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Regnology

Regnology Group GmbH

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Regnology (ehemals BearingPoint RegTech, seit 2021 eigenständig) ist Europas führende Plattform für regulatorisches Meldewesen in Banken und Finanzinstituten. Die Software aus Frankfurt und Luxemburg automatisiert aufsichtsrechtliche Berichterstattung für über 7.000 Finanzinstitute in 100+ Ländern — von COREP/FINREP über AnaCredit bis zu nationalen Bundesbank-Meldungen.

Kosten: Enterprise-Lizenzmodell, Preise auf Anfrage. Typisch für mittelgroße bis große Banken im sechs- bis siebenstelligen Bereich jährlich inkl. Implementierung und Managed Services.

Stärken

  • Marktführer im regulatorischen Meldewesen in Deutschland und der EU — tiefe Expertise bei COREP, FINREP, AnaCredit und Solvency II
  • Enge Zusammenarbeit mit deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden (BaFin, Deutsche Bundesbank, EZB) bei Standard-Entwicklung
  • Vollständige Abdeckung der regulatorischen Reporting-Kette: Datensammlung, Validierung, Übermittlung
  • Regelmäßige automatische Updates bei Änderungen von EBA-Standards und nationalen Anforderungen inklusive
  • Neue Ascend-Plattform mit agentenbasierter KI für Straight-Through Reporting (STR)

Einschränkungen

  • Sehr hohe Implementierungskosten und lange Projektlaufzeiten (typisch 12–24 Monate) — nicht für kleine Institute geeignet
  • Stark auf regulatorisches Meldewesen fokussiert — kein allgemeines BI oder Managementreporting
  • Komplexe Integration in bestehende Kernbankensysteme erfordert spezialisierte Berater
  • Laufende Konsolidierung durch Moody's-Akquisition bringt vorübergehende Unsicherheit beim Produktportfolio

Passt gut zu

Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit Meldepflichten gegenüber BaFin/Bundesbank Versicherungsunternehmen mit Solvency-II-Berichterstattung Compliance- und Aufsichtsrechtsteams in mittelgroßen bis großen Kreditinstituten

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du bist eine Bank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank mit Meldepflichten gegenüber BaFin und Bundesbank
  • Du benötigst COREP-, FINREP-, AnaCredit- oder Solvency-II-Reporting mit automatischen Updates bei regulatorischen Änderungen
  • Du suchst einen Anbieter mit nachgewiesener Zusammenarbeit mit EBA, BaFin und Bundesbank
  • Deine Meldeprozesse sind heute zu manuell und fehleranfällig

Wann nein

  • Du bist eine kleine Volksbank oder Raiffeisenbank mit unter 1 Milliarde EUR Bilanzsumme — das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht
  • Du suchst allgemeines Business Intelligence oder Management-Reporting
  • Dein Budget liegt unter 500.000 EUR pro Jahr — Regnology ist kein KMU-Tool
  • Du hast kein IT-Team für die mehrmonate Implementierungsphase

Kurzfazit

Regnology ist die erste Adresse für regulatorisches Meldewesen in Deutschland und Europa. Wer COREP, FINREP, AnaCredit und Bundesbank-Meldungen automatisieren will, findet kaum eine Alternative mit vergleichbarer Regulatorik-Tiefe und Behördennähe. Der Preis ist hoch, die Implementierung langwierig — aber für ein mittelgroßes bis großes Kreditinstitut ist das der erwartete Standard. Für kleine Banken und Institute mit schmalem Budget ist Regnology keine Option.

Für wen ist Regnology?

Compliance-Teams in Kreditinstituten: Regnology wurde für genau diesen Job gebaut. COREP-Quartalsberichte, FINREP-Abschlüsse, AnaCredit-Granularmeldungen — alles in einer Plattform, automatisch validiert und direkt an Bundesbank und BaFin übermittelt.

