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Bezahlt Ohne Setup 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Zuletzt geprüft: 18. Juli 2026

Mention

Agorapulse SAS (Marke Mention)

3/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

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Social-Listening- und Medienbeobachtungs-Plattform mit Fokus auf Mid-Market und Agenturen. Mention überwacht laut Anbieter über 1 Milliarde Quellen in Echtzeit, Social Media, News, Blogs, Foren, Reddit, TikTok und über 75 Bewertungsportale, und liefert Sentiment-Analyse, Share of Voice und Wettbewerbsvergleich. Seit der Übernahme durch das französische Mutterhaus Agorapulse (angekündigt Mai 2025) ist Mention enger an dessen Social-Media-Management-Suite gekoppelt; öffentlich beworben wird nur noch der Company-Plan.

Kosten: Öffentlich gelistet ist nur noch der Company-Plan; die Monatsgebühr blendet die Preisseite dynamisch ein (A/B-getestet). Fest ausgewiesen ist die Jahres-Ersparnis von 360 USD bei jährlicher Zahlung (zwei Gratis-Monate), was rechnerisch auf rund 180 USD/Monat hindeutet. Frühere Solo- und Pro-Einstiegstarife sind aus der Preisliste verschwunden. NGO-Rabatte verfügbar, kostenloser Test.

Kategorien

Stärken

  • EU-Hosting: Server laut AGB ausschließlich in der EU (OVH, Scaleway, AWS EU), französisches Mutterhaus
  • Sehr breite Quellenabdeckung: laut Anbieter über 1 Mrd. Quellen inkl. TikTok, Reddit, Pinterest, YouTube
  • Über 75 Bewertungsportale konsolidiert beobachtbar (u. a. Google, Trustpilot, Amazon, Glassdoor)
  • Advanced Boolean search, Sentiment-Analyse, Share of Voice und Wettbewerbsvergleich im Company-Plan
  • Bis zu 2 Jahre historische Daten, White-Label-Reports und API-Zugang
  • Integriert in die Agorapulse-Suite, Publishing/Engagement direkt anschließbar

Einschränkungen

  • Solo- und Pro-Einstiegspläne sind aus dem öffentlichen Pricing verschwunden, günstigster öffentlicher Einstieg ist der Company-Plan
  • Datenarchiv mit 2 Jahren kürzer als bei Brandwatch oder Talkwalker (10+ Jahre)
  • Sentiment-Analyse für Deutsch funktional, aber weniger nuanciert als bei Enterprise-Tools
  • Kein Visual Listening (Bild-/Logo-Erkennung) wie bei Talkwalker
  • Reddit- und X-Abdeckung folgt restriktiveren API-Lizenzen, gelegentliche Lücken
  • KI-Komfort-Features (Caption-Generator, Bio-Generator) sind eher Marketing-Beigaben als ernsthafte Analyse-KI

Passt gut zu

Mid-Market-Unternehmen mit Brand-Monitoring-Bedarf PR-Agenturen mit mehreren Kunden im Mittelstand E-Commerce-Marken mit Bewertungsportal-Fokus Agorapulse-Bestandskunden, die Listening integriert dazunehmen wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du brauchst Markenmonitoring inklusive Bewertungsportale aus einer Hand
  • EU-Datenhaltung ist dir wichtiger als die billigste Lösung
  • Du nutzt bereits Agorapulse für Publishing und willst Listening dazu
  • Du beobachtest 3–10 Wettbewerber mit moderaten Erwähnungsvolumen

Wann nein

  • Du brauchst ein 10-Jahre-Datenarchiv oder Krisen-Backtesting
  • Visual Listening (Logo-Erkennung in Bildern) ist Pflicht
  • Du bist Einzelunternehmer und suchst eine 30-USD-Lösung, das gibt es bei Mention nicht mehr
  • Du brauchst Enterprise-tiefe Boolean-Logik wie bei Brandwatch oder Meltwater

