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PromiseQ

PromiseQ GmbH

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Berliner KI-Plattform für die Sicherheitsbranche, die sich 2025/26 von einem reinen Fehlalarmreduktions-Tool zu einer agentengesteuerten Edge-AI-Schicht für Bestands-Videoanlagen entwickelt hat. Cuby-Agent versteht Kontext und kann selbständig Aktionen auslösen (PTZ-Steuerung, Alarm-Priorisierung, Health-Monitoring). Datenhaltung auf deutscher Cloud-Infrastruktur, MCP-Unterstützung für Anbindung an Claude und OpenAI.

Kosten: SaaS-Abonnement; Preise auf Anfrage (kein Self-Service-Pricing). Abrechnung typischerweise pro Kamera/Monat. Pilotprojekte (POC, ca. 10–20 Kameras über 4–6 Wochen) häufig im Standardangebot.

Stärken

  • Pilotbewährte 95 %-Fehlalarmreduktion in deutschen Sicherheitsunternehmen
  • Deutsche Cloud-Infrastruktur und DSGVO-konformes Hosting
  • Cuby-AI-Agent: kontextbewusste Auswertung mit autonomer Aktion (PTZ, Priorisierung, Buffer)
  • Model Context Protocol (MCP)-Unterstützung — Integration mit Claude, OpenAI, eigenen Plattformen
  • Edge-Intelligence: lokale Verarbeitung ohne zwingende Cloud-Abhängigkeit
  • Funktioniert auf bestehenden CCTV-Setups — kein Kameratausch nötig
  • Deutsche Gründung mit Branchennähe (Angel-Investor René Helbig, ehemals CTO Securitas Germany)

Einschränkungen

  • Ausschließlich für videobasierte Alarme — rein sensorbasierte Einbruchmeldeanlagen ohne Kamera nicht unterstützt
  • Kein Self-Service-Pricing — Vertriebsgespräch zwingend
  • Kleines Unternehmen (Frühphase) — Langfristbetrieb bei Kundenwachstum noch nicht in großem Maßstab belegt
  • Funktionsumfang entwickelt sich schnell — neue Features bedingen regelmäßige Anpassung des eigenen Workflows
  • Tiefe Integration in proprietäre VMS-Plattformen (Genetec, Milestone) noch im Ausbau

Passt gut zu

Sicherheitsdienstleister und Notruf-/Serviceleitstellen mit hohem videobasiertem Alarmvolumen Unternehmen mit 50+ überwachten Kameraobjekten, die Operator-Ressourcen entlasten wollen Sicherheitsintegratoren, die ihren Bestandskunden eine AI-Schicht ohne Kameratausch anbieten wollen

Kurzfazit

PromiseQ ist eine der wenigen ernstzunehmenden deutschen KI-Plattformen für die Sicherheitsbranche — und eine der schnellsten Produkt-Evolutionen im DACH-KI-Markt. Was als spezialisierter Fehlalarm-Filter für Wachdienstleister begann, ist 2025/26 zu einer agentengesteuerten Edge-AI-Schicht für bestehende CCTV-Anlagen geworden: Cuby-Agent versteht Kontext, MCP-Unterstützung erlaubt Anbindung an Claude und OpenAI, lokale Verarbeitung ohne Cloud-Zwang. Deutsche Cloud-Infrastruktur, DSGVO-konform, deutschsprachiger Support. Schwächen: kein Self-Service-Pricing, junges Unternehmen ohne Großbetrieb-Referenzen, sehr schnelle Roadmap-Bewegung (Feature-Lärm). Für Sicherheitsdienstleister mit 50+ Kameraobjekten ein Pilot-Kandidat erster Wahl.

Für wen ist PromiseQ?

