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Bezahlt Ohne Setup 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Geprüft: Mai 2026

Jupus

JUPUS GmbH

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KI-Sekretariat für Anwaltskanzleien rund um die Mandatsannahme. Bündelt Anfragen aus Website, Telefon und E-Mail in einem Dashboard, qualifiziert sie über einen KI-Chatbot und digitale Fragebögen vor und legt per 1-Klick eine Akte an. Erweitert um Dokumenten-KI und eine Telefon-KI namens Marie. Kein vollständiges Kanzleiverwaltungssystem, ein Vorqualifizierungs- und Kommunikations-Layer, der bestehende Software ergänzt.

Kosten: JUPUS Basis: 97 EUR/Nutzer/Monat + 97 EUR Plattform-Grundgebühr/Monat. Add-on Online-Terminbuchung: 19 EUR/Kalender/Monat. Keine kostenlose Version.

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Stärken

  • KI-Chatbot auf der Kanzleiwebsite qualifiziert Erstanfragen rund um die Uhr und wandelt laut Anbieter dreimal mehr Besucher in Mandanten-Leads
  • Digitale Fragebögen erheben den Sachverhalt strukturiert, ohne Telefonschleifen und Rückrufe
  • 1-Klick-Aktenanlage mit automatischer Datenübernahme in angebundene Kanzleisoftware
  • Telefon-KI 'Marie' und Dokumenten-KI als jüngere Bausteine, Anrufannahme und Dokumentenerstellung automatisiert
  • Server ausschließlich in der EU, AVV nach Art. 28 DSGVO, auf Berufsrecht der Anwaltschaft zugeschnitten
  • Deutscher Anbieter aus Köln mit deutschsprachigem Support und Einrichtung

Einschränkungen

  • Kein vollständiges Aktenverwaltungssystem, ergänzt bestehende Kanzleisoftware, ersetzt sie nicht
  • Preismodell summiert sich: 97 EUR Grundgebühr plus 97 EUR je Nutzer plus Add-ons, bei mehreren Anwälten schnell vierstellig
  • Keine kostenlose Version und kein Self-Service-Test, Einstieg nur über Demo und Einrichtung durch den Anbieter
  • Integrationen laufen über Schnittstellen zu RA-MICRO, DATEV, Advoware & Co., Tiefe und Stabilität variieren je nach System
  • Vergleichsweise junges Produkt (seit 2023 am Markt), langfristige Produktstabilität noch nicht etabliert

Passt gut zu

Kanzleien mit hohem Anfragevolumen und vielen Standardfragen Anwälte, die Mandatsannahme und Ersterfassung automatisieren wollen Kanzleien ohne eigenes IT-Team, die eine einsatzbereite, DSGVO-konforme Lösung suchen

Kurzfazit

Jupus ist am stärksten an genau einer Stelle: der Mandatsannahme. Es bündelt Anfragen aus Website, Telefon und E-Mail in einem Dashboard, qualifiziert sie über einen KI-Chatbot und digitale Fragebögen vor und legt per Klick eine Akte an. Wer in einer Kanzlei täglich viele gleichartige Erstanfragen bekommt, Verkehrsrecht, Familienrecht, Arbeitsrecht, spart damit messbar Zeit am Empfang und in der Vorqualifizierung. Die Grenzen sind aber genauso klar: Jupus ist keine vollständige Kanzleisoftware, sondern ein Vorqualifizierungs- und Kommunikations-Layer, der RA-MICRO, DATEV oder Advoware ergänzt, nicht ersetzt. Das Produkt ist jung (seit 2023), das Preismodell summiert sich schnell, und es gibt keinen kostenlosen Test. Für die richtige Zielgruppe ein sinnvolles, sauber in Deutschland gehostetes Werkzeug, aber kein Allrounder.

Für wen ist Jupus?

Kanzleien mit hohem Anfragevolumen: Wer täglich 20, 30 oder mehr Erstanfragen bearbeitet, von denen ein großer Teil Standardfälle sind, hat hier den größten Hebel. Der Chatbot fängt die immer gleichen Fragen ab, der Fragebogen erhebt den Sachverhalt, und die Akte ist vorbefüllt, bevor ein Anwalt überhaupt draufschaut.

