Zum Inhalt springen
Bezahlt Low-Code ⚠️ Hybrid Zuletzt geprüft: Juli 2026

Opensignal

Opensignal Ltd.

3/5
Tool öffnen

Opensignal ist die führende unabhängige Plattform für Mobile- und Broadband-Network-Experience-Daten, basierend auf Milliarden crowdgesourcter Messungen von echten Endgeräten in 100+ Ländern. Netzbetreiber, Regulierer und Finanzanalysten nutzen die Daten, um tatsächliche Nutzerwahrnehmung von Netzqualität zu analysieren, unabhängig von selbst erhobenen Messdaten. Produktfamilie: ONX Mobile, ONX Broadband, Subscriber Analytics, GeoResults und Brand Licensing.

Kosten: Analytics-Zugang für Netzbetreiber, Regulierer und Finanzanalysten auf Anfrage. Öffentliche Reports und Rankings kostenlos verfügbar. Netzbetreiber-Lizenzen für ONX Mobile/Broadband, Subscriber Analytics und GeoResults typisch im fünf- bis sechsstelligen Bereich pro Jahr.

Kategorien

Stärken

  • Unabhängige, crowdgesourcte Messungen (Milliarden pro Berichtszeitraum), keine Betreiber-eigenen Daten
  • Detaillierte geografische Auflösung: Netzqualität nach Postleitzahl, Stadtteil, Straße
  • Wettbewerbsvergleich: eigene Netzperformance vs. Telekom, Vodafone, O2/Telefónica direkt vergleichbar
  • Mobile Experience Benchmarks: Download-Speed, Latenz, Verfügbarkeit, Video-Experience, Games-Experience
  • Historische Zeitreihen: Qualitätsentwicklung über Monate und Jahre verfolgbar
  • Etablierte Marken-Lizenzierung für Marketing-Claims (Brand Licensing) als zusätzliches Einnahmemodell

Einschränkungen

  • Datendichte stark regional variierend, in dünn besiedelten Gebieten wenige Messungen
  • Nur Außenbereichsmessungen repräsentativ, Innenbereichsversorgung systematisch unterrepräsentiert
  • Keine Echtzeitdaten für Netzoperationen, Reporting ist zeitverzögert (Tage bis Wochen)
  • Volle Analytics-API teuer, für MNOs und große Institutionen, nicht für Einzelprojekte
  • Keine offene API für Drittentwickler im Standardzugang, alles läuft über Vertrieb
  • Methodik bevorzugt Geräte mit App-Installation, systematische Verzerrung möglich

Passt gut zu

Netzbetreiber, die eigene Versorgungslücken mit unabhängigen Nutzerdaten validieren wollen Standortplanung: Gebiete mit schlechter User Experience als Ausbaupriorität identifizieren Wettbewerbsanalyse der tatsächlichen Netzqualität gegenüber Mitbewerbern

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du brauchst neutrale Vergleichsdaten zwischen Netzbetreibern (eigene oder Wettbewerber)
  • Du planst Netzausbau und willst Hotspots schlechter User Experience priorisieren
  • Du musst Marketing-Claims zur Netzqualität mit unabhängiger Quelle belegen (Brand Licensing)
  • Du arbeitest in Regulierung oder Marktforschung und brauchst belastbare Crowd-Daten

Wann nein

  • Du brauchst Echtzeit-Netzwerk-Monitoring für den NOC-Betrieb (dafür sind RAN-SON-Tools wie <Tool slug="nokia-mantaray-son" /> oder <Tool slug="ericsson-intelligent-ran" /> richtig)
  • Du suchst aktive Drive-Test-Messungen für gezielte Standortanalyse
  • Dein Fokus liegt auf Indoor-Versorgung (Tiefgaragen, Bürogebäude)
  • Dein Budget unter 50.000 €/Jahr, die Analytics-Lizenzen liegen darüber

