Pickware WMS
Pickware GmbH (Stückwerk GmbH)
Deutsches Warehouse Management System speziell für Onlinehändler auf Shopware und Shopify. Optimierte Picklisten mit intelligenter Wegführung, FEFO-Picking für MHD-kritische Artikel, Picking-Dashboard mit KPI-Analytics und Barcodescanner-Unterstützung. Für mittelständische Händler bis ca. 2.000 Aufträge/Tag eine solide, preiswerte Alternative zu Enterprise-WMS. Hosting in der EU, deutscher Support, transparente Preisstruktur.
Kosten: Pickware-Plattform: Starter 99 €/Monat (1.000 Bestellungen, 1 Shop), Advanced 299 €/Monat (1.500 Bestellungen), Professional 599 €/Monat (2.000 Bestellungen, 4 Shops), Enterprise individuell. WMS-Lizenz für Lager-Geräte zusätzlich 199 €/Monat (179 € bei Jahreszahlung). Overage-Pakete 0,15–0,20 €/Bestellung. Jahreszahlung 10 % Rabatt.
Stärken
- Native Shopware-Integration — kein separates ERP-Mapping nötig
- Optimierte Picklisten mit Laufwegführung direkt auf dem Scanner
- Picking-Profile für verschiedene Lagerstrategien (Einzelpicking, Batch-Picking)
- FEFO-Picking automatisiert für MHD- und Chargen-relevante Artikel
- Picking-Dashboard mit KPI-Analytics für datenbasierte Lagersteuerung
- Barcodescanner-Support ohne teures Hardware-Setup
- Deutschsprachige Oberfläche und Support, EU-Datenhosting
- Transparente Preisstruktur ohne Pricing-Verhandlung im Standard
Einschränkungen
- Nur für Shopware und Shopify — kein SAP, kein generisches ERP
- Für reine Großhandels- oder B2B-Betriebe ohne E-Commerce-WMS nicht geeignet
- Regelbasierte Routenlogik, keine echte KI-gestützte Tour-Optimierung pro Auftrag
- Ab ca. 2.000+ Aufträgen täglich stößt die Plattform an Skalierungsgrenzen
- Zusätzliche WMS-Lizenz (199 €/Monat) pro Lager-Setup ist nicht im Basis-Plan enthalten
- Shopify-Pläne limitieren Anzahl angebundener Shops je Tarif
Passt gut zu
Kurzfazit
Pickware WMS ist die mittelstandstaugliche Lagerverwaltung für Shopware- und Shopify-Händler in Deutschland — gewachsen aus der Pickware-ERP-Plattform der Stückwerk GmbH, mittlerweile ein eigenständiges WMS-Modul mit Barcodescanner-Support, Pick-Path-Optimierung und Performance-Dashboard. Stärke: tiefe native Integration mit Shopware (und mittlerweile Shopify), deutsche Lokalisierung, EU-Hosting und transparente Preisstruktur — alles, was bei US-Enterprise-WMS fehlt. Schwäche: Pickware ist kein generisches ERP-WMS und keine KI-Plattform — die „Routenoptimierung” ist regelbasiert, nicht prognostisch, und ab 2.000 Aufträgen täglich endet der wirtschaftliche Sweetspot. Für mittelständische E-Commerce-Händler mit 50–2.000 täglichen Aufträgen ist Pickware eines der vernünftigsten Werkzeuge am Markt; für klassische B2B-Großhändler oder hochkomplexe Multi-Channel-Setups eher zu klein.
Für wen ist Pickware WMS?
Shopware-Händler aller Größen: Pickware war ursprünglich ein Shopware-Plugin und ist dort am tiefsten integriert. Bestellungen, Stammdaten, Lagerbestände — alles in einem System ohne ERP-Mapping. Für Shopware-Händler quasi die Default-WMS-Wahl, wenn sie keinen Konzern-Stack haben.
Shopify-Marken mit Logistikambition: Seit ein paar Jahren ist Pickware auch für Shopify verfügbar — interessant für D2C-Brands, die aus Shopify-Fulfilment in eine professionelle WMS-Welt wechseln wollen, ohne gleich zu Brightpearl oder NetSuite zu greifen. Pricing pro Bestellung ist hier transparent kalkulierbar.
