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Opensignal

Opensignal Ltd.

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Opensignal ist die führende unabhängige Plattform für Mobile- und Broadband-Network-Experience-Daten, basierend auf crowdgesourcten Messungen aus über 100 Millionen Smartphones in 100+ Ländern. Netzbetreiber, Regulierer und Finanzanalysten nutzen die Daten, um tatsächliche Nutzerwahrnehmung von Netzqualität zu analysieren, unabhängig von selbst erhobenen Messdaten. Produktfamilie: ONX Mobile, ONX Broadband, Subscriber Analytics, GeoResults und Brand Licensing.

Kosten: Analytics-Zugang für Netzbetreiber, Regulierer und Finanzanalysten auf Anfrage. Öffentliche Reports und Rankings kostenlos verfügbar. Netzbetreiber-Lizenzen für ONX Mobile/Broadband, Subscriber Analytics und GeoResults typisch im fünf- bis sechsstelligen Bereich pro Jahr.

Kategorien

Stärken

  • Unabhängige, crowdgesourcte Messungen aus 100+ Mio. Smartphones, keine Betreiber-eigenen Daten
  • Detaillierte geografische Auflösung: Netzqualität nach Postleitzahl, Stadtteil, Straße
  • Wettbewerbsvergleich: eigene Netzperformance vs. Telekom, Vodafone, O2/Telefónica direkt vergleichbar
  • Mobile Experience Benchmarks: Download-Speed, Latenz, Verfügbarkeit, Video-Experience, Games-Experience
  • Historische Zeitreihen: Qualitätsentwicklung über Monate und Jahre verfolgbar
  • Etablierte Marken-Lizenzierung für Marketing-Claims (Brand Licensing) als zusätzliches Einnahmemodell

Einschränkungen

  • Datendichte stark regional variierend, in dünn besiedelten Gebieten wenige Messungen
  • Nur Außenbereichsmessungen repräsentativ, Innenbereichsversorgung systematisch unterrepräsentiert
  • Keine Echtzeitdaten für Netzoperationen, Reporting ist zeitverzögert (Tage bis Wochen)
  • Volle Analytics-API teuer, für MNOs und große Institutionen, nicht für Einzelprojekte
  • Keine offene API für Drittentwickler im Standardzugang, alles läuft über Vertrieb
  • Methodik bevorzugt Geräte mit App-Installation, systematische Verzerrung möglich

Passt gut zu

Netzbetreiber, die eigene Versorgungslücken mit unabhängigen Nutzerdaten validieren wollen Standortplanung: Gebiete mit schlechter User Experience als Ausbaupriorität identifizieren Wettbewerbsanalyse der tatsächlichen Netzqualität gegenüber Mitbewerbern

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du brauchst neutrale Vergleichsdaten zwischen Netzbetreibern (eigene oder Wettbewerber)
  • Du planst Netzausbau und willst Hotspots schlechter User Experience priorisieren
  • Du musst Marketing-Claims zur Netzqualität mit unabhängiger Quelle belegen (Brand Licensing)
  • Du arbeitest in Regulierung oder Marktforschung und brauchst belastbare Crowd-Daten

Wann nein

  • Du brauchst Echtzeit-Netzwerk-Monitoring für den NOC-Betrieb (dafür sind RAN-SON-Tools wie <Tool slug="nokia-mantaray-son" /> oder <Tool slug="ericsson-intelligent-ran" /> richtig)
  • Du suchst aktive Drive-Test-Messungen für gezielte Standortanalyse
  • Dein Fokus liegt auf Indoor-Versorgung (Tiefgaragen, Bürogebäude)
  • Dein Budget unter 50.000 €/Jahr, die Analytics-Lizenzen liegen darüber

Kurzfazit

Opensignal ist die Quelle der Wahrheit für „wie Nutzer tatsächlich Netzqualität erleben”, und das macht das Unternehmen seit über einem Jahrzehnt zur Referenz für Netzbetreiber, Regulierer und Finanzanalysten weltweit. Die crowdgesourcten Messungen aus über 100 Mio. Smartphones liefern Daten, die Betreiber selbst nicht erheben können: tatsächliche User Experience auf Straßen-Ebene, im Wettbewerbsvergleich, über Jahre nachvollziehbar. Schwächen: Innenbereichsabdeckung schwach, keine Echtzeitdaten für NOC-Betrieb, hohe Lizenzkosten und limitierter API-Zugang. Für strategische Planung und Marketing-Claims gibt es nichts Vergleichbares, für taktischen Netzbetrieb braucht es ergänzende Tools.

