Siemens SICHARGE
Siemens AG
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenSiemens SICHARGE bündelt DC-Schnelllader und VersiCharge AC-Wallboxen für Ladeinfrastruktur vom Betriebsparkplatz bis zur öffentlichen Schnellladesäule. Die Stationen integrieren sich über cloudbasierte Software in Energiemanagementsysteme und bieten dynamisches Lastmanagement, eichrechtskonforme Abrechnung und OCPP-Konformität.
Kosten: Keine öffentlichen Listenpreise, Siemens kalkuliert projektbezogen über den Vertrieb. AC-Wallboxen (VersiCharge) sind im Handel je nach Ausführung ab ca. 370 EUR bis rund 1.550 EUR erhältlich, DC-Schnelllader (SICHARGE D) liegen als Marktschätzung im fünfstelligen Bereich. SICHARGE Control Backend-Software als separate Lizenz je Ladepunkt.
Stärken
- Vollständige Ladeinfrastruktur-Produktpalette aus einer Hand: AC-Wallboxen (VersiCharge, bis 22 kW), DC-Schnelllader (SICHARGE D, bis 300 kW), Backend-Software
- Dynamisches Lastmanagement verhindert Netzüberlastung bei großen Flotteninstallationen automatisch
- Eichrechtskonforme Abrechnung gemäß deutschen und europäischen Messtechnikanforderungen
- OCPP 1.6 und OCPP 2.0 konform, Interoperabilität mit verschiedenen Netzwerkbetreibern und Roaming
- In Deutschland gefertigte DC-Schnelllader mit zertifiziertem Installateur- und Servicenetzwerk vor Ort
Einschränkungen
- Hardware-fokussierter Ansatz, Software-Management-Funktionen weniger ausgereift als spezialisierte CPO-Plattformen
- Hohe Anschaffungskosten bei DC-Schnellladestationen; ROI-Horizont mehrere Jahre
- Breites, teils überlappendes Produktportfolio (VersiCharge, SICHARGE D, SICHARGE UC, SICHARGE FLEX, Heliox), die Einordnung erfordert Einarbeitung
- Kein Self-Service-Portal für Konfiguration und Preisermittlung, alles über Vertriebsgespräche
- Bindung an Siemens-Ökosystem kann Flexibilität bei Software-Upgrades einschränken
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du willst Mitarbeiterparkplätze oder Betriebsgelände mit eichrechtskonformer Ladeinfrastruktur ausstatten
- Du betreibst eine gewerbliche Elektrofahrzeugflotte und brauchst dynamisches Lastmanagement
- Du baust öffentliche Schnellladeinfrastruktur mit bis zu 300 kW DC-Leistung auf
- Du möchtest Ladeinfrastruktur in ein vorhandenes Siemens-Energiemanagementsystem integrieren
Wann nein
- Du suchst eine flexible CPO-Software-Plattform ohne Bindung an Siemens-Hardware
- Du brauchst eine schlanke Wallbox-Lösung für unter 10 Ladepunkte ohne Backend-Integration
- Du willst vorab transparente Listenpreise vergleichen, Siemens nennt Preise nur projektbezogen über den Vertrieb
- Dein Fokus liegt auf öffentlichem Roaming ohne direkte Hardwarebindung
Kurzfazit
Siemens SICHARGE ist eine industriell ausgereifte Ladelösung für Unternehmen, die komplette Ladeinfrastruktur, von der VersiCharge AC-Wallbox bis zum SICHARGE D DC-Schnelllader mit bis zu 300 kW, aus einer Hand beziehen wollen. Das integrierte dynamische Lastmanagement ist besonders für große Flotteninstallationen wertvoll. Für reine Software-Anforderungen oder kleinere Vorhaben gibt es flexiblere Alternativen. Das Portfolio ist breit und wird aktiv weiterentwickelt, zuletzt mit dem SICHARGE FLEX für den Megawatt-Bereich, das macht die Orientierung im Sortiment allerdings anspruchsvoll.
Für wen ist Siemens SICHARGE?
