evalink
Sitasys AG
Cloud-basierte Alarmmanagement-Plattform für Notruf- und Serviceleitstellen (NSL), entwickelt von der Schweizer Sitasys AG. evalink digitalisiert Alarmprozesse, unterstützt alle gängigen Protokolle (VdS 2465, SIA, ContactID, SecureIP) und bietet ein offenes Marketplace-Ökosystem mit über 50 Integrationen, darunter KI-Erweiterungen wie PromiseQ. Zertifiziert nach EN 50518, VdS und SQS, mit Securitas, Prosegur und Swiss Post als Referenzkunden.
Kosten: SaaS-Abonnement; Preise auf Anfrage. Cloud-Plattform, nutzungsbasierte Komponenten für Alarme, Connectors und Marketplace-Integrationen.
Stärken
- Vollständig cloud-basiert — kein On-Premise-Server für die NSL nötig
- Offenes Marketplace-Modell: über 50 Integrationen (z. B. PromiseQ) ohne Schnittstellenentwicklung einbindbar
- Unterstützt alle gängigen Alarmprotokolle: VdS 2465, SecureIP, SIA DC-09, ContactID
- Direkte Export-APIs für Alarmhistorie und Protokolldaten — Grundvoraussetzung für KI-Auswertung
- Reaktionszeitberechnung nach DIN EN 50518:2020 integriert
- EU-Datenhaltung, DSGVO-konform, deutschsprachiger Support und Vertrieb
- Etablierte Großkunden (Securitas, Prosegur, Swiss Post) als Referenz
Einschränkungen
- Für bestehende NSL mit On-Premise-Systemen ist die Migration aufwändig
- Kein Self-Service-Pricing — Evaluierung erfordert Vertriebskontakt
- Marketplace-Erweiterungen erhöhen Gesamtkosten je nach Integration
- Reine Cloud-Architektur: Internet- und Cloud-Verfügbarkeit ist betriebskritisch
- KI-Funktionen selbst nicht im Kern — kommen über Marketplace-Partner wie PromiseQ
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du betreibst eine NSL und willst von On-Premise auf Cloud umstellen
- Du brauchst eine offene Plattform, auf der KI-Add-ons wie PromiseQ andocken können
- Dir ist EN 50518-Konformität und ein deutschsprachiger Support wichtig
- Du willst Alarmdaten strukturiert in BI-Tools und Kunden-Reports überführen
Wann nein
- Du betreibst keine professionelle NSL, sondern ein einzelnes Privathaus
- Deine Kunden erlauben aus regulatorischen Gründen keine Cloud-Lösungen
- Du erwartest fertige KI-Funktionen ohne separate Marketplace-Verträge
- Du suchst Self-Service-Pricing ohne Vertriebsgespräch
Kurzfazit
evalink von der Schweizer Sitasys AG ist die ernsthafteste Cloud-Alternative zu klassischer On-Premise-Leitstellen-Software. Statt Eigenbau-Server in einer NSL bündelt evalink alle Alarmprotokolle (VdS 2465, SecureIP, SIA, ContactID) in einer DSGVO-konformen Cloud — und macht über einen offenen Marketplace KI-Erweiterungen wie PromiseQ ohne Custom-Integration anschließbar. Mit Securitas, Prosegur und Swiss Post sind Großkunden an Bord, EN 50518 ist erfüllt, das System ist auf europäische Sicherheitsdienstleister ausgelegt. evalink ist keine KI-Plattform im engeren Sinn — es ist die Infrastruktur, auf der KI-Funktionen in der NSL überhaupt erst sinnvoll betrieben werden können.
Für wen ist evalink?
Mittelständische und große Notruf- und Serviceleitstellen: Klassische Zielgruppe — NSLs mit hunderten oder tausenden aufgeschalteten Objekten, die ihre bestehende On-Premise-Software ablösen oder ergänzen wollen. Die Cloud-Architektur entlastet von Server-Pflege, Wartungsverträgen und 24/7-IT-Bereitschaft.
Sicherheitsdienstleister mit KI-Ambition: Wer Fehlalarmreduktion, Predictive Maintenance oder Videoanalyse einführen will, braucht eine Plattform, die KI-Services andocken kann. evalink ist mit dem Marketplace-Modell genau dafür gebaut —
Konzern-Sicherheitsabteilungen: Banken, Industrieunternehmen, Logistikkonzerne mit eigener oder ausgelagerter Leitstelle. evalink erlaubt strukturierte Datenexporte für interne Compliance-, Audit- und Kunden-Reports — gerade dort, wo Reaktionszeiten nach EN 50518 belegbar sein müssen.
