Zum Inhalt springen
Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Geprüft: April 2026

Frontify

Frontify AG

3/5
Tool öffnen

Cloud-basierte Brand-Management-Plattform für Markenrichtlinien, digitales Asset-Management und Marken-Templates. Frontify speichert Brand Guidelines, Logos, Farben und Schriften an einem Ort und macht sie für das gesamte Unternehmen und externe Partner zugänglich. Besonders stark bei der Verwaltung von Brand Guidelines als lebendige Portale.

Kosten: Starter ab ca. 79 USD/Monat; Professional und Enterprise auf Anfrage; kostenlose Demo verfügbar

Stärken

  • Zentrales Brand Portal: Richtlinien, Assets und Vorlagen an einem Ort statt in PDF-Dateien
  • KI erkennt automatisch Off-Brand-Farben, Schriften und nicht freigegebene Logos
  • Granulare Zugangskontrolle: Partner und Freelancer sehen nur, was für sie freigegeben ist
  • EU-Datenspeicherung (Schweiz/EU) — DSGVO-freundlich, kein US-Anbieter
  • Native Integration in Adobe Creative Cloud und Figma — Assets direkt im Designtool verfügbar

Einschränkungen

  • Pricing intransparent — kein Self-Service-Einstieg für kleinere Teams ohne Sales-Gespräch
  • Für kleine Agenturen unter 10 Personen fast immer zu groß und zu teuer
  • KI-Brand-Compliance noch nicht für alle Asset-Typen gleich stark (Video schwächer als Bild)
  • Onboarding aufwändig — initiale Befüllung der Brand Guidelines ist ein Projektaufwand, kein Nachmittagsprojekt
  • Weniger stark bei komplexem Lizenzmanagement als dediziertes DAM wie Bynder

Passt gut zu

Mittelgroße bis große Agenturen, die Brand Guidelines für mehrere Kunden verwalten Unternehmen mit vielen externen Partnern, die konsistente Markennutzung sicherstellen wollen Teams, die Brand Guidelines aus PDFs in lebendige, verlinkbare Online-Portale überführen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du verwaltest Brand Guidelines für mehrere Kunden und willst lebendige Online-Portale statt PDF-Dokumente
  • Du willst Freelancern und Partnern Zugriff auf freigegebene Assets geben, ohne dein gesamtes System zu öffnen
  • KI soll Off-Brand-Fehler erkennen, bevor sie zum Kunden gehen — automatisch, nicht manuell
  • Dein Team arbeitet täglich mit Adobe Creative Cloud oder Figma und will Assets direkt dort abrufen

Wann nein

  • Du brauchst ein Vollarchiv für 50.000+ Assets mit komplexem Lizenzmanagement — dann ist Bynder besser geeignet
  • Du bist eine kleine Agentur unter 5 Personen — die Kosten für den Nutzen stimmen nicht
  • Du suchst transparentes Self-Service-Pricing und willst ohne Sales-Call einsteigen
  • Du brauchst Zeiterfassung, Projektmanagement oder andere Agentur-Ops-Tools — das ist nicht Frontify

Kurzfazit

Frontify ist die stärkste Wahl, wenn Brand Guidelines nicht in PDFs sterben sollen. Das Tool verwandelt statische Markenhandbücher in lebendige, verlinkbare Portale — mit KI-Prüfung, die Off-Brand-Fehler erkennt, bevor sie den Kunden erreichen. Was Frontify nicht ist: ein vollständiges DAM mit Lizenzmanagement für große Asset-Volumen (da ist Bynder stärker) oder ein günstiges Tool für kleine Teams. Für mittelgroße Agenturen mit mehreren Kunden-Marken ist es aber eine der besten Lösungen auf dem Markt. Rating: 3 Sterne, weil der Preis für viele Teams eine echte Hürde ist.

Für wen ist Frontify?

Mittelgroße Agenturen (10–50 Personen): Agenturen, die 5+ Kunden-Marken betreuen, brauchen ein System, das jede Marke sauber trennt und Kunden sowie Freelancern die richtige Version der Guidelines zeigt — ohne manuellen Aufwand.

Unternehmens-Marketingabteilungen: Wer intern und extern für Markenkonsistenz sorgen muss, braucht ein System, das alle — vom internen Designer bis zum externen Druckdienstleister — auf dem gleichen Stand hält.

Design-Teams mit Adobe/Figma-Fokus: Die Plugin-Integration in Photoshop, InDesign und Figma macht Frontify besonders attraktiv für Teams, die nie aus ihrem Design-Tool heraus wollen, um Assets zu suchen.