Kurzfazit

Opensignal ist die Quelle der Wahrheit für „wie Nutzer tatsächlich Netzqualität erleben”, und das macht das Unternehmen seit über einem Jahrzehnt zur Referenz für Netzbetreiber, Regulierer und Finanzanalysten weltweit. Die crowdgesourcten Messungen (nach eigenen Angaben Milliarden pro Berichtszeitraum) liefern Daten, die Betreiber selbst nicht erheben können: tatsächliche User Experience auf Straßen-Ebene, im Wettbewerbsvergleich, über Jahre nachvollziehbar. Schwächen: Innenbereichsabdeckung schwach, keine Echtzeitdaten für NOC-Betrieb, hohe Lizenzkosten und limitierter API-Zugang. Für strategische Planung und Marketing-Claims gibt es nichts Vergleichbares, für taktischen Netzbetrieb braucht es ergänzende Tools.

Für wen ist Opensignal?

Mobile Network Operators (MNOs): Telekom, Vodafone, Telefónica, 1&1, alle nutzen Opensignal-Daten zur Validierung ihrer eigenen Versorgungsmessungen. Wo der interne Netzplan grün ist, kann Opensignal trotzdem rot zeigen, und diese Diskrepanz ist oft der Auslöser für Investitionsentscheidungen.

Netzplanungs- und Ausbau-Teams: Wer entscheiden muss, wo der nächste 5G-Standort hin soll, braucht Daten zur tatsächlichen Nutzererfahrung, nicht nur zur theoretischen Funkversorgung. Opensignal liefert PLZ-genaue User-Experience-Heatmaps, die in GIS-Systeme (ArcGIS, QGIS) integriert werden.

Regulierungsbehörden: BNetzA, Ofcom, FCC und Pendants weltweit nutzen Opensignal als unabhängige Datenquelle für Quality-of-Service-Bewertungen. Wenn ein Regulierer überprüfen will, ob ein Netzbetreiber seine Versorgungsauflagen einhält, sind Opensignal-Reports oft die externe Referenz.

Finanzanalysten und Investment-Teams: Wer Telco-Aktien bewertet oder M&A-Deals im Telekommunikationssektor begleitet, braucht Indikatoren für die wahrgenommene Netzqualität, direkter Treiber von Kundenzufriedenheit und Churn. Opensignal liefert quartalsweise oder ad-hoc Wettbewerbsanalysen.

Marketing-Teams im Telco-Sektor: Brand Licensing erlaubt es Netzbetreibern, „Bestes 5G-Netz in Deutschland, laut Opensignal” als Marketing-Claim zu nutzen. Für Marken-Positionierung in einem Sektor, in dem Differenzierung schwer fällt, ein wichtiger Hebel.

Weniger geeignet für: Einzel-Anwender oder kleine Unternehmen ohne fünfstelliges Analytics-Budget, NOC-Teams, die Echtzeit-Netzwerk-Monitoring brauchen (dafür sind klassische OSS/BSS-Lösungen oder RAN-SON-Tools richtig), Innenversorgungs-Spezialisten, die DAS- oder Small-Cell-Planung machen, und Projekte mit harten Anforderungen an aktive Drive-Test-Messungen.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Public Reports / Market InsightskostenlosLänderberichte, globale 5G/4G-Rankings, einzelne Wettbewerbsanalysen, ohne Registrierung
ONX Mobile / ONX BroadbandPreis auf AnfrageAnalytics-Plattformen für Netzbetreiber: User Experience nach Geo-Cell, Wettbewerbsvergleich, Zeitreihen
Subscriber AnalyticsPreis auf AnfrageMarktdynamik, Churn-Indikatoren, Subscriber-Bewegungen zwischen Anbietern
GeoResultsProjektpreisHochauflösende geografische Analysen für konkrete Netzausbau-Entscheidungen
Brand LicensingLizenzgebührRecht, Opensignal-Awards in Marketing zu nutzen, z. B. „Bestes 5G-Netz 2025”