Für wen ist Opensignal?

Mobile Network Operators (MNOs): Telekom, Vodafone, Telefónica, 1&1, alle nutzen Opensignal-Daten zur Validierung ihrer eigenen Versorgungsmessungen. Wo der interne Netzplan grün ist, kann Opensignal trotzdem rot zeigen, und diese Diskrepanz ist oft der Auslöser für Investitionsentscheidungen.

Netzplanungs- und Ausbau-Teams: Wer entscheiden muss, wo der nächste 5G-Standort hin soll, braucht Daten zur tatsächlichen Nutzererfahrung, nicht nur zur theoretischen Funkversorgung. Opensignal liefert PLZ-genaue User-Experience-Heatmaps, die in GIS-Systeme (ArcGIS, QGIS) integriert werden.

Regulierungsbehörden: BNetzA, Ofcom, FCC und Pendants weltweit nutzen Opensignal als unabhängige Datenquelle für Quality-of-Service-Bewertungen. Wenn ein Regulierer überprüfen will, ob ein Netzbetreiber seine Versorgungsauflagen einhält, sind Opensignal-Reports oft die externe Referenz.

Finanzanalysten und Investment-Teams: Wer Telco-Aktien bewertet oder M&A-Deals im Telekommunikationssektor begleitet, braucht Indikatoren für die wahrgenommene Netzqualität, direkter Treiber von Kundenzufriedenheit und Churn. Opensignal liefert quartalsweise oder ad-hoc Wettbewerbsanalysen.

Marketing-Teams im Telco-Sektor: Brand Licensing erlaubt es Netzbetreibern, „Bestes 5G-Netz in Deutschland, laut Opensignal” als Marketing-Claim zu nutzen. Für Marken-Positionierung in einem Sektor, in dem Differenzierung schwer fällt, ein wichtiger Hebel.

Weniger geeignet für: Einzel-Anwender oder kleine Unternehmen ohne fünfstelliges Analytics-Budget, NOC-Teams, die Echtzeit-Netzwerk-Monitoring brauchen (dafür sind klassische OSS/BSS-Lösungen oder RAN-SON-Tools richtig), Innenversorgungs-Spezialisten, die DAS- oder Small-Cell-Planung machen, und Projekte mit harten Anforderungen an aktive Drive-Test-Messungen.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Public ReportskostenlosQuartalsweise Länderberichte, globale 5G/4G-Rankings, einzelne Wettbewerbsanalysen, ohne Registrierung
OSCA (Open Signal Connectivity Assessment)API-Pay-as-you-goKonnektivitäts-Performance-Daten für App-Entwickler, Kosten je nach Volumen
ONX Mobile / ONX Broadbandab fünfstellig/JahrAnalytics-Plattformen für Netzbetreiber: User Experience nach Geo-Cell, Wettbewerbsvergleich, Zeitreihen
Subscriber Analyticssechsstellig/JahrMarktdynamik, Churn-Indikatoren, Subscriber-Bewegungen zwischen Anbietern
GeoResultsProjektpreisHochauflösende geografische Analysen für konkrete Netzausbau-Entscheidungen
Brand LicensingLizenzgebührRecht, Opensignal-Awards in Marketing zu nutzen, z. B. „Bestes 5G-Netz 2025”

Einordnung: Opensignal veröffentlicht keine offiziellen Listenpreise, der Markt ist klar B2B und alles läuft über Vertriebsgespräche. Für die meisten Anwender außerhalb großer Telco-Konzerne sind die kostenlosen Public Reports der einzige Zugang. Wer in einer MNO-Strategieabteilung oder einem Regulierer arbeitet, kann von ONX-Lizenzen im Bereich von 80.000–500.000 € pro Jahr ausgehen, abhängig von Land, Datenmenge und Analytics-Tiefe. GeoResults wird typisch projektbasiert vergeben und kostet für eine deutschlandweite Analyse oft sechsstellig. Wer nur gelegentlich auf Wettbewerbsdaten zugreifen will, kann oft mit einem Light-Vertrag arbeiten. Brand Licensing wird separat berechnet und richtet sich nach der Reichweite der Kampagne.

Stärken im Detail

Unabhängigkeit als Geschäftsmodell. Opensignal verkauft Daten an Netzbetreiber, betreibt selbst aber keine konkurrierenden Dienste, und das ist die Grundlage des Vertrauens. Was Betreiber selbst erheben, hat den Beigeschmack der Eigeninteresse-Verzerrung. Opensignal-Daten haben das nicht, und genau deshalb werden sie von Regulierern, Analysten und der Presse als „neutrale Wahrheit” akzeptiert.

