Marketing-Reporting-Plattform für Agenturen: Whatagraph verbindet 60+ Datenquellen, baut automatisierte White-Label-Reports und verschickt sie per PDF direkt an Kunden — inklusive KI-gestützter Insights. Teuer im Vergleich zu kostenlosen Alternativen, aber deutlich schneller und professioneller für Agentur-Workflows.
Kosten: Kostenloser Einstieg (5 Quellverbindungen), Start ab €199/Monat, Boost ab €399/Monat (White-Label inklusive), Max auf Anfrage
Stärken
- White-Label-Reports mit Agentur-Logo und Kundenfarben — automatisch per E-Mail verschickt
- Whatagraph IQ: KI-generierte Insights und Report-Erstellung per natürlicher Sprache
- 60+ native Integrationen: Google Ads, Meta, LinkedIn, Analytics, Shopify, HubSpot und mehr
- EU-basiertes Unternehmen (Vilnius, Litauen) mit DSGVO-konformer Datenhaltung
- Passwortgeschützte Live-Links für Kunden als Alternative zu PDF-Reports
- Unlimitierte Nutzer und Reports in allen bezahlten Plänen
Einschränkungen
- Einstiegspreis €199/Monat macht es für Freelancer und kleine Teams unwirtschaftlich
- Oberfläche und Support ausschließlich auf Englisch — keine deutsche Benutzeroberfläche
- White-Label und automatischer PDF-Versand erst ab €399/Monat (Boost-Plan)
- Weniger flexible Visualisierungen als Looker Studio oder Tableau für Custom-Dashboards
- Free-Plan stark begrenzt (nur 5 Quellverbindungen) — kaum zum Testen ausreichend
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du betreust mehrere Kunden und erstellst monatlich manuelle Marketing-Reports
- Deine Agentur will White-Label-Reports mit eigenem Branding an Kunden ausliefern
- Du willst Reports aus Google Ads, Meta, Analytics und Co. in einem Dokument zusammenführen
- Du suchst eine EU-basierte Plattform mit solider DSGVO-Story für Agenturreporting
Wann nein
- Du bist ein Inhouse-Marketingteam ohne regelmäßige Kundenpräsentationen
- Du suchst eine kostenlose oder günstige Lösung — Looker Studio reicht dann aus
- Du brauchst tiefe Datenanalyse und benutzerdefinierte Visualisierungen jenseits von Marketingmetriken
- Dein Team spricht ausschließlich Deutsch und braucht eine deutschsprachige Oberfläche
Kurzfazit
Whatagraph ist das Werkzeug der Wahl, wenn du als Agentur monatlich dieselben Marketing-Reports für mehrere Kunden erstellst und dabei noch Zeit verlierst. Die Plattform verbindet 60+ Datenquellen, baut daraus professionelle White-Label-Reports und versendet sie automatisch — inklusive KI-generierter Zusammenfassungen. Der Haken: White-Label gibt es erst ab €399/Monat, was das Tool für Einzelkämpfer und kleine Teams schwer rechtfertigt. Wer hingegen als Agentur mit zehn oder mehr Kunden arbeitet, holt den Preis durch gesparte Reportingstunden schnell rein.
Für wen ist Whatagraph?
Performance-Marketing-Agenturen: Das Kernszenario, für das Whatagraph gebaut wurde. Du verwaltest mehrere Kundenaccounts in Google Ads, Meta, LinkedIn und TikTok — statt monatlich Daten aus vier Plattformen manuell zusammenzuführen, baut Whatagraph einen einheitlichen Report, der automatisch zu deinen Kunden geht.
Social-Media-Agenturen: Wer regelmäßig Reichweiten-, Engagement- und Wachstumsdaten für Kunden präsentiert, profitiert von den vorgefertigten Vorlagen und dem automatischen Versand. Kunden erhalten ihren Report ohne E-Mail-Anhang — per passwortgeschütztem Live-Link.
Inhouse-Marketing-Teams mit Reporting-Pflicht: Auch interne Teams, die monatlich an Geschäftsführung oder Vorstand berichten, können Whatagraph nutzen. Allerdings fehlt hier oft die kritische Masse (genug Kunden = genug Reports), die den hohen Preis rechtfertigt.