Wachsende Mittelständler mit 50–2.000 Aufträgen/Tag: Der Sweetspot. Wer aus Papier-Picklisten herausgewachsen ist und 5–15 Picker im Lager hat, profitiert sofort von der scannerbasierten Wegführung. Typische Effekte: 15–25 % kürzere Pickzeiten, deutlich geringere Fehlerquote.
Betriebe mit MHD- oder Chargen-Pflicht: Lebensmittel, Kosmetik, Pharma — wer FEFO-Picking (First-Expired-First-Out) braucht, bekommt das in Pickware nativ. Das ist nicht trivial: Generische WMS müssten man oft anpassen, hier ist es Standard.
Teams ohne dediziertes IT-Personal: Pickware ist als Self-Service-Plattform konzipiert. Lagerstruktur aufnehmen, Scanner anlernen, loslegen — kein WMS-Berater-Projekt nötig. Für 3–5-Personen-Teams in der Logistik machbar.
Weniger geeignet für: Reine B2B-Großhändler ohne Webshop (kein passender Integrationspunkt), Konzernlogistik mit komplexen Multi-Standort-Strategien und SAP-Backbone (
Preise im Detail
| Plan | Preis (€/Monat) | Bestellungen inkl. | Was du bekommst |
|---|---|---|---|
| Starter | 99 | 1.000 | 1 angebundener Shop, Versand, Bestand, Retouren — Basisfunktionen |
| Advanced | 299 | 1.500 | 1 Shop, erweiterte Bestandsverwaltung, mehr Workflows |
| Professional | 599 | 2.000 | 4 angebundene Shops, API-Zugang, Buchhaltungsmodul, Advanced-WMS-Features |
| Enterprise | Auf Anfrage | Unbegrenzt | Unbegrenzte Shops, individuelle Entwicklung, dedizierter Support |
| WMS-Lizenz | 199/Monat (179 € jährlich) | — | Pro Lager-Setup zusätzlich (für Scanner-Geräte und WMS-Spezialfeatures) |
| Overage | 0,15–0,20 €/Bestellung | — | Wenn enthaltenes Volumen überschritten wird |
Jahreszahlung: 10 % Rabatt auf alle Pläne.
Shopware vs. Shopify: Shopify-Nutzer sind durch Plan-Limits auf 1–4 Shops begrenzt; Shopware-Kunden haben unbegrenzte Verkaufskanäle.
Einordnung: Pickware ist transparenter im Pricing als die meisten WMS-Anbieter — das ist sehr ungewöhnlich in einem Markt, der sonst gerne in „Auf Anfrage” flüchtet. Realistisches Setup für einen Mittelständler mit 1.500 Bestellungen/Monat und einem Lager: Advanced (299 €) + WMS-Lizenz (199 €) = rund 500 €/Monat plus 10 % Jahresrabatt. Damit liegt Pickware deutlich günstiger als jeder Enterprise-WMS-Anbieter — und vergleichbar mit JTL-WMS oder Plentymarkets-WMS, wenn man Plugin-Kosten einrechnet. Wer aus Excel oder Papier startet, amortisiert die Lizenz in der Praxis innerhalb von 2–4 Wochen über eingesparte Personenstunden.
Stärken im Detail
Tiefe Shopware-Integration ohne ERP-Mapping. Wer ohnehin Shopware nutzt, bekommt Pickware als Plugin direkt im selben System — Bestellungen, Lagerbestände, Stammdaten liegen in einer Datenbank, keine Schnittstellenproblematik. Das ist genau der Punkt, an dem viele „generische WMS”-Einführungen scheitern: Wochenlange Integration mit ERP wird hier irrelevant.
Optimierte Picklisten mit Laufwegführung. Pickware sortiert offene Aufträge nach Lagerort-Reihenfolge und erstellt Scanlisten, die Picker in der effizientesten Reihenfolge durch das Lager führen. Das ist regelbasiert (Tropf-Routing entlang Gang-Sequenzen), keine KI — aber es funktioniert. In typischen Mittelstands-Lagern (200–1.000 SKUs) sinken Wegzeiten um 15–25 %.
FEFO-Picking nativ. Für Branchen mit MHD- oder Chargen-Pflicht (Lebensmittel, Kosmetik, Pharma) ist FEFO (First Expired First Out) ein Pflicht-Feature. Pickware löst das nativ: Beim Picken wird automatisch die Charge mit kürzestem MHD vorgeschlagen. Das verhindert Verfall im Lager — und entsprechende Verluste.
