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Plantivo Ackerschlagkartei
Plantivo GmbH
Plantivo Ackerschlagkartei ist eine digitale Schlagkartei, die Pflanzenschutzmittel-Dokumentation, Düngung, Stoffstrombilanz und Ernte in einer Anwendung bündelt. Ab Januar 2026 liefert sie die erweiterten Pflichtfelder nach EU-Durchführungsverordnung 2023/564. Primär für Ackerbau entwickelt, aber auch für größere Gartenbau-Flächenbetriebe nutzbar. Deutsches Tool mit deutschem Hosting, DSGVO-seitig sauber.
Kosten: 75 €/Jahr (bis 100 ha); 99 €/Jahr (101–250 ha); 195 €/Jahr (über 250 ha); Mobile App: 49 € je 5 Geräte (jeweils zzgl. MwSt.)
Kategorien
Stärken
- Kombiniert Pflanzenschutz- und Düngungsdokumentation in einem System
- Ab 2026 mit den erweiterten Pflichtfeldern nach EU-VO 2023/564 (EPPO-Code, BBCH, GPS)
- Mobile App für iOS und Android, Offline-Nutzung im Feld möglich
- Automatische Warnungen bei Grenzwertüberschreitung bei Düngebedarfsberechnung
- DüV (Düngeverordnung) und Stoffstrombilanz integriert
- Faire Preise, 75 €/Jahr für kleine Betriebe ist im Markt günstig
- Deutsches Hosting, deutsches Unternehmen, deutscher Support
Einschränkungen
- Primär auf Ackerbau ausgerichtet, Zierpflanzenbau und Baumschule nur eingeschränkt nutzbar
- Kein direkter BVL-Zulassungscheck in Echtzeit, Produktdaten müssen manuell aktualisiert werden
- Mobile App-Kosten zusätzlich zum Jahresabo (49 € je 5 Geräte)
- Für reine Pflanzenschutz-Dokumentation ohne Düngung überdimensioniert
- Keine echten KI-Funktionen, Plantivo ist eine strukturierte Datenbank, kein KI-Agronomie-Tool wie xarvio
- UI eher funktional als modern, Lernkurve für ältere Mitarbeitende vorhanden
Passt gut zu
Kurzfazit
Plantivo Ackerschlagkartei ist eine solide, funktional ausgereifte digitale Schlagkartei für deutsche Acker- und Freilandbetriebe. Stärke: Pflanzenschutz, Düngung und Stoffstrombilanz laufen in einem System, du brauchst keine drei parallelen Lösungen. Schwäche: Plantivo ist kein KI-Tool im engeren Sinn. Es liefert die Dokumentationsstruktur (inklusive der ab 2026 verpflichtenden EU-VO-2023/564-Felder), aber keine Sortenempfehlungen, Krankheitsprognosen oder Bilderkennung wie etwa
Für wen ist Plantivo Ackerschlagkartei?
Klassische Acker- und Mischbetriebe (10–250 ha): Die Hauptzielgruppe. Plantivo ist auf die Routinen eines deutschen Familienbetriebs ausgerichtet, Düngeplanung im Frühjahr, Pflanzenschutz-Dokumentation während der Vegetation, Erntedaten im Spätsommer, Stoffstrombilanz zum Jahresende. Wer das alles in Excel-Tabellen oder noch in Papierform erfasst, gewinnt durch den Wechsel sofort Übersicht.
Gartenbaubetriebe mit Freilandflächen: Wer Gemüse, Beerenobst oder Sonderkulturen im Freiland anbaut und gleichzeitig DüV-Pflichten erfüllen muss, findet bei Plantivo eine pragmatische Lösung. Reiner Gewächshaus- oder Topfpflanzenanbau ist allerdings nicht die Kernzielgruppe, dafür sind Spezial-Tools meist passender.
Betriebe ab 2026 mit erweiterten Pflichtfeldern: Die EU-Durchführungsverordnung 2023/564 verlangt ab Januar 2026 zusätzliche Angaben in der Pflanzenschutz-Dokumentation: EPPO-Code für den Schaderreger, BBCH-Stadium der Kultur, GPS-Koordinaten der Behandlung. Plantivo bietet die entsprechenden Eingabefelder strukturiert an, wer 2026 rechtssicher arbeiten will, vermeidet das händische Nachpflegen in der Papierdokumentation.