Massengeschäft mit klaren Fallmustern: Verkehrsrecht (Bußgeld, Fahrerlaubnis, Unfall), Arbeitsrecht (Kündigung, Abfindung), Familienrecht (Scheidung, Unterhalt), Rechtsgebiete mit wiederkehrenden Fallkonstellationen profitieren am meisten, weil sich die Vorqualifizierung gut standardisieren lässt.

Kanzleien ohne eigenes IT-Team: Jupus wird vom Anbieter eingerichtet und konfiguriert. Der Chatbot kommt als Code-Snippet auf die Website, die Fragebögen werden gemeinsam aufgesetzt. Wer keine Lust auf eigene Konfigurationsarbeit hat, bekommt eine einsatzbereite Lösung.

Kanzleien mit DSGVO- und Berufsrechts-Fokus: Server ausschließlich in der EU, AVV nach Art. 28 DSGVO, auf die berufsrechtlichen Anforderungen der Anwaltschaft zugeschnitten. Für Kanzleien, die bei US-Tools zurecht zögern, ist das ein echtes Argument.

Weniger geeignet für: Einzelanwälte mit geringem Anfragevolumen (das Preismodell lohnt sich erst ab einer gewissen Fallzahl), Kanzleien, die eine vollständige Akten- und Fristenverwaltung suchen (das leistet Jupus nicht, dafür braucht es weiter RA-MICRO, DATEV Anwalt oder Advoware), und alle, die juristische Recherche oder Vertragsanalyse automatisieren wollen, dafür sind andere Werkzeuge gemacht.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
JUPUS Basis97 EUR/Nutzer/Monat + 97 EUR Plattform-Grundgebühr/MonatKI-Chatbot, zentrales Dashboard, digitale Fragebögen, Dokumentenanalyse und -erstellung, Aktenanbindung, digitale Vollmacht-Unterschrift, Team-Schulung und technische Einrichtung
Online-Terminbuchung (Add-on)19 EUR/Kalender/MonatKalenderintegration, Buchung mit rechtlicher Vorab-Prüfung, Terminbestätigungs-Workflow
Telefon-KI / Dokumenten-KIauf AnfrageAutomatisierte Anrufannahme (“Marie”), Informationsextraktion aus Dokumenten und E-Mails, Generierung juristischer Dokumente

Einordnung: Das Preismodell ist transparenter als früher, aber es summiert sich. Eine Solo-Kanzlei zahlt für die Basis bereits 194 EUR/Monat (97 EUR Grundgebühr + 97 EUR für einen Nutzer). Bei drei aktiven Nutzern sind es 388 EUR, bei fünf 582 EUR, jeweils zuzüglich Add-ons wie die Terminbuchung. Für eine Kanzlei mit hohem Anfragevolumen, die damit eine Halbtagskraft am Empfang entlastet, rechnet sich das schnell. Für einen Einzelanwalt mit wenigen, dafür komplexen Mandaten ist die Grundgebühr ein spürbarer Fixkostenblock. Eine kostenlose Testversion oder einen Self-Service-Einstieg gibt es nicht, der Weg führt immer über eine Demo und die Einrichtung durch den Anbieter. Wer rechnen will, sollte die Zeitersparnis am Empfang konkret beziffern, bevor er unterschreibt.

Stärken im Detail

Der Chatbot fängt den Standard ab. Der größte Wert liegt im Filtern: Ein erheblicher Teil aller Erstanfragen sind dieselben fünf bis zehn Fragen. Der KI-Chatbot beantwortet sie rund um die Uhr, klärt früh, ob ein Fall überhaupt sinnvoll ist, und sammelt die nötigen Eckdaten ein. Der Anbieter wirbt damit, dreimal mehr Website-Besucher in qualifizierte Leads zu wandeln, solche Selbstauskünfte sind mit Vorsicht zu lesen, aber der Mechanismus ist plausibel: Wer um 22 Uhr eine Frage hat, springt nicht ab, sondern bekommt sofort eine Antwort.

Digitale Fragebögen statt Telefonschleifen. Statt am Telefon Sachverhalte abzufragen, schickt Jupus dem Mandanten einen strukturierten Fragebogen, der auf das Rechtsgebiet zugeschnitten ist. Die Antworten landen direkt im Dashboard und sind die Grundlage für die Aktenvorerfassung. Das spart die zeitraubendsten Minuten im Kanzleialltag, das Hinterhertelefonieren nach fehlenden Informationen.

