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Freemium 🇪🇺 EU-Server Zuletzt geprüft: 30. August 2026

Open-Meteo

Open-Meteo GmbH

4/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

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Open-Meteo ist eine Schweizer Open-Source-Wetter-API, die Prognosen aus über 30 Modellen von ECMWF, DWD ICON, GFS und weiteren Wetterdiensten bündelt. Insgesamt fließen Modelle von mehr als 15 nationalen Wetterdiensten ein, darunter Météo-France und Met Norway. Ohne API-Key startklar, Server in Europa und Nordamerika, kostenlos für nicht-kommerzielle Nutzung mit 10.000 Calls pro Tag, kommerziell ab 29 €/Monat.

Kosten: Non-Commercial kostenlos (10.000 Calls/Tag); API Standard 29 €/Monat oder 319 €/Jahr, API Professional 99 €/Monat oder 1.099 €/Jahr, API Enterprise auf Anfrage

Stärken

  • Einfache REST-API, ohne Registrierung oder API-Key zu starten
  • Ensemble aus mehreren nationalen Wettermodellen (DWD ICON, ECMWF, GFS, Météo-France, GEM, JMA, Met Norway)
  • Hohe Auflösung: 1 km lokal für die ersten Tage, 11 km global bis 16 Tage
  • EU-Hosting (Schweizer Betreiber, Server in Europa und Nordamerika), Open-Source unter AGPLv3
  • Historische Daten ab 1940 (80+ Jahre) und Klimaszenarien verfügbar

Einschränkungen

  • Kostenlose Stufe ist strikt auf nicht-kommerzielle Nutzung beschränkt
  • Nur englischsprachige Dokumentation und kein deutscher Support
  • Kein förmlicher AVV/DPA öffentlich dokumentiert, auf Anfrage erforderlich
  • Weniger Parameter-Tiefe als das offizielle DWD Open-Data-Angebot (z. B. bestimmte Bodenparameter)
  • Attribution (CC BY 4.0) ist für jede Nutzung verpflichtend
  • Der Standard-Plan sperrt Historical-, Climate-, Ensemble-, Seasonal- und Satellite-APIs, die im kostenlosen Tarif enthalten sind

Passt gut zu

Entwickler und Maker Prototyping und MVP-Phase Smart-Home-Dashboards (Home Assistant) Agrar-, Tourismus- und Logistik-Anwendungen Internationale Wetter-Features ohne eigene Modellinfrastruktur

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du brauchst schnell eine Wetter-API ohne Vertragsprozess oder API-Key-Management
  • Dein Projekt ist nicht-kommerziell (Open-Source, Hobby, Forschung, Bildung, Home Assistant)
  • Du brauchst globale Abdeckung und Modell-Ensembles statt einer einzigen nationalen Quelle
  • Du willst historische Wetterdaten für Analysen oder Trainingsdaten

Wann nein

  • Du betreibst sicherheitskritische Anwendungen mit strengen SLA-Anforderungen (Aviation, Offshore, Rettungsdienst)
  • Du brauchst einen unterschriebenen AVV im Standardtarif für DSGVO-Compliance
  • Deutschsprachiger Enterprise-Support ist Pflicht
  • Du brauchst Spezialparameter, die nur der DWD liefert (z. B. detaillierte Bodenfeuchte-Schichten)

Kurzfazit

Open-Meteo ist die unkomplizierteste Wetter-API auf dem Markt: ein HTTP-Request, kein API-Key, kein Account, und du bekommst Prognosen aus über 30 Modellen von DWD ICON, ECMWF und GFS. Nicht-kommerziell sind 10.000 Calls pro Tag kostenlos, kommerziell kostet es 29 €/Monat für 1 Mio. Calls oder 99 €/Monat mit Archivdaten. Formal schwächer als der DWD. Der fünfte Stern fehlt: kein deutscher Support, kein öffentlicher AVV, SLA nur im Enterprise-Vertrag.