Kurzfazit

Mention ist die solide Mid-Market-Option für Social Listening und Markenmonitoring, französisches Mutterhaus, EU-Hosting, laut Anbieter über 1 Milliarde überwachte Quellen und ein vernünftiger Funktionsumfang. Die Stärke liegt in der Breite der Quellen und der Konsolidierung von Bewertungsportalen, nicht in der analytischen Tiefe. Seit der Eingliederung in die Agorapulse-Gruppe wirkt Mention enger an das Social-Media-Management-Ökosystem gekoppelt, und die früher beworbenen Solo- und Pro-Einstiegstarife sind aus dem öffentlichen Pricing verschwunden, öffentlich beworben wird nur noch der Company-Plan. Wer Enterprise-Tiefe wie 10-Jahre-Archive, fortgeschrittene Boolean-Logik oder Visual Listening braucht, ist bei Brandwatch oder Talkwalker besser aufgehoben. Für alle anderen ist Mention ein faires, DSGVO-freundliches Werkzeug, solange das Budget passt.

Für wen ist Mention?

Mid-Market-Marken und KMU mit ernstem Monitoring-Bedarf: Mention ist groß genug, um die wichtigen Kanäle abzudecken (Facebook, Instagram, X, TikTok, YouTube, Reddit, Pinterest, News, Blogs, Foren) und gleichzeitig schnell genug einzurichten, dass kein dediziertes Analyst-Team nötig ist. Für Unternehmen, die ihre Marke und ihre drei bis zehn Wettbewerber strukturiert beobachten wollen, ist das ein realistischer Mittelweg zwischen Google-Alerts-Bastelei und 5-stelligen Enterprise-Verträgen.

PR- und Kommunikationsagenturen: Mention ist seit Jahren ein typisches Agentur-Tool. Mehrere Kunden parallel beobachten, getrennte Alert-Streams, Reports mit White-Label-Branding (im Company-Plan), das spart Agenturen den Wechsel zwischen Tools. Wer ohnehin Agorapulse für Publishing einsetzt, bekommt mit Mention die passende Listening-Hälfte.

E-Commerce und Bewertungs-getriebene Marken: Die Abdeckung von über 75 Review-Portalen (u. a. Google, Trustpilot, Amazon, Glassdoor sowie branchenspezifische Plattformen) macht Mention besonders interessant für Online-Shops, die nicht jede Plattform einzeln pflegen wollen. Negative Bewertungen kommen direkt als Alert in den Posteingang oder in nachgelagerte Systeme.

Marketing-Teams in DACH mit DSGVO-Sensibilität: Französisches Mutterhaus, Server ausschließlich in der EU und ein verfügbarer AVV machen Mention zur sauberen Wahl, wenn die Datenschutzabteilung mitliest. Die meisten US-basierten Listening-Anbieter scheitern in dieser Frage bereits in der ersten Runde.

Weniger geeignet für: Einzelunternehmer und Mikro-Marken (die früheren, günstigeren Solo-Tarife sind faktisch weg), Krisen-Kommunikation mit Backtesting über mehrere Jahre (Archiv zu kurz), visuelle Markenüberwachung (kein Logo-Recognition), und alle, die fortgeschrittene Boolean-Operatoren auf Brandwatch-Niveau brauchen.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Kostenloser Test0Test der Kern-Features vor Vertragsabschluss
Solo / Pronicht mehr öffentlich gelistetFrüher günstige Einstiegstarife, heute aus der Preisliste verschwunden, Reaktivierung nur auf Anfrage
Companydynamisch eingeblendet (A/B-getestet); jährlich −360 USD (zwei Gratis-Monate)1 Mrd. Quellen, Advanced Boolean search, Sentiment, Wettbewerbsvergleich, Share of Voice, bis zu 2 Jahre Historie, White-Label-Reports, API, dedizierter Account Manager, über 75 Bewertungsportale
Custom / Enterpriseauf AnfrageHöhere Volumen, erweiterte Compliance, NGO-Rabatte verfügbar

