Write & Improve with Cambridge
Cambridge University Press & Assessment
Cambridges KI-Bewertungswerkzeug für englische Schreibaufgaben — entwickelt von Cambridge University Press & Assessment, validiert an Millionen echter Prüfungstexte. Lernende geben einen Text ein und erhalten sofort ein CEFR-Niveau (A1 bis C2) sowie farbige Markierungen zu Grammatik, Wortschatz und Struktur. Lehrkräfte können mit +Class View Aufgaben stellen und Fortschritte aller Lernenden in Echtzeit verfolgen. +Test Zone-Module bereiten gezielt auf IELTS und B2 First vor.
Kosten: Grundfunktionen für Lernende kostenlos; +Class View für Lehrkräfte: ab £11/Monat für bis zu 10 Mitglieder, weitere Mitglieder £1,10/Monat — 50 Lernende ca. 65 EUR/Monat, 120 Lernende ca. 120 EUR/Monat. +Test Zone IELTS und +Test Zone B2 First als separate kostenpflichtige Module
Stärken
- Sofortfeedback mit CEFR-Niveau — kein Setup, keine Registrierung für Lernende nötig
- Validiert durch Cambridge-Forschungsabteilung auf Basis von Millionen echter Prüfungsaufgaben
- Class View ermöglicht Aufgabenstellung und zentrales Fortschritts-Dashboard für Lehrkräfte
- Kostenfrei für individuelle Lernende — sehr niedrige Einstiegshürde für Sprachschulen
- EU-Datenhosting (Cambridge UK), AVV für Bildungseinrichtungen verfügbar
- +Test Zone IELTS / B2 First für gezielte Prüfungsvorbereitung
- Akademische Reputation der Cambridge-Marke schafft Vertrauen bei Lernenden und Eltern
Einschränkungen
- Nur Englisch — keine Bewertung für Deutsch, Französisch oder andere Sprachen
- CEFR-Bewertung ist automatisiert und deckt keine pragmatische Kompetenz oder Diskurskohärenz ab
- Lehrkräfte-Interface ist Englisch-only — für nicht-englischsprachige Kollegien gewöhnungsbedürftig
- Höchste Verlässlichkeit bei B2 und darunter; C1/C2-Bewertungen weniger stabil laut Cambridge-Forschung
- Keine LMS-Integration oder API für Drittanbieter-Systeme
- Feedback ist relativ generisch — kein detaillierter Stilcoach wie [Grammarly](/tools/grammarly/)
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du unterrichtest oder lernst Englisch und brauchst automatisches CEFR-Niveau-Feedback
- Du bereitest dich auf eine Cambridge- oder IELTS-Prüfung vor
- Du betreibst eine Sprachschule und willst Hausaufgaben skalierbar bewerten
- Du brauchst kostenfreies Schreibfeedback ohne Account-Pflicht
Wann nein
- Du brauchst Bewertung für Deutsch, Französisch oder andere Sprachen
- Du suchst einen Allzweck-Schreibcoach für Geschäftskorrespondenz ([Grammarly](/tools/grammarly/) ist besser)
- Du brauchst LMS-Integration (Moodle, Canvas, itslearning) — gibt es nicht
- Du arbeitest an akademischen Texten für Veröffentlichung ([Writefull](/tools/writefull/) ist spezialisierter)
Kurzfazit
Write & Improve ist das beste kostenfreie Schreibfeedback-Tool für Englisch-Lernende, das man derzeit bekommen kann — und das ist kein Marketing-Spruch, sondern ein nüchterner Befund. Hinter dem Tool steht Cambridge University Press & Assessment, dieselbe Organisation, die die Cambridge-English-Prüfungen entwickelt. Die CEFR-Bewertung ist an Millionen echter Prüfungsaufgaben validiert und damit deutlich glaubwürdiger als jede generische Grammatik-KI. Stärken: Sofortfeedback, kein Setup, akademische Reputation, sinnvolles Lehrkräfte-Dashboard für 11 GBP/Monat. Schwächen: nur Englisch, nur Grammatik-/Niveau-Feedback (keine Stilberatung wie bei Grammarly), kein LMS-Anschluss, keine API. Für Sprachschulen, Englisch-Lehrer und Selbstlernende mit Prüfungsziel ist Write & Improve fast immer die richtige erste Wahl — alles andere kommt obendrauf.