Für wen ist Open-Meteo?

Entwickler und Maker: Wer ein Wochenend-Projekt, ein Dashboard oder eine App baut, findet hier die schnellste Integration. Ein curl-Aufruf gegen api.open-meteo.com/v1/forecast liefert JSON, fertig.

Smart-Home-Enthusiasten: Home Assistant hat Open-Meteo als eigene Integration. Rollladen-Automatisierungen, Bewässerungssteuerungen und PV-Prognosen laufen damit ohne Cloud-Vertrag.

Agrar- und Tourismus-Anwendungen: Bewässerungsplanung, Frostwarnungen, Heu- und Erntefenster, Skigebiets-Dashboards, alles mit Ensemble-Daten aus mehreren Modellen, was die Prognosequalität gegenüber einer Einzelquelle verbessert.

Logistik und Bauwesen: Routenplaner, Baustellen-Tools und Event-Plattformen nutzen Open-Meteo als leichtgewichtige globale Datenquelle, besonders attraktiv für Projekte, die in mehreren Ländern laufen und keine separaten Verträge mit jedem nationalen Wetterdienst wollen.

Forschung und Bildung: Die Historical Weather API mit 80+ Jahren Daten und die Climate Change API sind für Studien, Trainingsdaten und Hochschulseminare offen zugänglich.

Weniger geeignet für: Sicherheitskritische Anwendungen (Flug-, Schiffs-, Rettungsdienste), Unternehmen mit strengen AVV-Anforderungen im Standardtarif, und alle, die deutschsprachigen 24/7-Support brauchen.

Preise im Detail

PlanPreisAPI-CallsWas du bekommst
Free / Open-Access0 €600/Minute, 5.000/Stunde, 10.000/Tag, 300.000/MonatNur nicht-kommerziell, kein API-Key nötig. Alle APIs inklusive Historical, Climate, Ensemble, Seasonal und Satellite Radiation. Keine Uptime-Zusage.
API Standard29 €/Monat oder 319 €/Jahr1 Mio./Monat, pro Minute/Stunde/Tag unbegrenztCommercial License, eigener API-Key, reservierte Server, 99,9 % Uptime-Ziel. Forecast, Air Quality, Marine, Flood, Elevation, Geocoding. Ohne Historical, Climate, Ensemble, Seasonal, Satellite.
API Professional99 €/Monat oder 1.099 €/Jahr5 Mio./MonatAlles aus Standard plus Historical Weather, Historical Forecast, Climate, Ensemble, Seasonal Forecast, Previous Model Runs, Single Runs, Satellite Radiation.
API EnterpriseAuf Anfrageüber 50 Mio./Monat3 API-Keys, 3 Supportstunden/Monat, SLA, Priority Support, Custom Solutions, Volume Discount, Beschaffungsprozess.

Einordnung: Die kostenlose Stufe ist erstaunlich großzügig, 300.000 Calls pro Monat reichen für ein ordentliches Hobbyprojekt oder eine Vereins-Website problemlos, und sie enthält sogar die Archiv- und Klima-APIs. Sobald Werbung, ein Abo-Modell oder ein kommerzielles Produkt ins Spiel kommt, ist der Sprung auf den Standard-Plan Pflicht. Achte dabei auf einen unangenehmen Effekt: Der Standard-Plan schaltet genau die Historical-, Climate-, Ensemble-, Seasonal- und Satellite-APIs ab, die du im kostenlosen Tarif noch hattest. Wer sein Prototyp-Dashboard mit historischen Daten kommerzialisiert, landet also nicht bei 29, sondern bei 99 €/Monat. Die Jahreszahlung spart wenig: 319 € statt 348 € beim Standard, 1.099 € statt 1.188 € beim Professional, das sind gut 8 beziehungsweise 7 Prozent. Überschreitungen kosten laut Anbieter nichts extra, es gibt keine Overage-Gebühren, stattdessen E-Mail-Warnungen bei 80, 90 und 100 Prozent des Monatsbudgets. Das Monatslimit wird derzeit ohnehin nicht hart durchgesetzt, das Nutzungsportal ist noch in Entwicklung. Open-Meteo bringt dabei weniger formalen Enterprise-Rahmen mit als die großen kommerziellen Wetteranbieter: keine standardmäßige SLA, kein öffentlicher AVV.

