cosymap
cosymap GmbH
cosymap ist ein Spezialanbieter aus Oberhaching für die digitale Leitungsauskunft von Netzbetreibern (Gas, Wasser, Strom, Telekommunikation). Das Portal automatisiert den gesamten Workflow von der eingehenden Bauanfrage bis zur revisionssicheren Dokumentation — DVGW GW 118, VDE-AR-N 4203, GoBD und NIS-2 konform. Über 150.000 Anfragen pro Jahr und 20.000+ aktive Nutzer auf der Plattform. KI kommt punktuell in der Qualitätskontrolle eingehender Anfragen zum Einsatz; der Kernwert liegt weiterhin in der Automatisierung des Auskunftsprozesses, nicht in generativer KI.
Kosten: Volumenbasiertes Abomodell, gestaffelt nach tatsächlichem Anfrageaufkommen; monatliche Subscription ohne Mindestlaufzeit; Hosting, Wartung, Updates und Support inklusive. Einstiegspreise auf Anfrage; Listenpreise nicht öffentlich. Cloud-Hosting in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland oder On-Premise-Installation.
Stärken
- DVGW GW 118 und VDE-AR-N 4203 konform — rechtssicher für Gas- und Stromnetzbetreiber
- GoBD-konforme Archivierung mit PDF/A, digitalen Signaturen und Zeitstempeln
- NIS-2-Konformität — wichtig für Energieversorger als KRITIS-Pflicht ab 2024/25
- Vollautomatisierter Workflow: eingehende Anfrage → Planausschnitt + Schutzanweisung → Ausgabe und Archivierung
- Anbindung an Metaportale (Infrest aktiv, BIL/ALIZ Ende 2025) für übergreifende Auskunftsanfragen
- Hosting in ISO-27001-zertifizierten deutschen Rechenzentren oder On-Premise möglich
- Erprobt im Wirkbetrieb: über 150.000 Anfragen/Jahr, 20.000+ aktive Nutzer
- KI-gestützte Qualitätskontrolle eingehender Anfragen — reduziert Bearbeitungsaufwand bei Falschanfragen
Einschränkungen
- AI-Komponente bisher schmal: KI-Qualitätskontrolle ist ein Hilfsmodul, kein zentraler Produktwert
- Preise nicht öffentlich — Angebot nur über Vertriebsgespräch
- Reine Auskunfts-/GIS-Lösung — kein KI-gestützter Kollisionscheck zwischen gleichzeitigen Baumaßnahmen
- Spezialisiert auf den deutschen Markt — keine Mehrländer-Funktionalität für internationale Konzerne
- Setzt vorhandene GIS-Datenbasis voraus — wer noch papierbasiert arbeitet, hat ein Vorprojekt
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du betreibst ein Versorgungsnetz und musst Leitungsauskunft gesetzlich (EnWG, TKG) bereitstellen
- Du willst manuelle Sachbearbeitung von Bauanfragen massiv reduzieren — Ziel 70–80 % Vollautomatisierung
- Du musst DVGW GW 118, GoBD und NIS-2 in einem Werkzeug abbilden
- Du brauchst deutsches Hosting und einen deutschen Ansprechpartner mit Branchenkenntnis
Wann nein
- Du suchst eine generische KI-Plattform — cosymap ist ein Workflow-Tool mit punktueller KI-Unterstützung
- Du hast keine eigene GIS-Datenbasis — dann ist erst ein GIS-Aufbau nötig
- Du bist Kleinstversorger mit weniger als 100 Anfragen/Jahr — manuelle Bearbeitung bleibt günstiger
- Du betreibst Netze in mehreren EU-Ländern — cosymap fokussiert den deutschen Markt
Kurzfazit
cosymap ist im engen Markt der digitalen Leitungsauskunft für deutsche Netzbetreiber eines der profiliertesten Spezialwerkzeuge — und löst ein Problem, das viele Stadtwerke jeden Tag dutzendfach in Tabellen und Outlook-Ordnern bearbeiten. Die Plattform digitalisiert den kompletten Workflow von der Bauanfrage über den GIS-Kartenausschnitt bis zur revisionssicheren PDF/A-Archivierung — DVGW GW 118, VDE-AR-N 4203, GoBD und NIS-2 sind abgedeckt. Die „KI” steckt aktuell vor allem in einer automatischen Qualitätskontrolle eingehender Anfragen; der eigentliche Wert ist Workflow-Automatisierung, nicht generative KI. Wer von uns auf der Suche nach einem ChatGPT-Konkurrenten ist, ist hier falsch. Wer als Versorger 800 Anfragen pro Jahr manuell bearbeitet, kann den Aufwand laut Anbieter und Referenzen drastisch reduzieren.
