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Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Geprüft: Mai 2026

Findologic

Findologic GmbH (Teil von Nosto)

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KI-gestützte Suche und Produktnavigation für Online-Shops aus Salzburg, seit 2022 Teil der Nosto-Gruppe. NLP-basierte Suchanfrageinterpretation, automatische Synonyme, personalisierte Sortierung und Merchandising-Werkzeuge für DACH-Händler. Stark integriert mit Shopware, Magento, OXID und Shopify — der etablierte deutschsprachige Gegenpol zu Algolia.

Kosten: SaaS-Abonnement, Preise nicht öffentlich kommuniziert. Branchenübliche Einstiegspreise für mittelständische Shops liegen erfahrungsgemäß bei 500–1.500 €/Monat, Enterprise-Setups schnell vier- bis fünfstellig pro Monat. Preisbildung nach Shop-Größe (Sessions/Monat), Anzahl Sprachen/Länder und gewählten Modulen (Smart Suggest, Merchandising, Personalization). Kostenpflichtige Implementierung über Findologic oder zertifizierte Partner zusätzlich.

Stärken

  • EU-Hosting in Frankfurt und Wien — DSGVO-konform für deutsche und österreichische Shops
  • Native Konnektoren für Shopware 5/6, Magento 2, OXID, Spryker, Shopify — Setup ohne tiefen Custom-Code
  • Deutschsprachiger Support aus Salzburg, mit echten DACH-Spezialisten statt Hotline-Übersetzungen
  • AI Shopping Assistant (2024) ergänzt klassische Suche um Conversational Commerce
  • Merchandising-Tools für nicht-technische Marketing-Teams (Drag-and-drop für Produktplatzierung)
  • Über 10 Jahre Marktpräsenz im DACH-Mittelstand und Enterprise — viele Referenzen aus DIY, Mode, B2B

Einschränkungen

  • Preise nicht öffentlich — Vergleich und Budgetierung erst nach Sales-Gespräch möglich
  • Seit Nosto-Übernahme 2022 verschmilzt das Produkt schrittweise in die Nosto Commerce Experience Platform — Roadmap weniger eigenständig
  • Eher klassische Shop-Suche; Headless- und API-First-Architekturen mit Algolia oder Typesense nicht immer auf Augenhöhe
  • Implementierung dauert in der Regel 4–8 Wochen — kein 'in einem Nachmittag live'
  • Für sehr kleine Shops (< 1.000 Bestellungen/Monat) wirtschaftlich kaum sinnvoll
  • AI-Erklärbarkeit begrenzt — warum ein Produkt oben rankt, ist nicht immer transparent

Passt gut zu

Online-Shops DACH-E-Commerce Shopware-Händler Magento-Händler Mittelstand

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst einen mittelgroßen bis großen DACH-Online-Shop mit relevantem Suchvolumen
  • Du nutzt Shopware, Magento, OXID oder Spryker und willst die native Suche durch eine KI-Lösung ersetzen
  • Du brauchst deutschsprachigen Support und EU-konformes Hosting
  • Marketing-Team will Merchandising und Produktplatzierung selbst steuern, ohne IT-Tickets

Wann nein

  • Du betreibst einen Shop mit < 1.000 Bestellungen/Monat — die Investition rechnet sich nicht
  • Du baust ein API-First-/Headless-Setup mit globalem CDN — Algolia ist hier oft schneller
  • Du brauchst transparente, sofort buchbare Pay-as-you-go-Preise
  • Dein Shop läuft auf Plattformen ohne offiziellen Konnektor (z. B. Custom-Stack ohne Plugin-Ökosystem)

Kurzfazit

Findologic ist die etablierteste KI-Suche für deutschsprachige Online-Shops — entstanden 2008 in Salzburg, seit 2022 Teil der finnischen Nosto-Gruppe. Wer Shopware, Magento oder OXID betreibt und mit der nativen Suche an Grenzen stößt, findet hier eine ausgereifte Lösung mit deutschsprachigem Support, EU-Hosting und Merchandising-Tools, die auch nicht-technische Marketing-Teams bedienen können. Im Gegenzug zahlst du mit fehlender Preistransparenz, einem Implementierungsaufwand von mehreren Wochen und einer Roadmap, die seit der Nosto-Übernahme an die größere „Commerce Experience Platform” gekoppelt ist. Für DACH-Mittelstand und Enterprise weiterhin eine der ersten Adressen — für API-First-Shops oder kleine Händler oft überdimensioniert.

