Boords
Presentable Software Limited (Boords)
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenBrowserbasiertes Storyboard-Tool für Werbe- und Videoproduktionsteams. Kombiniert manuelles Drag-and-Drop-Storyboarding mit KI-gestützter Frame-Generierung aus Skript-Input, Charakter-Konsistenz, Animatic-Export mit Audio und strukturierten Kunden-Freigabe-Workflows. Betrieben von der britischen Presentable Software Limited (Boords existiert seit 2015). Kein kostenloser Dauer-Plan mehr, sondern nach KI-Bildkontingent gestaffelte Bezahltarife ab dem Solo-Tarif plus kostenlose Testphase.
Kosten: Kein dauerhaft kostenloser Plan, aber kostenlose Testphase (Free Trial). Solo 39 USD/Monat (26 USD bei Jahreszahlung, 1 Nutzer, 250 KI-Bilder/Monat), Pro 75 USD/Monat (50 USD jährlich, bis 5 Nutzer, 1.000 KI-Bilder/Monat), Team 125 USD/Monat (85 USD jährlich, bis 10 Nutzer, 2.000 KI-Bilder/Monat), Agency 250 USD/Monat (165 USD jährlich, bis 30 Nutzer, 3.000 KI-Bilder/Monat), Enterprise auf Anfrage
Stärken
- Script-to-Storyboard: KI generiert Frame-Vorschläge direkt aus eingegebenem Skript, Treatment oder Brief
- Animatic-Editor mit Audio, bewegtes Storyboard für Präsentationen ohne separate Schnittsoftware
- AI-Refinement: einzelne Bildbereiche markieren und neu generieren, ohne den ganzen Frame zu verwerfen
- Charakter-Konsistenz über mehrere Frames hinweg (Stand 2025/26 deutlich verbessert)
- Strukturierter Kunden-Freigabe-Workflow mit Read-Only-Link und Inline-Kommentaren
- Shot-Listen-Export parallel zum Storyboard, direktes Briefingdokument für die Crew
- Kostenlose Testphase (Free Trial) für einen risikofreien Einstieg vor der ersten Zahlung
Einschränkungen
- KI-Bildqualität ist Konzeptniveau, gut für Pitches, nicht für finale Visualisierungen
- AVV nur auf Anfrage (hello@boords.com), keine eigene SOC-2- oder ISO-27001-Zertifizierung
- Komplett englischsprachiges Interface, keine deutsche UI
- Stilkonsistenz über lange Storyboards (30+ Frames) bleibt trotz Verbesserung schwankend
- Kein dauerhaft kostenloser Plan, günstigster Tarif ist Solo für 39 USD/Monat (26 USD jährlich)
- KI-Frames werden von US-Subprozessoren (OpenAI, Fal.ai, Google Gemini) generiert, Skripte verlassen dabei die EU
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du pitchst regelmäßig Videoideen an Kunden und brauchst schnell ein präsentables Storyboard
- Du willst Skripte in wenigen Minuten in Frame-Vorschläge übersetzen, statt jede Szene manuell zu skizzieren
- Dein Workflow umfasst Kunden-Freigaberunden mit Kommentaren und Versionen
- Du brauchst einen Animatic-Export mit Audio für Live-Präsentationen ohne Schnittsoftware
Wann nein
- Du brauchst eine eigene SOC-2- oder ISO-27001-Zertifizierung des Anbieters (Boords stützt sich nur auf die Zertifikate von AWS und Co.)