Für wen ist cosymap?
Stadtwerke und kommunale Versorger: Das Kernpublikum. Wer Gas, Wasser, Strom oder Fernwärme betreibt, muss nach EnWG, TKG und weiteren Vorschriften Leitungsauskunft an Tiefbauer, Planer und Bauträger erteilen. Manuelle Bearbeitung kostet 30–45 Minuten je Anfrage — mit cosymap fallen 70–80 % der Anfragen automatisch durch, die verbleibenden Ausnahmen kommen mit aufbereitetem Kontext zur Sachbearbeitung.
Gasnetzbetreiber: Besonders kritisch, weil die DVGW GW 118 als Regelwerk für Leitungsauskunft im Gasbereich verbindlich ist. cosymap deckt diese Anforderung explizit ab — inklusive standardisierter Schutzanweisungen und der vorgesehenen Plandarstellung mit Unschärfekorridor bei nicht exakt verorteten Leitungen.
Stromnetzbetreiber: Die VDE-AR-N 4203 spielt die analoge Rolle für Stromleitungen. cosymap erfüllt auch diese Norm und ist damit für kombinierte Versorger (Gas + Strom + Wasser) ein Ein-Werkzeug-Setup statt mehrerer parallel laufender Insellösungen.
Telekommunikationsanbieter mit eigener Glasfaserinfrastruktur: Glasfaserausbauer und regionale Carrier brauchen ähnliche Auskunftsprozesse, gerade in Ballungsräumen mit hohem Bauaufkommen. cosymap deckt auch diesen Bereich ab und ist über die Metaportale Infrest sowie ab Ende 2025 BIL/ALIZ in die übergreifenden Branchenstrukturen integriert.
KRITIS-pflichtige Energieversorger: Mit der NIS-2-Umsetzung gelten ab 2024/25 für viele Versorger schärfere Cybersicherheits-Anforderungen. Eine fertige NIS-2-konforme Auskunftsplattform mit Audit-Trail und revisionssicherer Dokumentation ist hier wertvoller als eine selbst gebaute Insellösung mit unklarem Reifegrad.
Weniger geeignet für: Wer eine generische KI-Plattform oder ein Allround-GIS sucht (cosymap ist ein Workflow-Spezialist), Kleinstversorger mit unter 100 Anfragen/Jahr (manuelle Bearbeitung bleibt günstiger), Betriebe ohne digitale GIS-Datenbasis (vorher GIS-Aufbau nötig), und international tätige Konzerne mit Netzen in mehreren EU-Ländern.
Preise im Detail
| Komponente | Modell | Was enthalten ist |
|---|---|---|
| Leitungsauskunft (Cloud) | Monatliche Subscription, volumenbasiert | Hosting, Wartung, Updates, Support — gestaffelt nach Anfrageaufkommen |
| GIS-Gesamtlösung | Abomodell, individuell | Volle GIS-Plattform inkl. Mandantenfähigkeit, mehrere Sparten möglich |
| GIS-Marketing-Lösung (NearNet) | Add-on | Marketinganalyse für Anschlusspotenziale entlang vorhandener Netze |
| Hauskoordinaten | Datenprodukt | Geokodierte Adresspunkte für Geomarketing-Auswertungen |
| On-Premise-Installation | Einmaliger Setup + Wartung | Für Versorger mit eigenen Rechenzentren oder KRITIS-Vorgaben |
| Vertrag | Monatlich kündbar | Keine Mindestvertragslaufzeit |
Einordnung: cosymap kommuniziert keine öffentlichen Listenpreise — Pricing ist B2B-typisch über Vertriebsgespräch. Das volumenbasierte Modell ist fair, weil es kleinere Stadtwerke nicht überfordert und größere Betreiber dort zahlen lässt, wo der Hebel sitzt. Faustregel: Ab 500 Anfragen/Jahr lohnt sich die Einführung wirtschaftlich, weil die eingesparte Sachbearbeitungszeit (30–45 Minuten je Anfrage à interner Stundensatz) die Subscription deutlich überschreitet. Bei 1.000 Anfragen/Jahr und 35 Minuten Bearbeitungszeit sparst du bei 70 % Automatisierung rund 410 Stunden Sachbearbeitung pro Jahr — bei einem internen Stundensatz von 60 € entspricht das ca. 24.600 € pro Jahr. Daran lässt sich die Subscription seriös messen. Die monatliche Kündbarkeit ist im Vergleich zu klassischen Versorger-Software-Verträgen ein faires Signal.