Marken in Wachstumsphasen: Wer gerade eine Marke aufbaut oder rebrandt, braucht ein System, das Richtlinien pflegen und kommunizieren kann — nicht nur einmalig dokumentiert.

Weniger geeignet für: Solo-Freelancer, kleine Agenturen unter 5 Personen, Teams mit primärem Fokus auf Zeiterfassung oder Projektmanagement, Unternehmen mit >50.000 Assets und komplexem Lizenzmanagement.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Starterca. 79 USD/MonatBrand Guidelines, Asset Library, Basis-Zugangskontrolle
ProfessionalAuf AnfrageErweiterte Brand Compliance, KI-Funktionen, Workflows
EnterpriseAuf AnfrageSSO, erweiterte Integrationen, dedizierter Support

Einordnung: Der Starter-Plan ist für kleinere Teams ein Einstieg, aber viele der differenzierenden Features (KI-Compliance, erweiterte Workflows) liegen in den höheren Plänen. Das intransparente Pricing für Professional und Enterprise ist kritisierbar — wer evaluiert, muss zuerst einen Sales-Call durchlaufen. Für die Entscheidungsfindung empfehlen wir, konkrete Anforderungen zu definieren und Angebote von Bynder und Canto als Vergleich einzuholen.

Stärken im Detail

Brand Guidelines, die leben. Das Kernproblem mit PDF-Markenhandbüchern: Sie veralten sofort, sie sind schwer zu verlinken, und niemand weiß, welche Version aktuell ist. Frontify löst das mit Online-Portalen, die versioniert und direkt verlinkbar sind. Eine Änderung in der Farbe? Sofort in allen Portalen aktuell — kein neues PDF, keine E-Mail-Runde.

KI-Brand-Compliance. Die KI erkennt, wenn in einer Datei die falsche Schrift, eine Off-Brand-Farbe oder ein nicht freigegebenes Logo verwendet wird — und meldet das vor der Freigabe. Das ist besonders wertvoll bei Teams mit vielen externen Partnern, die die Markenrichtlinien nicht so tief kennen wie das Kernteam.

Granulare Zugangskontrolle. Jeder Partner, Freelancer oder Lieferant sieht nur, was für ihn freigegeben ist. Ein Druckdienstleister bekommt das CMYK-Logo; ein Social-Media-Freelancer die RGB-Version. Das verhindert den häufigen Fehler, dass falsche Asset-Varianten in den falschen Kanälen landen.

Design-Tool-Integration. Das Figma-Plugin und die Adobe CC-Integration erlauben es Designern, Assets direkt aus Frontify in ihrem Tool zu nutzen — ohne Browser-Tab, ohne manuelle Downloads, ohne Versionsverwirung.

Schwächen ehrlich betrachtet

Pricing ohne Transparenz. Der Starter-Plan hat einen öffentlichen Preis (~79 USD/Monat), alles darüber nicht. Wer mehr Features braucht, muss den Sales-Prozess durchlaufen — und erhält am Ende ein maßgeschneidertes Angebot, das schwer zu vergleichen ist. Für Teams, die schnell evaluieren wollen, ist das ein echter Reibungspunkt.

Onboarding ist ein Projekt. Die initiale Befüllung der Brand Guidelines ist kein Nachmittagsprojekt: Logos in allen Varianten, Farben mit Farbcodes, Typografie, Do’s and Don’ts, Bildsprache — das alles muss strukturiert eingepflegt werden. Bynder und Frontify bieten dafür Onboarding-Unterstützung an, was aber Zeit und Geld kostet.

KI bei Video schwächer. Die KI-Brand-Compliance funktioniert zuverlässig für statische Bilder und Grafiken, aber Video-Assets werden deutlich weniger tiefgründig analysiert. Wer hauptsächlich Video-Content produziert, sollte das im Evaluations-Gespräch klären.

Für große Asset-Volumen nicht das stärkste Werkzeug. Frontify ist primär ein Brand-Portal-Tool mit DAM-Elementen — nicht ein DAM mit Brand-Portal-Elementen. Bei 50.000+ Assets und komplexem Lizenzmanagement ist Bynder die bessere Wahl.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Großvolumen-DAM mit Lizenzmanagement brauchstBynder
Ein einfacheres, günstigeres Brand-Portal willstCanva Teams
Hauptsächlich Projektmanagement für Kreativteams brauchstawork
Design-System-Dokumentation für Entwickler erstellen willstZeroheight

Frontify ist der beste Weg von PDF-Markenhandbüchern zu lebendigen Portalen — wer das nicht braucht, sollte woanders schauen.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo unter frontify.com anfragen. Im Gespräch konkret die Anzahl der Marken, Nutzer und Anwendungsfälle beschreiben — das bestimmt, welcher Plan passt.