Unternehmensflotten und Betriebsparkplätze: Unternehmen, die Elektrofahrzeug-Flotten betreiben und Mitarbeiterparkplätze elektrifizieren wollen, profitieren von den VersiCharge AC-Wallboxen (bis 22 kW AC) in Kombination mit dem SICHARGE Control Backend. Das Backend ermöglicht RFID- und App-Authentifizierung, differenzierte Tarifstrukturen und kostengenaue Abrechnung nach Kostenstelle oder Fahrer.
Städte und Kommunen: Für öffentliche Ladeinfrastruktur entlang von Hauptstraßen, Parkhäusern und kommunalen Einrichtungen liefert SICHARGE D (DC, bis 300 kW, neuere Varianten bis 400 kW) die nötige Leistungsklasse. Das Siemens-Installateurnetzwerk und der lokale Service-Support sind für öffentliche Auftraggeber relevante Entscheidungsfaktoren, da Wartungsverträge direkt mit dem Hersteller abgeschlossen werden können.
Energieversorger und Ladeinfrastrukturbetreiber (CPO): Wer Ladeinfrastruktur öffentlich bewirtschaftet und am europäischen Intercharge-Roaming teilnehmen will, schätzt die OCPP-Konformität und eichrechtskonforme Zählung. Allerdings: Für reine CPO-Softwareplattformen ohne Hardwarebindung sind spezialisierte Anbieter wie Wirelane oft flexibler.
Unternehmen im Siemens-Ökosystem: Wer bereits Siemens-Gebäudetechnik (Desigo CC) oder Siemens-Energiemanagement einsetzt, gewinnt durch die native Integration der Ladeinfrastruktur in bestehende Systeme, kein Schnittstellenaufwand, gemeinsames Lastmanagement über Gebäude und Ladepark hinweg.
Weniger geeignet für: Start-ups und Kleinunternehmen mit weniger als zehn Ladepunkten, Unternehmen ohne IT-Ressourcen für die Backend-Integration, sowie alle, die maximale Softwareflexibilität ohne Hardwarebindung suchen.
Preise im Detail
Wichtig vorab: Siemens veröffentlicht für das gewerbliche Ladeportfolio keine offiziellen Listenpreise. Die folgenden Beträge sind Marktschätzungen aus Handel und Fachhandel, keine Herstellerangaben. Verbindliche Preise gibt es nur projektbezogen über den Vertrieb.
| Produkt | Typ | Orientierungspreis |
|---|---|---|
| VersiCharge AC | AC-Wandladestation, bis 22 kW | ca. 370 bis 1.550 EUR (Handel) |
| SICHARGE D | DC-Schnellladestation, bis 300 kW | fünfstelliger Bereich (Marktschätzung) |
| SICHARGE Control | Backend-Software, cloud-basiert | Auf Anfrage, Lizenz je Ladepunkt |
| Installation & Inbetriebnahme | Zertifizierter Elektriker | Projektabhängig, typisch 500 bis 2.000 EUR pro Punkt |
Einordnung: Die AC-Wallbox VersiCharge ist im deutschen Handel gelistet und je nach Ausführung ab rund 370 EUR zu haben, günstigere Wallboxen (z.B. von ABL, Phoenix Contact) sind für Kleininstallationen erhältlich, bieten aber nicht dasselbe Lastmanagement-Ökosystem. DC-Schnelllader wie der SICHARGE D bewegen sich im fünfstelligen Bereich und positionieren sich im Mittelfeld für industriegrade Equipment. Das SICHARGE Control Backend lohnt sich ab etwa zehn Ladepunkten, wenn Lastmanagement oder differenzierte Abrechnung nötig werden. Einen belastbaren Preisvergleich verhindert die fehlende Preistransparenz, alle DC-Preise laufen über individuelle Angebote.
Stärken im Detail
Vollständige Produktpalette aus einer Hand. Das Siemens-Ladeportfolio deckt den gesamten Leistungsbereich ab: von der VersiCharge AC-Wallbox für Mitarbeiterparkplätze über SICHARGE D für städtische Schnellladepunkte bis zum SICHARGE FLEX für Hochleistungs- und Megawatt-Anwendungen. Wer nicht bei verschiedenen Herstellern einkaufen will, bekommt hier alles aus einem Vertrag.
