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Shopware

shopware AG

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Shopware ist eine in Deutschland entwickelte Open-Source-E-Commerce-Plattform mit Sitz in Schöppingen (NRW), die seit 2000 am Markt ist. Die Plattform gilt in Deutschland als starke Alternative zu Shopify — mit dem Vorteil der vollständigen Datensouveränität (Self-Hosting oder deutsche Cloud), tieferer Anpassbarkeit und einem deutschen Support-Ökosystem aus Agenturen und Entwicklern.

Kosten: Community Edition kostenlos (open-source). Rise ab 600 EUR/Monat, Evolve ab 2.400 EUR/Monat, Beyond auf Anfrage. KI-Add-on Shopware Intelligence+ ab 19 EUR/Monat.

Stärken

  • Deutsche Entwicklung und Unternehmen — höchste DSGVO-Konformität, Self-Hosting in Deutschland möglich
  • Open-Source Community Edition kostenlos — keine Vendor-Lock-in-Abhängigkeit
  • Sehr flexibel anpassbar durch PHP/Vue.js-Technologiestack und breites Entwickler-Ökosystem
  • Starke API-First-Architektur (Shopware 6) für Headless-Commerce-Projekte
  • Großes deutsches Agentur-Netzwerk für Implementierung, Design und Betrieb

Einschränkungen

  • Höherer Implementierungsaufwand als Shopify — für Einsteiger ohne Entwickler nicht geeignet
  • Community Edition ohne professionellen Support — kommerzielle Pläne schnell teurer als Shopify
  • Kleineres App-Ökosystem als Shopify (ca. 3.000+ Extensions vs. 8.000+ bei Shopify)
  • Lernkurve für Nicht-Entwickler steiler — Admin-Oberfläche erfordert Einarbeitung

Passt gut zu

Mittelständische Händler, die deutschen Datenschutzstandards höchste Priorität einräumen B2B-Online-Shops mit komplexen Preisregeln, Kundengruppen und Katalogstrukturen Entwicklungsteams, die maximale Kontrolle über Shoparchitektur und Hosting wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst einen deutschen B2B- oder Mittelstandsshop und benötigst maximale DSGVO-Kontrolle
  • Du willst Self-Hosting in Deutschland oder einer deutschen Cloud ohne US-Abhängigkeit
  • Du hast komplexe Anforderungen wie mehrere Kundengruppen, Preislisten oder Vertriebskanäle
  • Du verfügst über ein Entwicklungsteam oder arbeitest mit einer deutschen Shopware-Agentur

Wann nein

  • Du willst schnell einen Shop ohne Entwickler aufsetzen — dann ist Shopify einfacher
  • Dein Budget für Hosting und Entwicklung liegt unter 2.000 EUR/Monat gesamt
  • Du benötigst ein breites App-Ökosystem für Drittanbieter-Integrationen — Shopify bietet hier mehr Auswahl
  • Du verkaufst ausschließlich digital (keine physischen Waren) ohne komplexe B2B-Anforderungen

Kurzfazit

Shopware ist die stärkste deutsche E-Commerce-Plattform für Mittelständler und B2B-Händler, die Datensouveränität und technische Flexibilität priorisieren. Wo Shopify mit schnellerem Setup punktet, liefert Shopware maximale Kontrolle über Hosting, Daten und Architektur — auf deutschen Servern, mit deutschem Support-Ökosystem. Für Unternehmen, die DSGVO-Compliance ohne Kompromisse benötigen oder komplexe B2B-Strukturen abbilden müssen, gibt es in Deutschland kaum eine bessere Alternative. Wer dagegen schnell starten will und kein Entwicklungsteam hat, ist mit Shopify besser bedient.

Für wen ist Shopware?

Mittelständische B2B-Händler: Shopware ist besonders stark bei komplexen B2B-Szenarien mit individuellen Preislisten, Kundengruppen, Angebotsprozessen und Katalogzugriffen. Unternehmen mit mehreren Handelspartnern, die unterschiedliche Konditionen sehen sollen, profitieren direkt von eingebauten Funktionen — ohne teure Plugins.