Lohnunternehmer und Maschinenringe (kleinere Größenordnung): Wer für mehrere Auftraggeber arbeitet und für jeden eine sauber dokumentierte PSM-Anwendung zurückgeben muss, profitiert von der Mobile App im Feld. Bei sehr großen Lohnunternehmen mit hunderten Hektar pro Saison werden allerdings andere Profi-Tools (Lacos AGRO-Office, ISIP, Helm Software) typischer.
Weniger geeignet für: Sehr große Ackerbaubetriebe mit eigenem Agrar-IT-Stack (dann lieber 365FarmNet, NEXT Farming oder direktes JD Operations Center), reine Zierpflanzen- oder Baumschulbetriebe (zu ackerbaulastig), Betriebe, die KI-gestützte Sortenwahl, Krankheitsprognose oder Bilderkennung erwarten (dafür ist xarvio die richtige Adresse), und Hobby- oder Klein-Betriebe unter 5 ha (das Jahresabo lohnt sich erst ab dieser Größe).
Preise im Detail
| Plan / Modul | Preis (jeweils zzgl. MwSt.) | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Bis 100 ha | 75 €/Jahr | Vollzugang zur Schlagkartei, PSM-Dokumentation, Düngung, Stoffstrombilanz, Web-Anwendung |
| 101–250 ha | 99 €/Jahr | Identische Funktionen, höheres Flächenkontingent |
| Über 250 ha | 195 €/Jahr | Identische Funktionen, höheres Flächenkontingent |
| Mobile App | 49 €/Jahr je 5 Geräte | Offline-Erfassung im Feld auf iOS und Android |
| Free Trial | Kostenlos | Testaccount zum Kennenlernen vor dem Abschluss |
Einordnung: Im Vergleich zu Wettbewerbern wie 365FarmNet, NEXT Farming oder helm Software liegt Plantivo am unteren Preisende, 75 € für einen Betrieb bis 100 ha ist eine ehrliche, fast verdächtig niedrige Zahl. Das gilt nur, solange du die Mobile App nicht oder nur auf wenigen Geräten brauchst; mit App auf zehn Smartphones bist du bei rund 200 €/Jahr, immer noch günstiger als die großen Wettbewerber, die schnell bei 400–800 €/Jahr landen. Sweetspot: 100–250-ha-Betriebe mit 3–5 mobilen Geräten, bei dieser Konfiguration ist Plantivo eines der preiswertesten ernsthaften Schlagkartei-Tools im deutschen Markt.
Stärken im Detail
Integration von Pflanzenschutz und Düngung. In vielen Betrieben laufen Pflanzenschutz-Dokumentation und Düngeplanung in getrennten Tools (z. B. PSM-App + Excel-DüV-Berechnung). Plantivo bündelt beides, eine Düngebedarfsberechnung greift automatisch auf die Schlaghistorie zu, eine PSM-Anwendung aktualisiert die Schlag-Aktivitätenliste. Das spart Doppelarbeit und vermeidet Inkonsistenzen.
EU-VO 2023/564 ab 2026 vorbereitet. Die neue EU-Durchführungsverordnung verschärft ab Januar 2026 die Anforderungen an die Pflanzenschutz-Dokumentation deutlich. Plantivo hat die Pflichtfelder (EPPO-Schaderreger-Code, BBCH-Entwicklungsstadium, GPS-Koordinaten der Behandlung) strukturiert vorbereitet. Wer 2026 ohne Pflichtfeld-Lücken in eine Kontrolle gehen will, kommt um die digitale Erfassung kaum noch herum.
Mobile App mit Offline-Modus. Im Feld ist mobiler Datenempfang nicht garantiert. Die Plantivo-App synchronisiert, sobald Empfang vorhanden ist, Einträge im Funkloch gehen nicht verloren. Für 49 €/Jahr je 5 Geräte ein faires Modul; nicht inflationär, aber sinnvoll für Betriebe, in denen mehrere Personen Anwendungen ausführen.
Stoffstrombilanz integriert. Wer als nährstoffintensiver Betrieb (Tierhaltung, hoher Wirtschaftsdünger-Anfall) verpflichtet ist, eine Stoffstrombilanz zu führen, bekommt das in Plantivo gleich mit. Andere Anbieter trennen das in separate Module mit zusätzlicher Lizenzgebühr.