Picking-Dashboard mit KPI-Analytics. Pickleistung pro Stunde, durchschnittliche Pickzeit pro Auftrag, Fehlerquote, Auslastung — alles in einem Dashboard sichtbar. Für Lagerleiter, die ihre Operations datenbasiert steuern wollen, ein echtes Werkzeug; nicht nur „Ausführungs”-WMS, sondern auch Steuerungs-Cockpit.
Picking-Profile für unterschiedliche Strategien. Einzelpicking für komplexe Aufträge, Batch-Picking für viele gleichartige Aufträge, Wave-Picking für Versandschluss-Zeiten. Die Konfigurierbarkeit pro Profil ist erwachsener als bei reinen E-Commerce-WMS-Plugins.
Hardware-flexibel. Pickware läuft auf Standard-Android-Barcodescannern (Zebra TC-Serie, Honeywell, sogar auf günstigen Sunmi-Geräten). Kein proprietäres Hardware-Ökosystem — die initiale Investition ist niedrig, und Ersatzgeräte sind problemlos verfügbar.
Deutscher Anbieter mit EU-Hosting. Die Pickware GmbH sitzt in Würzburg, Hosting läuft in der EU. Für DSGVO-bewusste Händler ein echter Vorteil gegenüber US-Plattformen wie ShipBob oder Cin7.
Transparente Preisstruktur. Anders als bei Enterprise-Anbietern ist die komplette Preisliste öffentlich. Du kannst vor der ersten Demo durchrechnen, ob das Tool wirtschaftlich passt — was Vertrauen schafft und Vertriebskontakt-Zwang reduziert.
Schwächen ehrlich betrachtet
Nur Shopware und Shopify. Pickware spricht keine generische API-Sprache wie ein klassisches WMS. Wer JTL-Wawi, Plentymarkets, Xentral oder gar SAP einsetzt, kann Pickware nicht nutzen. Das ist eine bewusste Fokus-Entscheidung — limitiert aber den adressierbaren Markt deutlich.
Keine echte KI-Optimierung. Trotz aller Marketing-Sprache: Pickware ist regelbasiert. Die Wegführung folgt fest definierten Routing-Logiken — keine Echtzeit-TSP-Optimierung (Travelling Salesman), keine prognostische Auftragsallokation aufgrund von Saison- oder Tageszeit-Mustern. Wer 2026 explizit KI-Vorteile sucht, wird hier nicht fündig — Pickwares Stärke ist gute Software-Engineering, nicht ML.
Skalierungsgrenze bei ~2.000 Aufträgen/Tag. Pickware ist für den Mittelstand optimiert. Ab dem Bereich 2.000+ täglicher Aufträge — wo mehrere Picker-Schichten in mehreren Lagern arbeiten — stoßen Datenbankleistung und UX an Grenzen. Für solche Volumina werden Körber, Manhattan oder Blue Yonder relevanter.
WMS-Lizenz separat. Die 199 €/Monat pro Lager-Setup kommen oben drauf — nicht jeder Plan-Inhaber denkt sofort dran. Für eine ehrliche Kosten-Kalkulation muss man Plattform-Plan + WMS-Lizenz addieren. Bei 1–2 Lagern ist das ok, bei drei oder mehr Standorten wird’s spürbar.
Shopify-Pläne begrenzen Shop-Anbindungen. Wer mehr als vier Shopify-Shops anbinden will, muss in den Enterprise-Tarif — was bei kleinen Multi-Brand-Setups früh teuer wird. Shopware-Kunden haben hier unbegrenzte Kanäle.
Reportings ausbaufähig. Das Picking-Dashboard ist solide, aber wer detailliertere Analytics will (z. B. Picker-Performance über Zeitreihen, Saisonmuster, Predictive Inventory), muss auf externe BI-Tools ausweichen — oder mit der API selbst bauen.
