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NAVTOR Digital Logbook

NAVTOR AS

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NAVTOR Digital Logbook ist ein web-basiertes, offline-fähiges Bordlogbuch-System, das Papierlogbücher an Bord von Handelsschiffen ablöst. Es deckt das Öltagebuch (ORB Teil I + II), Mülltagebuch, Ballastwasser- und weitere MARPOL-Logbücher klassen- und flaggenstaatlich zugelassen ab. Seit November 2024 ist es über eine Integration mit Danelec (Danelec Collect / Vessel Remote Server) in der Lage, Logbucheinträge automatisch aus Bord-Sensordaten zu befüllen, der Schritt von der digitalen Maske zur echten Datenautomatisierung.

Kosten: Preise auf Anfrage; modulares Abonnement je nach aktivierten Logbuchtypen und Flottengröße

Kategorien

Stärken

  • Klassen- und flaggenstaatlich zugelassen; konform zu MEPC.312(74) und IMO-Richtlinien
  • Danelec-Integration (Navbox-API ab Version 2.4): automatisches Befüllen aus Bord-Sensordaten
  • Deckt ORB Teil I + II, Müll-, Ballastwasser-, Annex-VI- und weitere Logbücher modular ab
  • Validierungen und Echtzeit-Alerts verhindern fehlerhafte Einträge (z. B. im Öltagebuch)
  • Offline-Betrieb an Bord, automatische Synchronisation mit dem Office-/NavFleet-Modul an Land
  • eIDAS-konforme elektronische Signaturen, manipulationssicher und remote auditierbar
  • Mobile App (Android/iOS) mit Speech-to-text für freihändiges Erfassen

Einschränkungen

  • Automatische Sensordaten-Befüllung setzt Danelec-Hardware (Collect/VRS) oder ein kompatibles Datenerfassungssystem voraus
  • Kein öffentliches Pricing, verbindliche Angebotsanfrage zwingend erforderlich
  • Flaggenstaat-Abnahme muss je Schiff und Flagge gesondert eingeholt werden
  • Kein deutschsprachiger Support und keine deutsche Oberfläche, Bedienung auf Englisch
  • Sehr enges Einsatzgebiet (kommerzielle Seeschifffahrt), nichts für Landbetriebe

Passt gut zu

Reedereien, die Papierlogbücher MARPOL-konform digital ablösen wollen Flotten mit Danelec-Hardware, die manuelle Öltagebuch-Einträge automatisieren wollen Fleet-Manager, die den Compliance-Status aller Schiffe zentral überwachen wollen

Kurzfazit

NAVTOR Digital Logbook ist eines der wenigen digitalen Bordlogbücher, das den Sprung von der reinen Bildschirm-Maske zur echten Datenautomatisierung wirklich vollzogen hat. Wo die meisten E-Logbücher das Papier nur durch ein digitales Formular ersetzen, kann NAVTOR seit der Danelec-Integration (November 2024) Logbucheinträge automatisch aus Bord-Sensordaten befüllen, besonders relevant für das fehleranfällige Öltagebuch (Oil Record Book). Das System ist klassen- und flaggenstaatlich zugelassen, deckt alle wichtigen MARPOL-Logbücher modular ab und läuft offline an Bord. Schwächen liegen weniger in der Technik als in der Beschaffung: kein öffentliches Pricing, kein deutschsprachiger Support, und das automatische Befüllen funktioniert nur mit Danelec-Hardware an Bord. Für eine Reederei, die Compliance digitalisieren und Verwaltungsaufwand senken will, ist es trotzdem eine der stärksten Optionen am Markt.

Für wen ist NAVTOR Digital Logbook?

Reedereien und Schiffsbetreiber: Wer Papierlogbücher an Bord seiner Handelsschiffe MARPOL-konform ablösen will, bekommt hier ein klassen- und flaggenstaatlich zugelassenes System, das ORB Teil I + II, Müll-, Ballastwasser- und Annex-VI-Logbücher abdeckt. Der Hauptnutzen: weniger Verwaltungsaufwand für die Crew, weniger Fehler bei Inspektionen, kein Versand und keine Archivierung von Papier.