Unternehmen mit DSGVO-Anforderungen: Selbst auf deutschen Servern gehostet, vollständig Open-Source und mit Auftragsverarbeitungsvertrag verfügbar — Shopware ist die Plattformwahl für Branchen, in denen US-Hosting keine Option ist (Gesundheit, Öffentlicher Sektor, Finanzdienstleistungen).

Entwicklungsteams und Agenturen: Shopware 6 basiert auf einer modernen API-First-Architektur mit Symfony und Vue.js. Headless-Commerce-Setups mit eigenem Frontend (Next.js, Nuxt) sind gut dokumentiert. Wer Shopware-Entwicklung beherrscht, kann den Shop in fast jede bestehende IT-Architektur integrieren.

Wachsende D2C-Marken: Marken, die ihr Direktgeschäft aufbauen und mit Marketing-Automatisierung, Personalisierung und Multi-Channel-Vertrieb skalieren wollen, finden in Shopware eine solide Basis — besonders mit dem Flow Builder für komplexe Automatisierungen.

Weniger geeignet für: Solo-Händler oder Einsteiger ohne technisches Grundverständnis — die Einrichtungszeit übersteigt schnell das Budget. Internationale Shops mit Schwerpunkt außerhalb des DACH-Raums finden bei Shopify ein größeres globales Partner- und App-Ökosystem.

Preise im Detail

PlanPreis (zzgl. MwSt.)Was du bekommst
Community EditionkostenlosOpen-Source-Core, Self-Hosting, Community-Support, alle Grundfunktionen
Riseab 600 EUR/MonatShopware Cloud, Shopware Intelligence, unbegrenzte Verkaufskanäle, 8h-Support
Evolveab 2.400 EUR/MonatB2B-Komponenten, Advanced Search, Dynamic Access, Telefon-Support, 4h-Response
Beyondauf AnfrageDigital Sales Rooms, Multi-Inventar, 24/7-Support, dedizierter Account Manager
Intelligence+ Add-on19–29 EUR/MonatKI-Bildbearbeitung, Dateineinblicke, 3D-Vorschauen, CAD-zu-3D-Konvertierung

Einordnung: Die Community Edition ist für technisch versierte Teams eine echte Option — du zahlst nur für Hosting und Entwicklung. Rise eignet sich für wachsende Shops, die professionellen Cloud-Support benötigen. Evolve lohnt sich erst, wenn B2B-Funktionen oder erweiterte Suche kritisch sind. Der Sprung von 600 auf 2.400 EUR/Monat ist erheblich — prüfe genau, welche Evolve-Features du wirklich brauchst.

Stärken im Detail

Maximale Datenkontrolle durch deutschen Ursprung. Shopware ist in Schöppingen, NRW entwickelt und betrieben. Self-Hosting auf deutschen Rechenzentren ist explizit unterstützt und dokumentiert. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar. Für Unternehmen, die Kundendaten niemals auf US-Servern sehen wollen, ist das ein strukturelles Alleinstellungsmerkmal gegenüber Shopify oder BigCommerce.

Open-Source Community Edition ohne Vendor-Lock-in. Der komplette Kern von Shopware 6 ist Open Source (MIT-Lizenz für weite Teile, proprietäre Zusatzmodule separat). Du kannst die Software herunterladen, anpassen und auf eigener Infrastruktur betreiben — ohne monatliche Gebühren, ohne Abhängigkeit von einem Anbieter. Bei Shopify hast du diese Freiheit nicht.

B2B-Funktionen out of the box. Shopware bietet native Kundengruppen, individuelle Preislisten, Angebotserstellung, Freigabeprozesse und Kauflimits — alles ohne zusätzliche Plugins. Für Unternehmen mit Großkunden, Händlernetz oder komplexen Preisstaffeln spart das erhebliche Entwicklungszeit.

API-First-Architektur für Headless-Commerce. Shopware 6 wurde von Grund auf als API-First-System entwickelt. Das Store API und Admin API sind vollständig dokumentiert, sodass du das Backend vollständig von einem eigenen Frontend trennen kannst. Composable Commerce mit Next.js, Nuxt oder eigenem React-Frontend ist praxiserprobt.

