InsoHiwi
bbai GmbH
Spezialisierte KI-Plattform für forensische Analyse in Insolvenzverfahren. Automatische Klassifizierung und Strukturierung von Insolvenzdokumenten, Extraktion und Indizierung tausender Transaktionen nach Vertragspartnern sowie KI-gestützte Ersteinschätzung von Anfechtungsansprüchen (§§ 130–135 InsO), Zahlungsunfähigkeit und Haftungsfragen auf Basis aktueller BGH-Rechtsprechung.
Kosten: Plattform-Abonnement (unbegrenzte Verfahren und Nutzer, Preise auf Anfrage) oder On-Demand-Analyse pro Einzelverfahren mit Lieferung innerhalb von 24 Stunden
Stärken
- Spezialisiert auf deutsches Insolvenzrecht — kein Allzweck-LLM, sondern InsO-Rechtslogik eingebaut
- Automatische Erkennung, Klassifizierung und Strukturierung von Insolvenzdokumenten
- Transaktionsindizierung: tausende Buchungen werden nach Vertragspartner gruppiert und durchsuchbar gemacht
- Ersteinschätzung zu §§ 130–135 InsO, Zahlungsunfähigkeitszeitpunkt und Haftungsfragen
- Deutsches Hosting, DSGVO-konform, verschlüsselte Datenverarbeitung
- Zwei Nutzungsmodelle: eigene Plattform-Subscription oder On-Demand-Analyse als Dienstleistung
- Explizite Zusicherung: keine Nutzung der Mandantendaten für KI-Training
Einschränkungen
- Kein Ersatz für juristische Prüfung — Anfechtungseinschätzungen sind Ersteinschätzungen, keine Rechtsgutachten
- Setzt verwertbare Buchhaltungsexporte oder Kontoauszüge voraus — fehlende Bücher limitieren die Analyse
- Preise nicht öffentlich einsehbar — Angebot nur auf Anfrage
- Neuerer Anbieter — Marktakzeptanz und öffentlich verfügbare Referenzen noch im Aufbau
- Sehr enges Anwendungsfeld: außerhalb der Insolvenzverwaltung kaum nutzbar
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du verwaltest mehrere parallele Insolvenzverfahren mit umfangreichen Buchhaltungsdaten
- Du willst Anfechtungspotenzial systematisch screenen statt stichprobenartig
- Du brauchst eine erste Bewertung des Zahlungsunfähigkeitszeitpunkts in Tagen statt Wochen
- Du arbeitest mit DSGVO-sensiblen Daten und brauchst deutsches Hosting
Wann nein
- Du betreust nur sporadisch Insolvenzverfahren — die Plattformkosten lohnen sich erst ab mehreren parallelen Mandaten
- Du brauchst ein juristisches Endgutachten ohne Verwalter-Review (die KI ersetzt das nicht)
- Die Buchhaltung des Schuldners liegt nur unvollständig oder unstrukturiert vor
- Du suchst eine allgemeine Kanzlei-KI für Vertragsprüfung oder Schriftsätze
Kurzfazit
InsoHiwi ist eines der wenigen KI-Werkzeuge, das echtes deutsches Insolvenzrecht abbildet — kein generischer Dokumentenleser mit aufgeklebter §-Erkennung, sondern eine Pipeline, die Buchhaltungsexporte einliest, Tausende von Transaktionen nach Gegenpartei gruppiert und gezielt nach den Anfechtungstatbeständen der §§ 130–135 InsO scannt. Für Insolvenzverwalter mit mehreren parallelen Verfahren ist das ein echter Hebel: Was sonst zwei bis drei Wochen manuelle Erstdurchsicht kostet, liegt nach Stunden als priorisierter Prüfbericht vor. Schwächen: Pricing intransparent, der Anbieter ist jung (bbai GmbH aus Oberottmarshausen) und die Plattform ersetzt keine juristische Endbeurteilung. Wer regelmäßig Insolvenzakten bearbeitet, sollte sich trotzdem ein Angebot einholen — eine vergleichbare deutsche Spezial-KI gibt es derzeit kaum.
Für wen ist InsoHiwi?
