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Multiplye

MULTIPLYE UG (haftungsbeschränkt)

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Tool öffnen

Deutschsprachige KI-Plattform, die für KMU eine CO₂-Bilanz nach GHG-Protokoll und die kritischen VSME-Klimamodule weitgehend automatisch aus Bankdaten (PSD2) oder Buchhaltungsexporten erstellt. Statt Excel-Listen und Beratungsprojekt: Konto verbinden, KI kategorisiert die Transaktionen über Exiobase-Emissionsfaktoren, Bericht steht. Made in Germany, Server in Frankfurt, ISO-27001-zertifiziert.

Kosten: Trial 7 Tage kostenlos (keine Kreditkarte), Premium 999 €/Jahr (statt 1.388 €) bzw. 99 €/Monat monatlich kündbar; zusätzlich kostenloser CO₂-Schnellrechner auf der Website

Kategorien

Stärken

  • Automatische CO₂-Bilanz direkt aus Banktransaktionen über die PSD2-Schnittstelle (nur Lesezugriff), kein manuelles Beleg-Erfassen
  • VSME-Module B3 (Energie & Emissionen) und C3 (Klimaziele) vorgefertigt, die zeitaufwändigsten Teile des KMU-Berichts
  • Exiobase-Emissionsfaktoren mit 200+ Produktkategorien statt pauschaler Branchendurchschnitte
  • Deutsche Server (Rechenzentrum Frankfurt), ISO 27001, TLS 1.3 + AES-256, deutschsprachiger Support
  • Kostenloser CO₂-Schnellrechner und 7-Tage-Trial ohne Kreditkarte als niedrigschwelliger Einstieg
  • Deutlich günstiger als ein Beratungsmandat (15.000–50.000 €) für die wiederkehrende Pflichtbilanz

Einschränkungen

  • Scope 3 wird nur abgedeckt, soweit Ausgaben über das Geschäftskonto laufen, Pflanzenmaterial, Subunternehmer, Fuhrpark-Spezifika bleiben Schätzwerte oder Handarbeit
  • Transaktionsbasierte Methode (Ausgaben × Emissionsfaktor) ist gröber als aktivitätsbasierte Erfassung mit Primärdaten, präzise nur, wo direkte Verbrauchsdaten vorliegen
  • VSME deckt nur die Klimamodule ab; soziale und Governance-Module (B8–B11, C5–C9) musst du selbst dokumentieren
  • Kein öffentlich nachweisbares Audit-Testat für CSRD-Prüfverfahren, 'audit-sicher' meint Nachvollziehbarkeit, nicht Zertifizierung
  • Junges, kleines Unternehmen (UG) ohne große Referenzbasis, Anbieterstabilität schwerer einzuschätzen als bei etablierten Plattformen

Passt gut zu

KMU mit 5–250 Mitarbeitenden ohne eigene Nachhaltigkeitsabteilung Betriebe mit VSME- oder CSRD-Berichtspflicht, die jährlich eine belastbare CO₂-Bilanz brauchen Unternehmen, die für Banken, Kunden oder Ausschreibungen schnell prüffähige Klimadaten benötigen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du brauchst regelmäßig eine CO₂-Bilanz nach GHG-Protokoll, hast aber kein ESG-Team
  • Deine Ausgaben laufen überwiegend digital über ein Geschäftskonto oder DATEV/Lexware
  • Du musst die VSME-Klimamodule erfüllen und willst den teuersten Teil automatisieren
  • Du willst EU-/deutsches Hosting statt einer US-Plattform

Wann nein

  • Du hast weniger als 5 Mitarbeitende, dann reicht der kostenlose CO₂-Rechner
  • Du brauchst nur einmalig eine Bilanz, dann ist ein externer Berater oft günstiger
  • Du betreibst eine produktnahe Scope-3-Bilanzierung mit Primärdaten (LCA, Lieferantenketten)
  • Du hast über 1.000 Mitarbeitende oder Konzernstruktur, dafür ist die Plattform nicht ausgelegt

