Clearcove
Focus2Grow (Einzelunternehmen Kevin Köllen, Hoyerswerda)
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenClearcove entfernt Bildhintergründe direkt im Browser, kostenlos bis 4K ohne Wasserzeichen und ohne Credit-Limit, Serverfallback in Deutschland. Die Segmentierung läuft laut Datenschutzerklärung zuerst lokal auf deinem Gerät, nur wenn das technisch nicht geht, wandert die Datei kurzzeitig auf einen Hetzner-Server in Deutschland und wird danach gelöscht. Betreiber ist ein Einzelunternehmen aus Hoyerswerda, kein Konzern, entsprechend fehlen AVV, API und eine Aussage zur langfristigen Verfügbarkeit.
Kosten: Dauerhaft kostenlos, kein Abo, kein Credit-Zähler, keine Zahlungsdaten. Freischaltung über einen Lizenzschlüssel, der nach einem 0-Euro-Checkout per E-Mail zugestellt wird. Ausgabe bis 4K (3840 x 2160) ohne Wasserzeichen.
Kategorien
Stärken
- Volle Ausgabeauflösung bis 4K (3840 x 2160) ohne Wasserzeichen, ohne Credits, ohne Abo
- Verarbeitung läuft laut Datenschutzerklärung zuerst lokal im Browser, die Datei verlässt im Regelfall das Gerät nicht
- Server-Rückfallebene steht in Deutschland bei Hetzner, Löschung direkt nach der Verarbeitung, keine inhaltliche Protokollierung
- Deutscher Anbieter mit deutschsprachiger Oberfläche und Support, Antwortzusage innerhalb von 48 Stunden
- Stapelfunktion für mehrere Bilder nacheinander, ohne dass ein Kontingent mitzählt
Einschränkungen
- Betreiber ist ein Einzelunternehmen mit Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG und c/o-Postadresse, keine Zusage zur langfristigen Verfügbarkeit
- Kein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO dokumentiert, für gewerbliche Bilder mit Personenbezug ein echtes Hindernis
- Weder Modell noch Technologie der Segmentierung werden genannt, die Freistellqualität lässt sich vorab nicht einordnen
- Keine API, keine Marktplatz-Templates, keine Anbindung an PIM, DAM oder Shopsystem
- Der kostenlose Lizenzschlüssel läuft über einen externen Checkout beim US-Dienstleister Lemon Squeezy, dabei fällt eine E-Mail-Adresse an
- Bibliotheken werden von cdnjs.cloudflare.com nachgeladen, es entsteht also eine Verbindung zu einem US-CDN
- Nur Freistellen: keine Hintergrundgenerierung, kein Upscaling, keine Retusche
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst wenige Freisteller im Monat und willst dafür kein Abo abschließen
- Deine Bilder sollen das Gerät möglichst nicht verlassen oder höchstens auf einem deutschen Server landen
- Du brauchst die volle Auflösung ohne Wasserzeichen, hast aber kein Budget dafür
- Du willst ein Werkzeug ohne Konto, ohne Kreditkarte und ohne Credit-Zähler
Wann nein
- Du verarbeitest hunderte Produktbilder pro Monat und brauchst API oder Batch-Pipeline
- Du brauchst einen AVV nach Art. 28 DSGVO für die gewerbliche Bildverarbeitung
- Du willst neben dem Freisteller auch generierte Hintergründe, Upscaling oder Marktplatz-Formate
- Du setzt auf Werkzeuge, deren Weiterbetrieb vertraglich abgesichert ist
Kurzfazit
Clearcove ist eines der wenigen Freistell-Tools, das volle Auflösung bis 4K ohne Wasserzeichen und ohne Credit-Limit kostenlos herausgibt. Möglich ist das, weil die Segmentierung zuerst im Browser läuft; nur als Rückfallebene geht die Datei an einen Server in Deutschland (Hetzner) und wird danach gelöscht. Dahinter steht allerdings ein Einzelunternehmen ohne AVV, ohne API und ohne offengelegtes KI-Modell. Für Serienbetrieb bleiben remove.bg und Photoroom die belastbarere Wahl.