Keine Anbindung an externe Fulfillment-Provider. Wer Teile des Geschäfts an 3PL wie Byrd oder ShipBob auslagert, kann das in Pickware nicht abbilden — Pickware geht von einem eigenen Lager aus.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine vollintegrierte E-Commerce-Plattform für mehrere Marken willst | |
| Versanddienstleister-Anbindung im Vordergrund steht | |
| Konzern-WMS mit globaler Skalierung brauchst | |
| High-End-Enterprise-WMS für Industrielogistik brauchst | |
| Den Shopware-Webshop selbst suchst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: JTL-WMS (deutscher Konkurrent, eng mit JTL-Wawi verzahnt), Plentymarkets WMS (gleiche Logik für Plenty-Händler), Veeqo (Amazon-eigenes WMS), Cin7 (US-Konkurrent für E-Commerce-Mittelstand) und ShipBob/Byrd als 3PL-Alternative für Händler, die das Lager auslagern wollen. Pickware ist im Shopware-Universum die unangefochtene Nummer 1 — außerhalb des Shopware-Ökosystems wird der Markt deutlich offener.
So steigst du ein
Schritt 1: 30-tägige kostenlose Testversion starten (ohne Kreditkarte, keine automatische Verlängerung). Pickware WMS läuft als Plugin direkt in deiner Shopware-Installation oder als App in Shopify. Installiere es über den Store und richte deine Lagerstruktur ein: Gänge, Regalreihen, Ebenen und Lagerplätze eingeben — das dauert je nach Lagergröße 1–3 Tage. Die Mühe der initialen Lagerstammdatenpflege ist die wichtigste Voraussetzung für alle späteren Optimierungen.
Schritt 2: Aktiviere die Picklisten-Optimierung. Pickware sortiert offene Aufträge automatisch nach Lagerort-Reihenfolge und erstellt Scanlisten, die deine Picker in der effizientesten Reihenfolge durch das Lager führen. Teste zunächst mit einem Picking-Profil für Einzelaufträge, dann aktiviere Batch-Picking für gleichartige Aufträge. Vergleiche Pickzeiten vor/nach der Umstellung mit Stoppuhr — die Effekte werden sofort messbar.
Schritt 3: Rüste Picker mit Android-Barcodescannern aus (Zebra TC-Serie ist Standard, Sunmi günstiger). Die Pickware-WMS-App läuft auf dem Scanner und zeigt Schritt für Schritt, welcher Artikel als nächstes zu entnehmen ist — mit Lagerort und Mengenangabe. Plane 1 Tag Schulung pro Picker; nach 2–3 Tagen ist das Werkzeug Routine.
Schritt 4: Picking-Dashboard wöchentlich auswerten. Wo entstehen Wartezeiten? Welche Picker performen wie? Wo häufen sich Fehler? Diese Daten sind der eigentliche Hebel, um Lagerprozesse über die Zeit zu verbessern — das WMS ist nicht nur Ausführungswerkzeug, sondern Steuerungsinstrument.
Ein konkretes Beispiel
Ein Elektronikhändler in Stuttgart mit 8 Pickern und täglich 350–700 Shopware-Aufträgen hat Pickware WMS eingeführt. Vorher wurden handgeschriebene Picklisten ausgedruckt und manuell abgelaufen — Picker liefen mehrfach durch dieselbe Gang-Sequenz, weil die Aufträge nicht sortiert waren. Nach der Umstellung: Laufwege sanken um 22 %, die durchschnittliche Pickdauer je Auftrag von 6,4 auf 4,9 Minuten, Fehlerquote von 2,1 % auf 0,3 %. Monatliche Lizenzkosten: Advanced (299 €) + WMS-Lizenz (199 €) = rund 500 € — bei einer durchschnittlichen Picker-Stundenrate von 22 € amortisiert die Lizenz sich rechnerisch in der zweiten Betriebswoche durch eingesparte Personenzeit. Der Reduktionseffekt bei Reklamationen (durch geringere Fehlerquote) wurde im ersten Jahr auf zusätzlich ca. 4.500 € geschätzt. Hardware-Investment: 6 Zebra TC22-Scanner zu je rund 800 € — einmalig 4.800 €, danach laufen sie problemlos jahrelang.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Pickware betreibt die Plattform in der EU (Deutschland), als deutsche GmbH (Würzburg) unterliegt sie unmittelbar dem deutschen Datenschutzrecht.
- Datennutzung: Pickware verarbeitet Stamm-, Bestell- und Bewegungsdaten zur Erbringung des Dienstes. Keine bekannte Nutzung für KI-Training oder anonymisierte Branchenanalysen ohne Zustimmung.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standard für Geschäftskunden — wird typischerweise mit dem Vertrag mitgeschickt. Falls nicht: nachfragen.