1-Klick-Aktenanlage mit Datenübernahme. Die erhobenen Daten werden per Klick in die angebundene Kanzleisoftware übernommen, Mandantenstammdaten, Sachverhalt, erste Dokumente. Das eliminiert die doppelte Erfassung, die sonst beim Übergang von der Anfrage zur Akte anfällt.

Telefon-KI und Dokumenten-KI als Ausbaustufe. Jupus ist über die reine Chatbot-Lösung hinausgewachsen. Die Telefon-KI “Marie” nimmt Anrufe entgegen und qualifiziert sie wie der Chatbot, die Dokumenten-KI extrahiert Informationen aus eingehenden Dokumenten und E-Mails und kann juristische Schriftstücke generieren. Damit deckt Jupus inzwischen alle drei Eingangskanäle einer Kanzlei ab, Website, Telefon, E-Mail.

Sauberes EU-Hosting und Berufsrechtsbezug. Die personenbezogenen Daten werden ausschließlich auf Servern in der EU verarbeitet, es gibt einen AVV nach Art. 28 DSGVO, und das Produkt ist auf die berufsrechtlichen Anforderungen der Anwaltschaft ausgerichtet. Für ein Werkzeug, das mit hochsensiblen Mandantendaten arbeitet, ist das die Mindestvoraussetzung, und Jupus erfüllt sie, anders als viele US-Chatbot-Anbieter.

Deutscher Anbieter mit Einrichtungsservice. JUPUS GmbH sitzt in Köln, der Support ist deutschsprachig, und die Einrichtung übernimmt der Anbieter mitsamt Team-Schulung. Für Kanzleien ohne IT-Affinität senkt das die Einstiegshürde erheblich.

Schwächen ehrlich betrachtet

Es ist keine Kanzleisoftware. Das ist die wichtigste Erwartung, die man richtig setzen muss: Jupus verwaltet keine Fristen, keine Akten über den Lebenszyklus, keine Abrechnung, keine Wiedervorlagen. Es sitzt vor der eigentlichen Kanzleisoftware und qualifiziert vor. Wer glaubt, mit Jupus RA-MICRO oder DATEV Anwalt ablösen zu können, irrt, die laufenden Lizenzkosten dieser Systeme bleiben bestehen, Jupus kommt obendrauf.

Das Preismodell summiert sich. 97 EUR Grundgebühr plus 97 EUR je Nutzer ist für eine Solo-Kanzlei bereits eine spürbare Fixposition, und mit jedem weiteren Anwalt und jedem Add-on wächst sie. Bei fünf Nutzern plus Terminbuchung ist man schnell bei deutlich über 600 EUR im Monat, zusätzlich zur bestehenden Kanzleisoftware. Das muss sich über eingesparte Personalzeit am Empfang rechtfertigen, und das tut es nur ab einem gewissen Anfragevolumen.

Kein kostenloser Test. Es gibt weder eine Free-Version noch einen Self-Service-Zugang zum Ausprobieren. Wer Jupus evaluieren will, muss eine Demo buchen und sich auf den Einrichtungsprozess einlassen. Das ist branchenüblich für B2B-Legal-Tech, erhöht aber die Hürde, man kann nicht eben am Wochenende testen, ob das eigene Anfragenprofil überhaupt passt.

Integrationen laufen über Schnittstellen. Jupus bindet an Actaport, Advoware, Advolux, WinMacs, Kleos, DATEV, LawFirm und weitere an, aber über Schnittstellen, nicht als native Tiefenintegration. Wie gut die Datenübernahme im konkreten Fall funktioniert, hängt vom jeweiligen System ab und sollte vor Vertragsschluss anhand der eigenen Software konkret geprüft werden.

Junges Produkt. Jupus ist 2023 gestartet und 2024 mit 6,5 Mio. EUR Seed-Finanzierung ausgestattet worden. Das ist Rückenwind, aber auch ein Hinweis: Das Produkt ist jung, die Feature-Liste verändert sich (Telefon-KI und Dokumenten-KI sind erkennbar neuere Bausteine), und die langfristige Stabilität eines Seed-finanzierten Startups ist nicht garantiert. Für ein Werkzeug, das man tief in den Mandatsannahme-Prozess einbaut, ist das ein realer Risikofaktor.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine generische, DSGVO-konforme KI-Plattform für Kanzlei-Chatbots und -Automatisierung willst oder
Eine große KI-Suite für die juristische Facharbeit in größeren Kanzleien suchst
Vor allem juristisch recherchieren statt Mandate annehmen willst
Schwerpunkt Vertragsanalyse statt Mandantenkommunikation hast