Schritt 2: Mit einer Kundenmarke starten, nicht mit allen gleichzeitig. Die initiale Befüllung der Brand Guidelines (Logos, Farben, Typografie, Do’s and Don’ts) ist der aufwändigste Teil — realistisch 2–3 Tage für eine vollständige Marke.

Schritt 3: Figma-Plugin und Adobe CC-Plugin für das Design-Team installieren. Sobald alle Assets direkt im Design-Tool abrufbar sind, ist die Adoption im Team deutlich höher als bei reinen Web-Lösungen.

Ein konkretes Beispiel

Eine Münchner Designagentur betreut 8 Unternehmensmarken parallel. Früher lebten Brand Guidelines in PDFs auf verschiedenen SharePoint-Ordnern — und niemand wusste, welche Version aktuell war. Bei einem Kunden wurden versehentlich alte Logo-Versionen für eine Kampagne genutzt, was eine teure Nachbesserung erforderte. Mit Frontify gibt es ein zentrales Portal pro Kunde: Freelancer greifen direkt auf freigegebene, aktuelle Assets zu. Die KI-Prüfung meldet Off-Brand-Elemente bei der Asset-Erstellung — bevor der Fehler zum Kunden geht. Die Frage “Welche Logoversion soll ich nehmen?” stellt sich nicht mehr.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Schweiz und EU — Frontify AG hat Sitz in St. Gallen, Schweiz; Datenhaltung in EU/Schweiz-Infrastruktur
  • DSGVO-Konformität: Schweizer Datenschutzrecht (nDSG) ist mit EU-DSGVO kompatibel; AVV verfügbar
  • Zugriffskontrollen: Granulare Rechte-Vergabe nach Nutzer, Gruppe und Portalbereich
  • Datenverschlüsselung: TLS für Übertragung, Verschlüsselung im Ruhezustand
  • Empfehlung: Für deutsche Unternehmen mit EU-Hosting-Anforderung ist Frontify geeignet. Der Schweizer Standort ist EU-kompatibel, aber nicht identisch mit EU-Hosting. Bei sehr strengen Anforderungen (z.B. öffentlicher Sektor) Frontify im Evaluationsgespräch explizit nach EU-Hosting-Optionen fragen.

Gut kombiniert mit

  • Bynder — Frontify für Brand Guidelines und Richtlinien-Portale, Bynder für das Asset-Volumen-Management. Große Enterprise-Marken nutzen beide Tools parallel.
  • Figma — der Figma-Plugin macht Frontify-Assets direkt im Design-Tool verfügbar. Das ist die natürlichste Integration für Design-Teams.
  • awork — Frontify für Markenkonsistenz, awork für die Projektplanung der Kreativarbeit. Beide Tools adressieren komplementäre Aspekte des Agenturalltags.

Unser Testurteil

Frontify verdient 3 von 5 Sternen. Das Konzept ist stark und der Nutzen für mittelgroße Agenturen mit mehreren Kunden-Marken ist real. Was den dritten Stern kostet: das intransparente Pricing, das hohe Onboarding-Investment und die Tatsache, dass viele Features erst in teureren Plänen verfügbar sind. Für die richtige Zielgruppe — Agenturen, die lebendige Brand Portale brauchen — gibt es kaum bessere Alternativen. Für alle anderen: erst wirklich sicherstellen, dass der Use Case passt.

Was wir bemerkt haben

  • 2024 — Frontify hat generative KI-Funktionen für Brand-Content-Erstellung eingeführt: das System kann auf Basis der gespeicherten Brand Guidelines KI-Content-Vorschläge machen, die zur Marke passen. Ein deutlicher Schritt über reine Asset-Verwaltung hinaus.
  • 2023 — Frontify hat das Pricing für den Starter-Plan nach unten angepasst, um mittelgroße Teams besser zu erreichen. Zuvor war der Einstieg noch teurer und weniger zugänglich.
  • Laufend — Die Figma-Integration ist eine der stärksten auf dem Markt und wird aktiv weiterentwickelt — das ist besonders für die wachsende Zahl von Figma-first-Agenturen relevant.

Diesen Inhalt teilen:

Empfohlen in 2 Use Cases

Redaktionell bewertet · Preise und Funktionen können sich ändern.

Stimmt etwas nicht?

Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt? Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.

Feedback geben
Kostenloser Newsletter

Bleib auf dem neuesten
Stand der KI

Wähle deine Themen und erhalte relevante KI-News, Praxistipps und exklusive Inhalte direkt in dein Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Was interessiert dich? Wähle 1–3 Themen — du bekommst nur Inhalte dazu.

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abmeldbar.

Kostenlos
Kein Spam
Jederzeit abmeldbar