Kurzfazit

Multiplye ist der pragmatische Weg, wie ein kleines oder mittleres Unternehmen ohne Nachhaltigkeitsabteilung zu einer CO₂-Bilanz und den VSME-Klimamodulen kommt, ohne ein Beratungsprojekt für 15.000 bis 50.000 € zu starten. Der Clou: Die KI zieht die Daten direkt aus deinen Banktransaktionen (PSD2) oder einem DATEV-/Lexware-Export und rechnet jede Ausgabe über die wissenschaftliche Exiobase-Datenbank in CO₂-Äquivalente um. Das ist clever, schnell und mit deutschem Hosting (Server in Frankfurt, ISO 27001) auch DSGVO-sauber. Die Kehrseite: Eine ausgabenbasierte Bilanz ist methodisch gröber als eine aktivitätsbasierte Erfassung mit Primärdaten, und Scope 3 ist nur so vollständig, wie deine Belege durchs Geschäftskonto laufen. Für die jährliche Pflichtbilanz eines typischen KMU ein gutes Werkzeug, für tiefe Produkt- oder Lieferketten-Bilanzen die falsche Adresse.

Für wen ist Multiplye?

Geschäftsführer ohne ESG-Team: Wenn du eine prüffähige CO₂-Bilanz für Kreditgespräche, Ausschreibungen oder Kundenanfragen brauchst, aber niemanden hast, der wochenlang Excel-Listen pflegt, ist Multiplye genau dafür gebaut. Konto verbinden, KI rechnet, Bericht steht, die Plattform positioniert sich offen als Alternative zum Beratungsmandat.

KMU mit VSME-Pflicht: Der freiwillige VSME-Standard (Voluntary Standard for SMEs) wird für viele Mittelständler zur faktischen Pflicht, sobald Banken oder große Kunden ihn als Teil ihrer eigenen CSRD-Berichterstattung verlangen. Multiplye automatisiert die beiden aufwändigsten Module, B3 (Energie und Treibhausgasemissionen) und C3 (Klimaziele und Dekarbonisierungspläne).

Nachhaltigkeitsmanager in kleineren Betrieben: Wer die ESG-Verantwortung neben anderen Aufgaben trägt, spart sich das Copy-Paste aus zig Quellen. Scope 1 bis 3 (soweit über Transaktionen abbildbar), Klimarisiko-Insights und exportfertige Daten für CSRD/VSME laufen aus einem System.

Betriebe mit digitaler Buchhaltung: Der Hebel ist am größten, wenn deine Ausgaben ohnehin sauber über ein Geschäftskonto oder DATEV/Lexware laufen. Dann ist die Datengrundlage vollständig, und die automatische Kategorisierung trifft den größten Teil deiner Emissionen.

Weniger geeignet für: Kleinstbetriebe unter 5 Mitarbeitenden (für die reicht der kostenlose Rechner), Unternehmen mit einmaligem Bilanzbedarf (Berater oft günstiger), produktnahe Bilanzierer, die eine echte Ökobilanz (LCA) mit Primärdaten brauchen, und große Organisationen über 1.000 Mitarbeitende oder mit Konzernstruktur.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
CO₂-Schnellrechner0 €Erster Richtwert für Scope 1+2 ohne Registrierung, Orientierung, keine belastbare Bilanz
Trial0 €, 7 Tage (keine Kreditkarte)Automatische CO₂-Bilanz aus Bankdaten (PSD2) oder CSV, alle 3 Scopes soweit in Transaktionen abbildbar, Exiobase-Faktoren, unbegrenzte Kontoverbindungen, BBB-Kompensation, Support per Mail/Chat (48 h)
Premium999 €/Jahr (statt 1.388 €) bzw. 99 €/MonatZusätzlich: historische Bilanzen (KI erstellt Vorjahre), audit-sichere Dokumentation für Wirtschaftsprüfer, VSME-Module B3 & C3, Emissionsquellen-Heatmap, 45-Min-Onboarding-Call, priorisierter Support (<24 h, auch Telefon)