Für wen ist Clearcove?
Kleine Shops und Manufakturen: Wer zehn bis dreißig neue Artikel im Monat einstellt, braucht keine Bildpipeline, sondern einen sauberen Freisteller in voller Auflösung. Genau da sitzt Clearcove: Bild rein, transparentes PNG oder weißer Hintergrund raus, in Originalgröße bis 4K, ohne dass ein Kontingent mitzählt. Bei remove.bg bekommst du an dieser Stelle ohne Bezahlung nur einen Vorschau-Download in niedriger Web-Auflösung, bei Photoroom ein Wasserzeichen.
Datenschutzbewusste Selbstständige: Fotograf, Designerin, Beraterin, alle, die fremde Bilder bearbeiten und dafür keine Freigabe zum Upload auf einen US-Server haben. Clearcove verarbeitet laut Datenschutzerklärung zuerst lokal im Browser, und wenn das nicht geht, in Deutschland bei Hetzner mit sofortiger Löschung. Das ist die ehrlichste Antwort auf die Frage, wo das Bild eigentlich landet, die man in dieser Werkzeugklasse bekommt.
Vereine, Schulen und Nonprofits: Kein Budget, keine Beschaffung, keine Kreditkarte, kein Abo, das jemand kündigen müsste. Für Vereinsmagazine, Flyer und Social-Media-Posts reicht die Ausgabequalität eines Standard-Freistellers in der Regel aus, und die Auflösung stimmt auch für den Druck.
Marketing-Einzelkämpfer im Mittelstand: Wer im Unternehmen der Einzige ist, der Bilder anfasst, braucht ein Werkzeug ohne Genehmigungsschleife. Clearcove kostet nichts und lässt sich ohne IT-Freigabe im Browser starten. Für den gewerblichen Regelbetrieb fehlt allerdings der AVV, das musst du mit deiner Datenschutzbeauftragten klären, bevor du es zum Standardwerkzeug machst.
Weniger geeignet für: Händler mit dreistelligen Bildmengen pro Monat, alle, die eine API oder eine Anbindung an PIM, DAM oder Shopsystem brauchen (Claid.ai ist dafür gebaut), Teams, die neben dem Freisteller auch generierte Lifestyle-Hintergründe wollen, und jeden, der für die Bildverarbeitung einen unterschriebenen Auftragsverarbeitungsvertrag vorlegen muss.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Clearcove | 0 EUR, dauerhaft | Freistellen bis 4K (3840 x 2160), transparentes PNG oder weißer Hintergrund, kein Wasserzeichen, kein Credit-Zähler, Stapelfunktion, Verarbeitung zuerst im Browser |
| Freischaltung | 0 EUR | Lizenzschlüssel per E-Mail nach einem 0-Euro-Checkout, kein Konto, keine Zahlungsdaten |
| Andere Focus2Grow-Werkzeuge | 15 EUR einmalig je Tool | Neun kostenpflichtige Tools des Anbieters (Billcove, Timecove, Slidecove und weitere), Einmalkauf ohne Abo, für Clearcove nicht erforderlich |
| Beratung | Auf Anfrage | Separates Angebot des Anbieters, ohne Bezug zum Tool |
Einordnung: Der Preis ist der ganze Punkt dieses Werkzeugs, und er hält, was er verspricht: null Euro, kein Abo, keine Zahlungsdaten, kein Kontingent, und trotzdem volle Auflösung ohne Wasserzeichen. Das ist die exakte Umkehrung dessen, womit remove.bg (Abos ab 8,10 EUR/Monat bei Jahreszahlung, kostenlos nur Vorschau-Auflösung) und Photoroom (kostenlos nur mit Wasserzeichen, Pro ab rund 12,99 EUR/Monat) ihr Geld verdienen. Der Grund ist technisch und nicht altruistisch: Wenn die Rechenarbeit auf dem Gerät des Nutzers stattfindet, entstehen dem Anbieter kaum variable Kosten pro Bild, und dann muss er auch nicht pro Bild abrechnen. Die eine Gegenleistung, die du erbringst, ist eine E-Mail-Adresse für den Lizenzschlüssel. Sie geht laut Anbieter nicht in Werbeverteiler, der Checkout selbst läuft aber über einen externen Zahlungsdienstleister, und damit über einen Anbieter, den du in einem als datenschutzfreundlich beworbenen Werkzeug nicht erwartest.