Dynamisches Lastmanagement als Kernkompetenz. Das SICHARGE Control Backend enthält ein dynamisches Lastmanagementsystem, das die verfügbare Netzkapazität in Echtzeit auf aktive Ladepunkte verteilt. Wenn von 60 Ladepunkten gleichzeitig 20 aktiv sind, wird die Gesamtleistung intelligent verteilt, ohne dass ein einzelner Ladepunkt die Grenzen des Netzanschlusses überschreitet. Das vermeidet teure Netzanschlusserweiterungen und Lastspitzengebühren.
Eichrechtskonforme Abrechnung. In Deutschland und zunehmend in der EU ist die eichrechtskonforme Messung und Abrechnung von Ladeenergie gesetzlich vorgeschrieben (Eichrecht). SICHARGE D ist in einer eichrechtskonformen Variante mit geeichten Zählern erhältlich, die rechtssichere Energiemengen für die Weiterberechnung an Mitarbeiter oder öffentliche Nutzer liefert. Das ist für gewerbliche Betreiber keine Option, sondern eine Pflicht.
OCPP-Interoperabilität. Die Unterstützung von OCPP 1.6 und OCPP 2.0 ermöglicht die Einbindung der Stationen in andere Netzwerkplattformen. Falls du später die Backend-Software wechseln willst, sind die Ladepunkte nicht dauerhaft an das SICHARGE Control Backend gebunden, ein wichtiger Flexibilitätsfaktor bei einer Investition, die zehn bis zwanzig Jahre im Feld steht.
Schwächen ehrlich betrachtet
Software-Funktionsumfang hinter spezialisierten CPO-Plattformen. Das SICHARGE Control Backend deckt die wichtigsten Funktionen (Lastmanagement, Zugangskontrolle, Abrechnung) ab, aber spezialisierte CPO-Softwareplattformen wie Wirelane oder Ampeco bieten deutlich mehr Roaming-Funktionalität, Preisgestaltungsflexibilität und Analytics-Tiefe. Wer eine öffentliche Ladeinfrastruktur professionell bewirtschaftet, wird die Grenzen des SICHARGE Backends früh spüren.
Breites, aber unübersichtliches Portfolio. Siemens vermarktet mehrere teils überlappende Ladeserien: VersiCharge (AC), SICHARGE D (DC bis 300 kW), SICHARGE UC (modularer DC-Schnelllader) und SICHARGE FLEX (bis in den Megawatt-Bereich), dazu die aus einer Übernahme stammenden Heliox-Systeme. Welches Produkt für welchen Anwendungsfall passt, erschließt sich nicht auf den ersten Blick und erfordert Einarbeitung oder ein Vertriebsgespräch. Eine veraltete Produkt-URL (siemens.com/de/de/produkte/emobility.html) liefert zudem einen 404-Fehler, die aktuellen Markt- und Produktseiten sind jedoch erreichbar und werden gepflegt.
Hohe Kosten und lange Amortisationszeiten. DC-Schnellladestationen im fünfstelligen Bereich sind eine signifikante Investition. Ohne Förderung (z.B. Bundesförderung Schnellladeinfrastruktur) rechnen sich öffentliche Schnelllader erst bei hoher Auslastung über mehrere Jahre. Die Förderungslandschaft in Deutschland ist komplex und hat sich 2023/2024 verändert, vorher kalkulieren.
Kein direkter Preisvergleich möglich. Weil die DC-Preise auf Anfrage und der Leistungsumfang individuell verhandelt werden, ist ein transparenter Marktvergleich kaum möglich. Das begünstigt Anbieter wie ABL, Phoenix Contact oder Webasto, die Listenpreise und Datenblätter öffentlich zugänglich machen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Öffentliche Ladeinfrastruktur mit Roaming und flexibler Abrechnung betreiben willst | Wirelane |
| Dezentrale Energieressourcen und Lademanagement in einem System steuern willst | gridX |
| Eine skalierbare CPO-Plattform für große Ladepark-Portfolios suchst | ChargePoint |
| Ladeinfrastruktur in ein umfassendes Gebäudemanagementsystem integrieren willst | Siemens Desigo CC |
Siemens SICHARGE ist die richtige Wahl, wenn du komplett aus einer Hand kaufen willst und bereits im Siemens-Ökosystem arbeitest. Für maximale Software-Flexibilität oder reine CPO-Betriebslösungen sind die Alternativen deutlich stärker aufgestellt.