Einordnung: Bis vor einigen Jahren war Mention das günstigste ernsthafte Listening-Tool, günstige Solo- und Pro-Tarife waren ein realer Einstiegspreis für Solo-Selbständige und Mikro-Marken. Mit der Eingliederung in Agorapulse hat sich das öffentliche Pricing verengt: Die kleinen Tarife sind aus der Preisseite verschwunden, öffentlich beworben wird nur noch der Company-Plan. Dessen konkrete Monatsgebühr nennt Mention nicht als festen Listenpreis, sie wird auf der Preisseite dynamisch eingeblendet und offenkundig per A/B-Test variiert. Fest ausgewiesen ist einzig die Jahres-Ersparnis von 360 USD bei jährlicher Zahlung, also zwei Gratis-Monate, was rechnerisch auf einen Monatspreis um die 180 USD hindeutet. Für diesen Bereich bekommt man echte Mid-Market-Funktionalität, aber die frühere Positionierung als “preiswerter Brandwatch-Konkurrent” trägt nicht mehr, seit die günstigen Einstiegstarife weg sind. Wer Solo- oder Pro-Konditionen sucht, muss aktiv beim Sales nachfragen, ein zuverlässiger Listenpreis ist das nicht mehr. NGO- und Non-Profit-Rabatte sind laut Preisseite verfügbar.

Stärken im Detail

Sehr breite Quellenabdeckung. Mention wirbt mit über 1 Milliarde überwachten Quellen, Facebook, Instagram, X, TikTok, Reddit, Pinterest, YouTube, News-Seiten, Blogs, Foren und über 75 Bewertungsportale. Die Zahl ist Marketing-Sprache, in der Praxis aber spürbar: Selbst Nischenforen und kleine Branchen-Blogs tauchen regelmäßig in den Alerts auf. Für Marken mit fragmentiertem Diskurs (Outdoor, Gaming, Beauty, B2B-Software) ist das ein echter Vorteil gegenüber Tools, die nur auf die Top-Plattformen schauen.

Bewertungsportale konsolidiert. Die über 75 Review-Quellen sind eine der wertvollsten Funktionen für E-Commerce. Statt Google Reviews, Trustpilot, Amazon, Glassdoor und Branchen-Portale einzeln zu pflegen, läuft alles in einen Stream. Negative Bewertungen werden als Alert ausgesteuert, das spart Stunden pro Woche, weil Service-Teams nicht mehr manuell durch zwölf Tabs scrollen müssen.

EU-Mutterhaus und EU-Hosting. Vertragspartner ist die Agorapulse SAS mit Sitz in Paris, und laut AGB liegen alle Server ausschließlich in der EU (OVH, Scaleway, AWS EU). Ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist auf Anfrage verfügbar, die DSGVO-Konformität ist deutlich einfacher dokumentierbar als bei US-Wettbewerbern. Für deutsche Mittelständler und behördennahe Auftraggeber ist das ein wichtiger Hebel.

Advanced Boolean search im Company-Plan. Mention bewirbt eine fortgeschrittene Boolean-Suche mit eigenen Queries, Marke plus Produkt plus Sprache plus Ausschluss-Begriffe. Das reicht für die meisten Anwendungsfälle in PR und Marketing, auch wenn es nicht die Tiefe der Enterprise-Tools (Brandwatch, Talkwalker) erreicht.

Echtzeit-Alerts und Workflows. Erwähnungen erscheinen typischerweise binnen Minuten, als E-Mail, im Dashboard oder über Integrationen in nachgelagerte Systeme. Das macht Mention zum praktikablen Frühwarnsystem für PR-Vorfälle, ohne dass eine eigene Listening-Funktion intern besetzt werden muss.

