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Freemium 🇺🇸 US-Server Geprüft: Mai 2026

Codeium (jetzt Windsurf)

Windsurf (vormals Exafunction / Codeium)

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Ehemals kostenloser KI-Code-Assistent, der Ende 2024 zu Windsurf wurde. Die Domain codeium.com leitet auf windsurf.com um, das frühere Free-Tier ist im neuen Editor aufgegangen. Solides agentisches Coding-Tool, aber das ursprüngliche Versprechen „kostenlose Copilot-Alternative ohne Limit“ gibt es so nicht mehr.

Kosten: Free 0 USD, Pro 20 USD/Monat, Max 200 USD/Monat, Teams 40 USD/Nutzer/Monat, Enterprise auf Anfrage

Stärken

  • Großzügiges Free-Tier mit unlimitierter Code-Vervollständigung
  • Agentic-Modus „Cascade“ für mehrstufige Code-Aufgaben
  • Eigener VSCode-Fork mit tiefer Agent-Integration
  • Unterstützung für 70+ Programmiersprachen und alle gängigen IDEs

Einschränkungen

  • Marke Codeium ist faktisch verschwunden — Domain leitet auf windsurf.com um
  • Mehrfache Eigentümerwechsel 2025: Google-Lizenzdeal, dann Cognition-Übernahme
  • Datenhaltung in den USA, kein EU-Hosting
  • Free-Tier hat sich gegenüber dem ursprünglichen Codeium spürbar verkleinert

Passt gut zu

KI-gestützte Code-Vervollständigung im Editor Agentische Refactorings und Multi-File-Edits Entwickler, die einen freien Cursor-Konkurrenten suchen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst einen agentischen KI-Editor mit großzügigem Free-Tier ausprobieren
  • Du arbeitest in einer Sprache, die GitHub Copilot nur mittelmäßig unterstützt
  • Du willst Cascade als Agent für mehrstufige Aufgaben (Refactoring, Migration) nutzen
  • Du brauchst einen VSCode-kompatiblen Editor mit eingebauter KI

Wann nein

  • Du suchst gezielt das ursprüngliche „kostenlos und unlimitiert“-Codeium — das gibt es nicht mehr
  • Du brauchst EU-Hosting oder einen DSGVO-AVV für Standardpläne
  • Du arbeitest in einer Microsoft-/GitHub-zentrischen Toolchain (dann ist Copilot enger integriert)
  • Du willst dich nicht auf einen Hersteller einlassen, der gerade durch zwei Übernahmen ging

Kurzfazit

Wer heute „Codeium” sucht, landet auf windsurf.com — die Marke ist Ende 2024 mit dem Launch des Windsurf-Editors faktisch abgelöst worden. Das ursprüngliche Versprechen (kostenlose Copilot-Alternative ohne Nutzungslimit) gibt es so nicht mehr; das Free-Tier wurde gestrafft, der Fokus liegt jetzt auf einem eigenen VSCode-Fork mit dem Agent-Modus „Cascade”. Technisch solide, aber durch die Rebrand- und Übernahme-Turbulenzen 2025 (Google-Lizenzdeal, dann Cognition-Übernahme) ist die Firmenstabilität für Unternehmenseinsatz fraglich.

Für wen ist Codeium / Windsurf?

Indie-Entwickler & Hobbyisten: Das Free-Tier ist immer noch eines der großzügigsten am Markt — wer keinen Copilot bezahlen will, bekommt hier brauchbare Code-Vervollständigung ohne Wochenlimit.

Cursor-Skeptiker: Wer Cursors Pricing-Modell oder dessen rasche Limitkürzungen leid ist, findet im Windsurf-Editor eine direkte Alternative mit ähnlichem Funktionsumfang und vergleichbarem Pro-Preis (20 USD/Monat).

Teams mit Multi-Sprach-Codebasen: Codeium war historisch stark bei Sprachen, die Copilot stiefmütterlich behandelte (Lua, Elixir, Crystal, Verilog). Diese Stärke ist im Windsurf-Editor erhalten geblieben.