Für wen ist Write & Improve?
Englisch-Lehrkräfte: Wer regelmäßig Schreibaufgaben stellt und korrigieren muss, gewinnt mit Write & Improve massiv Zeit. Die KI bewertet das CEFR-Niveau und markiert Schwachstellen, der Lehrer kann sich auf die pragmatischen und stilistischen Punkte konzentrieren, die KI nicht beherrscht. +Class View macht das skalierbar — eine Lehrkraft kann 30 Schreibaufgaben in der Zeit korrigieren, in der sie früher fünf gemacht hat.
Sprachschulen: Kommerzielle Anbieter (z. B. Berlitz, Wall Street English, lokale Privatschulen) integrieren Write & Improve in Hausaufgaben-Workflows. Die niedrigen Lehrkräfte-Lizenzkosten (£11–£1,10/Mitglied) sind im Vergleich zu anderen EdTech-Plattformen ein echter Wettbewerbsvorteil — selbst bei 100+ Schülern bleibt das Budget überschaubar.
Prüfungsvorbereitung Cambridge / IELTS: Wer auf B2 First, C1 Advanced oder IELTS hinarbeitet, bekommt mit den +Test Zone-Modulen prüfungsnahe Aufgabentypen und Feedback. Cambridge selbst entwickelt die Prüfungen — wer das Tool nutzt, übt unter authentischen Bedingungen.
Englisch-Selbstlernende mit Niveau A2–B2: Wer Englisch verbessern will, aber keinen Tutor oder Kurs leistet, findet hier ein kostenfreies Feedback-Werkzeug. Die meiste Stärke liegt in der Bewertung der Niveaustufen A2–B2 — genau das Segment, das die meisten Selbstlernenden anstreben. Für C1/C2 sind die automatischen Bewertungen weniger stabil; dort sollte ergänzend ein menschlicher Tutor evaluieren.
Bildungsanbieter und Volkshochschulen: Öffentliche Bildungsträger nutzen Write & Improve als ergänzendes Werkzeug in Englischkursen — niedrige Hürde, kein Beschaffungsprozess für Lernende, EU-Datenhosting passt zu DSGVO-Anforderungen.
Weniger geeignet für: Lernende anderer Sprachen (Deutsch, Französisch, Spanisch), Anwender, die professionelle Geschäftstexte stilistisch verbessern wollen (Grammarly ist hier deutlich stärker), akademische Schreibende für Paper-Publikationen (Writefull liefert spezifischere Hinweise), Unternehmen mit LMS-Integrationsbedarf (Write & Improve hat keine API).
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Free (Lernende) | 0 EUR | Unbegrenzte Schreibaufgaben, sofortiges CEFR-Feedback, Profil-Tracking (optional) |
| +Class View Basis | £11/Monat | Lehrkraft-Konto mit bis zu 10 Mitgliedern, Klassen anlegen, Aufgaben stellen, Dashboard |
| +Class View weitere Mitglieder | £1,10/Monat pro Mitglied | Zusätzliche Lernende über die ersten 10 hinaus |
| +Test Zone IELTS | separat lizenziert | Prüfungsnahe IELTS-Writing-Aufgaben mit Feedback |
| +Test Zone B2 First | separat lizenziert | Prüfungsnahe B2-First-Writing-Aufgaben |
| Institutionelle Lizenzen | auf Anfrage | Größere Sprachschulen, Universitäten, öffentliche Träger — über Cambridge Sales |
Einordnung: Für eine Sprachschule mit 50 Lernenden kostet +Class View ca. 65 EUR/Monat (entspricht £11 + 40 × £1,10), für 120 Lernende ca. 120 EUR/Monat. Das ist im EdTech-Vergleich extrem günstig — vergleichbare Schreibcoach-Plattformen kosten oft 5–10 EUR pro Lernender pro Monat. Cambridge subventioniert das Tool offensichtlich aus dem Prüfungs- und Lehrwerk-Geschäft, was es für die Schulen attraktiv macht. Für individuelle Lernende ist es schlicht kostenlos — eine echte Seltenheit bei seriösen EdTech-Tools mit akademischem Rückhalt. Die +Test Zone-Module sind sinnvoll für gezielte Prüfungsvorbereitung, aber kein Pflichtkauf — die kostenlose Version reicht für 80 % der Anwendungsfälle.