Freelancer und Kleinagenturen (bedingt): Mit ein bis drei Kunden ist Whatagraph schwer zu rechtfertigen. Der Start-Plan für €199/Monat ergibt erst ab etwa fünf bis acht aktiven Reporting-Kunden Sinn — sonst ist Looker Studio die wirtschaftlichere Wahl.
Weniger geeignet für: Inhouse-Teams ohne Kundenpräsentationen, Datenanalysten (die brauchen Tableau oder Looker Studio), und alle, die eine deutschsprachige Oberfläche benötigen oder ein Budget unter €200/Monat haben.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Quellverbindungen | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Free | 0 € | 5 | Unbegrenzte Nutzer und Reports, Whatagraph IQ (Basis), Grundintegrationen |
| Start | €199/Monat | 20 | Erweiterte Integrationen, Custom-Transformationen, Ziele & Alerts, vorgefertigte Themes |
| Boost | €399/Monat | 50 | Premium-Integrationen, White-Label-Branding, automatische PDF-E-Mails, Custom-Domain, Whatagraph IQ+ |
| Max | Auf Anfrage | Individuell | Alle Boost-Features + SSO/SAML, öffentliche API, Dedicated Customer Success Manager, Onboarding |
Einordnung: Der Free-Plan reicht zum Testen der Oberfläche, ist aber mit fünf Quellverbindungen in der Praxis stark eingeschränkt. Der Start-Plan für €199/Monat macht Sinn, wenn du regelmäßige Reports ohne White-Label-Anforderungen brauchst. Das echte Agenturprodukt ist der Boost-Plan: Erst hier gibt es White-Label-Branding und automatischen PDF-Versand. Mit zehn Kunden und zwei gesparten Stunden pro Report-Zyklus amortisiert sich Boost-Plan in wenigen Monaten — ohne diese Masse ist der Preis aber ein echtes Hindernis.
Stärken im Detail
Whatagraph IQ baut Reports per Spracheingabe. Statt Widgets manuell anzulegen, beschreibst du auf Englisch, was der Report zeigen soll — “Show me last month’s paid social performance with ROAS, CTR and spend by campaign” — und Whatagraph generiert den Report. Das spart beim Ersteinrichten neue Kundenprojekte erheblich Zeit. Die IQ+-Version (Boost) geht einen Schritt weiter: Sie erkennt Abweichungen in den Daten und erklärt sie in natürlicher Sprache, ohne dass du einen Analysten bemühen musst.
White-Label-Reports, die aussehen wie Eigenentwicklungen. Agenturbranding bedeutet bei Whatagraph mehr als nur ein Logo: Du kannst den Report auf einer eigenen Domain zugänglich machen (z.B. reports.deineagentur.de), Kundenfarben einspielen und jede Spur der Whatagraph-Herkunft entfernen. Der Endkunde sieht ein professionelles Reporting-Produkt — nicht ein Dritt-Tool.
Automatischer E-Mail-Versand ohne manuelle Arbeit. Du richtest einmal ein, dass ein Kunde jeden ersten Montag im Monat seinen Report erhält — entweder als PDF-Anhang oder als passwortgeschützter Live-Link. Whatagraph übernimmt den Versand, du wirst nur dann benachrichtigt, wenn etwas schiefläuft. Das eliminiert den klassischen “Monatsendbericht”-Stress komplett.
60+ native Integrationen decken den Marketing-Stack ab. Google Analytics 4, Google Ads, Meta Ads, Instagram, LinkedIn Ads, TikTok, Shopify, HubSpot, Mailchimp, Semrush — alle gängigen Marketing-Plattformen sind per Klick verbindbar, ohne API-Kenntnisse. Ergänzt wird das durch BigQuery, Google Sheets und eine öffentliche API (Max-Plan) für Custom-Datenquellen.
Unbegrenzte Nutzer in allen bezahlten Plänen. Während Supermetrics und ähnliche Tools nach Sitzanzahl oder Nutzeranzahl abrechnen, erlaubt Whatagraph unbegrenzte Teammitglieder auf allen Tarifen. Das macht das Onboarding neuer Account Manager unkompliziert und vermeidet überraschende Zusatzkosten beim Teamwachstum.
Schwächen ehrlich betrachtet
White-Label kommt erst mit dem teuersten Standardplan. Der entscheidende Agenturfeature — Reports ohne Whatagraph-Branding — ist erst ab €399/Monat verfügbar. Der Start-Plan für €199/Monat liefert zwar Automatisierung, aber Kunden sehen noch immer das Whatagraph-Logo. Das ist für viele Agenturen ein Dealbreaker auf dem mittleren Tarif und treibt faktisch zum Boost-Plan.