Einordnung: Die Preisdarstellung ist nicht ganz konsistent, die Startseite wirbt mit „ab 199 €/Monat”, die Preisseite zeigt Premium für 999 €/Jahr (rund 83 €/Monat bei Jahreszahlung) oder 99 €/Monat bei monatlicher Zahlung, und im Kostenvergleich taucht zusätzlich die Zahl „1.999 €” auf. Verbindlich ist die Preisseite. Premium für rund 1.000 € im Jahr ist der relevante Plan, denn nur er enthält die VSME-Module und die audit-sichere Dokumentation, und genau die sind der eigentliche Grund, das Tool einzusetzen. Der Trial ist ein echter 7-Tage-Test ohne Karte und gut geeignet, um zu prüfen, ob deine Bankanbindung sauber durchläuft. Gegen ein Beratungsmandat (laut Anbieter 15.000–50.000 € pro Zyklus) ist der Preis konkurrenzlos, vorausgesetzt, die transaktionsbasierte Methode reicht für deinen Zweck.

Stärken im Detail

Datenerfassung aus dem Bankkonto ist der eigentliche Trick. Statt 200 Belege manuell in Emissionskategorien einzutragen, verbindest du dein Geschäftskonto über die PSD2-Schnittstelle (denselben Standard wie beim Online-Banking, reiner Lesezugriff, kein Überweisen möglich). Die KI rechnet jede Ausgabe automatisch in CO₂-Äquivalente um. Das ist der Unterschied zwischen einem Nachmittag und mehreren Wochen, und für Betriebe ohne ESG-Personal der entscheidende Hebel.

VSME-Klimamodule sind fertig vorgebaut. B3 (Energie und Treibhausgasemissionen über alle drei Scopes) und C3 (Klimaziele und Dekarbonisierungspläne) gelten als die zeitaufwändigsten Teile eines VSME-Berichts. Multiplye erzeugt sie automatisch aus den erfassten Daten. Die sozialen und Governance-Module musst du selbst beisteuern, aber die Klimadaten, also der komplexeste Block, sind erledigt.

Exiobase statt Branchenpauschale. Die Emissionsfaktoren stammen aus Exiobase, einer wissenschaftlichen Datenbank mit über 200 Produktkategorien. Das ist deutlich feiner als grobe Branchendurchschnitte und macht die transaktionsbasierte Rechnung belastbarer, als man es einer „Konto-verbinden”-Lösung zunächst zutrauen würde. Wo direkte Verbrauchsdaten vorliegen (etwa Stromrechnungen), nutzt die Plattform diese als Primärquelle.

Made in Germany mit deutschem Hosting. Die Daten liegen ausschließlich auf deutschen Servern in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Frankfurt, verschlüsselt mit TLS 1.3 (Übertragung) und AES-256 (Speicherung). Für ein Tool, das die Banktransaktionen eines Unternehmens verarbeitet, ist das genau das richtige Setup, und ein klarer Vorteil gegenüber US-Plattformen im selben Markt.

Niedrige Einstiegsschwelle. Der kostenlose CO₂-Schnellrechner liefert ohne Registrierung einen ersten Richtwert, der 7-Tage-Trial verlangt keine Kreditkarte. Du kannst also vollständig risikofrei prüfen, ob die Bankanbindung bei deiner Bank funktioniert und ob die Ergebnisqualität für deinen Zweck reicht, bevor du zahlst.