Stärken im Detail
Wissenschaftlich validierte CEFR-Bewertung. Anders als bei generischen KI-Schreibtools, die mit beliebigen Trainingsdaten arbeiten, basiert Write & Improve auf Cambridges Korpus aus echten Prüfungsaufgaben — Millionen von Texten, die von menschlichen Examinatoren auf CEFR-Niveau bewertet wurden. Die Cambridge English Language Assessment Research Group hat das System publiziert und auditiert. Damit ist die CEFR-Aussage von Write & Improve näher an einer offiziellen Bewertung als jede andere automatische Quelle.
Sofortfeedback ohne Setup-Friction. Eine Lernende kann writeandimprove.com öffnen, einen Text einfügen und in unter 10 Sekunden ein Niveau und farbige Markierungen sehen — keine Registrierung, kein Email-Verifikation, kein Onboarding. Für Lehrkräfte, die einen Workshop oder Demo machen wollen, ist das Gold wert. Und für die Aktzeptanz bei Schülern: kein Account = kein Widerstand.
Class View für Lehrkräfte. Mit dem Lehrkräfte-Dashboard wird Write & Improve vom Selbstlern-Tool zur Klassenmanagement-Lösung. Lehrkräfte sehen, wer welche Aufgabe wann mit welchem Niveau eingereicht hat, können Niveau-Sprünge zwischen erster und überarbeiteter Fassung sehen, und Klassen-Durchschnitte tracken. Das ist konzeptionell so einfach wie wirkungsvoll.
+Test Zone als Prüfungs-Specialisierung. Wer auf eine Cambridge-Prüfung (B2 First, C1 Advanced) oder IELTS hinarbeitet, bekommt Aufgabentypen, die den realen Prüfungsformaten entsprechen — Essays, Reports, Articles, Reviews. Die Bewertung erfolgt mit prüfungsspezifischen Kriterien. Für Sprachschulen mit Prüfungsvorbereitung ist das ein wichtiger Differenziator gegenüber generischen Schreibtools.
Akademische Reputation der Marke Cambridge. In der Sprachschul-Branche ist Cambridge ein Synonym für Qualität — das senkt die Akzeptanz-Schwelle bei Eltern, Schulträgern und Bildungsbehörden. Lehrkräfte müssen weniger erklären, warum sie ein KI-Tool einsetzen, weil “Cambridge” als Bürgschaft funktioniert. Das ist ein nicht zu unterschätzender Soft-Vorteil gegenüber Startup-Tools.
EU-Datenhosting und akademische Datenschutz-Standards. Daten werden in der EU (UK / Cambridge) gehostet, Cambridge unterliegt britischem Datenschutzrecht (UK GDPR) und bietet Bildungseinrichtungen Standardverträge. Für Sprachschulen mit minderjährigen Lernenden ist das ein entscheidender Compliance-Hebel — viele US-EdTech-Tools sind hier deutlich schlechter aufgestellt.
Schwächen ehrlich betrachtet
Nur Englisch. Wer Deutsch, Französisch, Spanisch oder eine andere Sprache lernt oder unterrichtet, hat keinen Nutzen — Cambridge fokussiert sich ausschließlich auf English Language Learning. Andere Sprachen-Tools (z. B. der DAAD-Workshop oder Goethe-Institut-Plattformen) sind technologisch deutlich weniger weit. Für deutsche Schulen, die Englisch als Fremdsprache unterrichten, ist Write & Improve dennoch das richtige Werkzeug — aber wer multilingual unterrichtet, braucht ergänzende Tools.