Flow Builder für No-Code-Automatisierung. Ereignisbasierte Automatisierungen (Bestelleingang, Warenkorb-Abbruch, Kundenregistrierung) lassen sich visuell ohne Code konfigurieren. E-Mail-Flows, Webhooks, Status-Updates — alles in einem übersichtlichen Builder.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein Tool für Einsteiger ohne Entwickler. Während Shopify mit einer Kreditkarte und ohne Entwickler in Betrieb genommen werden kann, braucht Shopware für eine produktionsreife Installation echte technische Kompetenz. Das betrifft Performance-Tuning, Plugin-Konflikte, Elasticsearch-Konfiguration und Server-Setup. Community Edition ohne eigenes Team bedeutet de facto, eine Agentur zu beauftragen.

Lizenzkosten eskalieren schnell. Die Community Edition ist kostenlos, aber der Sprung zu Rise (600 EUR/Monat) und erst recht zu Evolve (2.400 EUR/Monat) ist groß. Wer B2B-Funktionen benötigt, kommt nicht an Evolve vorbei. In Summe (Lizenz + Hosting + Agentur) überschreiten die Kosten leicht das Budget kleinerer Händler.

Kleineres Plugin-Ökosystem als Shopify. Mit rund 3.000 Extensions im Shopware Store ist das Ökosystem zwar vielfältig, aber nicht so tief wie bei Shopify (8.000+). Für einige Nischen fehlen native Integrationen, die bei Shopify mit einem Klick installiert werden könnten. Workaround: Über die API lassen sich fast alle Drittsysteme anbinden — erfordert aber Entwicklungszeit.

Migrationspfade von Shopware 5 auf 6 waren komplex. Der Generationswechsel von Shopware 5 zu Shopware 6 war für viele Shops kein Upgrade, sondern eine Neuentwicklung. Bestehende Shopware-5-Shops laufen auf veralteter Technologie, die Ende 2024 offiziell auslief. Wer noch auf Version 5 ist, steht vor einer aufwändigen Migration.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Schnell und ohne Entwickler einen Shop starten willstShopify
US-basierte Enterprise-Skalierung brauchstShopify Plus
Eine einfache WordPress-Integration suchstWooCommerce (kein eigenes Tool-Profil)
KI-gestützte Marketing-Automatisierung für deinen Shop willstKlaviyo als Ergänzung

Shopware ist nicht der Alleskönner — es ist die richtige Wahl für deutsche Mittelständler und B2B-Händler mit Entwicklungsressourcen und DSGVO-Priorität. Für den schnellen D2C-Start ist Shopify flexibler; für globale Enterprise-Deployments gibt es spezialisierte Plattformen.

So steigst du ein

Schritt 1: Entscheide zwischen Self-Hosting (Community Edition) und Cloud (Rise). Für Community Edition: Lade das Installer-Paket von shopware.com herunter und richte PHP 8.1+, MySQL und optional Elasticsearch auf deinem Server ein. Für die Cloud-Version: Registrierung und Setup dauert unter 30 Minuten. Lege Produktkategorien, Preisgruppen und Versandarten im Setup-Assistenten an.

Schritt 2: Installiere relevante Extensions aus dem Shopware Store — für DSGVO-konforme Cookie-Einwilligung, deutsche Steuerkonfiguration (inkl. OSS-Verfahren für EU-Verkäufe) und ERP-Anbindung. Viele Agenturen bieten kostenlose Starter-Themes an — prüfe den offiziellen Theme Store und GitHub, bevor du ein Theme kaufst.

Schritt 3: Nutze den Flow Builder für automatisierte E-Mail-Flows (Bestellbestätigung, Warenkorb-Abbruch, Reaktivierung) und verbinde Shopware über die API mit deinem Newsletter-Tool oder deiner BI-Lösung. Die REST-API und Webhooks sind vollständig dokumentiert; typische Integrationen (Klaviyo, Stripe, ERP) brauchen ein bis zwei Entwicklertage.