Für wen ist Findologic?

Mittelgroße bis große DACH-Online-Shops: Wer mehr als ein paar tausend Bestellungen pro Monat verarbeitet und merkt, dass die Standardsuche von Shopware oder Magento Conversion liegen lässt, ist die typische Zielgruppe. Findologic adressiert genau das Segment, in dem ein Algorithmus-Upgrade messbar Umsatz bringt.

Shopware-, Magento-, OXID- und Spryker-Händler: Native Konnektoren existieren für die im DACH-Raum dominanten Plattformen — Setup über das Plugin-Ökosystem statt tiefer Custom-Integration. Das spart Wochen Entwicklungszeit gegenüber einer rohen API-Anbindung.

Marketing-Teams mit Merchandising-Verantwortung: Die Backend-Oberfläche erlaubt es Produktmanager:innen, Suchergebnisse pro Kategorie zu kuratieren, Promotions zu schalten und A/B-Tests zu fahren — ohne IT-Ticket. Wer wöchentlich Kampagnen ausrollt, profitiert spürbar.

Unternehmen mit DSGVO-Pflichten: Hosting in Frankfurt und Wien, deutschsprachige Auftragsverarbeitungs­verträge, Sales- und Support-Team in Salzburg — das ist für Datenschutzbeauftragte ein deutlich kürzerer Freigabeweg als bei US-Anbietern.

B2B-Shops mit komplexen Sortimenten: Findologic hat starke Referenzen im B2B-Werkzeug-, Industrie- und Ersatzteilbereich, wo Suchanfragen oft Artikelnummern, Maße oder technische Spezifikationen sind. Klassische Volltextsuche scheitert hier — Findologic kann mit Synonym-Mapping und Attribut-Filterung umgehen.

Weniger geeignet für: Sehr kleine Shops (< 1.000 Bestellungen/Monat — die Lizenz frisst die Marge), reine Shopify-Boutiquen mit standardisierter Native-Suche (oft reicht das eingebaute Searchanise), API-First-Architekturen mit globalem Performance-Anspruch (Algolia und Typesense sind hier moderner aufgestellt) und Teams, die transparente Pay-as-you-go-Preise erwarten.

Preise im Detail

KomponentePreisWas du bekommst
Smart Search BasisAuf Anfrage (Erfahrungswert ab ~500 €/Monat)KI-gestützte Suche, Autocomplete, Filterlogik, Standard-Reporting
Smart SuggestIm Paket oder Add-onEchtzeit-Suchvorschläge mit Produkten, Kategorien und Marken
Merchandising / Category PagesAdd-onDrag-and-drop-Sortierung, Produktplatzierung, Kampagnen-Slots
PersonalizationAdd-on (Nosto-Integration)Nutzerbasierte Sortierung, Cross-Selling, segmentierte Suchergebnisse
AI Shopping AssistantAdd-on (seit 2024)Conversational Search mit LLM-Backend, mehrstufige Beratung
ImplementierungEinmalig 2.000–10.000 €Setup, Datenfeed-Anbindung, Konfiguration durch Findologic oder Partner
Multi-Shop / MehrsprachigkeitAufpreis pro Shop/SpracheSkaliert mit Anzahl der Storefronts

Einordnung: Findologic kommuniziert keine Listenpreise — du musst den Sales-Prozess durchlaufen, um eine Indikation zu bekommen. Erfahrungswerte aus dem DACH-Markt: Einstieg für mittelständische Shops bei rund 500–1.500 € pro Monat, Enterprise-Setups mit mehreren Storefronts, Ländern und allen Modulen schnell im vier- bis fünfstelligen Bereich pro Monat. Hinzu kommt die einmalige Implementierung. Wer Budget-Vergleiche braucht: Algolia veröffentlicht seine Preise transparent (gestaffelt nach Such-Operationen) — bei vergleichbarem Funktionsumfang liegen beide Anbieter im ähnlichen Korridor, Findologic mit Aufpreis für DACH-Support und EU-Hosting. Die wirtschaftliche Schwelle: Ab etwa 50.000 € Online-Umsatz/Monat lohnt sich die Investition in der Regel.