Integration in die Agorapulse-Suite. Wer bereits Agorapulse für Publishing nutzt, kann Listening direkt anschließen. Damit entsteht der seltene Fall einer durchgängigen Social-Workbench aus einer Hand, Beobachten, Reagieren, Posten, Berichten in einem Login. Für Agenturen mit mehreren Kunden ist das organisatorisch Gold wert.

Schnelles Onboarding. Anders als bei Brandwatch oder Talkwalker braucht es keinen Sales-Call und keine Wochen-Setup-Sessions. Ein kostenloser Test, Alerts in 15 Minuten konfiguriert, erste Reports am gleichen Tag. Für KMU und Agenturen, die schnell entscheiden müssen, ist das ein realer Vorteil.

Schwächen ehrlich betrachtet

Der günstige Einstieg ist verschwunden. Was die größte Stärke von Mention war, faire Solo- und Pro-Einstiegstarife, ist aus der öffentlichen Preisliste verschwunden. Wer heute das Pricing aufruft, sieht ausschließlich den Company-Plan, dessen Monatsgebühr zudem dynamisch und A/B-getestet eingeblendet wird. Für Einzelunternehmer und Mikro-Marken ist Mention damit faktisch ausgepreist. Die Verschiebung erfolgte im Umfeld der Agorapulse-Übernahme, was wirtschaftlich nachvollziehbar ist, aber die Positionierung “preiswerter Brandwatch-Konkurrent” untergräbt.

Datenarchiv mit 2 Jahren ist kurz. Brandwatch, Talkwalker und Meltwater bieten Backtesting über 10 oder mehr Jahre, relevant für Krisen-Analyse, Trend-Forschung und akademische Studien. Mentions 2-Jahres-Fenster reicht für laufendes Monitoring, aber nicht für “Wie hat sich unsere Sentiment-Kurve seit 2018 entwickelt?”.

Kein Visual Listening. Bilder mit Markenlogo, Produktdarstellungen ohne Text-Erwähnung oder Brand-Hijacking im visuellen Content werden nicht erkannt. Talkwalker hat hier seit Jahren einen klaren Vorsprung, und für Konsumgüter-Marken mit starker Bildpräsenz (Mode, Beauty, FMCG) ist das eine echte Lücke.

Sentiment-Analyse für Deutsch ist solide, nicht stark. Mention erkennt positives/negatives/neutrales Sentiment in deutschen Texten zuverlässig bei klaren Beispielen, aber Ironie, Branchen-Slang oder komplexe Verneinung führen zu spürbar mehr Fehlklassifikationen als bei Enterprise-Tools mit dediziertem deutschem Modell. Manuelle Stichprobenprüfung bleibt Pflicht.

Reddit- und X-Abdeckung mit API-Lücken. Seit den restriktiveren API-Politiken von X und Reddit (2023/24) sind die Datenströme branchenweit schmaler geworden. Mention macht hier keine Ausnahme, einzelne Subreddits oder X-Threads erscheinen verzögert oder gar nicht. Wer Reddit zentral beobachten will, sollte das im Test ausdrücklich prüfen.

Die neuen KI-Features sind eher Marketing-Beigaben. Caption-Generator, Bio-Generator und ein paar Vorlagen-Tools wurden seit der Agorapulse-Eingliederung prominent beworben. In der Praxis sind das einfache LLM-Wrapper, die mit dedizierten Tools wie ChatGPT oder Claude nicht konkurrieren. Die ernsthafte KI in Mention bleibt die Sentiment- und Themen-Klassifikation, und die ist solide, aber nicht herausragend.