Insolvenzverwalter mit Portfolio: Wer mehrere aktive Verfahren parallel führt, profitiert sofort. Statt jede Akte manuell auf Anfechtungsansprüche zu durchforsten, lädst du den Buchhaltungsexport hoch und bekommst eine priorisierte Liste verdächtiger Transaktionen mit §-Referenz und Anfechtungszeitraum. Der Hebel skaliert linear mit der Anzahl der Verfahren — je mehr Mandate, desto deutlicher der Effizienzgewinn.
Insolvenzrechtlich spezialisierte Kanzleien: Auch Kanzleien, die Anfechtungsklagen führen oder Schuldner bei drohender Insolvenz beraten, finden Mehrwert. Die forensische Analyse von Zahlungsströmen ist in beiden Richtungen relevant — sowohl beim Erkennen von Anfechtungspotenzial als auch beim Aufbau einer Verteidigungslinie.
Forensiker und Sanierungsberater: Die Transaktionsindizierung nach Vertragspartnern ist ein klassisches Forensik-Werkzeug. Auch außerhalb formaler Insolvenzverfahren — etwa bei Sanierungsfällen vor Anmeldung oder bei der Prüfung verbundener Unternehmen — kann das System nützlich sein.
Größere Kanzleien mit eigenem InsO-Desk: Wer ein eigenes Insolvenzteam betreibt, kann das Plattform-Abonnement nutzen, um Standard-Prüfschritte zu automatisieren und die Junior-Kollegen für die juristische Endbeurteilung freizustellen.
Weniger geeignet für: Gelegenheits-Insolvenzverwalter (das Pricing-Modell skaliert nicht herunter), allgemeine Wirtschaftskanzleien ohne InsO-Schwerpunkt, Verfahren mit unvollständiger Buchhaltung (das System lebt von verwertbaren Daten), und alle, die ein juristisches Endgutachten ohne menschliche Endkontrolle erwarten — InsoHiwi liefert Ersteinschätzungen, kein abschließendes Rechtsgutachten.
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Plattform-Abonnement | Auf Anfrage | Unbegrenzte Verfahren, unbegrenzte Nutzer, Export nach Word und Excel, kontinuierlicher Zugriff inklusive Updates |
| On-Demand-Analyse | Pro Einzelverfahren, auf Anfrage | Einzelfall-Analyse innerhalb von 24 Stunden, Lieferung als PDF/Excel oder Online-Zugriff, kein Abonnement |
Einordnung: InsoHiwi veröffentlicht keine Listenpreise — wer ein verlässliches Budget braucht, muss aktiv ein Angebot einholen. Das ist im B2B-Insolvenzmarkt nicht ungewöhnlich, schmälert aber die Vergleichbarkeit. Die zwei Modelle adressieren zwei klar getrennte Zielgruppen: Plattform-Abonnement lohnt sich für Verwalter mit mehreren parallelen Verfahren — die Kosten verteilen sich auf viele Mandate. On-Demand-Analyse ist für sporadische Anwender oder Kanzleien, die InsoHiwi punktuell ausprobieren wollen, ohne langfristige Bindung. Wer noch unsicher ist, ob die Pipeline auf die eigenen Akten passt, sollte mit einer On-Demand-Analyse starten — und erst dann das Abonnement evaluieren.
Stärken im Detail
Echte Domänen-Expertise statt generischer KI. Anders als ein allgemeines LLM, das man mit §-Texten füttert, bringt InsoHiwi spezialisierte Logik für die Anfechtungstatbestände mit: Fristen, kongruente vs. inkongruente Deckung, nahestehende Personen nach § 138 InsO, Vorsatzanfechtung nach § 133. Das System erkennt diese Strukturen in den Transaktionsdaten und ordnet sie automatisch zu — eine Leistung, die ein Standard-LLM ohne extensives Prompting und Fine-Tuning nicht liefert.
Buchhaltungsdaten als Erstklasse-Input. InsoHiwi verarbeitet DATEV-Exporte, GDPdU-Konformexporte und Kontoauszüge direkt. Tausende Buchungen werden nach Gegenpartei gruppiert, sodass der Verwalter mit zwei Klicks sieht: “Welche Zahlungen sind an die verbundene XY GmbH gegangen, in welchem Zeitraum, in welcher Höhe?” Das ist der Kern forensischer Analyse — und InsoHiwi macht ihn aus Rohdaten sichtbar.