Stärken im Detail
Volle Auflösung ohne Wasserzeichen ist in dieser Klasse die Ausnahme. Bis 4K (3840 x 2160) gibt Clearcove das Bild in Originalgröße heraus, als transparentes PNG oder mit weißem Hintergrund. Bei den etablierten Wettbewerbern ist genau das die Bezahlschranke: remove.bg liefert ohne Kauf einen kleingerechneten Vorschau-Download, Photoroom brennt ein Wasserzeichen ins Bild. Wer bisher nur wegen dieser beiden Hürden gezahlt hat, hat hier eine echte Alternative.
Die Verarbeitung beginnt auf deinem Gerät. Das steht nicht nur im Marketing, sondern auch in der Datenschutzerklärung: Die Verarbeitung erfolgt zunächst lokal im Browser, und nur wenn das auf dem Gerät nicht möglich ist, geht die Datei kurzzeitig an den Server. Für die Praxis heißt das: Im Normalfall verlässt dein Produktfoto den Rechner nicht. Das ist ein struktureller Unterschied zu jedem Cloud-Freisteller, bei dem der Upload der erste Schritt ist, und es ist der einzige belastbare Weg, das Thema Bildvertraulichkeit zu lösen, statt es vertraglich zu verwalten.
Wenn doch ein Server nötig ist, steht er in Deutschland. Als Rückfallebene nennt der Anbieter einen Server in der EU bei Hetzner in Deutschland, mit automatischer Löschung nach der Verarbeitung und ausdrücklich ohne dauerhafte Speicherung und ohne inhaltliche Protokollierung. Zum Vergleich: remove.bg behält sich in seiner Datenschutzerklärung Verarbeitung in Europa und jedem anderen Land vor und nutzt Uploads zum Training der eigenen Modelle, Photoroom übermittelt außerhalb des EWR. Eine Trainingsnutzung der Bilder erwähnt die Clearcove-Datenschutzerklärung nicht.
Kein Konto, kein Credit-Zähler, keine Kündigung. Es gibt nichts zu verwalten. Kein Abo, das jemand im Unternehmen im Blick behalten muss, kein Guthaben, das mitten in einem Batch ausgeht, keine Karte, die hinterlegt wird. Für Vereine, Schulen und Einzelkämpfer ist das oft der praktisch entscheidende Punkt, noch vor der Bildqualität.
Deutscher Anbieter, deutsche Oberfläche, deutscher Support. Impressum, Datenschutzerklärung und Support sind auf Deutsch, der Anbieter sagt eine Antwort innerhalb von 48 Stunden zu. Bei remove.bg gibt es keinen deutschsprachigen Support. Für kleine Betriebe, die im Zweifelsfall jemanden anschreiben wollen, ist das mehr wert, als es auf dem Papier aussieht.
Schwächen ehrlich betrachtet
Hinter dem Tool steht eine einzelne Person. Focus2Grow ist laut Impressum das Einzelunternehmen von Kevin Köllen, geführt unter der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG, mit einer c/o-Postadresse eines Anbieterdienstes in Hoyerswerda. Das ist völlig legitim und für ein kostenloses Werkzeug auch nachvollziehbar, aber es beantwortet die Frage nach der Verfügbarkeit in zwei Jahren nicht. Wer Clearcove in einen dokumentierten Arbeitsablauf einbaut, sollte einen Ersatzweg definieren, bevor er ihn braucht. Workaround: Clearcove als Werkzeug nutzen, aber den Prozess nicht darauf verdrahten, ein zweiter, bezahlter Dienst als Rückfallebene kostet in dieser Größenordnung wenig.