Crowdsourcing mit 100+ Mio. Geräten. Anders als klassische Drive-Tests, die mit Spezialequipment auf vorgeplanten Routen messen, sammelt Opensignal kontinuierlich Daten von realen Endgeräten in realer Nutzung. Das bedeutet: Stundenprofile, Wochenmuster, saisonale Effekte sind sichtbar. Eine Schwachstelle, die nur Freitagabend an einem Bahnhof auftritt, wird hier gefunden, bei einem Drive-Test fast nie.

ML-gestützte Datenaufbereitung und Analytics. Die rohen Crowd-Messungen wären ohne Aufbereitung schwer interpretierbar. Opensignal nutzt Machine-Learning-Modelle für Outlier-Detection, Geo-Normalisierung (welche Messung gehört zu welcher Geo-Zelle?), Device-Korrektur (verschiedene Smartphone-Modelle messen unterschiedlich) und prädiktive Analytics für Trends. Diese ML-Schicht ist der entscheidende Differenzierer gegenüber reiner Crowdsourcing-Konkurrenz.

Wettbewerbsvergleich nativ. In den meisten Netzen messen alle Anbieter parallel, Opensignal kann also direkt zeigen, ob Telekom-Kunden in Hamburg-Altona besser oder schlechter dran sind als Vodafone-Kunden. Diese Side-by-Side-Sicht ist intern bei einem MNO praktisch unmöglich zu erstellen, weil man die Daten der Wettbewerber nicht hat.

Brand Licensing als Marketing-Hebel. Wer einen Opensignal-Award gewinnt („Bestes 5G-Netz 2025”), darf das im Marketing verwenden, das ist für Endkunden-Marketing in Telco-Märkten ein echter Vertrauenshebel. Die Awards werden quartalsweise pro Land vergeben und sind in vielen Märkten ein etabliertes Differenzierungsmerkmal.

Globale Vergleichbarkeit. Opensignal-Methodik ist global einheitlich, eine 5G-Latenz in Deutschland ist nach denselben Regeln gemessen wie in Japan oder den USA. Für multinationale Konzerne (Telekom-Gruppe, Vodafone Group, América Móvil) ein kritischer Vorteil bei länderübergreifenden Benchmarks.

Schwächen ehrlich betrachtet

Datendichte hängt von App-Installationen ab. Opensignal sammelt Daten über die eigene App und über Partner-Apps, die das SDK integrieren. In dicht besiedelten Großstädten ist die Datenbasis hervorragend, in ländlichen Gebieten oder in Märkten mit geringer App-Verbreitung wird sie dünn. Das schränkt die Aussagekraft regional ein.

Innenbereichsabdeckung systematisch unterrepräsentiert. Crowdsourcing erfasst überwiegend Outdoor-Nutzung. Wer wissen will, wie Versorgung in U-Bahn-Tunneln, Tiefgaragen oder großen Bürogebäuden ist, bekommt von Opensignal wenig, dort müssen klassische Indoor-Messverfahren ergänzen.

Reporting zeitverzögert. Daten werden aggregiert, normalisiert und aufbereitet, das dauert Tage bis Wochen. Für strategische Planung kein Problem, für taktische Echtzeit-Entscheidungen (z. B. „heute brennt eine Funkzelle, was sehen unsere Kunden?”) nicht geeignet. Wer das braucht, muss eigene Probe-Tools oder SON-Plattformen (, ) parallel betreiben.

Hoher Preis, intransparente Konditionen. Eine ONX-Lizenz beginnt im hohen fünfstelligen Bereich und kann sechsstellig werden, die genaue Berechnung hängt von Land, Datenumfang und Use-Case ab. Für kleinere MVNO oder regionale Anbieter ist der Einstieg oft zu teuer. Eine Selbstbedienungs-Plattform mit gestaffeltem Pricing fehlt.

Keine offene Drittentwickler-API im Standardzugang. OSCA gibt es für App-Entwickler, aber für ad-hoc-Analysen oder Wissenschaft ist der Zugang umständlich, alles läuft über Vertrieb. Wer akademisch oder explorativ forschen will, hat es bei OOKLA Speedtest oder offenen Crowd-Datensätzen leichter.

Methodische Verzerrungen möglich. Geräte mit App-Installation sind nicht repräsentativ für die Gesamtpopulation. Power-User mit aktiver Nutzung sind überrepräsentiert, Wenig-Nutzer und Geräte ohne Datenvolumen unterrepräsentiert. Opensignal korrigiert das durch Gewichtung, aber die Methodik bleibt nicht vollständig demografisch repräsentativ.