Stärken im Detail
Normkonform aus der Box. Wer als Netzbetreiber ein Auskunftsportal selbst baut, muss DVGW GW 118, VDE-AR-N 4203, GoBD, DSGVO und seit 2024/25 NIS-2 sauber abbilden — das ist ein Mehrjahresprojekt. cosymap liefert die Compliance fertig zertifiziert mit, inklusive PDF/A-Archivierung, digitaler Signatur und Zeitstempeln. Im Haftungsfall (Baggerunfall, Leitungsschaden) ist der Audit-Trail belastbar dokumentiert — das ist der wirtschaftlich wichtigste Punkt.
Vollautomatischer Workflow für 70–80 % der Anfragen. Eingehende Bauanfragen werden über Webportal oder API erfasst, automatisch geprüft (Plausibilität, Plandarstellung, Sparte), mit dem passenden Kartenausschnitt aus dem GIS angereichert und mit Schutzanweisung versehen — alles ohne menschliches Eingreifen. Nur Sonderfälle (unscharfe Verortung, mehrere Sparten kollidieren, sicherheitsrelevante Spezialleitungen) landen in der Sachbearbeitung — und auch dort mit vorbereitetem Kontext.
KI-Qualitätskontrolle als Filter. Die KI-Komponente prüft eingehende Anfragen vor der Verarbeitung auf Plausibilität — fehlende Angaben, falsche Geokoordinaten, unrealistische Baufenster. Anfragen mit hoher Fehlerwahrscheinlichkeit werden gar nicht erst durch den Workflow geschickt, sondern direkt zurückgemeldet. Das spart Bearbeitungs- und Klärungszeit. Es ist nicht das KI-Highlight des Jahres, aber an genau der richtigen Stelle eingesetzt.
Metaportal-Anbindung als strategischer Vorteil. Bauträger und Tiefbauer arbeiten zunehmend nicht mehr je Versorger einzeln, sondern senden Anfragen über Metaportale an alle relevanten Sparten gleichzeitig. cosymap ist an Infrest aktiv angebunden, BIL/ALIZ folgt bis Ende 2025. Versorger ohne diese Anbindung werden in den Metaportalen schlechter sichtbar und bekommen ihre Anfragen nicht im Standardformat.
Erprobt im Wirkbetrieb. Über 150.000 Anfragen pro Jahr und mehr als 20.000 aktive Nutzer sind keine Pilotzahlen, sondern produktive Last. Wer als Versorger eine zertifizierte Pflichtanwendung einsetzt, will keinen frühen Adopter sein — hier hat cosymap einen messbaren Stabilitätsvorsprung gegenüber Startup-Lösungen im selben Segment.
Cloud oder On-Premise nach Wahl. Die Cloud-Variante läuft in ISO-27001-zertifizierten deutschen Rechenzentren, die On-Premise-Installation ist für KRITIS-Versorger mit besonderen Vorgaben gedacht. Beide Pfade sind etabliert — kein „Cloud-only” mit der Ausrede, On-Premise gäbe es nicht mehr.
Hauskoordinaten und NearNet als Ökosystem-Erweiterung. Über die reine Leitungsauskunft hinaus bietet cosymap Datenprodukte wie Hauskoordinaten (geokodierte Adresspunkte) und NearNet-Analyse (Anschlusspotenziale entlang vorhandener Netze). Für Stadtwerke mit Ausbau- oder Vermarktungsambitionen — gerade im Glasfaser- und Fernwärmebereich — ist das ein nützliches Anschlussportfolio aus einer Hand.