Mehrere Konten und historische Bilanzen. Du kannst beliebig viele Geschäftskonten auch verschiedener Banken verbinden; die Plattform konsolidiert automatisch. Premium-Kunden lassen die KI zusätzlich Vorjahres-Bilanzen aus historischen Transaktionsdaten erstellen, praktisch für VSME-Trendanalysen, die Vorjahresvergleiche verlangen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Transaktionsbasiert heißt: nur so gut wie die Belege. Die Methode rechnet Ausgaben × Emissionsfaktor. Das ist schnell und für viele KMU ausreichend, aber methodisch gröber als eine aktivitätsbasierte Erfassung (z. B. tatsächlich verbrauchte Kilowattstunden, gefahrene Kilometer, gekaufte Materialmengen). Wo du keine digitalen Belege oder direkten Verbrauchsdaten hast, fehlt die Emission schlicht. Barzahlungen und Ausgaben über Privatkonten musst du manuell nachtragen.

Scope 3 bleibt lückenhaft. Multiplye deckt Scope 3 nur ab, soweit die Ausgaben über das Geschäftskonto laufen, also überwiegend eingekaufte Waren und Dienstleistungen. Spezifischere Scope-3-Kategorien wie Subunternehmer-Emissionen, Pflanzen- oder Baumaterial mit eigenem Footprint, Logistik Dritter oder Produktnutzung kommen nicht automatisch vollständig durch. Für eine ernsthafte Lieferketten- oder Produktbilanz ist das Tool nicht gedacht.

„Audit-sicher” ist nicht „auditiert”. Premium liefert eine nachvollziehbare Dokumentation aller verwendeten Emissionsfaktoren nach GHG-Protokoll, das hilft dem Wirtschaftsprüfer. Ein öffentlich nachweisbares Testat oder eine Zertifizierung der Methodik durch eine unabhängige Prüfstelle ist das aber nicht. Wer eine CSRD-prüfungsfeste Bilanz mit externer Assurance braucht, sollte das mit seinem Prüfer vorab klären.

VSME nur zur Hälfte. Die Plattform erfüllt die Klimamodule B3 und C3. Die sozialen und Governance-Module des VSME-Standards (B8–B11, C5–C9) musst du selbst aus deinen HR- und Verwaltungssystemen dokumentieren. Das ist transparent kommuniziert, aber wer einen vollständigen VSME-Bericht „auf Knopfdruck” erwartet, sollte die Erwartung korrigieren.

Junges, kleines Unternehmen. Hinter Multiplye steht eine UG (haftungsbeschränkt), eine kleine Rechtsform mit entsprechend dünner Kapitaldecke und (öffentlich sichtbar) ohne große Referenzkundenbasis. Das Produkt wirkt durchdacht, aber die Anbieterstabilität ist schwerer einzuschätzen als bei etablierten ESG-Plattformen. Für ein Tool, das deine wiederkehrende Pflichtbilanz tragen soll, ist das ein Faktor, den du im Hinterkopf behalten solltest.

Preiskommunikation uneinheitlich. „ab 199 €/Monat” auf der Startseite, 999 €/Jahr bzw. 99 €/Monat auf der Preisseite, „1.999 €” im Kostenvergleich, die Zahlen widersprechen sich. Das ist kein Beinbruch, aber bei einem Tool, dessen Versprechen Transparenz und Nachvollziehbarkeit ist, irritiert es. Vor Abschluss den tatsächlichen Preis bestätigen lassen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine kostenlose Erstbilanz ohne Software-Budget brauchst
Als Fertigungs-Mittelständler CSRD-/ESRS-tief bilanzieren willst
Den vollständigen VSME- und CSRD-Stack inkl. Wesentlichkeitsanalyse brauchst
Internationale Carbon-Accounting-Breite (3.500+ Kunden) suchst
Dekarbonisierung und Klimadaten eng verzahnen willst

Erwähnenswert ohne hier verlinkt zu sein: klassische Beratungsmandate (teuer, aber mit Assurance) und die hauseigenen ESG-Module mancher ERP-Anbieter. Multiplyes Nische ist eng und klar: das kleine bis mittlere Unternehmen ohne ESG-Personal, das aus seinen Bankdaten heraus eine VSME-Klimabilanz braucht. Für tiefere Anforderungen, Fertigung mit Primärdaten, Konzern-Reporting, vollständiger VSME-Bericht, sind die genannten Alternativen stärker.

