ecoplanet
ecoplanet Green Operations GmbH
ecoplanet ist eine deutsche KI-Energiemanagementplattform für produzierende Mittelständler. Das Münchner Unternehmen verwaltet über 5 TWh Energievolumen für mehr als 3.000 Kunden, vom Familienbetrieb bis zur Pflegeheimkette. Kernfunktionen: Verbrauchsmonitoring, KI-gestützte Beschaffungsoptimierung (KI Ember), ISO-50001-Digitalisierung und automatisches Spitzenlastmanagement.
Kosten: Preise auf Anfrage; SaaS-Jahresvertrag für industrielle Abnehmer ab ca. 500.000 kWh/Jahr. BAFA-Förderung als Energiemanagementsoftware möglich (bis zu 45 % für Kleinunternehmen).
Kategorien
Stärken
- Fokussiert auf produzierende Industrie: Metallverarbeitung, Kunststoff, Lebensmittel, Chemie, Glas, Pharma
- Integrierte Beschaffungsoptimierung, KI-Preisprognosen für Day-ahead und Futures
- ISO-50001-konforme Datenstruktur: BAFA-Anträge und Energieaudit-Dokumentation automatisiert
- Echtzeit-Lastüberwachung mit Spitzenlastalarm und automatischem Lastabwurf
- Deutsches Unternehmen, EU-Datenhaltung, saubere DSGVO-Position
- Laut Anbieter durchschnittlich 15 % Verbrauchskostensenkung und 13,9 % Beschaffungseinsparung
- BAFA-förderfähig, bis zu 45 % Zuschuss für KMU
Einschränkungen
- Preise nur auf Anfrage, kein Self-Service-Einstieg oder Free-Tier
- Volle Wirkung erst ab ca. 500.000 kWh/Jahr Verbrauch, für kleinere Betriebe überdimensioniert
- Steuerungsintegration (automatischer Lastabwurf) erfordert Anbindung an SCADA oder Smart-Meter-Gateway
- Junge Plattform (gegründet 2020), weniger Referenzen als etablierte OEM-Systeme
- Fokus auf Strom, Wärme/Gas-Optimierung weniger ausgereift
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du hast 500 MWh+ Jahresverbrauch und keine durchgängige Energiemanagement-Software
- Du willst ISO 50001 einführen oder den BAFA-Zuschuss nutzen
- Du betreibst mehrere Standorte und brauchst zentrale Sicht und einheitliche Beschaffung
- Du hast Lastspitzenprobleme und willst Demand-Response monetarisieren
Wann nein
- Du bist ein Bürobetrieb oder Kleingewerbe mit unter 100.000 kWh/Jahr
- Du brauchst CO2-Bilanzierung als primären Anwendungsfall (dafür sind ESG-Tools besser)
- Du suchst ein kostenloses Tool für gelegentliches Monitoring
- Du hast keine Bereitschaft, Messdaten zentral zu konsolidieren
Kurzfazit
ecoplanet ist eine der spannendsten deutschen KI-Plattformen für industrielles Energiemanagement, und für produzierende Mittelständler mit hohem Stromverbrauch eine ernsthafte Alternative zu OEM-Lösungen oder klassischen Energiemonitoring-Tools. Die Stärke liegt in der Kombination: Monitoring, Beschaffungsoptimierung, ISO-50001-Compliance und Spitzenlaststeuerung in einer Plattform, alles EU-gehostet und DSGVO-konform. Schwächen: kein öffentliches Pricing, kein Self-Service, und die volle Wirkung entfaltet sich erst ab mittlerem Industrieverbrauch. Wer ein paar Bürostandorte überwachen will, ist hier falsch, wer ein Werk mit Lastspitzenprobleme hat, sollte ecoplanet ernsthaft prüfen.
Für wen ist ecoplanet?
Produzierender Mittelstand (500 MWh – 20 GWh/Jahr): Genau die Zielgruppe, Betriebe mit eigenem Energieeinkauf, mehreren Messpunkten und realistischen Sparpotenzialen. Metallverarbeitung, Kunststoffspritzguss, Lebensmittelproduktion, Glasveredelung, chemische Industrie. Hier macht die Plattform den größten Hebel.
ISO-50001-Verpflichtete und -Interessenten: Wer ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 zertifizieren oder rezertifizieren will, bekommt mit ecoplanet eine Datenstruktur, die das Audit deutlich entlastet. Die BAFA-Förderung für die Software selbst (bis zu 45 % für KMU) ist ein zusätzlicher Hebel.