Risikomanager und CFOs großer Banken: Die neue Ascend-Plattform und der RRiskHub (aus der Moody’s-Akquisition) integrieren regulatorisches Reporting mit Risiko- und Bilanzanalyse. Das gibt dem CFO ein einziges System für Compliance und strategisches ALM (Asset-Liability-Management).

Versicherungsunternehmen: Das Insurance Hub deckt Solvency-II-Berichterstattung und nationale Versicherungsmeldungen ab. Regnology ist in diesem Bereich deutlich spezialisierter als allgemeine BI-Lösungen.

IT- und Dateningenieure in Finanzinstituten: Regnology ist kein No-Code-Tool. Die Integration in Kernbankensysteme (Temenos, SAP Banking, Avaloq) erfordert ein technisch versiertes Team. Die API-Anbindungen und das Regnology Granular Data Model (RGD) sind leistungsfähig, aber nicht für technische Laien.

Weniger geeignet für: Kleine Volksbanken und Raiffeisenbanken (unter 1 Mrd. EUR Bilanzsumme), FinTechs mit agiler Struktur, Unternehmen außerhalb des Finanzsektors und alle, die ein allgemeines Reporting- oder BI-Tool suchen.

Preise im Detail

PaketZielgruppeUmfang
Reporting HubMittelgroße KreditinstituteCOREP, FINREP, nationale Meldungen, automatische Updates
Insurance HubVersicherungenSolvency II, nationale Versicherungsmeldungen
Risk Hub / RRiskHubGroße BankenBasel III, IFRS 9, ALM, integrierte Risikoanalyse
Tax HubBanken mit internationaler SteuerberichterstattungFATCA, CRS, AEOI
Managed ServicesInstitute ohne eigenes IT-BetriebsteamVollständig betriebener Service

Einordnung: Regnology veröffentlicht keine Preise — der Einstieg in ein Vertriebsgespräch ist obligatorisch. Branchenkenner berichten von Jahreslizenzen im sechs- bis siebenstelligen Bereich, je nach Modulumfang und Institutsgröße. Die Implementierungskosten (Consulting, Datenmapping, Integration) übersteigen oft die Lizenzkosten im ersten Jahr. Für kleine Institute lohnt sich die Investition rechnerisch nicht; ab 5–10 Milliarden EUR Bilanzsumme beginnt die Kosten-Nutzen-Rechnung aufzugehen.

Stärken im Detail

Regulatorik-Tiefe ohne Vergleich in Deutschland. Regnology hat nicht nur Software für COREP und FINREP — das Unternehmen war an der Entwicklung der EBA-Standards beteiligt und arbeitet direkt mit Bundesbank und BaFin zusammen. Das bedeutet: Wenn die EBA einen neuen Standard verabschiedet, ist Regnology einer der ersten Anbieter mit einer zertifizierten Implementierung. Institute, die manuell aktualisieren, hängen oft Wochen hinter den Fristen.

Vollautomatische Meldekette ohne manuelle Schritte. Vom Quelldatensystem über die Validierung bis zur Übermittlung an die Aufsicht läuft alles innerhalb der Plattform. Konsistenzprüfungen erkennen Fehler, bevor sie bei der Bundesbank landen — das vermeidet Nachfragen und Nachlieferungen, die in der Praxis zeitaufwändig sind.

Ascend mit agentenbasierter KI für Straight-Through Reporting. Die neue Plattformgeneration nutzt KI-Agenten, um regulatorische Änderungen automatisch in Meldeschemen zu übersetzen. Das Konzept des “Straight-Through Reporting” (STR) soll manuelle Anpassungsarbeit nach Regulierungsänderungen nahezu eliminieren — bisher war das eine der teuersten und fehleranfälligsten Phasen im Meldezyklus.

Global skalierbar, aber Deutschland-first. Regnology deckt 100+ Jurisdiktionen ab, ist aber erkennbar auf den deutschen und europäischen Markt ausgerichtet. Das zeigt sich in der deutschen Produktunterstützung, den Bundesbank-Zertifizierungen und dem engen Behördennetzwerk.