Einordnung: Opensignal veröffentlicht keine offiziellen Listenpreise, der Markt ist klar B2B und alles läuft über Vertriebsgespräche. Für die meisten Anwender außerhalb großer Telco-Konzerne sind die kostenlosen Public Reports der einzige Zugang. Wer in einer MNO-Strategieabteilung oder einer Regulierungsbehörde arbeitet, muss mit Lizenzkosten im mittleren fünf- bis sechsstelligen Eurobereich pro Jahr rechnen, abhängig von Land, Datenmenge und Analytics-Tiefe. Konkrete Zahlen nennt Opensignal nicht öffentlich, die hier genannte Größenordnung ist eine Branchenschätzung, keine bestätigte Angabe. GeoResults wird typisch projektbasiert vergeben. Brand Licensing wird separat berechnet und richtet sich nach der Reichweite der Kampagne.

Stärken im Detail

Unabhängigkeit als Geschäftsmodell. Opensignal verkauft Daten an Netzbetreiber, betreibt selbst aber keine konkurrierenden Dienste, und das ist die Grundlage des Vertrauens. Was Betreiber selbst erheben, hat den Beigeschmack der Eigeninteresse-Verzerrung. Opensignal-Daten haben das nicht, und genau deshalb werden sie von Regulierern, Analysten und der Presse als „neutrale Wahrheit” akzeptiert.

Crowdsourcing mit Milliarden von Messungen. Anders als klassische Drive-Tests, die mit Spezialequipment auf vorgeplanten Routen messen, sammelt Opensignal kontinuierlich Daten von realen Endgeräten in realer Nutzung. Das bedeutet: Stundenprofile, Wochenmuster, saisonale Effekte sind sichtbar. Eine Schwachstelle, die nur Freitagabend an einem Bahnhof auftritt, wird hier gefunden, bei einem Drive-Test fast nie.

Aufwendige statistische Aufbereitung. Die rohen Crowd-Messungen wären ohne Aufbereitung schwer interpretierbar. Opensignal beschreibt in seiner Analytics Charter, dass Messungen nach der kundenseitigen Marke klassifiziert werden (MVNOs getrennt von MNOs), Test- und Engineering-Geräte herausgefiltert werden und Ergebnisse mit Konfidenzintervallen und Signifikanztests versehen sind, bei statistisch nicht trennbaren Anbietern gibt es einen „joint winner”. Dazu kommen Geo-Normalisierung (welche Messung gehört zu welcher Geo-Zelle?) und Device-Korrektur (verschiedene Smartphone-Modelle messen unterschiedlich). Diese Aufbereitungsschicht ist der entscheidende Differenzierer gegenüber reiner Crowdsourcing-Konkurrenz. Eine explizite Beschreibung eigener Machine-Learning-Modelle nennt Opensignal auf den öffentlichen Seiten nicht.

Wettbewerbsvergleich nativ. In den meisten Netzen messen alle Anbieter parallel, Opensignal kann also direkt zeigen, ob Telekom-Kunden in Hamburg-Altona besser oder schlechter dran sind als Vodafone-Kunden. Diese Side-by-Side-Sicht ist intern bei einem MNO praktisch unmöglich zu erstellen, weil man die Daten der Wettbewerber nicht hat.

Brand Licensing als Marketing-Hebel. Wer einen Opensignal-Award gewinnt („Bestes 5G-Netz 2025”), darf das im Marketing verwenden, das ist für Endkunden-Marketing in Telco-Märkten ein echter Vertrauenshebel. Die Awards werden quartalsweise pro Land vergeben und sind in vielen Märkten ein etabliertes Differenzierungsmerkmal.

Globale Vergleichbarkeit. Opensignal-Methodik ist global einheitlich, eine 5G-Latenz in Deutschland ist nach denselben Regeln gemessen wie in Japan oder den USA. Für multinationale Konzerne (Telekom-Gruppe, Vodafone Group, América Móvil) ein kritischer Vorteil bei länderübergreifenden Benchmarks.