Einsteiger in agentisches Coding: Cascade ist ein vollwertiger Coding-Agent (Multi-File-Edits, Terminal-Befehle, automatisches Testing) — gut, um die Arbeitsweise mit KI-Agenten kennenzulernen.

Weniger geeignet für: Unternehmen mit DSGVO-Pflichten, Teams in Microsoft-/GitHub-zentrischen Stacks (dort ist Copilot enger integriert) und alle, denen Stabilität des Anbieters wichtig ist — Windsurf hat 2025 mehrere existenzielle Umbrüche erlebt.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Free0 USDBegrenzte Nutzung des Editors, Basis-Modelle, eingeschränkter Cascade-Zugriff
Pro20 USD/MonatStandard-Nutzungskontingent, Zugriff auf Premium-Modelle, SWE-1.5, Tab-Previews
Max200 USD/MonatHohes Nutzungskontingent, unbegrenzte Premium-Features, Devin Cloud Sessions
Teams40 USD/Nutzer/MonatStandard-Kontingent, Admin-Dashboard, zentrales Billing, RBAC
EnterpriseAuf AnfrageUnbegrenzte Nutzung, SSO, dedizierte Sicherheitsfeatures

Einordnung: Der ehemalige Codeium-USP — „kostenlos und unlimitiert für Einzelpersonen” — existiert in dieser Form nicht mehr. Das aktuelle Free-Tier ist begrenzt, aber für Hobby-Nutzung weiterhin brauchbar. Pro mit 20 USD entspricht praktisch eins zu eins dem Cursor-Tarif. Max mit 200 USD ist neu und richtet sich an Power-User, die Devin-Cloud-Sessions (eine Folge der Cognition-Übernahme) intensiv nutzen wollen. Für Teams ist 40 USD/Nutzer ein höherer Einstiegspunkt als Cursor-Business (40 USD), aber günstiger als Copilot-Enterprise (39 USD bei Microsoft-365-Bindung).

Stärken im Detail

Cascade ist ein vollwertiger Coding-Agent. Anders als die reine Tab-Completion eines klassischen Copilot kann Cascade mehrere Dateien gleichzeitig editieren, Terminal-Befehle ausführen und Test-Suiten durchlaufen lassen. Für Refactorings („Migriere alle React-Klassenkomponenten zu Hooks”) oder kleinere Features liefert er nutzbare Ergebnisse, die du nur noch reviewen musst.

Eigener Editor statt nur Plugin. Windsurf ist ein VSCode-Fork mit tief integrierter Agent-UI — alle Standard-Extensions funktionieren, aber Agent-Konversationen, Diff-Previews und Tool-Aufrufe sind direkt im Editor verbaut. Wer schon Cursor kennt: vergleichbare Bedienung, ähnlicher Funktionsumfang.

Breite Sprachunterstützung. Über 70 Programmiersprachen werden ordentlich abgedeckt, inklusive Nischen wie Lua, Elixir, Crystal oder Hardware-Beschreibungssprachen. Wer in einer dieser Sprachen arbeitet, bekommt hier deutlich bessere Vorschläge als bei Copilot, der historisch auf den GitHub-Mainstream optimiert ist.

Eigenes Modell SWE-1.5. Windsurf hat ein hauseigenes Coding-Modell entwickelt, das im Pro-Tarif unbegrenzt verfügbar ist. Das senkt die Abhängigkeit von OpenAI-/Anthropic-Preisen und liefert für Standard-Aufgaben (Boilerplate, Tests, Refactorings) brauchbare Qualität.

Schwächen ehrlich betrachtet

Die Marke Codeium ist tot. Wer auf codeium.com geht, landet per 301-Redirect auf windsurf.com — das Branding, die Dokumentation und die Community-Kanäle wurden komplett umgezogen. Wenn du ein altes Tutorial liest, das „Codeium-Extension” empfiehlt: das ist heute Windsurf. Diese Diskontinuität verwirrt Einsteiger und macht ältere Anleitungen wertlos.