Zahlungsunfähigkeit nach zwei Methoden. Das System ermittelt den Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit sowohl über Zahlungseinstellungs-Indikatoren als auch über die Liquiditätsbilanz mit der 10-%-Schwelle (BGH-Rechtsprechung). Dass beide Methoden parallel laufen, ist methodisch sauber — und schützt vor dem Tunnelblick auf einen einzelnen Indikator.
Deutsches Hosting, klare Datenpolitik. Die Server stehen in Deutschland, die Datenübertragung ist verschlüsselt, und der Anbieter sichert explizit zu, dass Mandantendaten nicht für KI-Training verwendet werden. Für eine Branche, die mit hochsensiblen Schuldner- und Gläubigerdaten arbeitet, ist das kein Marketing-Bonus, sondern Grundvoraussetzung.
Zwei Nutzungsmodelle für unterschiedliche Bedarfe. Die Trennung in Plattform-Abonnement (für regelmäßige Nutzung) und On-Demand-Analyse (für Einzelfälle) ist clever — sie erlaubt einen risikoarmen Einstieg, ohne dass die Kanzlei sich sofort an ein Jahresabo binden muss. Das Versprechen “24 Stunden Lieferzeit” beim On-Demand-Modell ist ambitioniert und wäre in dieser Branche bisher unüblich gewesen.
Direkter Export nach Word und Excel. Die Ergebnisse landen nicht in einer geschlossenen Plattform-Datenbank, sondern in Formaten, die im Kanzleialltag direkt weiterverwendet werden können — für Schriftsätze, Verfahrensberichte oder Gläubigerlisten.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine echten Rechtsgutachten. InsoHiwi liefert Ersteinschätzungen — die juristische Endbeurteilung muss zwingend beim Verwalter oder beim spezialisierten Anwalt liegen. Das ist methodisch korrekt und wird vom Anbieter auch klar kommuniziert, aber wer als Verwalter glaubt, mit der Plattform Personal sparen zu können, irrt: Die Endprüfung bleibt anwaltliche Tätigkeit, und ohne sie sind die KI-Ergebnisse als Klagegrundlage wertlos.
Pricing-Intransparenz. Wer einen Marktvergleich machen oder eine schnelle Budgetentscheidung treffen will, hat es schwer. Konkurrenten wie Wolters Kluwer Compliance Intelligence sind in der Preisgestaltung ähnlich verschlossen — bei einer jüngeren Plattform wie InsoHiwi wäre etwas mehr Offenheit ein Vertrauensbonus.
Datenqualität entscheidet über Nutzen. Wenn die Buchhaltung des Schuldners nur lückenhaft vorliegt — was bei Insolvenzfällen häufig genug vorkommt — kann InsoHiwi keine soliden Aussagen treffen. Das ist kein Software-Problem, sondern eine harte Grenze der Methodik. Ein Workaround: Die manuell rekonstruierten Bewegungen aus Kontoauszügen separat hochladen, soweit verfügbar.
Junger Anbieter, dünne Referenzlage. Die bbai GmbH ist ein kleines Unternehmen aus Bayern (Oberottmarshausen), öffentlich verfügbare Referenzkanzleien oder unabhängige Reviews sind 2026 noch dünn. Das heißt nicht, dass das Produkt schlecht ist — aber wer eine etablierte Lösung mit hunderten Kunden sucht, findet sie hier nicht. Mehrere paralelle Pilotprojekte oder Referenzgespräche vor der Plattform-Vertragsunterzeichnung sind sinnvoll.
Sehr enges Anwendungsfeld. Wer InsoHiwi für allgemeine Kanzleiaufgaben einsetzen will (Vertragsprüfung, Recherche, Schriftsätze), kommt nicht weit. Das Tool ist auf Insolvenzrecht spezialisiert — außerhalb dieses Segments brauchst du eine zusätzliche Lösung wie Harvey AI oder allgemeine LLMs.
