ILIAS
ILIAS open source e-Learning e.V.
ILIAS ist das in Köln entwickelte deutsche Open-Source-LMS, das seit 1998 Hochschulen, die öffentliche Verwaltung und die Bundeswehr mit Online-Lernumgebungen versorgt. GPL-3.0-Lizenz, Hosting wahlweise im eigenen Rechenzentrum oder bei zertifizierten Partnern in Deutschland, volle Datenhoheit und BITV-konforme Barrierefreiheit inklusive.
Kosten: Software kostenlos unter GPL-3.0. Managed Hosting über zertifizierte ILIAS-Partner (Databay, Qualitus, Leifos, Studer+Raimann u. a.) typischerweise 100–500 €/Monat für kleine Installationen, 1.000–5.000 €/Monat für größere Organisationen (ab ca. 500 aktive Nutzer). Einrichtung, Migration und Schulung als Projektpauschale ab ca. 3.000 €
Kategorien
Stärken
- Open Source (GPL-3.0), keine Lizenzkosten, vollständige Anpassbarkeit, keine Vendor-Lock-in-Risiken
- Made in Germany, Entwicklung in Köln, DSGVO-nativ, Hosting in Deutschland beim Partner oder on-premise
- SCORM 1.2 und SCORM 2004 zertifiziert (erstes Open-Source-LMS weltweit) plus xAPI/Tin-Can über Learning Record Store
- Barrierefreiheit nach BITV 2.0 und WCAG 2.1 AA, Pflichtvoraussetzung für öffentliche Auftraggeber
- Mächtiges Test- und Prüfungsmodul mit über 15 Fragetypen, rechtssichere elektronische Prüfungen möglich
- Starkes deutschsprachiges Partnernetzwerk mit Supportverträgen, AVV und Schulungsangeboten
Einschränkungen
- UI wirkt klassisch bis altmodisch, modernere Autorentools wie Rise 360 oder TalentLMS sehen frischer aus
- Setup, Betrieb und Updates erfordern IT-Know-how oder einen Partnervertrag, kein Klick-und-los
- Einarbeitung für Kurserstellende dauert Wochen, nicht Stunden, ILIAS ist kein Tool für Gelegenheitsautoren
- Plugin-Ökosystem kleiner als bei Moodle, für Nischenanforderungen evtl. Eigenentwicklung nötig
- Mobile App existiert (ILIAS Pegasus), wirkt aber weniger poliert als die Apps kommerzieller Konkurrenten
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst volle Datenhoheit und willst Lernerdaten im eigenen Rechenzentrum oder bei einem deutschen Partner halten
- Du arbeitest in öffentlicher Verwaltung, Hochschule oder Behörde und musst Barrierefreiheit nach BITV nachweisen
- Du willst langfristig planen ohne Lizenzkosten-Risiko oder Anbieterwechsel-Zwang
- Du brauchst rechtssichere elektronische Prüfungen mit SCORM- und xAPI-Anbindung
Wann nein
- Du suchst ein schnelles Plug-and-play-LMS ohne IT-Team oder Partnerbudget
- Dein Team soll Kurse in Minuten statt Tagen erstellen, dann sind Rise 360 oder TalentLMS besser
- Du brauchst eine besonders moderne, konsumentennahe UI für junge Zielgruppen
- Dein Anwendungsfall ist ein kleiner KMU mit 20 Mitarbeitenden, der Betriebsaufwand rechnet sich selten
Kurzfazit
ILIAS ist das LMS der Wahl, wenn Datenhoheit, DSGVO und Barrierefreiheit nicht verhandelbar sind. Entwickelt seit 1998 an der Universität zu Köln und heute bei Bundeswehr, zahlreichen Bundesbehörden und Dutzenden deutscher Hochschulen im Einsatz, bietet es alles, was ein ausgewachsenes Lernmanagementsystem braucht, von SCORM-/xAPI-Kursen über rechtssichere Prüfungen bis hin zu BITV-konformen Oberflächen. Die Schwäche ist die Kehrseite der Reife: Die Oberfläche wirkt gegenüber modernen Cloud-Tools altbacken, und ohne IT-Know-how oder Partnervertrag läuft ILIAS nicht. Für institutionelle Anwender mit Compliance-Pflichten ist es trotzdem die ehrlichste Empfehlung in diesem Markt.