Eine Warnung zur Kalkulation: Ein API-Call ist nicht immer ein HTTP-Request. Wer mehr als 10 Wettervariablen abfragt oder mehr als zwei Wochen Zeitraum für einen Standort zieht, zahlt anteilig mehr. Der Anbieter rechnet mit Bruchteilen: Zwei Wochen mit 15 Variablen zählen als 1,5 Calls, vier Wochen als 3,0 Calls. Für ein Dashboard mit stündlichem Polling und breitem Variablensatz kann das Monatsbudget also schneller weg sein, als die reine Request-Zahl vermuten lässt.

Stärken im Detail

Null Reibung beim Einstieg. Kein API-Key, kein Account, keine Kreditkarte. Ein fetch()-Call gegen api.open-meteo.com/v1/forecast?latitude=52.52&longitude=13.41&hourly=temperature_2m funktioniert in 30 Sekunden. Das ist der Grund, warum über 50 Open-Source-Apps (Breezy Weather, Clima, QuickWeather, Home Assistant und andere) Open-Meteo als Backend nutzen. Für Prototypen und Demos gibt es nichts Schnelleres.

Modell-Ensemble statt Einzelquelle. Open-Meteo bündelt DWD ICON (Deutschland), ECMWF (Europa), GFS + HRRR (NOAA/USA), Météo-France, GEM (Kanada), JMA (Japan) und Met Norway. Du kannst gezielt ein Modell wählen oder den “best_match”-Mix lassen, der pro Region das lokal beste Modell zieht. Das ist qualitativ oft besser als eine einzelne nationale Quelle, besonders für grenznahe oder internationale Anwendungen.

Hohe räumliche Auflösung. 1 km Auflösung für die ersten Tage (durch lokale Mesoskalen-Modelle wie DWD ICON-D2), 11 km global bis Tag 16. Für agrarische oder mikroklimatische Anwendungen, bei denen der Unterschied zwischen zwei Tälern zählt, ist das auf kostenlosem API-Niveau außergewöhnlich.

Historical Weather API mit 80+ Jahren Daten. Reanalyse-Daten zurück bis 1940 in 10 km Auflösung. Ideal für Backtests, Trainingsdaten für ML-Modelle oder Trendanalysen (“Wie war der August 1976 in München?”). Das ist ein Feature, das kommerzielle Konkurrenten meist hinter separaten Enterprise-Plänen verstecken.

Open-Source und EU-Betreiber. Der Server-Code läuft unter AGPLv3 auf GitHub. Wer extreme Volumina oder volle Souveränität braucht, kann die API selbst hosten. Die Daten stehen unter CC BY 4.0 (Attribution Pflicht). Betreiber ist die OpenMeteo GmbH mit Sitz in der Schweiz; laut Anbieter laufen die Produktions-Server in Europa und Nordamerika. Wer eine garantiert reine EU-Datenhaltung braucht, klärt das vorab oder hostet selbst.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kommerziell/nicht-kommerziell ist die härteste Grenze. Ein eigenes kommerzielles SaaS-Projekt, auch wenn du selbst nur ein kleines Hobby daraus machst, darf den Free-Tier nicht nutzen. Die Definition ist streng: Abos, Werbung oder ein kommerzielles Produkt triggern die Pflicht zum Standard-Plan. Wer das umgeht, riskiert den Ausschluss. 29 €/Monat sind aber moderat, im Zweifel lieber zahlen.