Schwächen ehrlich betrachtet

Datendichte hängt von App-Installationen ab. Opensignal sammelt Daten über die eigene App und über Partner-Apps, die das SDK integrieren. In dicht besiedelten Großstädten ist die Datenbasis hervorragend, in ländlichen Gebieten oder in Märkten mit geringer App-Verbreitung wird sie dünn. Das schränkt die Aussagekraft regional ein.

Innenbereichsabdeckung systematisch unterrepräsentiert. Crowdsourcing erfasst überwiegend Outdoor-Nutzung. Wer wissen will, wie Versorgung in U-Bahn-Tunneln, Tiefgaragen oder großen Bürogebäuden ist, bekommt von Opensignal wenig, dort müssen klassische Indoor-Messverfahren ergänzen.

Reporting zeitverzögert. Daten werden aggregiert, normalisiert und aufbereitet, das dauert Tage bis Wochen. Für strategische Planung kein Problem, für taktische Echtzeit-Entscheidungen (z. B. „heute brennt eine Funkzelle, was sehen unsere Kunden?”) nicht geeignet. Wer das braucht, muss eigene Probe-Tools oder SON-Plattformen (, ) parallel betreiben.

Hoher Preis, intransparente Konditionen. Opensignal nennt keine öffentlichen Preise, branchenüblich bewegt sich eine ONX-Lizenz je nach Umfang im fünf- bis sechsstelligen Eurobereich pro Jahr, die genaue Berechnung hängt von Land, Datenumfang und Use-Case ab. Für kleinere MVNO oder regionale Anbieter ist der Einstieg oft zu teuer. Eine Selbstbedienungs-Plattform mit gestaffeltem Pricing fehlt.

Keine offene Drittentwickler-API im Standardzugang. Opensignal listet zwar eine eigene Zielgruppe „App Developers” in der Lösungsübersicht, aber für ad-hoc-Analysen oder Wissenschaft ist der Zugang umständlich, alles läuft über Vertrieb. Wer akademisch oder explorativ forschen will, hat es bei Ookla Speedtest oder offenen Crowd-Datensätzen leichter.

Methodische Verzerrungen möglich. Geräte mit App-Installation sind nicht repräsentativ für die Gesamtpopulation. Power-User mit aktiver Nutzung sind überrepräsentiert, Wenig-Nutzer und Geräte ohne Datenvolumen unterrepräsentiert. Opensignal korrigiert das durch Gewichtung, aber die Methodik bleibt nicht vollständig demografisch repräsentativ.

Marktkonsolidierung beobachten. Der Markt für Network-Experience-Daten hat sich konsolidiert (Übernahme von Comlinkdata, Wettbewerber Tutela und P3 wurden absorbiert). Opensignal ist zwar weiterhin der Marktführer, aber die Konzentration auf wenige Anbieter führt zu reduziertem Preisdruck.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Aktive Echtzeit-Netzoptimierung im RAN brauchst oder
Funkzellenplanung und -simulation machst
AI-gestützte RAN-Automatisierung suchst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Ookla (Speedtest, kostenlose Vergleichsdaten, weniger Tiefe), Tutela (vor Akquise durch Ookla starker Konkurrent), umlaut (Drive-Test- und Crowd-Daten als Mix, seit 2021 zu Accenture), und Rohde & Schwarz (Profi-Drive-Test-Equipment für aktive Messungen). Opensignal bleibt der Goldstandard für unabhängige Crowd-Daten, die einzige ernsthafte Alternative ist Ookla, die aber stärker Konsumenten-fokussiert ist und weniger Analytics-Tiefe für MNOs bietet. Für aktive Netzoperation und RAN-Automatisierung braucht es ohnehin andere Tool-Klassen.

So steigst du ein

Schritt 1: Kostenlose öffentliche Reports als Erstkontakt. Starte mit den frei verfügbaren Länderberichten auf opensignal.com/reports. Für Deutschland erscheinen mehrmals jährlich Vergleichsanalysen der Netzbetreiber auf den Achsen Download-Speed, Upload-Speed, Video Experience, Games Experience und Latenz, ohne Registrierung verfügbar. Diese Reports geben einen schnellen Eindruck der Methodik und der Aussagekraft, bevor du in Vertriebsgespräche gehst.