Kein Auftragsverarbeitungsvertrag dokumentiert. Weder Datenschutzerklärung noch Vertrauensseite erwähnen einen AVV nach Art. 28 DSGVO. Solange Clearcove wirklich lokal rechnet, ist das dogmatisch weniger dramatisch, weil dann gar keine Auftragsverarbeitung stattfindet. Sobald aber die Server-Rückfallebene greift, und du kontrollierst nicht, wann sie greift, verarbeitet ein Dritter deine Bilder. Bei reinen Sachaufnahmen ohne Personenbezug ist das unkritisch, bei Modelfotos mit erkennbaren Gesichtern nicht. Workaround: Personenbilder gar nicht erst durchschicken oder vorher beim Anbieter schriftlich nachfragen.
Der Anbieter nennt weder Modell noch Technologie. Auf der Produktseite steht KI-Freistellung, das war es. Bei einem Segmentierungswerkzeug ist das Modell aber das Produkt: Ob Haare, Fell, Glas oder feine Ketten sauber getrennt werden, hängt genau daran. Wir haben Clearcove nicht selbst über eine Bildstrecke laufen lassen und können die Qualität deshalb nicht einordnen, und der Anbieter macht es uns auch nicht möglich. Bei Photoroom gibt es wenigstens einen, wenn auch vom Anbieter selbst erstellten, Genauigkeitsvergleich. Workaround: Vor dem produktiven Einsatz die drei schwierigsten Produkttypen aus deinem Sortiment durchschicken und das Ergebnis gegen das Rohbild halten.
Der Einstieg ist nicht so hürdenfrei, wie er beworben wird. Kein Konto und keine Kreditkarte stimmen, aber der Lizenzschlüssel kommt per E-Mail nach einem Checkout bei einem externen US-Zahlungsdienstleister. Du gibst also eine E-Mail-Adresse und im Checkout-Kontext übliche Metadaten ab, um ein Werkzeug freizuschalten, dessen Verkaufsargument Datensparsamkeit ist. Zusätzlich lädt die Anwendung Bibliotheken von cdnjs.cloudflare.com nach, das ist eine Verbindung zu einem US-CDN. Beides ist harmlos im Alltag, aber es gehört in die ehrliche Beschreibung.
Nur Freistellen, sonst nichts. Keine generierten Hintergründe, kein Upscaling, keine Retusche, keine Kanalformate für Amazon oder Otto, keine Templates. Sobald dein Bedarf über den reinen Freisteller hinausgeht, brauchst du ein zweites Werkzeug. Das ist keine Schwäche im engeren Sinn, sondern eine bewusste Beschränkung, aber sie begrenzt die Rolle, die Clearcove in einem Bildprozess spielen kann.
Kein Weg zur Automatisierung. Ohne API bleibt jedes Bild ein manueller Vorgang im Browser. Die Stapelfunktion verarbeitet mehrere Dateien nacheinander, ersetzt aber keine Pipeline. Ab etwa hundert Bildern im Monat kippt die Rechnung: Die eingesparten Lizenzkosten sind dann kleiner als die zusätzliche Arbeitszeit.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| hunderte Bilder pro Monat automatisiert verarbeiten willst | Claid.ai |
| neben dem Freisteller auch generierte Lifestyle-Hintergründe brauchst | Photoroom |
| eine ausgereifte, gut dokumentierte Freisteller-API willst | remove.bg |
| das Bild anschließend in Photoshop weiter retuschieren willst | Adobe Firefly |
| aus dem Freisteller direkt Anzeigen, Banner und Social-Posts baust | Canva |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Pixelcut und Erase.bg spielen im selben Freemium-Muster wie Photoroom, das Open-Source-Modell RMBG von BRIA und die Bibliothek rembg lassen sich lokal betreiben, wenn du eine Python-Umgebung hast und dauerhafte Unabhängigkeit willst, und GIMP kann mit etwas Handarbeit dasselbe Ergebnis liefern, nur langsamer. Clearcove konkurriert nicht über Funktionsumfang, sondern über genau zwei Punkte: volle Auflösung zum Nulltarif und Verarbeitung, die das Gerät im Normalfall nicht verlässt. Für alles andere sind die Etablierten weiter.