Multi-Site-Betriebe: Wer drei, fünf oder zehn Standorte zentral steuern will, profitiert von einer konsolidierten Sicht. Die zentrale Beschaffungsoptimierung verteilt Einkaufsentscheidungen optimal über alle Lastprofile, das ist mit Excel-basiertem Standort-Monitoring nicht zu leisten.
Energie-intensive Branchen mit Lastspitzenproblem: Wer Leistungspreise im fünfstelligen Bereich pro Jahr zahlt, hat in den Spitzenlast-Funktionen einen direkten ROI. Schon eine vermiedene Jahreshöchstlast pro Standort rechnet die Plattform für sich.
Pflegeheime, Krankenhäuser, Reha-Kliniken: Eine wachsende Kundengruppe, hoher und sehr regelmäßiger Energieverbrauch, klare Lastprofile, Bereitschaft zur Investition in nachhaltige Optimierung. Alloheim und andere Ketten sind Referenzkunden.
Weniger geeignet für: Reine Bürobetriebe, kleine Werkstätten mit unter 100.000 kWh/Jahr, Unternehmen ohne Smart-Meter-Infrastruktur, und alle, die primär eine CO2-Bilanzierungssoftware suchen (dafür sind ESG-Spezialisten wie Sphera, Plan A oder Sweep besser geeignet).
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Potenzialanalyse | 0 € (unverbindlich) | Erstgespräch + Auswertung der letzten 12 Monate Energieabrechnung |
| Monitoring-Basis | Auf Anfrage (typisch ab 6–12k €/Jahr) | Verbrauchsmonitoring, Alarmierung, ISO-50001-Reporting |
| Vollpaket | Auf Anfrage (typisch 20–60k €/Jahr) | Monitoring + Beschaffungsoptimierung + Spitzenlast + Multi-Site |
| Enterprise / Konzern | Individuelle Konditionen | Mehrwerksanbindung, eigener Customer Success, Demand-Response-Vermarktung |
| BAFA-Förderung | Bis zu 45 % Zuschuss für KMU | Förderfähig als Energiemanagementsoftware |
Einordnung: Das Pricing-Modell ist klassisch B2B, Vertrieb statt Self-Service. Der Sweetspot liegt bei produzierenden Betrieben mit 2–20 GWh Jahresverbrauch: dort rechtfertigt die Investition sich typisch in 6–12 Monaten allein durch Lastspitzen-Vermeidung und Beschaffungsoptimierung. Die BAFA-Förderung senkt die Einstiegshürde erheblich, wer den Antrag richtig stellt, refinanziert die Software fast komplett im ersten Jahr. Für Industrieabnehmer ab 20 GWh sind individuelle Konzern-Modelle mit Customer Success die Norm.
Stärken im Detail
KI Ember findet Einsparungen automatisch. Die hauseigene KI „Ember” analysiert Lastprofile, vergleicht mit Produktionsdaten und schlägt konkrete Maßnahmen vor, von zeitlich versetztem Anfahren energieintensiver Anlagen bis zur Optimierung von Druckluftnetzen. Das ist mehr als ein Dashboard: Es ist ein aktiver Empfehlungs-Engine, der laut Anbieter durchschnittlich 15 % Verbrauchskostensenkung erreicht.
Beschaffungsoptimierung als Differenzierungspunkt. Die meisten Energiemanagement-Tools enden beim Monitoring. ecoplanet geht weiter: Die Plattform empfiehlt Day-ahead-Käufe, Futures-Strategien und Restmengen-Bezugsoptimierung, basierend auf eigenen Preisprognosen. Im Schnitt sollen Kunden so 13,9 % auf den Strombeschaffungskosten sparen. Für einen Betrieb mit 5 Mio. Strombezug sind das schnell 500.000–700.000 € pro Jahr.
ISO 50001 als integrierter Workflow. Die Plattform produziert die Auditdokumentation laufend mit, Energieflüsse, Kennzahlen, Maßnahmenkatalog, Soll-Ist-Abgleich. Das verkürzt Rezertifizierungs-Audits typisch von 5–10 Tagen Vorbereitung auf 1–2 Tage. Wer das BAFA-Energieaudit ohnehin braucht, bekommt die Compliance praktisch als Nebenprodukt.