Für wen ist ILIAS?
Hochschulen und Akademien: ILIAS ist in der deutschen Hochschullandschaft tief verankert, Universitäten Köln, Bern, Freiburg, Düsseldorf, viele Fachhochschulen und Berufsakademien betreiben ILIAS als zentrale Lernplattform. Die Integration mit Campus-Management-Systemen (HISinOne, CampusNet) und Single-Sign-on über Shibboleth/SAML gehört zum Standardrepertoire.
Öffentliche Verwaltung und Behörden: Bundesverwaltungsamt, zahlreiche Landesbehörden und kommunale Weiterbildungsinstitute nutzen ILIAS für Compliance- und Fachschulungen. Der Grund: Die Plattform erfüllt BITV 2.0, lässt sich im BSI-konformen Rechenzentrum betreiben und die ILIAS open source e-Learning e.V. als gemeinnütziger Träger passt zu Vergabeanforderungen.
Bundeswehr: Die Bundeswehr setzt ILIAS als eine ihrer zentralen E-Learning-Plattformen ein, weil das System vollständig in eigenen, isolierten Netzen betrieben werden kann und keine Daten an externe Cloud-Anbieter fließen.
Größere Weiterbildungsträger: IHKs, Handwerkskammern, Berufsgenossenschaften und Verbände, die pro Jahr mehrere tausend Teilnehmende zertifizieren, finden in ILIAS die Prüfungsfunktionen und die Skalierbarkeit, die sie brauchen.
Unternehmen mit Compliance-Schulungen: Versicherungen, Banken, Pharmaunternehmen mit regelmäßigen Pflichtschulungen (Datenschutz, Arbeitsschutz, GxP) nutzen ILIAS, weil sich Nachweise, Zertifikate und Prüfungsergebnisse revisionssicher dokumentieren lassen.
Weniger geeignet für: Kleine KMU unter 100 Mitarbeitenden (Betriebsaufwand zu hoch), Teams, die heute loslegen wollen (Einrichtung dauert Wochen), und Unternehmen, die primär kurze, visuell moderne Mikrolearnings brauchen, da sind Rise 360 oder 360Learning näher am Ziel.
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Selbst-Hosting | 0 € Lizenzkosten | Vollständige Software unter GPL-3.0, Source Code auf GitHub, Community-Support im Forum |
| Managed Hosting (klein) | ca. 100–500 €/Monat | Partner-Hosting in Deutschland, bis ~250 aktive Nutzer, Backups, Updates, Basis-Support |
| Managed Hosting (mittel) | ca. 500–2.500 €/Monat | Bis ~2.000 aktive Nutzer, SLA, Monitoring, AVV nach DSGVO |
| Enterprise / Behörde | ab ca. 2.500 €/Monat | Hochverfügbarkeit, BSI-konformes Rechenzentrum, dedizierte Infrastruktur, Custom-Plugins |
| Projekt-Dienstleistung | ab ca. 3.000 € einmalig | Einrichtung, Migration, Schulung, Anpassungen, pro Tagessatz ~900–1.400 € beim Partner |
Einordnung: Die Software selbst kostet keinen Cent, der Betrieb aber sehr wohl. Wer ernsthaft ILIAS nutzt, zahlt entweder mit eigenen IT-Personalstunden oder mit einem Partnervertrag. Für eine mittlere Hochschule mit 10.000 Studierenden liegen die laufenden Kosten typischerweise im niedrigen fünfstelligen Bereich pro Jahr, deutlich günstiger als eine vergleichbare Enterprise-Cloud-Lizenz (Blackboard, D2L), aber eben nicht kostenlos. Die offiziellen Partner (Databay, Qualitus, Leifos, Studer+Raimann, Internetlehrer, INNOSONAR u. a.) haben keine öffentlichen Preislisten, Angebote sind immer projekt- und nutzerzahlbezogen.