Eigentumsstruktur war volatil. Mention hat vor der aktuellen Konstellation mehrfach den Eigentümer gewechselt, zuletzt hat der französische Anbieter Agorapulse Mention übernommen (angekündigt Mai 2025). Solche Übergänge bringen typischerweise Pricing-Anpassungen, Feature-Verschiebungen und Roadmap-Unsicherheit mit sich. Wer langfristig plant, sollte das Risiko realistisch einkalkulieren.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Enterprise-Tiefe mit 10+ Jahren Archiv brauchstBrandwatch
Publishing und Engagement aus einem Tool willstHootsuite oder Buffer
Recherche mit Quellenangaben statt Alerts brauchstPerplexity

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Brand24 (günstigere KMU-Listening-Alternative), Talkwalker (echtes Visual Listening, Enterprise-Pricing), Meltwater (PR-fokussiert, sehr breite Medienabdeckung, teuer), Sprout Social (Listening + Engagement, US-Hosting), Awario (preisliche Alternative, kleinere Quellenbasis) und Notified (klassisches PR-Tool). Mention ist heute kein “Brandwatch für Arme” mehr, die günstigen Einstiegstarife sind weg, die Funktionsbreite blieb mittlere Liga. Wer wirklich günstig einsteigen will, ist mit Brand24 oder Awario besser bedient; wer Tiefe braucht, geht direkt zu Brandwatch oder Talkwalker. Mention besetzt damit eine schmalere Nische als früher: solide Mid-Market-Listening mit EU-Bonus für Agorapulse-nahe Kunden.

So steigst du ein

Schritt 1: Starte den kostenlosen Test auf mention.com. Lege drei bis fünf Alerts an: deine Hauptmarke, eine Produktbezeichnung und zwei bis drei Wettbewerber. Für jede Erwähnung kannst du Sprachen, Quellen und Schlüsselwörter filtern. Setze die Alerts bewusst eng, zu breite Suchbegriffe (“KI”, “Software”) produzieren Lärm, nach dem dich niemand mehr durchscrollen mag.

Schritt 2: Konfiguriere die Benachrichtigungs-Logik nüchtern. Echtzeit-Mails sind nur für Krisen-Themen sinnvoll (z. B. Reklamationsbegriffe + Marken-Hashtag); für normales Monitoring reicht ein täglicher Digest. Richte Integrationen zu deinen Team-Chat- oder Automatisierungs-Tools ein, wenn Service- oder PR-Teams die Alerts in ihren laufenden Workflows brauchen, E-Mail-Posteingänge sind das schlechteste Listening-Werkzeug.

Schritt 3: Baue ein Dashboard pro Stakeholder. Geschäftsführung will Trend-Kurven und Sentiment-Verlauf, Marketing will Share-of-Voice gegen Wettbewerber, Service will Bewertungsportal-Aufschläge. Mention bietet mehrere Vorlagen und freie Dashboards, und die wirkliche Wertschöpfung entsteht erst, wenn jeder Stakeholder genau die Sicht hat, die er auch öffnet. Lege idealerweise zusätzlich einen wöchentlichen Mail-Report an, der die wichtigsten Bewegungen zusammenfasst.

Schritt 4 (optional): Wenn du Agorapulse schon nutzt, integriere Listening direkt in deinen Engage-Workflow, Erwähnungen können als Tickets aufgenommen, beantwortet und in den Reporting-Mix übernommen werden. Das ist der Hebel, der das höhere Pricing am ehesten rechtfertigt.