Der Standard-Plan kann weniger als der kostenlose Tarif. Das ist die unintuitivste Eigenschaft der Preisstruktur: Historical Weather, Historical Forecast, Climate, Ensemble, Seasonal Forecast, Previous Model Runs, Single Runs und Satellite Radiation sind im Free-Tier freigeschaltet, im bezahlten Standard-Plan aber gesperrt und erst ab Professional wieder verfügbar. Wer sein Projekt mit historischen Daten baut und dann kommerzialisiert, macht keinen Schritt von 0 auf 29 €, sondern von 0 auf 99 €. Prüfe deshalb früh, welche Endpunkte du wirklich brauchst, sonst ist die Kalkulation um Faktor 3,4 daneben.

Die Beträge stehen nicht im Klartext auf der Preisseite. Sie liegen in einer eingebetteten Stripe-Preistabelle. Die Tarifmatrix mit den Limits ist statisch lesbar, die Preise selbst lädt erst das Widget nach. Ohne JavaScript oder im Reader-Modus siehst du also Limits ohne Preise. Für eine schnelle Budgetfreigabe ist das lästig, du musst die Seite im vollen Browser öffnen oder direkt in den Stripe-Checkout gehen.

Keine vertragliche Compliance-Schicht. Die OpenMeteo GmbH ist eine kleine Schweizer Struktur (Hauptsitz Bürglen/UR). Ein öffentlich dokumentierter Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO Art. 28 ist nicht standardmäßig vorhanden, du musst ihn über info@open-meteo.com anfragen. Für regulierte Branchen (Finanz, Gesundheit, Energie-KRITIS) ist das ein Aufwand, der bei kommerziellen Konkurrenten (z. B. Microsoft Azure Maps, AWS Location) direkt im Standardvertrag abgebildet ist.

Keine deutschsprachige Oberfläche oder Dokumentation. Die gesamte Dokumentation, das Dashboard und der Support laufen auf Englisch. Für ein Entwickler-Publikum kein Problem, für Fach-User oder Stakeholder-Reports ein Reibungspunkt.

SLA nur im Enterprise-Plan. Standard und Professional bekommen “reservierte Server” und 99,9 % Target-Uptime, aber keine vertraglich zugesicherte SLA. Wer eine echte Verfügbarkeitsgarantie mit Pönale braucht, muss in den Enterprise-Vertrag.

Fehlende Spezial-Parameter gegenüber DWD Open Data. Die rohen DWD-ICON-Daten liefern mehr Parameter (z. B. detaillierte mehrschichtige Bodenfeuchte, Strahlungskomponenten im Detail) als Open-Meteo in der API exponiert. Wer Agrar-Modelle mit echter DWD-Tiefe braucht, zieht die Rohdaten direkt vom DWD.

Attribution verpflichtend. CC BY 4.0 heißt: Jede Nutzung, auch kommerziell, muss Open-Meteo und die Quelle (z. B. DWD, ECMWF) nennen. In einer App ein kleiner Hinweis im “Über”-Screen. In Reports ein Fußnoten-Eintrag. Das wird in der Praxis oft vergessen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Rohdaten vom deutschen Wetterdienst mit maximaler Parameter-Tiefe willstDWD Open Data
Einen etablierten kommerziellen Anbieter mit fertiger Enterprise-Struktur brauchstOpenWeatherMap
Historische Daten als Hauptanwendung und saubere CSV-Exporte brauchstVisual Crossing
Hochauflösende Nowcasting-Daten und ML-basierte Mikrowetter-Prognosen willstTomorrow.io
Eine gemanagte Cloud-Wetter-API in bestehende Azure/AWS-Architektur einbinden willstAzure Maps Weather oder Tomorrow.io Enterprise

Die ehrliche Einordnung: Open-Meteo ist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn du einfach eine gute globale API brauchst. Der DWD ist fachlich tiefer (und kostenlos), aber deutlich sperriger in der Integration. OpenWeatherMap hat mehr Marketing, weniger Modell-Transparenz und ist im Enterprise deutlich teurer. Visual Crossing und Tomorrow.io sind Spezialisten, Historik bzw. Nowcasting, und dort stärker als Open-Meteo.