Sicherheitsdienstleister mit internationalen Standorten: Cloud-Multi-Tenancy macht es einfach, Standorte in mehreren Ländern aus einer Plattform zu betreuen. Securitas und Prosegur sind dafür typische Beispiele.
Weniger geeignet für: Einzelhaushalte und kleine Wohnobjekte (dafür sind Endkunden-Apps wie Verisure die richtige Wahl), NSLs, die regulatorisch keine Cloud-Lösung verwenden dürfen, und Betreiber, die schlüsselfertige KI-Funktionen ohne separate Marketplace-Verträge erwarten.
Preise im Detail
| Komponente | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Basisplattform | Auf Anfrage (SaaS-Abo) | Cloud-Plattform, Alarm-Eingang via Standardprotokolle, Workflow-Engine, Reporting |
| Connectors / Receiver | Nutzungsbasiert | Anbindung an Alarmempfänger (VdS, SIA, ContactID), pro Connection oder Volumenpauschale |
| Virtual Dispatcher | Optional | Automatische Weiterleitung an Sub-Leitstellen oder Eskalationsempfänger |
| Marketplace-Integrationen | Pro Anbieter | Eigene Verträge mit den Marketplace-Partnern (z. B. PromiseQ pro Kamera/Monat) |
| Onboarding & Migration | Projektbasiert | Datenmigration aus Altsystem, Schulung, Custom-Workflows |
Einordnung: Sitasys kommuniziert keine Listenpreise, was im Leitstellen-Markt branchenüblich ist — jeder Vertrag wird auf Volumen, Standorte und Marketplace-Nutzung individuell zugeschnitten. Was du erwarten kannst: Eine NSL mit ein paar hundert aufgeschalteten Objekten zahlt monatliche SaaS-Kosten im niedrigen vierstelligen Bereich, mit deutlicher Skalierung nach oben bei größeren Aufschaltvolumen. Marketplace-Add-ons sind separat zu buchen — wer fünf KI-Module aktiviert, hat fünf zusätzliche Verträge. Die Gesamtkosten liegen meist deutlich unter dem TCO einer On-Premise-Eigenlösung, sobald Server-Hardware, Wartung und IT-Personal eingerechnet werden.
Stärken im Detail
Cloud-Architektur ohne Kompromisse bei Standards. Andere Anbieter haben Cloud-Versionen ihrer On-Premise-Software gebaut — evalink wurde von Grund auf für die Cloud entwickelt. Das merkt man an der Update-Geschwindigkeit, an der API-Qualität und an der Multi-Tenancy-Fähigkeit. Trotzdem werden klassische Branchen-Standards (EN 50518, VdS, SQS) sauber erfüllt.
Offenes Marketplace-Modell als strategischer Hebel. Über 50 Integrationen sind verfügbar — von KI-Videoanalyse (PromiseQ) über Smart-Home-Plattformen bis zu Building-Management-Systemen. Der entscheidende Punkt: Du musst keine eigene Schnittstellenentwicklung betreiben, die Anbieter haben die Anbindung gebaut. Das senkt die Innovationshürde dramatisch.
Komplette Protokollunterstützung. VdS 2465, SecureIP, SIA DC-09, ContactID — alle gängigen Standards out of the box. Bei einer Migration musst du nicht erst Konverter bauen oder Hardware-Adapter pflegen. Auch ältere Bestandsanlagen lassen sich anbinden, ohne dass die Endkunden ihre Hardware tauschen müssen.
Reaktionszeit-Tracking nach EN 50518. Die Norm verlangt belegbare Reaktionszeiten in der Leitstelle. evalink misst diese automatisch pro Alarm, pro Mitarbeiter, pro Objekt und stellt die Daten für Audits und Kunden-Reports bereit. Wer das bisher manuell in Excel gepflegt hat, gewinnt hier viel Zeit.
Glaubwürdige Großkunden. Securitas, Prosegur und Swiss Post sind keine Anfänger-Referenzen. Wer als kleine NSL evaluiert, hat damit Beweis, dass die Plattform auch unter Last und mit strengen Compliance-Anforderungen läuft.
Saubere Export-APIs. Alarmhistorien, Reaktionszeiten und Workflow-Daten lassen sich strukturiert exportieren — Grundvoraussetzung für KI-Auswertungen, BI-Dashboards und Kunden-Reports. Viele Wettbewerber sind hier deutlich verschlossener.
Schwächen ehrlich betrachtet
Migration aus On-Premise ist anspruchsvoll. Wer 20 Jahre lang mit einer Eigenbau-Lösung gearbeitet hat, hat tausende historische Aufschaltprofile, Custom-Workflows und integrierte Drittsysteme. Die Migration ist machbar — aber sie ist nie ein Wochenendprojekt. Realistisch sind 3–9 Monate Parallelbetrieb und Datenmigration, je nach Komplexität.