Schwächen ehrlich betrachtet
Die „KI” ist eng begrenzt. cosymap kommuniziert „KI-gestützte Qualitätskontrolle” — das ist ehrlich, aber bedeutet im Klartext: Ein ML-basierter Filter prüft eingehende Anfragen. Es gibt keine generative KI, keinen Konversations-Agent, keine automatische Schutzanweisungs-Erzeugung über LLMs, keinen smarten Kollisionscheck zwischen gleichzeitigen Baumaßnahmen. Wer „KI-Plattform für Versorger” erwartet, ist enttäuscht. Wer ein automatisiertes Auskunftsportal mit punktueller KI sucht, bekommt genau das.
Keine öffentlichen Listenpreise. Jede Pricing-Frage führt durch den Vertrieb. Das ist im Versorger-Software-Markt üblich, macht Vergleichsentscheidungen aber langwierig. Wer einen Markt-Scan mit drei Anbietern fährt, braucht für jede Vergleichsmatrix ein separates Beratungsgespräch.
Voraussetzung: digitale GIS-Datenbasis. cosymap setzt voraus, dass die Netzdaten in einem GIS digital vorliegen und über WMS/WFS abrufbar sind. Wer noch mit Papierplänen oder digitalisierten PDFs ohne Georeferenzierung arbeitet, hat ein deutlich größeres Vorprojekt als die cosymap-Einführung selbst. Hier ist Ehrlichkeit zur eigenen IT-Reife wichtig.
Spezialisiert auf den deutschen Markt. Die Norm-Konformität (DVGW, VDE) und die Metaportal-Integration zielen explizit auf Deutschland. Wer in mehreren EU-Ländern Netze betreibt oder Tochtergesellschaften in Österreich, Schweiz oder Frankreich konsolidieren will, bekommt mit cosymap keine länderübergreifende Plattform.
Kein KI-gestützter Kollisionscheck. Wenn auf demselben Straßenzug gleichzeitig drei Tiefbauer Anfragen stellen, erkennt cosymap das nicht aktiv und schlägt keine Koordination vor. Solche Cross-Anfrage-Intelligenz ist ein Feld, in dem die Metaportale (Infrest, BIL) eher den Mehrwert liefern könnten — cosymap bleibt hier auf den eigenen Workflow fokussiert.
Nicht für Kleinstversorger geeignet. Bei unter 100 Anfragen/Jahr rechnet sich die Einführung nicht — die monatliche Subscription übersteigt die eingesparte Sachbearbeitungszeit. Für sehr kleine Versorger oder Genossenschaften sind manuelle Lösungen oder die Mitnutzung eines Verbundpartner-Portals wirtschaftlicher.
Schmale Visibility im allgemeinen KI-Markt. Wer cosymap googelt, findet überwiegend Branchenmaterial der Versorgerwelt — kaum unabhängige Reviews, keine YouTube-Tutorials, keine Stack-Exchange-Threads. Für die Zielgruppe normal, für Erstinteressierte aus angrenzenden Branchen ungewohnt.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine breite Allround-KI-Plattform für Bürotätigkeiten suchst | |
| Generische Geodaten-Recherche mit LLMs willst |
Im engen Segment der Leitungsauskunft für Versorger gibt es weitere etablierte Anbieter ohne eigene Tool-Seite auf KI-Syndikat: Infrest als zentrales Metaportal (eher Branchen-Infrastruktur als Wettbewerber), BIL (Bundesweites Informationssystem zur Leitungsrecherche, ab 2025 aktiv ausgebaut), smallworld und GE Digital im Bereich umfassender GIS-Plattformen sowie verschiedene Eigenentwicklungen großer Stadtwerke. cosymap ist nicht der einzige Anbieter — aber im DACH-Versorgersegment einer der profiliertesten Spezialisten. Wer eine breitere GIS-Plattform jenseits der reinen Leitungsauskunft sucht, prüft parallel die größeren GIS-Hersteller; wer den engen Auskunfts-Workflow sauber digitalisieren will, ist mit cosymap meist schneller produktiv.
So steigst du ein
Schritt 1: Bedarfsanalyse mit echten Zahlen. Buche ein Demo-Gespräch über cosymap.de und bringe konkrete Zahlen mit: Anfragen pro Jahr, eingesetztes GIS-System, Anzahl Sparten, durchschnittliche Bearbeitungszeit je Anfrage, aktuelle Eskalations-/Reklamationsquote. Ohne diese Zahlen wird das Gespräch generisch — mit ihnen lässt sich ein belastbarer Business Case durchrechnen.