- Du erwartest druckreife oder finale Bildqualität direkt aus dem KI-Generator
- Du arbeitest allein und nur sehr gelegentlich, selbst der Solo-Tarif (26 bis 39 USD/Monat) lohnt sich bei sporadischer Nutzung kaum
- Du brauchst eine deutschsprachige Oberfläche für nicht-englischsprachige Teammitglieder
Kurzfazit
Boords ist das spezialisierteste Storyboard-Tool im Markt, und für Werbe- und Videoproduktionsteams oft die beste Wahl, wenn es um den Pitch und die Kunden-Freigabe geht. Die KI-Funktion (Script-to-Storyboard plus Bildgenerierung) ist kein Spielzeug, sondern ein echter Beschleuniger für die Konzeptphase: aus einem Treatment werden in Minuten visuelle Vorschläge, die als Diskussionsgrundlage taugen. Bildqualität bleibt Konzeptniveau, kein Ersatz für hochwertige Visualisierungen aus Midjourney oder ähnlichen Spezialisten. Stärken liegen klar im Workflow-Teil, Animatic mit Audio, Shot-Listen, Kunden-Approval-Links, nicht im KI-Bild selbst. Wer DSGVO-konform arbeiten muss oder druckreife Frames erwartet, sollte vorher die Limits prüfen.
Für wen ist Boords?
Werbeagenturen mit Kunden-Pitches: Der eigentliche Killer-Use-Case. Boords liefert Storyboard-PDF, Animatic-MP4 mit Audio und einen Read-Only-Kunden-Link mit Inline-Kommentaren, alles aus einem Tool. Statt drei separater Werkzeuge (Skizzen-PDF, Schnittsoftware, E-Mail-Approval) bleibt der gesamte Pitch-Workflow auf einer Plattform.
Videoproduktionen und Regisseure: Wer Spots, Imagefilme oder Erklärvideos plant, kann mit dem Script-to-Storyboard-Mode in Minuten erste Frame-Reihen sehen. Das ersetzt nicht den professionellen Storyboard-Artist, beschleunigt aber die Vorabklärung mit Kunde, Producer und DoP enorm.
Freelance-Filmemacher und Solo-Konzepter: Wer alleine vom Skript zum visuellen Konzept kommen muss, bekommt mit Boords das, was sonst nur Studios mit Inhouse-Illustratoren haben. Der Solo-Tarif für 39 USD/Monat (26 USD bei Jahreszahlung) ist nicht billig, aber im Vergleich zu 500 bis 2.000 EUR für einen externen Storyboard-Artist pro Projekt schnell amortisiert.
In-House-Marketingteams mit Bewegtbild-Bedarf: Unternehmen, die Social Videos, Produkterklärungen oder interne Schulungsfilme regelmäßig produzieren, profitieren vom strukturierten Frame-Workflow. Die Shot-Liste fällt als Nebenprodukt ab, direktes Briefingdokument für externe Crews oder Freelancer.
Animations- und Motion-Graphics-Studios: Boords ist primär für Live-Action gemacht, aber der Animatic-Editor mit Audio funktioniert auch für animierte Erklärfilme. Charakter-Konsistenz über mehrere Frames ist seit dem Update 2025 brauchbar.
Weniger geeignet für: Spielfilm- oder High-End-Werbeproduktionen, die professionell illustrierte Storyboards brauchen (hier bleiben menschliche Artists Standard), Unternehmen mit harter Pflicht zu einer anbietereigenen SOC-2- oder ISO-27001-Zertifizierung, und Solo-Nutzer mit nur gelegentlichem Bedarf: Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht mehr, günstigster Tarif ist Solo für 39 USD/Monat (26 USD jährlich), was sich bei sporadischer Nutzung kaum lohnt.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Nutzer | KI-Bilder | Was du bekommst |
|---|---|---|---|---|
| Solo | 39 USD/Monat (26 USD jährlich) | 1 | 250/Monat | Unbegrenzte Storyboards & Exporte, keine Wasserzeichen, Stock-Bibliothek, Skript-Import, Kunden-Review ohne Login |
| Pro | 75 USD/Monat (50 USD jährlich) | bis 5 | 1.000/Monat | Alles aus Solo + Echtzeit-Kollaboration, Passwortschutz, Animatic-Editor, Versionierung |