Sicherheitsdienstleister und Wachdienstunternehmen: Wer eine Leitstelle mit Videoaufschaltung betreibt, hat ein quantifizierbares Problem: 80–95 % aller Alarmsignale sind Fehlalarme (Tiere, Wind, Lichtreflexe, Wischer-Bewegung). Jeder Operator-Eingriff kostet 1–5 Minuten. PromiseQ adressiert genau diesen Schmerzpunkt mit messbarem ROI.

Notruf- und Service-Leitstellen mit hohem Alarmvolumen: Leitstellen, die parallel mehrere Hundert oder Tausend Objekte überwachen, stoßen ohne KI-Vorfilterung an Personalgrenzen. PromiseQ erlaubt, das Operator-Team auf wenige echte Bedrohungen zu konzentrieren statt auf Tier-Klassifikation.

Sicherheitsintegratoren mit Bestandskunden: Sicherheits-Systemhäuser, die ihre Kundenbasis monetarisieren wollen, ohne neue Hardware zu verkaufen, bekommen mit PromiseQ ein vorgefertigtes Software-Upgrade-Argument. Die Marketing-Botschaft “Wir machen Ihre vorhandenen Kameras zur smarten KI-Anlage” ist verkaufbar.

Mittelständische Unternehmen mit Werks- oder Liegenschafts-Überwachung: Logistikzentren, Industrieparks, Bauhöfe — überall, wo Videoüberwachung läuft, fallen Fehlalarme an. Für mittelständische Eigenbetreiber wird ein PromiseQ-Layer schnell günstiger als eine zweite Person in der Nachtschicht.

Weniger geeignet für: Anwender mit rein sensorbasierter Alarmtechnik ohne Kamera (das adressiert PromiseQ nicht), Konzern-Sicherheitsabteilungen, die zwingend Genetec- oder Milestone-Standard-Integration in Tiefe brauchen (noch im Ausbau), kleine Einzelobjekte mit unter 10 Alarmen pro Woche (ROI bleibt fragwürdig) und Unternehmen, die zwingend Open-Source-Lösungen oder Self-Hosting wünschen.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
POC / PilotprojektHäufig kostenfrei oder gegen kleine Aufwandspauschale10–20 Kameras, 4–6 Wochen, vollständige Funktionalität, gemessene Fehlalarmreduktion als Geschäftsbasis
Produktiv-AboAuf Anfrage, üblich pro Kamera/MonatVollständige Plattform, Cuby-Agent, MCP-Anbindung, Health-Monitoring, deutscher Support
Integrator-PartnerprogrammAuf Anfrage, mit Wiederverkaufs-MargePlattform unter eigener Marke vermarktbar (White-Label-Komponenten), Schulung, Tier-1-Support

Einordnung: PromiseQ verzichtet bewusst auf Self-Service-Pricing — Sicherheitskunden sind keine Selbst-Konfigurierer, jeder Setup ist standortspezifisch. Marktbeobachter berichten von monatlichen Preisen im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Kamera für mittelgroße Implementierungen (50–200 Kameras), mit Volumenrabatten ab Konzern-Größenordnung. Der POC-Ansatz ist überzeugend: bevor du eine Sales-Vertrags-Entscheidung triffst, siehst du die echten Fehlalarmreduktions-Zahlen aus deinem eigenen Bestand. Vergleichswert: ein einzelner Operator-Vollzeit-Stelle in Deutschland kostet ca. 45.000–55.000 Euro pro Jahr — PromiseQ amortisiert sich in der Regel bereits bei 100–150 überwachten Objekten gegen die Kosten eines Mitarbeiters.

Stärken im Detail

Messbare Fehlalarmreduktion in deutschen Pilotbetrieben. Die häufig zitierten 95 % sind keine reine Marketing-Zahl, sondern aus mehreren dokumentierten Piloten bei deutschen Sicherheitsdienstleistern. Praktisch heißt das: wo vorher 180 Alarme pro Nacht beim Operator landeten, sind es 9–15. Das verändert die Arbeitsweise einer Leitstelle fundamental — Operator können sich auf tatsächliche Bedrohungen konzentrieren statt auf Tierklassifikation.