Schritt 2: Bedarfsklärung vor dem Vertriebsgespräch. Anders als bei SaaS-Tools mit Selbstbedienungs-Onboarding hängt Opensignal-Pricing stark vom Use-Case ab. Geh ins Gespräch mit konkreten Fragen: Welche Märkte? Welcher Detailgrad (PLZ, Stadtteil, Gitterzelle)? Welche Zeitreihen? Brauchst du nur eigene Daten oder Wettbewerbsvergleich? Brand Licensing oder nur Analytics? Diese Klärung verkürzt den Sales-Zyklus erheblich.

Schritt 3: Integration in bestehende GIS- und BI-Welten planen. Opensignal liefert Daten, die volle Wirkung entfaltet sich erst in Kombination mit eigenen Planungsdaten. Plane den Datenimport in ArcGIS, QGIS oder dein Network-Planning-Tool. Typisches Setup: Eigene Funkzellen-Geodaten als Layer 1, Opensignal-User-Experience als Layer 2, die Überlagerung zeigt Diskrepanzen zwischen geplanter und erlebter Versorgung. Diese Diskrepanzen sind die priorisierten Investitionsstandorte.

Ein konkretes Beispiel

Illustratives Szenario, kein dokumentierter Einzelfall: Ein deutscher Netzbetreiber plant seinen 5G-Rollout im Großraum Frankfurt und fragt sich, wo Nutzerzufriedenheit trotz formell ausreichender Abdeckung am niedrigsten ist. Der interne Netzplan zeigt 90 % Outdoor-Versorgung im Zielgebiet, aber Opensignal-Daten zeigen in zwei Stadtteilen (Bockenheim, Höchst) konsistent Download-Speeds unter 8 Mbit/s mit gehäuften Beschwerden in Online-Foren, obwohl die offiziellen Versorgungskarten grüne Flächen anzeigen. Diese Diskrepanz zwischen geplanter und erlebter Versorgung wird zum Auslöser für zwei Prioritätsstandorte im nächsten Ausbauplan. Drei Monate nach Inbetriebnahme der neuen Funkzellen zeigt Opensignal in beiden Stadtteilen einen Anstieg der Median-Download-Geschwindigkeit von 6 auf 38 Mbit/s, ein objektiver Beleg für den Investment-Return, der auch im Quartalsbericht gegenüber dem Aufsichtsrat verwendet wird. Die ONX-Lizenzkosten für einen solchen Deutschland-Zugang liegen (nach Branchenschätzung, Opensignal nennt keine offiziellen Preise) im sechsstelligen Bereich pro Jahr und amortisieren sich durch eine einzige fundierte Standortentscheidung, deren Fehlinvestition oft im Millionenbereich gekostet hätte.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Global. Opensignal verarbeitet Daten in mehreren Regionen weltweit. Rechtsträger ist Opensignal Limited, das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in den USA ansässig, mit Büros in UK, Kanada, Kontinentaleuropa und Asien.
  • Datenerhebung: Über die Opensignal-App und sorgfältig geprüfte Partner-Apps mit integriertem SDK. Erhoben werden laut Data Privacy Charter der Standort der Netz-Events, Signalstärke und -qualität, Netzwerktyp, Netzbetreiber und Gerätemodell. Ausdrücklich nicht erhoben werden Name, Alter, Geschlecht oder Telefonnummer, ebenso wenig genutzte Apps oder Inhalte.
  • Geräte-Opt-in: Opensignal verlangt für alle erhobenen Daten eine ausdrückliche, aktive Einwilligung, Nutzer starten den Datentransfer selbst und können die Zustimmung jederzeit widerrufen. Bei Partner-Apps wird die Einwilligung im Rahmen des SDK-Onboardings eingeholt.
  • Datennutzung: Das Geschäftsmodell basiert laut Opensignal auf aggregierten, nicht-personenbezogenen Analysen, die an MNOs, Regulierer und Analysten verkauft werden. Daten werden vor der Weitergabe aggregiert oder depersonalisiert. Als eigene Einordnung: Die feine räumliche Auflösung kann in dünn besiedelten Gebieten theoretisch Re-Identifikationsrisiken bergen.
  • Compliance: Opensignal strebt nach eigenen Angaben Konformität mit den strengsten Datenschutzregeln an, unter anderem DSGVO, UK GDPR und CCPA. Data Privacy Charter und Analytics Charter sind öffentlich dokumentiert. Für Geschäftskunden (ONX-Lizenznehmer) sind Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) verfügbar.
  • Empfehlung für Unternehmen: Wer Opensignal als Datenanbieter nutzt, klärt vorab die Datenherkunft (welche Geräte? welches Sampling?) und die Re-Identifikationsrisiken bei feiner geografischer Auflösung. Bei Datenrückspielung in eigene CRM-Systeme zusätzliche DSGVO-Folgenabschätzung empfehlenswert.