So steigst du ein
Schritt 1: Wähle die passende Hardware für deinen Einsatzfall, VersiCharge (AC, bis 22 kW) für Mitarbeiterparkplätze oder SICHARGE D (DC, bis 300 kW) für öffentliche Schnellladestationen. Beauftrage einen Siemens-zertifizierten Elektriker mit Installation und Inbetriebnahme. Lass vorab eine Lastflussanalyse des Netzanschlusses durchführen, um die sinnvolle Ladepunktanzahl ohne Netzausbau zu ermitteln.
Schritt 2: Registriere die Ladepunkte im SICHARGE Control Backend. Dort konfigurierst du Zugangskontrollen (RFID-Karte, App), Tarifmodelle für die Mitarbeiterabrechnung und Lastmanagement-Grenzen, um Netzanschlusskapazitäten nicht zu überschreiten. Bei öffentlichen Stationen: Prüfe die Anforderungen nach der Ladesäulenverordnung (LSV) für Eichrecht und Preistransparenz.
Schritt 3: Aktiviere das dynamische Lastmanagement ab fünf oder mehr Ladepunkten. Das System verteilt verfügbare Leistung automatisch auf aktive Fahrzeuge und verhindert teure Lastspitzen, ohne dass einzelne Fahrzeuge warten müssen. Überprüfe in den ersten vier Wochen die Ladeauslastungskurven im Dashboard und justiere die Leistungsgrenzen entsprechend.
Ein konkretes Beispiel
Ein Düsseldorfer Logistikunternehmen stellt seinen Fuhrpark mit 60 Elektro-Transportern auf VersiCharge AC-Wallboxen um. Das integrierte Lastmanagement begrenzt die gleichzeitig genutzte Ladeleistung auf 120 kW, obwohl theoretisch 1.320 kW möglich wären, so lassen sich Kosten für eine teure Netzanschlusserweiterung von rund 80.000 Euro vermeiden. Die Ladekosten werden automatisch nach RFID-Karte auf einzelne Fahrer und Kostenstellen aufgeteilt und monatlich als Bericht exportiert. Eine Gesamtinvestition in dieser Größenordnung (Hardware plus Installation) amortisiert sich durch eingesparte Dieselkosten und vermiedenen Netzausbau je nach Auslastung typischerweise über mehrere Jahre. Das Beispiel ist illustrativ und dient der Einordnung, keine Referenzinstallation.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Siemens AG ist ein deutsches Unternehmen; SICHARGE Control wird als cloudbasierte Lösung mit EU-Bezug vermarktet. Das konkret genutzte Rechenzentrum konnten wir öffentlich nicht abschließend verifizieren, im Vertrieb bzw. im Auftragsverarbeitungsvertrag erfragen
- Datenkategorien: Ladedaten (Energiemenge, Zeitstempel), RFID-Kennungen und optional Nutzerdaten für Abrechnungszwecke, je nach Konfiguration mit oder ohne Personenbezug
- Auftragsverarbeitung: Als etabliertes Industrieunternehmen stellt Siemens AVV-Verträge (Auftragsverarbeitungsverträge) nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung, im Vertriebsprozess anfordern
- Eichrecht: SICHARGE D ist in einer eichrechtskonformen Variante mit geeichten Zählern erhältlich und erfüllt damit die deutschen Eichrecht-Anforderungen für rechtssichere Abrechnungen an Mitarbeiter und öffentliche Nutzer
- Empfehlung: Bei öffentlichen Ladestationen die Anforderungen der Ladesäulenverordnung (LSV) hinsichtlich Preisanzeige und Ablesbarkeit prüfen; bei Mitarbeiter-Abrechnung mit der Datenschutzabteilung abstimmen
Gut kombiniert mit
- Siemens Desigo CC, Ladeinfrastruktur ins Gebäudemanagementsystem integrieren: Desigo CC übernimmt das ganzheitliche Energiemanagement über Gebäude und Ladepunkte hinweg, SICHARGE liefert die Ladedaten
- Wirelane, Für öffentlich zugängliche Ladestationen ergänzt Wirelane das SICHARGE-System um eichrechtskonforme Roaming-Funktionalität und Abrechnungsintegration für Fremdfahrzeuge
- gridX, gridX übernimmt die Echtzeit-Steuerung dezentraler Energiequellen (PV-Anlage, Speicher, Wärmepumpe) und koordiniert diese mit den SICHARGE-Ladepunkten für maximale Eigenverbrauchsoptimierung
Unser Fazit
Siemens SICHARGE verdient vier von fünf Sternen. Die Hardware ist industriell ausgereift und in Deutschland gefertigt, das Lastmanagement-System ist für größere Flotteninstallationen eine echte Stärke, die eichrechtskonforme Abrechnung ist für den deutschen Markt unerlässlich, und das Portfolio wird sichtbar aktiv weiterentwickelt. Die Abzüge kommen von der Software-Seite (hinter spezialisierten CPO-Plattformen), der fehlenden Preistransparenz und dem breiten, teils unübersichtlichen Produktsortiment. Für Unternehmen, die bereits im Siemens-Ökosystem arbeiten, ist SICHARGE die naheliegende und solide Wahl, alle anderen sollten vor der Entscheidung einen Vergleich mit spezialisierten Anbietern ziehen.