| Team | 125 USD/Monat (85 USD jährlich) | bis 10 | 2.000/Monat | Alles aus Pro + Kunden-versteckte Kommentare, Projekt-Berechtigungen, eigene Templates, 2FA, eigene Subdomain |
| Agency | 250 USD/Monat (165 USD jährlich) | bis 30 | 3.000/Monat | Alles aus Team + Priority Support |
| Enterprise | auf Anfrage | individuell | individuell (Credit-Pools) | Alles aus Agency + SSO (SAML), dedizierter Support & Onboarding, MSA & AVV, Audit-Trail |
Einordnung: Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht mehr, Boords bietet stattdessen eine kostenlose Testphase (Free Trial) und danach den bezahlten Solo-Tarif als Einstieg. Solo für 26 USD/Monat (Jahreszahlung) ist der realistische Einstiegspreis für Freelancer und Einzelanwender mit 250 KI-Bildern im Monat. Pro (50 USD jährlich) lohnt sich, sobald du Echtzeit-Kollaboration oder mehr Bildkontingent brauchst. Team bei 85 USD/Monat ist der typische Agentur-Sweetspot, sobald mehr als fünf Personen Zugang brauchen. Agency lohnt sich nur für größere Kreativ-Studios mit 10+ aktiven Nutzern. Der Pricing-Sprung von Solo (39 USD) über Pro (75 USD) auf Team (125 USD) ist spürbar, das Kontingent an KI-Bildern steigt aber parallel von 250 auf 2.000 pro Monat.
Stärken im Detail
Script-to-Storyboard ist der echte Hebel. Du kopierst dein Treatment, Skript oder Brief in das Eingabefeld, Boords zerlegt es automatisch in Szenen und generiert für jede einen Frame-Vorschlag. Das ersetzt nicht den menschlichen Storyboard-Artist, aber es ersetzt die ersten zwei Tage manueller Vorab-Skizzen. Für die Phase “Wie könnte das aussehen?” ist die Geschwindigkeit unschlagbar.
Animatic-Editor mit Audio. Boords erzeugt aus deinem Storyboard ein bewegtes MP4 mit Voice-Over, Musik oder Sound-Effekten. Das ist Gold wert in Kunden-Präsentationen, ein Animatic transportiert Timing und Stimmung deutlich besser als statische Frames. Vergleichbares mit Premiere oder After Effects nachzubauen kostet jedes Mal eine Stunde Schnittarbeit. In Boords ist es Teil des normalen Workflows.
AI-Refinement statt Frame-Verwerfen. Du kannst in einem generierten Frame einzelne Bereiche markieren (“dieser Kopf ist falsch”, “der Hintergrund passt nicht”) und nur diesen Teil neu generieren lassen. Andere Tools verwerfen meist das ganze Bild, Boords erhält den Rest. Das ist der Unterschied zwischen “ich verwerfe und probiere nochmal” und “ich verfeinere gezielt”.
Charakter-Konsistenz über mehrere Frames. Bis 2024 war das Hauptproblem aller KI-Storyboard-Tools: Person A sah in Frame 1 anders aus als in Frame 8. Boords hat hier 2025 deutlich nachgelegt, Charaktere bleiben über Szenen hinweg erkennbar gleich. Nicht perfekt, aber gut genug für Konzeptarbeit.
Kunden-Workflow ist durchdacht. Du teilst einen Link, der Kunde sieht das Storyboard im Browser (ohne Account), kann pro Frame kommentieren, Versionen vergleichen. Du bekommst Benachrichtigungen. Das ersetzt E-Mail-Ketten mit 15 PDF-Anhängen und vier Versionen, und wirkt auf Kunden professioneller. Im Team-Plan zusätzlich: kunden-versteckte interne Kommentare, sodass das Team intern diskutieren kann, ohne dass der Kunde mitliest.
Shot-Listen als Nebenprodukt. Während du das Storyboard baust, entsteht parallel eine Shot-Liste mit Frame-Nummer, Szenenbeschreibung, Notizen zur Kamera und Dauer. Die kannst du als CSV oder Druckvorlage exportieren, direktes Briefing für DoP, Light-Crew oder Locations-Scout, ohne Doppelarbeit.