Technische Inspektoren und DPAs (Designated Person Ashore): Das Office-Modul und die Anbindung an NavFleet geben einen nahezu echtzeitnahen Blick auf alle Logbucheinträge der gesamten Flotte. Statt erst beim Hafenbesuch das Papierlogbuch zu sehen, lässt sich Compliance remote prüfen, inklusive Audit-Trail und manipulationssicherer Signaturen.

Flotten mit Danelec-Hardware: Hier entfaltet das System seinen größten Hebel. Wer Danelec Collect bzw. den Vessel Remote Server (VRS) bereits installiert hat oder nachrüstet, kann Logbucheinträge automatisch aus Sensordaten befüllen lassen. Das senkt den manuellen Aufwand für die Leitenden Ingenieure spürbar, gerade beim aufwendigen Öltagebuch.

Leitende Ingenieure an Bord: Validierungen, Standardwerte und Echtzeit-Alerts fangen typische Fehler ab, bevor sie zum Befund werden. Die mobile App mit Speech-to-text erlaubt das Erfassen von Maschinen- und Deckseinträgen direkt am Ort des Geschehens, ohne erst an den Bord-PC zurückzukehren.

Weniger geeignet für: Betreiber kleiner Schiffe ohne MARPOL-Pflicht, Binnenschifffahrt mit abweichenden Vorgaben, Reedereien, die zwingend deutschsprachigen Support und eine deutsche Oberfläche brauchen, und alle, die ein sofort kalkulierbares Festpreis-Produkt suchen, hier braucht es immer eine Angebotsanfrage.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
Basis-AboAuf AnfrageWeb-basiertes Logbuch mit frei wählbaren Logbuchtypen (modular), Bord- und Office-Modul, Offline-Betrieb, eIDAS-Signaturen
Erweiterte Logbuch-ModuleAufpreis je ModulZusätzliche Logbücher (z. B. ODS Record Book, Fuel Oil Changeover, Engine Parameters, NOx Technical Code) nach Bedarf zubuchbar
Danelec-IntegrationSetzt Danelec-Hardware vorausAutomatisches Befüllen aus Bord-Sensordaten via Danelec Collect / VRS und Navbox-API ab Version 2.4
NavFleet-AnbindungIm NAVTOR-ÖkosystemFlottenweites Monitoring, Analysen und Remote-Audits über das integrierte NavFleet-Portal

Einordnung: NAVTOR veröffentlicht keine Listenpreise, das ist im maritimen B2B-Markt üblich, macht eine schnelle Kostenschätzung aber unmöglich. Der Preis hängt von der Flottengröße, der Anzahl aktivierter Logbuchtypen und davon ab, ob die Danelec-Integration und NavFleet mitgebucht werden. Wer ohnehin NAVTOR-Produkte wie NavStation oder NavBox einsetzt, bekommt das Logbuch als integrierten Baustein und kann auf bestehende Hardware aufsetzen, das senkt die Einstiegshürde deutlich. Reedereien sollten in die Angebotsanfrage konkrete Zahlen mitbringen: Schiffsanzahl, Flaggen, benötigte Logbuchtypen und ob Danelec-Hardware vorhanden ist. Ohne diese Angaben lässt sich kein belastbares Angebot erstellen.

Stärken im Detail

Datenautomatisierung statt digitalem Formular. Der eigentliche Unterschied zu vielen Wettbewerbern: NAVTOR ersetzt das Papier nicht nur durch eine Maske, sondern kann Einträge seit November 2024 aus echten Bord-Sensordaten befüllen. Über die Integration mit Danelec Collect und dem Vessel Remote Server (VRS), angebunden über die Navbox-API ab Version 2.4, werden Logbucheinträge automatisch vorbereitet. Das ist gerade für das Öltagebuch (Oil Record Book) relevant, dessen manuelle Befüllung als besonders fehleranfällig und zeitaufwendig gilt.

Echte Zulassung, nicht nur Behauptung. Alle Logbücher sind klassen- und flaggenstaatlich zugelassen und konform zu MEPC.312(74) sowie den einschlägigen IMO-Richtlinien. Die Syntax orientiert sich an MARPOL- und Intertanko-Formaten. Das ist im Compliance-Kontext kein nettes Extra, sondern die Grundvoraussetzung dafür, dass ein digitales Logbuch das Papierlogbuch überhaupt offiziell ablösen darf.

