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Channable

Channable B.V.

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Channable ist eine niederländische Feed-Management- und Marktplatz-Plattform für E-Commerce. Produktdaten werden einmal importiert und automatisch kanalspezifisch an Marktplätze (Amazon, OTTO, Kaufland.de, bol), Preisvergleicher und Werbenetzwerke ausgespielt. Mehrere KI-Bausteine — Produktkategorisierung, Attributanreicherung, Keyword- und Textgenerierung, Feed-Setup — sind in die Plattform integriert, je nach Plan-Stufe.

Kosten: Modular: Core ab 59 EUR/Monat (Standard, 5K Items), Core Plus ab 79 EUR, Core Pro ab 89 EUR; Marketplaces-Modul ab 30 EUR, PPC ab 48 EUR, Creatives ab 30 EUR, CSS 29 EUR/Shop; Add-ons Order Sync und Repricer je 49 EUR; Endpreis hängt von Itemzahl, Projekten und Kanälen ab

Stärken

  • Sehr breites Kanal-Portfolio mit vorgefertigten Templates für Marktplätze, Preisvergleicher und Werbenetzwerke
  • AI Product Categorization, AI Attribute, AI Keyword Generation und AI Text Generation als gestufte Plan-Features
  • AI Feed Setup mit automatischem Field-Mapping und Regelgenerierung verkürzt die Erstkonfiguration
  • Mehrsprachige Feed-Ausgabe und AI-gestützte Attributübersetzung für internationale Listings
  • Marketplaces-Modul mit Bestellsynchronisation, Order Sync und Repricer als Add-ons
  • EU-Datenhaltung in ISO-27001/27017/27018-zertifizierten Google-Rechenzentren, deutscher Support

Einschränkungen

  • Kein vollwertiges PIM — Channable orchestriert Ausspielung, nicht die Stammdaten
  • Modulares Pricing wird mit vielen Kanälen, hohen Itemzahlen und Add-ons schnell unübersichtlich
  • Stärkere KI-Features (Text Generation, Insights, 24x Sync) sind nur im teureren Core-Pro-Plan enthalten
  • KI-Texte sind auf Attribute und Keywords ausgelegt, nicht auf kreative Langbeschreibungen
  • Erste Einrichtung (Datenquellen, Mapping, Regelwerk) erfordert ein bis zwei Tage konzentrierter Einarbeitung
  • Items werden pro Varianten gezählt (Größe × Farbe × Sprache) — große Konfiguratoren treiben das Paket nach oben

Passt gut zu

E-Commerce-Händler mit Produktkatalogen ab 500 SKUs auf mehreren Marktplätzen Teams, die Feed-Management für Amazon, OTTO, Kaufland.de und Werbenetzwerke zentralisieren wollen Markenhersteller und Agenturen, die mehrere Mandanten oder Shops parallel betreuen Internationale Händler mit mehrsprachigen Listings im DACH- und EU-Markt

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du verkaufst auf drei oder mehr Marktplätzen und willst Feeds nicht mehr manuell pflegen
  • Du brauchst EU-Datenhaltung und einen niederländischen AVV ohne Cloud-Workarounds
  • Du willst Produktattribute (Farbe, Material, Kategorie) automatisch anreichern lassen statt manuell zu mappen
  • Du betreibst Google-Shopping- oder Amazon-Ads und willst dynamische Kampagnen aus dem Feed generieren

Wann nein

  • Du suchst ein vollwertiges PIM für die Pflege deiner Produktstammdaten
  • Du verkaufst nur auf einem Kanal (z. B. nur Shopify) — Channable rechnet sich erst bei Multi-Channel
  • Du brauchst kreative Langtext-Generierung statt strukturierter Attribut-Anreicherung
  • Dein Sortiment ist sehr klein (<500 SKUs, ein Marktplatz) — manuell pflegen ist günstiger

Kurzfazit

Channable ist die naheliegende Wahl, wenn du als E-Commerce-Händler auf mehreren Marktplätzen gleichzeitig verkaufst und Produktfeeds nicht mehr von Hand pflegen willst. Das niederländische Unternehmen hat sich seit 2014 zum europäischen Schwergewicht im Feed-Management entwickelt und integriert seit 2024 KI-Bausteine direkt in die Plattform — automatische Produktkategorisierung, Attributanreicherung, Keyword- und Textgenerierung. EU-Hosting in zertifizierten Google-Rechenzentren, deutscher Support und ein AVV machen Channable auch für DSGVO-sensible Händler tauglich. Schwächen: Das modulare Pricing wird schnell komplex, und die stärksten KI-Features sitzen im teuersten Core-Pro-Tier. Wer dagegen ein vollwertiges PIM sucht oder nur auf einem Kanal verkauft, ist anderswo besser aufgehoben.