Stärken im Detail

EU-Hosting und deutschsprachiger Support — der Heimvorteil. Findologic betreibt seine Infrastruktur in Frankfurt (AWS eu-central-1) und Wien. Das Sales-, Support- und Customer-Success-Team sitzt überwiegend in Salzburg. Für deutsche Datenschutzbeauftragte heißt das: kurzer AVV, klare Zuständigkeiten, deutsche Vertragstexte — kein „Standardvertragsklausel-Theater” wie bei US-Anbietern. Wer im regulierten Mittelstand arbeitet, weiß, wieviel Verhandlungszeit das spart.

Native Konnektoren für die DACH-Shop-Welt. Shopware 5 und 6, Magento 2, OXID, Spryker, Salesforce Commerce Cloud — die im deutschsprachigen Raum dominanten Plattformen werden über offizielle, gewartete Plugins angebunden. Wer ein Standard-Setup hat, kann mit überschaubarem IT-Aufwand starten. Für Shopify gibt es ebenfalls eine App, allerdings ist Shopify-Marktanteil im DACH-Mittelstand traditionell kleiner als anderswo.

Merchandising-Tools für Marketing-Teams. Das Back-Office erlaubt es Produktmanager:innen, Suchergebnisse zu kuratieren, ohne Code zu schreiben: „Wenn jemand ‘Sommerkleid’ sucht, zeige Sale-Artikel oben.” Drag-and-drop, Vorschau, A/B-Tests — alles ohne Entwickler-Ticket. Das verkürzt den Weg zwischen Marketing-Idee und Live-Schaltung von Wochen auf Stunden und ist ein wesentlicher Grund, warum Findologic sich gegen technisch oft modernere, aber Marketing-fernere Konkurrenten behauptet.

KI-Suche, die DACH-Sprache versteht. Die Such-Pipeline ist auf deutschsprachige Eigenheiten trainiert: zusammengesetzte Substantive („Akkuschrauber-Set” findet auch „Akkuschrauberset”), Synonyme, Tippfehler, Umlaute, Plural- und Fallformen. Das klingt banal, ist aber der Kern: Eine englische Suche, die per Übersetzung an Deutsch anpasst, scheitert systematisch. Findologic ist hier seit über zehn Jahren mit dem deutschen Sortimentsalltag vertraut.

AI Shopping Assistant als zeitgemäße Erweiterung. Seit 2024 bietet Findologic einen Conversational-Search-Layer auf LLM-Basis: Statt „Hose blau Größe 32” tippt der Kunde „Ich suche eine Jeans für ein Geschäftsessen” und bekommt geführte Beratung. Das ist im E-Commerce-Markt 2026 schnell zum Erwartbaren geworden — Findologic hat den Schritt früh mitgemacht und integriert ihn in die bestehende Such-Oberfläche statt als isolierte Bot-Insel.

Tiefe DACH-Referenzen und Branchenwissen. Kunden aus DIY (toom, Profiwerkzeug24), Mode, Fotografie (Foto Köster), Industrie und B2B-Ersatzteilen — Findologic kennt die spezifischen Sucheigenheiten dieser Sortimente. Das macht sich in Voreinstellungen, Best-Practice-Beratung und Implementierungs-Templates bemerkbar. Wer in einer dieser Branchen unterwegs ist, profitiert von gesammeltem Erfahrungsschatz statt einer Generic-AI-Suche von der Stange.

Schwächen ehrlich betrachtet

Preisliche Black Box. Findologic veröffentlicht keine Preisliste. Du musst Kontakt aufnehmen, deine Eckdaten teilen, ein Sales-Gespräch führen — bevor du überhaupt weißt, ob du im richtigen Budget-Korridor liegst. Für Shop-Betreiber, die parallel drei bis fünf Anbieter evaluieren, ist das ein realer Reibungsverlust gegenüber Algolia oder Searchanise, die transparente Tarife online haben. Die Begründung („individuelle Lösungen”) ist Branchenusus, aber objektiv ein Zeit- und Vertrauensthema.