Validierungen und Alerts verhindern Befunde. Standardwerte, Pflichtfeld-Prüfungen und Echtzeit-Alerts fangen typische Eingabefehler ab, bevor sie bei einer Hafenstaatkontrolle (Port State Control) zum Problem werden. Gerade beim Öltagebuch, wo formale Fehler regelmäßig zu Beanstandungen führen, ist diese eingebaute Plausibilitätsprüfung ein handfester Vorteil.

Offline an Bord, synchron an Land. Die Bordanwendung läuft vollständig offline, kritisch, weil Schiffe nicht durchgehend online sind. Sobald Verbindung besteht, synchronisiert das Office-Modul die Einträge an Land. Über die NavFleet-Integration sehen Inspektoren und DPAs den Compliance-Status nahezu in Echtzeit, statt auf den nächsten Hafenbesuch warten zu müssen.

Manipulationssicher und remote auditierbar. Einträge werden digital gespeichert und mit eIDAS-konformen elektronischen Signaturen versehen, der Zugriff ist rollenbasiert. Das macht die Logbücher fälschungssicher und erlaubt Remote-Audits, ohne dass jemand physisch an Bord sein muss, ein echter Effizienzgewinn für die Flottenüberwachung.

Mobil und freihändig erfassen. Eine App für Android und iOS erlaubt es der Crew, Decks- und Maschineneinträge direkt vom Smartphone oder Tablet zu machen. Die Speech-to-text-Funktion ermöglicht freihändiges Loggen, praktisch im Maschinenraum oder auf der Brücke, wo Tippen umständlich ist. GPS/AIS-Integration ergänzt Positionsdaten automatisch.

Schwächen ehrlich betrachtet

Das Killer-Feature hängt an fremder Hardware. Die automatische Sensordaten-Befüllung, der eigentliche Grund, NAVTOR gegenüber günstigeren E-Logbüchern zu bevorzugen, funktioniert nur mit Danelec Collect bzw. VRS an Bord oder einem kompatiblen Datenerfassungssystem. Wer diese Hardware nicht hat, bekommt ein gutes digitales Formular, aber nicht die beworbene Automatisierung. Die Nachrüstung kostet zusätzlich und muss separat kalkuliert werden.

Kein öffentliches Pricing. NAVTOR nennt keine Preise. Das ist branchenüblich, erschwert aber jeden Vorab-Vergleich und jede schnelle Budgetabschätzung. Reedereien müssen für jede Entscheidung in einen Vertriebsprozess einsteigen, statt online vergleichen zu können.

Flaggenstaat-Abnahme ist Eigenleistung. Das System ist grundsätzlich zugelassen, aber die konkrete Abnahme durch den jeweiligen Flaggenstaat muss je Schiff und Flagge separat eingeholt werden. Das ist kein NAVTOR-spezifischer Mangel, sondern liegt in der Natur maritimer Regulierung, kostet aber Zeit und sollte in die Projektplanung einkalkuliert werden.

Kein deutscher Support, keine deutsche Oberfläche. NAVTOR ist ein norwegisches Unternehmen mit internationalem, englischsprachigem Support. Eine deutsche Bedienoberfläche gibt es nicht. Für deutsche Crews, die auf See ohnehin überwiegend auf Englisch arbeiten, ist das in der Praxis selten ein Hindernis, für die Einkaufs- und Compliance-Abteilung an Land kann es aber relevant sein.

Sehr enges Einsatzgebiet. Das Produkt ist ausschließlich für die kommerzielle Seeschifffahrt gebaut. Außerhalb dieses Kontexts, Binnenschifffahrt, Yachten ohne MARPOL-Pflicht, Landbetriebe, gibt es schlicht keinen Anwendungsfall. Das ist keine Schwäche im engeren Sinn, aber es schränkt den Adressatenkreis stark ein.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Recherche mit nachprüfbaren Quellen brauchstPerplexity
Lange Compliance-Dokumente oder Verträge analysieren willstClaude

Im maritimen E-Logbuch-Markt gibt es etablierte Wettbewerber, die wir bislang nicht eigenständig bewertet haben, etwa StormGeo (Smart Logs), Kongsberg / Vessel Insight, DNV mit eigenen Compliance-Tools sowie spezialisierte Anbieter wie Prevention at Sea oder Tritec Marine. Für DSGVO-sensible Dokumentenanalyse an Land und allgemeine Recherche rund um Regularien sind universelle KI-Werkzeuge wie Claude und Perplexity sinnvolle Begleiter, sie ersetzen das zugelassene Bordlogbuch nicht, helfen aber bei Vorschriften-Recherche und Auswertung. NAVTORs Alleinstellungsmerkmal bleibt die Sensordaten-Automatisierung über Danelec, wer genau das sucht, hat aktuell nur wenige vergleichbare Optionen.