Schwächen ehrlich betrachtet
KI-Bildqualität ist Konzeptniveau, nicht final. Was Boords generiert, sieht aus wie eine schnelle Skizze oder ein simpel gerendertes 3D-Konzept, nicht wie ein illustriertes Storyboard von einem professionellen Artist. Für interne Diskussionen und schnelle Kunden-Abstimmungen reicht das, für hochwertige Pitches an Premium-Marken müssen die KI-Frames oft durch Midjourney-Output, Stock-Bilder oder echte Skizzen ersetzt werden.
AVV nur auf Anfrage, keine eigene Zertifizierung. Boords hostet App und Datei-Assets laut Security-Seite primär in der EU (AWS Irland), das ist für die reine Speicherung besser als bei vielen US-Wettbewerbern. Betreiber ist allerdings die britische Presentable Software Limited (nach dem Brexit ein Drittland aus EU-Sicht), und die KI-Bildgenerierung läuft über US-Subprozessoren (OpenAI, Fal.ai, Google Gemini), sodass Skripte und Prompts die EU verlassen. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) ist nicht selbstbedient downloadbar, sondern muss per E-Mail (hello@boords.com) angefragt werden, und Boords selbst hält weder eine SOC-2- noch eine ISO-27001-Zertifizierung, sondern stützt sich auf die Zertifikate seiner Infrastrukturanbieter (AWS, Heroku, Cloudflare, Stripe). Für Agenturen, die unter NDA für DAX-Konzerne oder Behörden mit harten Audit-Anforderungen arbeiten, kann das eigene Zertifikat fehlen, hier vorab AVV und Sicherheitsnachweise einholen.
Englisch-only Interface. Es gibt keine deutsche UI. Für ein Tool, das in deutschen Agenturen häufig von Junior-Producern oder Praktikanten genutzt wird, ist das eine echte Hürde. Auch die KI versteht deutsche Skripte, aber Frame-Beschreibungen und automatisch generierte Prompts laufen auf Englisch, was bei deutschen Kultur-Referenzen (“Schrebergarten”, “Maikäfer”, “Eckkneipe”) zu generischeren Ergebnissen führt.
Stilkonsistenz über lange Storyboards bleibt fragil. Trotz Verbesserungen 2025 driften Stile bei Storyboards über 30+ Frames merklich. Wer einen 60-Sekunden-Werbespot mit 40 Frames bauen will, muss am Ende manuell nacharbeiten oder einzelne Frames neu generieren. Das ist kein Boords-spezifisches Problem, sondern ein generelles Limit aktueller Bild-KIs, aber gut zu wissen, bevor man die Erwartung an “ein Klick = fertiges Storyboard” entwickelt.
Kein dauerhaft kostenloser Plan. Boords bietet inzwischen zwar wieder einen Solo-Tarif (39 USD/Monat, 26 USD jährlich, 1 Nutzer, 250 KI-Bilder/Monat), aber keinen kostenlosen Dauer-Plan mehr, nur eine zeitlich begrenzte Testphase (Free Trial). Wer Boords langfristig auch nur gelegentlich nutzen will, zahlt ab dem ersten Monat. Für sporadische Ein-Projekt-Nutzer ist selbst der Solo-Tarif schwer zu rechtfertigen.