Für wen ist Channable?

Multi-Channel-Händler im Mittelstand: Wer Amazon, OTTO, Kaufland.de und vielleicht noch bol oder einen Preisvergleicher gleichzeitig bedient, verbringt sonst Tage damit, Pflichtfelder pro Kanal anzupassen. Channable mappt einmalig — und liefert dann pro Kanal das, was die Plattform erwartet, inklusive Validierung gegen Pflichtfeld-Anforderungen.

Performance-Marketing-Agenturen: Das PPC-Modul generiert dynamisch Google-Ads-, Amazon-Ads- und bol-Ads-Kampagnen aus dem Produktfeed. Für Agenturen, die mehrere Mandanten betreuen, ist die Multi-Project-Logik praktisch — pro Kunde ein Projekt, pro Projekt eigene Regeln, eine Plattform für alle.

Internationale Händler mit DACH-Schwerpunkt: AI Attribute Translation und mehrsprachige Feed-Ausgabe (EN, NL, DE, FR, ES, IT u. a.) erlauben es, Listings für mehrere Länder aus einem Stammdaten-Set zu erzeugen. Channable ist hier dichter am europäischen Marktplatz-Landschaft als US-Konkurrenten wie Feedonomics oder Productsup.

Markenhersteller mit Distributoren-Netz: Wer als Marke seinen Händlern saubere Feeds bereitstellen will, kann über Channable kanalspezifische Varianten erzeugen (Amazon-Bullet-Points anders als Google-Shopping-Titel). Order Sync und Repricer als Add-ons schließen die Lücke zur Bestandsführung.

Shopify-, Shopware- und WooCommerce-Shops mit Marktplatz-Ambition: Die nativen Connectoren zu allen großen Shopsystemen machen Channable zur Standard-Brücke vom eigenen Shop zu externen Marktplätzen — ohne dass das Shopsystem selbst dafür Feed-Logik mitbringen muss.

Weniger geeignet für: Reine Shopify- oder Shopware-Händler ohne Multi-Channel-Ambition (zu teuer), Unternehmen, die ein vollwertiges PIM für Stammdatenpflege suchen (Akeneo oder Plytix sind hier näher dran), Händler mit sehr kleinem Sortiment (manuell ist günstiger), und alle, die kreative Langbeschreibungen erwarten — Channables KI ist auf strukturierte Attribute optimiert, nicht auf Storytelling.

Preise im Detail

Plan / ModulPreis (EUR/Monat)Was du bekommst
Core Standard (5K Items)ab 59Feed-Management, If/Then-Regeln, Quality Checks, AI Product Categorization, AI Feed Setup, 1x Sync/Tag
Core Plus (5K Items)ab 79Alles aus Standard + AI Product Attributes, AI Keyword Generation, AI Attribute Translation, Shared Rules, bis 3x Sync/Tag
Core Pro (5K Items)ab 89Alles aus Plus + Insights, Analytics, AI Text Generation, bis 24x Sync/Tag, Rule Versioning, Activity Logs, Custom Roles
CSS (Google Shopping)29 / Shop20 % Margin Advantage über Google CSS, Title Optimizer, Labelizer Lite, Price Benchmark Lite
Marketplaces Standard30Marktplatz-Katalog, Channel Mapping, AI Product Categorization, Marketplace-Dashboards
PPC Standard / Pro48 / 71Dynamische Ads-Generierung, AI Max, Bid- und Budget-Optimierung — Pro mit unbegrenzten Ads-Konten
Creatives Standard30Batch Image Editor, Background Removal, Feed-basierte Bildtemplates
Add-on Order Sync49Bestandsabgleich zwischen Shop und Marktplätzen
Add-on Repricer49Echtzeit-Preisanpassung, Buy-Box-Optimierung