Plausible-Analytics statt eigene Tracking. Die öffentliche Datenschutzerklärung der Website nutzt Plausible (Estland) für anonymisierte Web-Analyse — das ist DSGVO-freundlich, aber Estland ist nicht Deutschland. Für die Plattform selbst gilt laut Anbieter eine separate Datenschutzerklärung; wer hier wirklich sauber arbeiten will, sollte den Plattform-AVV vor Vertragsabschluss prüfen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Reine Insolvenzverwaltungs-Software (Aktenführung, Tabelle, Schlussrechnung) brauchst | winsolvenz |
| Allgemeine juristische KI für Vertragsanalyse und Schriftsätze suchst | Harvey AI oder Spellbook |
| US-amerikanische Rechtsrecherche und Case Law brauchst | Casetext |
| Compliance- und Risikoanalyse für laufende Unternehmen willst | Wolters Kluwer Compliance Intelligence |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: STP Insoware (etablierter Anbieter klassischer Verwaltersoftware, ohne KI-Forensik-Tiefe), Junglas (norddeutscher Wettbewerber im Insolvenzsoftware-Markt) und die generischen LLM-Workflows mit ChatGPT Enterprise oder Claude über AWS Bedrock — beide können einzelne Aufträge ohne Spezialisierung übernehmen, fallen aber bei §§-Logik und Transaktionsindizierung deutlich zurück. InsoHiwi besetzt eine Nische, die im deutschsprachigen Markt sonst praktisch leer ist: KI-gestützte forensische Anfechtungsanalyse mit deutschem Hosting. Diese Nische verteidigt das Tool gut.
So steigst du ein
Schritt 1: Kontaktiere InsoHiwi über insohiwi.de und schildere dein konkretes Verfahren — Unternehmensinsolvenz mit mehrjährigem Buchungshistorium, Verbraucherinsolvenz oder forensischer Sonderfall. Frage nach beiden Modellen (Plattform-Abonnement und On-Demand) und lass dir konkrete Beispielausgaben aus dem eigenen Aktenbestand zeigen.
Schritt 2: Stelle die Rohdaten bereit: Buchhaltungsexport (DATEV, SAP, Lexware) als CSV oder GDPdU-Konformexport, Kontoauszüge im strukturierten Format, Vertragsunterlagen, Gesellschafterlisten. Je sauberer der Input, desto besser die Klassifizierung. Stimme vorab mit der eigenen Datenschutzbeauftragten Person ab — die Plattform ist DSGVO-konform, aber der AVV gehört zur Vertragsunterlage.
Schritt 3: Überprüfe die KI-Ersteinschätzung kritisch: InsoHiwi gibt zu jeder markierten Transaktion eine Begründung aus — §-Referenz, Anfechtungszeitraum, einschlägige BGH-Rechtsprechung. Plane für die erste Akte rund einen Tag Review-Zeit ein, um die Trefferquote auf deine Verfahrensart zu kalibrieren. Erst danach lässt sich realistisch einschätzen, wie viel Effizienzgewinn das Tool dauerhaft bringt.
Schritt 4 (für Kanzleien mit Team): Wenn das Pilotverfahren überzeugt, definiere interne SOPs — wer lädt hoch, wer reviewed, wo werden die Ergebnisse abgelegt? Insolvenzverfahren sind dokumentationspflichtig; die KI-Outputs sollten als Anlage zum Verfahrensbericht reproduzierbar archiviert werden.
Ein konkretes Beispiel
Eine Insolvenzrechtsspezialistin mit Kanzlei in Augsburg verwaltet zwölf aktive Verfahren, darunter zwei Mittelstandsinsolvenzen mit jeweils mehrjährigem Buchungshistorium. Für einen Maschinenbauer mit 48.000 Buchungen aus vier Jahren lädt sie den DATEV-Buchungsexport in InsoHiwi hoch. Die Plattform gruppiert alle Zahlungen nach Empfänger, erkennt 340 Buchungen an eine verbundene GmbH als potenziell anfechtungsrelevant unter § 135 InsO (nahestehende Personen, Ein-Jahres-Frist) und priorisiert 18 davon als hohes Anfechtungspotenzial mit kongruenter Deckung nach § 130 InsO. Eine zweite Liste markiert 23 Zahlungen an einen Berater im Drei-Monats-Zeitraum vor Anmeldung — Indiz für Vorsatzanfechtung. Die Erstdurchsicht, die sonst zwei bis drei Wochen manueller Arbeit erfordert hätte, liegt nach vier Stunden als priorisierter Prüfbericht vor. Die juristische Vertiefung — Klärung der subjektiven Tatbestandsmerkmale, Beweissicherung, Klageentscheidung — übernimmt die Verwalterin selbst. Zeitersparnis pro Verfahren: rund zwei Wochen Vorarbeit. Bei zwölf parallelen Mandaten amortisiert sich das Plattform-Abonnement nach wenigen Akten.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland. Anbieter ist die bbai GmbH, Sachsenstr. 1, 86507 Oberottmarshausen (HRB 26340, AG Augsburg). Geschäftsführer: Bernd Behler.