Feedback bleibt auf Niveau- und Grammatik-Ebene. Write & Improve sagt dir, ob dein Text B1 oder B2 ist, und markiert grammatikalische Fehler — aber es ist kein Stilcoach. Wer professionelle Geschäfts-E-Mails, kreative Erzählungen oder Argumentationsessays stilistisch verbessern will, bekommt bei Grammarly oder einem GPT-basierten Werkzeug deutlich tiefere Hinweise. Write & Improve ist Niveau-Bewertung, nicht Schreib-Coaching im engeren Sinn.
C1/C2-Bewertungen sind weniger stabil. Cambridge selbst dokumentiert, dass die automatische Bewertung im B2-Bereich am verlässlichsten ist und im C1/C2-Bereich Schwankungen zeigt — was sprachlich plausibel ist, weil auf höheren Niveaus die Bewertungskriterien stärker auf Diskurs, Argumentation und Pragmatik abstellen, die automatisch schwerer zu erfassen sind. Für Prüfungs-Coaching auf C1/C2 sollte das Tool ergänzend, nicht primär eingesetzt werden.
Englisch-only Lehrkräfte-Interface. Das Dashboard für Lehrkräfte ist komplett englischsprachig — was für Englisch-Lehrkräfte unkritisch ist, aber für DaF/DaZ-Kollegien oder Schulen mit gemischtem Sprachprofil ein Reibungspunkt sein kann. Eine deutsche Übersetzung gibt es nicht.
Keine LMS-Integration. Write & Improve hat keine API, keine LTI-Schnittstelle, keine Integration in Moodle/Canvas/itslearning. Lehrkräfte arbeiten parallel mit zwei Systemen: dem schul-LMS und Write & Improve. Für Schulen, die einheitliche digitale Workflows wollen, ist das eine echte Limitierung — der Wettbewerber Writefull bietet hier deutlich mehr Integration.
Feedback-Tiefe wirkt repetitiv. Wer das Tool über mehrere Monate intensiv nutzt, merkt, dass die Hinweise einer bestimmten Schablone folgen — Tense-Fehler werden ähnlich erklärt, Wortschatz-Empfehlungen kommen aus einem definierten Pool. Das ist für Anfänger und Mittelstufe völlig ausreichend, kann aber bei fortgeschrittenen Lernenden zu Lernkurve-Plateaus führen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Allzweck-Schreibcoach für Geschäftstexte (Englisch + andere) brauchst | Grammarly |
| Akademisches Schreiben für Paper/Thesis verbessern willst | Writefull |
| Deutsch, Französisch oder Spanisch korrigieren willst | LanguageTool |
| Komplette Sprachlern-Plattform für Schulen suchst | Duolingo for Schools |
| Hochwertige Übersetzungen und Sprachvorschläge brauchst | DeepL |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: ELSA Speak (Englisch-Aussprache-Training mit KI), Gymglish (französisches EdTech mit Tages-Aufgaben-Format), ProWritingAid (stilistisch tiefer als Grammarly, aber komplexer), QuillBot (Paraphrasing mit Schreibverbesserung), ChatGPT/Claude als generische Schreib-KI mit deutlich mehr Stilkompetenz, aber ohne CEFR-Bewertung. Write & Improve bleibt im Segment „kostenloses CEFR-Feedback mit akademischer Reputation” konkurrenzlos — alle Alternativen kosten entweder substantiell mehr oder liefern eine andere Feedback-Art.
So steigst du ein
Schritt 1: Öffne writeandimprove.com — keine Registrierung nötig. Wähle ein Sprachniveau-Target (z. B. B1 oder B2) und schreibe oder lade einen Text ein. Das System gibt innerhalb von Sekunden ein CEFR-Niveau und farbige Markierungen zurück. Probier mit eigenen Texten auf unterschiedlichen Niveaus, um ein Gefühl für die Bewertungslogik zu bekommen, bevor du es im Unterricht einsetzt.