Stärken im Detail
Echte Open-Source-Souveränität. GPL-3.0 bedeutet: Du kannst den Code auf GitHub lesen, forken, anpassen und selbst hosten, ohne je ein Unternehmen um Erlaubnis zu fragen. Die ILIAS open source e-Learning e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in Köln, kein VC-finanziertes Startup, das morgen aufgekauft oder eingestellt wird. Diese institutionelle Stabilität ist für öffentliche Auftraggeber ein echtes Plus gegenüber kommerziellen SaaS-Lösungen.
DSGVO-nativ statt nachträglich zertifiziert. ILIAS wird seit 1998 in Deutschland nach deutschen Datenschutzvorstellungen entwickelt. Es gibt keine verdeckten US-Cloud-Abhängigkeiten, keine Telemetriedaten, keine Marketing-Cookies. Beim Self-Hosting bleibt jedes Byte im eigenen Netz; beim Partner-Hosting gilt ein klassischer Auftragsverarbeitungsvertrag mit deutschem Rechenzentrum.
SCORM- und xAPI-Reife seit zwei Jahrzehnten. ILIAS war 2004 das erste Open-Source-LMS mit voller SCORM-1.2-Zertifizierung, später kam SCORM 2004 dazu. Aktuelle Versionen (ILIAS 10, April 2026) unterstützen xAPI/Tin-Can mit integriertem Learning Record Store, du kannst also auch Lernerlebnisse außerhalb der Plattform (Simulationen, VR-Module, mobile Apps) zentral tracken.
Barrierefreiheit ist nicht nur ein Feature. ILIAS orientiert sich an BITV 2.0 und WCAG 2.1 AA, für Hochschulen und Behörden seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz Pflicht. Screenreader-Kompatibilität, Tastaturbedienung und kontrastreiche Designs sind nicht optional, sondern Teil der Core-Release-Kriterien.
Prüfungen auf Enterprise-Niveau. Über 15 Fragetypen (Multiple Choice, Lückentext, Zuordnung, Hotspot, Freitext, Kprim, numerische Antworten), Gruppen- und Einzelprüfungen, Safe-Exam-Browser-Integration, Bewertungsworkflows, Export für Hochschulprüfungsämter. Für rechtssichere elektronische Prüfungen an Hochschulen gibt es wenige Alternativen dieser Tiefe.
Schwächen ehrlich betrachtet
Die UI ist ehrlich gesagt in die Jahre gekommen. Trotz Design-Modernisierung in ILIAS 9 und 10 wirkt die Oberfläche gegenüber Cloud-LMS wie TalentLMS oder 360Learning altbacken. Studierende, die TikTok-Interfaces gewohnt sind, beschweren sich regelmäßig über die Navigation. Workaround: Viele Hochschulen bauen vorgeschaltete Kursportale oder nutzen das ILIAS-Theme-System für eigenes Branding.
Ohne IT-Team oder Partner läuft nichts. ILIAS selbst zu hosten bedeutet: PHP-Server pflegen, MySQL/MariaDB tunen, Backups einrichten, Updates zweimal jährlich einspielen, Sicherheitspatches zeitnah anwenden. Das ist kein Wochenendprojekt. Wer keinen IT-Menschen mit Linux-Erfahrung hat, braucht einen Partnervertrag, und der kostet (siehe Preise).
Einarbeitung für Autoren dauert. Ein neuer Kursautor braucht realistisch 2–4 Wochen, bevor er ILIAS souverän bedient. Die Oberfläche bietet viel, Lernmodule, Objekte, Rollensystem, Rechtehierarchie, Wiki, Forum, Tests, Übungen, und diese Mächtigkeit ist genau das, was Einstiegsfreude bremst. Rise 360 schafft ein fertiges Modul in 2 Stunden, ILIAS eher in 2 Tagen.