Einordnung: Das Pricing ist nominell günstig (Core Standard 59 EUR klingt verlockend), wächst aber mit Itemzahl × Modul-Mix schnell zu drei- bis vierstelligen Monatsbeträgen. Ein typischer Mittelständler mit 30.000 Items, Core Plus und Marketplaces landet schnell im Bereich 250–400 EUR/Monat, mit PPC und Creatives bei 500+ EUR. Die wirklich nützlichen KI-Features (AI Attribute, AI Text Generation, AI Translation) sind über die Plus- und Pro-Stufen verteilt — wer alles will, muss Core Pro buchen. Strategischer Sweetspot ist Core Plus + Marketplaces, sobald du auf mehr als zwei Marktplätzen verkaufst. Channable rechnet pro Variante (T-Shirt in 3 Größen × 3 Farben = 9 Items), das treibt das Paket bei Konfiguratoren-Sortimenten überdurchschnittlich. Die kostenlose Testphase ist unbefristet — du kannst Setup und Mapping in Ruhe ausprobieren, bezahlst aber erst, wenn du Kanäle live schaltest.

Stärken im Detail

Breites Kanal-Portfolio mit fertigen Templates. Channable pflegt aktiv Connectoren zu allen relevanten europäischen Marktplätzen, Preisvergleichern und Werbenetzwerken. Du musst keine Mapping-Tabelle für Amazon-Bullet-Points oder Kaufland-Pflichtfelder selbst bauen — die Templates sind da, inklusive Validierung gegen Pflichtfeldfehler. Bei neuen Marktplätzen wie OTTO oder TikTok Shop ist Channable in der Regel früh dran.

Gestufte KI-Funktionen, die echte Arbeit abnehmen. Channable hat 2024/25 stark in KI investiert und arbeitet als OpenAI-Partner. AI Product Categorization (Standard) ordnet Produkte automatisch der korrekten Marktplatz-Taxonomie zu — ein Job, der bei großen Katalogen Wochen kostet. AI Attribute Enrichment (Plus) ergänzt fehlende Werte wie Farbe, Material oder Gewicht aus Produkttitel und Beschreibung. AI Keyword Generation und Attribute Translation übernehmen Lokalisierungs-Aufgaben, AI Text Generation (Pro) schreibt kanalspezifische Kurzbeschreibungen. AI Feed Setup beschleunigt zusätzlich die Erstkonfiguration mit Auto-Mapping und Regelvorschlägen.

Regelbasierte Feed-Optimierung als Kernkompetenz. Das eigentliche Herz von Channable ist die Regel-Engine: Wenn Lagerbestand < 5, dann aus dem Amazon-Feed nehmen. Wenn Marge < 10 %, dann nicht auf Google Shopping ausspielen. Wenn Kategorie = “Outdoor”, dann eigene Titel-Variante. Diese Regeln sind im Standard-Plan unbegrenzt, im Plus-Plan teilbar zwischen Projekten — ein massiver Hebel für Agenturen.

Marketplace Integrator mit Bestellsynchronisation. Das Marketplaces-Modul exportiert nicht nur Listings, sondern holt auch Bestellungen zurück. Mit dem Order-Sync-Add-on lassen sich Lagerbestände konsistent halten — Channable wird damit zum Routing-Hub zwischen Shop, ERP und Marktplätzen, nicht nur zum Feed-Generator.

EU-Hosting in zertifizierten Rechenzentren. Channable speichert Daten in Google-Cloud-Rechenzentren in der EU. ISO 27001, ISO 27017 und ISO 27018 sind zertifiziert, GDPR-Konformität dokumentiert, AVV verfügbar. Kundendaten werden nach 90 Tagen anonymisiert (Amazon-Daten nach 30 Tagen, marktplatzbedingt). Für deutsche Händler ist das ein klares Plus gegenüber US-Wettbewerbern.

Deutscher Support und Lokalisierung. Die Oberfläche ist auf Deutsch verfügbar, das Hilfecenter ebenfalls, und Support gibt es per E-Mail und Telefon. Channable hat ein DACH-Team und versteht die Besonderheiten von OTTO, Kaufland.de und der deutschen Marktplatzlandschaft besser als reine US-Konkurrenten.