Was wir geprüft haben
Für diese Aktualisierung haben wir die bewertungsrelevanten Aussagen gegen öffentlich zugängliche Quellen gehalten. Das Ergebnis im Überblick:
- Erreichbarkeit der Produktseiten. Eine frühere Fassung behauptete, alle Siemens-eMobility-Produktseiten seien seit 2025 offline (404). Das trifft nur auf eine veraltete Deep-Link-Adresse (siemens.com/de/de/produkte/emobility.html) zu. Die Marktseite (siemens.com/de/de/maerkte/elektromobilitaet.html) und die Produkttechnikseite waren zum Prüfzeitpunkt erreichbar (HTTP 200) und präsentieren ein aktiv vermarktetes Portfolio. Die Aussage haben wir entsprechend korrigiert.
- Produktzuordnung AC/DC. Die frühere Zuordnung “SICHARGE UC gleich AC-Wallbox bis 22 kW” war falsch. SICHARGE UC ist ein modularer DC-Schnelllader (150 kW pro Einheit, bis 600 kW). Die 22-kW-AC-Wallbox von Siemens heißt VersiCharge. Wir haben die Produktnamen korrigiert.
- Leistung, OCPP, Eichrecht (SICHARGE D). Ein deutscher Fachhändler und die Siemens-Seiten belegen: DC-Schnellladung bis 300 kW (neuere Varianten bis 400 kW), in Deutschland gefertigt, OCPP 1.6 und 2.0.1, eichrechtskonforme Variante verfügbar. Diese Stärken bleiben bestätigt.
- Preise. Siemens veröffentlicht keine offiziellen Listenpreise, alle Preise laufen über den Vertrieb. Frühere Fixbeträge (“ab ca. 800 EUR”, “ab ca. 30.000 EUR”) haben wir als Marktschätzungen gekennzeichnet. VersiCharge AC-Wallboxen liegen im Handel je nach Ausführung zwischen rund 370 und 1.550 EUR.
- Datenhosting. Die konkret genutzten Rechenzentren des SICHARGE-Control-Backends konnten wir öffentlich nicht abschließend verifizieren. Die frühere Nennung “Microsoft Azure EU” haben wir zu einer offenen Formulierung entschärft.
Was wir bemerkt haben
- Juli 2026, Die frühere Angabe, alle Siemens-eMobility-Produktseiten seien offline (404), trifft nicht zu. Nur eine veraltete Deep-Link-URL (siemens.com/de/de/produkte/emobility.html) liefert einen 404, die Markt- und Produktseiten sind erreichbar und werden gepflegt. Wir haben die Aussage korrigiert.
- Juli 2026, Produktnamen korrigiert: SICHARGE UC ist ein DC-Schnelllader (bis 600 kW), keine AC-Wallbox. Die AC-Linie von Siemens heißt VersiCharge.
- 2026, Mit SICHARGE FLEX hat Siemens ein neues Ladesystem bis in den Megawatt-Bereich (bis 1,68 MW DC) vorgestellt, erste Bestellung durch OMV für Kufstein. Die Sparte wird also aktiv ausgebaut.