Deutsches Hosting, deutsches Unternehmen. Plantivo GmbH hostet in Deutschland, der Vertragspartner ist deutsch, der Support spricht Deutsch. Für ein landwirtschaftliches Tool, das mit personenbezogenen Daten (Betriebsleiter, Mitarbeiter) und betriebsinternen Geheimnissen (Erträge, Anbaupläne) arbeitet, ist das ein klarer Pluspunkt, DSGVO-Anforderungen werden sauber bedient, und im Konfliktfall gilt deutsches Recht.
Faire Preisstruktur. 75 € für einen 100-ha-Betrieb sind in der deutschen Agrar-Software-Landschaft ein bemerkenswert günstiger Einstieg. Plantivo positioniert sich bewusst unter den großen Anbietern (365FarmNet, NEXT Farming), bei vergleichbarer Kernfunktionalität für die meisten Standardfälle.
Schwächen ehrlich betrachtet
Plantivo ist keine KI-Plattform. Wer “KI in der Landwirtschaft” denkt, denkt an Krankheitsprognose, Sortenempfehlung, Bilderkennung von Schaderregern, satellitenbasierte Biomasse-Karten. All das liefert Plantivo nicht. Es ist eine strukturierte Erfassungs- und Dokumentations-Plattform mit ein paar regelbasierten Warnungen, kein agronomisches KI-Beratungstool. Wer das erwartet, ist bei
Kein direkter BVL-Zulassungscheck in Echtzeit. Pflanzenschutzmittel-Zulassungen ändern sich häufig, manche werden ausgesetzt, neue Indikationen kommen hinzu. Plantivo prüft beim Eintragen nicht automatisch gegen die aktuelle BVL-Datenbank, ob das Mittel in der gewählten Kultur überhaupt zugelassen ist. Du musst die Zulassungslage selbst im Blick behalten. Profi-Tools wie helm Software bieten hier mehr Komfort.
Mobile App-Kosten zusätzlich. Das Jahresabo (75–195 €) beinhaltet die Mobile App nicht. Für 49 € je 5 Geräte ist sie zusätzlich zu buchen. Bei Betrieben mit großem Mitarbeiterkreis (10+ Smartphones) summiert sich das, und macht die Kostenrechnung weniger transparent als versprochen.
Vertikaler Fokus auf Ackerbau. Wenn du als gemischter Betrieb mit Tierhaltung, Wein, Obstbau oder Sonderkulturen arbeitest, deckt Plantivo nur einen Teil deiner Dokumentations-Pflichten ab. Für Weinbau (mit eigener Weinbaukartei und Most-Buchführung) oder Tierhaltung (HIT, QS-Dokumentation) brauchst du zusätzliche Tools.
UI ist funktional, nicht modern. Plantivo ist visuell und im Bedienkonzept eher pragmatisch als zeitgemäß. Wer von Apps wie ClimateFieldView oder modernen Sales-CRMs verwöhnt ist, empfindet die Oberfläche als altbacken. Junge Mitarbeitende kommen damit zurecht, ältere Anwender brauchen eine Einarbeitung, Schulung sinnvoll.
Stoffstrombilanz-Komplexität. Die DüV- und Stoffstrombilanz-Funktionen sind sauber abgebildet, aber das Thema bleibt komplex, ein paar Schulungstermine oder die Begleitung durch einen Berater im ersten Jahr sind realistisch zu kalkulieren. Plantivo ist Werkzeug, nicht Berater.
Updates und Roadmap-Kommunikation eher zurückhaltend. Im Vergleich zu größeren Anbietern, die regelmäßige Produkt-Update-Newsletter und Roadmap-Webinare anbieten, kommuniziert Plantivo neue Funktionen eher leise. Wer wissen will, was im nächsten Quartal kommt, muss aktiv nachfragen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| KI-gestützte agronomische Beratung und Bilderkennung willst | |
| Eine umfassende Farm-Management-Plattform mit App-Ökosystem brauchst | |
| Markt- und Erntepreis-Daten direkt im System willst | |
| Maschinendaten direkt in die Schlagkartei integrieren willst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite im deutschen Markt: NEXT Farming (von Land-Data ausgegründet, umfangreicher Funktionsumfang), helm Software (klassisches Profi-Tool, sehr funktional, aber teurer), MyEasyFarm (französisch, gute Maschinen-Integration), Geofolia (französisch, etabliert im Weinbau und Sonderkulturen), Agricon Cropwise (KI-Plattform, kürzlich von Syngenta übernommen). Plantivo ist die naheliegende Wahl, wenn du primär rechtssicher dokumentieren willst und deutsches Hosting brauchst, die KI-Lücke füllen andere Tools.