Edge-Intelligence ohne Cloud-Zwang. PromiseQ kann lokal auf Edge-Hardware laufen — wichtig für Standorte ohne stabile Internetverbindung, für Hochsicherheitsbereiche, in denen Video die Liegenschaft nicht verlassen darf, und für Anwender mit kompromisslosen Datenschutz-Anforderungen. Offline-Alert-Buffering bewahrt kritische Alarme während Netzausfällen.

Cuby-Agent als nächste Stufe. Statt nur Alarme zu filtern, kann der Cuby-AI-Agent Aktionen auslösen: PTZ-Kamerasteuerung (Pan/Tilt/Zoom für Detail-Aufnahme), automatische Eskalation, Priorisierung in der Operator-Warteschlange. Das ist der Sprung vom “intelligenten Filter” zur “agentischen Sicherheitsschicht” — und Vorbote dessen, was 2026/27 zum Branchenstandard wird.

Model Context Protocol (MCP) als strategischer Vorgriff. PromiseQ unterstützt MCP — das von Anthropic eingeführte und inzwischen breit adaptierte Protokoll für KI-Tool-Integration. Praktischer Effekt: PromiseQ-Daten können in Claude- oder OpenAI-basierte Workflows eingebunden werden, ohne proprietäre APIs zu programmieren. Für Anwender, die später ihre Sicherheitsdaten in größere KI-Plattformen integrieren wollen, ist das eine zukunftssichere Architektur-Entscheidung.

Deutsche Cloud-Infrastruktur als DSGVO-Vorteil. Anders als die meisten internationalen VMS-Anbieter hostet PromiseQ auf deutscher Cloud-Infrastruktur. Für Sicherheitsdienstleister mit Hochregalkunden, KRITIS-Bezug oder strengen DSGVO-Anforderungen ist das ein verkaufsentscheidendes Argument im B2B-Vertrieb. Lieferanten- und Standort-Transparenz ist gegenüber AWS-us-east-Lösungen deutlich besser.

Bestandsanlagen-Kompatibilität. PromiseQ läuft auf bestehenden CCTV-Setups, ohne dass Kameras getauscht werden müssen. Das senkt die Einstiegshürde drastisch — Sicherheitsintegratoren können Kundengespräche ohne Hardware-Investitionsdiskussion führen. Hikvision-, Ajax- und ONVIF-kompatible Kameras werden direkt unterstützt; weitere Integrationen entstehen laufend.

Branchennähe im Produkt sichtbar. Mit René Helbig (ehemals CTO Securitas Germany) als Angel-Investor und Berater hat PromiseQ direkten Zugang zur deutschen Sicherheitsbranche. Das spürt man im Produktdesign: Workflows orientieren sich an realen Leitstellen-Abläufen, nicht an theoretischen IT-Architekturen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Junges Unternehmen ohne Großbetrieb-Referenzen. PromiseQ ist eine Frühphasen-GmbH. Pilotinstallationen funktionieren nachweislich, aber Betriebs-Stabilität über mehrere Jahre, bei mehreren Tausend gleichzeitigen Kameras, in heterogenen Konzernumgebungen — das ist noch nicht belegt. Wer als Anwender skalieren will, sollte SLAs und Vertragslaufzeiten realistisch klein halten und Exit-Klauseln verhandeln.

Kein Self-Service-Pricing. Jede Vertragsanbahnung erfordert ein Vertriebsgespräch. Das ist im B2B-Sicherheitsmarkt branchenüblich, kostet aber Zeit und schließt Quick-Wins für einzelne Objekte praktisch aus. Wer einen Standort schnell ausstatten will, muss durch den Tender-Prozess.

Funktionsumfang entwickelt sich schnell. Was Anfang 2025 reine Fehlalarmreduktion war, ist Mitte 2026 agentische Edge-Plattform mit MCP. Diese Geschwindigkeit ist beeindruckend, schafft aber auch Re-Trainings- und Re-Konfigurationsaufwand bei Bestandskunden. Wer in stabilen, mehrjährig validierten Workflows arbeiten muss (kritische Infrastruktur, Polizei-Anbindung), sollte das berücksichtigen.

