spritzgeschwindigkeit in Echtzeit erfasst. Mit der 'Decoupled Molding'-Methodik von RJG ermöglicht eDART eine maschinenunabhängige Prozessübertragung — ein Prozessrezept kann von Presse zu Presse migriert werden, ohne neu einzustellen.
Kosten: Preis auf Anfrage; eDART-Controller ca. 5.000–12.000 USD pro Maschine, Kavitätssensoren je 500–2.000 USD; Gesamtinvestition pro Presse typisch 8.000–20.000 USD zuzüglich Einbaukosten
Stärken
- Maschinenunabhängige Prozessübertragung: Decoupled Molding erlaubt Transfer eines Prozesses auf beliebige Presse gleicher Tonnage
- Kavitätsdruck-Prozesssteuerung: Umschaltung Füllen → Nachdruck wird durch Kavitätsdruck getriggert, nicht durch Zeit oder Maschinenparameter
- Automatische Teileentscheidung (Accept/Reject) auf Basis von Kavitationsdruckkurven ohne manuelle Endkontrolle
- eDART v10 Software: Echtzeit-Visualisierung aller Kavitätsdruckkurven, Verlaufshistorie, Alarm-Management
- Breite Kompatibilität mit Maschinenherstellern (Arburg, ENGEL, Haitian, Milacron, Husky u.a.)
Einschränkungen
- Kein deutschsprachiger Support — Einrichtung, Schulung und Helpdesk auf Englisch
- US-Hosting ohne EU-Datenhaltungsoption — DSGVO-Risikoanalyse für deutsche Betriebe erforderlich
- RJG-Methodik (Decoupled Molding) erfordert Schulung der Einrichter — Investition in Prozess-Know-how nötig
- Einbau von Kavitätssensoren erfordert Werkzeugmodifikation; nicht für alle Werkzeuge wirtschaftlich
- Keine tiefe Integration in deutsche MES-Systeme (authentig, ALS) out-of-the-box
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Kontaktiere RJG über rjginc.com und erkläre deine Maschinenkonfiguration (Hersteller, Steuerungsgeneration, Tonnage). RJG bietet eine Demosession und kann erklären, welche Sensor-Konfiguration für dein Werkzeug geeignet ist — direkte Kavitätssensoren oder Auswerferbasierte Messung.
Schritt 2: Plant eine RJG-Schulung für mindestens einen Einrichter und einen Prozess-Ingenieur ein. Die Decoupled-Molding-Methodik ist der Kern des eDART-Ansatzes — ohne dieses Know-how wird das System nur als teures Monitoring-Tool genutzt, nicht als Prozessoptimierungsplattform.
Schritt 3: Beginne mit einem Piloten auf der Maschine mit den höchsten Ausschusskosten. Erfasse 1.000+ Zyklen Basisdaten, setze dann Alarmschwellen für Kavitätsdruckkurven und aktiviere die automatische Teileklassifikation. Erst wenn der Pilot ROI nachweist, weite auf weitere Pressen aus.
Ein konkretes Beispiel
Ein US-amerikanischer Lohnspritzgießer mit 45 Pressen produziert über 100 verschiedene Resin-Typen. Die Viskositätsschwankungen zwischen Materiallosen führten regelmäßig zu Blistering-Problemen an einem hochvolumigen Teil. Nach Implementierung von eDART auf allen Pressen und Training der Einrichter in Decoupled Molding konnte PCI (jetzt Teil von Rosti) den Prozess erstmals matenalchargenunabhängig stabilisieren. Das Prozessrezept ist heute an das Werkzeug, nicht an die Maschine gebunden — ein Wechsel auf eine andere Presse erfordert kein Neueinrichten mehr.
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Kunststoff & Gummi
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