Die Oberfläche ist vollständig auf Englisch. Für deutsche Agenturen, die ihre Mitarbeiter einarbeiten müssen, ist das kein unüberwindbares Hindernis — aber es gibt keine deutsche Benutzeroberfläche, keinen deutschen Support-Chat und keine deutschsprachige Dokumentation. Wer ein rein deutsch sprachiges Team hat, muss diesen Punkt einkalkulieren.
Custom-Visualisierungen sind begrenzt. Whatagraph bietet 20+ Widget-Typen, aber wer sehr spezifische Darstellungen braucht — etwa kombinierte Funnel-Visualisierungen, Cohort-Analysen oder proprietäre KPIs mit eigenen Berechnungen — stößt schnell an Grenzen. Looker Studio ist hier deutlich flexibler, auch wenn es mehr manuelle Arbeit erfordert. Workaround: Vorberechnete Daten über Google Sheets oder BigQuery einspielen.
Der Free-Plan ist für echte Tests zu schwach. Fünf Quellverbindungen reichen nicht, um einen realistischen Kundenbericht zu bauen. Wer testen will, ob Whatagraph für seine Agentur taugt, muss de facto den bezahlten Trial nutzen oder eine Demo buchen. Das erhöht die Einstiegshürde bei der Kaufentscheidung.
Kein Ersatz für tiefe Datenanalyse. Whatagraph ist Reporting, nicht Analyse. Du kannst keine Ad-hoc-Abfragen stellen, keine Segmentierungen explorieren oder Kausalzusammenhänge untersuchen. Wer mehr als “Zahlen gut präsentieren” braucht, muss ein separates Analytics-Tool danebenlegen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Kostenlose Dashboards für intern oder wenige Kunden willst | Looker Studio |
| Daten primär in Sheets oder BigQuery übertragen willst | Supermetrics |
| Fortgeschrittene Datenvisualisierung und -analyse brauchst | Tableau |
| Rohe Datenpipelines ohne Reporting-Fokus aufbauen willst | Funnel.io |
Whatagraph ist kein Analysetool — es ist ein Reporting-Automator. Für Agenturen, die professionelle Client-Reports automatisieren wollen, gibt es im €200-400/Monat-Segment kaum ernstzunehmende Alternativen. Wer aber primär interaktive Dashboards oder Datenanalyse sucht, ist mit Looker Studio (kostenlos) oder Supermetrics (günstiger Einstieg) besser bedient.
So steigst du ein
Schritt 1: Starte mit dem kostenlosen Plan auf whatagraph.com und verbinde zwei bis drei Datenquellen (z.B. Google Analytics 4 und Meta Ads). Wähle eine der fertigen Agentur-Vorlagen — du siehst innerhalb von 10 Minuten, wie ein fertiger Kundenbericht aussieht. Nutze diese Phase, um zu beurteilen, ob die Oberfläche deinem Team liegt. Prüfe explizit, ob alle Datenquellen deiner wichtigsten Kunden verfügbar sind.
Schritt 2: Wenn du in den bezahlten Plan wechselst, richte sofort den automatischen Versand ein. Gehe für jeden Kunden zu “Schedule” und lege Häufigkeit (wöchentlich/monatlich), Empfänger-E-Mail und Format (PDF oder Live-Link) fest. Ab jetzt läuft der Versand ohne dein Zutun. Aktiviere auf dem Boost-Plan das White-Label-Branding — Logo hochladen, Farbpalette einstellen, Whatagraph-Erwähnung entfernen.
Schritt 3: Nutze Whatagraph IQ für neue Kundenprojekte statt von Null anzufangen. Beschreibe den gewünschten Report auf Englisch (“Monthly PPC performance report with spend, conversions, ROAS and CPA by campaign”), lass die KI einen Entwurf generieren und pass ihn an. Das reduziert die Einrichtungszeit eines neuen Kundenreports von ein bis zwei Stunden auf 15 bis 20 Minuten.