So steigst du ein
Schritt 1: Auf plantivo.de einen kostenlosen Testaccount anlegen. Importiere deine Schläge, entweder als GPS-Shapefile (aus Agrar-Software-Export) oder zeichne sie direkt in der Kartenansicht nach. Bei einem 50-ha-Betrieb mit 20 Schlägen rechnest du 1–3 Stunden für die saubere Flächenbasis. Wer Schläge bereits in Helm oder NEXT Farming gepflegt hat, sollte vor dem Wechsel den Export prüfen.
Schritt 2: Pflege deinen Produktstamm an, die im Betrieb regelmäßig eingesetzten Pflanzenschutzmittel mit BVL-Zulassungs-Daten, Aufwandmengen, Wartezeiten. Bei Düngemitteln entsprechend mit Nährstoffgehalten. Diese Einmal-Pflege spart später bei jedem Eintrag Zeit.
Schritt 3: Beim Pflanzenschutz-Eintrag Datum, Schlag, Kulturart, Mittelname, Aufwandmenge und Anwender erfassen. Für die ab 2026 geforderten Pflichtfelder (EPPO-Schaderreger-Code, BBCH-Stadium der Kultur, GPS-Koordinaten der behandelten Fläche) hält Plantivo die entsprechenden Eingabefelder vor. Wer mobil im Feld erfassen will, aktiviert die App (49 €/Jahr je 5 Geräte) und arbeitet offline-fähig.
Schritt 4: Am Ende der Saison den Pflanzenschutznachweis als PDF oder maschinenlesbares Format exportieren, sowohl für die eigene Dokumentation als auch für mögliche behördliche Kontrollen. Die Stoffstrombilanz nutzt automatisch die im Jahr eingetragenen Düngedaten; für die Erstellung sollte ein Berater im ersten Jahr unterstützen, damit du das Verfahren beherrschst.
Ein konkretes Beispiel
Ein Gemüsebaubetrieb aus Bayern mit 40 ha Freiland (Salate, Kohl, Möhren, Zwiebeln) nutzt Plantivo Ackerschlagkartei für kombinierte Pflanzenschutz- und Düngungsdokumentation. Vorher: PSM-Anwendungen in einem dünnen Spaltenbuch, DüV-Berechnung in Excel, GPS-Daten irgendwo zwischen Smartphone-Notizen und Saisonkalender. Nachher mit Plantivo: Ein Mitarbeiter trägt einen Pflanzenschutzeinsatz mobil im Feld ein, die Schlaghistorie aktualisiert sich automatisch, was im nächsten Schritt für die DüV-Bedarfsberechnung relevant ist. Der Betriebsleiter spart die Doppelpflege zwischen zwei Systemen. Kosten: 75 € Jahresabo (40 ha < 100 ha-Stufe) plus einmalig 49 €/Jahr für die App auf drei Smartphones, also rund 125 € im Jahr. Bei einer Kontrolle im Folgejahr wurden alle PSM-Anwendungen vollständig dokumentiert, inklusive EPPO-Codes, Plantivo hat sich nach Einschätzung des Betriebsleiters allein durch die saubere Dokumentation in einem Kontrollfall mehrfach amortisiert.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland. Plantivo GmbH hostet Daten auf deutschen Servern.
- Anbieter: Plantivo GmbH, deutsches Unternehmen mit deutschem Vertragsrecht.
- Datennutzung: Betriebs- und Schlagdaten bleiben Eigentum des Nutzers. Plantivo verarbeitet sie ausschließlich zur Bereitstellung des Dienstes, nicht für Cross-Customer-Auswertungen.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standard für Geschäftskunden auf Anfrage verfügbar.
- DSGVO-Konformität: Saubere Standard-Bedingungen für ein deutsches B2B-SaaS-Tool, keine US-Datentransfers.
- Empfehlung für Betriebe: Für die meisten Acker- und Gartenbau-Betriebe ist die DSGVO-Hürde mit Plantivo niedrig, deutsches Unternehmen, deutsches Hosting, deutsche Sprache. Wer mit Lohnunternehmern, Maschinenringen oder Beratern Daten teilt, sollte intern klären, wer Zugriff bekommt und wie lange.