Plugin-Ökosystem kleiner als bei Moodle. Moodle hat über 1.700 offizielle Plugins, ILIAS deutlich weniger (ca. 150 aktiv gepflegte). Für spezielle Anwendungsfälle (H5P-Tiefenintegration, bestimmte Videokonferenzsysteme, exotische Authentifizierungen) ist manchmal Eigenentwicklung oder ein Partner-Plugin nötig.
Mobile App mit Luft nach oben. Die offizielle App “ILIAS Pegasus” funktioniert für Offline-Zugriff auf Kursinhalte, wirkt aber weniger poliert als die Apps kommerzieller Anbieter. Browser-Nutzung auf dem Smartphone ist möglich, aber nicht das angenehmste Erlebnis.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Ein ähnlich mächtiges Open-Source-LMS mit größerer Plugin-Auswahl willst | Moodle |
| Ein europäisches Schul-/Hochschul-LMS mit Cloud-Komfort willst | itslearning |
| Schlanke, moderne Kurse schnell erstellen willst (Rapid E-Learning) | Rise 360 |
| Ein Cloud-LMS mit Social-Learning-Fokus suchst | 360Learning |
ILIAS ist kein Allrounder, es ist die Institutionen-Variante für Anwender mit Compliance-, Datenschutz- und Barrierefreiheitsanforderungen. Wenn du diese Anforderungen hast, führt kaum ein Weg an ILIAS oder Moodle vorbei. Die Wahl zwischen beiden entscheidet sich meist an bestehender IT-Landschaft, Partner-Präferenz und UI-Geschmack.
So steigst du ein
Schritt 1, Entscheidung Self-Hosting vs. Partner: Kläre zuerst, ob du ILIAS selbst betreiben willst (eigenes Rechenzentrum, eigenes IT-Team, volle Kontrolle) oder einen Partner beauftragen willst (Hosting, Updates, Support aus einer Hand). Für Organisationen ohne dedizierte IT-Ressourcen ist der Partnerweg fast immer sinnvoller. Eine Liste zertifizierter Partner findest du auf ilias.de.
Schritt 2, Test auf docu.ilias.de: Die offizielle Dokumentationsplattform ist gleichzeitig ein voll funktionsfähiges ILIAS-System mit öffentlichem Zugang. Lege dir dort einen Account an, klicke dich durch einen Demo-Kurs, probiere das Test-Modul, so bekommst du in zwei Stunden ein realistisches Gefühl für das System, ohne etwas installieren zu müssen.
Schritt 3, Pilotprojekt mit klarer Abgrenzung: Starte nicht mit “alle Schulungen migrieren”, das ist der häufigste Fehler. Wähle ein konkretes Teilprojekt (z. B. “Datenschutz-Pflichtschulung für 500 Mitarbeitende”), setze es sauber in ILIAS um, hol Feedback, iteriere. Nach drei erfolgreichen Pilotkursen hast du das Handwerkszeug, um größere Rollouts anzugehen.
Ein konkretes Beispiel
Die Verwaltungs-Hochschule eines mittelgroßen Bundeslandes migriert 2025 von einem in die Jahre gekommenen kommerziellen LMS zu ILIAS. Grund: Der Landesrechnungshof hatte Datenschutzrisiken beim bisherigen US-Cloud-Anbieter beanstandet, gleichzeitig forderte die interne Revision BITV-konforme Prüfungen für angehende Verwaltungsbeamte. Ein ILIAS-Partner aus Köln setzt die Migration in sechs Monaten um: Hosting im BSI-C5-zertifizierten Rechenzentrum in Frankfurt, Anbindung an das landeseigene Active Directory via SAML, Import von 240 bestehenden Kursen als SCORM-Pakete, Schulung der 18 hauseigenen Kursautoren. Kosten im ersten Jahr: ca. 48.000 € (Projekt) plus 2.800 €/Monat laufend, gegenüber der vorherigen Lizenz spart die Hochschule 35 % pro Jahr und gewinnt Rechtssicherheit hinzu. Die 3.500 Studierenden nutzen die Plattform seit dem ersten Semester 2026 ohne größere Beanstandungen.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Volle Kontrolle, Self-Hosting im eigenen Rechenzentrum oder bei einem ILIAS-Partner in Deutschland. Kein US-Cloud-Zwang, keine versteckten Datenflüsse ins Ausland.