Schritt 2: Als Lehrkraft ein +Class View-Konto einrichten unter writeandimprove.com/teachers. Dort lassen sich Klassen anlegen, Aufgaben stellen und alle Einreichungen im Überblick verfolgen. Das Abonnement startet mit einer 30-tägigen Probephase — genug Zeit, um die Funktion mit einer realen Klasse zu testen. Plane das erste Aufgaben-Setup gemeinsam mit Kolleginnen, damit die Aufgabentypen konsistent über Klassen bleiben.
Schritt 3: Für den Unterricht eignet sich folgendes Muster: Lernende schreiben eine erste Fassung, Write & Improve gibt automatisches Feedback, Lernende überarbeiten den Text und reichen die zweite Fassung ein — Lehrkraft sieht beide Versionen und das Niveausprung-Delta im Dashboard. Diese „Two-Draft”-Methode ist didaktisch deutlich wirksamer als einmalige Einreichung und macht die KI-Bewertung pädagogisch sinnvoll. Ergänze pragmatische und stilistische Hinweise als Lehrkraft persönlich — die KI liefert die Hausaufgaben-Korrektur, du lieferst die individuelle Anleitung.
Ein konkretes Beispiel
Eine private Englisch-Sprachschule in München mit 8 Lehrkräften und 120 aktiven Lernenden nutzt Write & Improve als Standard-Hausaufgaben-Tool. Lehrkräfte stellen wöchentlich eine Schreibaufgabe mit Niveau-Target (z. B. “Schreibe eine 250-Wörter-Bewerbung auf eine Stellenanzeige, Ziel B2”). Lernende reichen ihre Texte ein, bekommen sofort CEFR-Feedback und farbige Markierungen. Die Lehrkraft sieht im Class-View-Dashboard, welche Lernenden den B2-Sprung geschafft haben, welche stagnieren (drei Wochen ohne Niveauverbesserung) und welche bereit für den nächsten Kurs sind — ohne manuelle Korrekturen. Im Unterricht werden dann die zwei oder drei stilistisch schwierigsten Texte gemeinsam besprochen, während die Standardkorrekturen schon vom System übernommen sind. Zeitersparnis pro Lehrkraft: ca. 4–6 Stunden Korrekturzeit pro Woche. Die +Class View-Kosten liegen bei ca. 120 EUR/Monat für alle 120 Lernenden — verglichen mit einer halben Lehrerstelle für reine Korrekturarbeit eine Trivialinvestition. Die Schule kommuniziert das Tool offen gegenüber Eltern: „Mit Cambridge-Technologie” funktioniert als Verkaufsargument.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: EU (Cambridge / UK). Cambridge University Press & Assessment unterliegt britischem Datenschutzrecht (UK GDPR), das EU-Adequacy-Status hat.
- Datennutzung: Eingereichte Texte werden zur Bewertung verarbeitet und können in anonymisierter Form für Forschung und Modellverbesserung genutzt werden. Cambridge dokumentiert die Verwendung in den Nutzungsbedingungen.
- Minderjährige Lernende: Bei Class-View-Klassen mit Schülern unter 13 Jahren gelten zusätzliche Anforderungen — Cambridge bietet Standardverträge für Bildungseinrichtungen mit klaren Verantwortlichkeiten.
- Account-Löschung: Profil-Daten lassen sich in den Einstellungen löschen. Bei +Class View-Nutzung verwaltet die Lehrkraft die Konten ihrer Klasse zentral.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für Bildungseinrichtungen über Cambridge Sales verfügbar; bei kleineren Schulen oft als Standardvertrag mit den Class-View-Bedingungen abgedeckt.
- Empfehlung für Unternehmen / Schulen: AVV mit Cambridge abschließen, bei minderjährigen Lernenden Elternzustimmung einholen, Datenschutzbeauftragten der Schule informieren. Für die Nutzung in deutschen Schulen ist UK-GDPR-Adequacy aktuell ausreichend; bei künftigen rechtlichen Änderungen ggf. Hosting-Lokation prüfen.
Gut kombiniert mit
- Grammarly — für stilistisch tiefere Hinweise und kontextuelle Schreibcoaching-Tipps. Während Write & Improve das CEFR-Niveau bewertet, gibt Grammarly konkrete Stil-, Ton- und Klarheitshinweise. In Sprachschulen bietet sich an: Write & Improve für die Hausaufgaben-Korrektur, Grammarly für die individuelle Stilarbeit fortgeschrittener Lernender.