Schwächen ehrlich betrachtet

Implementierung dauert — und kostet. Zwölf bis 24 Monate Implementierungszeit sind in der Branche die Norm, keine Ausnahme. Das Datenmapping allein — also die Zuordnung von Buchhaltungs- und Risikodaten auf das Regnology-Datenmodell — nimmt oft mehrere Monate in Anspruch. Wer schnelle Ergebnisse erwartet, wird enttäuscht.

Kein Tool für allgemeines Reporting. Regnology ist keine BI-Plattform. Interne Management-Dashboards, Ad-hoc-Analysen oder Planung: Das ist explizit nicht der Anwendungsbereich. Institute, die ein universelles Reporting-System suchen, müssen Regnology mit Power BI, SAP oder einem anderen Tool kombinieren.

Unsicherheit durch laufende Moody’s-Akquisition. Der Erwerb des Moody’s-Geschäftsbereichs für regulatorisches Reporting und ALM wurde im Dezember 2025 angekündigt und ist noch nicht vollständig abgeschlossen (Regulierungsgenehmigungen ausstehend). Was das für die Produktlinien, die Preisgestaltung und die Kundensupportstruktur bedeutet, ist noch nicht vollständig klar. Bestandskunden sollten den Prozess aktiv begleiten.

Abhängigkeit von spezialisierten Beratern. Regnology-Implementierungen werden fast immer von spezialisierten Beratungspartnern begleitet. Das erhöht die Gesamtkosten und schafft eine Vendor-Lock-in-Situation: Wenn Berater das System eingespielt haben, ist der Wechsel aufwändig.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Ein allgemeines Risiko- und Finanzreporting für Banken willstSAP S/4HANA mit Banking-Add-ons
Als kleine Bank eine günstigere RegTech-Lösung suchstSpezialisierte regionale Anbieter wie Sopra Banking
Nachhaltigkeits- und ESG-Reporting zusätzlich zum Meldewesen brauchstSphera für ESG-Compliance neben Regnology
Management-Dashboards aus Meldedaten brauchstPower BI auf Basis von Regnology-Exporten

Regnology ist kein Allrounder — für regulatorisches Meldewesen in Deutschland und der EU gibt es im Enterprise-Segment kaum eine Alternative mit vergleichbarer Tiefe. Die Entscheidung ist weniger “Regnology oder Alternative”, sondern “Regnology oder Eigenentwicklung”.

So steigst du ein

Schritt 1: Regnology ist ein Enterprise-Projekt — der Einstieg beginnt mit einem formellen Beratungsgespräch mit dem Vertrieb in Frankfurt. Identifiziere zunächst deinen primären Meldebedarf (COREP, FINREP, AnaCredit, Bundesbank-Meldungen) und erstelle eine Anforderungsliste für das RFP. Kläre vorab, ob Reporting Hub, Insurance Hub oder der neue RRiskHub dein Hauptprojekt ist.

Schritt 2: Plane die Implementierungsphase realistisch: Regnology empfiehlt einen Phased-Rollout, beginnend mit der wichtigsten Meldestruktur. Die Datenmapping-Phase — in der Buchhaltungs- und Risikodaten in das Regnology-Granular-Data-Modell überführt werden — ist erfahrungsgemäß der aufwändigste Teil. Plane mindestens 6–12 Monate allein für diese Phase.

Schritt 3: Nutze die automatischen Update-Services konsequent. Wenn EBA-Standards oder BaFin-Anforderungen sich ändern, liefert Regnology reguläre Updates, die neue Meldeschemen automatisch integrieren. Stelle sicher, dass dein internes Team die Prozesse für Test und Abnahme neuer Updates einspielt — das ist eine laufende Governance-Aufgabe, kein einmaliges Projekt.