Firmenturbulenzen 2025. Im Mai 2025 stand eine OpenAI-Übernahme für rund 3 Mrd. USD im Raum, die im letzten Moment platzte. Im Juli zahlte Google 2,4 Mrd. USD für eine Lizenz und übernahm die beiden Gründer Varun Mohan und Douglas Chen samt Kerntechnik-Team. Die Reststruktur wurde an Cognition (die Macher von Devin) verkauft. Für Unternehmen, die einen langfristigen Vendor brauchen, ist das ein klares Risikosignal.

Free-Tier wurde gestrafft. Das ursprüngliche Codeium-Versprechen — unlimitierte kostenlose Code-Completion für Einzelnutzer — gibt es so nicht mehr. Das aktuelle Free-Tier hat ein Nutzungskontingent, dessen genaue Limits Windsurf bewusst diffus kommuniziert. Wer auf wirklich unlimitiertes Free angewiesen ist, sollte sich Tabnine (lokales Modell) oder Continue.dev anschauen.

Kein EU-Hosting, kein Standard-AVV. Wie bei den meisten US-Coding-Assistenten läuft die gesamte Verarbeitung über US-Server. Für Unternehmen mit DSGVO-Pflichten oder Code, der Geschäftsgeheimnisse enthält, ist das ein Hindernis. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es nur im Enterprise-Tarif auf Anfrage.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Den ausgereiftesten KI-Editor mit großer Community willstCursor
Tiefe GitHub-/Microsoft-Integration brauchstGitHub Copilot
Lokales Code-Completion ohne Cloud willstTabnine
Code im Chat-Stil generieren und debuggen willstClaude oder ChatGPT

Im Vergleich zu Cursor ist der Windsurf-Editor (ehemals Codeium) funktional sehr ähnlich, aber Cursor hat den größeren Vorsprung bei Community, Tutorials und Modellqualität. Wer heute neu einsteigt und keinen spezifischen Grund für Windsurf hat, ist mit Cursor in der Regel besser bedient. Codeium/Windsurf bleibt interessant für alle, die das frühere Codeium-Free-Modell kannten und die Übergangsphase mitnehmen wollen — oder für Teams, die Cascade-Agent und SWE-1.5-Modell konkret evaluieren.

So steigst du ein

Schritt 1: Lade den Windsurf-Editor von windsurf.com/download. Wer beim alten Codeium-Plugin in VSCode oder JetBrains bleiben möchte, findet die Plugins ebenfalls dort — sie laufen unter dem Windsurf-Namen weiter, behalten aber die alte Funktionalität.

Schritt 2: Erstelle einen kostenlosen Account. Verbinde Windsurf mit deinem bestehenden Projekt-Repository und teste zunächst die reine Tab-Completion, bevor du Cascade aktivierst. So lernst du den Stil der Vorschläge kennen, ohne gleich agentische Multi-File-Edits zu riskieren.

Schritt 3: Probiere Cascade an einer überschaubaren Aufgabe aus — z.B. „Schreibe Tests für diese Funktion” oder „Extrahiere diesen Code in ein eigenes Modul”. Halte die ersten Agent-Sessions kurz und reviewe jede Änderung manuell. Wenn das Ergebnis stimmt, kannst du graduell größere Aufgaben übergeben.