Schwächen ehrlich betrachtet

Modulares Pricing wird schnell undurchsichtig. Was als 59 EUR Core Standard beginnt, kann mit höherem Paket (30.000 Items statt 5.000), Marketplaces, PPC, Creatives und Add-ons schnell auf 800–1.500 EUR/Monat anwachsen. Channable bewirbt die Einstiegspreise, aber die echten Kosten zeigen sich erst, wenn du den Konfigurator durchgehst. Bei intensiver Multi-Channel-Nutzung lohnt sich vor Vertragsabschluss eine Total-Cost-Berechnung über 12 Monate, sonst kommt die Rechnung dick.

Die besten KI-Features sind nur im teuren Plan. AI Text Generation und Insights stecken im Core-Pro-Plan (89 EUR ab 5K Items, bei größeren Paketen deutlich mehr). Wer die KI-Anreicherung “in voll” will, zahlt deutlich mehr als wer mit reinem Feed-Management auskommt. Die Stufung ist nachvollziehbar, aber ärgerlich für kleinere Händler, die nur AI Text Generation wollen.

Kein vollwertiges PIM. Channable verwaltet Daten für die Kanalausspielung, ist aber keine Stammdaten-Quelle. Wer ein echtes Product Information Management mit Versionierung, Übersetzungs-Workflows, Asset-Management und Approval-Prozessen sucht, braucht ein PIM wie Akeneo, Plytix oder Pimcore davor. Channable ist das letzte Glied in der Kette, nicht der zentrale Stammdaten-Hub.

Item-Zählung pro Variante. Channable rechnet jede Variante als eigenes Item — ein Konfigurator-Sortiment (Möbel mit 12 Farben × 5 Größen × 3 Materialien = 180 Items pro Modell) treibt das Paket schnell ins nächste Limit. Wer viele Varianten führt, sollte vorab genau rechnen.

Setup-Zeit nicht unterschätzen. Auch wenn AI Feed Setup die erste Konfiguration beschleunigt: Eine saubere Multi-Channel-Strategie mit Feed-Regeln, Filterlogik und kanalspezifischer Anpassung braucht zwei bis fünf Tage konzentrierter Arbeit — entweder intern oder über Channable-Partner-Agenturen. Wer das unterschätzt, frustriert sich in den ersten Wochen.

Sync-Frequenz im Standard-Plan begrenzt. Core Standard erlaubt nur 1x Datensynchronisation pro Tag. Für saisonsensible Sortimente oder schnell wechselnde Lagerbestände (Outlet, Restposten) reicht das nicht — du brauchst Plus (3x) oder Pro (bis 24x). Das ist eine klassische Stufenfalle: Wer schneller syncen will, zahlt deutlich mehr.

KI-Textgenerierung ist auf Attribute optimiert, nicht auf Storytelling. Wer kreative Produkttexte für die eigene Shop-Detailseite generieren will, sollte das mit oder tun. Channables AI Text Generation ist auf kanalspezifische Kurzbeschreibungen ausgelegt — funktional, aber kein Markentexter.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Ein vollwertiges PIM mit Stammdaten-Workflows brauchstAkeneo (extern)
Eine reine Amazon-Repricing-Lösung suchstAmazon Seller Central (extern)
Kreative Produkttexte generieren willst oder
Eine günstige Feed-Lösung für nur 1–2 Kanäle suchstDataFeedWatch oder WakeupData (extern)
Eine US-zentrische Enterprise-Lösung mit globaler Reichweite suchstFeedonomics (extern)

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Productsup (deutscher Wettbewerber mit stärkerem PIM-Anspruch), DataFeedWatch (günstigere Alternative für kleinere Händler), Feedonomics (US-Schwergewicht, BigCommerce-Tochter) und Lengow (französischer Wettbewerber, ähnliches Profil). Channable hat seine stärkste Position im europäischen Mittelstand mit DACH-Schwerpunkt — wer dort verkauft, findet kaum eine passendere Plattform.

So steigst du ein

Schritt 1: Datenquelle anbinden und Mapping testen. Registriere dich auf channable.com und starte die kostenlose Testphase (zeitlich unbegrenzt, kostet erst beim Live-Schalten). Verbinde zuerst eine Produktdatenquelle — Shopify, Shopware, WooCommerce, BigCommerce oder eine CSV/XML-Datei aus dem ERP. Channable importiert die vorhandenen Attribute und zeigt im Dashboard, was vorhanden ist. Aktiviere AI Feed Setup, um automatische Field-Mapping-Vorschläge zu bekommen — das spart die erste Stunde.