So steigst du ein

Schritt 1: Teste die API ohne Account. Öffne https://api.open-meteo.com/v1/forecast?latitude=52.52&longitude=13.41&hourly=temperature_2m,precipitation&forecast_days=7 im Browser. Du bekommst sofort JSON zurück. Spiel mit den Parametern im API Builder, der generiert dir die fertige URL.

Schritt 2: Entscheide dich früh zwischen best_match und expliziter Modellwahl. best_match nimmt pro Region das lokal beste Modell, einfach und gut. Explizit (z. B. models=icon_d2) brauchst du, wenn du reproduzierbare Ergebnisse oder Vergleichsmessungen willst. Für Ensemble-Forecasts ist die ensemble-api der richtige Endpunkt.

Schritt 3: Plane Attribution und Commercial-Flag von Anfang an mit. Baue einen dezenten “Wetterdaten via Open-Meteo / DWD / ECMWF”-Hinweis in Footer oder About-Screen. Wenn dein Projekt auch nur ansatzweise kommerziell ist (Abo, Werbung, Produkt), buche den Standard-Plan, bevor du live gehst. Die Upgrade-URL liefert einen API-Key, den du dann gegen die customer-api.open-meteo.com statt api.open-meteo.com richtest. Syntax und Antwortformat bleiben identisch, nur Domain und apikey-Parameter kommen dazu.

Wenn du lieber etwas Fertiges vor dir hast: In unserem Schritt-für-Schritt-Tutorial Wetter-Dashboard mit Claude und Open-Meteo baust du in rund 40 Minuten eine einzelne HTML-Datei, die dir die nächsten sieben Tage für deinen Ort anzeigt. Ohne API-Key für Open-Meteo, mit echten Zahlen aus den Modellen oben, du brauchst dafür nur einen kostenlosen Claude-Account und einen Texteditor. Das ist der schnellste Weg, ein Gefühl für die Parameter und die Antwortstruktur zu bekommen, bevor du entscheidest, ob du überhaupt einen Bezahlplan brauchst.

Ein konkretes Beispiel

Ein Obstbauer-Verbund aus dem Alten Land bei Hamburg baut mit einem lokalen Softwarehaus ein Frost-Warnsystem: Open-Meteo liefert stündliche Temperatur-, Taupunkt- und Windprognosen für 40 Betriebe, jeweils auf den nächsten Quadratkilometer (DWD ICON-D2 mit 1 km Auflösung). Eine kleine Node.js-App pollt alle 3 Stunden, berechnet Frostrisiko und schickt SMS an die Betriebsleiter, wenn in den nächsten 12 Stunden Temperaturen unter −1 °C erwartet werden. Kosten: 29 €/Monat für den Standard-Plan, weil die Nutzung kommerziell ist. Historische Daten braucht das System nicht, sonst wären es 99 €/Monat für Professional. 40 Betriebe mal 8 Abrufe pro Tag liegen bei rund 10.000 Calls im Monat, das Budget von 1 Mio. ist also selbst mit Sicherheitspuffer nie ein Thema. Die Attribution “Wetterdaten: Open-Meteo / DWD” steht im SMS-Footer und auf der Dashboard-Startseite.

Nicht sicher, ob Open-Meteo zu euch passt?