Schritt 2: GIS-Datenschnittstelle einrichten. cosymap verbindet sich über WMS/WFS-Standardschnittstellen mit deinem bestehenden Kataster — keine Datenexporte, keine Doppelpflege. Typischer Aufwand: 2 bis 4 Wochen, abhängig von der Komplexität deiner Datenstruktur und der Sparten-Vielfalt. Plane in dieser Phase auch die Anbindung an Active Directory / LDAP für die Nutzerauthentifizierung mit ein.
Schritt 3: Schutzanweisungen und Auskunftsvorlagen konfigurieren. Stadtwerke haben oft jahrelang gewachsene Standardschutzanweisungen je Sparte und Leitungstyp. Diese werden in cosymap als Vorlagen hinterlegt, sodass die Plattform bei jeder Anfrage automatisch die passende Anweisung dem Kartenausschnitt beifügt. Plane für diesen Schritt rund eine Woche Aufwand für die Sortierung und Migration der vorhandenen Vorlagen ein.
Schritt 4 (optional): Metaportal-Anbindung aktivieren. Wenn du Anfragen über Infrest (oder ab Ende 2025 BIL/ALIZ) empfangen willst, wird die Integration im laufenden Betrieb aktiviert. Bauträger sehen dich dann in den zentralen Portalen und senden standardisierte Anfragen direkt in deinen cosymap-Workflow.
Ein konkretes Beispiel
Ein Stadtwerk im süddeutschen Raum (120 km Gasnetz, zusätzlich Wasser und Niederspannungsstrom, rund 800 Leitungsanfragen pro Jahr) führt cosymap ein. Vorher: Drei Sachbearbeiter teilen sich die manuelle Bearbeitung — je Anfrage 35 bis 45 Minuten zwischen Mailabfrage, GIS-Recherche, Plandruck und Versand. Nach der Einführung läuft die Cloud-Lösung über das ISO-27001-zertifizierte deutsche Rechenzentrum von cosymap, GIS-Anbindung über WMS/WFS, Authentifizierung über das vorhandene Active Directory. Effekt nach 6 Monaten: Rund 75 % der Anfragen werden vollautomatisch verarbeitet und in unter zwei Minuten vom Antragseingang bis zur PDF/A-Ausgabe abgewickelt. Sachbearbeitungszeit nur noch für die 25 % Sonderfälle — überwiegend ungenaue Verortungen oder Mehrsparten-Konflikte. Eingesparte Personalkapazität wird auf den Glasfaserausbau umgewidmet. Der Audit-Trail mit Zeitstempeln hat sich bereits in einem Baggerschadenfall bewährt: Der Tiefbauer hatte die Schutzanweisung gegengezeichnet, der Versicherungsfall war innerhalb von zwei Wochen geklärt.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Cloud-Variante in ISO-27001-zertifizierten deutschen Rechenzentren; On-Premise-Installation für KRITIS-Versorger oder besonders sensible Datenlagen verfügbar. Anbieter ist die cosymap GmbH mit Sitz in Oberhaching (Bannzaunweg 23, 82041 Oberhaching).
- Datennutzung: Produktionsdaten verbleiben im jeweiligen Mandantenbetrieb. Es gibt nach Anbieterangaben keine mandantenübergreifende Nutzung von Anfrage- oder Geodaten zu Modelltrainings- oder Vermarktungszwecken.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standardmäßig im Cloud-Betrieb verfügbar; für On-Premise nicht zwingend erforderlich, auf Anfrage als Begleitdokumentation lieferbar.
- GoBD-Konformität: PDF/A-Archivierung mit digitalen Signaturen und Zeitstempeln; die Aufbewahrung erfüllt die handels- und steuerrechtlichen Vorgaben.
- NIS-2-Konformität: Für KRITIS-pflichtige Energieversorger relevant; cosymap kommuniziert ausdrücklich die Erfüllung der NIS-2-Cybersicherheitsanforderungen.
- Empfehlung für Unternehmen: Für die meisten kommunalen Versorger ist das Cloud-Setup mit AVV und ISO-27001-Hosting die richtige Wahl. KRITIS-Betreiber mit eigenen IT-Sicherheitsanforderungen oder Behördenkooperation prüfen die On-Premise-Variante. In jedem Fall die NIS-2-Dokumentation als Teil der eigenen Compliance-Akte ablegen.