Nosto-Übernahme 2022 — Roadmap nicht mehr eigenständig. Findologic wurde von Nosto akquiriert und schrittweise in die „Nosto Commerce Experience Platform” integriert. Aus Kundensicht heißt das: Neue Features kommen oft im Nosto-Kontext (Personalization, Recommendations), die rein produktseitige Findologic-Identität schwindet. Die Marke besteht weiter, das Produkt wird gewartet — aber wer Findologic kauft, kauft de facto Nosto. Bei strategischen Vendor-Entscheidungen sollte man wissen, wo die Reise hingeht.

Implementierung ist kein Wochenend-Projekt. Realistischer Aufwand für ein erstes Live-Setup: 4–8 Wochen zwischen Vertragsunterschrift und Go-Live, abhängig von Datenfeed-Komplexität und Shop-Plattform. Datenmodell, Synonym-Listen, Filter-Logik, Merchandising-Regeln müssen aufgesetzt werden. Wer „in einem Nachmittag eine bessere Suche” erwartet, ist hier falsch aufgehoben — das ist Enterprise-Software-Implementierung, kein Plug-and-play.

API-First- und Headless-Setups nicht die Heimat. Algolia, Typesense und Meilisearch wurden für Headless-/JAMstack-/MACH-Architekturen gebaut: globales CDN, sub-50ms-Latenz weltweit, klare REST-/GraphQL-APIs. Findologic kommt aus der klassischen Server-Side-Welt — die API existiert, aber das Produkt ist erkennbar für integrierte Shop-Backends optimiert. Wer eine internationale Headless-Storefront baut, sollte mindestens Algolia parallel evaluieren.

Erklärbarkeit der KI begrenzt. Warum ein Produkt auf Position 3 statt Position 8 rankt, lässt sich im Merchandising-Tool teilweise nachvollziehen — aber die volle ML-Logik (Personalisierung, Lern-Signale aus Klicks/Käufen) ist eine Black Box. Für Händler, die feinjustieren wollen, ist das Frustrationspotenzial real. Manuelle Overrides existieren, aber sie kämpfen gegen den Algorithmus an.

Wirtschaftliche Schwelle hoch — kleine Shops bleiben außen vor. Bei < 1.000 Bestellungen/Monat verbraucht die Lizenz einen relevanten Teil der Marge. Für Boutiquen, Hobby-Shops oder frische Direct-to-Consumer-Marken ist Findologic überdimensioniert — die Standardsuche von Shopify oder Shopware reicht in dieser Phase. Findologic macht das selbst nicht zum Geheimnis, aber es ist eine harte Eintrittshürde, die im Marketing-Material gerne kaschiert wird.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Transparente Preise, API-First und globale Performance brauchstAlgolia
Open-Source-Suche selbst hosten willst (DSGVO maximal)Elasticsearch
Eine deutsche Suche-Plattform mit B2B-Fokus suchstFACT-Finder
Workflow-Automatisierung rund um Produktdaten brauchstn8n
Generelle KI-Personalisierung ohne Suche-Schwerpunkt willstMicrosoft 365 Copilot

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Bloomreach Discovery (US-Enterprise mit starkem Headless-Fokus, oft im internationalen Mid-Market gewählt), Searchanise (Shopify-nah, transparent bepreist, schwächer für komplexe DACH-Shops), Constructor.io (KI-Suche mit Self-Learning, US-Hosting), Klevu (finnischer Anbieter mit gutem Mittelstands-Angebot), Doofinder (spanischer Wettbewerber mit aggressiver Preisgestaltung) sowie Typesense und Meilisearch (Open-Source-Alternativen für Eigenbau-Setups). Findologic bleibt im DACH-Mittelstand 2026 die Default-Wahl, wenn Shopware oder Magento im Einsatz sind und EU-Hosting Pflicht ist.

So steigst du ein

Schritt 1: Such-Daten der Bestandssuche analysieren. Bevor du überhaupt mit Findologic sprichst, ziehe einen Monat Suchprotokolle aus deinem Shop. Wieviele Suchanfragen pro Tag? Wie hoch ist die Rate ohne Treffer („Zero-Result”)? Welche Suchanfragen führen am häufigsten zum Kauf, welche zum Absprung? Diese Zahlen sind der einzige ehrliche Maßstab, ob eine KI-Suche sich rechnet — und sie sind die Grundlage für jedes Sales-Gespräch.