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Erstgespräch anfragen

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Betreiber OpenMeteo GmbH (Bürglen/UR, Schweiz). Laut Anbieter laufen die Produktions-Server in Europa und Nordamerika (für niedrige Latenzen in beiden Regionen). Eine garantiert ausschließliche EU-Datenhaltung ist damit nicht zugesichert, wer das braucht, klärt den konkreten Routing-/Standortfall vorab oder hostet die Open-Source-API selbst.
  • Firmensitz: OpenMeteo GmbH, Hintere Schilligmatte 6, 6463 Bürglen (UR), Schweiz (CEO Patrick Zippenfenig). Die Schweiz hat laut EU-Kommission ein angemessenes Datenschutzniveau (Angemessenheitsbeschluss), daher grundsätzlich DSGVO-konform nutzbar.
  • Datennutzung: API-Anfragen enthalten Koordinaten, aber keine Nutzer-IDs (sofern du selbst keine mitschickst). Für den Free-Tier wird kein Account geführt. Zahlungen im Abo laufen über Stripe (Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay, SOFORT, SEPA), hier entsteht eine eigene Datenverarbeitung durch Stripe. Schon der Aufruf der Preisseite lädt wegen der eingebetteten Stripe-Preistabelle Skripte von js.stripe.com, das ist für die eigene Datenschutzerklärung irrelevant, für die Bewertung des Anbieters aber ein Hinweis auf einen US-Dienstleister im Bezahlpfad.
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Nicht standardmäßig öffentlich dokumentiert. Für kommerzielle Nutzung im Enterprise-Umfeld muss der AVV über info@open-meteo.com angefragt werden.
  • Open-Source-Alternative: Wer maximale Datensouveränität braucht, kann die API unter AGPLv3 selbst hosten. Der Betreiber bietet auf Anfrage Unterstützung bei Self-Hosting.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für gewöhnliche Business-Anwendungen (kein besonderer Schutzbedarf) ist Open-Meteo DSGVO-konform nutzbar. Für regulierte Branchen (KRITIS, Gesundheit, Finanz) vor Einsatz AVV anfordern und dokumentieren.
  • Attribution: Pflicht gemäß CC BY 4.0, Open-Meteo und die Quellmodell-Betreiber (DWD, ECMWF etc.) müssen genannt werden.

Gut kombiniert mit

  • Home Assistant, native Open-Meteo-Integration für Rollladen-, Bewässerungs- und PV-Automatisierungen. Die beste Kombination für Smart-Home-Enthusiasten.
  • Grafana, historische Open-Meteo-Daten in Zeitreihen-Dashboards visualisieren. Professional-Plan liefert die Rohdaten, Grafana macht daraus Auswertungen für Agrarbetriebe oder Energieversorger.
  • n8n, Wetter-getriggerte Workflows bauen: Wenn Frostwarnung, dann SMS + Notion-Eintrag + Push-Benachrichtigung. Ohne Code, mit HTTP-Request-Node direkt gegen Open-Meteo.

Häufige Fragen zu Open-Meteo

Ist Open-Meteo wirklich kostenlos? Für nicht-kommerzielle Nutzung ja, ohne Konto und ohne API-Key. Die Grenzen liegen bei 600 Calls pro Minute, 5.000 pro Stunde, 10.000 pro Tag und 300.000 pro Monat. Eine Verfügbarkeitszusage gibt es dafür nicht. Sobald Werbung, ein Abo oder ein kommerzielles Produkt dranhängt, brauchst du einen Bezahlplan.

Was kostet Open-Meteo kommerziell? API Standard kostet 29 € pro Monat oder 319 € pro Jahr und enthält 1 Mio. Calls monatlich. API Professional kostet 99 € pro Monat oder 1.099 € pro Jahr, enthält 5 Mio. Calls und zusätzlich die Historical-, Climate-, Ensemble- und Seasonal-APIs. Enterprise ab 50 Mio. Calls gibt es nur auf Anfrage.

Brauche ich für Open-Meteo einen API-Key? Für den kostenlosen Endpunkt api.open-meteo.com nicht. Bezahlpläne bekommen einen Key für customer-api.open-meteo.com. Parameter und Antwortformat sind identisch, es ändern sich nur die Domain und der zusätzliche apikey-Parameter.

Was passiert, wenn ich mein Monatslimit überschreite? Es gibt keine Overage-Gebühren. Der Anbieter verschickt E-Mail-Warnungen bei 80, 90 und 100 Prozent des Budgets. Ein Nutzungsportal ist laut Anbieter noch in Entwicklung, bis dahin werden die Monatslimits nicht hart durchgesetzt.