So steigst du ein
Schritt 1: Öffne die Clearcove-Seite und fordere den kostenlosen Lizenzschlüssel an. Nutze dafür bewusst die Adresse, die du für Werkzeug-Registrierungen ohnehin verwendest, nicht dein persönliches Postfach. Der Schlüssel kommt per E-Mail, ein Konto legst du nicht an.
Schritt 2: Teste nicht mit deinem einfachsten Bild, sondern mit den drei schwierigsten Produkttypen aus deinem Sortiment. Das ist erfahrungsgemäß alles mit Transparenz (Glas, Flaschen, Verpackungsfolie), alles mit feinen Strukturen (Haare, Fell, Ketten, Spitze) und alles, wo Produktfarbe und Hintergrundfarbe nah beieinanderliegen. Lade das Ergebnis herunter und öffne es bei 100 Prozent Zoom neben dem Rohbild. So siehst du in zehn Minuten, ob das Werkzeug für dein Sortiment taugt.
Schritt 3: Lege fest, was Clearcove darf und was nicht. Sinnvolle Linie für die meisten Betriebe: reine Sachaufnahmen ja, Bilder mit erkennbaren Personen nein, solange kein AVV vorliegt. Schreibe die Regel einmal auf, damit sie auch gilt, wenn die Praktikantin das Werkzeug übernimmt. Wenn du regelmäßig weiße Hintergründe für Amazon brauchst, prüfe zusätzlich mit dem Pipetten-Werkzeug, ob das Weiß wirklich RGB 255,255,255 ist und nicht 250,250,250.
Ein konkretes Beispiel
Eine Keramikmanufaktur aus Leipzig mit vier Mitarbeitenden verkauft über einen eigenen Shopify-Shop und Etsy, rund 25 neue Artikel im Quartal. Bisher lief es so: Die Inhaberin fotografiert die Stücke am Fenster auf einem grauen Karton, schickt die Bilder an eine Freelancerin, die stellt sie in Photoshop frei, 6 Euro pro Bild, Durchlaufzeit drei bis fünf Tage. Bei 25 Artikeln mit je zwei Ansichten sind das 300 Euro und eine gute Woche Wartezeit pro Quartal. Seit einem Quartal macht sie die Standardfreisteller selbst mit Clearcove: Tasse aufs Bild ziehen, transparentes PNG in voller Auflösung herunterladen, fertig. Etwa 80 Prozent der Stücke, matte glasierte Keramik mit klarer Kante, laufen ohne Nacharbeit durch. Die glänzenden Stücke mit Goldrand und die zwei Serien mit durchscheinender Glasur gehen weiter an die Freelancerin, dafür bleibt ein Restbudget von rund 60 Euro pro Quartal. Ersparnis: rund 240 Euro und vier Tage Durchlaufzeit pro Quartal, bei etwa zwei Stunden zusätzlicher Eigenarbeit. Dass die Bilder neuer, noch nicht veröffentlichter Serien dabei den Rechner nicht verlassen, war für sie kein Kaufargument, sondern ein angenehmer Nebeneffekt, der ihr erst auffiel, als ein Wettbewerber ihre Designs kopierte.
Nicht sicher, ob Clearcove zu euch passt?
Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter: Focus2Grow, Einzelunternehmen von Kevin Köllen, c/o Autorenglück #75914, Albert-Einstein-Straße 47, 02977 Hoyerswerda. Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG, keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Verantwortlich nach § 18 Abs. 2 MStV ist der Inhaber selbst.
- Verarbeitungsort: Laut Datenschutzerklärung erfolgt die Verarbeitung zunächst lokal im Browser. Nur wenn das auf dem Gerät nicht möglich ist, geht die Datei kurzzeitig an einen Server in der EU (Hetzner, Deutschland). Wann genau die Rückfallebene greift, steuerst du als Nutzer nicht.