Marktkonsolidierung beobachten. Der Markt für Network-Experience-Daten hat sich konsolidiert (Übernahme von Comlinkdata, Wettbewerber Tutela und P3 wurden absorbiert). Opensignal ist zwar weiterhin der Marktführer, aber die Konzentration auf wenige Anbieter führt zu reduziertem Preisdruck.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Aktive Echtzeit-Netzoptimierung im RAN brauchst oder
Funkzellenplanung und -simulation machst
AI-gestützte RAN-Automatisierung suchst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Ookla (Speedtest, kostenlose Vergleichsdaten, weniger Tiefe), Tutela (vor Akquise durch Ookla starker Konkurrent), umlaut (Drive-Test- und Crowd-Daten als Mix, seit 2021 zu Accenture), und Rohde & Schwarz (Profi-Drive-Test-Equipment für aktive Messungen). Opensignal bleibt der Goldstandard für unabhängige Crowd-Daten, die einzige ernsthafte Alternative ist Ookla, die aber stärker Konsumenten-fokussiert ist und weniger Analytics-Tiefe für MNOs bietet. Für aktive Netzoperation und RAN-Automatisierung braucht es ohnehin andere Tool-Klassen.

So steigst du ein

Schritt 1: Kostenlose öffentliche Reports als Erstkontakt. Starte mit den frei verfügbaren Länderberichten auf opensignal.com/reports. Für Deutschland erscheinen mehrmals jährlich Vergleichsanalysen der Netzbetreiber auf den Achsen Download-Speed, Upload-Speed, Video Experience, Games Experience und Latenz, ohne Registrierung verfügbar. Diese Reports geben einen schnellen Eindruck der Methodik und der Aussagekraft, bevor du in Vertriebsgespräche gehst.

Schritt 2: Bedarfsklärung vor dem Vertriebsgespräch. Anders als bei SaaS-Tools mit Selbstbedienungs-Onboarding hängt Opensignal-Pricing stark vom Use-Case ab. Geh ins Gespräch mit konkreten Fragen: Welche Märkte? Welcher Detailgrad (PLZ, Stadtteil, Gitterzelle)? Welche Zeitreihen? Brauchst du nur eigene Daten oder Wettbewerbsvergleich? Brand Licensing oder nur Analytics? Diese Klärung verkürzt den Sales-Zyklus erheblich.

Schritt 3: Integration in bestehende GIS- und BI-Welten planen. Opensignal liefert Daten, die volle Wirkung entfaltet sich erst in Kombination mit eigenen Planungsdaten. Plane den Datenimport in ArcGIS, QGIS oder dein Network-Planning-Tool. Typisches Setup: Eigene Funkzellen-Geodaten als Layer 1, Opensignal-User-Experience als Layer 2, die Überlagerung zeigt Diskrepanzen zwischen geplanter und erlebter Versorgung. Diese Diskrepanzen sind die priorisierten Investitionsstandorte.

Ein konkretes Beispiel

Ein deutscher Netzbetreiber plant seinen 5G-Rollout im Großraum Frankfurt und fragt sich, wo Nutzerzufriedenheit trotz formell ausreichender Abdeckung am niedrigsten ist. Der interne Netzplan zeigt 90 % Outdoor-Versorgung im Zielgebiet, aber Opensignal-Daten zeigen in zwei Stadtteilen (Bockenheim, Höchst) konsistent Download-Speeds unter 8 Mbit/s mit gehäuften Beschwerden in Online-Foren, obwohl die offiziellen Versorgungskarten grüne Flächen anzeigen. Diese Diskrepanz zwischen geplanter und erlebter Versorgung wird zum Auslöser für zwei Prioritätsstandorte im nächsten Ausbauplan. Drei Monate nach Inbetriebnahme der neuen Funkzellen zeigt Opensignal in beiden Stadtteilen einen Anstieg der Median-Download-Geschwindigkeit von 6 auf 38 Mbit/s, ein objektiver Beleg für den Investment-Return, der auch im Quartalsbericht gegenüber dem Aufsichtsrat verwendet wird. Lizenzkosten ONX Mobile (Deutschland-Zugang): ca. 150.000 €/Jahr, amortisiert sich durch eine einzige fundierte Standortentscheidung, deren Fehlinvestition oft im Millionenbereich gekostet hätte.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Global. Opensignal verarbeitet Daten in mehreren Regionen weltweit. Anbieter ist Opensignal Ltd., London (UK).
  • Datenerhebung: Über die Opensignal-App und Partner-Apps mit integriertem SDK. Die Erhebung erfolgt anonymisiert, keine direkten personenbezogenen Daten (Name, Adresse), aber Geolokation, Device-Modell, Netzwerk-Anbieter, Signalstärke und Speed-Werte.
  • Geräte-Opt-in: Nutzer der Opensignal-App stimmen aktiv zu. Bei Partner-Apps wird die Zustimmung im Rahmen des SDK-Onboardings eingeholt.
  • Datennutzung: Aggregierte Daten werden zu Analytics-Produkten verdichtet und an MNOs, Regulierer und Analysten verkauft. Einzelmessungen bleiben anonym, aber die räumliche Auflösung kann Re-Identifikation in dünn besiedelten Gebieten ermöglichen.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Für Geschäftskunden (ONX-Lizenznehmer) verfügbar. Privacy Charter und Methodology Charter öffentlich dokumentiert.
  • Empfehlung für Unternehmen: Wer Opensignal als Datenanbieter nutzt, klärt vorab die Datenherkunft (welche Geräte? welches Sampling?) und die Re-Identifikationsrisiken bei feiner geografischer Auflösung. Bei Datenrückspielung in eigene CRM-Systeme zusätzliche DSGVO-Folgenabschätzung empfehlenswert.