Schritt 2: Demo mit eigenen Produktdaten anfordern. Findologic richtet auf Wunsch eine Test-Instanz mit deinem Produktkatalog ein (statt einer Generic-Demo). Verlange genau das — eine Suche auf fremden Daten sagt wenig aus. Im Test prüfst du gezielt: zusammengesetzte Substantive aus deinem Sortiment, Tippfehler-Toleranz, Filter-Verhalten, Geschwindigkeit auf Mobile.

Schritt 3: Implementierung mit Plugin oder Partner. Für Shopware, Magento, OXID und Spryker existieren offizielle Plugins. Bei Standard-Setups installiert dein eigenes Team das Plugin, hängt den Produktdaten-Feed (Export-XML oder API) an und konfiguriert die Such-Mappings im Findologic-Dashboard. Komplexere Shops (Custom-Datenmodelle, mehrere Sprachen, B2B-Preise) lohnen sich über zertifizierte Implementierungspartner — die Finanzplanung für Implementierung sollte realistisch 4–8 Wochen veranschlagen.

Schritt 4: Merchandising und Lernkurve einplanen. Nach Go-Live beginnt die eigentliche Arbeit: Synonym-Listen pflegen, Kampagnen-Regeln aufsetzen, A/B-Tests fahren. Plane mindestens eine Person mit 4–8 Stunden pro Woche für die ersten drei Monate ein — ohne diese laufende Pflege bleibt das System auf seinem Auslieferungszustand und der ROI verzögert sich. Findologic bietet hier strukturierten Customer Success an — nutze die Onboarding-Sessions konsequent.

Ein konkretes Beispiel

Ein DACH-Werkzeughändler aus dem süddeutschen Raum (Shopware 6, ~800.000 Sessions/Monat, 45.000 Artikel im Sortiment, dominant B2B mit Handwerker-Klientel) ersetzt die native Shopware-Suche durch Findologic. Ausgangslage: 18 % der Suchanfragen liefern keine relevanten Treffer, Konversionsrate auf Suchergebnisseiten 2,1 %. Klassische Probleme: Artikelnummern mit und ohne Bindestrich („HSS-Bohrer 6mm” vs. „HSSBohrer6”), Synonyme zwischen Marken- und Generikbezeichnung („Akkuschrauber” vs. „Akku-Bohrschrauber”), Tippfehler bei Werkzeugbezeichnungen. Setup: 6 Wochen Implementierung über zertifizierten Partner, Datenfeed-Anbindung an PIM, Smart Suggest, Merchandising-Modul. Ergebnis nach 4 Monaten: Zero-Result-Rate auf 4 %, Konversionsrate auf SERP von 2,1 % auf 3,4 %, durchschnittlicher Bestellwert über die Suche +12 %. Gerechnet auf den Online-Umsatz: mittlerer sechsstelliger Mehrumsatz pro Jahr — Lizenz und Implementierung amortisieren sich im ersten Quartal nach Go-Live. Marketing pflegt jetzt Synonym-Listen und Kampagnen-Slots wöchentlich, das Entwicklungsteam ist nicht mehr involviert.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: AWS Frankfurt (eu-central-1) und Standort Wien — vollständig EU-basiert. Findologic GmbH ist Verantwortlicher mit Sitz in Salzburg, Österreich.
  • Datenverarbeitung: Such- und Klickdaten werden für die Optimierung der Suchergebnisse pseudonymisiert verarbeitet. Personenbezogene Daten (Kundenkonten, Bestellhistorie) werden nur verarbeitet, wenn Personalization aktiv ist und ein entsprechender AVV vorliegt.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standardvertragstexte in deutscher Sprache verfügbar, dokumentierter Subprozessor-Stack (AWS, ggf. Nosto-Komponenten).
  • Cookie-Einsatz: Findologic verwendet Cookies für Personalisierung und A/B-Tests. Bei Verzicht auf Personalization läuft das System auch ohne nutzerbezogene Cookies — das ist für Shops mit strikter Cookie-Strategie ein Pluspunkt.
  • Tracking-Daten und KI-Training: Daten eines Mandanten fließen nicht in das Training von Modellen anderer Mandanten. Mandantentrennung ist vertraglich zugesichert.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche und österreichische Shop-Betreiber einer der DSGVO-freundlichsten Anbieter im Markt. Bei aktivierter Personalization und AI Shopping Assistant: Datenschutz-Folgenabschätzung sinnvoll, da LLM-Komponenten ggf. zusätzliche Datenflüsse mitbringen — vorab mit Findologic den Subprozessor-Stack klären.