Ein konkretes Beispiel

Ein 8-köpfiges Entwicklerteam einer Münchner Logistik-Software-Firma hatte 2024 Codeium als kostenlosen Copilot-Ersatz im Einsatz — vier Entwickler nutzten das Free-Tier täglich, der Rest bei Bedarf. Nach dem Windsurf-Rebrand und der spürbaren Verkleinerung des Free-Tiers im Frühjahr 2025 stand das Team vor der Wahl: auf Pro umsteigen (160 USD/Monat für die vier Power-User) oder zu Cursor wechseln. Sie entschieden sich für ein gemischtes Setup: Cascade-Agent für strukturierte Refactorings (Pro für zwei Senior-Entwickler), Tabnine im Free-Tier für die übrigen. Ergebnis: 40 USD/Monat statt 160 USD, mit minimalem Funktionsverlust für die Junior-Rollen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: USA — keine EU-Region verfügbar
  • Datennutzung: Code-Snippets und Prompts können standardmäßig für Modell-Training genutzt werden. In den Account-Einstellungen lässt sich Telemetrie und Training-Opt-out aktivieren.
  • Auftragsverarbeitung: Standard-AVV nur im Enterprise-Tarif auf Anfrage erhältlich; Free, Pro und Teams haben keinen DSGVO-konformen AVV
  • Code-Privatsphäre: Im Pro- und höher-Tarif gibt es eine „Zero-Data-Retention”-Option, die das Speichern von Code-Snippets unterbindet
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor Einsatz prüfen, ob die Codebasis Geschäftsgeheimnisse oder personenbezogene Daten enthält. Für sensible Projekte mindestens Enterprise-Tarif mit Zero-Data-Retention und AVV verlangen — oder auf lokales Tabnine ausweichen.

Gut kombiniert mit

  • Claude — für Architekturdiskussionen, Code-Reviews und konzeptionelle Aufgaben, die Cascade allein nicht stemmt; Windsurf macht die Implementierung, Claude den Plan
  • GitHub Copilot — manche Teams nutzen beide parallel: Copilot für die schnelle Inline-Completion, Windsurf-Cascade für die agentischen Multi-File-Aufgaben
  • Tabnine — als lokales Backup für Situationen, in denen Code aus Compliance-Gründen die Maschine nicht verlassen darf

Unser Testurteil

Codeium / Windsurf bekommt 3 von 5 Sternen. Das Produkt ist technisch konkurrenzfähig — Cascade-Agent, eigener Editor, breite Sprachunterstützung. Aber das ursprüngliche Versprechen, das Codeium relevant gemacht hat (kostenlos und unlimitiert), gibt es nicht mehr. Dazu kommt die Vendor-Unsicherheit nach den Übernahme-Turbulenzen 2025. Für Einsteiger und Hobby-Nutzer noch eine vertretbare Wahl, für Unternehmenseinsatz aktuell schwer zu empfehlen — da fährt man mit dem etablierten Cursor oder dem stabilen GitHub Copilot ruhiger.

Was wir bemerkt haben

  • November 2024 — Codeium launchte den eigenen Windsurf-Editor (VSCode-Fork) und begann, die Marke schrittweise umzustellen. Das alte Codeium-Plugin blieb zunächst parallel verfügbar.
  • Anfang 2025 — codeium.com begann, dauerhaft per 301-Redirect auf windsurf.com weiterzuleiten. Die Marke „Codeium” verschwand faktisch aus der Außenkommunikation.
  • Mai 2025 — Eine OpenAI-Übernahme für rund 3 Mrd. USD wurde verhandelt und kurz vor Abschluss abgeblasen. Die genauen Gründe blieben unklar.
  • Juli 2025 — Google zahlte 2,4 Mrd. USD für eine Lizenz an Windsurf-Technologie und übernahm Gründer Varun Mohan, Mitgründer Douglas Chen sowie das Kerntechnik-Team. Die verbleibende Firma wurde an Cognition (Macher des Coding-Agenten Devin) verkauft.
  • 2025 — Devin-Cloud-Sessions wurden in den Max-Tarif (200 USD/Monat) integriert — ein direktes Ergebnis der Cognition-Übernahme.
  • Mai 2026 — Aktuell heißt das Produkt einheitlich Windsurf; die Codeium-Identität existiert nur noch in Legacy-Dokumentation und Backlinks. Wer Codeium sucht, sollte direkt nach Windsurf recherchieren.

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