Spitzenlast-Steuerung mit echtem ROI. Lastspitzen treiben den Leistungspreis, und der ist in Deutschland ein dominanter Kostenblock. ecoplanet alarmiert in Echtzeit und kann (mit Steuerungsanbindung) Lasten automatisch abwerfen oder zeitversetzen. Ein einzelner vermiedener Jahres-Peak rechnet die Software oft für sich.
Deutsche Lösung mit EU-Hosting. ecoplanet GmbH sitzt in München, hostet in der EU, kommuniziert auf Deutsch und kennt die deutschen Energiemarktregeln (EnWG, EnFG, Strompreisbremse, BAFA-Förderlandschaft). Das ist gegenüber US-Anbietern wie Honeywell Forge oder GE Digital ein echter Vorteil, wenn Compliance und Förderfähigkeit wichtig sind.
Demand-Response-Vermarktung. Wer steuerbare Lasten (Druckluft, Kühlung, Heizung) hat, kann diese über ecoplanet im Regelleistungsmarkt vermarkten, entweder direkt oder über Partner. Ein zusätzlicher Erlösstrom, der für produzierende Betriebe mittlerweile relevante Beträge erreichen kann (typisch 5.000–50.000 € pro Jahr je Standort, je nach Flexibilität).
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein Self-Service-Einstieg. Wer mal kurz reinschnuppern will, kann das nicht. Jedes Engagement beginnt mit einem Vertriebsgespräch und einer Potenzialanalyse. Das ist branchenüblich, aber bremst kleinere Betriebe, die schnell starten wollen. Eine Demo-Sandbox oder ein zeitlich begrenztes Pilotmodell wäre wünschenswert.
Mindestgröße limitiert den Markt. Unter ca. 500.000 kWh/Jahr Verbrauch fehlt der Hebel. Kleine Betriebe mit einem Hauptzähler und überschaubaren Produktionsprozessen brauchen kein KI-System, eine gute Excel-Auswertung reicht. Für diese Zielgruppe gibt es schlankere Tools, ecoplanet ist überdimensioniert.
Steuerungsintegration ist Hardware-Thema. Automatischer Lastabwurf klingt elegant, erfordert aber Anbindung an SCADA, SPS oder ein Smart-Meter-Gateway. Das ist Elektroingenieurs-Arbeit, kein Software-Plug-and-Play. Plane das Setup mit einem Elektrofachbetrieb und kalkuliere mehrere Wochen für die saubere Integration.
Junge Plattform mit kürzerer Referenzhistorie. ecoplanet ist 2020 gegründet, die Plattform ist gut, aber nicht über 20 Jahre erprobt wie OEM-Systeme von Siemens, ABB oder Schneider Electric. Wer eine 10-Jahres-Investitionsentscheidung trifft, sollte das Risiko der Anbieter-Stabilität bewerten, auch wenn die Series-A-Finanzierung 2024/25 Rückenwind gibt.
Wärme und Gas weniger ausgereift. Der Fokus liegt klar auf Strom. Wer eine integrierte Optimierung von Strom-, Gas- und Wärmenetzen braucht (typisch in der chemischen Industrie oder bei Glasherstellern mit Schmelzöfen), bekommt von ecoplanet eine gute Strom-Sicht, aber für die Wärmeseite ergänzende Tools.
Pricing-Transparenz fehlt. Ohne öffentliche Preisliste ist die Marktvergleichbarkeit schwer. Plane bei der Evaluierung 2–3 parallele Anbieter ein (gridX, enit, Honeywell Forge, Schneider Electric) und lass dir alle Angebote schriftlich geben, die Spreizung kann erheblich sein, je nach Standortzahl und Modulkombination.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Energie-Plattform für Netzbetreiber und HEMS-Anwendungen suchst | |
| Industrielles Energiemonitoring ohne Beschaffungsoptimierung brauchst | |
| ESG- und CO2-Bilanzierung als primären Anwendungsfall hast |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Envizi (jetzt IBM, starker ESG-Fokus), Honeywell Forge (US-OEM mit breiter Industriebasis), Siemens Navigator (für bestehende Siemens-Kunden naheliegend), Schneider Electric EcoStruxure (etablierte OT-Plattform), enscape (deutsche Lösung mit Fokus auf Gewerbeimmobilien) und ETU Solutions (ISO-50001-Spezialist mit klassischem Beratungspfad). ecoplanet ist die KI-First-Option im deutschen Markt, wer maximale Automatisierung will, ist dort gut aufgehoben. Wer ein klassisches Monitoring mit menschlicher Beratung bevorzugt, findet bei den OEM-Lösungen oder ETU oft passendere Modelle.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich auf ecoplanet.tech für eine kostenlose Potenzialanalyse. Halte die Energieabrechnungen der letzten 12 Monate, eine Übersicht über Standorte, Produktionszeiten und vorhandene Messpunkte (Hauptzähler, Subzähler) bereit. Innerhalb von 2–3 Tagen bekommst du eine Einschätzung des Einsparpotenzials, unverbindlich und konkret.