Tiefe Integration in Konzern-VMS noch im Ausbau. Anwender mit großen Genetec-Security-Center- oder Milestone-XProtect-Implementierungen bekommen heute API-Anbindung, aber keine native Modul-Integration auf Plattform-Niveau. Wer eine Out-of-the-Box-Integration auf VMS-Plug-in-Niveau erwartet, muss noch warten oder selbst entwickeln.

Rein videobasiert. Sensorbasierte Einbruchmeldeanlagen ohne Kamera (klassische BMA, Tür-/Fenster-Kontakte ohne Videoaufschaltung) werden nicht adressiert. Wer eine reine Sensoranlage hat, ist falsch — PromiseQ ist das Komplement zu CCTV, nicht zu klassischer Einbruchmeldetechnik.

Operative Schulung der Leitstelle entscheidet über den Erfolg. Eine 95 %-Reduktion ist nur dann wertvoll, wenn die Leitstelle den geänderten Workflow auch annimmt. Operator-Schulung, Akzeptanz für KI-Entscheidungen und Eskalations-Pfade müssen in der Implementierungsphase aufgebaut werden. Wer das unterschätzt, hat eine technische Lösung mit einem menschlichen Adoptions-Problem.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine etablierte VMS-Plattform mit eingebauter Analytics willstGenetec Security Center oder Milestone XProtect
ANPR oder spezialisierte Kennzeichenerkennung brauchstHikvision DeepinView / ANPR

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Verkada (US-amerikanischer Cloud-CCTV-Anbieter, vertikal integriert mit eigener Hardware, EU-Hosting verfügbar, aber kein deutsches Hosting), Avigilon Unity (Motorola Solutions, klassischer VMS-Player mit AI-Erweiterungen), Spot AI (US-Startup mit ähnlicher Edge-AI-Positionierung wie PromiseQ, aber US-Hosting), DeepAlert (Direktwettbewerber mit ähnlichem Fehlalarm-Reduktions-Versprechen, primär UK-Markt) und evalink (Alarmmanagement-Plattform aus der Schweiz, oft kombiniert mit PromiseQ). Im DACH-Markt ist PromiseQ als deutsche, DSGVO-native AI-Sicherheits-Plattform aktuell weitgehend ohne direkten Wettbewerber — die etablierten VMS-Anbieter (Genetec, Milestone) haben AI-Module, aber nicht den Edge-Agent-Ansatz von PromiseQ.

So steigst du ein

Schritt 1: POC mit 10–20 Kameras vereinbaren. Auf promiseq.com einen Demo-Termin buchen. Definiere mit dem PromiseQ-Team eine Objektgruppe aus deinem Bestand — am besten ein Mix aus typischen Problemobjekten (Lagerhof mit Tieren, Außenbereich mit Vegetation, Industriegelände mit häufiger Bewegung). Plane 4–6 Wochen Laufzeit. Definiere vorher harte Erfolgskriterien (z. B. “Reduktion auf weniger als 15 Alarme pro Nacht und Objekt”).

Schritt 2: Integration in dein VMS und Alarmmanagement. PromiseQ verbindet sich über API mit deinem bestehenden System (Hikvision, Ajax, evalink, ONVIF-kompatible Kameras). Plane in der ersten Woche eine intensive Integrationsphase ein — Mapping der Alarmtypen, Definition der Eskalations-Pfade, Konfiguration der Cuby-Agent-Aktionen. Lass deinen Leitstellen-Leiter daran teilnehmen.