Gut kombiniert mit

  • Shopware — Findologics natürliche Heimat im DACH-Markt. Plugin liefert Datenfeed-Anbindung, Such-Frontend-Integration und Merchandising-Backend-Verlinkung. Wer Shopware betreibt und an Such-Grenzen stößt, hat hier den geringsten Friction-Pfad.
  • Algolia — als A/B-Vergleich oder für ergänzende Headless-Storefronts. Manche Händler nutzen Findologic für die klassische Storefront und Algolia für eine separate App oder PWA — beide haben unterschiedliche Stärken.
  • n8n — für die Automatisierung rund um Produktdaten: PIM-Synchronisation, Synonym-Listen-Pflege aus Suchprotokollen, Reporting in Slack oder MS Teams. Findologic liefert die Suche, n8n den Workflow drum herum.

Unser Testurteil

Findologic verdient 4 von 5 Sternen. Im DACH-Mittelstand und Enterprise ist es weiterhin eine der ausgereiftesten und vertrauenswürdigsten KI-Suchen mit echtem EU-Hosting, deutschsprachigem Support und tiefer Plattform-Integration. Den fünften Stern verlieren wir aus drei Gründen: fehlende Preistransparenz (in einer Zeit, in der Wettbewerber öffentliche Preise haben, ein Reibungsverlust), die schrittweise Verschmelzung mit Nosto (die das Produkt mittelfristig weniger eigenständig macht) und der relativ hohe Implementierungs- und Pflegeaufwand (4–8 Wochen Setup, dauerhafte Merchandising-Arbeit). Für seinen Kernmarkt — DACH-Shops mit Shopware, Magento oder OXID — bleibt Findologic die naheliegende erste Wahl. Wer eine API-First-Architektur, globale Performance oder transparente Pay-as-you-go-Preise braucht, sollte Algolia parallel evaluieren.

Was wir bemerkt haben

  • 2022 — Findologic wurde von der finnischen Nosto übernommen und in die „Nosto Commerce Experience Platform” integriert. Die Marke Findologic besteht weiter, die Roadmap ist seitdem aber an die übergeordnete Nosto-Strategie gekoppelt. Wer Findologic kauft, kauft mittelbar Nosto.
  • 2024 — Einführung des „AI Shopping Assistant” als Conversational-Commerce-Layer auf LLM-Basis. Damit hat Findologic den Sprung von klassischer Filter-/Suche-Logik zu dialoggetriebenem Shopping mitgemacht — ein notwendiger Schritt, da Wettbewerber wie Algolia und Bloomreach denselben Pfad gehen.
  • 2025 — Verstärkte Integration zwischen Findologic-Suche und Nosto-Personalization. Funktional ein Vorteil, organisatorisch macht es die Findologic-Identität als eigenständiges Produkt schwächer. Die deutschsprachige Community wartet weiter auf klare Aussagen, ob es langfristig zwei Marken oder eine bleibt.
  • Mai 2026 — Findologic kommuniziert weiterhin keine öffentlichen Preise. In Verkaufsgesprächen werden Einstiegspreise im Bereich 500–1.500 € pro Monat genannt, Enterprise-Setups vier- bis fünfstellig. Die Schwelle für wirtschaftlichen Einsatz liegt unverändert bei mittelgroßen Shops aufwärts.
  • Mai 2026 — DSGVO-Positionierung mit AWS Frankfurt und österreichischem Hauptsitz bleibt einer der stärksten Verkaufsargumente im deutschen Mittelstand. Während US-Konkurrenten weiterhin mit Standardvertragsklauseln arbeiten müssen, hat Findologic hier einen kürzeren Freigabeweg — und nutzt das im Pitch entsprechend offensiv.

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