Muss ich Open-Meteo nennen, wenn ich die Daten nutze? Ja. Die Daten stehen unter CC BY 4.0, Attribution ist auch bei kommerzieller Nutzung Pflicht. Nenne Open-Meteo und die Quellmodelle, also zum Beispiel DWD oder ECMWF, und weise auf Änderungen an den Daten hin.

Unser Fazit

Open-Meteo verdient 4 von 5 Sternen. Für den Preis, speziell im Free- und 29-€-Tier, gibt es keine bessere kommerzielle Wetter-API auf dem Markt. Die Kombination aus Null-Reibung-Onboarding, Modell-Ensemble, EU-Hosting und Open-Source-Code ist in der Branche einmalig. Den fünften Stern kostet die Tatsache, dass es eine kleine gemeinnützige Struktur bleibt: kein deutschsprachiger Support, kein standardmäßiger AVV, keine formale SLA außer im Enterprise-Vertrag, und die Attribution-Pflicht wird in der Praxis oft vergessen. Für Prototypen, Hobby, Forschung, Smart-Home und die meisten KMU-Anwendungen ist Open-Meteo unsere erste Empfehlung, für sicherheitskritische oder regulatorisch schwere Anwendungen bleibt der DWD oder ein großer Cloud-Anbieter die bessere Wahl.

Was wir bemerkt haben

  • 2024, Open-Meteo hat die Historical Forecast API eingeführt: nicht nur reanalysierte Wetterdaten, sondern auch archivierte Forecast-Läufe. Damit lassen sich Modellqualität und Forecast-Drift historisch auswerten, ein Feature, das kommerzielle Anbieter meist nur im Enterprise-Vertrag anbieten.
  • 2025, Der Professional-Plan wurde um die Ensemble- und Seasonal-Forecast-APIs erweitert, die vorher nur sporadisch verfügbar waren. Für Landwirtschaft und Energieversorger ist das ein Sprung in der Prognose-Tiefe.
  • Juni 2026, Bei der Reverifizierung bestätigt: Standard kostet 29 €/Monat (1 Mio. Calls), Professional 99 €/Monat (5 Mio. Calls). Wichtig zu wissen: Historical-, Climate-, Ensemble-, Seasonal- und Satellite-Radiation-APIs sind laut Preistabelle erst ab dem Professional-Plan freigeschaltet, im Standard-Plan sind sie ausgeschlossen. Der Anbieter nennt als Server-Standorte ausdrücklich “Europa und Nordamerika” (nicht nur die Schweiz und Deutschland), wer reine EU-Datenhaltung braucht, sollte das also vorab klären.
  • August 2026, Beim erneuten Preis-Check bestätigt: Die Monatspreise sind unverändert (Standard 29 €/Monat, Professional 99 €/Monat). Neu dokumentiert sind hier die Jahrestarife mit 319 € beziehungsweise 1.099 €, die gut 8 und 7 Prozent gegenüber der Monatszahlung sparen. Die Beträge stehen nicht als Text auf der Preisseite, sie liegen in der eingebetteten Stripe-Preistabelle. Re-verifiziert haben wir in diesem Durchgang nur die Preisquellen, die Feature- und Terms-Angaben stammen weiterhin vom Abruf im Juni 2026.
  • August 2026, Beim Abgleich der Tarifmatrix aufgefallen: Der kostenlose Tarif enthält die Historical-, Historical-Forecast-, Climate-, Ensemble-, Seasonal-, Previous-Model-Runs-, Single-Runs- und Satellite-Radiation-API, der bezahlte Standard-Plan nicht. Der erste Bezahlschritt nimmt dir also Funktionen weg, die du vorher gratis hattest. Das ist kein Fehler in der Tabelle, der Anbieter bestätigt es in seinen FAQ ausdrücklich.
  • August 2026, Bei der Reverifizierung nachgetragen: Open-Meteo dokumentiert in seiner FAQ, dass Monatslimits bis zum Start des Nutzungsportals nicht hart durchgesetzt werden, es gibt lediglich E-Mail-Warnungen bei 80, 90 und 100 Prozent. Verlassen sollte man sich darauf nicht, die Formulierung ist ausdrücklich als Übergangszustand markiert.
  • Allgemein, Die Firmenstruktur bleibt eine kleine Schweizer GmbH (OpenMeteo GmbH, CEO Patrick Zippenfenig). Das ist Teil des Charmes (schnell, unkompliziert, günstig), birgt aber ein Bus-Faktor-Risiko: Wer auf Open-Meteo produktiv baut, sollte den Self-Hosting-Pfad als Notfallplan im Blick behalten, der Code ist Open Source, die Daten sind CC BY, die Migration bliebe also machbar.