Gut kombiniert mit
- GIS-Plattformen (z. B. ArcGIS, QGIS, GE Smallworld) — cosymap ist als Auskunfts-Workflow konzipiert und setzt eine vorhandene GIS-Plattform für die Netzdokumentation voraus. Beide Komponenten ergänzen sich: GIS hält die Bestandsdaten, cosymap regelt den Außenkontakt.
- Infrest, BIL und vergleichbare Metaportale — Bauträger und Tiefbauer arbeiten zunehmend über zentrale Portale. cosymap integriert sich aktiv mit Infrest, die BIL/ALIZ-Anbindung kommt bis Ende 2025. Wer als Versorger nicht in diesen Metaportalen sichtbar ist, verliert in der Anfragelogistik.
ChatGPT oderClaude — für die interne Aufbereitung von Sonderfällen, Anschreiben an problematische Antragsteller oder die Strukturierung von Lessons Learned aus Baggerschaden-Fällen. Hier ergänzt generative KI das Workflow-Tool sinnvoll — die Trennung zwischen rechtssicherem Auskunfts-Workflow und freierer Texthilfe sollte aber sauber gehalten werden.
Unser Testurteil
cosymap verdient 4 von 5 Sternen — eine durchdachte Bewertung. Im engen Versorgermarkt ist die Plattform ein verlässliches, normkonformes und produktiv erprobtes Werkzeug. Die Stärken sind klar: DVGW/VDE-/GoBD-/NIS-2-Konformität, deutsches Hosting, monatliche Kündbarkeit, über 150.000 produktive Anfragen pro Jahr, Metaportal-Anbindung. Den fünften Stern verliert cosymap aus zwei Gründen. Erstens: Die „KI” ist heute eng auf eine Qualitätskontrolle eingehender Anfragen begrenzt — wer von einer „KI-Plattform” mehr Tiefe erwartet (Kollisionserkennung, intelligente Anrufpriorisierung, semantische Anfrageklassifikation), ist enttäuscht. Zweitens: Das vollständig intransparente Pricing macht Marktvergleiche aufwendig. Für die Kernzielgruppe — kommunale Versorger und Gasnetzbetreiber mit signifikantem Anfragevolumen — ist cosymap dennoch eine seriöse Wahl mit klarem ROI-Pfad.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026 — Das Volumen auf der Plattform ist auf über 150.000 Anfragen pro Jahr und mehr als 20.000 aktive Nutzer gewachsen. Damit hat cosymap eine kritische Größe erreicht, ab der die Anbindung an Metaportale wie Infrest und BIL/ALIZ strategisch wichtig wird — sowohl für cosymap als auch für die angeschlossenen Versorger.
- Ende 2025 (geplant) — Die Anbindung an das BIL/ALIZ-Metaportal ist als nächste große Schnittstelle angekündigt. BIL (Bundesweites Informationssystem zur Leitungsrecherche) wird in den nächsten Jahren zur zentralen Anlaufstelle für Tiefbauer in Deutschland — die fehlende Anbindung wäre für Versorger ein Sichtbarkeitsproblem geworden.
- 2024/25 — Mit der NIS-2-Umsetzung in deutsches Recht (BSI-Gesetz-Novelle) gelten für viele Versorger schärfere Cybersicherheits-Anforderungen. cosymap kommuniziert die NIS-2-Konformität aktiv — ein wichtiger Differenzierer gegenüber älteren Insellösungen, die diese Anforderungen oft nicht abdecken.
- 2024/25 — Die kommunizierte „KI”-Komponente ist bisher auf eine automatische Qualitätskontrolle eingehender Anfragen beschränkt. Wer eine breitere generative KI im Produkt erwartet, ist enttäuscht — die Bezeichnung „KI-gestützt” ist hier zutreffend, aber eng abgegrenzt.
- Mai 2026 — Pricing bleibt vollständig intransparent. Es gibt keine öffentlichen Listenpreise, jede Kalkulation erfordert ein Vertriebsgespräch. Im Versorger-Software-Markt branchenüblich, aber für Marktvergleiche reibungsintensiv.
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