So steigst du ein

Schritt 1: Starte mit dem kostenlosen CO₂-Schnellrechner auf multiplye.ai. In wenigen Minuten bekommst du einen ersten Richtwert für deine Scope-1- und Scope-2-Emissionen, ohne dich zu registrieren, gut, um ein Gefühl für die Größenordnung zu bekommen.

Schritt 2: Wenn du eine belastbare Bilanz brauchst (für Bank, Ausschreibung, VSME-Bericht), starte den 7-Tage-Trial ohne Kreditkarte. Verbinde dein Geschäftskonto über die PSD2-Schnittstelle oder lade einen DATEV-/Lexware-/SAP-Export als CSV hoch. Prüfe zuerst, ob deine Bank die PSD2-Anbindung sauber durchlässt, die Verbindung läuft über ein 90-Tage-Token und lässt sich jederzeit trennen.

Schritt 3: Lass die KI die Transaktionen kategorisieren und kontrolliere die Zuordnung stichprobenartig, vor allem bei großen Ausgabenposten, die den Footprint dominieren. Ergänze Barzahlungen und nicht erfasste Verbräuche manuell. Für die VSME-Module B3 und C3 wechselst du auf Premium; den 45-minütigen Onboarding-Call solltest du mitnehmen, gerade für die Scope-3-Feinheiten.

Ein konkretes Beispiel

Ein Dienstleistungsunternehmen mit 22 Mitarbeitenden aus dem Rhein-Main-Gebiet braucht für einen Großkunden, der selbst CSRD-pflichtig ist, erstmals einen VSME-Klimabericht. Bisher hätte die Geschäftsführerin dafür einen Berater beauftragt, Angebot: rund 14.000 € und sechs Wochen Vorlauf. Stattdessen verbindet sie im Trial das Geschäftskonto über PSD2; die KI kategorisiert die Transaktionen des letzten Geschäftsjahres über Exiobase und liefert binnen einer Sitzung eine erste Scope-1+2-Bilanz samt großem Teil von Scope 3. Nach dem Upgrade auf Premium erstellt die KI die Vorjahre für den Trendvergleich, die Module B3 und C3 werden befüllt, im Onboarding-Call klärt sie offene Scope-3-Punkte. Die sozialen VSME-Module trägt das Büro selbst aus den Personaldaten nach. Aufwand statt sechs Wochen: gut zwei Tage. Kosten statt 14.000 €: rund 1.000 € im Jahr. Die großen Emissionsposten prüft sie vor Abgabe gegen die Belege, weil eine ausgabenbasierte Rechnung nur so genau ist wie ihre Datengrundlage.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Ausschließlich deutsche Server, ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Frankfurt. Anbieter ist die MULTIPLYE UG (haftungsbeschränkt), Deutschland.
  • Verschlüsselung: TLS 1.3 bei der Übertragung, AES-256 im Ruhezustand. PSD2-Zugriff ist reiner Lesezugriff, Überweisungen sind technisch ausgeschlossen.
  • Datennutzung: Buchungs- und Transaktionsdaten dienen der Emissionsberechnung; laut Anbieter keine Weitergabe an Dritte.
  • PSD2-Verbindung: Läuft über ein 90-Tage-Token (EU-Standard), jederzeit in den Einstellungen oder in der Banking-App widerrufbar. Bereits erstellte Bilanzen bleiben erhalten, neue Daten reichst du dann per CSV nach.
  • Datenlöschung: Jederzeit auf Anfrage möglich. Nach Trial-Ende wird der Account pausiert, die Daten bleiben zunächst gespeichert.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Ein AVV nach Art. 28 DSGVO sollte vor der Anbindung an Konto oder Buchhaltung abgeschlossen werden, Buchungsdaten enthalten Betriebsgeheimnisse und personenbezogene Daten.
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor der ersten Anbindung den AVV einholen und mit dem Datenschutzbeauftragten abstimmen. Das deutsche Hosting ist ein echter Vorteil gegenüber US-Plattformen; die Datenschutzerklärung wird über den Dienstleister iubenda bereitgestellt.