- Speicherung: Auf dem Server verarbeitete Dateien werden nach der Verarbeitung automatisch gelöscht, es gibt laut Anbieter keine dauerhafte Speicherung und keine inhaltliche Protokollierung.
- Trainingsnutzung: Eine Nutzung hochgeladener Bilder zum Training von KI-Modellen wird in der Datenschutzerklärung nicht erwähnt. Anders als bei remove.bg, wo die Trainingsnutzung ausdrücklich in der Policy steht, gibt es hier also keinen entsprechenden Vorbehalt, aber auch keine ausdrückliche Zusicherung.
- Personenbezogene Daten: Für den Lizenzschlüssel wird eine E-Mail-Adresse erhoben, laut Anbieter ausschließlich zur Zustellung und nicht für Werbung. Zur Lizenzprüfung gehen eine pseudonyme Gerätekennung und der Schlüssel an den Lizenzserver. Rechtsgrundlage sind Art. 6 Abs. 1 lit. b und f DSGVO.
- Drittanbieter: Bibliotheken werden von cdnjs.cloudflare.com nachgeladen, dabei entsteht eine Verbindung zu einem US-CDN. Der Checkout für den kostenlosen Lizenzschlüssel läuft über den externen Zahlungsdienstleister Lemon Squeezy als Merchant of Record.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO wird an keiner Stelle angeboten oder erwähnt.
- Empfehlung für Unternehmen: Für reine Sachaufnahmen ohne Personenbezug ist der Einsatz unkritisch und datenschutzseitig sogar günstiger als jeder Cloud-Freisteller. Bilder mit erkennbaren Personen gehören ohne AVV nicht in dieses Werkzeug. Wer Clearcove zum Standardwerkzeug machen will, sollte den fehlenden AVV vorab mit dem eigenen Datenschutzbeauftragten bewerten.
Gut kombiniert mit
- Canva, für den Schritt nach dem Freisteller: Das transparente PNG aus Clearcove landet direkt in einer Vorlage und wird zu Produktbanner, Instagram-Post oder Angebotsseite. Clearcove trennt, Canva setzt zusammen.
- Adobe Firefly, wenn der weiße Hintergrund nicht reicht und du eine Szene brauchst. Freisteller in Clearcove erzeugen, dann in Photoshop mit Generative Fill einen passenden Kontext generieren. Sinnvoll für die Handvoll Bilder, die im Shop als Stimmungsbild laufen.
- Claid.ai, für die Bilder, an denen Clearcove scheitert oder für die du Kanalvarianten brauchst. Standardartikel über Clearcove kostenlos, die schwierigen Fälle und die Marktplatz-Formate über die API. Diese Zweiteilung senkt die Credit-Kosten spürbar, ohne dass du beim schwierigen Rest Abstriche machst.
Häufige Fragen zu Clearcove
Ist Clearcove wirklich dauerhaft kostenlos? Ja, der Anbieter positioniert Clearcove ausdrücklich als kostenloses Tool ohne Zahlung, ohne Abo und ohne Credit-Zähler, genau wie das Schwesterwerkzeug Promptcove. Die übrigen neun Focus2Grow-Tools kosten je 15 Euro als Einmalkauf, für Clearcove ist keiner davon nötig. Eine Preisgarantie für die Zukunft gibt es nicht, das gilt aber für jedes kostenlose Werkzeug.
Brauche ich ein Konto oder eine Kreditkarte? Ein Konto legst du nicht an, Zahlungsdaten gibst du nicht ein. Du brauchst aber eine E-Mail-Adresse: Die Freischaltung läuft über einen 0-Euro-Checkout bei einem externen Zahlungsdienstleister, und der Lizenzschlüssel kommt per Mail. Der Anbieter sagt zu, die Adresse ausschließlich dafür und nicht für Werbung zu nutzen.