Schritt 2: Ersten Kanal vollständig durchspielen. Wähle einen Marktplatz, den du gut kennst (Amazon DE, OTTO, Kaufland.de). Channable zeigt sofort, welche Pflichtfelder fehlen. Nutze AI Product Categorization, um die Marktplatz-Taxonomie automatisch zuzuweisen, und AI Product Attributes (Plus-Plan), um fehlende Werte zu ergänzen. Prüfe das Ergebnis in der Vorschau und korrigiere problematische Mappings einzeln. Schalte den Feed erst live, wenn die Pflichtfeld-Quote bei 100 % ist und du die ersten 20 Listings stichprobenartig geprüft hast.

Schritt 3: Regelwerk für Spezialfälle aufbauen. Sobald der erste Kanal läuft, baust du If/Then-Regeln für Spezialfälle: Lagerbestand < 5 → aus dem Feed nehmen, Marge < 10 % → nicht auf Google Shopping, Kategorie = “Sale” → Titel mit Rabatthinweis. Diese Regeln pflegst du einmal und sie greifen bei jedem Sync. Im Plus-Plan kannst du Regeln zwischen Projekten teilen — sinnvoll bei mehreren Shops oder Mandanten.

Schritt 4 (optional): Weitere Module integrieren. Wenn die Marktplatz-Feeds stabil laufen, ergänzt du PPC (für dynamische Google-, Amazon- oder bol-Ads), Creatives (für Bildvarianten) und Order Sync (für Bestandsabgleich). Die Module sind unabhängig buchbar, aber teilen sich die Datenbasis — das macht den Aufbau iterativ und überschaubar.

Ein konkretes Beispiel

Ein Spielzeuggroßhändler aus Nürnberg mit 1.800 SKUs (in 5.400 Varianten durch Farbe und Größe) betreibt Channable als zentralen Feed-Hub. Produktdaten kommen per CSV-Export aus dem ERP nach Channable; AI Feed Setup hat das erste Mapping gegen Amazon DE, OTTO und Kaufland.de in einer halben Stunde automatisiert. Die KI-Attributanreicherung ergänzt fehlende Farbangaben und Materialbezeichnungen aus dem Produkttitel — sicherheitsrelevante Felder wie CE-Kennzeichnung und Altersempfehlungen werden bewusst manuell gepflegt und durch eine Validierungsregel gegen leere Werte abgesichert. Neue Produkte gehen nach dem ERP-Import innerhalb von zwei Stunden auf allen drei Kanälen live; früher dauerte das je Kanal einen halben Tag. Zeitersparnis: ca. 12 Personentage pro Monat. Der Order-Sync-Add-on (49 EUR) hält Lagerbestände konsistent — Überverkäufe an einem Kanal, weil ein anderer noch nicht abverkauft gemeldet hat, sind seit der Einführung praktisch verschwunden. Monatliche Kosten: Core Plus + größeres Item-Paket + Marketplaces + Order Sync ≈ 250–400 EUR. Amortisiert sich nach dem ersten gesparten Personentag im Monat.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Google-Cloud-Rechenzentren in der EU, ISO 27001, ISO 27017 und ISO 27018 zertifiziert. Anbieter ist Channable B.V., Utrecht (Niederlande).
  • Datenverschlüsselung: TLS für Transport, Verschlüsselung der Festplatten “at rest” in den Rechenzentren.
  • Datenanonymisierung: Kundendaten aus Bestellungen werden standardmäßig nach 90 Tagen anonymisiert; Amazon-Daten bereits nach 30 Tagen (Vorgabe Amazon).
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard-AVV ist verfügbar, da Channable Auftragsverarbeiter im Sinne der DSGVO ist. Subunternehmer (u. a. Google Cloud, OpenAI für KI-Features) sind in einer öffentlichen Subprocessor-Liste dokumentiert.
  • KI-Anbieter (OpenAI): Channable nutzt OpenAI-APIs für KI-Funktionen (Categorization, Attribute, Text Generation). Diese Subverarbeitung wird durch den Channable-AVV mit abgedeckt — relevant für deutsche Datenschutzbeauftragte, die Subprocessor-Listen auswerten.
  • Sicherheitsstandards: Auditlogs, regelmäßige Backups, dokumentierte Disaster-Recovery, Bug-Bounty-Programm. SSO (Single Sign-On) in allen Plänen enthalten.
  • Empfehlung für Unternehmen: Channable ist eine der wenigen DSGVO-tauglichen Feed-Management-Plattformen mit EU-Hosting und solider Sicherheitsdokumentation. Für die Verarbeitung von Bestelldaten (Order Sync) sollte die Anonymisierungsfrist mit der eigenen Aufbewahrungspolitik abgeglichen werden — 90 Tage sind die Channable-Standard-Einstellung, längere Aufbewahrung muss separat geregelt werden.