So steigst du ein

Schritt 1: NAVTOR-Vertrieb für ein Logbook-Assessment kontaktieren. Bring konkrete Zahlen mit: Schiffsanzahl, Flaggenstaaten, benötigte Logbuchtypen (ORB Teil I + II, Mülltagebuch, Ballastwasser, Annex-VI-Logbücher) und ob bereits Danelec-Hardware an Bord ist. Ohne diese Angaben lässt sich kein belastbares Angebot erstellen.

Schritt 2: Bordinstallation des NAVTOR-Logbook-Clients (Navbox-kompatibel) und Einrichtung des Office-Moduls an Land. Falls Danelec Collect bzw. VRS vorhanden oder geplant ist, die API-Integration ab Version 2.4 aktivieren, damit Sensordaten automatisch in die Logbuchmasken fließen. Rollen und Signaturberechtigungen festlegen.

Schritt 3: Pilotschiff für vier bis sechs Wochen im Parallelbetrieb (digital + Papier) fahren. In dieser Phase die Flaggenstaat-Abnahme beantragen und die automatischen Einträge gegen die manuellen Werte abgleichen. Erst nach erfolgreicher Abnahme das Papierlogbuch offiziell ablösen und schrittweise auf die restliche Flotte ausrollen.

Ein konkretes Beispiel

Eine Reederei mit acht Tankern rüstet schrittweise auf NAVTOR Digital Logbook um. Auf drei Schiffen, die bereits Danelec-Hardware an Bord haben, werden relevante Maschinenraum-Daten, etwa rund um den Öl-Wasser-Separator und die Bilgenentsorgung, über den Vessel Remote Server erfasst und automatisch als vorbereitete Öltagebuch-Einträge in die Logbuchmaske übertragen. Der Leitende Ingenieur prüft den vorbereiteten Eintrag, ergänzt die korrekten MARPOL-Codes und die Zeugenunterschrift und gibt ihn per eIDAS-Signatur frei. Was früher rund 60 Minuten konzentrierte Tipparbeit pro Vorgang bedeutete, ist nun in unter zehn Minuten erledigt, und die Validierungen fangen formale Fehler ab, bevor sie zum Befund werden. Die restlichen fünf Schiffe ohne Danelec-Hardware nutzen das strukturierte digitale Formular mit Validierungen und Alerts, profitieren aber noch nicht von der Automatisierung. Die Flottenleitung sieht alle Einträge nahezu in Echtzeit im Office-Modul und kann Hafenstaatkontrollen entspannter entgegensehen, weil der Compliance-Status jederzeit remote einsehbar ist.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: NAVTOR AS ist ein norwegisches Unternehmen mit Sitz in Egersund, Norwegen (EWR). Die Datenverarbeitung erfolgt im europäischen Rechtsraum, ein Vorteil gegenüber US-basierten SaaS-Lösungen. Die genaue Hosting-Region sollte vertraglich bestätigt werden.
  • Datenart: Logbuchdaten sind primär betriebliche Schiffs- und Maschinendaten. Personenbezug entsteht vor allem über Crew-Namen, Signaturen und Zugriffsrollen, diese unterliegen der DSGVO.
  • Manipulationssicherheit: Einträge sind manipulationssicher gespeichert, mit eIDAS-konformen elektronischen Signaturen versehen und der Zugriff ist rollenbasiert geregelt. Das stützt sowohl Compliance- als auch Datenschutzanforderungen.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Für die Verarbeitung personenbezogener Crew-Daten sollte ein AVV mit NAVTOR abgeschlossen werden. Da kein Standard-Selfservice existiert, ist das Teil der Vertragsverhandlung.
  • Empfehlung für Unternehmen: Die EWR-Ansiedlung ist ein Pluspunkt. Reedereien sollten dennoch die Datenflüsse zwischen Bord, Office-Modul und NavFleet sauber dokumentieren und im Rahmen der Vertragsgestaltung Hosting-Region, AVV und Aufbewahrungsfristen explizit festhalten.