Bleiben meine Bilder wirklich auf meinem Rechner? Im Regelfall ja. Die Datenschutzerklärung sagt, dass die Verarbeitung zunächst lokal im Browser erfolgt und die Datei nur dann kurzzeitig an den Server geht, wenn das auf deinem Gerät nicht möglich ist. Dieser Server steht in Deutschland bei Hetzner, die Datei wird danach automatisch gelöscht. Du kannst allerdings nicht selbst festlegen, dass die Server-Rückfallebene nie benutzt wird.
Wie gut ist die Freistellqualität im Vergleich zu remove.bg oder Photoroom? Das lässt sich seriös nicht sagen. Der Anbieter nennt weder das eingesetzte Modell noch einen Genauigkeitswert, und wir haben Clearcove nicht über eine standardisierte Bildstrecke laufen lassen. Verlass dich deshalb nicht auf Angaben, sondern schick vor dem produktiven Einsatz deine drei schwierigsten Produkttypen durch und vergleiche das Ergebnis mit dem Rohbild.
Darf ich Clearcove gewerblich für Produktfotos nutzen? Für Sachaufnahmen ohne Personenbezug spricht datenschutzrechtlich nichts dagegen, im Gegenteil, die lokale Verarbeitung ist hier ein Vorteil. Sobald erkennbare Personen im Bild sind, fehlt dir der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, den der Anbieter nirgends anbietet. Diese Bilder gehören dann in ein Werkzeug mit AVV.
Unser Fazit
Clearcove bekommt 3 von 5 Sternen. Es löst eine echte, konkrete Ärgernis-Stelle des Marktes: Die etablierten Freisteller verlangen Geld genau für das, was am wenigsten kostet, nämlich Auflösung und ein Bild ohne Wasserzeichen. Clearcove dreht das um, und es tut das mit der einzigen Architektur, mit der man das seriös finanzieren kann, nämlich Rechnen auf dem Gerät des Nutzers. Dass die Rückfallebene in Deutschland bei Hetzner steht und die Datenschutzerklärung ausdrücklich keine dauerhafte Speicherung und keine inhaltliche Protokollierung vorsieht, ist für ein kostenloses Werkzeug bemerkenswert sauber.
Die fehlenden zwei Sterne kosten drei Dinge. Erstens die Unternehmensbasis: ein Einzelunternehmen unter Kleinunternehmerregelung mit c/o-Postadresse ist keine Grundlage, auf die man einen Geschäftsprozess stellt. Zweitens der fehlende AVV, der den gewerblichen Einsatz überall dort ausschließt, wo Personen im Bild sind. Drittens die Intransparenz beim Modell: Wer bei einem Segmentierungswerkzeug weder Technologie noch Genauigkeit nennt, verlangt Vertrauen an genau der Stelle, an der Vertrauen am wenigsten angebracht ist. Dazu kommt der kleine Widerspruch, dass ein datensparsam beworbenes Werkzeug seinen Schlüssel über einen US-Checkout ausgibt.
Als Zweitwerkzeug neben einem bezahlten Dienst, als Einstieg für Betriebe ohne Budget und als Standardweg für alle Bilder, die den Rechner nicht verlassen sollen, ist Clearcove trotzdem eine sinnvolle Ergänzung. Als alleinige Grundlage einer Produktbild-Produktion ist es das nicht.
Was wir bemerkt haben
- September 2026, Clearcove kehrt das Preismodell der Kategorie um: remove.bg gibt ohne Bezahlung nur Vorschau-Downloads in niedriger Web-Auflösung heraus, Photoroom setzt im kostenlosen Plan auf alle Exporte ein Wasserzeichen. Genau diese beiden Schranken gibt es hier nicht. Der Grund ist die Architektur: Bei Verarbeitung im Browser entstehen dem Anbieter kaum Kosten pro Bild.
- September 2026, Die Formulierung ohne Anmeldung stimmt nur halb. Der kostenlose Lizenzschlüssel wird über einen Checkout beim US-Zahlungsdienstleister Lemon Squeezy ausgegeben, dabei fällt eine E-Mail-Adresse an. Ein Konto entsteht dabei nicht, eine Datenspur schon, und das bei einem Werkzeug, das mit Datensparsamkeit wirbt.