Erwähnenswert ohne direkten Vergleich: Klassische Kanzleisoftware wie RA-MICRO, DATEV Anwalt oder Advoware deckt die Aktenverwaltung ab, die Jupus bewusst nicht leistet, Jupus ist als Ergänzung dazu gedacht, nicht als Ersatz. Allgemeine Chatbot-Baukästen (etwa Botpress oder Landbot) können einen Website-Chatbot ebenfalls abbilden, aber ohne den juristischen Vorqualifizierungs-Fokus und ohne die Aktenanbindung. Der eigentliche Wert von Jupus liegt in der Spezialisierung auf die anwaltliche Mandatsannahme, wer genau das braucht, findet kaum ein gleichwertig zugeschnittenes deutsches Produkt; wer breiter denkt, fährt mit einer flexiblen KI-Plattform oft günstiger.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo auf jupus.de anfragen und das eigene Anfragenvolumen ehrlich beschreiben. Jupus konfiguriert das System auf den Kanzleischwerpunkt (z. B. Familienrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht). Plane für die initiale Einrichtung und den Kanzlei-Fragebogen ein bis zwei Stunden ein, und kläre in dieser Phase konkret, ob deine bestehende Kanzleisoftware sauber angebunden werden kann.

Schritt 2: Den KI-Chatbot als Widget in die Kanzleiwebsite einbinden (Code-Snippet, kein technisches Vorwissen nötig). Parallelbetrieb mit der bisherigen Kontaktseite ist möglich, aktiviere den Chatbot zunächst nur für Neukontakte und beobachte, welche Anfragen er sauber qualifiziert und wo er an Grenzen stößt.

Schritt 3: Digitale Fragebögen für das erste Rechtsgebiet anlegen und im Praxisbetrieb testen. Nutze das Feedback aus dem ersten Monat, um Fragen und Antworten zu verfeinern. Erst danach weitere Rechtsgebiete und optionale Bausteine wie die Telefon-KI “Marie” oder die Online-Terminbuchung hinzunehmen, schrittweise einführen schlägt den großen Wurf.

Ein konkretes Beispiel

Eine Kanzlei mit Schwerpunkt Verkehrsrecht in München erhält täglich 20 bis 30 Anfragen per Telefon und E-Mail. Nach Einführung von Jupus bearbeitet der KI-Chatbot rund 60 Prozent der Erstanfragen selbstständig: Er klärt, ob ein Fall sinnvoll ist (Bußgeldbescheid, Fahrerlaubnisentzug, Unfallschaden), erfasst die wesentlichen Sachverhaltsdaten über einen digitalen Fragebogen und legt per Klick eine Aktenvorerfassung in der angebundenen Kanzleisoftware an. Die Anwältin prüft morgens die vorqualifizierten Fälle in 20 Minuten, statt nachmittags Rückrufe zu erledigen. Eingespart werden vor allem die Empfangs- und Vorqualifizierungszeiten, die sonst eine halbe Stelle binden, bei drei Nutzern liegen die Jupus-Kosten bei rund 388 EUR/Monat, was sich gegenüber der entlasteten Personalzeit rechnet, sobald das Anfragenvolumen stabil hoch bleibt. Die fachliche Entscheidung über das Mandat trifft weiterhin die Anwältin, Jupus liefert nur den sauber vorbereiteten Eingang.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Personenbezogene Daten werden ausschließlich auf Servern in der EU verarbeitet. Anbieter ist die JUPUS GmbH mit Sitz in Köln (Hohenzollernring 89–93, 50672 Köln).
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Verträge zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO sind vorhanden, u. a. mit den eingesetzten Infrastruktur-Dienstleistern. Für den Kanzleieinsatz mit Mandantendaten ist ein AVV mit Jupus selbst abzuschließen.
  • Berufsrecht: Das Produkt ist auf die berufsrechtlichen Anforderungen der Anwaltschaft ausgerichtet (Verschwiegenheit, Mandatsgeheimnis). Vor dem Produktivbetrieb sollte die Kanzlei die berufsrechtliche Eignung für ihren konkreten Anwendungsfall selbst prüfen.
  • US-Komponenten im Randbereich: Die Marketing- und Website-Ebene des Anbieters nutzt Drittdienste mit US-Bezug (u. a. HubSpot, WordPress), abgesichert über EU-US Data Privacy Framework bzw. Standardvertragsklauseln. Das betrifft die Außendarstellung, nicht die Mandantendatenverarbeitung im Produkt; die Trennung sollte man im Datenschutz-Konzept dennoch dokumentieren.
  • Empfehlung für Kanzleien: Vor dem Einsatz mit echten Mandantendaten eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen, den AVV abschließen und die Anbindung an die eigene Kanzleisoftware datenschutzrechtlich bewerten. Wegen der besonderen Sensibilität von Mandantendaten ist eine sorgfältige Vorabprüfung Pflicht, kein Nice-to-have.