KI-Frames verlassen die EU. Die eigentliche KI-Bildgenerierung erfolgt bei US-Subprozessoren (OpenAI, Fal.ai, Google Gemini). Auch wenn Boords App und Datei-Assets primär in der EU (AWS Irland) hostet, werden deine Skripte und Prompts für die Frame-Erzeugung in die USA übertragen. Für DSGVO-sensible Projekte ist das ein relevanter Punkt, der durch das EU-Hosting der Speicherebene nicht aufgehoben wird.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Hochwertige KI-Bilder generieren willst (nicht nur Konzept) | Midjourney |
| Komplette Video-Generierung statt nur Storyboards brauchst | Runway ML oder Veo |
| Vollwertiges Video-Editing mit KI-Unterstützung suchst | Descript |
| Pixel-Skizzen oder klassisches Storyboarding ohne KI willst | Krita, Storyboarder (Open-Source) oder Procreate |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: StudioBinder (umfassendere Produktions-Suite mit Storyboard-Modul, eher für größere Studios), Plot (junges Tool mit KI-Fokus, weniger reif als Boords) und FrameForge (3D-Storyboarding für Spielfilm-Pre-Production). Boords besetzt eine klare Nische, KI-beschleunigtes Storyboarding mit Kunden-Workflow, und macht das besser als jeder andere Spezialist. Wer den Pitch-Workflow im Mittelpunkt hat, bleibt bei Boords. Wer das KI-Bild selbst optimieren will, ergänzt Midjourney als Bildlieferant und nutzt Boords nur für die Frame-Sequenz und den Kunden-Review.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich auf boords.com und starte die kostenlose Testphase (Free Trial), damit du alle Kern-Features ohne sofortige Zahlung ausprobieren kannst. Lege ein neues Projekt an, wähle Seitenverhältnis (16:9 für Werbefilm, 9:16 für Social Vertical, 1:1 für Instagram-Feed) und benenne dein Projekt.
Schritt 2: Nutze den Script-to-Storyboard-Modus: Füge dein Skript, Treatment oder einen knappen Brief in das Textfeld ein und lass die KI erste Frame-Vorschläge generieren. Bewerte die Vorschläge ehrlich, sie sind Diskussionsgrundlage, kein Endprodukt. Die meisten ersetzt du durch eigene Skizzen, bessere KI-Generierungen (etwa via Midjourney) oder Stock-Frames im richtigen Seitenverhältnis. Nutze das AI-Refinement, um nur die Bereiche neu zu generieren, die wirklich daneben liegen, das spart KI-Bild-Kontingent.
Schritt 3: Exportiere oder teile: PDF für klassische Kunden-E-Mails, Animatic-MP4 mit Audio für Live-Präsentationen oder, der eigentliche Mehrwert, einen Read-Only-Kunden-Link mit integrierter Kommentarfunktion. Kunden kommentieren direkt im Browser, du bekommst Benachrichtigungen, alle Anmerkungen liegen versioniert beim Frame. Für interne Diskussionen im Team-Plan: kunden-versteckte Kommentare aktivieren, sodass du intern offen reden kannst, ohne dass der Kunde mitliest.
Ein konkretes Beispiel
Eine mittelgroße Hamburger Werbeagentur (15 Mitarbeitende) nutzt Boords im Team-Plan für alle TV- und Online-Filmprojekte. Der typische Workflow: Der Creative Director lädt das Skript in Boords, lässt die ersten Frame-Vorschläge automatisch generieren, ersetzt die schwächsten durch Midjourney-Frames im richtigen Stil und schickt dem Kunden statt einer PDF-E-Mail einen Freigabe-Link. Drei Feedback-Runden mit insgesamt 14 kommentierten Frames laufen in einer Stunde, früher waren das vier Tage E-Mail-Pingpong mit Versions-Chaos. Für die Final-Präsentation generiert die Agentur einen Animatic mit eingesprochenem Voice-Over, sodass der Kunde Timing und Stimmung bewerten kann, bevor die Produktion gestartet wird. Ergebnis: Storyboard-Freigabeprozess von 3 bis 4 Tagen auf 1 bis 2 Tage verkürzt, Kunden empfinden den Prozess als deutlich professioneller, der strukturierte Link ersetzt E-Mail-Ketten mit 15 Anhängen. Kosten: 85 USD/Monat (Team-Plan, Jahreszahlung) für 10 Nutzer, amortisiert sich nach einem einzigen Projekt.