Schritt 3: Trainingsphase und Operator-Akzeptanz. Während der ersten 2–3 Wochen lernt das Modell deine standortspezifischen Muster (welche Bewegung ist normal, welche ist Bedrohung). Parallel: Operator-Workshop. Erkläre dem Team, was die KI tut, wann sie übersteuert werden kann, wie der Eskalations-Pfad funktioniert. Ohne Operator-Akzeptanz wird der technische Erfolg verpuffen — Operator, die jeden gefilterten Alarm misstrauen, machen die Effizienzgewinne wieder zunichte. Nach dem POC entscheidest du auf Basis harter Daten über die Skalierung.

Ein konkretes Beispiel

Ein mittelgroßes deutsches Sicherheitsdienstleistungsunternehmen betreut 120 Objekte mit Videoaufschaltung — Logistikzentren, Baustellen, Industrieliegenschaften. Pro Nacht erzeugt das System etwa 180 Alarme, davon laut Leitstellen-Auswertung rund 160 Fehlalarme (Tiere, Wind, Lichtreflexe, Wischer). Nach sechs Wochen PromiseQ-POC landen nur noch 15–25 Alarme zur manuellen Sichtung beim Operator. Konkrete Auswirkung: Das Team kann ohne zusätzlichen Headcount weitere 30 Objekte aufschalten — bei einem durchschnittlichen Vertrags-Volumen von 800 € pro Objekt und Monat entspricht das einer Umsatzsteigerung von 24.000 € pro Monat ohne Personalkostenwachstum. Parallel sinkt die Anzahl unnötiger Streifenfahrten (Vor-Ort-Verifikation bei unklaren Alarmen) um etwa 70 %, was Fahrzeugkosten und Personalstunden spart. Die monatlichen PromiseQ-Lizenzkosten bei 120 Objekten liegen im niedrigen vierstelligen Bereich — Amortisation nach weniger als zwei Monaten. Voraussetzung: ein Pilot-Verantwortlicher, der die operative Umstellung in der Leitstelle aktiv begleitet.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Deutsche Cloud-Infrastruktur (explizite Herstellerangabe). Alternativ Edge-Verarbeitung lokal auf Kundenhardware ohne Cloud-Übermittlung möglich.
  • Personenbezogene Daten: Videodaten enthalten typisch erkennbare Personen — relevant für DSGVO-Bewertung. PromiseQ unterstützt Privacy Zones (Maskierung sensibler Bereiche) und kann konfiguriert werden, dass nur Alarm-Metadaten, nicht Vollbilder, in der Cloud verarbeitet werden.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard für deutsche B2B-Kunden. Anbieter ist eine deutsche GmbH — Vertragssprache, Gerichtsstand und Rechtsrahmen sind DACH-nativ.
  • Datennutzung für Modelltraining: Vor Vertragsabschluss explizit klären — bei kundenspezifischer Standort-Baseline wird in der Regel kundenisoliert trainiert; ob aggregierte/anonymisierte Daten für globale Modellverbesserung verwendet werden, sollte schriftlich fixiert sein.
  • Edge-Option für KRITIS-Anwender: Wer Verarbeitung lokal verlangt (BSI-IT-Sicherheitsgesetz, NIS2, KRITIS-Verordnung), kann den Edge-Modus wählen — Videostreams verlassen die Liegenschaft nicht. Das ist im deutschen Markt ein ungewöhnlich klares Compliance-Statement.
  • Empfehlung für Sicherheitsdienstleister: Vor Vertragsabschluss Datenschutz-Folgenabschätzung dokumentieren, Privacy Zones und Edge-Optionen je nach Kundenklasse konfigurieren, AVV-Konditionen für Wiederverkauf an Endkunden klären (relevant für Integratoren).