Gut kombiniert mit

  • Akeneo oder Plytix (PIM): Wer die Stammdatenpflege sauber aufstellen will, betreibt Channable hinter einem PIM. Akeneo oder Plytix verwalten Stammdaten, Übersetzungen, Assets und Approval-Workflows. Channable übernimmt von dort die Ausspielung — saubere Trennung von Datenpflege und Kanal-Logik.
  • oder — für kreative Langtexte (Shop-Detailseite, Kategoriebeschreibungen, Marketing-Content), die über Channables strukturierte Attribut-KI hinausgehen. Workflow: Stammtext in ChatGPT oder Claude generieren, in PIM oder ERP einpflegen, von dort durch Channable an die Kanäle ausspielen.
  • Shopify, Shopware oder WooCommerce: Channable spielt seine Stärke voll aus, wenn du ein etabliertes Shop-System als Stammdaten-Quelle hast. Die nativen Connectoren minimieren Integrationsaufwand und machen Channable zum verlängerten Arm des Shops Richtung Marktplätze.

Unser Testurteil

Channable verdient 4 von 5 Sternen. Für Multi-Channel-Händler im europäischen Mittelstand ist es eine der besten verfügbaren Plattformen — breit unterstützte Kanäle, ernstzunehmende KI-Bausteine, EU-Hosting mit AVV, deutscher Support. Den fünften Stern verliert Channable an drei Punkten: Das modulare Pricing wird mit Itemzahl und Modul-Mix schnell unübersichtlich und teuer; die wirklich starken KI-Features sind im Pro-Plan eingeschlossen, was kleinere Händler benachteiligt; und es ist eben kein PIM, was Käufer ohne klare Datenstrategie nach 6 Monaten merken werden. Wer das vorher weiß, bekommt mit Channable ein präzises Werkzeug für genau einen Job: Produktdaten zuverlässig über viele Kanäle ausspielen, mit so viel Automatisierung wie sinnvoll möglich. Für diesen Job ist Channable in Europa schwer zu schlagen.

Was wir bemerkt haben

  • 2024 — Channable hat AI Feed Setup und AI Product Categorization eingeführt — die erste sichtbare Welle nativer KI-Funktionen, die vorher als Pro-Add-ons angekündigt waren. Damit positioniert sich Channable bewusst gegen US-Wettbewerber wie Feedonomics, die KI ähnlich tief integrieren.
  • 2025 — Pricing wurde modularer aufgestellt: Aus dem früheren “Core / Core Plus” wurde Standard / Plus / Pro, und die Module Marketplaces, PPC, Creatives und CSS sind sauberer voneinander getrennt buchbar. Vorteil: feinere Granularität. Nachteil: noch komplexer.
  • 2025 — OpenAI als Subprocessor offiziell ausgewiesen. Damit verfügt Channable über eine saubere DSGVO-Argumentation für die KI-Features — KI läuft über OpenAI-APIs, aber im Rahmen des Channable-AVV. Für deutsche Datenschutzbeauftragte ein wichtiges Detail.
  • Mai 2026 — Die kostenlose Testphase wurde dauerhaft ohne Zeitlimit gemacht: Du kannst Setup und Mapping in Ruhe ausprobieren, bezahlst aber erst, wenn du Kanäle live schaltest. Praktisch für Händler, die Channable gegen Wettbewerber wie DataFeedWatch oder Productsup evaluieren wollen.
  • Mai 2026 — Im Pricing-Konfigurator wird der frühere “Marketplaces Pro”-Plan nicht mehr separat ausgewiesen — Marketplaces ist als einzelner Standard-Plan plus Order-Sync- und Repricer-Add-ons strukturiert. Wer ältere Beratungs- oder Vergleichsdokumente nutzt, sollte die aktuellen Pakete neu prüfen.

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