Cloud-Abhängigkeit ist betriebskritisch. Wenn das Internet in der NSL ausfällt, läuft nichts mehr. Sitasys betreibt redundante Infrastruktur und arbeitet mit garantierten SLAs — aber im Vergleich zu einer reinen On-Premise-Lösung gibst du einen Teil der Souveränität ab. Redundante WAN-Anbindungen und Fallback-Konzepte sind Pflicht.
Marketplace bedeutet Kostenmultiplikator. Jede Integration ist ein eigener Vertrag, oft mit eigenen pro-Kunde- oder pro-Kamera-Kosten. Wer fünf KI-Module aktiviert, hat fünf zusätzliche monatliche Rechnungen — die Gesamtkosten können sich schnell mehren. TCO sauber kalkulieren, nicht nur die Basisplattform.
Keine eigenständigen KI-Funktionen im Kern. evalink ist Infrastruktur, nicht KI. Wer „künstliche Intelligenz” als Buzzword im Pitch hört und denkt, evalink würde von sich aus Alarme priorisieren oder Fehlalarme filtern, irrt — diese Funktionen kommen erst über Marketplace-Partner. Das ist konzeptionell sauber, aber kommunikativ manchmal missverständlich.
Preisstruktur ist intransparent. Wer für eine Investitionsentscheidung schnell eine Hausnummer braucht, kommt am Vertriebsgespräch nicht vorbei. Das ist im Leitstellen-Markt normal, aber bremst die Vergleichbarkeit mit anderen Anbietern.
Kleinere Anbieter im Heimatmarkt unter Druck. Wer mit einer mittelgroßen deutschen Sicherheitsfirma evaluiert, prüft auch lokale Anbieter wie Securiton oder lokale VdS-Software-Häuser. evalink hat klare Vorteile in der Cloud-Architektur — aber lokale Anbieter punkten oft mit Nähe und Anpassbarkeit.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| KI-Videoanalyse für Fehlalarmreduktion direkt anbinden willst | |
| Ein Video-Management-System mit eigener KI-Analyse brauchst | |
| Eine Unified-Security-Plattform für Zutritt, Video und Alarm willst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Securiton (deutscher Spezialist mit eigenem Leitstellen-System), Hertek/SoftGuard (klassische On-Premise-Software für NSLs), Bosch Building Solutions (Konzern-Komplettlösungen) und MAS (Manitou Alarm Software). evalink ist kein direkter Wettbewerber zu Video-Management-Systemen wie Milestone oder Genetec — die Lösung sitzt eine Schicht darüber: Sie nimmt Alarme aus all diesen Systemen entgegen und orchestriert die Reaktion. Wer beide Welten kombiniert, betreibt typischerweise ein VMS plus evalink als Alarm-Backbone.
So steigst du ein
Schritt 1: Demo anfragen auf evalink.io. evalink richtet sich an professionelle NSL-Betreiber und Sicherheitsdienstleister — keine Privatnutzer. Beim Erstgespräch werden die bestehende Infrastruktur, Alarmvolumina und Migrationspfade besprochen. Halte deine wichtigsten Kennzahlen bereit: Anzahl aufgeschalteter Objekte, monatliches Alarmvolumen, eingesetzte Protokolle, Anzahl Arbeitsplätze in der Leitstelle.
Schritt 2: Migration oder Parallelanbindung der bestehenden Empfänger (SIA, ContactID, VdS 2465). evalink stellt für gängige Protokolle vorgefertigte Konnektoren bereit. Bei einer Migration aus On-Premise wird in der Regel über mehrere Monate parallel betrieben — die alte Lösung bleibt aktiv, evalink wird stufenweise auf einzelne Objektgruppen aufgeschaltet, um Reaktionszeiten und Workflows zu validieren.
Schritt 3: Über den Marketplace können KI-Erweiterungen wie PromiseQ per Klick aktiviert und mit bestehenden Alarmprozessen verknüpft werden — ohne eigene Schnittstellenentwicklung. Sinnvoll ist, mit einem klar definierten Use Case zu starten (z. B. Fehlalarmreduktion bei videobasiert aufgeschalteten Objekten) und nach 3 Monaten die Wirkung zu messen. Erst dann weitere Marketplace-Integrationen aktivieren — sonst verlieren Kostenstruktur und Workflow-Übersicht.