Gut kombiniert mit

  • Genetec Security Center — wer als Sicherheitsintegrator eine Genetec-VMS-Landschaft betreut, kann PromiseQ als AI-Layer obendrauf legen. Genetec liefert die VMS-Plattform und Recording-Architektur, PromiseQ die intelligenten Alarmentscheidungen.
  • Milestone XProtect — ähnliche Architektur wie Genetec-Kombination. Für Milestone-zentrierte Integratoren erschließt PromiseQ eine zusätzliche Margenebene durch Software-Mehrwert ohne Hardware-Tausch.
  • Hikvision DeepinView / ANPR — für Anwender, die parallel zur generellen Sicherheits-AI auch spezialisierte Kennzeichenerkennung brauchen (z. B. Werks- und Logistikein-/-ausfahrt). PromiseQ deckt das Allgemein-Alarm-Geschäft, Hikvision ANPR die spezialisierte Vehicle-Erkennung.

Unser Testurteil

PromiseQ verdient 4 von 5 Sternen. Es ist eine der wenigen ernstzunehmenden deutschen KI-Startups im Sicherheitsmarkt, mit messbarem Nutzenversprechen, schneller Produkt-Evolution, klarer DSGVO-Positionierung und einem Geschäftsmodell, das im DACH-Vertrieb funktioniert. Die strategische MCP-Adoption und der Cuby-Agent zeigen, dass das Team über die nächsten 18 Monate nachdenkt — selten in einer Branche, die oft nur auf Quartalsumsatz schaut. Den fünften Stern hält die Frühphasen-Realität zurück: kleines Unternehmen, keine Konzern-Skalierungsbeweise, schnelle Roadmap mit entsprechender Anpassungs-Last für Kunden, fehlende native Integration in die großen VMS-Plattformen. Für Sicherheitsdienstleister und Wachdienstunternehmen ist PromiseQ einer der wenigen Pilot-Kandidaten ohne ernsthafte deutsche Alternative. Wer früh einsteigt, profitiert von der schnellen Entwicklung und einem Anbieter, der zuhört. Wer Konzernreife sucht, sollte die nächsten 12–18 Monate beobachten und gegebenenfalls eine Funding-Runde abwarten.

Was wir bemerkt haben

  • 2025 — PromiseQ hat die Produktpositionierung erweitert: von “Fehlalarmreduktion” zu “AI-native Sicherheitsplattform mit autonomem Agent”. Die Erweiterung ist nicht nur Marketing — Cuby-Agent und MCP-Unterstützung sind reale Architekturentscheidungen, die das Produkt strategisch nach vorne bringen.
  • 2025/2026 — Model Context Protocol (MCP) wurde implementiert. PromiseQ ist eines der ersten Sicherheits-AI-Tools im DACH-Markt mit nativer MCP-Unterstützung, was bedeutet: Sicherheitsdaten können in Claude- oder OpenAI-Workflows eingebunden werden, ohne dass ein zwischengeschalteter API-Layer entwickelt werden muss.
  • 2024–2025 — Die deutsche Cloud-Hosting-Positionierung hat sich vom Bonus-Feature zum zentralen Verkaufsargument entwickelt. Mit zunehmender DSGVO- und NIS2-Sensibilität bei deutschen Sicherheitsdienstleistern (besonders bei KRITIS-Kunden) ist deutsches Hosting kein Nice-to-have mehr, sondern oft K.O.-Kriterium.
  • Hinweis — Die häufig genannten “95 % Fehlalarmreduktion” sind aus Pilotbetrieben dokumentiert, gelten aber je nach Standort und Kameratyp. Realistische Erwartungshaltung: 75–95 %, abhängig von Bestandsanlagen-Qualität, Umgebungsfaktoren und Trainingsdaten. Wer seriös plant, geht von 80 % aus und freut sich, wenn es mehr wird.
  • Mai 2026 — PromiseQ bleibt ein junges Unternehmen ohne große publik bekannten Funding-Runden auf Series-A-Niveau (Stand unserer Recherche). Für Anwender heißt das: Vertragslaufzeiten begrenzen, Exit-Klauseln verhandeln, parallele VMS-Kompatibilität sicherstellen. Die Pilotbetriebe funktionieren — aber Anbieter-Risiken sind bei jeder Frühphasen-Investition Teil der Bewertung.

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