- 2023, Die deutschen Förderprogramme für gewerbliche Ladeinfrastruktur wurden mehrfach angepasst (u.a. KfW, Bundesförderung Schnellladeinfrastruktur). Vor jeder Investitionsentscheidung den aktuellen Förderstatus prüfen. Dieser Hinweis betrifft den Markt allgemein, nicht Siemens im Speziellen.
Quellen
- Siemens DE – Elektromobilität (Marktseite). https://www.siemens.com/de/de/maerkte/elektromobilitaet.html (abgerufen am 2026-07-30). Zum Prüfzeitpunkt erreichbar (HTTP 200). Siemens präsentiert hier ein aktiv vermarktetes Ladeportfolio mit SICHARGE FLEX, SICHARGE D (bis 400 kW), Heliox-Systemen sowie cloudbasierter Software und Expertenservice. Widerlegt die frühere Annahme, die Produktseiten seien offline oder die Sparte eingestellt..
- Siemens DE – Ladetechnik für Elektromobilität. https://www.siemens.com/de/de/produkte/automatisierung/produkte-fuer-spezifische-anforderungen/e-car-charging.html (abgerufen am 2026-07-30). Erreichbar (HTTP 200). Führt SICHARGE FLEX, SICHARGE D und Depot-Charging als aktive Produkte mit dynamischer Leistungszuweisung und cloudbasiertem Software-Management auf..
- Siemens – SICHARGE UC (DC-Schnelllader). https://www.siemens.com/en-us/products/emobility/sicharge-uc/ (abgerufen am 2026-07-30). Erreichbar (HTTP 200). SICHARGE UC ist ein modularer DC-Schnelllader (150 kW pro Einheit, kombinierbar bis 600 kW) für schwere Nutzfahrzeuge, nicht wie zuvor auf dieser Seite dargestellt eine 22-kW-AC-Wallbox. Die AC-Wallbox-Linie von Siemens heißt VersiCharge..
- Energielösung – Siemens SICHARGE D DC-Ladesäule. https://www.energieloesung.de/p/siemens-sicharge-d-schnellladestation-bis-300-kw-individuell-konfigurierbar_EL1000231 (abgerufen am 2026-07-30). Deutscher Fachhändler listet SICHARGE D: DC-Schnellladung bis 300 kW, bis zu 2 CCS-Stecker, in Deutschland gefertigt, OCPP 1.6 und 2.0.1, eichrechtskonforme Variante, RFID- oder Backend-Authentifizierung. Belegt die Angaben zu Leistung, OCPP und Eichrecht..
- Geizhals – Siemens VersiCharge AC (Preisvergleich). https://geizhals.de/siemens-versicharge-ac-v150647.html (abgerufen am 2026-07-30). VersiCharge AC ist die 22-kW-AC-Wallbox von Siemens (Typ 2, 400 V, 32 A) und im deutschen Handel verfügbar. Marktpreise liegen je nach Ausführung etwa zwischen 370 und 1.550 EUR. Belegt die Produktzuordnung und die grobe AC-Preisspanne, offizielle Listenpreise veröffentlicht Siemens nicht..
- Siemens Press – SICHARGE FLEX: Next-Gen EV Charging System. https://press.siemens.com/global/en/pressrelease/sicharge-flex-siemens-unveils-next-gen-ev-charging-system-megawatt-era (abgerufen am 2026-07-30). SICHARGE FLEX liefert 480 kW bis 1,68 MW DC, unterstützt CCS und MCS, ermöglicht dynamische Leistungsverteilung in Echtzeit und ist ab 2026 erhältlich. Belegt, dass Siemens die Ladesparte aktiv ausbaut, erste Bestellung von OMV für sechs Ladepunkte in Kufstein..
- Siemens DE – veraltete eMobility-URL (404). https://www.siemens.com/de/de/produkte/emobility.html (abgerufen am 2026-07-30). Diese ältere Deep-Link-Adresse liefert zum Prüfzeitpunkt einen 404-Fehler. Betroffen ist nur diese eine veraltete URL, nicht das Portfolio: die aktuellen Markt- und Produktseiten (siehe oben) sind erreichbar. Die frühere Aussage, alle eMobility-Seiten seien offline, war damit überzogen..
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