Ein konkretes Beispiel
Eine mittelgroße Notruf- und Serviceleitstelle mit 500 aufgeschalteten Objekten wechselt von einer On-Premise-Lösung auf evalink. Nach der Migration werden Alarmhistorie und Reaktionszeiten automatisch pro Objekt ausgewertet und in monatlichen Reports für Kunden exportiert — bislang ein manueller Prozess mit 3–4 Tagen pro Monat Aufwand. Über den Marketplace wird PromiseQ aktiviert, das innerhalb von acht Wochen die Fehlalarmrate bei videobasiert aufgeschalteten Objekten um 60 % senkt. Zwei Disponenten können dadurch ihre Schichtzeit für die wirklich relevanten Alarme nutzen statt für die Vorprüfung von Bewegungsmeldern bei Wind — ein Effekt, der sich direkt in höherer Servicequalität und entlasteten Personalressourcen niederschlägt. Die monatlichen SaaS-Kosten liegen unter dem, was die NSL vorher allein für Server-Wartung und IT-Bereitschaft ausgegeben hat.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Europäische Union. Anbieter ist die Sitasys AG mit Sitz in der Schweiz; Datenverarbeitung erfolgt nach EU-DSGVO und Schweizer DSG.
- Datenarten: Alarmsignale, Objektdaten, Reaktionszeiten, optional Videostreams und Sprachaufzeichnungen (sofern angebunden).
- Zertifizierungen: EN 50518 (Anforderungen an Alarmempfangsstellen), VdS, SQS — alle relevanten europäischen Sicherheitsstandards.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standardvertraglich für Unternehmenskunden verfügbar. Bei Anbindung von Videosystemen sollten zusätzliche Vereinbarungen mit den Endkunden geprüft werden.
- Personenbezug: Alarme können personenbezogene Daten enthalten (Kontaktpersonen, Zutrittsdaten). Pseudonymisierung und Rollenrechte sind in der Plattform abbildbar.
- Empfehlung: Für deutsche NSLs ist evalink durch EU-Hosting und Schweizer Datenschutzniveau eine compliance-freundliche Wahl. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung ist sinnvoll, besonders wenn Videostreams oder Sprachaufzeichnungen verarbeitet werden.
Gut kombiniert mit
PromiseQ — der naheliegende KI-Partner für videobasierte Fehlalarmreduktion. Über den evalink-Marketplace per Klick aktivierbar, ohne separate Integrationsprojekte.Milestone XProtect oderGenetec Security Center — als Video-Management-Systeme, die ihre Alarme an evalink weitergeben. Die VMS-Welt liefert das Bild, evalink orchestriert die Reaktion in der Leitstelle.- Klassische BI-Tools (Power BI, Tableau) — für Auswertungen der evalink-Exportdaten. Reaktionszeit-Trends, Fehlalarm-Quoten und Kunden-Reports lassen sich so unternehmensweit auswerten.
Unser Testurteil
evalink verdient 4 von 5 Sternen. Es ist die durchdachteste Cloud-Plattform für moderne Leitstellen-Workflows im europäischen Markt — saubere Architektur, offener Marketplace, glaubwürdige Großkunden und alle relevanten Zertifizierungen. Den fünften Stern verliert evalink durch die unvermeidliche Cloud-Abhängigkeit, die Migrationsanforderung aus On-Premise-Bestand, das intransparente Pricing und die Tatsache, dass KI-Funktionen selbst nur über Marketplace-Partner kommen — wer das missversteht und alles aus einem Vertrag erwartet, ist enttäuscht. Wer eine NSL betreibt und die Architekturentscheidung Richtung Cloud trifft, sollte evalink ernsthaft prüfen — der Markt bietet aktuell wenige gleichwertige Alternativen.
Was wir bemerkt haben
- 2024–2025 — Der Marketplace ist von rund 30 auf über 50 Integrationen gewachsen. Das bestätigt das Plattform-Modell: Sitasys investiert weniger in eigene Module und mehr in Partner-Anbindungen — eine Strategie, die langfristig flexibler skaliert als monolithische Lösungen.
- 2024 — PromiseQ ist als KI-Marketplace-Partner sichtbarer geworden. Für viele NSLs ist das der erste konkrete KI-Use-Case, mit dem evalink-Kunden die Plattform-Architektur produktiv nutzen.
- 2025 — Sitasys AG (Mutter von evalink) hat ihre internationale Präsenz ausgebaut. Securitas, Prosegur und Swiss Post als Großkunden sind dokumentiert; das stärkt die Position im Wettbewerb mit etablierten On-Premise-Anbietern.
- Mai 2026 — Eine vollständige On-Premise-Variante ist weiterhin nicht im Angebot. Wer aus regulatorischen Gründen Cloud nicht nutzen darf, kommt mit evalink nicht weiter — Sitasys positioniert sich konsequent als Cloud-Anbieter.
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