- DeepL — Lernende, die ihren englischen Text vor dem Einreichen mit der Übersetzung aus dem Deutschen abgleichen wollen, finden in DeepL ein hochwertiges Werkzeug. Cave: Eigenständig schreiben bleibt didaktisch der Schwerpunkt, DeepL ist Recherche- und Verständnis-Hilfe.
- Duolingo for Schools — als ergänzende Vokabel- und Hörverständnis-Plattform für die alltägliche Sprachpraxis. Write & Improve übernimmt das Schreibtraining, Duolingo for Schools deckt die anderen Fertigkeiten ab.
Unser Testurteil
Write & Improve verdient 4 von 5 Sternen. Innerhalb seines klar abgegrenzten Marktes — kostenfreies CEFR-Schreibfeedback für Englisch-Lernende — ist das Tool konkurrenzlos. Die wissenschaftliche Validierung durch Cambridge English, die Verfügbarkeit ohne Account, die niedrigen Lehrkräfte-Lizenzkosten und das EU-Hosting machen es zur Default-Empfehlung für Englisch-Sprachschulen. Den fünften Stern verliert Write & Improve durch die enge Sprach-Fokussierung (nur Englisch), den fehlenden LMS-Anschluss, das englischsprachige Lehrkräfte-Interface und die wenig stilistische Tiefe des Feedbacks. Wer mehr will als CEFR-Bewertung und Grammatik-Markierungen, braucht ergänzend Grammarly, Writefull oder eine generative KI. Für die ursprüngliche Zielgruppe — Englisch-Lernende auf A2–C1, Englisch-Lehrkräfte mit Korrekturaufwand, Prüfungs-Vorbereitung Cambridge/IELTS — ist Write & Improve aber genau das richtige Werkzeug. Und in der EdTech-Welt mit oft fragwürdigen Geschäftsmodellen ist eine kostenfreie Cambridge-Lösung mit EU-Hosting schlicht ein Geschenk an die Sprachschul-Community.
Was wir bemerkt haben
- 2014 — Cambridge English hat Write & Improve als kostenfreies Bewertungstool veröffentlicht, basierend auf der „Automated Writing Evaluation”-Forschung der Cambridge English Language Assessment Research Group. Damit eines der ältesten KI-basierten Schreibbewertungs-Tools im EdTech-Markt.
- 2019 — Einführung von +Class View für Lehrkräfte. Damit Wandel vom reinen Selbstlern-Tool zur Klassenmanagement-Plattform — entscheidend für die Akzeptanz in kommerziellen Sprachschulen.
- 2022 — Veröffentlichung der +Test Zone-Module für IELTS und B2 First. Damit gezielte Prüfungsvorbereitung — ein Direktangriff auf kommerzielle Prüfungsvorbereitungs-Anbieter, die ähnliche Bewertungsfunktionen oft teuer verkaufen.
- 2024 — Cambridge English hat die zugrunde liegenden Sprachmodelle modernisiert (laut öffentlichen Konferenzbeiträgen der Research Group), wodurch die CEFR-Genauigkeit in der Mittelstufe (B1–B2) noch einmal gestiegen ist. Für C1/C2 bleibt der Forschungsstand: Verlässlichkeit niedriger als bei menschlichen Examinatoren.
- 2025 — Preise für +Class View blieben stabil bei £11/Monat Basis + £1,10/Mitglied. Damit weiterhin eines der günstigsten Lehrkräfte-Tools im EdTech-Markt — vor allem im Vergleich zu Plattformen wie Lingoda, Babbel for Business oder Voxy, die mit Lehrkraft-Lizenzen schnell im dreistelligen Euro-Bereich pro Monat landen.
- Mai 2026 — Keine LMS-Integration, keine API in Sicht. Cambridge positioniert Write & Improve weiterhin als Standalone-Lösung. Wer eine integrierte EdTech-Architektur will, muss das organisatorisch verarbeiten — und nicht erwarten, dass sich diese Lücke schließt.
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