Gut kombiniert mit

  • , Atoll macht Funkversorgungs-Simulation (Soll-Zustand), Opensignal liefert die User-Experience-Realität (Ist-Zustand). Die Überlagerung beider zeigt, wo die Planung mit der Realität auseinanderfällt, der direkteste Hebel zur Priorisierung von Netzausbau.
  • , Mantaray SON optimiert das RAN in Echtzeit, Opensignal validiert mit zeitverzögerten User-Daten, ob die Optimierungen tatsächlich beim Endkunden ankommen. Schließt die Schleife zwischen interner Optimierung und externer Wahrnehmung.
  • , Wer RAN-Operations automatisiert, braucht externe Validierung, ob die Automatisierungs-Entscheidungen die Nutzererfahrung verbessern. Opensignal ist der natürliche externe Sensor dafür.

Unser Testurteil

Opensignal verdient 3 von 5 Sternen. Die Daten sind in ihrer Klasse einzigartig, die Methodik ist seit über einem Jahrzehnt erprobt, und für strategische Netzplanung und Marketing-Claims gibt es schlicht keine bessere Quelle. Den vierten Stern verliert es durch das intransparente, hochpreisige Pricing (kein Selbstbedienungs-Tier), die systematische Unterrepräsentation von Innenbereichen, das Fehlen einer offenen API für Drittentwickler und die Zeitverzögerung im Reporting. Den fünften Stern verliert es durch die methodischen Verzerrungen, die bei aller statistischen Aufbereitung nicht vollständig korrigierbar sind. Für MNOs, Regulierer und Telco-Investoren ist Opensignal trotzdem Pflichtwerkzeug, die Alternative wäre, dieselbe Datenqualität nicht zu bekommen, nicht: günstiger zu bekommen.

Was wir bemerkt haben

  • 2021–2024, Opensignal hat den Markt für Network-Experience-Daten faktisch konsolidiert. Wettbewerber wie Tutela wurden von Ookla übernommen, P3 ging zu umlaut/Accenture. Opensignal ist heute der dominante Anbieter im MNO-Segment.
  • 2025, Stärkerer Push in Richtung Subscriber Analytics, also nicht nur „wie ist die Netzqualität”, sondern „wie wechseln Kunden zwischen Anbietern”. Damit positioniert sich Opensignal näher an den Marketing- und CRM-Use-Cases bei Telcos.
  • 2025, Brand Licensing als Geschäftsmodell wird konsequenter ausgebaut. Die quartalsweisen Awards werden stärker als Marketing-Asset positioniert, viele europäische MNOs nutzen sie inzwischen prominent in Endkunden-Kampagnen.
  • Mai 2026, Opensignal hat weiterhin keine öffentlich zugängliche Self-Service-Plattform für Forschung oder kleinere MNOs. Der Zugang läuft komplett über Vertrieb, eine Marktlücke, die Wettbewerber wie Ookla mit ihrer offeneren Datenpolitik teilweise besetzen.
  • Mai 2026, Die Methodik-Charta wurde überarbeitet und transparenter dokumentiert (Geo-Normalisierung, Device-Korrektur, Sampling-Gewichtung). Für regulierungsnahe Kunden wichtig, weil sie die Datenqualität gegenüber Behörden begründen müssen.
  • Juli 2026, Bei einer erneuten Quellenprüfung nennt Opensignal auf der eigenen Website keine konkrete Geräteanzahl mehr, sondern spricht von „billions of measurements”. Frühere Angaben wie „über 100 Millionen Geräte” lassen sich aktuell nicht mehr direkt belegen, wir haben unsere Formulierungen entsprechend auf die belegbare Größenordnung angepasst. Ebenso beschreibt Opensignal auf den öffentlichen Seiten keine eigenen Machine-Learning-Modelle, sondern eine statistisch definierte Analytics-Methodik (Konfidenzintervalle, Marken-Klassifikation, „joint winner”).