Gut kombiniert mit

  • Danelec Collect / Vessel Remote Server (VRS), die Hardware-Grundlage für das automatische Befüllen der Logbücher aus Sensordaten. Ohne sie bleibt NAVTOR ein digitales Formular; mit ihr wird daraus echte Datenautomatisierung. Wer den vollen Nutzen will, plant beide zusammen.
  • NAVTOR NavFleet / NavStation, das übrige NAVTOR-Ökosystem für Routenplanung, Flotten-Monitoring und Performance. Das Logbuch ist als integrierter Baustein konzipiert; in Kombination entsteht ein durchgehender Daten- und Compliance-Workflow von der Brücke bis ins Office an Land.
  • Claude, für die Auswertung und Recherche an Land: Vorschriftentexte, Inspektionsberichte oder Auditprotokolle lassen sich mit Claude zusammenfassen und auf offene Punkte prüfen. Das ersetzt kein zugelassenes Logbuch, beschleunigt aber die Vorbereitung und Nachbereitung von Audits.

Unser Testurteil

NAVTOR Digital Logbook verdient 4 von 5 Sternen. Es ist eines der wenigen E-Logbücher, das die Automatisierung ernst nimmt: Mit der Danelec-Integration werden Logbucheinträge nicht nur digital erfasst, sondern aus echten Bord-Sensordaten vorbereitet, ein realer Produktivitäts- und Compliance-Gewinn, besonders beim fehleranfälligen Öltagebuch. Zulassung, Validierungen, eIDAS-Signaturen, Offline-Fähigkeit und EWR-Ansiedlung sind solide und durchdacht. Den fünften Stern kostet es vor allem die Beschaffungs- und Reichweiten-Realität: Das Killer-Feature hängt an Danelec-Hardware, es gibt kein öffentliches Pricing, keinen deutschsprachigen Support und keine deutsche Oberfläche. Für Reedereien, die Compliance digitalisieren und manuellen Aufwand senken wollen, und die idealerweise bereits im NAVTOR- oder Danelec-Ökosystem stehen, ist es eine der überzeugendsten Optionen am Markt.

Was wir bemerkt haben

  • 15. November 2024, NAVTOR und Danelec haben die Integration ihrer Systeme angekündigt: Danelec Collect und der Vessel Remote Server (VRS) befüllen NAVTORs Digital Logbooks automatisch mit Bord-Daten. Technisch realisiert über die Navbox-API ab Version 2.4. Das ist der eigentliche Sprung vom digitalen Formular zur Datenautomatisierung und der Hauptgrund, das Produkt überhaupt gegenüber einfacheren E-Logbüchern zu bevorzugen.
  • Faktenkorrektur, In früheren Beschreibungen kursiert die Zahl „über 18.000 Schiffe” für das Digital Logbook. Die offizielle NAVTOR-Produktseite spricht jedoch von „1.000+ vessels worldwide” speziell für das Logbuch. Die 18.000er-Zahl bezieht sich auf NAVTORs Gesamtflotte (u. a. ENC-/NavBox-Installationen), nicht auf das Logbuch. Wir haben diese Angabe entsprechend korrigiert.
  • Einordnung „erste ORB-Automatisierung”, Die Danelec-Pressemitteilung beschreibt die automatische Befüllung von Logbucheinträgen, ohne sie ausdrücklich als „erste produktionsreife ORB-Automatisierung” zu bezeichnen. Wir formulieren die Stärke daher als bemerkenswerte, aber nicht offiziell als „Branchen-Erste” belegte Automatisierung.
  • 2024–2026, Die mobile App (Android/iOS) mit Speech-to-text und die NavFleet-Anbindung zeigen die Stoßrichtung: NAVTOR positioniert das Logbuch konsequent als Datenquelle im Flotten-Ökosystem, nicht als isoliertes Compliance-Tool. Die Roadmap nennt ausdrücklich mehr Automatisierung, Mobilität und Intelligenz.

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