DSGVO & Datenschutz
- Betreiber: Boords ist ein Handelsname der Presentable Software Limited, einer britischen Gesellschaft (Company No. 09985153). Aus EU-Sicht ist das Vereinigte Königreich nach dem Brexit ein Drittland mit eigenem Angemessenheitsstatus, kein EU-Anbieter.
- Datenhosting: App und Datei-Assets laufen laut Security-Seite primär in der EU (AWS und Heroku, AWS-Region Irland). Datei-Assets liegen auf AWS S3 mit geografischer Redundanz innerhalb der EU-Region.
- KI-Verarbeitung außerhalb der EU: Die KI-Bildgenerierung läuft über die US-Subprozessoren OpenAI, Fal.ai und Google Gemini. Skripte und Prompts, die du für die Frame-Erzeugung eingibst, werden dafür in die USA übertragen. Deshalb ist die Datenhaltung insgesamt als global (nicht rein EU) einzustufen.
- Verschlüsselung: HTTPS mit 256-Bit-SSL für die Übertragung, Server-Side-Encryption mit AWS-verwalteten Schlüsseln (SSE-S3) für ruhende Daten und Backups. Zahlungen laufen über Stripe als Subprozessor.
- Auftragsverarbeitung (AVV/DPA): Verfügbar, aber nicht selbstbedient downloadbar, Anfrage an hello@boords.com vor oder mit dem Vertragsabschluss. Der Enterprise-Plan nennt MSA- und DPA-Support explizit.
- Datentransfer in Drittländer: Für Transfers außerhalb von EWR/UK stützt sich Boords auf die EU-Standardvertragsklauseln (SCC) und das UK International Data Transfer Addendum (IDTA).
- SOC 2 / ISO 27001: Boords selbst ist nicht zertifiziert, stützt sich auf die Zertifikate der Infrastrukturanbieter (AWS, Heroku, Cloudflare, Stripe).
- Empfehlung für Unternehmen: Das EU-Hosting der Speicherebene (Irland) plus AVV auf Anfrage und SCC/IDTA ist besser aufgestellt als bei US-only-Wettbewerbern, gleicht aber den UK-Betreiber und die US-KI-Subprozessoren nicht aus. Wer dokumentierte EU-Residency-Garantien oder eine anbietereigene SOC-2-/ISO-27001-Zertifizierung braucht (DAX-Konzerne, Behörden, Pharma/Finance), sollte AVV und Sicherheitsnachweise vorab schriftlich einholen und den Enterprise-Plan mit Compliance-Zusagen prüfen.
Gut kombiniert mit
- Midjourney, Wenn die Boords-eigenen KI-Frames nicht reichen, lieferst du hochwertigere Bilder aus Midjourney und ziehst sie in den Storyboard-Frame. Boords bleibt für Sequenzierung, Animatic und Kunden-Workflow, Midjourney liefert die Bildqualität.
- Descript, Für Voice-Over-Aufnahmen direkt aus Text (oder KI-Stimme), die du dann in den Boords-Animatic einbettest. Descript ersetzt das klassische Tonstudio für Pitch-Animatics.
- Notion, Projektmanagement-Layer drumherum: In Notion liegen Brief, Skript, Budget und Timeline, Boords liefert den visuellen Output und der Kunden-Link wird in der Notion-Projektseite eingebettet.
Unser Fazit
Boords verdient 4 von 5 Sternen. Das Tool macht in seiner Nische, KI-beschleunigtes Storyboarding mit echtem Kunden-Workflow, schlicht den besten Job am Markt. Script-to-Storyboard, Animatic-Editor mit Audio, AI-Refinement und der durchdachte Approval-Link sind einzeln gut, in Kombination einzigartig. Den fünften Stern verliert es durch drei Punkte: Die Bildqualität bleibt Konzeptniveau (selten ein Boords-Problem, eher ein generelles KI-Limit, aber relevant für die Erwartung), der AVV ist nur auf Anfrage erhältlich, Boords selbst hält keine SOC-2-/ISO-27001-Zertifizierung und die KI-Generierung läuft über US-Subprozessoren, sodass Skripte trotz EU-Hosting der Speicherebene die EU verlassen (für stark regulierte Branchen reicht das nicht immer), und es gibt keinen dauerhaft kostenlosen Plan mehr, der günstigste Einstieg ist der Solo-Tarif ab 26 USD/Monat. Für die Zielgruppe, Werbeagenturen, Videoproduktionen, In-House-Marketingteams mit regelmäßigem Bewegtbild-Bedarf, ist Boords trotzdem die klare Empfehlung.