Gut kombiniert mit
, für die agronomische Intelligenz, die Plantivo selbst nicht liefert. xarvio gibt Sorten-, Aussaattermin- und Pflanzenschutz-Empfehlungen basierend auf Wetter- und Pflanzendaten; Plantivo dokumentiert anschließend die durchgeführten Maßnahmen rechtssicher. Sinnvolle Arbeitsteilung: KI-Beratung vorne, strukturierte Dokumentation hinten. , wenn dein Betrieb darüber hinaus ein vollwertiges Farm-Management mit Maschinen-Daten, Lager und Logistik braucht. 365FarmNet ist breiter aufgestellt; Plantivo bleibt die spezialisierte Schlagkartei. oder , Maschinen-Telematik liefert Echtzeit-Daten von Feldarbeiten (Spritzgerät-Logs, Düngerstreuer-Mengen). Diese Daten ergänzen die Plantivo-Eintragungen mit faktischen Maschinenwerten. Direkte Schnittstellen sind nicht für alle Maschinengenerationen verfügbar, Datenexport im ISOBUS- oder ISO-XML-Format ist der pragmatische Weg.
Unser Testurteil
Plantivo Ackerschlagkartei verdient 3 von 5 Sternen. Für seinen Kernzweck, rechtssichere PSM- und Düngungsdokumentation für deutsche Acker- und Gartenbaubetriebe, ist es eine ehrliche, fair bepreiste und solide Lösung. Deutsches Hosting, deutsche Sprache, integrierte Stoffstrombilanz und Vorbereitung auf die EU-VO-2023/564-Pflichtfelder ab 2026 sind klare Pluspunkte. Sterne verliert Plantivo, weil es keine KI-Plattform ist, wer agronomische Beratung, Bilderkennung oder satellitengestützte Karten erwartet, ist enttäuscht. In einer KI-Datenbank wie unserer ist das eine ehrliche Einordnung: Plantivo gehört zur Kategorie “digitale Dokumentation mit ein paar regelbasierten Warnungen”, nicht “KI-Tool im engeren Sinn”. Für die Zielgruppe, pragmatische Mittelstandsbetriebe, ist genau das oft das Richtige. Wer mehr Intelligenz will, kombiniert Plantivo mit xarvio oder einem ähnlichen Beratungstool.
Was wir bemerkt haben
- Januar 2026, Die EU-Durchführungsverordnung 2023/564 ist in Kraft und verlangt erweiterte Pflichtfelder (EPPO-Code, BBCH-Stadium, GPS-Koordinaten) für die Pflanzenschutz-Dokumentation. Plantivo hat die Felder rechtzeitig vorbereitet, wer das Update einspielt, ist 2026 ohne Lücken aufgestellt. Wer noch mit Papier oder Excel arbeitet, muss spätestens jetzt umsteigen.
- 2025, Plantivo hat die Mobile App weiter ausgebaut, inklusive Offline-Sync. Das war im Markt zuletzt eher die Standard-Erwartung; mit der Verschärfung der Dokumentationspflicht 2026 wird sie zur Notwendigkeit.
- 2024/25, Im deutschen Agrar-Software-Markt hat sich der Wettbewerb weiter konsolidiert: 365FarmNet (zur BayWa-Gruppe), NEXT Farming (aus Land-Data hervorgegangen), helm Software und xarvio (BASF) sind die größeren Player. Plantivo bleibt das pragmatische Mittelstand-Tool mit fairen Preisen, die Marktposition ist stabil, aber nicht expansiv.
- Mai 2026, Pricing unverändert: 75 € (bis 100 ha), 99 € (101–250 ha), 195 € (über 250 ha) plus 49 € je 5 Geräte für die App. Im Vergleich zu Wettbewerbern ist Plantivo damit weiterhin im günstigen Bereich positioniert.
- Roadmap-Spekulation, Eine KI-gestützte Erweiterung (z. B. automatische Schaderreger-Erkennung per Foto, Düngeempfehlung per Algorithmus) wäre der naheliegende nächste Schritt, ist aber Stand Mai 2026 nicht angekündigt. Wer KI-Funktionen erwartet, sollte das nicht als Pflicht-Argument für Plantivo werten.
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