Gut kombiniert mit

  • , DATEV Anwalt bleibt die führende Akten-, Fristen- und Abrechnungssoftware in vielen Kanzleien. Jupus sitzt davor und liefert die vorqualifizierten Neuanfragen, DATEV übernimmt die eigentliche Mandatsverwaltung. Klassische Aufgabenteilung zwischen Eingang und Verwaltung.
  • , wenn der vorqualifizierte Fall einmal in der Kanzlei liegt, beginnt die juristische Recherche. Die juris KI-Suite liefert dafür die Rechtsgrundlagen, während Jupus den Mandatseingang organisiert. Zwei verschiedene Phasen des Kanzleialltags.
  • , für Kanzleien, die nach der Mandatsannahme viel mit Vertragsprüfung zu tun haben, ergänzt Legartis die Vertragsanalyse, die Jupus nicht abdeckt. Jupus organisiert den Eingang, Legartis prüft die Substanz.

Unser Testurteil

Jupus verdient 3 von 5 Sternen. Es macht eine eng umrissene Sache gut: die Mandatsannahme in anfragestarken Kanzleien automatisieren und vorqualifizieren. Das EU-Hosting, der Berufsrechtsbezug und der deutsche Einrichtungsservice sind echte Pluspunkte in einem Markt voller US-Tools, die mit Mandantendaten heikel sind. Punkte kostet vor allem die enge Spezialisierung in Kombination mit einem Preismodell, das sich schnell summiert: Jupus ersetzt keine Kanzleisoftware, sondern kommt als zusätzlicher Kostenblock obendrauf, das muss sich über eingesparte Empfangszeit erst rechnen. Hinzu kommen das junge Produktalter, die fehlende Testmöglichkeit und Integrationen, die über Schnittstellen statt nativer Tiefe laufen. Für die richtige Zielgruppe, Massengeschäft mit klaren Fallmustern, DSGVO-Sensibilität, kein eigenes IT-Team, ein sinnvolles Werkzeug. Für Einzelanwälte mit wenigen, komplexen Mandaten eher nicht.

Was wir bemerkt haben

  • 2023, JUPUS GmbH gegründet und das Produkt am Markt eingeführt. Das Tool ist damit jung, was die rasche Erweiterung der Funktionspalette erklärt.
  • 2024, Seed-Finanzierung über 6,5 Mio. EUR eingesammelt. Das sichert die Weiterentwicklung, ist aber auch ein Hinweis auf ein noch frühes Unternehmensstadium, relevant, wenn man das Tool tief in den Mandatsannahme-Prozess einbaut.
  • 2025/2026, Das Produkt ist über den ursprünglichen KI-Chatbot hinausgewachsen: Neben digitalen Fragebögen und 1-Klick-Aktenanlage gibt es inzwischen eine Dokumenten-KI (Informationsextraktion und Dokumentenerstellung) und die Telefon-KI “Marie” für die automatisierte Anrufannahme. Jupus deckt damit alle drei Eingangskanäle einer Kanzlei ab, Website, Telefon, E-Mail.
  • Mai 2026, Das Preismodell ist transparenter geworden als zu Markteintritt: JUPUS Basis kostet 97 EUR/Nutzer/Monat plus 97 EUR Plattform-Grundgebühr, die Online-Terminbuchung 19 EUR/Kalender/Monat. Eine frühere, kursierende Angabe von “rund 70 eingesparten Arbeitsstunden pro Monat” stammt aus Anbieter-Marketing und ließ sich unabhängig nicht belegen, der aktuelle Effizienz-Claim lautet “53 % weniger Aufwand pro Neuanfrage” und ist ebenfalls eine Anbieter-Angabe.

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Arthur Atlas

KI-Analyst

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