- Datennutzung: Der Anbieter sichert ausdrücklich zu, dass hochgeladene Mandantendaten nicht für das Training von KI-Modellen verwendet werden. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt.
- Web-Analyse (öffentliche Website): Plausible Analytics (Plausible Insights OÜ, Estland), cookie- und IP-frei, anonymisiert. Für die Plattform selbst gilt laut Anbieter eine separate Datenschutzerklärung — vor Plattform-Vertragsabschluss explizit anfordern.
- Aufbewahrung Server-Logs (öffentliche Website): Automatische Löschung nach spätestens 14 Tagen. Plattform-Aufbewahrungsfristen werden im AVV separat geregelt.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für die Plattform-Nutzung verfügbar; im Beratungsgespräch explizit anfordern und auf TOM (Technische und organisatorische Maßnahmen), Subunternehmer-Liste und Löschfristen prüfen.
- Empfehlung für Kanzleien: Vor Plattform-Einführung Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) durchführen. Bei Mandantengeheimnis (§ 203 StGB) sicherstellen, dass der AVV den anwaltlichen Verschwiegenheitspflichten genügt und die Daten innerhalb des Berufsgeheimnisses verarbeitet werden.
Gut kombiniert mit
- winsolvenz — InsoHiwi liefert die forensische Analyse, winsolvenz übernimmt die formale Verfahrensführung (Tabelle, Schlussrechnung, Berichte). Beide ergänzen sich klar, da sie unterschiedliche Phasen des Verfahrens adressieren.
- DATEV — Wenn der Schuldner mit DATEV gebucht hat, lässt sich der Buchungsexport direkt in InsoHiwi laden. Die Datenqualität ist dann typischerweise so hoch, dass die KI-Klassifizierung sofort verwertbar ist.
- Harvey AI — Für die juristische Vertiefung nach der forensischen Analyse: Harvey hilft bei Schriftsatzentwürfen, Klagebegründungen oder bei der Recherche zu spezifischen BGH-Entscheidungen, die InsoHiwi in der Ersteinschätzung referenziert.
Unser Testurteil
InsoHiwi verdient 4 von 5 Sternen. Die Spezialisierung auf deutsches Insolvenzrecht, die saubere Datenpolitik mit deutschem Hosting und die methodisch fundierte Analyse über zwei Modelle (Plattform und On-Demand) heben das Werkzeug aus dem Feld der generischen Kanzlei-KI heraus. Wer regelmäßig Insolvenzverfahren bearbeitet, bekommt einen substanziellen Effizienzhebel. Den fünften Stern verliert das Tool durch die intransparente Preisgestaltung, den jungen Anbieterstatus mit dünner öffentlicher Referenzlage und die — methodisch korrekt, aber praktisch limitierende — Tatsache, dass die Ergebnisse nur als Ersteinschätzung verwertbar sind. Für die enge Zielgruppe der Insolvenzverwalter ist InsoHiwi 2026 eine der wenigen ernstzunehmenden deutschen KI-Lösungen — und damit Pflichtprogramm für eine Evaluation.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026 — Das Unternehmen tritt unter zwei Namen auf: Marke “InsoHiwi”, juristische Entität bbai GmbH (Oberottmarshausen). Wer Verträge prüft oder den Anbieter im Handelsregister suchen will, sollte das wissen — sonst wird die Recherche unnötig zäh.
- Mai 2026 — Die Plattform sichert explizit zu, dass Mandantendaten nicht für KI-Training verwendet werden. Diese Zusicherung sollte vertraglich abgesichert werden — Marketing-Aussagen reichen für Mandantendatenverarbeitung nicht aus.
- Mai 2026 — On-Demand-Analyse innerhalb von 24 Stunden ist im deutschen Insolvenzberatungsmarkt ein ungewöhnlich offensives Lieferversprechen. Wer das Modell punktuell ausprobieren will, hat damit eine niedrigschwellige Einstiegsoption ohne langfristige Bindung.
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