Ein konkretes Beispiel

Das folgende Szenario ist illustrativ, es zeigt einen typischen Einsatz, keine realen Kundenzahlen. Ein deutscher Outdoor-Versand aus Hannover (rund 35 Mitarbeitende) stellt Mention auf den Company-Plan um, nachdem der frühere, günstigere Pro-Tarif nicht mehr verfügbar ist. Konkreter Workflow: In Mention laufen Alerts für die Eigenmarke, drei Hauptwettbewerber und zwei Schlüssel-Produktkategorien. Bewertungsportale (Google, Trustpilot und drei Outdoor-Foren) werden konsolidiert beobachtet, neue 1- und 2-Sterne-Bewertungen gehen sofort ans Service-Team, das innerhalb von 24 Stunden reagiert. Wöchentlich erhält die Geschäftsführung einen Digest mit den wichtigsten Bewegungen, typischerweise eine Handvoll Erwähnungen mit echtem Handlungsbedarf (Reklamationen, Wettbewerber-Launches, Trendsignale). Der Zeitgewinn im Service-Team entsteht vor allem, weil Bewertungsportale nicht mehr manuell durchgegangen werden. Der Wechsel auf den Company-Plan ist eine Budget-Diskussion, gerechtfertigt wird er letztlich durch die konsolidierte Bewertungsabdeckung und die Alert-Integration ins Service-Tooling. Geprüft werden parallel Brand24 und Awario; den Ausschlag geben das EU-Hosting und die deutschsprachige Sentiment-Qualität.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Laut AGB liegen alle Server ausschließlich in der EU (OVH, Scaleway, AWS EU). Vertragspartner ist die Agorapulse SAS, 35 bd Sebastopol, 75001 Paris; es gilt französisches Recht.
  • Datennutzung: Mention verarbeitet die von dir konfigurierten Alert-Daten zur Bereitstellung des Dienstes. Die Sentiment- und Themen-Klassifikation läuft serverseitig, eine Nutzung der Inhalte für Modell-Training Dritter ist nicht vorgesehen.
  • Aufbewahrung: Im Company-Plan bis zu 2 Jahre Erwähnungs-Historie; Account-Daten werden bei Kündigung nach den üblichen Fristen gelöscht.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Nach Art. 28 DSGVO auf Anfrage über den Datenschutzbeauftragten (dpo@mention.com) verfügbar. Mention verweist in den AGB auf Konformität mit der DSGVO (EU 2016/679) und dem französischen Datenschutzgesetz.
  • Account-Löschung: Direkt über die Kontoeinstellungen oder per Support-Anfrage möglich.
  • Empfehlung für Unternehmen: Mention ist eine der wenigen größeren Listening-Plattformen mit klarem EU-Setup. Für DSGVO-sensible Branchen (Behördennähe, Gesundheit, Finanzen) lohnt sich die explizite AVV-Anfrage vor Vertragsunterzeichnung, inklusive Liste der Sub-Dienstleister und der jeweiligen Datenflüsse. Bei der Beobachtung personenbezogener Erwähnungen (Influencer-Namen, Kundenkommentare) gilt zusätzlich Art. 6 DSGVO, eine kurze Verarbeitungs-Notiz im Verzeichnis ist Pflicht.

Gut kombiniert mit

  • Agorapulse (eigene Tool-Seite folgt), die natürlichste Kombination, weil beide Tools dem gleichen Mutterhaus angehören. Mention liefert das Listening, Agorapulse übernimmt Publishing, Engagement und Inbox-Management. Wer beides zusammen nutzt, hat einen durchgängigen Social-Workflow ohne Tool-Bruch.
  • Hootsuite oder Buffer, wenn Agorapulse nicht zur Verfügung steht: Mention liefert die Erwähnungen, Hootsuite oder Buffer übernehmen das Publishing und die Inbox-Verwaltung. Der Tool-Bruch ist da, aber gut handhabbar.
  • ChatGPT oder Claude, für die qualitative Auswertung längerer Erwähnungsblöcke. Mentions Sentiment ist Klassifikation; die Frage “Was sagen die Kunden inhaltlich wirklich?” beantwortet ein LLM mit dem exportierten Erwähnungsbündel deutlich besser.