Ein konkretes Beispiel

Ein Münchner B2B-Händler für Industriebedarf betreibt seinen Shopware-6-Shop seit 2023 vollständig selbst gehostet auf einem deutschen Rechenzentrum. Er nutzt die Kundengruppen-Funktion, um drei verschiedene Preislisten für Händler, Großkunden und Endverbraucher zu pflegen — ohne zusätzliche Plugins. Der Flow Builder automatisiert die Nachfass-E-Mail bei abgebrochenen Warenkörben, was die Konversionsrate um 8 % erhöht hat. Dank der REST-API werden Bestellungen direkt in das hauseigene ERP-System übertragen, sodass Lagerdaten immer synchron bleiben. Der Shop verarbeitet monatlich rund 2.000 Bestellungen; die Gesamtkosten (Shopware Evolve + Hosting + Agenturretainer) liegen bei 4.500 EUR/Monat — weniger als eine vergleichbare Shopify Plus-Konfiguration mit denselben B2B-Features.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Bei Self-Hosting: Volle Kontrolle — du wählst das Rechenzentrum (z. B. Hetzner, IONOS, Strato in Deutschland). Bei Shopware Cloud (Rise/Evolve/Beyond): Hosting in Deutschland/EU.
  • Auftragsverarbeitung: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO ist für kommerzielle Pläne verfügbar und basiert auf dem EU-Standardmustervertrag.
  • Open Source: Der vollständige Quellcode ist öffentlich — kein verstecktes Tracking oder Datenabfluss ins Shopware-Backend bei Self-Hosting-Varianten.
  • Datenschutzerklärung: Shopware stellt konforme Muster-Datenschutztexte und Cookie-Einwilligungs-Plugins bereit.
  • Empfehlung für Unternehmen: Self-Hosting auf deutschen Servern bietet die höchste Datensouveränität. Für Cloud-Pläne: AVV vor Produktivgang abschließen und Datenverarbeitungsverzeichnis (Art. 30 DSGVO) anlegen.

Gut kombiniert mit

  • Klaviyo — E-Mail-Automatisierung und Segmentierung auf Basis von Shopware-Kaufdaten für gezielte Kampagnen; native Shopware-Integration verfügbar
  • Stripe — schnelle Zahlungsintegration mit SEPA, Klarna und Kreditkarte ohne eigene PCI-Compliance; offizielles Stripe-Plugin im Shopware Store
  • Supermetrics — Marketing-Daten aus Google Ads und Meta mit Shopware-Umsatzdaten in einem Report zusammenführen, ohne manuelle Exports

Unser Testurteil

Shopware verdient 4 von 5 Sternen. Es ist die beste deutsche E-Commerce-Plattform für Mittelständler, die DSGVO-Compliance, technische Flexibilität und B2B-Funktionen priorisieren — und bereit sind, dafür Entwicklungsressourcen einzusetzen. Den fünften Stern verliert es durch die steile Lernkurve, die hohen Lizenzkosten im oberen Preissegment und das kleinere App-Ökosystem im Vergleich zu Shopify. Für den richtigen Einsatzbereich gibt es in Deutschland keine bessere Wahl.

Was wir bemerkt haben

  • 2024 — Shopware 5 erreichte offiziell das End-of-Life. Wer noch auf Version 5 betreibt, erhält keine Sicherheitsupdates mehr. Die Migration auf Shopware 6 ist keine Aktualisierung, sondern ein Neuprojekt — kalkuliere mindestens 3–6 Monate Entwicklungszeit.
  • April 2026 — Das neue KI-Add-on “Shopware Intelligence+” wurde als optionales Modul ab 19 EUR/Monat eingeführt. Enthält KI-gestützte Bildbearbeitung und 3D-Vorschauen — zuvor teilweise in den Cloud-Plänen inklusive.
  • 2024 — Evolve wurde von ca. 2.000 EUR auf 2.400 EUR/Monat angehoben. Wer Shopware-Preise aus 2023 im Kopf hat, sollte neu kalkulieren.

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