Zum Inhalt springen
Bezahlt Low-Code ⚠️ Hybrid Geprüft: April 2026

EarlySense

EarlySense Ltd. (jetzt Teil von Baxter International)

3/5
Tool öffnen

EarlySense ist eines der bekanntesten kontaktlosen Vitalzeichen-Monitoring-Systeme weltweit. Ein Sensor unter der Matratze erfasst Herzfrequenz, Atemfrequenz und Bewegung berührungslos — rund um die Uhr, ohne Elektroden, Manschetten oder Wearables. Primär für Krankenhäuser entwickelt; mit der InSight-Plattform auch für Pflegeeinrichtungen verfügbar. Veröffentlichte Studien zeigen in Pflegeheimen Sturzsenkungen um 38–47 % und Krankenhausverlegungsraten um 21 % reduziert.

Kosten: Preis auf Anfrage; Pilot-Pakete ab ca. 3.500–4.000 € je Sensor-Einheit (UK-Referenzpreis); laufende Software-/Wartungsgebühren zusätzlich

Stärken

  • Kontaktlose Messung — keine Klebeelektroden, keine Wearables, Bewohnerakzeptanz hoch
  • Kontinuierliche Überwachung 24/7, nicht nur bei Kontrollgängen
  • Publizierte Studien aus Pflegeheimen (Hebrew Home at Riverdale, Dorot Medical Center)
  • Alert-Konfigurierbarkeit: Schwellwerte je Bewohner anpassbar
  • Zentrales Dashboard für Pflegestation mit Übersicht aller monitorisierten Zimmer

Einschränkungen

  • Kein deutsches Support-Angebot — Implementierungspartner nötig
  • Globales Daten-Hosting — für DSGVO-sensible Einrichtungen klärungsbedürftig
  • Preise nicht öffentlich, Vertrieb über Baxter/lokale Partner
  • Primär für Klinikumgebungen entwickelt; Pflegeheim-Deployment erfordert Anpassung
  • MDR-Klassifizierung als Medizinprodukt: regulatorische Prüfung vor Beschaffung notwendig

Passt gut zu

Stationäre Pflegeeinrichtungen mit mehr als 50 Betten, die nächtliches Monitoring priorisieren Einrichtungen mit hohem Anteil sturzgefährdeter Bewohner oder herzkranker Bewohner Pflegeheime, die Krankenhausverlegungen als KPI aktiv verfolgen

So steigst du ein

Schritt 1: Kontakt über EarlySense oder lokale Baxter-Vertriebspartner aufnehmen. Pilotprojekt für 5–10 Zimmer vereinbaren — Hersteller begleitet typischerweise die erste Implementierung mit Schulung.

Schritt 2: Sensoren unter Matratzen installieren (kein Umbau des Bettes nötig), Zentralstation für Pflegestation einrichten. Schwellwerte für Herzfrequenz, Atemfrequenz und Bewegung je Bewohnerprofil konfigurieren.

Schritt 3: Pflegekräfte für Alert-Interpretation schulen. Nicht jeder Alert ist eine Notfallsituation — der erste Monat dient primär der Kalibrierung der Schwellwerte auf das individuelle Bewohnerprofil.

Ein konkretes Beispiel

Eine Pflegeeinrichtung mit 80 Bewohnern stattet die Hochrisiko-Zimmer (25 Betten) mit EarlySense aus. In Nacht 1 registriert das System bei einem 83-jährigen Bewohner mit Herzinsuffizienz eine über drei Stunden ansteigende Atemfrequenz — von 16 auf 24 Atemzüge/Minute. Die Pflegekraft erhält einen Alert, informiert den Nachtarzt, der eine beginnende Dekompensation diagnostiziert. Der Bewohner erhält eine angepasste Diuretika-Dosis — und schläft weiter. Ohne Monitoring wäre er zwei Stunden später mit Atemnot aufgewacht, die Krankenhausverlegung wäre vermutlich nicht mehr vermeidbar gewesen.

Diesen Inhalt teilen:

Empfohlen in 1 Use Cases

Redaktionell bewertet · Preise und Funktionen können sich ändern.

Stimmt etwas nicht?

Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt? Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.

Feedback geben

Nicht sicher, ob EarlySense zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag — unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

Erstgespräch anfragen
Kostenloser Newsletter

Bleib auf dem neuesten
Stand der KI

Wähle deine Themen und erhalte relevante KI-News, Praxistipps und exklusive Inhalte direkt in dein Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Was interessiert dich? Wähle 1–3 Themen — du bekommst nur Inhalte dazu.

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abmeldbar.

Kostenlos
Kein Spam
Jederzeit abmeldbar