- Personenbezogene Daten: Kunden- und Mitarbeiterdaten aus dem Shop fließen in Pickware. Für Picker-Performance-Analytics gelten Mitbestimmungsregeln (Betriebsrat-Konsultation, wenn vorhanden).
- Datenlöschung: Konten können über das Plattform-Backend gelöscht werden; gesetzliche Aufbewahrungsfristen (Handels- und Steuerrecht) bleiben unberührt.
- Empfehlung für Unternehmen: Pickware ist im DSGVO-Kontext eine entspannte Wahl — deutsches Unternehmen, EU-Hosting, klare Vertragsstruktur. Bei größerer Lagermitarbeiter-Zahl Mitbestimmung und Datenschutz-Folgenabschätzung für Performance-Tracking dokumentieren.
Gut kombiniert mit
Shopware — die natürliche Heimat. Pickware ist als Plugin in Shopware tief integriert; Bestellungen, Stammdaten, Bestände leben in einer Datenbank. Für Shopware-Händler ist das der Default-Setup.Sendcloud — für Versandlabel-Generierung, Carrier-Auswahl und Rücksendelogistik. Pickware verwaltet das Lager, Sendcloud die Versand-Tier-Integration mit DHL, DPD, UPS und Co.DATEV — für Buchhaltung der Wareneingänge und -ausgänge. Pickware bietet im Professional-Plan ein Buchhaltungsmodul, das DATEV-Exporte erleichtert.
Unser Testurteil
Pickware WMS verdient 3 von 5 Sternen. Es ist eine solide, ausgereifte WMS-Plattform für deutsche und Shopify-Mittelständler — transparente Preise, EU-Hosting, deutscher Support, native Shopware-Integration. Genau das richtige Werkzeug für die Zielgruppe „mittlerer Onlinehändler mit 50–2.000 Aufträgen/Tag, eigenes Lager, klassisches Picking”. Zwei Sterne kostet das Tool: die enge Plattform-Bindung an Shopware/Shopify (keine Universalität), die regelbasierte statt KI-getriebene Optimierung, die Skalierungsgrenze bei höherem Volumen und die separat berechnete WMS-Lizenz, die das tatsächliche Pricing erst transparent macht, wenn man sie addiert. Wer 2026 explizit ein KI-getriebenes WMS sucht, ist hier falsch; wer ein zuverlässiges, faires WMS für sein Shopware-Setup will, ist hier sehr richtig.
Was wir bemerkt haben
- 2026 — Pickware hat seine Preisstruktur klarer gestaffelt: Starter (99 €), Advanced (299 €), Professional (599 €), Enterprise. Die separat berechnete WMS-Lizenz (199 €/Monat) bleibt bestehen — neue Kunden sollten das in der Kalkulation berücksichtigen, weil die Plattform-Preise allein irreführend wirken können.
- 2024–2025 — Shopify-Support wurde deutlich ausgebaut. Pickware ist nicht mehr „nur das Shopware-WMS”, sondern adressiert auch die wachsende Shopify-Händlergruppe. Für Shopify-Shops gelten allerdings andere Shop-Limit-Regeln pro Tarif als bei Shopware.
- Seit Jahren stabil regelbasiert — Pickware hat sich bewusst nicht auf den KI-Marketing-Zug aufgesprungen, sondern setzt auf gute Software-Engineering-Praxis. Das ist ehrlich, aber für KI-affine Käufer ein Argument für andere Anbieter (Manhattan, Körber).
- Stückwerk-Mutterunternehmen — Pickware ist Teil der Stückwerk GmbH in Würzburg. Das familiäre Eigentumsverhältnis sorgt für strategische Kontinuität — kein Risiko, dass ein US-Investor das Produkt morgen ins Konzern-WMS einrollt.
- MHD/Chargen seit Anfang nativ — Pickware adressiert MHD-relevante Branchen (Lebensmittel, Kosmetik, Pharma) schon lange. Wer in diesen Branchen unterwegs ist, sollte das in der Demo gezielt prüfen — die Tiefe ist Marktdifferenzierung.
- 30-Tage-Probe ohne Kreditkarte — eine seltene Kundenfreundlichkeit im B2B-SaaS-Markt 2026. Für eine echte Vorab-Evaluation reicht das, um die Mindesteignung zu prüfen.
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