Schritt 2: Nach Vertragsabschluss verbindet ecoplanet die Plattform mit deinen vorhandenen Messdaten (Smart Meter, Unterstationen, Sub-Zähler) via API oder automatischem Datenimport vom Netzbetreiber (EDI-Schnittstelle). Für die Spitzenlaststeuerung ist optional ein Gateway für die Direktanbindung steuerbarer Lasten (Druckluft, Kühlung, Heizung) konfigurierbar. Plane mit einem Elektrofachbetrieb für die Gateway-Installation.
Schritt 3: Das ecoplanet-Cockpit zeigt ab dem ersten Tag Verbrauchsprofile, Lastspitzen und Abweichungen vom Zielwert. Energiekaufempfehlungen für den Kurzfristmarkt werden täglich aktualisiert. Die ISO-50001-Modul-Dokumentation läuft automatisch mit. Beauftrage parallel die BAFA-Antragstellung, wer die Software fördert, refinanziert einen Großteil im ersten Jahr.
Schritt 4: Nach 3 Monaten Review der Ember-Empfehlungen: Welche Maßnahmen wurden umgesetzt, welche nicht, warum nicht? Diese Schleife ist der Schlüssel, die KI generiert Vorschläge, der Betrieb muss sie umsetzen. Ohne diesen Review-Loop bleibt das System ein gutes Dashboard, statt zur ernsten Optimierungs-Engine zu werden.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelgroßer Stahlverarbeiter in NRW (18 Millionen kWh/Jahr, drei Werke) führt ecoplanet in sechs Wochen ein. Das System erkennt in Woche zwei, dass die Pressstraße jeden Montag früh gleichzeitig mit der Druckluftstation anläuft und damit eine 15-Minuten-Leistungsspitze erzeugt, die 40 % höher liegt als der Jahresbezug. Durch einfaches zeitversetztes Hochfahren der Druckluft sinkt die Jahreshöchstlast um 180 kW, Einsparung am Leistungspreis: ca. 30.000 €/Jahr. Die Beschaffungsoptimierung bringt durch günstigere Day-ahead-Käufe weitere 2,3 % auf den Strombeschaffungskosten, bei 18 Mio. kWh und einem Strompreis von 12 ct/kWh sind das rund 50.000 € pro Jahr. ISO-50001-Rezertifizierung im Folgejahr: 2 Tage statt 7 Tage Vorbereitung, weil alle Kennzahlen und Maßnahmen bereits dokumentiert vorliegen. Investition in Software und Gateway-Installation: ca. 65.000 € im ersten Jahr (vor BAFA-Förderung). Amortisation: unter 12 Monate.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: EU-Rechenzentren, Anbieter ist die deutsche ecoplanet Green Operations GmbH mit Sitz in München (Marsstraße 46, 80335 München).
- Datennutzung: Verbrauchsdaten werden ausschließlich für die vereinbarten Anwendungsfälle verarbeitet (Monitoring, Optimierung, Beschaffung). Keine Weitergabe an Dritte ohne explizite Vereinbarung.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standard verfügbar, deutsches Vertragsrecht, kein US-CLOUD-Act-Risiko.
- Smart-Meter-Daten: Die Plattform verarbeitet meist nicht-personenbezogene Lastdaten, Personenbezug entsteht nur indirekt über Standorte und Mitarbeitende. Trotzdem ist der saubere AVV Pflicht.
- Energiedaten-Hoheit: Du behältst Eigentum an deinen Daten, Export jederzeit möglich. Bei Vertragsende werden Daten nach vereinbarter Frist gelöscht.
- Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche Mittelständler mit ISO-50001-Anforderung oder Behördenkunden ist ecoplanet aus DSGVO-Sicht eine saubere Wahl, die deutsche Anbieter-Konstellation und EU-Hosting machen den Vertrag deutlich einfacher als bei US-Wettbewerbern.
Gut kombiniert mit
, wenn du parallel zur Energieoptimierung ein vollständiges ESG- und CO2-Reporting (Scope 1–3) brauchst, ergänzt Sphera die KPIs, die ecoplanet nicht abdeckt. ecoplanet liefert die belastbaren Energiedaten als Eingang für Spheras Bilanzierung. , als zweites Monitoring-System für Standorte, an denen die Beschaffungsoptimierung nicht gebraucht wird. enit ist schlanker, ecoplanet komplexer, manche Konzerne kombinieren beides je Standort. , wenn du als Versorger oder kommunaler Stadtwerker zusätzlich ein HEMS für deine Endkunden anbieten willst, ist gridX die passende Ergänzung. ecoplanet bleibt für deine eigenen Betriebsstätten.
Unser Testurteil
ecoplanet verdient 4 von 5 Sternen. Es ist eine der überzeugendsten deutschen KI-Plattformen im Industriebereich, fokussierter Use Case, klarer ROI, saubere DSGVO-Position, BAFA-förderfähig. Die Kombination aus Monitoring, Beschaffungsoptimierung und Spitzenlaststeuerung ist im deutschen Markt schwer zu schlagen. Den fünften Stern verliert es durch die fehlende Pricing-Transparenz, die Mindestgröße der Zielgruppe (500 MWh+), die noch kurze Anbieter-Historie und die geringere Tiefe bei Wärme- und Gas-Themen. Wer in der Zielgruppe ist und Energiekosten als Hebel ernst nimmt, sollte ecoplanet bei jeder Energiemanagement-Evaluierung mit auf die Shortlist nehmen, und vor allem die BAFA-Förderung gleich mit beantragen.
Was wir bemerkt haben
- 2024, ecoplanet hat eine Series-A-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen (Lead: World Fund), mit der die Plattform technisch und marktseitig deutlich ausgebaut wurde. Das gibt mittelfristig Anbieter-Stabilität, ist aber kein Selbstläufer, die Klima-Tech-Branche bleibt finanzierungssensibel.
- 2024–2025, Die KI-Marke „Ember” wurde stärker in den Vordergrund gestellt. Was vorher als Empfehlungs-Engine im Hintergrund lief, ist jetzt ein eigenständiges Produkt-Branding. Das ist Marketing, aber es zeigt, dass die Plattform sich vom reinen Monitoring-Tool zur KI-getriebenen Optimierungs-Suite weiterentwickelt.
- 2025, ecoplanet hat die Kundenbasis nach eigenen Angaben deutlich über 3.000 Unternehmen erweitert, mit starkem Wachstum in Pflegeheim-, Lebensmittel- und Metallverarbeitungsbranche. Das ist ein Indikator für Marktreife, schafft aber gleichzeitig die Anforderung, dass der Customer Success skaliert mitwächst.
- Mai 2026, Die deutsche Energiekostendynamik bleibt hoch, was den Use Case für Energieoptimierungs-Software strukturell stärkt. ecoplanet positioniert sich klar als KI-First-Alternative zu klassischen OEM-Plattformen, die Wahrnehmung im Markt verbessert sich messbar.
Quellen
- ecoplanet – Startseite. https://www.ecoplanet.tech (abgerufen am 2026-06-13). Über 5 TWh verwaltetes Energievolumen, durchschnittlich 15 % Verbrauchskostensenkung, 13,9 % Beschaffungsvorteil, über 20 Mio. EUR Einsparungen, KI-gestützte Optimierung.
- ecoplanet – Produkt. https://www.ecoplanet.tech/produkt (abgerufen am 2026-06-13). KI Ember, automatisierte Lastverschiebung nach Preissignalen, integrierte Beschaffungsoptimierung (Spotmarkt, Tranchen, PPA), ISO-50001-Digitalisierung mit rund 40 % schnellerer Zertifizierung, BAFA-Bezug.
- ecoplanet – Datenschutz. https://www.ecoplanet.tech/datenschutz (abgerufen am 2026-06-13). Firmensitz ecoplanet Green Operations GmbH, Marsstraße 46, 80335 München; AVV mit Dienstleistern, DSGVO-Konformität.
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