Gut kombiniert mit

  • , für eine zweite, unabhängige Überschlagsrechnung der Scope-1+2-Bilanz mit den UBA-Probas-Faktoren. Wer die Multiplye-Ergebnisse gegen eine zweite Quelle spiegeln will, bekommt hier eine kostenlose Vergleichsbasis.
  • , wenn du bestimmte Posten aktivitätsbasiert nachrechnen willst (eigene Verbrauchsdaten statt Ausgaben), liefert Climatiq über eine Million geprüfter Emissionsfaktoren. Sinnvoll, um die gröberen transaktionsbasierten Werte punktuell zu verfeinern.
  • , sobald die Berichtspflicht über die VSME-Klimamodule hinauswächst (vollständiger VSME, doppelte Wesentlichkeitsanalyse, CSRD/ESRS), übernimmt eine breitere Reporting-Plattform. Multiplye liefert dann die Klimadaten, Envoria den Rahmen.

Unser Testurteil

Multiplye verdient 3 von 5 Sternen. Die Idee, CO₂-Bilanz und VSME-Klimamodule weitgehend automatisch aus Bankdaten, deutsches Hosting, KMU-tauglicher Preis, ist klug auf eine echte Lücke zugeschnitten: Mittelständler ohne ESG-Personal, die durch Banken und Kunden in die Berichtspflicht rutschen. Für diese Zielgruppe ist die Plattform schnell, bezahlbar und datenschutzseitig sauber aufgestellt. Die Sterne kosten die methodischen Grenzen: Eine ausgabenbasierte Rechnung ist gröber als eine aktivitätsbasierte, Scope 3 bleibt lückenhaft, „audit-sicher” meint Nachvollziehbarkeit und nicht Zertifizierung, und VSME wird nur zur Hälfte abgedeckt. Hinzu kommen die widersprüchliche Preiskommunikation und die dünne Anbieterbasis einer jungen UG. Wer das versteht und seinen Anspruch danach kalibriert, schnelle, bezahlbare Pflichtbilanz statt prüfungsfeste Tiefenbilanz, bekommt ein sinnvolles Werkzeug. Wer Primärdaten, Lieferkettentiefe oder Konzern-Reporting braucht, ist hier falsch.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Die Preiskommunikation ist uneinheitlich: Die Startseite wirbt mit „ab 199 €/Monat”, die Preisseite nennt Premium mit 999 €/Jahr (rund 83 €/Monat bei Jahreszahlung) bzw. 99 €/Monat, und im Kostenvergleich steht zusätzlich „1.999 €”. Verbindlich ist die Preisseite, wir empfehlen, den tatsächlichen Preis vor Abschluss bestätigen zu lassen.
  • Mai 2026, Anders als oft angenommen läuft die Anbindung an DATEV, Lexware und SAP nicht über eine Live-Schnittstelle, sondern über CSV-Export/-Upload. Die einzige echte Direktanbindung ist die PSD2-Bankschnittstelle. Wer einen automatischen ERP-Sync erwartet, sollte das einkalkulieren.
  • Mai 2026, Der Anbieter ist eine UG (haftungsbeschränkt), nicht, wie verbreitet angenommen, eine GmbH. Bei der Wahl eines Tools für die wiederkehrende Pflichtbilanz ist die Anbieterstabilität ein Faktor, den man bewusst bewerten sollte.
  • Mai 2026, Multiplye positioniert sich strategisch weg vom reinen „Carbon Accounting” hin zu „Carbon Intelligence” (Echtzeit-ESG-Daten für Banken, laufende Steuerung statt jährlicher Dokumentation). Das spiegelt sich im Magazin und in der Produktausrichtung, bislang aber stärker im Marketing als im belegbaren Funktionsumfang.

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