Quellen

  1. Opensignal – Startseite. https://www.opensignal.com/ (abgerufen am 2026-07-18). Opensignal beschreibt sich als führender unabhängiger Anbieter von Insights zur Konnektivitätserfahrung von Verbrauchern und als „the trusted source of truth on network experience“. Ausdrücklich unabhängig: „we don't offer other services to operators“. Produktfamilie: ONX Mobile, ONX Broadband, Subscriber Analytics, Brand Licensing, FNX (Frontline Network Experience) und GeoResults. Daten für 100+ Länder und Territorien, Hauptsitz in den USA mit Büros in UK, Kanada, Kontinentaleuropa und Asien..
  2. Opensignal – Analytics Charter (Methodik). https://www.opensignal.com/methodology (abgerufen am 2026-07-18). Opensignal nutzt Konfidenzintervalle und statistische Signifikanz (bei nicht signifikanten Unterschieden ein „joint winner“), klassifiziert Messungen nach der kundenseitigen Marke (MVNOs getrennt von MNOs) und schließt Test- und Engineering-Geräte aus der Analyse aus..
  3. Opensignal – About us. https://www.opensignal.com/about-us (abgerufen am 2026-07-18). Analysen basieren auf „billions of measurements of real user experience“ aus Märkten weltweit. Rechtsträger laut Copyright ist Opensignal Limited..
  4. Opensignal – Data Privacy Charter. https://www.opensignal.com/apps/data-privacy-charter (abgerufen am 2026-07-18). Datenerhebung über die eigene App und geprüfte Partner-Apps mit ausdrücklicher, aktiver Nutzereinwilligung. Erhoben werden Standort der Netz-Events, Signalstärke und -qualität, Netzwerktyp, Netzbetreiber und Gerätemodell, ausdrücklich keine Namen, kein Alter, kein Geschlecht, keine Telefonnummer. Ausgabe sind aggregierte, nicht-personenbezogene Analysen. Angestrebte Konformität mit DSGVO, UK GDPR und CCPA..

Diesen Inhalt teilen:

Empfohlen in 1 Use Cases

Empfohlen für diese Branchen

Arthur Atlas

KI-Analyst

So entsteht diese Bewertung

Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?

Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.

Feedback geben

Du arbeitest bei Opensignal Ltd.?

Gib uns einen Testzugang, dann schauen wir tiefer rein und ergänzen die Bewertung aus erster Hand.

Testzugang anbieten

Nicht sicher, ob Opensignal zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

Erstgespräch anfragen

KI-Tools und Trends

KI-Wochenbriefing: jeden Freitag KI-News, Praxistipps und Tools

Kostenlos abonnieren, jederzeit abmeldbar, kein Spam.

Kostenloser Newsletter

Bleib auf dem neuesten
Stand der KI

Wähle deine Themen und erhalte relevante KI-News, Praxistipps und exklusive Inhalte direkt in dein Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Was interessiert dich? Wähle 1 bis 4 Themen, du bekommst nur Inhalte dazu.

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abmeldbar.

Kostenlos
Kein Spam
Jederzeit abmeldbar