Gut kombiniert mit

  • , Atoll macht Funkversorgungs-Simulation (Soll-Zustand), Opensignal liefert die User-Experience-Realität (Ist-Zustand). Die Überlagerung beider zeigt, wo die Planung mit der Realität auseinanderfällt, der direkteste Hebel zur Priorisierung von Netzausbau.
  • , Mantaray SON optimiert das RAN in Echtzeit, Opensignal validiert mit zeitverzögerten User-Daten, ob die Optimierungen tatsächlich beim Endkunden ankommen. Schließt die Schleife zwischen interner Optimierung und externer Wahrnehmung.
  • , Wer RAN-Operations automatisiert, braucht externe Validierung, ob die Automatisierungs-Entscheidungen die Nutzererfahrung verbessern. Opensignal ist der natürliche externe Sensor dafür.

Unser Testurteil

Opensignal verdient 3 von 5 Sternen. Die Daten sind in ihrer Klasse einzigartig, die Methodik ist seit über einem Jahrzehnt erprobt, und für strategische Netzplanung und Marketing-Claims gibt es schlicht keine bessere Quelle. Den vierten Stern verliert es durch das intransparente, hochpreisige Pricing (kein Selbstbedienungs-Tier), die systematische Unterrepräsentation von Innenbereichen, das Fehlen einer offenen API für Drittentwickler und die Zeitverzögerung im Reporting. Den fünften Stern verliert es durch die methodischen Verzerrungen, die bei aller ML-gestützten Aufbereitung nicht vollständig korrigierbar sind. Für MNOs, Regulierer und Telco-Investoren ist Opensignal trotzdem Pflichtwerkzeug, die Alternative wäre, dieselbe Datenqualität nicht zu bekommen, nicht: günstiger zu bekommen.

Was wir bemerkt haben

  • 2021–2024, Opensignal hat den Markt für Network-Experience-Daten faktisch konsolidiert. Wettbewerber wie Tutela wurden von Ookla übernommen, P3 ging zu umlaut/Accenture. Opensignal ist heute der dominante Anbieter im MNO-Segment.
  • 2025, Stärkerer Push in Richtung Subscriber Analytics, also nicht nur „wie ist die Netzqualität”, sondern „wie wechseln Kunden zwischen Anbietern”. Damit positioniert sich Opensignal näher an den Marketing- und CRM-Use-Cases bei Telcos.
  • 2025, Brand Licensing als Geschäftsmodell wird konsequenter ausgebaut. Die quartalsweisen Awards werden stärker als Marketing-Asset positioniert, viele europäische MNOs nutzen sie inzwischen prominent in Endkunden-Kampagnen.
  • Mai 2026, Opensignal hat weiterhin keine öffentlich zugängliche Self-Service-Plattform für Forschung oder kleinere MNOs. Der Zugang läuft komplett über Vertrieb, eine Marktlücke, die Wettbewerber wie Ookla mit ihrer offeneren Datenpolitik teilweise besetzen.
  • Mai 2026, Die Methodik-Charta wurde überarbeitet und transparenter dokumentiert (Geo-Normalisierung, Device-Korrektur, Sampling-Gewichtung). Für regulierungsnahe Kunden wichtig, weil sie die Datenqualität gegenüber Behörden begründen müssen.

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Arthur Atlas

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