Unser Fazit

Mention verdient 3 von 5 Sternen. Die Plattform macht ihre Kernarbeit zuverlässig, breite Quellenabdeckung, Bewertungsportal-Konsolidierung, EU-Hosting, solides Sentiment auf Deutsch, und das ist viel mehr, als selbstgebaute Google-Alerts je leisten. Der Sterne-Abzug hat drei Gründe: erstens das stille Verschwinden der Solo- und Pro-Tarife, das Mention für Einzelunternehmer und Mikro-Marken faktisch unbrauchbar macht; zweitens das 2-Jahres-Archiv, das gegen Brandwatch und Talkwalker schlicht zu kurz ist; drittens das Fehlen von Visual Listening und Enterprise-tiefer Boolean-Logik. Mention bleibt eine vernünftige Mid-Market-Wahl, besonders für Bestandskunden von Agorapulse und für DSGVO-sensible Auftraggeber. Wer kompromisslos günstig einsteigen will, schaut sich Brand24 oder Awario an; wer kompromisslos in die Tiefe will, geht direkt zu Brandwatch.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2025, der französische Anbieter Agorapulse hat Mention übernommen (angekündigt am 22. Mai 2025). Agorapulse liefert Publishing, Engagement und Reporting, Mention das Social Listening. Das Produkt ist damit strategisch klar als Listening-Komplement der Agorapulse-Suite positioniert.
  • 2025/2026, die Solo- und Pro-Einstiegstarife sind aus dem öffentlichen Pricing verschwunden. Öffentlich beworben wird nur noch der Company-Plan. Das untergräbt Mentions ursprüngliches Versprechen als “preiswerter Brandwatch-Konkurrent”.
  • Juli 2026, die Preisseite nennt keinen festen Listenpreis für den Company-Plan, die Monatsgebühr wird dynamisch eingeblendet und offenkundig per A/B-Test variiert. Fest ausgewiesen ist nur die Jahres-Ersparnis von 360 USD (zwei Gratis-Monate), was rechnerisch auf rund 180 USD/Monat hindeutet.
  • 2023/2024, restriktivere API-Politiken bei X (Twitter) und Reddit haben branchenweit zu schmaleren Datenströmen geführt. Mention bildet keine Ausnahme, wer Reddit oder X als zentrale Quelle braucht, sollte das im Test prüfen.
  • Juli 2026, das EU-Hosting bleibt einer der stärksten Hebel von Mention im DACH-Markt. Laut AGB liegen die Server ausschließlich in der EU (OVH, Scaleway, AWS EU), Vertragspartner ist die französische Agorapulse SAS. Während US-Wettbewerber regelmäßig an der ersten DSGVO-Hürde scheitern, ist Mention in der Regel ohne große Umwege beschaffbar.

Quellen

  1. Mention – Pricing. https://mention.com/en/pricing/ (abgerufen am 2026-07-18). Öffentlich nur der Company-Plan; jährliche Zahlung spart 360 USD (zwei Gratis-Monate). Enthalten: Advanced Boolean search, Sentiment-Analyse, Wettbewerbsvergleich, Share of Voice, über 75 Bewertungsportale (Google, Trustpilot, Amazon, Glassdoor), bis zu 2 Jahre Historie, White-Label-Reports, API-Zugang, dedizierter Account Manager. NGO-/Non-Profit-Rabatte verfügbar..
  2. Mention – Social Media Listening. https://mention.com/en/social-media-listening/ (abgerufen am 2026-07-18). Laut Anbieter über 1 Milliarde überwachte Quellen in Echtzeit, bis zu 2 Jahre historische Daten, Sentiment-Analyse und Share of Voice..
  3. Mention – Terms and Conditions. https://mention.com/en/terms-and-conditions/ (abgerufen am 2026-07-18). Vertragspartner ist Agorapulse SAS, 35 bd Sebastopol, 75001 Paris; französisches Recht, Tribunal de Commerce de Paris. Server ausschließlich in der EU (OVH, Scaleway, AWS EU). DSGVO-konform (EU 2016/679), AVV nach Art. 28 DSGVO auf Anfrage, DPO-Kontakt dpo@mention.com..
  4. Agorapulse – Acquisition of Mention. https://www.agorapulse.com/blog/agorapulse-news/mention-by-agorapulse-why-were-investing-in-social-listening/ (abgerufen am 2026-07-18). Agorapulse (französischer Anbieter) hat Mention übernommen, angekündigt am 22. Mai 2025. Agorapulse steht für Publishing/Engagement/Reporting, Mention für Social Listening..

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