Was wir bemerkt haben
- 2024/25, Boords hat das Pricing umgebaut, weg von einer festen Einzelnutzer-Stufe hin zu einem nach KI-Bildkontingent gestaffelten Modell. Das Kontingent ist in allen Bezahltarifen großzügig dimensioniert (250 bis 3.000 Bilder/Monat).
- 2025, Charakter-Konsistenz über mehrere Frames hinweg wurde spürbar verbessert. Was 2023 noch ein Hauptkritikpunkt war (Person A sah in Frame 1 anders aus als in Frame 8), funktioniert heute brauchbar, nicht perfekt, aber gut genug für Konzeptarbeit.
- 2024, AI-Refinement wurde eingeführt: einzelne Bildbereiche markieren und gezielt neu generieren, ohne den ganzen Frame zu verwerfen. Das spart KI-Bild-Kontingent und entspricht der Inpainting-Logik aus Midjourney und Photoshop Generative Fill.
- Juni 2026, Boords hostet App und Datei-Assets laut Security-Seite primär in der EU (AWS Irland, S3 mit EU-Redundanz). Ein AVV/DPA ist auf Anfrage (hello@boords.com) verfügbar, für Drittlandtransfers gelten SCC und UK-IDTA. Eine anbietereigene SOC-2- oder ISO-27001-Zertifizierung fehlt, Boords stützt sich auf die Zertifikate von AWS, Heroku, Cloudflare und Stripe. Es gibt einen Enterprise-Plan (Preis auf Anfrage) mit SSO (SAML), dediziertem Support, MSA/AVV-Support und Audit-Trail.
- Juli 2026: Faktencheck: Betreiber ist die britische Presentable Software Limited (Company No. 09985153), zuvor bei uns fälschlich als Boords Ltd. geführt. Das dataHosting wurde von eu auf global korrigiert, weil die KI-Bildgenerierung über US-Subprozessoren (OpenAI, Fal.ai, Google Gemini) läuft und Skripte damit die EU verlassen. Der dauerhaft kostenlose Plan ist entfallen, günstigster Tarif ist jetzt Solo (39 USD/Monat, 26 USD jährlich, 250 KI-Bilder), darüber Pro, Team, Agency und Enterprise. Es gibt nur noch eine kostenlose Testphase (Free Trial) statt eines Free-Plans. Unbelegte Angaben (Security-Overview-PDF, Assured-SaaS-Assessment) wurden entfernt.
Quellen
- Boords - Pricing. https://boords.com/pricing (abgerufen am 2026-07-23). Kein kostenloser Dauer-Plan, nur Free Trial. Solo 39/26 USD, Pro 75/50 USD, Team 125/85 USD, Agency 250/165 USD, Enterprise auf Anfrage. KI-Bilder pro Monat: Solo 250, Pro 1.000, Team 2.000, Agency 3.000.
- Boords - Data Security. https://boords.com/security (abgerufen am 2026-07-23). Boords ist ein Handelsname der Presentable Software Limited (UK, Company No. 09985153). Hosting auf AWS und Heroku primär in der EU (Irland), S3-Server-Side-Encryption (SSE-S3), AVV auf Anfrage. Keine eigene SOC-2-/ISO-27001-Zertifizierung, stützt sich auf Subprozessoren (AWS, Heroku, Cloudflare, Stripe). KI-Subprozessoren OpenAI, Fal.ai, Google Gemini. SCC und UK IDTA für Transfers ausserhalb EWR/UK.
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