Quellen

  1. Open-Meteo – Preisübersicht. https://open-meteo.com/en/pricing (abgerufen am 2026-08-30). Tarifmatrix: Free/Open-Access nicht-kommerziell mit 600 Calls/Minute, 5.000/Stunde, 10.000/Tag, 300.000/Monat und ohne Uptime-Zusage; API Standard 1 Mio. Calls/Monat, sonst unbegrenzt; API Professional 5 Mio. Calls/Monat; API Enterprise über 50 Mio. Calls/Monat mit Custom Solutions und Priority Support. Satellite-Radiation-, Climate-, Seasonal-, Ensemble-, Historical-Weather-, Historical-Forecast-, Previous-Model-Runs- und Single-Runs-API sind im Free-Tier enthalten, im Standard-Plan ausgeschlossen und ab Professional wieder verfügbar. Bezahlpläne laufen auf reservierten Servern mit 99,9 % Uptime-Ziel, Server in Europa und Nordamerika. Zahlung über Stripe (Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay, SOFORT, SEPA), PDF-Rechnung je Abrechnungszeitraum, keine Overage-Gebühren. Monatslimits werden bis zum Start des Nutzungsportals nicht hart durchgesetzt, E-Mail-Warnungen bei 80, 90 und 100 Prozent. Ein Call zählt anteilig: über 10 Variablen oder mehr als 2 Wochen Zeitraum je Standort zählen mehrfach. Code AGPLv3, Daten CC BY 4.0..
  2. Open-Meteo – Stripe-Preistabelle auf der Preisseite. https://open-meteo.com/en/pricing#plans (abgerufen am 2026-08-30). Beträge aus der auf der Preisseite eingebetteten Stripe-Preistabelle (prctbl_1MJg0iLNZMSyEuRUvpoeTHOb): API Standard 29,00 EUR/Monat oder 319,00 EUR/Jahr, API Professional 99,00 EUR/Monat oder 1.099,00 EUR/Jahr, API Enterprise als Kontaktposition mit 50 Mio. Calls/Monat, 3 API-Keys und 3 Supportstunden/Monat. Die Beträge stehen nicht als Text auf der Seite, sie werden vom Stripe-Widget geladen..
  3. Open-Meteo – Features. https://open-meteo.com/en/features (abgerufen am 2026-06-14). Modelle von 15+ nationalen Wetterdiensten (ECMWF, DWD, NOAA, Météo-France, JMA, KMA, KNMI, DMI, MeteoSwiss, UK Met Office, BOM, CMA, GeoSphere Austria). Auflösung 1-2 km regional, 9-11 km global. Reanalyse zurück bis 1940..
  4. Open-Meteo – Terms & Privacy. https://open-meteo.com/en/terms (abgerufen am 2026-06-14). Betreiber OpenMeteo GmbH, Hintere Schilligmatte 6, 6463 Bürglen (UR), Schweiz, CEO Patrick Zippenfenig. Daten unter CC BY 4.0..

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