- September 2026, Der Anbieter nennt an keiner Stelle, welches Modell oder welche Bibliothek die Segmentierung übernimmt. Die Datenschutzerklärung verrät nur, dass Drittanbieter-Bibliotheken von cdnjs.cloudflare.com geladen werden. Bei einem Werkzeug, dessen gesamter Wert an der Modellqualität hängt, ist das eine auffällige Lücke.
- September 2026, Clearcove liegt in 13 Sprachversionen vor (unter anderem Englisch, Spanisch, Französisch, Japanisch, Arabisch, Hindi, Chinesisch). Für ein Ein-Personen-Projekt ist das eine bemerkenswerte Reichweitenstrategie und ein Hinweis darauf, dass die Verbreitung über Suchmaschinen läuft, nicht über Produkttiefe.
- September 2026, Focus2Grow ist laut Impressum ein Einzelunternehmen unter der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG mit einer c/o-Postadresse eines Anbieterdienstes. Elf Werkzeuge, neun davon je 15 Euro Einmalkauf, zwei kostenlos. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag wird auf keiner der öffentlichen Seiten erwähnt.
Quellen
- Clearcove – Produktseite. https://focus2grow.app/clearcove/ (abgerufen am 2026-09-10). Kostenlos, keine Zahlung; Ausgabe als transparentes PNG oder mit weißem Hintergrund in Originalgröße bis 4K (3840 x 2160); kein Wasserzeichen; Freischaltung über einen Lizenzschlüssel per E-Mail; Verarbeitung zunächst auf dem Gerät, sonst kurzzeitig auf einem Server in Deutschland (EU, Hetzner) mit anschließender Löschung; Stapelfunktion Alle freistellen; 13 Sprachversionen; Checkout-Link auf focus2grow.lemonsqueezy.com.
- Focus2Grow – Datenschutzerklärung. https://focus2grow.app/datenschutz/ (abgerufen am 2026-09-10). Bei Clearcove erfolgt die Verarbeitung zunächst lokal im Browser, nur wenn das auf dem Gerät nicht möglich ist, wird die Datei kurzzeitig an den Server in der EU (Hetzner, Deutschland) übertragen und nach der Verarbeitung automatisch gelöscht; keine dauerhafte Speicherung und keine inhaltliche Protokollierung; E-Mail-Adresse ausschließlich für die Zustellung des Lizenzschlüssels, nicht für Werbung; pseudonyme Gerätekennung und Lizenzschlüssel gehen zur Prüfung an den Lizenzserver; Drittanbieter-Bibliotheken werden von cdnjs.cloudflare.com geladen; Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. b und f DSGVO; ein Auftragsverarbeitungsvertrag wird nicht erwähnt.
- Focus2Grow – Impressum. https://focus2grow.app/impressum/ (abgerufen am 2026-09-10). Einzelunternehmen von Kevin Köllen, c/o Autorenglück #75914, Albert-Einstein-Straße 47, 02977 Hoyerswerda; gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen; verantwortlich nach § 18 Abs. 2 MStV ist Kevin Köllen.
- Focus2Grow – Vertrauen und Sicherheit. https://focus2grow.app/vertrauen/ (abgerufen am 2026-09-10). Arbeitsdaten bleiben im Browser, der Server sieht den Inhalt nicht, nur die Lizenzschlüsselprüfung; bei Promptcove und Clearcove geht die Verarbeitung an den Server in Deutschland mit anschließender Löschung; Support-Antwort innerhalb von 48 Stunden; 14 Tage Widerrufsrecht, Rückabwicklung über den Merchant of Record; Focus2Grow ist das Einzelunternehmen von Kevin Köllen, kein Team genannt.
- Focus2Grow – Toolübersicht. https://focus2grow.app/ (abgerufen am 2026-09-10). Elf Browser-Werkzeuge, neun davon je 15 Euro als Einmalkauf ohne Abo; Promptcove und Clearcove sind kostenlos; keine Tracking-Cookies und keine Pflichtkonten laut Eigenangabe.
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