Ein konkretes Beispiel
Eine Kölner Performance-Marketing-Agentur mit 28 Kunden hat Whatagraph nach einer manuellen Reporting-Analyse eingeführt: Jeder Account Manager verbrachte bisher ca. 2,5 Stunden pro Kunde und Monat damit, Daten aus Google Ads, Meta und Analytics zusammenzuführen und in PowerPoint zu übertragen — insgesamt 70 Stunden Reportingarbeit pro Monat. Mit Whatagraph läuft der Datenabruf und die Berichterstellung automatisch; der Account Manager braucht nur noch 20 Minuten für das finale Review und den Versand. Die Agentur spart 52 Stunden pro Monat, das entspricht 1,5 Vollzeit-Arbeitstagen. Der Boost-Plan für €399/Monat amortisiert sich bei einem Stundensatz von €80 bereits nach weniger als einer Stunde gesparter Arbeitszeit pro Woche.
DSGVO & Datenschutz
- Unternehmensstandort: Whatagraph ist ein litauisches Unternehmen mit Sitz in Vilnius — EU-Recht gilt für die Unternehmensführung
- Datenhosting: Primär in der EU; laut Datenschutzerklärung können Daten auch in den USA verarbeitet werden (für bestimmte Sub-Prozessoren). Direkter Kontakt über gdpr@whatagraph.com für Details zur Datenhaltung
- DSGVO-Konformität: Whatagraph verpflichtet sich zur DSGVO-Compliance; Betroffenenrechte (Auskunft, Löschung) sind innerhalb von 72 Stunden zu beantworten
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag): Auf Anfrage erhältlich — für Unternehmen mit Kundendaten im Reporting-System empfohlen
- Datennutzung: Keine Nutzung der Kundendaten für Training oder Produktverbesserung ohne explizite Zustimmung
- Empfehlung für Agenturen: Vor dem Einsatz mit echten Kundendaten AVV abschließen und sicherstellen, dass keine personenbezogenen Daten (z.B. individuelle Nutzerdaten) in Reports einfließen — aggregierte Marketingkennzahlen sind unkritisch
Gut kombiniert mit
- Supermetrics — Supermetrics überträgt Rohdaten in BigQuery oder Sheets für tiefere Analysen; Whatagraph übernimmt die finale Kundenpräsentation mit White-Label-Branding und automatischem Versand
- Looker Studio — Looker Studio für komplexe interaktive Dashboards intern; Whatagraph für standardisierte Monatsberichte, die automatisch zum Kunden gehen — beide Tools ergänzen sich für verschiedene Berichtstypen
- Funnel.io — Funnel.io als Datenpipeline für komplexe Transformationen und Kostendaten aus vielen Quellen; Whatagraph als Reporting-Ausgabe für Kunden
Unser Testurteil
Whatagraph verdient 4 von 5 Sternen für Agenturen mit Reporting-Volumen. Die Kombination aus breiten nativen Integrationen, KI-gestützter Berichterstellung und professionellem White-Label-Versand ist im Markt schwer zu schlagen — und das EU-Sitz des Unternehmens macht die DSGVO-Story deutlich einfacher als bei US-Konkurrenten. Den fünften Stern verliert es durch den hohen Einstiegspreis (White-Label erst ab €399/Monat), die fehlende deutschsprachige Oberfläche und die begrenzte Flexibilität bei Custom-Visualisierungen. Für Agenturen ab etwa zehn regelmäßigen Reporting-Kunden ist Whatagraph das stärkste spezialisierte Tool auf dem Markt — für alle anderen gibt es günstigere Alternativen.
Was wir bemerkt haben
- 2024 — Whatagraph IQ wurde eingeführt — die KI-Funktion für natürlichsprachliche Report-Generierung. Der kostenlose Plan erhielt Basiszugang zu IQ, die erweiterte Version (IQ+) ist auf Boost beschränkt.
- 2024 — White-Label wurde auf den Boost-Plan verschoben (399 EUR/Monat). Kunden, die vorher im niedrigeren Start-Plan White-Label hatten, berichteten von Planänderungen. Die genauen Übergangsbedingungen für Bestandskunden waren nicht transparent kommuniziert.
- Laufend — Das Unternehmen sitzt in Vilnius (Litauen), einem EU-Mitgliedsland — die DSGVO-Grundlage ist solide. Für detaillierte Fragen zur Datenverarbeitung ist gdpr@whatagraph.com der direkte Kanal; Reaktionszeiten sind in der Regel innerhalb von 48 Stunden.
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