- Rechtsgrundlage: Software unter GPL-3.0, keine Telemetrie, keine Herstellerzugriffe auf Produktivdaten. Der Quellcode auf GitHub ist vollständig einsehbar.
- Auftragsverarbeitung: AVV nach Art. 28 DSGVO beim Partner-Hosting Standard, alle deutschen ILIAS-Partner liefern einen fertigen AVV auf Anfrage. Beim Self-Hosting entfällt die Notwendigkeit eines AVV mit Dritten.
- Barrierefreiheit: Entwicklung orientiert sich an BITV 2.0 und WCAG 2.1 AA, relevant für öffentliche Stellen nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.
- Löschkonzept: Nutzer- und Kursdaten lassen sich granular löschen und anonymisieren; Retention-Regeln sind pro Objektart konfigurierbar, Voraussetzung für DSGVO-Art.-17-Konformität.
- Empfehlung für Unternehmen: Für Organisationen mit Berufsgeheimnis (Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Seelsorge) ist ILIAS eine der wenigen realistischen LMS-Optionen, genau weil du die Daten auf eigener Infrastruktur hältst.
Gut kombiniert mit
- Rise 360, Kurse im optisch modernen Rise-Authoring-Tool erstellen, als SCORM-Paket exportieren und in ILIAS ausliefern; kombiniert Autorenkomfort mit Datenhoheit im Betrieb
- Moodle, für Organisationen mit heterogenen Anforderungen können beide LMS parallel betrieben werden, z. B. Moodle für offene Lernangebote, ILIAS für Prüfungs- und Compliance-relevante Kurse
- BigBlueButton, das europäische Open-Source-Videokonferenzsystem lässt sich nativ in ILIAS einbinden und ergänzt die Plattform um Live-Sessions ohne US-Cloud-Abhängigkeit
Unser Testurteil
ILIAS verdient 4 von 5 Sternen. Für Hochschulen, Behörden und Compliance-getriebene Organisationen ist es die beste Open-Source-Wahl im deutschsprachigen Raum, Datenhoheit, DSGVO-Reife, SCORM-Tiefe und Barrierefreiheit sind kaum zu schlagen. Den fünften Stern kostet es die altbackene UI, die steile Lernkurve für Autoren und der Umstand, dass ohne IT-Kompetenz oder Partnervertrag nichts läuft. Wer ein schnelles, modernes, klick-und-los-LMS sucht, ist hier falsch; wer eine institutionell stabile Plattform mit voller Datenkontrolle braucht, findet kaum Besseres.
Was wir bemerkt haben
- April 2026, ILIAS 10.7 ist die aktuelle stabile Version (Branch
release_10auf GitHub). Das UI wurde gegenüber ILIAS 8/9 weiter modernisiert, das Kurs-Dashboard wirkt deutlich aufgeräumter, die grundsätzliche visuelle Sprache bleibt aber klassisch. - 2024/2025, Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) hat öffentlichen Einrichtungen deutliche Deadlines gesetzt. ILIAS war bereits vor dem Stichtag BITV-konform und hat in diesem Zeitraum sichtbare Marktanteile bei Behörden zurückgewonnen, die von weniger konformen Plattformen weg migriert sind.
- 2023, Die ILIAS-Lizenz wurde von GPL-2.0+ auf GPL-3.0 angehoben. Für Anwender hat das praktisch keine Konsequenzen, für Plugin-Entwickler klärt es aber einige Rechtsfragen zu kompatiblen Bibliotheken.
- Dauerhaft, ILIAS bleibt organisatorisch der gemeinnützige Verein “ILIAS open source e-Learning e.V.” in Köln, nicht aufgekauft, nicht in VC-Hände geraten, nicht kommerzialisiert. Diese institutionelle Stabilität ist in der LMS-Welt eine Seltenheit.
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