Ein konkretes Beispiel

Eine mittelgroße Volksbank mit 8 Milliarden EUR Bilanzsumme hat ihre COREP- und FINREP-Meldungen bisher manuell in Excel zusammengestellt — ein Prozess, der drei Mitarbeiter fünf Tage pro Quartal beschäftigt und fehleranfällig ist. Nach der Regnology-Einführung läuft die Datensammlung aus dem Kernbankensystem und den Risikosystemen vollautomatisch. Die Validierung prüft die Konsistenz aller Meldepositionen, und die Übermittlung an die Deutsche Bundesbank erfolgt per Knopfdruck. Der Aufwand sinkt von 15 Personentagen auf einen halben Tag — und die Fehlerquote, die früher zu Rückfragen der Bundesbank führte, fällt auf nahezu null.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU-basiert (GCP-zertifizierte Architektur mit europäischen Rechenzentren); keine US-Weitergabe der Bankdaten
  • Datennutzung: Kundendaten werden nicht für KI-Training oder Dritte genutzt; Regnology ist ISO 27001 zertifiziert
  • Auftragsverarbeitung: Standardmäßig AVV-fähig (Auftragsverarbeitungsvertrag) — für lizenzierte Institute integraler Bestandteil des Vertrags
  • Regulatorischer Rahmen: Als Anbieter für Banken unterliegt Regnology selbst hohen Sicherheitsanforderungen (DORA, EBA ICT Risk-Richtlinien)
  • Empfehlung für Unternehmen: AVV vor Go-live schließen und die Subprozessor-Liste prüfen; bei der Ascend-Cloudplatform besonderes Augenmerk auf GCP-Regionskonfiguration legen

Gut kombiniert mit

  • SAP S/4HANA — SAP als ERP-Datenbasis liefert die Buchungsdaten, die Regnology für regulatorische Meldungen verarbeitet; die SAP-Regnology-Schnittstelle ist eine der meistgenutzten Integrationen
  • Power BI — Management-Dashboards aus Regnology-Meldedaten in Power BI für interne Steuerung aufbauen; Regnology liefert die regulatorischen Daten, Power BI macht sie für das Management nutzbar
  • Sphera — für Konzerne, die neben regulatorischem Bankenmeldewesen auch CSRD- und ESG-Berichterstattung benötigen: Regnology und Sphera decken unterschiedliche Compliance-Welten ab

Unser Testurteil

Regnology verdient 4 von 5 Sternen. Für regulatorisches Meldewesen in deutschen und europäischen Kreditinstituten gibt es im Enterprise-Segment keine bessere Lösung — die Regulatorik-Tiefe, die Behördennähe und die automatischen Update-Services sind einzigartig. Den fünften Stern kostet die hohe Implementierungskomplexität, die langen Projektlaufzeiten und die derzeit laufende Produktkonsolidierung durch die Moody’s-Akquisition. Für das richtige Institut — mittelgroß bis groß, mit ernsthaftem Meldebedarf — ist Regnology schlicht der Marktstandard.

Was wir bemerkt haben

  • Dezember 2025 — Regnology hat den Kauf des Moody’s-Geschäftsbereichs für regulatorisches Reporting und ALM angekündigt. Damit integriert Regnology die ehemalige OneSumX-Plattform (früher Wolters Kluwer) und wird deutlich breiter: Der neue RRiskHub kombiniert Meldewesen, Risikoanalyse und Asset-Liability-Management in einem System. Die Transaktion ist noch nicht abgeschlossen (Regulierungsgenehmigungen ausstehend, Stand April 2026).
  • 2025 — Neue Ascend-Plattform mit agentenbasierter KI und dem Konzept des “Straight-Through Reporting” (STR) eingeführt. Regnology positioniert sich damit nicht mehr nur als Meldewesen-Software, sondern als KI-gestützte Compliance-Plattform.
  • 2026 — Regnology gewann den Central Banking Regtech/Suptech Services Award 2026 — eine Bestätigung der führenden Marktstellung, insbesondere im Bereich Aufsichtsbehörden-Integration.
  • 2021 — Regnology wurde als eigenständiges Unternehmen aus BearingPoint herausgelöst. Wer noch unter dem alten Namen “BearingPoint RegTech” recherchiert, findet veraltete Informationen — der Markenname ist seit 2021 Regnology.

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