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pandapower

Fraunhofer IEE / Universität Kassel

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Open-Source-Python-Bibliothek für Lastfluss-, Kurzschluss- und Optimal-Power-Flow-Berechnungen in Verteil- und Übertragungsnetzen. Entwickelt am Fraunhofer IEE und der Universität Kassel, direkt kombinierbar mit NumPy, pandas und PyTorch für KI-gestützte Netzanalysen.

Kosten: Kostenlos, Open-Source, BSD-Lizenz; kommerzielle Supportverträge über Fraunhofer IEE auf Anfrage

Stärken

  • Nahtlose Integration mit wissenschaftlichen Python-Bibliotheken (NumPy, pandas, scikit-learn, PyTorch)
  • AC- und DC-Lastfluss, Kurzschluss nach VDE 0102/IEC 60909, Optimal Power Flow, State Estimation
  • CIM-Import (IEC 61970) für CIM-konforme Netzmodelle von Netzbetreibern
  • Große aktive Community, regelmäßige Releases, gute Dokumentation auf Englisch
  • Fraunhofer IEE-Ursprung: enge Verbindung zu deutschen Netzforschungsprojekten

Einschränkungen

  • Keine GUI — reine Python-/Kommandozeilen-Umgebung; kein grafischer Netzeditor
  • Für große Übertragungsnetze (>10.000 Knoten) langsamer als kommerzielle Tools wie DIgSILENT PowerFactory
  • EMT-Simulation (elektromagnetische Transienten) nicht unterstützt
  • Kein professioneller Support ohne Fraunhofer-Vertrag; Community-Support über GitHub Issues

Passt gut zu

Forschungsprojekte, die Lastfluss-Berechnungen mit Machine Learning kombinieren DSO und Planungsbüros, die Python-basierte Automatisierung ohne Lizenzkosten bevorzugen Verteilnetzanalysen mit bis zu ~5.000 Knoten Pilotstudien für KI-gestützte Netzengpass- und Zustandsanalysen

So steigst du ein

Schritt 1: Installiere pandapower über pip: pip install pandapower. Für ML-Integration empfiehlt sich eine virtuelle Umgebung (conda oder venv) mit NumPy, pandas und matplotlib als Grundlage.

Schritt 2: Lade ein Beispielnetz aus der mitgelieferten Bibliothek (z.B. pp.networks.mv_oberrhein() für ein reales Mittelspannungsnetz aus Baden-Württemberg) und führe deinen ersten Lastfluss aus: pp.runpp(net). Vergleiche die Ergebnisse mit bekannten Referenzwerten aus eurem bestehenden Berechnungstools.

Schritt 3: Exportiere euer CIM-Netzmodell aus DIgSILENT PowerFactory oder eurer eigenen Netzdatenbank und lese es per pp.from_cim() ein. Kombiniere historische SCADA-Zeitreihen mit dem Netzmodell und trainiere erste ML-Modelle auf simulierten Lastflussergebnissen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Verteilnetzbetreiber in Norddeutschland will verstehen, welche Kombinationen aus PV-Einspeisung und Wärmepumpenlasten regelmäßig zu Überlastungen auf einer 20-kV-Stichleitung führen. Mit pandapower werden 8.760 historische Stundenwerte (ein Jahr SCADA-Daten) als Lastflussszenarien durchgerechnet — rund 15 Minuten Rechenzeit auf einem Standard-Laptop. Das Ergebnis: ein pandas-DataFrame mit 8.760 Zeilen und Betriebsmittel-Auslastungen pro Stunde, der direkt als Trainingsdatensatz für ein Gradient-Boosting-Modell genutzt wird. Das Modell identifiziert, dass Überlastungen fast ausschließlich dann auftreten, wenn PV-Einspeisung >60 % der Nennkapazität und gleichzeitig mehr als 40 % der Wärmepumpen im Speichermodus laden — ein Muster, das manuelle Lastflussrechnungen nie explizit abgedeckt hätten.

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Empfohlen in 1 Use Cases

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